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DE244392C - - Google Patents

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Publication number
DE244392C
DE244392C DENDAT244392D DE244392DA DE244392C DE 244392 C DE244392 C DE 244392C DE NDAT244392 D DENDAT244392 D DE NDAT244392D DE 244392D A DE244392D A DE 244392DA DE 244392 C DE244392 C DE 244392C
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DE
Germany
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fabric
lever
arm
fingers
needle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT244392D
Other languages
English (en)
Publication of DE244392C publication Critical patent/DE244392C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B1/00General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both
    • D05B1/02General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making single-thread seams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 244392 —■ KLASSE 52«. GRUPPE
Reihstich - Blindstichnähmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. März 1911 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Reihstich - Blindstichnähmaschine, durch welche man das Handnähen nachahmt, indem man eine Nähnadel, welche in allem wesentlichen einer gewöhnlichen Nähnadel entspricht, durch den Stoff führt; aber anstatt die Nähnadel ein so großes Stück zu bewegen, daß der in die Nadel gefädelte und mit der Nadel durch den Stoff gezogene Nähfaden angezogen ist, ergreift man mittels einer besonderen Vorrichtung den Faden, nachdem dessen vorderes Ende durch den Stoff geführt ist, und führt denselben in einer Schlinge zur Seite hinaus, wobei der Rest des Fadens durch den Stoff gezognen und der Stich stramm angezogen wird. Die Nadel wird während der Arbeit von zwei Paar hintereinander angebrachten, vor- und rückwärts beweglichen Fingern festgehalten, welche, wenn sie beim Vorwärtsgehen an den Stoff kommen, abwechselnd die Nadel loslassen, über den Stoff gehoben, gesenkt werden und die Nadel wieder ergreifen, wenn diese durch den Stoff gekommen ist, indem man natürlich dafür sorgt, daß das hintere Fingerpaar nicht die Nadel losläßt, bevor das vordere Paar dieselbe ergriffen hat. Während des Zurückgehens der Finger werden beide Paare, gleichzeitig, indem sie die Nadel festhalten, oben über den Stoff gehoben und darauf wieder gleichzeitig gesenkt, worauf sich der Vorgang wiederholt.
Die Erfindung ist beispielsweise auf der Zeichnung veranschaulicht, und zwar stellt dar:
Fig. ι die Maschine in Draufsicht,
Fig. 2 und 3 dieselbe in Seitenansicht in zwei zueinander senkrechten Richtungen (die Stellung der Maschine nach Fig. 2 und 3 entspricht nicht ganz der nach Fig. 1),
Fig. 4 den Schlitten, in dem die Fingerpaare angebracht sind, in Draufsicht,
Fig. 5 einen Schnitt nach Linie 5 - 5 in
Fig- 4, Fig. 6 eine zur Bewegung des Schlittens dienende Anordnung,
Fig. 7 einen Fingerträger, von der Seite gesehen,
Fig. 8 einen Schnitt nach Linie 8-8 in
Fig· 7, Fig. 9.und 10 eine zum Aufheben der Fingerträger einzeln bzw. gleichzeitig dienende Anordnung,
Fig. 11 und 12 einen Schnitt nach Linie 11-11 in Fig. 9 und 12-12 in Fig. 10,
Fig. 13 einen Schnitt nach Linie 13-13 in Fig. 12,
Fig. 14 einen Druckfuß in Draufsicht,
Fig. 15 bis 19 Einzelheiten, die später beschrieben werden sollen,
Fig. 20 eine zur Maschine gehörige Nadel in vergrößertem Maßstab in Seitenansicht,
Fig. 21 bis 23 schematisch die Stellung der Nadel im Verhältnis zum Stoff während der Arbeit in Seiten- bzw. Vorderansicht und Draufsicht. ·
Die Maschine besitzt zwei Teile, und zwar die Vorrichtung zum Führen der Nadel und die Vorrichtung zum Strammziehen des Fadens.
I. Vorrichtung zum Führen
der Nadel.
Auf einem Tisch α ist ein fester Arm b angebracht, welcher einen eben abgehobelten Tisch c nebst zwei Lagern d für eine Welle f trägt, welche in einem dritten Lager g unterstützt wird und mit einem Handrad h oder einer ähnlichen Antriebsordnung versehen ist (Fig. i, 2 und 3). Im Tisch c befinden sich zwei Schlitze k und m, die beide senkrecht zur Welle / verlaufen, und oben auf dem Tisch ist ein Schlitten η angebracht, an dessen unterer Seite ein Vorsprung p sitzt, welcher durch den Schlitz k herabgeht und unter dem Tisch c mit dem einen Ende einer Schubstange q verbunden ist, deren anderes Ende mit einer Kurbel r an Welle f (Fig. 1 und 6) verbunden ist. Wenn die Welle f gedreht wird, wird der Schlitten η also auf dem Tisch c quer zur Welle f hin und her bewegt, und zwar geführt von Vorsprung p, welcher in dem Schlitz k gleitet.
Im Schlitten η liegen zwei parallele, prisma-. tische Stangen, die Fingerträger ί und t, welche in den Ausschnitten λ* (Fig. 4 und 5) im Schlitten auf und nieder gleiten können, und die auf der einen Seite mit einer Führungskante «(Fig.7), welche in einer Rinnen im Schlitten gleitet, und unten mit einem Zapfen w versehen sind, der durch ein Loch y im Schlitten hinabgeht und ein Stück in den Schlitz m hineinragt. Auf je einem der Träger sitzt eine feste, senkrechte Stange ζ (Fig. 2 und 7), die unten den einen Finger des Fingerpaares bildet, sowie eine um einen Zapfen 20 drehbare Stange 21, welche den anderen Finger des Fingerpaares bildet. Zwischen den beiden Fingern wird die Nadel 22 (Fig. 2) festgehalten, und die Finger können zweckmäßig mit einem Belag von Leder o. dgl. versehen sein, um zu verhindern, daß dieselben, wenn sie um die Nadel zusammenschlagen, letztere beschädigen. Der Finger 21 wird gegen den Finger ζ mittels einer. Feder 23 herübergedrückt (Fig. 2), deren Spannung durch eine an einer Schraube 25 sitzende gerade gefeilte Mutter 24 reguliert werden kann. Die oberen Enden der Finger 21 sind mittels Zugstangen 26 mit zwei Hebein 27 und 28 verbunden (Fig. 1 und 2), welche an einer am Schlitten η sitzenden Welle 29 drehbar sind. Wenn die unteren Enden dieser Hebel gegen den Schlitten (Fig. 2) gedrückt werden, wird der betreffende Finger 21 von dem Finger s fortgeschwungen, und die Nadel 22 wird frei. Die Hebel 27 und 28 werden zu geeigneten Zeitpunkten von dem einen Arm1 30 (Fig. 1 und 2) eines um einen Zapfen 31 drehbaren doppelarmigen Hebels bewegt, dessen anderer Arm 32 von Anschlägen 33 o. dgl.an Welle f beeinflußt wird.
Der Mechanismus, welcher zum Heben der Fingerträger einzeln (Fig. 3, 9 und 11) dient, besteht aus einer Platte 34, welche, in einer Hülse 35 geführt, in dem Schlitz m auf und ab gleiten- kann, und welche mit einem Hebel 36, 37 verbunden ist, der um einen Zapfen 38 am Tisch c drehbar ist. Der Hebelarm 37 trägt einen Zahn 39, welcher von zwei an Welle / sitzenden Anschlägen 40 beeinflußt wird, deren Form und Platz derartig abgepaßt ist, daß die Platte 34 zu den rechten Zeitpunkten gehoben wird. Wenn die Platte gehoben wird, stößt dieselbe an denjenigen von den Zapf en w, welcher sich im 'Augenblick über ihr befindet, und der eine der Fingerträger s oder t wird dadurch gehoben. Sobald der Zapfen w an der Platte 34 vorbeibewegt ist, fällt der Fingerträger wieder herab, und zwar unter dem Einfluß. einer Feder 41 (Fig. 2), welche zwischen dem Fingerträger und einer Platte 42 angebracht ist, deren Stellung mittels einer an einer Schraube 43 im Schlitten η angebrachten Mutter 44 reguliert werden kann. Wenn diese gedreht wird, wird die Spannung der Federn 41 reguliert (jeder der Fingerträger hat seine Feder).
Der Mechanismus, der zum Heben beider Fingerträger gleichzeitig dient (Fig. 3, 10, 12 und 13), besteht .aus einem Lineal 45, das im Schlitz m neben der Hülse 35 angebracht ist, und das an dem einen Ende einen Zapfen 46, welcher in einem Loch im Tisch c geführt wird, und an dem anderen Ende ein breites Stück 47 trägt, das an der Seite des Schlitzes m anliegt. Das Lineal trägt ungefähr in der Mitte einen nach unten gehenden Arm 48, der einen Flansch 39 hat, welcher in einem Schlitz eines an der unteren Seite des Tisches c sitzenden festen Führungsstückes 50 geführt ist.
An dem Zapfen 38 ist ein Hebel 51, 52 drehbar angebracht, dessen einer Arm auf die untere Seite des Lineals 45 wirkt, und dessen anderer Arm von einem Anschlag 53 an Welle / beeinflußt wird. Der Platz des Anschlages 53 und die Form des Armes 52 ist derartig abgepaßt, daß das Lineal zu den richtigen Zeit-^ punkten gehoben wird. .
Wenn das Lineal 45 gehoben wird, stößt dessen obere Kante an die Zapfen w, und beide Fingerträger 5 und t werden dadurch gehoben. Solange der Anschlag 53 auf den Arm 52 wirkt, verbleibt das Lineal in der gehobenen Stellung. Wenn der Anschlag 53 den Arm 52 n5 freigibt, sinken die Fingerträger und. das Lineal, von den Federn 41 bewegt, herab.
Um die Nadel 22, wenn sie in den Stoff hineingeführt ist, am Zurückgleiten zu hindern, stützt sich ihr hinterer über das Nadelöhr verlängerter Teil (s. Fig. 20) in einer ' Ausbohrung in einem Stift 54 (Fig. 3), der in
einer mit dem Schlitten η verbundenen Hülse 55 angebracht ist. In dem Stift befindet sich ein Einschnitt (Fig. 15), in welchen eine kleine, an der Hülse sitzende, durch eine Feder beeinflußte Klinke 56 greift. Wenn der Schlitten η so weit vorwärts bewegt ist, daß der Stift 54 an den Stoff, der genäht werden soll, stößt, so ist die Nähnadel durch den Stoff h indurchgelangt und auf der anderen Seite des Stoffes von beiden Fingerpaaren ergriffen worden, und die Klinke 56 wird jetzt aus der Verbindung mit dem Stift 54 ausgelöst, indem die Klinke gegen einen festen Anschlag 57 (Fig. 3) stößt, so daß der Stift während der weiteren Bewegung des Schlittens η nach vorwärts in die Hülse 55 zurückgleitet. In dieser zurückgezogenen Stellung" verbleibt der Stift 54, bis beide Fingerpaare, kurz bevor die rückwärts gehende Bewegung des Schlittens
zo beendet ist, ihre normale, gesenkte Stellungeingenommen haben. Gleichzeitig hiermit stößt der Stift 54 mit dem hinteren Ende gegen einen festen Anschlag 58 und wird dadurch wieder vorwärts geführt, indem seine Ausbohrung über das hintere Ende der Nadel gleitet. . .
Der Stoff, welcher genäht werden soll, wird, wie in Fig. 21 bis 23 veranschaulicht, über einem an dem Tisch α angeordneten Bügel 59 , (Fig. 2, 3 und 21) angebracht und hier von einem gabelförmigen Halter 60 festgehalten (Fig. 3 und 14), der an einem Druckfuß 61 sitzt. Dieser ist an einer in einem Rohr 62 verschiebbaren, federbeeinflußten Stange 63 befestigt, die gehoben und gesenkt werden kann, so daß der Druckfuß mittels eines um einen Zapfen 64 drehbaren, mit einem Handgriff 65 versehenen, unrunden Hubstückes 66, das auf einen an Stange 63 sitzenden Stift 67 wirkt, in oder außer Tätigkeit gesetzt werden kann.
Der Druckfuß wirkt in Verbindung mit einem Stoffschieber 68 von bekannter Anordnung. Sein sägezackenförmiger Teil kommt durch einen Ausschnitt in dem Tisch α herauf und sitzt an einer Stange 69, die an dem einen Ende mit einer Gabel 70 um einen Zapfen 71 greift, während das andere Ende mit Flanschen 72 und 73 versehen ist, die von Federn 74 und 75 geg"en unrunde Scheiben 76 und yj auf einer umlaufenden Welle 78 gedruckt werden. Wenn letztere umläuft, schwingt der Stoffschieber auf und ab und wird gleichzeitig vor- und rückwärts geführt; der zwischen dem Stoffschieber und dem Druckfuß befindliche Stoff wird dadurch jedesmal um eine Stichlänge vorwärts und vom Bügel 59 fortgezogen. Die Richtung des Zuges bildet mit der Längsachse der Nadel einen Winkel 0 (Fig.23).
Welle 78 ist unter dem Tisch α angebracht und trägt ein Zahnrad 79, welches durch ein Zwischenrad 80 von einem auf Welle / sitzenden Zahnrad 81 getrieben wird (Fig. 2). .. .
Der beschriebene Mechanismus wirkt in folgender Weise. Wenn das vorderste Fingerpaar zu dem über Bügel 59 gebogenen Stoff gelangt (s. Fig. 21, wo 86 das Futter bezeichnet, das an dem Tuch 87 festgenäht werden soll), so befindet sich der Hebel 27 gerade vor dem Arm 30, und gleichzeitig wird der Arm 32 von einem. der Anschläge 33 bewegt, wodurch der Arm 30 nach dem Hebel 27 zu geschwungen wird, so daß letzterer gedreht wird und den Finger 21 des vordersten Eingerpaares von dem festen Finger ζ fortschwingt. Das vorderste Fingerpaar gibt die Nadel also frei. Ein an dem Finger 21 sitzender Stift 82 wird, wenn sich der Finger ge- dreht hat, von einem federbeeinflußten Winkelhebel 83, 84 gefangen, dessen hakenförmiger Arm 83 über den Stift 82 geht, wodurch der Finger 21 in der offenen Stellung festgehalten wird, so daß das vordere Fingerpaar gehoben werden kann, ohne die Nadel 22 zu beschädigen. Das Aufheben erfolgt mittels der Platte 34, die, wie früher erläutert, in Tätigkeit gesetzt wird. Sobald die Nadel den Stoff durchstochen hat, wird der Fingerträger s des vordersten Fingerpaares wieder gesenkt, und der Hebel 84 stößt dabei an einen Anschlag 85 neben Tisch c, so daß der Haken 83 ausgelöst wird und den Stift 82 freimacht, wodurch der Finger 21 unter Einwirkung seiner Feder 23 gegen die Nadel bewegt wird und diese festklemmt.
Die gleichen Vorgänge erfolgen darauf bei dem hinteren Fingerpaar, welches geöffnet, gehoben, gesenkt und geschlossen wird.
Die Nadel ist alsdann durch den Stoff hindurchgelangt und wird wieder von beiden Fingerpaaren festgehalten, die die Bewegung ein kleines Stück vorwärts fortsetzen, indem sie den Nähfaden nach sich ziehen. Zu diesem Zeitpunkt erfolgt das stramme Anziehen des Nähfadens; aber da die zu diesem Vorgang dienende Vorrichtung noch nicht beschrieben ist, wird deren Tätigkeit vorläufig übergangen, und soll deshalb hier die Bewegung der Finger zurück zur Ausgangsstellung erläutert werden.
Gleichzeitig mit Beginn der Zurückbewegung des Schlittens wird das Lineal 45 mit-, tels des früher besprochenen Mechanismus (Fig. 10 und 12) gehoben, und beide Fingerträger mit der von ihnen erfaßten Nadel werden dadurch gleichzeitig, ohne daß die Fingerpaare geöffnet werden, gehoben. Dieses Heben kann, ohne daß die Nadel beschädigt wird, erfolgen, weil das hintere Ende der Nadel zu ,diesem Zeitpunkt ganz frei nicht allein vom Stoff, sondern auch von der. Aus-.
bohrung im Stift 54 (Fig. 3) ist, welcher hinter dem Stoff und dem Bügel 59 zurückgeblieben ist. Der Schlitten η gleitet ohne Hindernisse und mit gehobenen Fingerträgern zurück, bis das Lineal 45 gesenkt wird, was un-, mittelbar, bevor der Stift 54 an Anschlag 58 stößt, geschieht. Das hintere Ende der Nadel kann dann frei in die Ausbohrung in dem : Stift 54 hineingleiten, welcher darauf von der Klinke 56 gefangen wird und während des . Vorwärtsgehens des Schlittens Stützpunkt für die Nadel 22 ist.
II. Die zum Strammziehen
des Nähfadens dienende
Vorrichtun g.
Dieser Teil der Maschine besteht aus einem an einer festen Stütze 89 (Fig. 1, 2 und 3) drehbaren Hebel, dessen kurzer Arm 90 mit einer Kurbel 91 der Welle / verbunden ist, während der lange Arm 92, welcher eine derartige Form hat, daß er über die Welle f und den Tisch c geschwungen werden kann, einen hakenförmigen Finger 93 trägt.
Die Schubstange 94 der Kurbel 91 ist mit Arm 90 nicht unmittelbar verbunden, sondern mit einem Gleitstück 95, welches in Lagern 96 gleiten kann und einen Stift 97 trägt. Dieser wird von zwei Gabelarmen an. Arm 90 umschlossen, und wenn die Welle / gedreht wird, schwingt der Hebel 90, 92 vor- und rückwärts, wobei der Haken 93 einen Kreisbogen beschreibt. Die Verhältnisse sind nun derartig abgepaßt, daß sich der Haken 93 zwischen der durch den Stoff geführten Nadel und dem über dem Bügel 59 gebogenen Stoff befindet, wenn der Schlitten η die vordere äußerste Grenzstellung einnimmt, und der Haken hat eine derartige Form, daß derselbe unter den von der Nähnadel zum Stoff führenden Nähfaden greifen kann. Sobald der Haken den Faden ergriffen hat, schwingt der Hebelarm 92 zurück und zieht dadurch den Nähfaden in einer Schleife mit sich. Das hintere Fingerpaar greift um die Nadel 22 gerade vor dem Nadelöhr und klemmt damit den Nähfaden gegen die Nadel, wodurch der Faden daran verhindert wird, durch das Nadelöhr hindurchgezogen zu werden; der Nähfaden wird deshalb beim Ausschwingen des Armes 92 durch den Stoff gezogen werden, bis der Stich angezogen ist.
Da der Nähfaden mit jedem Stich kürzer und kürzer wird, so muß man dafür sorgen, daß der Haken 93 den durch den Stoff gezogenen Nähfaden zu einem von Stich zu Stich früheren Zeitpunkt losläßt. Dies kann dadurch erzielt werden,- daß man den Haken 93 federn läßt; aber man kann auch den auf der Zeichnung veranschaulichten Mechanismus verwenden, mittels dessen der Haken 93 zu geeigneten Zeitpunkten eine derartige Drehung erhält, daß die Fadenschleife aus dem Haken herausgleitet.
Der Haken ist zu diesem Zweck an einer in einem Kopf 100 am Arm 92 sitzenden drehbaren Kurbel 101 angebracht, die von einer Feder 102 gegen den einen Arm 103 eines um einen Zapfen 104 am Arm 92 drehbaren Hebels gedrückt gehalten wird, dessen anderer Arm 105 über Arm 92 hinweggeführt ist und in einer senkrechten Platte 106 mit einem Zapfen 107 endet.
Auf dem Tisch α ist ein Rahmen 108 angebracht, in dem eine Schraubenspindel 109 drehbar gelagert ist, welche mittels einer geeigneten Zahnradverbindung" 110 mit einer Welle in, die ein Sperrad 112 trägt, verbunden ist. An der Welle in ist ein Bügel 113 aufgehängt, der eine in das Sperrad greifende Klinke 114 trägt, und der durch eine Antriebsstange 115 mit Arm 92 verbunden ist. Mit jedem Ausschwingen dieses Armes erhält also die Schraube 109 eine geeignete kleine Drehung.
Auf dem Rahmen 108 der Schraube 109 gleitet ein Schlitten 116 (Fig. 16 und 17), welcher die Mutter für Schraube 109 enthält. Der Schlitten 116 erhält also mit jedem Ausschwingen des Armes 92 eine kleine Verschiebung nach der Welle / hin. An dem Schlitten 116 ist mittels zweier Bolzen 117 eine Platte 118 angebracht, die einen nach unten gebogenen Arm 119 aufweist. Wenn der Arm 92 nach außen schwingt, stößt die Platte iofj an das untere Ende des Armes 119, und der Hebel 103,104 macht dadurch eine kleine Schwingung, welche durch die Kurbel 101 auf Haken' 93 übertragen wird, so daß der Haken 93 so viel abwärts gedreht wird, daß er die Schleife des Nähfadens losläßt.
Wenn die Platte 106 herabgedrückt wird, wird ihr Zapfen 107 von einem an Arm 92 sitzenden, um einen Zapfen 120 drehbaren Hebei 121, der von. einer Feder 122 beeinflußt wird, gefangen, und die Platte 106 stößt daher nicht an Arm 119, wenn der Hebel 92 nach der Welle / hin zurückschwingt. Der Haken .93 nimmt so während dieses ganzen Teiles der Schwingung des Armes 92 die gesenkte Stellung ein; aber wenn der Arm 92 in seine innere Grenzstellung gekommen ist, in welcher sich also der Haken 93 unter dem von der Nadel 22 zum Stoff führenden strammen Nähfaden befindet, so stößt ein an Hebel 121 sitzender Anschlag 123 an einen festen Anschlag 124 an Rahmen 108, und der Hebel 121 wird dadurch zurückgedreht, so daß er vom Zapfen 107 frei wird. Der Hebel 103, 105 mit Kurbeln 101 schwingt dabei unter Einwirkung der Feder 102 zurück, und der Haken 93
wird nach oben gedreht, so daß er um den Nähfaden greift.
Mit jedem Stich wird der Arm 119 ein Stück nach der Welle f hin verschoben, und mit jedem Ausschwingen des Armes 92 wird also der Haken 93 früher die Schleife des Nähfadens freigeben. Wenn die Verhältnisse in der lichtigen Weise abgepaßt werden, wird der Faden während des Vorganges des
Strammziehens nicht zerrissen werden können.
Damit man den Schlitten 116 schnell, in seine Grenzstellung führen kann, wenn er während des Nähens die Innenstellung erreicht hat, ist die Mutter 125 der Schraube (Fig. 16) im Schlitten 116 auf und ab verschiebbar angebracht und, trägt einen durch die Platte 118 geführten Stift 126 mit Knopf 127, mittels dessen man die Mutter 125 aus dem Eingriff mit Schraube 109 herausheben kann. Die Mutter steht für das Eingreifen mit der Schraube unter dem Einfluß einer Feder 128.

Claims (7)

Patent-An Sprüche:
1. Reihstich-Blindstichnähmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß zwei auf einem in der Vorschubrichtung des Stoffes hin und her bewegten Schlitten (n) hintereinander einzeln heb- und senkbar angeordnete, greiferartig wirkende Fingerpaare (z, 21) die gerade an ihrem hinteren Ende mit dem Fadenöhr versehene Nadel (22) erfassen und zunächst gemeinsam durch den über einen Bügel (59) in einer Falte geführten Stoff stoßen, daß darauf, wenn das vordere Fingerpaar den Stoff erreicht hat, nacheinander zunächst das vordere und dann das hintere Fingerpaar geöffnet, über den Stoff gehoben und wieder gesenkt und die Nadel auf der anderen Stoff-• seite wieder erfaßt wird, daß alsdann, wenn die Nadel von den weiter bewegten Fingerpaaren vollständig" durch den Stoff gezogen ist, ein Greiferhaken (93) den Nähfaden zwischen Stoff und Nadel erfaßt und unter Festsetzen des Stiches durch den Stoff hindurchzieht, und daß schließlich die Nadel (22) von beiden Fingerpaaren gemeinsam über den Stoff hinweg in die Anfangslage zurückgeführt wird.
2. Reihstich-Blindstichnähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Fingerpaare (z, 21) an Fingerträgern (s, t) angebracht sind, welche in Führungen im Schlitten (n) einzeln oder beide gleichzeitig von Hebelmechanismen gehoben und gesenkt werden können, die von der Antriebswelle (f) der Maschine in Tätigkeit gesetzt werden, daß das öffnen der Fingerpaare durch Hebel (27 und 28) erfolgt, die von der Antriebswelle (f) der Maschine durch Zwischenörgane bewegt werden, und daß der den Nähfaden durch den Stoff ziehende Greiferhaken (93) an einem vor- und zurückschwingenden Hebel (90,92) angeordnet ist, der von der Antriebswelle ff) der Maschine in Bewegung gesetzt wird.
3. Reihstich-Blindstichnähmaschine nach Anspruch ι und 2, gekennzeichnet durch einen um einen Zapfen an dem einen Finger (s) jeden Fingerpaares drehbar angebrachten, von einer Feder beeinflußten Winkelhebel (83,84), dessen hakenförmiger Arm (83) um einen Zapfen (82) an dem anderen Finger (21) in dem Augenblick greift, in dem das Fingerpaar geöffnet wird, und dessen anderer Arm (84) gegen einen festen Anschlag (85) stößt, wenn das Fingerpaar geschlossen werden soll.
4. Reihstich-Blindstichnähmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der den Nähfaden durch den Stoff ziehende Greif er haken (93) an dem ihn tragenden Traghebelarm (92) drehbar angebracht ist und durch Drehung aus dem Eingriff mit der Schleife des Nähfadens gelöst wird, und zwar bei Stellungen des Hebelarmes (92), die näher und näher an der inneren der Nähstelle zugekehrten Grenzstellung des Armes liegen, je nachdem der Nähfaden während des Nähens verkürzt wird.
5. Reihstich-Blindstichnähmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine während der Bewegungen des Greiferhakentraghebels (90,92) in Umdrehungen versetzte Schraubenspindel (109) durch ihre in einer geradlinigen Bahn (108) geführte Mutter (125) einen Schlitten (116) bewegt, welcher einen Arm (119) trägt, der mit jeder Schwingung des den Greiferhaken tragenden Hebelarmes (92) nach außen an. einen Hebel (103, 105) stößt, durch dessen Bewegung der Greiferhaken (93) behufs Lösung seines Eingriffes mit der Nähfadenschleife abwärts gedreht wird.
6. Reihstich-Blindstichnähmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der die Drehung des Greiferhakens bewirkende Hebel (103, 105), wenn er von dem Schlittenarm (119) ausgeschwungen wird, 115" von einem federbeeinflußten Hebel (121) gefangen wird, wodurch der Greiferhaken (93) in der abwärts gedrehten Stellung festgehalten wird, und daß der Fanghebel (121), wenn der den Greiferhaken tragende Hebelarm (92) die innere Grenzsteilung erreicht, gegen einen festen An-
schlag stößt, wodurch der die Drehung des Greiferhakens bewirkende Hebel (103, 105) freigegeben wird und der Greif erhaken (93) in seine Nähfadenfangstellung zurückschwingt..
7. Reihstich-Blindstichnähmaschine nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen in einer Hülse (55) an dem Fingertragschlitten (n) verschiebbaren Stift . (54), welcher vorn mit einer Ausbohrung versehen ist, in der das hintere Ende' der Nähnadel beim Einführen in den Stoff sich stützt, und welcher in der Hülse mittels einer Klinke (56) festgehalten wird, welche in dem Augenblick, in dem das vordere Ende des Stiftes an den Stoff stößt, ausgelöst wird, so daß der Stift während der weiteren Vorwärtsbewegung" des Schlittens (n) in der Hülse (55) gleitet, während er bei der Zurückbewegung des Schlittens (n) mit dem hinteren Ende gegen einen festen Anschlag (58) stößt und dadurch in die normale Stellung in der Hülse zurückgeführt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT244392D Active DE244392C (de)

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