DE2442307A1 - Polyvinylidenfluorid-formmasse - Google Patents
Polyvinylidenfluorid-formmasseInfo
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Description
KUREHA KAGAKU KOGYO KABUSHIKI'KAISHA,
Tokyo / Japan
" Polyvinylidenfluorid-Formmasse "
Priorität: 13. September 1973/Japan, Anm.Nr. 103 396/1973
Die vorliegende Erfindung betrifft Polyvinylidenfluorid-Formmassen
mit sehr hoher Biegsamkeit und guter Widerstandsfähigkeit gegenüber dem thermischen Altern.
Um die Biegsamkeit von Kunststoffen zu verbessern, ist es üb- lieh,
den betreffenden polymeren Materialien entweder'Weichmacher
oder andere polymere Kompoenten zuzusetzen oder die Ausgangsmonomeren mit andersaufgebauten Monomeren einer Mischpolymerisation
zu unterwerfen oder die betreffenden polymeren Komponenten chemisch zu modifizieren. Die am meisten angewendete
und bequemste Methode, um Polyvinylidenfluorid biegsam zu machen, besteht darin, einen Weichmacher zuzusetzen oder eine
anders aufgebaute polymere Komponente einzuarbeiten, weil es in diesem Fall genügt, das Polyvinylidenfluorid einfach mit den
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betreffenden Modifizierungsmitteln zu vermischen.
Es hat sich jedoch gezeigt, dass nur wenige derartiger Substanzen mit Polyvinylidenfluorid verträglich sind. Beispielsweise
ist Polymethylmethacrylat die einzige polymere Komponente, welche mit Polyvinylidenfluorid verträglich ist, und ausserdem
lassen sich noch niedrig molekulare Phthalsäureester, wie Dimethylphthalat und Dibutylphthalat, wegen ihrer hohen Löslichkeit
gut mit Polyvinylidenfluorid kombinieren. Es hat sich jedoch gezeigt, dass Mischungen von Polyvinylidenfluorid mit
den vorstehend genannten Komponenten wesentliche Nachteile aufweisen. Beispielsweise ist es durch Einarbeitung von Polymethylmethacrylat
nicht möglich, dem Polyvinylidenfluorid eine hohe Biegsamkeit in gewünschtem Ausmass zu verleihen, und daher
lässt sich Polymethylmethacrylat für diesen technischen Effekt garnicht verwenden,
Zwar ist es möglich, dem Polyvinylidenfluorid die erforderliche Biegsamkeit bis zu einem gewissen Ausmäss durch Zumischen von
Dimethylphthalat und/oder Dibutylphthalat zu verleihen. Diese Weichmacher weisen jedoch den schwerwiegenden Nachteil eines
relativ niedrigen Siedepunktes von etwa 3000C auf. Wenn daher
ein derart weichgemachtes Polyvinylidenfluorid bei einer Temperatur von 200 bis 35O0C im schmelzflüssigen Zustand extrudiert
wird, dann verdampfen die Weichmacherkomponenten in einem nicht kontrollierbaren Ausmass, und es ist daher unmöglich,
im voraus zu bestimmen, welche Mengen an Weichmacher in das Polyvinylidenfluorid eingearbeitet werden müssen, um den gewünschten
Biegsamkeitseffekt zu erzielen. Ausserdem zeigen
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diese niedrigmolekularen Phthalsäureester auch noch den weiteren Nachteil, dass sie auch nach Durchführung der Verformung
noch in wesentlichem Ausmass aus dem Formteil ausschwitzen. Daher lassen sich die beiden Phthalsäureester für praktische
Zwecke nicht gut einsetzen. .
Aus der US-PS 3 541 039 sind weiterhin Polyester mit Molekulargewichten
zwischen 1100 und 5000 bekannt geworden, welche sich
von Säuren mit 4 bis 8 Kohlenstoffatomen und Alkoholen mit 4 bis 7 Kohlenstoffatomen ableiten, und welche mit Polyvinylidenfluorid
verträglich sind und diesem auch in gewissem Ausmass die erforderliche Biegsamkeit verleihen. Aber auch diese höhermolekularen
Polyester neigen dazu, aus den betreffenden Formteilen im Verlauf der Zeit auszuschwitzen, wodurch sich in der
Praxis schwerwiegende Nachteile ergeben. Insbesondere, wenn das Polyvinylidenfluorid in Form eines Fadens, Garns oder
Drahts vorliegt, spielt dieses Ausschwitzen eine erhebliche Rolle, weil die Oberfläche eines solchen fadenförmigen Gebildes
sehr gross im Verhältnis zu seinem Volumen ist.
Gegenwärtig werden Fäden oder Drähte aus Polyvinylidenfluorid zur Hauptsache beim Angelsport bzw. in der Fischerei für
Angelschnüre und dergleichen verwendet. Wenn nun ein solches fadenförmiges Gebilde aus Polyvinylidenfluorid auf eine Spule
aufgewunden worden ist, so neigt es dazu, eine Art Schlingen zu bilden, da das Polymere einen hohen Young'sehen Elastizitätsmodul
aufweist, und selbst beim Eintauchen und längerem· Verweilen
in Wasser gleichen sich die so gebildeten Schlingen nicht von selbst wieder aus. Man hat daher Versuche unternom-
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men, biegsamere fadenförmige Gebilde aus einer Polyvinylidenfluorid-Formmasse
herzustellen, welche keine derartige Tendenz zur Schlingenbildung zeigen, indem man der Grundmasse einen
entsprechenden Weichmacher zusetzte. Da jedoch die üblichen Weichmacher in der vorstehend geschilderten Weise ausschwitzen,
wurde bisher keine entsprechende praktische Verbesserung erzielt, Insbesondere wurden im Handel erhältliche gesättigte aliphatische
Polyester hinsichtlich ihrer Eignung als Weichmacher überprüft, indem sie in einfacher Weise auf der Walze in Polyvinylidenfluorid
eingearbeitet werden können und beim üblichen Verpressen ausgezeichnete transparente Folien liefern. Die im
Handel erhältlichen Polyester von relativ hohem Molekulargewicht enthalten als Endgruppen entweder freie Säuregruppen
-COOH oder freie Alkoholgruppen -OH oder Estergruppen, welche
sich von einwertigen Säuren oder Alkoholen mit einer relativ grossen Anzahl von Kohlenstoffatomen im Bereich von 8 bis 12
• ableiten. Alle diese überprüften Polyester zeigen jedoch die unerwünschte Erscheinung de's Ausschwitzens bei längerem Lagern
und haben sich daher für die Praxis nicht bewährt.
Überraschenderweise wurde nunmehr gefunden, dass speziell aufgebaute Polyester ausgezeichnet als Weichmacher für Polyvinylidenfluorid
geeignet sind, wobei es insbesondere auf die Art der Endgruppen dieser Polyester ankommt.
Die erfindungsgemässen Polyvinylidenfluorid-Formmassen sind
demgemäss dadurch gekennzeichnet, dass sie auf 100 Gewichtsteile Polyvinylidenfluorid bis zu 10 Gewichtsteile eines Polyesters
mit einem Molekulargewicht von 1500 bis 4000 enthalten, der
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aus einem monomeren Ester aufgebaut ist, der sich von einem einwertigen Alkohol mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen und einer
Dicarbonsäure mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen ableitet, wobei die Endgruppen des Polyesters aus Estergruppen bestehen, die
sich von einer einwertigen Carbonsäure oder einem einwertigen Alkohol mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen ableiten.
Selbstverständlich hängt die Verträglichkeit dieser Polyester etwas von der Anzahl der Kohlenstoffatome in der betreffenden
Säure oder in dem betreffenden Alkohol desjenigen Esters ab, aus dem der Polyester aufgebaut ist. Ausserdem ist auch eine
gewisse Abhängigkeit vom Molekulargewicht des Polyesters zu beobachten.
Es hat sich jedoch überraschenderweise gezeigt, dass die vorstehend
definierten Polyester keine Neigung zum Ausschwitzen zeigen, bzw. die Menge des ausgeschwitzten Polyesters auch
nach längerer Lagerung überraschend gering ist.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform werden auf 100 Gewichtsteile
Polyvinylidenfluorid 1 bis 10 Gewichtsteile des Polyesters verwendet, da bei einer zu geringen Konzentration
kein entsprechender Effekt in bezug auf die gewünschte Verbesserung
der Biegsamkeit erzielt wird und bei Mengen über 10 Gewichtsteilen die Einarbeitung des Polyesters in einigen Fällen
auf Schwierigkeiten stossen kann.
Das in den erfindungsgemässen Formmassen eingesetzte Polyvinylidenfluorid
weist vorzugsweise eine Grenzviskosität, ge-
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messen in Dimethylformamid bei 30 C, im Bereich von 0,7 bis
2,0 auf» Polyvinylidenfluorid mit einer Grenzviskosität von 0,8 bis 1,8 ist besonders günstig in bezug auf,die Verarbeitbarkeit
im heissen aufgeschmolzenen Zustand, bezüglich der Verstreckbarkeit und hinsichtlich der mechanischen Festigkeit.
Die Erfindung wird durch die nachstehenden Beispiele weiter
erläutert.
Jeweils 5 Gewichtsteile der verschiedensten Polyester, die nachstehend in Tabelle I angegeben sind, werden mit 100 Gewichtsteilen
eines Polyvinylidenfluorids mit einer Grenzviskosität von 1,00 vermischt. Diese Mischungen werden auf der
Walze bei einer Temperatur von 1900C geknetet und dann bei
einer Temperatur von 220 C und einem Druck von 150 kg/cm zu einer Folie von 0,5 mm Dicke verpresst. Die Folien werden dann
jeweils zwischen zwei Lagen von dünnem (chinesischem) Papier gelegt und diese Sandwich-Packung wird 7 Tage lang unter einer-
2 v
Belastung von 0,1 kg/cm einer trockenen heissen Atmosphäre von 800C ausgesetzt. Anschliessend wird jeweils das Mass des Ausschwitzens bestimmt. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengestellt.
Belastung von 0,1 kg/cm einer trockenen heissen Atmosphäre von 800C ausgesetzt. Anschliessend wird jeweils das Mass des Ausschwitzens bestimmt. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengestellt.
Aus den Messergebnissen von Tabelle I ist ersichtlich, dass die
erfindungsgemäss in Betracht gezogenen Polyester eine wesentlich geringere Neigung zum Ausschwitzen beim Altern zeigen als
die im Handel erhältlichen Polyester, welche Endgruppen mit
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einer grosseren Anzahl von Kohlenstoffatomen enthalten, und
dass daher die erfindungsgemässen Formmassen für praktische Anwendungszwecke besondere Vorteile bieten.
I .
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εοοι/ει.8609
Polyester gemäss der Erfindung
Ω »Ο
I
O
Ω-Ο
VJl
Ω·=Ο
I
O
O
I
Ω=Ο
I
ro
CO
Ω VjJ I
Ω-Ο
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I O
I VjJ
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Ω
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Ω
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O I
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I O
ro
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H VJl
Ω JJ I
Ω-Ο
I O
O VjJ
ο1 Im Handel erhältliche Polyester
(Vergleichsbeispiele)
(Vergleichsbeispiele)
vO
S-
Ct
'S
MD VXl
JL·
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VJI
"Di
VjJ
To
VjJ
VJl
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Φ CO Φ ΗΝ
TJ O H
Φ CO d-Φ
S O H
Oq
φ φ
O Φ
H-C
Φ ω
Φ ω
CQ φ
rnTo
ο 3
ο 3
H-
rort
tr
Φ H H Φ
CQ Φ H- et Φ
Fussnoten zu Tabelle I
In den Formeln haben die verwendeten Abkürzungen die folgende Bedeutung :
PG : Propylenglykolrest
BU : Butandiolrest
AG : Adipinsäurerest.
BU : Butandiolrest
AG : Adipinsäurerest.
Die zum Vergleich herangezogenen Polyester Nr. 1 bis 7 enthalten alle eine Endgruppe, welche sich von einer Säure oder
einem Alkohol mit 8 bis 12 Kohlenstoffatomen ableitet. Die betreffenden handelsüblichen Produkte werden von der folgenden
Firmen hergestellt : ". "
*) Adeka Argus Co., Japan
**) Mitsubishi Monsanto Co., Japan
***) Dainippon Ink and Chemical Co., Japan.
**) Mitsubishi Monsanto Co., Japan
***) Dainippon Ink and Chemical Co., Japan.
Bei einigen der gemäss Beispiel 1 hergestellten Pressfolien
wurde der Young'sehe Elastizitätsmodul entsprechend den Bestimmungen
von ASTM D-638 direkt nach dem Verfahren und nach dem Ausschv/itztest, d.h. nach 7 Tagen, gemessen.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle II zusammengefasst.
509812/1003
Tabelle II
| Zugesetzter Polyester, Versuch Nr. |
Zugesetzte Menge; Gewichts- teile auf 100 Ge wichts- teile Polyviny liden fluorid |
Young'scher Elastizitätsmodul, (kg/mm2) |
Kontrolle Kontrolle |
| 10 (kein Zusatz) 9. von Tabelle I |
O 5 ' |
sofort nach 7 Tagen |
gemäss Erfindung Il It |
| • 11 von Tabelle I 12 von Tabelle I 14 von Tabelle I |
5 5 5 |
128 130 100 115 |
|
| 98 105 102 104 103 105 |
|||
503812/1003
Beispiel 3
Polyvinylidenfluorid mit einer Grenzviskosität von 1,10
erhält einen Zusatz eines Polyesters mit einem Molekulargewicht von 2300 der nachstehenden Konfiguration ;
PG - AG ^ PG ~ AA , η
wobei AA den Essigsäurerest bedeutet, PG der Propylenglykolrest ist, AG den Adipinsäurerest bedeutet und η eine ganze Zahl
ist, in den in Tabelle III angegebenen Mengen. Die betreffenden Mischungen werden jeweils im .schmelzflüssigen Zustand extrudiert
und unter Verstreckung bei einem Verstreckungsverhältnis von 5,7 : 1 bei einer Temperatur von 16O°C zu einem fadenförmigen
Gebilde mit einem Durchmesser von 250/U (790 Denier) verformt.
Anschliessend wird sofort der Young'sehe Elastizitätsmodul gemessen.
Ausserdem v/ird diese physikalische Grosse auch nach
einmonatlicher Lagerung bei 60 C bestimmt. Ferner wird die
Knotenfestigkeit gemäss ASTM D-2256 nach einmonatlicher Lagerung bei 60 C gemessen. Die dabei erhaltenen numerischen Werte
sind in kg/mm umgerechnet worden.
Die erhaltenen Ergebnisse sind nachstehend in Tabelle III zusammengefasst.
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III
Zugesetzte Menge r
Gewichtsteile Polyester auf 100 Gewichtsteile Polyvinyliden fluorid
Young'scher Elastizitätsmodul (kg/cm2, bei 23°C)
sofort nach Schmelzspinnen ·
nach einmonat licher L
rung bei
rung bei
O0C
Knotenfestigkeit (nach einmonatlicher Lagerung bei 60 0C)
kg/mm
| 0 | 270 | _275 | 58,0 |
| 3 | 230 | 235 | 57,2 |
| 5 | d!oO | 205 | 56,6 |
| 7,· 5 | 185 | 195 | 56,1 |
| IO | I6o | 170 | 55,3 |
Es ist ersichtlich, dass bei Verwendung des erfindungsgemässen Polyesters auch im verstreckten Zustand des Polyvinylidenfluorids
eine gute Verträglichkeit festgestellt wird, und dassdie Alterungsstabilität sehr gut ist. Darüber hinaus wird
durch Mitverwendung des Polyesters die Knotenfestigkeit nur unwesentlich beeinträchtigt, was insbesondere für den Angelsport
und Fischereizwecke von grosser Bedeutung ist.
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Beispiel 4- "
Die gemäs's Beispiel 3 unter Zusatz von 5 Gewichtsteilen
Polyester je 100 Gewichtsteile Polyvinylidenfluorid erhaltenen Formmassen werden ebenso wie ein Polyvinylidenfluorid ohne
Esterzusatz zu Garnen versponnen und dann im verstreckten Zustand einen Monat gelagert. Nach dieser Lagerzeit werden die
verstreckten Garne einlagig um einen Stab mit einem Aussendurchmesser von 30 mm aufgewunden. Die Stäbe werden dann
48 Stunden lang bei ^1O0C in einem Ofen temperiert.
Anschliessend werden die Garne von dem Stab wieder abgenommen, und die Garne werden dann mit einer Klammer an ihrem oberen
Ende aufgehängt, und man lässt sie im natürlichen Zustand sich aushängen. Anschliessend werden von den Garnen direkt unterhalb
des Klammerpunktes Längen von 1 m abgeschnitten und der vertikale Abstand zwischen dem oberen und dem-unteren Ende bestimmt.
Das keinen Polyester enthaltende■Garn zeigt einen
vertikalen Abstand von 55 cm, während das Garn mit dem erfindungsgemässen
Polyester als Weichmacher einen vertikalen Abstand von 72 cm zeigt, was darauf hinweist, dass hier die Neigung
zur Schlingenbildung wesentlich herabgesetzt ist.
Bei einer anderen Probe des Polyvinylidenfluorids wird der in Tabelle I unter Nr. 9 angegebene im Handel erhältliche Polyester
als Weichmacher in identischen Mengen zugesetzt und ein Garn unter den vorstehend genannten Bedingungen ersponnen.
In diesem Fall zeigt der Garnabschnitt von 1 m eine vertikale Abstandslänge von 59 cm, was gleichfalls beweist, dass dieses
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Garn noch eine erhebliche Neigung zur Schlingenbildung aufweist.
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Claims (10)
1. Polyvinylidenfluorid-Formmasse, dadurch
gekennzeichnet, dass sie auf 100 Gewichtsteile Polyvinylidenfluorid bis zu 10 Gewichtsteile eines
Polyesters mit einem Molekulargewicht von 1500 bis 4000 enthält, der aus einem monomeren Ester aufgebaut ist, der
sich von einem mehrwertigen Alkohol mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen und einer Dicarbonsäure mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen
ableitet, wobei die Endgruppen des Polyesters aus Estergruppen bestehen, die sich von einer einwertigen
Carbonsäure oder einem einwertigen Alkohol mit 1 bis 3
' Kohlenstoffatomen ableiten.
2. Formmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf 100 Gewichtsteile Polyvinylidenfluorid 1 bis
10 Gewichtsteile des Polyesters enthält.
3. Formmasse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyvinylidenfluorid eine Grenzviskosität, gemessen
im Dimethylformamid bei 30 C, im Bereich von 0,7 bis 2,0 aufweist. ' . ~x
4. Formmasse nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, dass
das Polyvinylidenfluorid eine Grenzviskosität, gemessen in Dimethylformamid bei 3O0C, im Bereich von 0,8 bis 1,8
aufweistc
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5. Formmasse nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass sie einen Polyester der nachstehenden Konfiguration mit einem Molekulargewicht von 1700 enthält
O O
Il Il
CH, -0-04 PG -AG} PG-O-C- CH,
5 η 3
in welcher PG den Propylenglykolrest, AG den Adipinsäurerest und η eine ganze Zahl bedeutet.
6. Formmasse nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Polyester der nachstehenden Konfiguration
mit einem Molekulargewicht von 2300 enthält
CH, - C - 0 4 PG - AG } PG-O-C-CH-.
3 η 3
in welcher PG den Propylenglykolrest, AG den Adipinsäurerest und η eine ganze Zahl bedeutet.
7. Formmasse nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Polyester der nachstehenden Konfiguration
mit einem Molekulargewicht von 3000 enthält
O 0
H H
CH, -C-04PG-AG} PG-O-C-CH,
-? η 3
in welcher PG den Propylenglykolrest, AG den Adipinsäurerest und η eine ganze Zahl bedeutet.
8. Formmasse nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass sie einen Polyester der nachstehenden Konfiguration
509812/1003
mit einem Molekulargewicht von 16OO enthält
0 0
Il Il
CH - C - 0 4 Bu - AG }■ Bu - O - C - CH,
in welcher Bu den Butandiolrest, AG den Adipinsäurerest
und η eine ganze Zahl bedeutet.
9. Formmasse nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Polyester der nachstehenden Konfiguration
mit einem Molekulargewicht von 2100 enthält
0 O
Il . . !!■-.-■
H-C-04 PG- AC } PG-O-C-H
in welcher PG den Propylenglykolrest, AG den Adipinsäurerest
und η eine ganze Zahl bedeutet. "
10. Formmasse nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass sie einen Polyester der nachstehenden Konfiguration mit einem Molekulargewicht von 1800 enthält
in welcher PG den Propylenglykolrest, AG den Adipinsäurerest
und η eine ganze Zahl bedeutet.
5 0 9 812/1003
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