DE2441883A1 - Schreibspitze aus gesintertem kunststoff-granulat - Google Patents
Schreibspitze aus gesintertem kunststoff-granulatInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
- Schreibspitze aus gesintertem Kunststoff-Granulat Die Erfindung betrifft eine Schreibspitze aus gesintertem Kunststoff-Granulat. Als geeignete Kunststoffmaterialien kommen grundsätzlich thermoplastische Kunststoffe in Frage, unter denen z. Z. dem Polystyrol der Vorzug zu geben ist.
- Seitdem die sogenannten "Faserschreiber" auf dem Markt erschienen waren, ist die Suche nach neuen und besseren Materialien für Schreibspitzen für tintenverschreibende Schreibgeräte nicht zur Ruhe gekommen. Es hatte sich ja sehr schnell gezeigt, daß die ursprünglich verwendeten Filze als Schreibspitze keine genügende Schreibstabilität und damit Lebensdauer hatten. Man suchte deshalb nach allen möglichen geeigneten Materialien. Man ging ursprünglich von Fasermaterial aus, um deren Längskapillaren auszunutzen. Man fand schließlich auch die Möglichkeit, kapillare Porensysteme in gesinterten Stoffen, wie insbesondere in gesinterten Kunststoffen, für Schreibspitzen nutzbar zu machen.
- Noch immer fehlte aber eine Schreibspitze, die der Schreibfeder an Füllfederhaltern in ihrer Lebensdauer und gleichbleibenden Schreibleistung auch nur annähernd nahekommen könnte. Insbesondere waren es zwei Mängel, die immer wieder auftauchten und deren Beseitigung angestrebt wurde: Einmal wurden die feinen Poren der Schreibspitze durch Papier staub und sonstige Verunreinigungen allmählich zugesetzt und damit die Zufuhr der Schreibflüssigkeit zur Schreibspitze unterbunden. Zum anderen wurden die bekannten Schreibspitzen "breit, sie arteten im äußersten Fall zum "Pinsel" aus und schieden damit auch relativ früh für eine feine Schreibarbeit aus.
- Zwar haben die gesinterten Kunststoffe als Schreibspitze hier bereits einen gewissen Fortschritt erzielt, doch ist bei der Herstellung solcher Schreibspitzen die Verwendung von Bei stoffen notwendig, die nach der Herstellung wieder herausgewaschen werden müssen. Das ist ein schwieriger Vorgang, der die Kapillarität in der einzelnen Schreibspitze ungleichmäßig und unsicher macht.
- Hiervon ausgehend ist nun gefunden worden, daß man vorteilhaft feine Granulate aus tiiermoplastischen Kunststoffen mit einem Granulatdurchmesser von ca. 100 bis 600 u als gesintertes Material für eine kapillare Schreibspitze für Tintenschreibgeräte verwendet. Vorzugsweise verwendet man hierbei solches Granulat, bei dem die einzelnen Körner Kugelgestalt oder annähernd Kugelgestalt haben.
- Das Verfahren zur Herstellung einer Schreibspitze aus granuliertem thermoplastischen Kunststoff verläuft derart, daß das Granulat zunächst in eine Form eingeführt wird, dann bis zur Grenzflächenerweichung der Körner erhitzt und alsdann abgekühlt und entformt wird, wobei anschließend eine Beizung in kalter Chromschwefelsäure über eine Zeit von eins bis drei Stunden stattfindet und schließlich das ganze neutral gewaschen und im 0 Vakuum bei ca. 60 C getrocknet wird.
- Die Verwendung solchen Materials und das vorstehend beschriebene Verfahren haben den Vorteil, daß Schreibspitzen aus granulierten thermoplastischen Kunststoffen hergestellt werden können, ohne daß später auszuwaschende Beistoffe vorhanden sein müssen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß thermoplastische Kunststoffe, insbesondere aber das hier vorzugsweise zu verwendende Polystyrol, nicht ausreichend mit Tinte oder einer Schreibflüssigkeit benetzbar sind und daß deshalb eine Oberflächenbehandlung nach der Sinterung stattfinden muß Diese Oberflächenbehandlung erfolgt mit Hilfe- einer Beizung in kalter Chromschwefelsäure über eine Zeit von etwa ein bis drei Stunden. Danach sind die Oberflächen in der Schreibspitze ausreichend hydrophil und tintenleidend.
- Vorstehend ist bereits gesagt worden, daß ein Granulat verwendet werden solle, dessen Korngröße sich zwischen 100 und 600 u bewegt. Dieser große Spielraum ist nicht von ungefähr abgesteckt worden. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß die Verwendung von Granulaten unterschiedlicher Korngröße besonders vorteilhaft ist, weil damit auf jeden Fall die Bildung durchgehen Kapillaren sichergestellt wird.
- Als vorteilhaft hat sich ferner herausgestellt, daß Schreibspitzen aus solchen Materialien nicht mit Schreibstaub zugesetzt oder sonstwie vorzeitig unbrauchbar werden können. Es ist nämlich durchaus möglich, daß einzelne Körner beim Schreiben aus der Schreibspitze herausgebrochen werden und daß demzufolge neue Kapillaren für die Zuleitung von Schreibflüssigkeit zur Schreibspitze freigesetzt werden. Wenn auf diese Art und- Weise wiederum eine Pore neu geöffnet wird, entsteht eine neue Schreibfläche, die wiederum gut gleitet. Schreibspitzen dieser Art können darüber hinaus durch Abrieb oder im äußersten Fall sogar durch Zuhilfenahme von Spitzgeräten neu geformt und in ihrer äußeren Gestalt den individuel-len Bedürfnissen des Schreibers angepaßt werde.
Claims (3)
- PatentansprücheVerwendung von aus feinem Granulat thermoplastischer Kunststoffe mit einem Durchmesser von ca. 100 bis 600;u gesinterten Materials als kapillare Schreibspitze für Tintenschreibgeräte.
- 2. Schreibspitze aus gesinterten thermoplastischen Kunststoff-Granulat, dadurch gekennzeichnet, daß die Körner des Granulats Kugelgestalt haben.
- 3. Verfahren zur Herstellung einer Schreibspitze aus Granulat thermoplastischer Kunststoffe, dadurch gekennzeichnet, daß das Granulat in eine Form eingeführt, darin bis zur Grenzflächenerweichung der Körner erhitzt und dann abgekühlt und entformt wird und anschließend zwischen ein bis drei Stunden in kalter Chromschwefelsäure gebeizt und schließlich neutral gewaschen und im Vakuum ca. 60 0C getrocknet wird.
Priority Applications (1)
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1974
- 1974-08-31 DE DE2441883A patent/DE2441883A1/de active Pending
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