DE2444925C3 - Einrichtung zum Fernübertragen und Registrieren der Anzeige eines Kreiszeiger-Meßkopfes - Google Patents
Einrichtung zum Fernübertragen und Registrieren der Anzeige eines Kreiszeiger-MeßkopfesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Fernübertragen und Registrieren der Anzeige eines Kreiszeigermeßkopfes,
vorzugsweise einer automatischen Waage, unter Verwendung eines die Anzeige in Digitalwerten
wiedergebenden Umdrehungszählers.
Es sind zahlreiche Einrichtungen bekannt, bei denen Werte auf einer Kreisskala analog angezeigt werden.
Dabei besteht häufig das Problem, die angezeigten Analogwerte an eine Zentrale od. dgl. fernzuübertragen.
Insbesondere bei selbsttätigen Waagen mit Kreiszeigermeßkopf
wird es angestrebt, den analog angezeigten Wert in eine digitale Anzeige umzuwandeln.
Dazu sind mehrere Vorschläge bekannt. So ist eine selbsttätige Waage mit elektrischer Steuerung des Zulaufs
und der Drehbewegung des Wiegegefäßes bekannt, bei der die Zeigerwelle des Kreiszeigermeß
kopfes über eine elektromagnetisch betätigbare Kupplung mit einem Zählwerk verbindbar ist (vgl.
DE-PS 518 140). Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß die elektrische Kupplung die Zeigcrwellc mit
dem Zählwerk nur während der Rückdrehung des Zeigers in die Nullage verbindet, wobei das Zählwerk
in der Regel jeweils den Summenwert aus mehreren nacheinander folgenden Abwägungen wiedergibt.
Wenn bei einer solchen Waage stets Portionen abgewogen werden, die der Höchstlast und damit einem
Zeigerumlauf entsprechen, wird der Umdrehungszähler auch jeweils in der letzten Dezimalstelle um
10 Digitalwerte weitergestellt. Schwierigkeiten treten jedoch dann auf, wenn Zwischenwerte erreicht wer-
den, die nicht ein Zehntel der Höchstlast ausmachen. In diesen Fällen kommt es zu keiner klaren Digitalisierung
der Anzeige. Wenn dabei die Anordnung so getroffen wird, daß diese Zwischenwerte durch Aufoder
Abrunden auf den nächsten vollen Wert digitalisiert werden, so ergibt sich in der Anzeige des Umdrehungszählers
eine maximale Abweichung von 5% des Skalenendwertes, und zwar bezogen jeweils auf eine
Wägung. Beim Auf summieren aus mehreren nacheinander folgenden Abwägungen können sich die Fehlerwerte
addieren. Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Anordnung besteht darin, daß die Werte des
Kreiszeigermeßkopfes nicht fernübertragen werden können.
Bei anderen bekannten Einrichtungen dieser Art ist auf der Zeigerwelle des Kreiszeiger-Meßkopfes
eine Codescheibe montiert, auf der eine der Teilung der Skala entsprechende Anzahl von Codespuren vorgesehen
ist. Jeder Codespur ist dabei ein gesondertes Lesegerät zugeordnet. Es sind solche Einrichtungen
mit z. B. 16 Codespuren und 16 zugehörigen Lesegeräten
bekannt. Da die Platzverhältnisse am Kreiszeiger-Meßkopf in der Regel beengt sind, müssen die
Codescheibe und das Lesegerät mit großer Präzision gefertigt und eingestellt werden. Diese Einrichtung
bedingt daher einen erheblichen Konstruktions-, Zeit- und Kostenaufwand. Außerdem sind solche Einrichtungen
außerordentlich empfindlich gegenüber den Einflüssen der Umwelt, insbesondere gegenüber Verschmutzung,
Feuchtigkeit und Erschütterung. Solche Einflüsse sind in dem rauhen Betrieb bei industriellem
Einsatz nicht zu vermeiden. Eine Fernübertragung der Anzeigewerte ist mit einem solchen Gerät zwar
grundsätzlich möglich, die von den Eichbehörden allgemein verlangte Fehlersicherheit zwingt jedoch bei
diesen empfindlichen Einrichtungen zu einer weiteren Steigerung des Aufwandes, insbesondere durch Doppelbestückung
von elektronischen Bauteilen.
Es sind weiter Einrichtungen zum Registrieren der Anzeige von Kreiszeigermeßköpfen bekannt, bei denen
die engezeigten Werte über Kontaktstifte auf mechanischem
Wege ausgelesen werden. Derartige Einrichtungen sind wesentlich robuster und liefern eine
ausreichende Sicherheit bei der Fernübertragung. Ein wesentlicher Nachteil solcher bekannter Einrichtungen
besteht jedoch darin, daß die Ablesung jeweils nur im Stillstand erfolgen kann. Diese Einrichtungen
eignen sich daher ausschließlich zur Registrierung der angezeigten Werte, nicht aber zur Steuerung nachgeschalteter
Geräte oder zur Steuerung der selbsttätigen Waage überhaupt.
Eine andere bekannte Einrichtung zum Registrieren der Anzeige arbeitet nach dem Schrittverfahren.
Hierbei ist auf der Zeigerwelle eine Loch- oder Schlitzscheibe angeordnet, die mit einer fest montierten,
photoelektrischen Abtasteinrichtung zusammenwirkt. Bei Umdrehung des Zeigers Hefen diese Einrichtung
eine Impulsfolge, wobei die Anzahl der Impulse der Anzahl der Schlitze oder Löcher entspricht,
welche bei der Drehung des Zeigers die Abtasteinrichtung überfahren. Die von der photoelektrischen
Abtasteinrichtung gelieferten Impulse können auf elektronischem Wege weiterverarbeitet werden.
Diese Einrichtung ist vom Aufbau her weder so aufwendig noch so empfindlich wie das oben behandelte
Codespurverfahren. Aber auch hier fordert die veringte Fehlersicherheit einen erheblichen Aufwand in
der elektrischen bzw. elektronischen Stcucrune.
Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Einrichtung der eingangs näher bezeichneten
Art so weiterzubilden, daß bei großer Robustheit und Unempfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen
auf einfache Weise eine Fernübertragung der Werte bei großer Sicherheit und großer Genauigkeit
möglich wird, wobei gleichzeitig die Voraussetzung dafür geschaffen werden soll, daß die angezeigten
Werte unmittelbar zur weiteren Verwendung zur Verfügung stehen, z. B. zur Steuerung einer automatischen
Waage.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Vereinigung folgender Merkmale:
a) mit der Zeigerwelle des Kreiszeiger-Meßkopfes ist der Geber einer elektrischen Welle gekoppelt,
deren Empfänger in Abhängigkeit von dem durch die Drehung des Gebers erzeugten Fehlersignal
von einem Servomotor über eine Ausgangswelle einnes Getriebes nachdrehbar ist;
b) der Umdrehungszähler ist über eiiw zweite, nach :
höheren Drehzahlen hin übersetzte Ausgangswelle des Getriebes antreibbar.
Die elektrische Welle stellt dabei ein robustes Fernübertragungssystem für Anzeigewerte dar. Ihr
Geber wird direkt und analog der Verstellung des Zei- : gers des Kreiszeigermeßkopfes durch die Zeigerwelle
verstellt. Die dabei zwischen Geber und Empfänger der elektrischen Welle auftretenden erzeugten Fehlersignale
steuern einen Servomotor, der über ein Getriebe den Geber in Richtung auf eine Verkleinerung :
des Fehlersignals nachstellt. In der Praxis führen dabei Geber und Empfänger im wesentlichen gleiche Winkeldrehungen
aus. Die durch den Servomotor über das Getriebe erzeugte Nachstellbewegung wird in dem
Getriebe gleichzeitig übersetzt nach höheren Drehzahlen, wobei diese höheren Drehzahlen über eine
zweite Ausgangswelle des Getriebes auf den Umdrehungszähler übertragen werden. Die Eingangswelle
des Umdrehungszählers führt daher ein Mehrfaches der Winkelverstellung des Zeigers des Kreiszeigermeßkopfes
aus. Dabei kann die Übersetzung im Getriebe beispielsweise 1:100 betragen, so daß man bei
der Digitalisierung des auf der Skala des Kreiszeigermeßkopfes maximal anzeigbaren Wertes nur einen
Fehler von maximal 0,05% erhält. Dieser ist außeror- ι dentlich gering und fällt auch dann nicht ins Gewicht,
wenn sich dieser Fehler bei Aufsummierung der Werte von mehreren aufeinanderfolgenden Abwägungen
addieren sollte. Die Ablesung des Digitalwertes erfolgt nicht im Stillstand der Waage, sondern bereits
während der Zeigerbewegung, so daß die Werte auch für eine automatische Steuerung, z. B. der Waage, sofort
und zuverlässig zur Verfügung stehen.
Vorteilhafterweise ist zwischen der zweiten Ausgangswelle des Getriebes und der Eingangswelle des
Umdrehungszählers eine schaltbare Kupplung mit Bremse angeordnet. Hierdurch erhält man den Vorteil,
daß die angezeigten Werte addiert oder subtrahiert werden können und daß man wahlweise die Vorwärtsbewegung
oder die Rückstellbewegung des t Zeigers des Kreiszeiger-Meßkopfes zur Verstellung
des Umdrehungszählwerke;, verwenden kann. Der Umdrehungszähler kann mit einem Meßwertdrucker
gekuppelt sein oder bei Bestückung des Umdrehungszählers mit sogenannten Read-Öut-Kontakten einen ,
solchen Meßwertdrucker steuern. Im letztern Fall ist es auch möglich, über die Read-Out-Kontakte eine
direkte Auslesung der Digitalwerte durch eine EDV-Anlage durchzuführen. Über diese Kontakte oder
über die Welle des Umdrehungszählers können die digitalen Werte, die am Zähler angezeigt werden,
gleichzeitig und fortlaufend auch einer Vergleichseinrichtung zugeführt werden, in welcher der durch den
Umdrehungszähler angezeigte Istwert mit einem digitalen Sollwert verglichen und die Differenz als Eingangswert
in die automatische Steuerung der Waage eingegeben wird.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand einer schematischen Zeichnung an zwei Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
In der Zeichnung sind die einzelnen Einheiten, die als solche bekannt sind, lediglich in Form von Blockschaltelementen
wiedergegeben.
Bei 1 ist in der Figur der Kreiszeiger-Meßkopf mit zugehöriger Skala und zugehörigem Zeiger wiedergegeben.
Die Zeigerwelle 2 ist mit dem Geber 3 einer elektrischen Welle 4 verbunden, so daß bei Bewegung
des Zeigers der Geber im Verhältnis 1:1 analog verstellt
wird. Die Verstellung des Gebers der elektrischen Welle 4 erzeugt ein Fehlersignal, welches zur
Steuerung eines Servomotors 8 herangezogen wird; dessen Ausgangswelle 9 treibt ein Getriebe 7 an, welches
zwei Ausgangswellen 6 und 10 aufweist. Die Ausgangswelle 6 ist mit dem Empfänger 5 der elektrischen
Welle 4 verbunden, so daß bei Betrieb des Servomotors 8 in Abhängigkeit von dem auftretenden
Fehlersignal über die Welle 9 des Servomotors und das Getriebe 7 der Geber S über die Welle 6 mit etwa
der Zeigerbewegung entsprechender Geschwindigkeit verstellt wird, und zwar in einer Drehrichtung, bei der
der Fehler zwischen der Stellung des Gebers und des Empfängers in Richtung auf den Wert 0 verkleinert
wird. Der Empfänger läuft daher dem Geber ständig und unmittelbar nach, so daß das Fehlersigna! klein
bleibt. Diese durch den Servomotor 8 über das Getriebe 7 erzeugte Nachlaufbewegung wird im Getriebe
gleichzeitig in Richtung auf höhere Drehzahlbewertung nach einem fest vorgegebenen Übersetzungsverhältnis
übersetzt. Diese übersetzten Drehzahlen können an der zweiten Ausgangswelle 10 des Getriebes 7
abgegriffen werden und zum unmittelbaren Antrieb eines Umdrehungszählers 12 verwendet werden. In
der Figur ist die Tatsache der Übersetzung des Drehzahlverhältnisses durch den Getriebeteil 11 wiedergegeben,
der in der Praxis dem Getriebe 7 angehört. Im dargestellten Beispiel a) erfolgt der Antrieb des Umdrehungszählers
12 nicht direkt über die Welle 15, sondern über eine zwischengeschaltete Schaltkupplung
14, die als elektromagnetische Bremskupplung ausgebildet sein kann, wie dies durch die Bremsfläche
13 angedeutet ist.
Auf Grund der beschriebenen Anordnung läßt sich der Anzeigewert am Kreiszeiger-Meßkopf 1 analog
auf den Geber und über diesen über große Strecken auf den Empfänger zuverlässig und bei geringem Aufwand
und bei geringer Empfindlichkeit gegen Umwelteinflüsse übertragen. Der Empfänger folgt den
Bewegungen des Gebers analog und zuverlässig und mit großer Genauigkeit, und zwar unter der Steuerung
über den Servomotor 8 und das Getriebe 7. Über dieses Getriebe 7 wird weiterhin der analoge Wert ins
Vielfache übersetzt und der übersetzte Wert zum Antri^b
einer digitalen Anzeigeeinrichtung verwendet, die mit hoher Genauigkeit arbeitet, und zwar auf
Grund des großen Übersetzungsverhältnisses zwischen Zeigerausschlag des Kreiszeiger-Meßkopfes
5 6
und Umdrehungszahl des Umdrehungszählers 12. Die durch die Red-Out-Kontakte ablesbaren Werte
Durch die zwischengeschaltete Kupplung kann die können aber auch direkt in eine Vergleichseinrichtung
Anordnung so getroffen werden, daß die einzelnen eingegeben werden, in der laufend der Istwert, der
Anzeigewerte addiert oder subtrahiert werden, und vom Umdrehungszähler angezeigt wird, mit einem
es kann wahlweise der Vorlauf oder die Rückstell- "· Sollwert verglichen wird, um bei Abweichungen ein
bewegung des Zeigers am Kreiszeiger-Meßkopf Steuersignal für die automatische Waage od. dgl. aus-
zur Steuerung des Umdrehungszählers benutzt wer- zulösen.
den. Das gleiche kann auch durch direkte Kupplung des
Wie in Teil b) der Figur angedeutet ist, kann der Umdrehungszählers mit nachgeschalteten Einrich-
Umdrehungszähler 12 bzw. der auf ihm festgestellte ι» tungen, z. B. einem Meßwertdrucker 20 oder einer
Wert laufend zur weiteren Verwendung abgegriffen den Istwert mit dem Sollwert vergleichenden Einrich-
werden. Dies kann dadurch erfolgen, daß der Umdre- tung 21 erreicht werden.
hungszähler mit sogenannten Red-Out-Kontakten Mit der beschriebenen Einrichtung ist eine im Aufbestückt
wird, durch die eine Ablesung des Digital- bau einfache und robuste und damit unempfindliche
wertes und Eingebung in einen Meßwertdrucker oder ι · Fernübertragung und Digitaüsierung einer aufzusumin
den Eingang einer EDV-Anlage ermöglicht wird. mierenden Winkelanzeige gegeben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Einrichtung zum Fernübertragen und Registrieren der Anzeige eines Kreiszeiger-Meßkopfes,
vorzugsweise einer automatischen Waage, unter Verwendung eines die Anzeige in Digitalwerte
wiedergebenden Umdrehungszahlers, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender
Merkmale:
a) mit der Zeigerwelle (2) des Kreiszeiger-Meßkopfes (1) ist der Geber (2) einer elektrischen
Welle (4) gekoppelt, deren Empfänger (5) in Abhängigkeit von dem durch die Drehung des Gebers (3) erzeugten Fehlersignal
von einem Servomotor (8) über eine Ausgangswelle (6) eines Getriebes (7) nachdrehbar
ist;
b) der Umdrehungszähler (12) ist über eine zweite, nach höheren Drehzahlen hin übersetzte
Ausgangswelle (10) des Getriebes (7) antreibbar.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der zweiten Ausgangswelle
(10) des Getriebes (7) und der Eingangswelle des Umdrehungszählers (12) eine Kupplung (13, 14) angeordnet ist.
3. Einrichtung nach Ansprach 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Umdrehungszähler
(12) an einen Meßwertdrucker (20) angeschlossen ist.
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| DE2444925B2 DE2444925B2 (de) | 1979-07-12 |
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1975
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Also Published As
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