DE2339620A1 - Isolationsverfahren fuer spulenwicklungen und nach diesem verfahren hergestellte spulenwicklung - Google Patents
Isolationsverfahren fuer spulenwicklungen und nach diesem verfahren hergestellte spulenwicklungInfo
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Description
65/73 Hw/Ca
Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie., Baden (Schweiz)
Isolationsverfahren für Spulenwicklungen und nach diesem Verfahren hergestellte Spulenwicklung.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von Spulenwicklungen für rotierende elektrische Maschinen, bei welchem die einzelnen Spulen isoliert, jedoch
ohne Imprägnierung eingebaut und mit geeigneten Mitteln, vorzugsweise Nutenkeilen und imprägnierfähigen Bandagen,
befestigt werden und der Maschinenteil mit der Wicklung mit Kunstharz imprägniert und das Kunstharz ausgehärtet
wird, und eine nach diesem Verfahren hergestellte Spulenwicklung.
Wie aus der BBC-Druckschrift 3887 D (Juli 1970) und der BBC-Mitteilung Nr. 9, 1967, bereits bekannt ist, werden
rotierende Hochspannungsmaschinen mittlerer Leistung nach der Ganztränktechnik ausgeführt. Gemäss diesen bekannten
Verfahren werden die aus mehreren isolierten Drähten,
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welche im allgemeinen mit Lack und einer zusätzlichen Glasumspinnung
oder mit glimmerhaltigen Bändern isoliert sind, auf die richtige Form gebracht und mit einem kombinierten
Glasseide-Feinglimmer-Band fortlaufend auf der ganzen Länge mehrfach umwickelt. Durch die Verwendung des gleichen Bandes
über die ganzen Spulenlänge entsteht eine kontinuierliche Spulenisolation. Die fertigen Spulen werden unimprägniert,
d.h. trocken, wenn erforderlich mit einem Glimmschutzbelag versehen, in das Eisenpaket eingelegt-, zusammengeschaltet
und die Nuten mit magnetisch leitfähigen Keilen oder Keilen aus Isoliermaterial verschlossen. Die Wickelkopf
abstützung ist mit einer oder mehreren, über· den ganzen Wickelkopf verlaufenden, an ihren Enden auf geeignete Weise
verbundenen, saugfähigen Glasfaserbandagen ausgeführt. Durch ein Trocknungsverfahren wird der Wicklung die Feuchtigkeit
entzogen und darauf das ganze Statorpaket mit Wicklung in ein Imprägniergefäss eingesetzt und nach einem Vakuumprozess
mit einem lösungsmxttelfreien Harz imprägniert. Durch eine abschliessende Druckperiode wird das Eindringen des
Harzes in alle Isolationsteile und Abstützelemente (beispielsweise in die Glasfaserbandage) unterstützt. Auf die
Druckperiode folgt eine Aushärtungsperiode bei erhöhter Temperatur.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zu entwickeln, bei welchem trotz der gleichzeitigen Imprägnierung von
Leiterisolierung und Abstützelementen mit einem Kunstharz und der darauf folgenden gemeinsamen Aushärtung ein homogener
fester Wxcklungsverband an vorbestimmten Trennstellen nicht entsteht, und dass dadurch beim Auftreten irgendeines
Defektes ein Ersetzen einer oder mehrerer Spulen oder einzelner Spulenteile möglich wird. Erreicht wird dies dadurch,
dass trotz der thermohärtenden Isolierung örtlich ein Biegen der Leiter und Spulen erfolgen kann, währenddem
die Wickelköpfe mit der Wickelkopfabstützung an und für sich verklebt sind, und mechanisch einen festen Verband darstellen.
Weiterhin soll vermieden werden, dass anstelle einer kleinen Reparatur das ganze Maschinenteil, beispielsweise
das komplette Statorblechpaket mit den dazugehörigen Wicklungen ersetzt werden muss, bei Instandsetzungen sich die
einzelnen Spulen leicht aus den Nuten herausheben lassen, so dass an den Schnittstellen die einzelnen Drähte der Windungen
der Spule nach dem Einbau eines neuen Spulenteiles wieder zusammengelötet oder verschweisst und anschliessend
Draht für Draht wieder isoliert und imprägniert werden können.
Die vorgenannte Aufgabe wird durch folgende Verfahrensschritte
gelöst:
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a) Die Spulen werden aus einzelnen vorisolierten Drähten gewickelt und geformt,
b) auf die vorgesehenen Trennstellen an beiden Wickelkopfenden wird ein Trennmittel, vorzugsweise ein
nicht-klebendes Silikonharz aufgebracht,
.c) die Spule wird mit einem glxmmerhaltxgen, imprägnierbaren
Isolierband umwickelt,
d) an den vorgesehenen Trennstellen werden die Isolierbandagen ebenfalls mit dem Trennmittel getränkt,
e) die Spulen werden in die entsprechenden Nuten der elektrischen Maschine eingelegt und distanziert, und
f) das Maschinenteil, vorzugsweise das Statorblechpaket mit den eingelegten Wicklungen wird imprägniert und
ausgehärtet.
Die Erfindung bezieht sich auch auf eine nach diesem Verfahren hergestellte Spulenwicklung, bei welcher an beiden
Wickelkopfenden der einzelnen Spulen je eine Trennstelle angeordnet ist.
Der Vorteil der Erfindung besteht insbesondere darin, dass durch die Anordnung einer sogenannten Trennstrecke in jeder
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Spule, d.h. einer Zone, vorzugsweise im Bereich des Spulenauges im Wickelkopf, bei der die Isolation so vorbehandelt
ist, ein Auftrennen im Störungsfall und ein Wiederverbinden nach Behebung der Störung möglich ist. Die weiteren Vorteile
der Ganztränktechnik, z.B. die starre Wickelkopfabstützung,
gehen dabei nicht verloren, wenn die Schnittstellen an einer mechanisch und elektrisch schwach beanspruchten
Zone im Wickelkopf angeordnet werden.
Ferner ist es zweckmässig, wenn eine zusätzliche Isolierung
auf die vorbestimmte Trennstrecke aufgebracht wird und zur Sichtbarmachung der Trennstrecke das auf. die Isolationslagen
der vorbestimmten Trennstrecke aufgebrachte Imprägnier- bzw. Trennmittel eingefärbt wird.
In der Zeichnung sind einzelne Schritte des erfindungsgemässen
Verfahrens vereinfacht dargestellt.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Spule mit teilweise aufgebrachter Isolation
und eingezeichneter Trennstelle,
Fig. 2 dieselbe Spule mit geöffneter Trennstelle,
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Fig. 3 eine teilweise in den Stator eingebaute unimprägnierte Spule.
Gemäss Fig. 1 sind mit 1 einzelne, beispielsweise mit einem
Lack oder einer GlasUmspinnung isolierte Drähte bezeichnet, die zusammen eine Spule 2 bilden, wobei die Spule nach dem
Wickeln geformt wird. Ueber diedie Spule 2 bildenden einzelnen isolierten Drähte 1 ist eine Bandisolation 3, vorzugsweise
aus einem Glasseide-Feinglimmerband, gewickelt. Diese Bandisolation 3 ist mit einem Deckband 4 überzogen, welches
mit einem Glimmschutzbelag 4 a überdeckt ist. Die Spule 2
weist Wickelkopfenden 5 auf, an welchen gestrichtelt ge- · zeichnete Trennstellen 6 vorgesehen sind, auf welche vor dem
Umwickeln mit der Bandisolation 3 ein nicht-klebendes Silikonharz aufgebracht wird, das auch zwischen die einzelnen
isolierten Drähte eindringt. Das anschliessend aufgewickelte Deckband 4 ist ebenfalls mit Silikonharz an den Trennstellen
6 getränkt, um ein Verkleben zu verhindern.
In Fig. 2 ist dieselbe Spule dargestellt, jedoch mit aufgetrennter
Trennstelle 6.
Wie in Fig. 3 dargestellt, wird die Spule 2 nach Fertigstellung in Nuten 7, beispielsweise eines Stators 8 einer
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elektrischen Maschine eingelegt, distanziert und anschliessend der Stator 8 mit den eingelegten Spulen 2 imprägniert
und ausgehärtet.
Die Bezugszahlen von Fig. 1 gelten auch für gleiche Teile
in den Fig. 2 und 3.
Durch die Verwendung eines Trennmittels an der Trennstelle 6 der Wickelkopfenden 5, vorzugsweise eines Silikonharzes,
wird eine Verklebung der einzelnen Isolationslagen (3, U)
sowohl untereinander, als auch mit den einzeln isolierten Drähten 1 vermieden, und die Isolierung der einzelnen Drähte
1 bleibt an den Strecken, welche mit dem Trennmittel behandelt werden, elastisch. Dadurch ist es möglich, im Falle
des Auftretens einer Störung die einzelnen Drähte 1 auseinander zu biegen, bzw. ganze aus einzelnen Spulen 2 bestehende
Wicklungsteile herauszutrennen und durch neue Wicklungsteile zu ersetzen. Demnach ist es wichtig, dass in jedem
Fall die einzelnen isolierten Leiter (3, U) auf die erfindungsgemässe
Weise behandelt werden, bei der Hauptisolation ist dies nicht unbedingt zwingend, da hier bei der Reparatur
nicht in jedem Fall eine Verformung erfolgen muss.
Durch ein Einfärben des Trennmittels mit auffälligen Farben
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bleibt die vorbestimmte Trennstrecke 6 auch nach der Imprägnierung
mit einem Kunstharz sichtbar. Dies ermöglicht ein einfaches Auffinden der an den Spulen 2 angeordneten
Trennstrecken 6 und damit eine erleichterte Instandsetzung von defekten Stellen.
Durch das erfindungsgemässe Verfahren ist es jederzeit
möglich, auch bei ganzgetränkten Wicklungen auf einfache Weise eine Reparatur durchzuführen.
möglich, auch bei ganzgetränkten Wicklungen auf einfache Weise eine Reparatur durchzuführen.
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Claims (5)
1.) Verfahren zur Herstellung von Spulenwicklungen für rotierende
elektrische Maschinen, bei welchem die einzelnen Spulen isoliert, jedoch ohne Imprägnierung eingebaut
und mit geeigneten Mitteln, vorzugsweise Nutenkeilen und imprägnierfähigen Bandagen, befestigt werden
und der Maschinenteil mit der Wicklung mit Kunstharz
imprägniert und das.Kunstharz ausgehärtet wird, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
imprägniert und das.Kunstharz ausgehärtet wird, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
a) die Spulen (2) werden aus einzelnen vorisolierten Drähten (1) gewickelt und geformt,
b) auf vorgesehene Trennstellen (6) an beiden Wickelkopfenden (5) wird ein Trennmittel, vorzugsweise ein nichtklebendes
Silikonharz, aufgebracht,
c) die Spule (2) wird mit einem glimmerhaltigen, imprägnierbaren Isolierband (3) umwickelt,
d) an den vorgesehenen Trennstellen (6) werden die Isolierbandagen
(3, H, Ua) ebenfalls mit dem Trennmittel getränkt,
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e) die Spulen (2) werden in die entsprechenden Nuten (7) der elektrischen Maschine eingelegt und distanziert,
und
f) das Maschinenteil, vorzugsweise das Statorblechpaket (8) mit den eingelegten Spulen (2) wird imprägniert
und ausgehärtet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine elastische Isolierung auf die vorbestimmte Trennstelle
(6) aufgebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sichtbarmachung der Trennstelle (6) auf die Isolationslagen
(3, 4, Ua) der vorbestimmten Trennstelle (6) ein farbiges Trennmittel aufgebracht wird.
4.. Spulenwicklung gemäss dem Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass an beiden Wickelkopfenden (5) der einzelnen Spulen (2) je eine Trennstelle (6) angeordnet
ist.
5. Spulenwicklung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
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dass die Trennstellen (6) zur Sichtbarmachung farbig sind.
Aktiengesellschaft BROWN, BOVERI & CIE.
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Leerseite
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