DE2339552A1 - Verfahren und vorrichtung zum kuehlen von schweissungen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum kuehlen von schweissungenInfo
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Description
Centro Sperimentale Metallurgicο S.p.Α., « ο ^q r cο
Via Castel Romano, Rom / Italien
Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen von Schweißungen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Kühlen von mittels großer Wärmezufuhr erzeugter
Schweißungen unter gleichzeitiger Zufuhr von Wasser und Gas.
Schweißverfahren mit großer Wärmezufuhr wie Elektro-Schlacken-,
Elektro-Gas-, Lichtbogenschweißung mit abgedeckten Lichtbogen, Schweißungen mit mehreren Elektroden
usw. sind bekanntlich für die Erzielung großer Leistungen von Vorteil und werden insbesondere zum Verschweißen von
Teilen sehr großer Dicke verwandt. Ihrer Verwendung in größerem Umfang stehen jedoch sowohl die hohe Wärmez.ufuhrrate
(ca. 10 Joule/cm bei Elektro-Schlacken-Schweißung und 50 mm dickem Stahlblech) als auch die große Masse des
bei dem Prozeß verflüssigten Materials und dessen relativ niedrige Leitfähigkeit hindernd entgegen. In der Tat lassen
sich nur sehr geringe Abkühlungsgeschwindigkeiten der Schweißung erreichen, die die Ausbildung einer ausgedehnten,
thermisch veränderten Zone mit grobkörniger Struktur zur Folge haben, gekennzeichnet durch niedrige Bruchfestigkeit,
geringe Dehnbarkeit und niedrige Streckgrenze. Es ist deshalb erforderlich, nach dem Schweißen eine Wärmebehandlung
vorzunehmen, die aufgrund der Abmessungen der Schweißkonstruktionen in den meisten Fällen sehr teuer und in
manchen Fällen praktisch undurchführbar ist.
Zur Vermeidung dieser Nachteile sind einige Lösungen vorgeschlagen
worden, von denen die erste das Aufsprühen von Wasser auf die Schweißzone ist, um die Kühlverhältnisse
zu verbessern. Dabei kann jedoch der frei werdende Dampf in das Schmelzbad eindringen und Risse und Löcher in der
Schweißnaht verursachen. In letzter Zeit ist eine Vor-
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richtung vorgeschlagen worden, mittels der diese Nachteile sich vermeiden lassen sollen und die aus einem
Schweißschuh besteht, dessen untere Zone von der Fläche der Platte schräg nach außen verläuft. In dieser unteren
Zone sind zwei Reihen von Löchern übereinander angeordnet, aus deren unteren VJasser gesprüht wird, während aus deren
oberen ein inertes Gas geblasen wird, dem die Aufgabe zufällt, den Dampf zu entfernen und ihn daran zu hindern,
zwischen die Schweißung und den Schweißschuh zu gelangen. Der zunächst durch das Gas nach unten in eine relativ kalte
Zone geblasene Dampf steigt jedoch kurz darauf aufwärts, umströmt die zu schweißenden Teile und kondensiert an dem
oberen Teil der Platte und der Elektrode, erreicht schließlich das Schmelzbad, bewirkt in diesem ein Kochen und fördert
die Bildung von Einschlüssen, Lunkern und Rissen.
Darüber hinaus hat eine solche Art der Kühlung Bewegungen der Kanten der zu verschweißenden Stücke gegeneinander zur
Folge, wobei sich oft der Spalt zwischen denselben verringert, manchmal aber auch unvorsehbarerwexse vergrößert.
Es ist unmöglich, das Ausmaß dieser Bewegungen genau vorauszusagen,
da diese von einer ganzen Reihe von Paktoren abhängen, nämlich der Menge der zugeführten Wärme, der Schweißgeschwindigkeit,
der Abkühlungsrate, der Wärmeleitfähigkeit der zu verschweißenden Teile usw.; die Verhältnisse
sind also viel zu komplex, um sich praktisch erfolgreich untersuchen und festlegen zu lassen. Als Ergebnis davon
muß ein hinsichtlich seiner Schweißleistung vorteilhafter Schweißvorgang öfter unterbrochen werden, um ein Verklemmen
des Schweißgerätes durch die sich einander nähernden Kanten der Schweißstücke zu verhindern und die Gleitstücke, die
das Schmelzbad halten, wieder auszurichten.
Die Bemühungen, die zu verschweißenden Teile mittels
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09808/0093
Klemmbacken oder anderer Vorrichtungen in ihrer Lage zu halten, sind oft zwecklos, wenn nicht sogar gefährlich,
da durch die bei der Bewegung erzeugten enormen Kräfte sich entweder die Klemmbacken lösen oder gefährliche
Restspannungen in dem Schweißstück entstehen, die Risse in der Schweißnaht zur Folge haben können.
Mit der vorliegenden Erfindung sollen die erwähnten Nachteile
vermieden und ein Verfahren und eine Vorrichtung geschaffen werden, mittels derer die Schweißzone wirksam
gekühlt, damit die thermisch beeinflußte Zone verringert und deren mechanische Eigenschaften verbessert werden
können.
Im einzelnen wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Kühlwasser mit der heißen Schweißung in
einer begrenzten Kühlzone unmittelbar unterhalb der flüssigen Schmelze in Verbindung gebracht wird, wobei das Verhältnis
zwischen der Erstreckung der Kühlzone quer zu der Schweißnaht und ihrer Erstreckung in Längsrichtung derselben
10 : 1 bis 1 : 1 ist, und daß der sich bei der Kühlung entwickelnde Dampf sowie das nicht verdampfte Wasser sofort
von der Schweißnahmt entfernt werden.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen darin,
daß eine wirksame Kühlung der Schweißzone sicher erzielt· wird. Damit ist eine Verringerung der thermisch beeinflußten
Zone und eine Verbesserung deren mechanischer Eigenschaften verbunden. Erstaunlicherweise wurde gefunden, daß
neben der Verbesserung der mechanischen Eigenschaften der Schweißunj;, ihrer ϊ-iaßhaltigkeit, die Möglichkeit der Vermeidung
von Rissen und Lunkern und von Restspannungen bemerkenswert
verbessert ist. Es wird verhindert, daß der beim Kühlen entwickelte Dampf oder das durch dessen Kondensation
entstandene Wasser die flüssige Schmelze erreicht
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und Spannungen entstehen, die die vorerwähnten Bewegungen der zu verschweißenden Kanten verursachen. Es hat sich erstaurilicherweise
ergeben, daß die mechanischen Eigenschaften der Schweißung, ihre Stabilität, die Möglichkeit des
Vermeidens von Rissen und Lunkern sowie von Restspannungen
sich wesentlich verbessern lassen, wenn man die der Wirkung des Kühlwassers ausgesetzte Fläche verringert, ganz im Gegensatz
zu den aufgrund der Theorie und früherer Versuche zu erwartenden Ergebnissen.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird die mit dem Wasser in Verbindung gebrachte Kühlfläche durch
einen sie völlig umschließenden Gasvorhang bestimmt, der unter einem Winkel zwischen 15° und 50° auf die Schweißung
aufgeblasen wird. Mit dieser Bestimmung der Kühlfläche kann die Kühlwirkung wesentlich verbessert werden.
Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung wird der bei der Kühlung entstehende" Dampf und das nicht verdampfte
Wasser mittels des aufgeblasenen Gases von der Schweißnaht entfernt und durch die Vorrichtung zum Kühlen abgeführt.
Damit ist die Verhinderung der Beeinflussung des Schmelzbades durch den Dampf und das Wasser gewährleistet.
Gemäß einer anderen zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist in einem Gleitschuh eine der Schweißung zugewandte
Fläche mit einer Hauptöffnung versehen, in der eine oder mehrere Wasserdüsen vorgesehen sind und die von einem oder
mehreren Kränzen (Gruppen) von Gasdüsen umgeben und von einem oder mehreren Schlitzen flankiert ist, die innerhalb
der Gasdüsen parallel zu den Kanten der Hauptöffnung angeordnet sind. Damit ist eine Vorrichtung angegeben, die die
Durchführung der Erfindung auf einfache und wirksame Weise ermöglicht.
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Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung bestimmen
die Gasdüsen die Kühlzone, deren Verhältnis der Erstreckung quer zu der Schweißung zu ihrer Erstreckung
in Längsrichtung derselben 10 : 1 bis 1 : 1 ist. Durch Wahl eines zwischen diesen Bereichen liegenden Verhältnisses
lassen sich optimale Kühlverhältnisse für die Schweißnaht erzielen.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
sind die Achsen der Gasdüsen gegen die Hauptöffnung gerichtet, zu der der Schweißung zugewandten Fläche
hin geneigt und unter einem Winkel zwischen 15 und 50
angeordnet. Damit ist die Trennung des Dampfes und des Wassers von der Schweißung besonders gut gewährleistet.
Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung sind
die Hauptöffnung und die Schlitze mit einer im Inneren des Gleitschuhes befindlichen Kammer verbunden, die an
ihrem oberen Ende mit der umgebenden Atmosphäre in Verbindung steht und mit ihrem unteren Ende an eine Saugleitung
angeschlossen ist« Damit ist eine Trennung des Dampfes und des Wassers im genügenden Abstand zu der Schweißung möglich.
Die Art der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens und der dazu benutzten Vorrichtung werden anhand eines
schematised in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels besehrieben. Es zeigt
Pig. 1 eine axonometrische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Pig. 2 eine Ansicht auf die der Schweißung zugewandte Fläche und
Fig. 3 einen Schnitt durch, die Schweißung und die während
des Schweißens paarweise auf beiden Seiten der Schweißung angeordnete Vorrichtung gemäß
Linie II - II der Fig. 2.
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Die Vorrichtung besteht aus einem Gleitschuh I5 der
paarweise beiderseits der Schweißung so zur Anwendung kommt, daß das Schmelzbad dazwischen eingeschlossen ist.
Seine der Schweißung zugewandte Fläche 12 hat eine Hauptöffnung 2, durch die eine Viasserdüse 3 oder äquivalente
Mittel reichen, mittels derer das in einer Zuführleitung 10 zugeführte Kühlwasser auf die heiße Oberfläche der
Schweißung gespritzt wird, um diese zu kühlen.
Rings um die Hauptöffnung 2 herum sind Gasdüsen ft angeordnet, von denen sich mindestens·eine Reihe oder Gruppe
an der Oberkante der Hauptöffnung 2 befindet. Die Achsen der Gasdüsen ft sind gegen die Hauptöffnung 2 selbst geneigt,
und sie sind gegen die Fläche 12 unter einem Winkel zwischen 15° und 50° geneigt. Durch diese Gasdüsen ft wird ein
Gas mit einem Druck von 2 bis 8 atm. geblasen, das eine Sperre für das mittels der Wasserdüse 3 aufgespritzte
Wasser und den von einem Teil desselben beim Auf treffen
auf die heiße Schweißnahtζone gebildeten Dampf bildet.
Der Dampf und das nicht verdampfte Wasser werden durch die Hauptöffnung 2 und in der Fläche 12 zwischen den Gasdüsen
ft und der Hauptöffnung 2 parallel zu deren Seiten befindliche Schlitze 5 in den Gleitschuh 1 hinein geführt,
nämlich in eine Kammer 6, die an ihrer Oberseite mittels einer Öffnung 11 mit der Atmosphäre in Verbindung steht.
Aus dieser werden der Dampf und das Wasser durch eine Saugleitung 7 abgesogen.
Das Gas wird dem Gleitschuh 1 durch ein. Rohr 8 zugeführt
und mittels einer Verteilerleitung 9 auf die einzelnen Gasdüsen
ft verteilt. Die Gasdüsen ft umschließen dabei eine der Kühlzone entsprechende Fläche, für die das Verhältnis ihrer
Erstreckung quer zu der Schweißung zu ihrer Erstreckung in Längsrichtung 10 : 1 bis 1 : 1 ist.
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Claims (4)
1. Verfahren zum Kühlen von mittels großer Wärmezufuhr erzeugter Schweißungen unter gleichzeitiger
Zufuhr von Wasser und Gas,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kühlwasser mit der heißen Schweißung in einer
begrenzten Kühlzone unmittelbar unterhalb der flüssigen Schmelze in Verbindung gebracht wird, xfobei das
Verhältnis zwischen der Erstreckung der Kühlzone quer zu der Schweißnaht und ihrer Erstreckung in Längsrichtung
derselben 10 : 1 bis 1 : 1 ist, und daß der bei der Kühlung sich entwickelnde Dampf sowie das
nicht verdampfte Wasser sofort von der Schweißnaht entfernt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kühlfläche durch einen sie völlig umschließenden Gasvorhang bestimmt wird, der unter einen Winkel
zwischen 15° und 50° auf die Schweißung aufgeblasen wird,
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß der bei der Kühlung entstandene Dampf und das nicht verdampfte Wasser mittels des aufgeblasenen Gases von
der Schweißung entfernt und in die Vorrichtung zum Kühlen abgeführt werden.
4. Vorrichtung zum Kühlen von mittels großer Wärmezufuhr
erzeugter Schweißungen unter gleichzeitiger Zufuhr von Wasser und Gas,
dadurch gekennzeichnet,
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"8" 7339552
daß in einem Gleitschuh (1) eine der Schweißung zugewandte Fläche (12) mit einer Hauptöffnung (2) versehen
ist, in der eine oder mehrere Wasserdüsen (3) vorgesehen sind und die von einem oder mehreren Kränzen
(Gruppen) von Gasdüsen (4) umgeben und von einem oder mehreren Schlitzen (5) flankiert ist, die innerhalb
der Gasdüsen (4) parallel zu den Kanten der Hauptöffnung (2) angeordnet sind.
Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gasdüsen (4) eine Kühlzone bestimmen, deren Verhältnis der Erstreckung quer zu der Schweißung zu
ihrer Erstreckung in Längsrichtung derselben 10 : 1 bis 1 : 1 ist.
Vorrichtung nach einer der Ansprüche 4 oder 5 ? dadurch gekennzeichnet,
daß die Achsen der Gasdüsen (4) gegen die Hauptöffnung (2) gerichtet, zu der der Schweißung zugewandten Fläche
(12) geneigt und unter einem Winkel zwischen 15 und 50° angeordnet sind.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hauptöffnung (2) und die Schlitze (5) mit einer im Inneren des Gleitschuhes (1) befindlichen
Kammer (6) verbunden sind, die an ihrem oberen Ende mit der umgebenden Atmosphäre in Verbindung steht und
mit ihrem unteren Ende an eine Saugleitung. (7) angeschlossen ist.
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Gleitschuhe (1) paarweise gegenüberliegend angeordnet sind .
4Q9808/G83.3-
1 ..
Leerseite
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