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Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Box -Paletten Die Erfindung
betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von aus schmalen und
breiten Seitenteilen sowie aus Paletten bestehenden Box-Paletten, wobei die Seitenteile
miteinander und mit der Palette vernagelt sind.
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Box-Paletten, sogenannte i'lotai.ner, sind in den verschiedensten
Ausführungsformen bekannt. Die zu den zu montierenden Box-Paletten gehörenden eile,
wie Seitenteile und Bodenteile, werden sorienniäßig vorgefertigt und dann von Hand
zu den Box-Paletten zusammengebaut.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu
schaffen, mit denen es möglich ist, Box-Paletten vollautomatisch herzustellen. Das
erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Box-Paletten besteht darin, daß jeweils
einer Palette waagerecht liegend äe ein schmales und ein breites Seitenteil zugeführt
werden, hierauf die beiden Seitenteile in eine senkrechte Stellung bei gleichzeitigem
Ineinandergleiten der beiden sich berührenden Längskanten der Seitenteile übergeführt
und miteinander vernagelt werden, anschließend die Palette mit den angereihten und
vernagelten Seitenteilen um 1800 verdreht und der Palette jeweils waagerecht liegend
ein schmales und ein breites Seitenteil zugeführt wird, beide Seitenteile in eine
senkrechte Stellung bei gleichzeitigem Ineinandergleiten und noch nicht miteinander
im Angriff stehenden Längskanten übergeführt und hierauf miteinander vernagelt werden
und anschließend die Seitenteile mit der Palette vernagelt
werden.
Das Vernageln der Seitenteile mit der Palette kann somit an einer bestimmten, von
den Toleranzen der Palette unabhängigen Höhe erfolgen.
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Ferner betrifft die Erfindung ein weiteres Verfahren zur Herstellung
von Box-Paletten, nach dem jeweils einer Palette waagerecht liegend äe ein schmales
und ein breites Seitenteil zugeführt werden, hierauf die beiden Seitenteile gleichzeitig
in eine senkrechte Stellung übergeführt werden, wobei die beiden sich berührenden
Längskanten der Seitenteile ineinandergleiten, anschließend die Palette gegen ein
Schwenkorgan gedrückt und in dieser Stellung die Seitenteile in die Langlöcher der
Palette eingedrückt werden, hierauf die Seitenteile miteinander vernagelt werden,
anschließend die Palette mit den beiden angereihten und miteinander vernagelten
Seitenteilen um 1800 verdreht werden und der Palette jeweils waagerecht liegend
ein schmales und ein breites Seitenteil zugeführt wird, beide Seitenteile gleichzeitig
in eine senkrechte Stellung übergeführt werden, wobei die beiden sich berührenden
Längskanten der Seitenteile ineinander gleiten, anschließend die Palette etwa diagonal
gegen ein Schwenkorgan gedrückt wird,
wobei die beiden noclj nicht
miteinander im Eingriff stehenden Längskanten ineinander greifen und in dieser Stellung
in die Langlöcher der Palette eingedrückt werden, anschließend die Seitenteile miteinander
vernagelt und nach Ausfahren aus dem Paletten-Drehbereich und Einfahren in eine
Nagel station die Seitenteile mit der Palette vernagelt werden.
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Die Vorrichtung zum Herstellen von Box-Paletten ist erfindungsgemäß
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung aus folgenden Merkmalen besteht; a)
Um eine Drehstation sind im rechten Winkel zueinander stehend drei als Kettenbahnen
ausgebildete Zuführbahnen mit Magazinen für die in diesen übereinandergestapelt
angeordneten schmalen und breiten Seitenteilen und die Paletten und eine Ableitbahn
für die fertigen Box-Paletten angeordnet,
b) in dem Magazin für
die Paletten ist unterhalb des Palettenstapels eine Hub-Kettenbahn und in den beiden
Magazinen für die Seitenteile ist unterhalb der Seitenteilstapel je eine Hubplatte
angeordnet, die und die Hub-Kettenbahn mittels Antriebsmotore heb- und senkbar ausgebildet
sind.
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c) in den Seitenführungen eines jeden der drei Magazine sind jeweils
zwei sich gegenüberliegend angeordnete Gabel-Paare vorgesehen , die mittels Antriebseinrichtungen,
wie Preßluftzylinder oder dergleichen, in waagerecht er Wichtung in den Stapel ein-
und ausfahrbar ausgebildet sind, und auf denen sich der Stapel in eingefahrener
Stellung der Gabel bei Absenken der Hub-Kettenbahn oder der Hubplatten zum Überleiten
eines Seitenteiles oder einer Palette auf die Kettenbahnen abstützt,
d)
zwischen den Magazinen für die Seitenteile und der Drehstation sind Kippeinrichtungen
zum Ansetzen und senkrechten Aufrichten je eines breiten und schmalen Deitenteiles
auf die in der Drehstation jeweils angeordnete Palette vorgesehen, e) im Bereich
der Ableitbahn ist ein rahmenartiges liagelgerat angeordnet.
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Gemäß der Erfindung besteht die Kippvorrichtung für die breiten und
schmalen seitenteile aus einem als Winkelhebel rait einem längeren und einem kürzeren
Hebelarm ausgebildeten Schwenkarm, der um eine waagerechte Dreh-achseniittels einer
am freien Winde des kürzeren Hebelarmes des Schwenkarmes angreifenden Antriebseinnichtung,
wie Preßluftzylinder od.dgl., verschwenkbar ist und der am freien Ende seines längeren
Hebelarmes etwa in Höhe des vierten kuerbrettes des Seitenteils von dem der Palette
zugewandten Ende gerechnet, eine Gabel mit seitlich die seitenteile erfassenden
Klemmbacken trägt, die mit einer als Preßluftzylinder ausgebildeten Zugeinrichtung
hubveränderbar ist und deren Gabel arme während des Kippvorganges zwischen den 'pransportketten
der Kettenbahn und hindurchgreifend ausgebildet sind/, aus zwei in der Vorschubbahn
des Schwenkarmes in einem Winkel von etwa 300
zur Vorschubbahnebene
der Seitenteile angeordneten schieber, die mittels Antriebseinrichtungen, wie Preßluftzylinder
od.dgl., in Schieberlängsrichtung verschiebbar ausgebildet sind und deren Vorderkanten
um 300 angeschrägt sind.
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Zum Andrücken der auf der Drehstation jeweils liegenden Palette gegen
die Anschlagrollen der wippeinrichtung nach Aufstellen der senkrechten Seitenteile
sind jeder Kippeinrichtung gegenüberliegend zwei Arbeitszylinder vorgesehen. Als
Antrieb der Schwenkarme der beiden Kippeinrichtungen sind motorisch angetriebene
Hubspindeln vorgesehen, die gleichzeitig betätigbar zur Durchführung synchroner
Kippbewegungen ausgebildet sind. Die Drehstation selbst besteht- aus einem motorisch
angetriebenen Drehteller.
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ln der Zeichnung ist- der Gegenstand der Erfindung beispielsweise
dargestellt, und zwar zeigt ig. 1 eine Gesamtanlage zur Herstellung von Box-Paletten
mit zwei Drehstationen und mit einer entsprechenden Anzahl von den Drehstationen
zugeordneten Lippeinri.clltungen sowie mit entsprechenden Zuführbahnen zum Zuführen
der Box-Paletten-Seitenteilen und der Paletten
in einer schaubildlichen
Ansicht, Fig. 2 die aus einer Drehstation und Kippeinrichtung bestehende Vorrichtung
in einer Seitenansicht, Fig. 3 die in ig. 1 gezeigte Gesamtanlage in einer Ansicht
von oben, Fig. 4 die Drehstation mit zugeordneter Kippeinrichtung in einer Seitenansicht
Fig. 5 eine Drehstation mit zwei der Drehstation zugeordneten Kippeinrichtungen
und Box-Paletten-Seitenteilmagazinen und mit einem der Drehstation zugeordneten
Paletten-Magazin und einer Ableitbahn für die fertigen Box-Paletten mit einer Nageleinrichtung
in einei Ansicht von oben und ii'ig. 6 eine leilseitenansicht des in senkrechter
tellung an die Palette gereihten Seitenteils.
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Die erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung zum Herstellen von Box-Paletten
besteht bei dem in Fig. 1, 2, 4 und 5 gezeigten Ausführungsbeispiel aus einer Drehstation
10, einer Zuführbahn 20 für die breiten Seitenteile der Box-Palette, aus einer Zuführbahn
50 für die schmalen Seitenteile der Box-Palette, aus einer Zuführbahn 80 für die
Paletten, aus einer Ableitbahn 100 mit in deren Bereich
angeordneten
Nagelstation 101 sowie aus im Bereich der Zuführbahnen 20,50,80 angeordneten Magazinen
je,60 90 und aus zwischen der Drehstation 10 und den Magazinen 30 und 60 angeordneten
Kippeinrichtungen 40,70 zum Oberführen der in waagerecht er Stellung zugeführten
Box-Paletten-Seitenteilen in eine senkrechte Stellung.
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Die Drehstation 10 besteht aus einem mittels eines Antriebsmotors
15 in eine umlaufende Drehbewegung versetzbaren Drehteller 11, der mit in der Zeichnung
nicht dargestellten Ausrichteinrichtungen für die jeweils zugeführten Paletten P
versehen sein kann.
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Die Zuführbahnen 20,50,80 für die Zuführung der Box-Paletten-Seitenteile
zu den Kippeinrichtungen 40,70 und der Palette P zur Drehstation 10 sind als Kettenbahnen
ausgebildet und weisen, wie in Fig. 4 an der Zuführbahn 50 aufgezeigt, auf umlaufend
angetriebene endlose Kettenbänder 51, die über Umlenkrollen 52,53 geführt sind,
von denen eine der Umlenkrollen mit einem Antriebsmotor 55 verbunden ist. Der Zuführbahn
50 kann noch ein weiteres Transportband 56 für die Zuführung der zu Stapeln zusammengefaßten
Box-Paletten-Seitenteilen zugeordnet sein. Die Antriebseinrichtung für die Zuführbahn
20 ist bei 25 und die Antriebseinrichtung für die Zuführbahn 80 bei 85 in Fig. 5
angedeutet.
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Jedes der drei Magazine 30,60,90 besteht aus zwei zu beiden Seiten
der Zuführbahnen 20,50,80 senkrecht angeordneten Begrenzungswandungen 31,32 und
61,62 und 91,92. Diese senkrechten Seitenwandungen 31,32, . 61,62, 91,92 der Magazine
30,60,90 weisen an ihren der Drehstation 10 zugekehrten Kanten quer zur Vorschubbahn
der Box-Paletten-Seitenteile und der Paletten abgewinkelte Anschläge 31a, 32a, 61a,62a,
9la,92a auf. Oberhalb der Zuführbahnen 20,50,80 sind jedoch die Anschläge 31a,32a,
61a,62a, 9la,')2a mit seitlichen Ausnehmungen versehen, um ein Herausziehen des
jeweils untersten Box-Paletten-Seitenteiles oder einer Palette aus dem jeweils darüberliegenden
Stapel und ein Uberführen der herausgezogenen Box-Paletten-Seitenteile und Paletten
zur Drehstation 10 zu ermöglichen.
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Jede mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung hergestellte Box-Palette
besteht aus einer Palette P sowie zwei schmalen Seitenteilen 201, 201a und zwei
breiten Seitenteilen 202, 202a (Fig. 1). Wie aus Fig. 5 ersichtlich, nimmt das Magazin
30 die Box-Paletten-Seitenteile 202 bzw. 202a und das Magazin 60 die Box-Paletten-Seitenteile
201 bzw. 201a auf. In dem Magazin 90 sind die Paletten P untergebracht.
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Im Bereich des Magazines 90 für die Paletten P ist unterhalb des Palettenstapels
eine Hub-iettenbahn 110 angeordnet, die rilittels einer Antriebseinrichtung 115,
die als
Preßluftzylinder od.dgl. ausgebildet sein ka'heb-und senkbar
ausgebildet ist (Fig. 4). Die Hub-Kettenbahn 110 besteht ebenfalls aus einem Kettenpuar
mit umlaufend angetriebenen Kettenbändern. Die Hub-Kettenbahn 110 ist dergestalt
ausgebildet, daß die Kettenbahnen der Hub-Kettenbahn 110 zwischen den Kettenbahnen
der Zuführbahn 80 beim Anheben oder Absenken der Hub-Kettenbahn 110 hindurchgreifen
können.
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Entsprechend der im Bereich des Magazins 90 für die Paletten P angeordneten
Hub-Kettenbahn 110 sind Hubplatten 120,130 im Bereich der Magazine 30 und 60 für
die Box-Paletten-Seitenteile angeordnet. Da die Hubplatte 120 für das Magazin 30
in gleicher Weise ausgebildet ist wie die Hubplatte 130 für das Magazin 60 beschränkt
sich die nachfolgende Beschreibung auf die Hubplatte 130, wie diese in Fig. 4 dargestellt
ist. Das senkrechte Verfahren der Hubplatte 130 erfolgt mittels einer bei 135 angedeuteten
Antriebseinrichtung. Die Antriebseinrichtung für die Hubplatte 120 ist in Fig. 5
bei 125 angedeutet. Vorzugsweise erfolgt der Antrieb der Hubplatte 120 und 130 durch
jeweils zwei oder vier Spindelhubelemente, die mit Schnekengetriebe-Notoren in Verbindung
stehen. Die Antriebseinrichtung 115 für die Hub-Kettenbahn 110 im Bereich des Magazins
80 für die Paletten P kann
in gleicher Weise wie die Antriebseinrichtungen
125, 135 ausgebildet sein.
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Auf den Hubplatten 120,130 sind die in den Magazinen 30 und 60 gehaltenen
Box-Paletten-Seitenteile angeordnet. Die Hub-Kettenbahn 110 im Bereich des Magazins
80 trägt den Stapel mit den Paletten P.
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In den Seitenwandungen 31,32 und 61,62 und 91,92 der Magazine 30,60,90
sind jeweils zwei Gabel-Paare 33,34 und 63,64 und 93,94 angeordnet, die in in der
Zeichnung nicht dargestellten Kunststofführungen in waagerechter Richtung verlaufend
verfahrbar mittels lthtriebseinrichtungen 35s65,95 ausgebildet sind und bei entsprechender
Betätigung der Antriebseinrichtungen in den entsprechend darüberliegenden Stapel
ein- und ausrasten. Als Antriebseinrichtungen 35,65,95 können Preßluftzylinder od.dgl.
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zur Anwendung gelangen. Die Arbeitsweise der Gabel-Paare 33,34, 63,64,
93,94 erfolgt in der eise, daß mittels der Hubplatten 120,130 bzw. der Hub-Kettenbahn
110 der jeweils darüberliegende Stapel soweit angehoben wird, daß die Gabeln der
Gabel-Paare 33,34 und 63,64 und 93,94 frei werden. Die Gabeln der Gabel-Paare 33,34;
63,64, 93,94 werden dann mittels der Antriebseinrichtungen 35, 65,95 aus dem Stapel
herausgezogen. Hierauf wird der Stapel soweit abgesenkt, daß die Gabeln der Gabel-Paare
33,34, 63,64; 93,94 zwischen den jeweils ersten und zweiten
Box-Paletten-Seitenteilen
bzw. zwischen die erste und zweite Palette einfahren können. Sind die Gabeln eingefahren,
so wird die Hubplatte 120 bzw. 130 bzw.
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die Hub-Kettenbahn 110 abgesenkt, so daß nur eine Palette P bzw. ein
Seitenteil frei auf den Kettenbahnen der Zuführbahnen 20 bzw. 50 bzw. 80 liegen.
Auf diesen Zuführbahnen 20,50,80 wird dari die Palette in die Drehstation 10 und
die Box-Palettenseitenteile in die Kippeinrichtungen 40 und 70 gebracht.
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Da auch die Kippeinrichtungen 40 und 70 gleich ausgebildet sind, wird
nachfolgend die Kippeinrichtung 70 näher beschrieben( Fig. 4). Die Kippeinrichtung
70 besteht aus einem als Winkelhebel ausgebildeten Schwenkarm 71 mit elneri längeren
Hebelarm 71a, der, wie nachfolgend noch besclllieben, beim Ansetzen der Seitenteile,
nachdem diese in eine senkrechte Stellung übergeführt worden sind, ah die Palette
P, als Anschlag für die Seitenteile dient (Fig. 6) und einem kürzeren Hebelarm 71b.
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Im Verbindungsbereich der beiden Hebelarme 71a, 71b ist der Schwenkarm
71 um eine waagerechte Achse 72 verschwenkbar in dem die Zuführbahn 20, 50 und 030
aufnehmenden Maschinengestell angeordnet.
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Das freie Ende des kürzeren Hebelarmes 71b des Schwenkarmes 71 ist
mit einer Antriebseinrichtung 73 verbunden.
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Diese Antriebseinrichtung 73 kann als Preßluftzylinder od.dgl. ausgebildet
sein. Die Kolbenstange des Preßluftzylinders 73 ist in Pfeilrichtung X bewegbar
angetrieben, so daß der Schwenkarm 71 in Pfeilrichtung X1 bei Betätigung des Preßluftzylinders
verschwenkbar ist.
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Wird der kürzere Hebelarm 71b des Schwenkarmes 71 in Richtung zum
Preßluftzylinder 73 gezogen, dann verschwenkt der längere Hebelarm 71a des Schwenkarmes
71 in eine senkrechte Stellung. An dem freien Ende des längeren Hebelarmes 71a des
Schwenkarmes 71 ist etwa in Höhe des vierten Querbrettes Q4 des Box-Paletten-Seitenteils
201, gerechnet von dem der auf der Drehstation 10 angeordneten Palette zugewandten
Ende, eine Gabel 74 mit seitlich das Seitenteil 201 erfassenden in der Zeichnung
nicht dargestellten Klemmbacken; die Gabel 74 ist ebenfalls mittels eines Preßluftzylinders
75 antreibbar, worauf noch nachstehend näher eingegangen wird.
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An der der Drehstation 10 zugekehrten Seite trägt der Schwenkarm 71
zwei Schieber, von denen in Fig. 4 lediglich der Schieber 76 dargestellt ist. Diese
Schieber 76, sind etwa in einem Winkel von 300 zur Vorschubbahnebene der waggerecht
zugeführten Box-Palettenseitenteile angeordnet. Mittels einer bei 77 angedeuteten
Antriebseinrichtung sind die Schieber in Schieberlängsrichtung verschiebbar ausgebildet.
Als Antriebseinrichtungen können auch hier wiederum Preßluftzylinder zur Anwendung
gelangen. Die Vorderkanten der Schieber 76 sind bei 76a um 300 angeschrägt.
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Auf den den Kippeinrichtungen 40 und 70 gegenüberliegenden Seiten
sind jeweils zwei Arbeitszylinder 49,79 zum Andrücken der Palette P gegen Anschlagrollen
9 an den .ängeren Schwenkarmabschnitten 41a, 71a vorgesehen (Fig. 6).
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Die Schwenkarme 41 und 71 der beiden Kippeinrichtungen 40 und 70 sind
mittels der bei 43 und 73 angedeuteten Antriebseinrichtungen verschwenkbar. Als
Antriebseinrichtungen sind vorzugsweise motorisch angetriebene Hubspindeln vorgesehen,
die gleichzeitig betätigbar sind, so daß synchron verlaufende Kippbewegungen der
Schwenkarme 41, 71 möglich sind (Fig. 5).
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J)ie Antriebseinrichtungen für die Zuführbahnen 20,50,80, für die
Hub-Kettenbahn 110, sowie für die Hubplatten 120, 130, für die Kippeinrichtungen
40 und 70 und für den Vorschub der Paletten sind in einer mit 250 in Fig. 5 bezeichneten
Steuereinrichtung zusammengefaßt, von der aus die einzelnen Arbeitsabläufe in der
jeweils erforderlichen Reihenfolge gesteuert werden.
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Die im Bereich der Ableitbahn 100 angeordnete Nagelstation 101 weist
zum Vernageln der Box-Palettenseitenteile miteinander und mit der Palette P eine
entsprechende Anzahl von in der Zeichnung nicht dargestellten Nagelgeräten auf,
die in einem Rahmen 106 zusammengefaßt sind, der in senkrechter wichtung mittels
der Antriebseinrichtung 104
verfahrbar ist, so daß das Vernageln
kontinuierlich vom oberen Punkt der Box-Palettenseitenteile ausgehend bis zur Palette
erfolgen kann. Die Antriebseinrichtungen für die Nagelgeräte sind in einer Gesamtantriebseinrichtung
zusammengefaßt (Fig. 5).
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Wie Fig. 5 zeigt, sind die drei Zuführbahnen 20,50,80 und die Ableitbahn
100 um die Drehstation 10 dergestalt angeordnet, daß die Zuführbahnen 20,50,80 und
die Ableitbahn 100 in rechten Winkeln zueinander stehen. Der Drehteller 11 der Drehstation
10 kann mit entsprechenden ti0ransporteinrichtungen für das Uberleiten der Palette
mit den an die Palette angesetzten Box-Palettenseitenteilen auf die Ableitbahn 100
versehen sein. Zusätzliche mitlaufende Halterungen können zusätzlich zum Zusammenhalten
der vier Box-Palettenseitenteile vorgesehen sein.
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Die erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung arbeitet generell wie
folgt: Liner Palette werden zunächst jeweils waagerecht liegend je ein schmales
Seitenteil und ein breites Seitenteil zugeführt. Hierauf werden diese beiden Seitenteile
in eine senkrecllte Stellung derart übergeführt, daß die beiden sich berührenden
Längskanten der beiden Seitenteile ineinander gleiten. Hierauf l.ird die Palette
P
durch die ArbeitszV der 49 bzw. 79 gegen die Anschlagrollen 9
am längeren Schwenkarmabschnitt 41a bzw. 71a gedrückt. In dieser Stellung werden
diese beiden Seitenteile durch Zurückziehen der Schieber 76 und Andrücken der Gabel
74 in die Langlticher i'L der Palette P eingedrückt (Fig. 6). Danach werden diese
beiden Seitenteile miteinander vernagelt.
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Die Palette P mit den beiden angesetzl;en und miteinander vernagelten
beitenteilen wird nunmehr um 1800 verdreht.
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Nachdem die Palette g verdreht ist, werden der Palette P jeweils waagerecht
liegend je ein schmales und ein breites Seitenteil zugeführt. Diese beiden Seitenteile
werden gleichzeitig in eine senkrechte Stellung übergeführt, dergestalt, daß die
beiden sich berührenden Längskanten der Seitenteile ineinander gleiten. Hierauf
wird die Palette P durch die hrbeitszylinder 49 bzw. 79 etwa diagonal gegen die
Anschlagrollen 9 an dem längeren Schwenkarmabschnitt 41a bzw. 71a gedrückt mit der
Folge, daß die beiden noch nicht miteinander im Angriff stehenden Längskanten der
beiden Seitenteile ineinander gleiten und in dieser Stellung durch Zurückziehen
der Schieber 76 und durch Andrücken der Gabel 74 in die Langlöcller
9
der Palette P eingedriickt werden. Hierauf werden die beiden Seitenteile miteinander
vernagelt.
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Nach dem Ausfahren aus der Drehstation für die Paletten und nach dem
E'infabren der Palette P mit den vier Seitenteilen in die.Nagelstation werden die
vier Seitenteile mit der Palette vernagelt. Auch ein Vernageln der Seitenteile der
Seitenteilpaare miteinander kann hier dann erfolgen.
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Im einzelnen arbeitet die erfindungsgemäße Vorrichtung wie folgt:
In Pfeilrichtung Y, Y1, Y2 werden den Magazinen 30,60,90 zu Stapeln zusammengefaßte
Box-Palettenseitenteile 201 bzw. 201a und 202 bzw. 202a und Paletten P zugeführt.
Nachdem unter Verwendung der Hubplatten 120, 130 und des Hub-Kettenbandes 110 und
unter Zuhilfenahme der Gabel-Paare 33,34, 63,64, 93,94 aus den Stapeln in den Magazinen
30,60,90 jeweils ein breites Seitenteil 202, ein schmales Seitenteil 201 und eine
Palette P aus den Magazinen herausgezogen worden sind, werden die
beiden
Box-Palettenseitenteile den Kippeinrichtungen 40 und 70 und die Palette P der Drehstation
10 zugeführt. Die Palette P ist auf dem Drehteller 11 dergestalt angeordnet, daß
ihre Breitseite der Zuführbahn 20 mit dem Magazin 30 für die breiten Seitenteile
202 zugekehrt ist, während die Schmalseite der Palette gegenüber der Zuführbahn
50 mit -dem Magazin 60 für die schmalen Box-Palettenseitenteile liegt. Mittels der
Zuführbahnen 20 und 50 sind die beiden Box-Palettenseitenteile soweit in die Kippeinrichtungen
40 und 70 eingeführt, daß die vordere der Drehstation 10 zugekehrte Kante des Seitenteils
201 an den Schiebern 76 anliegen, die ausgefahren sind und in dieser Stellung als
Anschlag und Zentrierung der Seitenteile 20-1, 202 dienen.
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Wie vorangehend ausgeführt, befindet sich in Höhe des vierten Querbrettes
Q4 des Seitenteils 201 eine Gabel 74, welche durch in der Zeichnung nicht dargestellte
Kunststofführungen und Preßluftzylinder 75 als Zugelement mit einem etwa 250 mm
Hub ausgebildet ist.
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Die Gabelarme dieser Gabel 74 greifen beim Anheben des Seitenteils
201 durch den Schwenkarm 71 der Kippeinrichtung.70 zu beiden Seiten des mittleren
bzw. der mittleren senkrechten Bretter des Seitenteils 201 an und ziehen das Querbrett
Q4 gegen die ausgefahrenen
Schieber 76, die gleic6rzeitig als Anschläge
dienen.
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Das Seitenteil 201 ist nun für das Kippen in die senkrechte Stellung
fest eingespasmt. Das Anheben des Schwenkarmes 71 erfolgt nunmehr über die motorisch
angetriebene Hubspindel 73. In gleicher Weise erfolgt auch das Verschwenken des
Schwenkarmes 41 der Kippeinrichtung 40. Durch die Verwendung motorisch angetriebener
Hubspindeln sind genaue synchron verlaufende Kippbewegungen der beiden Kippeinrichtungen
40,70 gewährleistet. Dies ist erforderlich, damit die ineinandergreifenden Kanten
des breiten Seitenteiles und des schmalen Seitenteiles genau ineinandergedrückt
werden. Nachdem die beiden Seitenteile mittels der Kippeinrichtungen 40 und 70 in
die senkrechte Stellung übergeführt worden sind, wird von den Arbeitszylindern 49
und 79, die den Kippeinrichtungen 40,70 gegenüberliegend angeordnet sind, die auf
dem Drehteller 11 angeordnete Palette gegen die Anschlagrollen 9 des längeren Schwenkarmabschnittes
41a, 71a gedrückt, die unterhalb der Schieber 76 in Höhe der Palettenoberkante angebracht
sind. Hieruf werden die beiden Schieber 76, auf denen das jeweils unterste Querbrett
Ql der beiden Seitenteile liegt und durch die Antriebseinrichtung 75 gegen die Schieber
76 gedrückt wird, zurückgefähren, und zwar in einem Winkel von etwa 300, so daß
die Auflageflächen 76a der
Schieber 76 bei senkrechter Stellung
der Schwenkarme bzw. des Seitenteiles eine horizontale Stellung einnehmen. Der in
Fig. 4 gezeigte Schieber 76 ist in gleicher Weise bei der anderen Kippeinrichtung
40 vorgesehen, da beide Kippeinrichtungen, 40 und 70, gleich ausgebildet sind.
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Beim Zurückziehen der Schieber 76 der beiden Kippeinrichtungen, 40,
70, wandern die Seitenteile langsam nach unten, wobei die durch das Anpressen auftretende
reibung das jeweilige Seitenteil fest gegen den Seitenteilanschlag 71a preßt. Da
dieser Anschlag zusammen mit den Anschlagrollen für die Palette an dem Schwenkarm
71a befestigt ist, ergibt sich immer das von der Palette verlangte Abstandsmaß des
Seitenteils zum Langloch der Palette. Beim weiteren Zurückziehen der Schieber 76
wird das mittlere, vorstehende Längsbrett des Seitenteils in das Langloch PL der
Palette P eingedrückt.
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Da sich an den Gabeln 74 der beiden Kippeinrichtungen 40, 70 des Antriebszglinders
75 je ein in der Zeichnung nicht dargestellter Magnetschalter befindet, werden die
nachfolgenden Arbeitsgänge erst dann eingeleitet, wenn die beiden Seitenteile bis
zur Auflage eingedrückt sind.
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Nach dem vollständigen Eindrücken öffnen die Arbeitszylinder 75 mit
den beiden Gabeln 74, so daß die Kippvorrichtungen 40,70 in ihre waagerechte Ausgangsstellung
zurückverschwenkt werden können.
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In den Magazinen 30,60 sind zwischenzK Ltlich je ein neues Box-Palettenseitenteil
vereinzelt worden und läuft nunmehr wieder in die Kippeinrichtungen 40 bzw.
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70 ein. Gleichzeitig wird die Palette mit den bereits eingesetzten
Seitenteilen - ein schmales Seitenteil und ein breites Seitenteil - auf der Drehstation
um 1800 gedreht. Da sich der Mittelpunkt der Palette durch das Gegendrücken an die
Anschläge der Seitenteile außerhalb des Drehmittelpunktes befindet ergibt sich nach
vollendeter Drehung und dem erneuten Aufrichten der beiden weiteren Seitenteile
ein Spiel zwischen Palette und den Anschlagrollen 9 von etwa 60 mm. ach dem Drehen
der Palette mit den beiden Seitenteilen um 1800 werden die bereits in den Kippeinrichtungen
40 und 70 vorbereiteten Seitenteile aufgerichtet und an die Palette angesetzt. Beim
erneuten Andrücken der Palette durch die beiden Antriebseinrichtungen 49,79 bewegt
sich die Palette etwa diagonal gegen die beiden nun einzusetzenden Seitenwände.
Da die Seitenwände aufgrund von Toleranzen größer als die Palette sein können, d.h.
die Seitenteile nach dem Einsetzen unter
Spannung sitzen, müssen
die bereits eingesetzten Seitenwände gegen die noch einzusetzenden Seitenwände gepreßt
und aufgebogen werden. Die dafür günstige Bewegungsrichtung wird dabei durch die
Arbeitszylinder 49, 79 erreicht. Nachdem nun die beiden letzten Seitenteile eingt-.
etzt sind, dreht die Drehstation um 900 zurück und befördert die Box-Palette mit
den noch nicht befestigten Seitenteilen in die Nagelstation 101, die in der Ableitbahn
100 angeordnet ist. In dieser Nagelstation 101 werden die Einzelteile der Box-Palette
200 so miteinander durch Nageln verbunden, daß sie den Anforderungen der weiteren
Verarbeitung genügen.
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Mittels der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung ist erstmals
die Möglichkeit geschaffen, Box-Paletten vollautomatisch aus einzelnen Seilienteilen
und einer Palette herzustellen. Durch die Verwendung einer Drehstation ist die Möglichkeit
gegeben, jeweils zwei Seitenteile gleichzeitig an die Palette zu setzen und nach
Drehen der Palette um 1800 die beiden weiteren Seitenteile anzufügen. Auf diese
Weise ist jeweils nur eine Vorrichtung für die Zuführung der jeweils breiten Box-Palettenseitenteile
und der schmalen Box-Palettenseitenteile erforderlich. Auf diese Weise ist eine
hohe Arbeitsgeschwindigkeit der Gesamteinrichtung möglich.
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Wie insbesondere die Fig. 1 und 3 zeigen, können in einer Gesamtanlage
zwei Drehstationen 10 mit den entsprechenden
Zuführbahnen und
den Kippeinrichtungen vorgesehen sein. Auf weiteren vorgesehenen Transportbahnen
können Paletten und Seitenteilstapel bereitgehalten werden, so daß eine hohe Stundenleistung
erzielbar ist.
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- Patentansprüche -