DE2339340C2 - Elektronenröhre - Google Patents
ElektronenröhreInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J29/00—Details of cathode-ray tubes or of electron-beam tubes of the types covered by group H01J31/00
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Description
6>m = Qe + 2 πη
erfüllt ist, wobei der magnetische Verweilwinkel durch
erfüllt ist, wobei der magnetische Verweilwinkel durch
Qm = ci)TL,mitu>
als Zyklotronfrequenz (a> = I1- B0,n = Verhältnis von Ladung zu Masse fürdas Elektron)
und TL als Durchgangszeit für die Durchquerung der elektrischen Felderzeugungseinrichtung (48)
{TL = L/Zq, L = Länge der Einrichtung, Z0 = V2 η Va, V0 = Beschleunigungsspannung)
definiert ist und der elektrische Verdrehwinkel Qc den Gesamtdrehwinkel des Feldes darstellt, das zwischen
Eingang und Ausgang der Erzeugungseinrichtungen für das elektrische Feld vorhanden ist, während η eine
positive oder negative ganze Zahl (außer 0) ist.
2. Elektronenröhren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß n = ± 1 und 0<<9,. S 2 π gilt.
3. Elektronenröhren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
0<Θρ<-^-;ϊ
4. Elektronenröhren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Einrichtung zur Erzeugung des elektrischen
Feldes ein sogenanntes Deflektron darstellt, dadurch gekennzeichnet, daß am Eingang des Defiektrons
(48) ein auf einem festen Potential liegender Schirm (46) mit einer Durchtrittsöffnung (47) vorgesehen
ist.
5. Elektronenröhren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Anode und Schirm (46) ein
im wesentlichen feldfreier Laufraum (22) vorgesehen ist.
6. Elektronenröhren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch Anwendung bei Mikropunktröhren
hoher Strahlintensität, Vidikon- oder Bild-Orthikon-Röhren und Röntgenstrahlröhren.
7. Elektronenröhren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch Anwendung bei Monochrom-
oder Farbfernsehprojektionssystemen.
8. Elektronenröhren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch Anwendung bei Hochlcistungsröhren
mit fokussiertem Strahl zur elektronischen Oberflächenbearbeitung, zum elektronischen
Schweißen oder Konturenbohren.
Die Erfindung betrifft eine Elektronenröhre, in deren Kolben sich eine Kathode zur Aussendung eines Elektronenstrahls,
im Abstand von der Kathode eine Anode mit einer strahlbegrenzenden Öffnung für den Durchgang
des Elektronenstrahls sowie im Abstand von der Anode eine Targetelektrode befinden, wobei längs des
Kolbens zwischen der Targetelektrode und der Kathode eine Einrichtung zur Erzeugung eines elektrischen Feldes
E angeordnet ist, deren Feldrichtung im wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Kolbens verläuft und
sich längs der Längsachse um einen Winkel dreht, der im wesentlichen proportional zur Längsachsen-Koordinate
Z hinsichtlich einer festen, quer zur Längsachse liegenden Koordinate Y ist, um so eine elektrische Kraft
auf den Elektronenstrahl auszuüben, wobei das elektrische Feld zu jedem Zeitpunkt innerhalb des Kolbenteils,
der das elektrische Feld enthält, eine im wesentlichen gleichförmige Stärke hat, wobei ferner längs des Kolbens
eine das elektrische Feld einschließende Einrichtung zur Erzeugung eines magnetischen Feldes B angeordnet
ist, dessen Anfang von einer Ebene, die die strahlbegrenzende Öffnung enthält, einen bestimmten Abstand aufweist
und das längs der Längsachse Z eine im wesentlichen gleichförmige vorbestimmte Stärke B0 hat, um eine
mit der elektrischen Kraft zusammenwirkende, auf die Elektronen einwirkende magnetische Kraft zu erzeugen
und eine resultierende spiralförmige Bewegung des Elektronenstrahls hervorzurufen.
Eine derartige Elektronenröhre ist aus der US-PS 33 19 110 bereits bekannt.
Die Ablenksysteme für Elektronenröhren der oben genannten Art, wie sie beispielsweise für Vidikons und
Abtaslwandler eingesetzt werden, müssen einen kleinen Schattenfehler, eine gute Ablenkempfindlichkeit, eine
hohe Aullösung, einen niedrigen Leistungsbedarf und möglichst geringe Abmessungen haben. Die Elektronenröhre
der eingangs genannten Art mit einem Ablenksystem, wie es aus der US-PS 33 19 110 bekannt ist, ergibt in
der Tat eine gute Auflösung, eine annehmbare Ablenkempfindlichkeit und einen verhältnismäßig niedrigen
Leistungsbedarf bei geringen Abmessungen. Der Stand der Technik stellt ein »nicht verdrehtes«, schattenfreies
Ablenksystem dar. Bei dieser Betriebsweise, die Schattenfreiheit garantiert, ist jedoch die Ablenkempfindlichkeit,
der Leistungsverbrauch der Magnetspule und auch die durch Fokussierung erreichbare Brennpunktverkleinerung,
die für eine ausreichende Auflösung erstrebenswert ist, noch nicht optimal. Es ist nämlich möglich,
durch Verringerung der magnetischen Feldstärke die Ablenkempfindlichkeit zu erhöhen und gleichzeitig den
Leistungsverbrauch der Magnetspule zu verringern. Die starke Vorfokussierlinse des Standes der Technik kann
dann infolge der sich ergebenden Brennpunktverkleinerung entfallen. Allerdings ergibt sich nunmehr ein
erheblicher Schattenfehler.
Das für die schattenfreie Betriebsart des Standes der Tecfmik erforderliche zylindrische »Deflektron« kann
durch ein konisch ausgebildetes »Deflektron« ersetzt werden, wodurch die Ablenkempfindlichkeit erhöht wird,
wobei dann allerdings der Schattenfehler noch weiter anwächst.
Man könnte das Deflektron durch »Verdrehen« noch weiter abwandeln, das Deflektron beispielsweise über
einen Winkel von 90° verdreht ausführen. In diesem Zusammenhang sei auf die US-PS 36 66 985 verwiesen.
Diese Konstruktion erhöht die Ablenkempfindlichkeit, verschlechtert jedoch den Schattenfehler noch weiter.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Elektronenröhre der eingangs genannten Art derart auszubilden,
daß bei einem im wesentlichen vernachlässigbaren Schattenfehler die Ablenkempfindlichkeit verbessert,
die Auflösung vergrößert und der Leistungsverbrauch der Magnetspule verringert wird.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß die Einrichtung zur Erzeugung des sich in Abhängigkeit von der Z-Koordinate
drehenden Feldes und die Einrichtung zur Erzeugung des in Z-Richtung liegenden gleichförmigen
magnetischen Feldes so aufeinander abgestimmt sind, daß die Gleichung
6>,„ = Θ,. + 2πη
erfüllt ist, wobei der magnetische Verweilwinkel durch
erfüllt ist, wobei der magnetische Verweilwinkel durch
6>„, = o) T,_, mit ω als Zyklotronfrequenz (<y = ι, ■ B0,,, = Verhältnis von Ladung zu Masse für das Elektron)
und 7) als Durchgangszeit für die Durchquerung der elektrischen Felderzeugungseinrichtung
(TL = LZZ0, L = Länge der Einrichtung, Z0 = V2 >, Va , Va = Beschleunigungsspannung)
definiert ist und der elektrische Verdrehwinkel Qe den Gesamtdrehwinkel des Feldes darstellt, das zwischen
Eingang und Ausgang der Erzeugungseinrichtungen für das elektrische Feld vorhanden ist, während η eine positive
oder negative ganze Zahl (außer 0) ist.
Durch diese Maßnahmen werden sowohl die Ablenkempfindlichkeit, wie auch die Auflösung verbessert und
außerdem die Spulenerregungsleistung verringert.
So gilt für die Ablenkempfindlichkeit, siehe die Gleichung 14 der Beschreibung und die Fig. 11, daß für
// = -1 der Wert der Ablenkempfindlichkeit K im Bereich von O<0P<
2 π stets größer \ = 0,318 ist, das ist der
Wert, der sich beim Stand der Technik für Q1. = 0 ergibt. Die vorliegende Erfindung bringt eine mögliche
Ablenkempfindlichkeit bis zu 0,405, verglichen mit 0,318 beim Stand der Technik, d. h. beim schattenfreien,
ungedrehten Ablenksystem.
Minsichtlich der Auflösung ist zu sagen, daß die elektronenoptische Vergrößerung M gemäß der vorliegenden
Erfindung, siehe die Gleichung 18 sowie die Fig. 14, wo die Vergrößerung Mals Funktion von ΘΡ aufgetragen
ist, Tür den Bereich 0 < 0e < 2 /rjeweils kleiner als 1 ist. Da der Wert von M bei dem unverdrehten schattenfreien
System gemäß dem Stand der Technik, bei dem Θ( = 0 ist, 1 beträgt, liefert die vorliegende Erfindung in jedem so
Falle ein kleineres Bild der strahlbegrenzenden Öffnung 44 am Bildschirm (vorausgesetzt, eine vergrößernde
Vorrokussierlinse wird nicht benutzt). Dieser kleinere Punkt ergibt eine entsprechend höhere Auflösung bei der
Abtastung.
Für die Spulenerregungsleistung ist zu berücksichtigen, daß für eine gegebene Spule der erforderliche Strom
proportional zur gewünschten Höhe der magnetischen Feldstärke, |ßo|, und somit auch proportional zu|0m|ist.
Die verbrauchte Leistung ist proportional zum Quadrat des Stroms und somit zum Quadrat von 0„,. Aus Gleichung
12 ergibt sich Tür η = -1, siehe F i g. 4, daß für die gedrehten schattenfreien Betriebsarten 0
< Qe < 2 π die Größe von Θ,,,
< 2 π ist. Da beim Stand der Technik, dem ungedrehten schattenfreien System, Qe = 0 und damit
\Θ,,,\ = 2 π gilt, bedeutet dies, daß der Stand der Technik eine höhere Leistung für die Spulenerregung benötigt,
als das erfindungsgemäße System. %
Es zeigt sich somit, daß durch die besondere Abstimmung der einzelnen Werte gemäß dem kennzeichnenden
Teil des Hauptanspruchs nicht nur ein Schattenfehler von im wesentlichen 0 erreicht wird, sondern auch die
Ablcnkcmpfindlichkeit sich verbessert, die Auflösung vergrößert wird und die Magnetspule einer geringere
Leistungsaufnahme besitzt.
Dies gilt insbesondere, wenn gemäß Anspruch 2 die Beziehung η = ± 1 und 0
< Θ,. S 2 η gilt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausfiihrungsbeispielen näher erläutert, die in den Zeichnunucn
dargestellt sind.
Es zeigt
Fig. 1 in vereinfachter Darstellung schematisch eine besondere Ausfiihrungsform der erfindungsgemäßen
Elektronenröhre in einer Längsschnittdarstellung;
F ig. 2 eine Längsschnittansicht der F i g. 1 zur noch genaueren Darstellung bestimmter wesentlicher Bestund- '
Fig. 3 ein in eine Ebene abgewickeltes herkömmliches »Deflektron«; ι
Fig. 4 das in eine Ebene abgewickelte, jedoch modifizierte Deflektron gemäß Fig. 3;
F i g. 5 eine perspektivische Ansicht des modifizierten Musters nach F i g. 4 in seiner Anordnung an der Innenfläche eines zylindrischen Körpers;
F i g. 5 eine perspektivische Ansicht des modifizierten Musters nach F i g. 4 in seiner Anordnung an der Innenfläche eines zylindrischen Körpers;
Fig. 6a das zur Analysierung der Wirkungsweise der Erfindung verwendete Koordinatensystem und die räumlichen
Zuordnungen der elektrischen und magnetischen Felder eines herkömmlichen Deflektrons;
Fig. 6b die räumlichen Zuordnungen der elektrischen und magnetischen Felder in einem modifizierten :,
Deflektron; und !:
Fig. 7-16 die Eigenschaften der Erfindung veranschaulichende Diagramme. :
Die Theorie der Wirkungsweise der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf den schematischen „■-'
Längsabschnitt der Elektronenstrahlröhre EBT der F i g. 1 untersucht, die einen zylindrischen Kolben 20 hat, in "ij
dem ein Vakuum aufrechterhalten wird. Im Innern des Kolbens 20 ist ein Elektronenstrahlerzeugungssystem ΐ '
oder eine Elektronenquelle 21 angeordnet, die einen längsgerichteten Elektronenstrahl mit schmalem Öff- ■';
nungswinkel erzeugt. An die Elektronenquelle 21 schließt sich ein Laufraum 22 mit der Länge A an, der im ',
wesentlichen frei von elektrischen und magnetischen Feldern gehalten sein, alternativ jedoch auch eine elektro- ;
statische Vorfokussierlinse 23 enthalten kann. Im Abstand A von der Elektronenquelle 21 ist ein Hohlraum 24
mit der Länge L vorgesehen, der eine Einrichtung zur Erzeugung eines elektrischen Feldes innerhalb des Hohl- i;
raums 24 mit im wesentlichen konstanter Amplitude, jedoch räumlich veränderlicher Ausrichtung enthält, wie
das weiter unten genauer erläutert wird. Der Hohlraum 24 ist von einer Magnetspule 25 umgeben, die koaxial zu
dem Hohlraum 24 verläuft und sich im wesentlichen über die gleiche Strecke wie dieser erstreckt. Die Magnetspule
25 erzeugt ein im wesentlichen gleichförmiges Magnetfeld, das längs der Längsachse des Kolbens 20 innerhalb
des Hohlraums 24 ausgerichtet ist. Auf der gegenüberliegenden Seite des Hohlraums 24 ist eine Targetelektrode
26 vorgesehen, deren Beschaffenheit von dem gewünschten Anwendungsfall abhängt und die entweder so
nahe wie praktisch durchführbar an das Ende des Hohlraums 24 gebracht oder aber in einem optimalen Abstand
davon angeordnet werden kann.
F i g. 2 ist ein Längsschnitt durch die Elektronentrahlröhre EBT der F i g. 1, der deren wesentliche Bestandteile ι
erkennen läßt. Entsprechend F i g. 2 weist die Elektronenquelle 21 eine thermionische Kathode 40, ein Gitter 41 ,'
für die Steuerung des Elektronenflusses, eine Anodenkappe 42 zur Beschleunigung der Elektronen sowie eine
Strahlbegrenzungselektrode 43 mit einer kleinen strahlbegrenzenden Öffnung 44 auf, wobei die Öffnung 44 in
bezug auf die Längsachse der Elektronenstrahlröhre im wesentlichen zentriert ist, um so die radiale Ausdehnung
des Elektronenstrahls zu begrenzen. Der Laufraum 22 enthält einen zylindrischen Mantel 45, der an seinem
einen Ende durch die Strahlbegrenzungselektrode 43 und an seinem anderen Ende durch einen Ablenkschirm
46 begrenzt ist. Der Ablenkschirm 46 ist von einer senkrecht zur Längsachse verlaufenden Platte gebildet
und hat eine kreisförmige Öffnung 47, die in bezug auf die Längsachse zentriert ist. Der Hohlraum 24 enthält
eine elektrische Felderzeugungseinrichtung in Form eines zylindrischen elektrostatischen Ablenkjochs oder
Deflektrons 48, um ein elektrisches Feld zu erzeugen, dessen Eigenschaften weiter unten genauer erläutert werden.
Das Deflektron 48 entspricht der hier als »Verdreh«-Typ bezeichneten Bauart und ist mit einer Mehrzahl
ineinandergreifender horizontaler und vertikaler Ablenkelektroden versehen. Das Deflektron 48 kann zweckmäßig
an der Innenfläche des Kolbens 20 entsprechend herkömmlichen fotografischen Verfahren, jedoch auch
in jeder anderen geeigneten Weise angeordnet werden. Die Magnetspule 25 ist so angeordnet, daß ihr der Elektronenquelle
21 zugeordnetes Ende und das ebenfalls der Elektronenquelle 21 zugewandte Ende des Deflektrons
48 sich im wesentlichen in der gleiche Höhe der Längsachse befinden. Die Targetelektrode 26 ist von einer
feinmaschigen Elektrode 49 gebildet, die von einer weiteren Targetelektrode 50 einen kleinen Abstand hat. Die
Targetelektrode 50 kann eine lichtempfindliche Targetelektrode, eine Siüciumoxid-Speicher-Targetelektrodc
oder ein sonstiger geeigneter Target-Aufbau sein, um die gewünschte Funktion zu ergeben. Die feinmaschige
Elektrode 49 ist vorzugsweise so nahe wie möglich an dem Deflektron 48 angeordnet.
Im Betrieb werden von der Kathode 40 ausgesandte Elektronen beschleunigt und unter der Einwirkung des
Gitters 41, der Anodenkappe 42 sowie der strahlbegrenzenden Öffnung 44 zu einem schmalen, längsgerichteten
Strahl geformt, der den Mantel 45 und den Ablenkschirm 46 durchläuft, um anschließend in den Hohlraum 24
einzutreten, wo er unter der Einwirkung der Magnetspule 25 und des Deflektrons 48 abgelenkt und durch das
Gitter 49 auf die Targetelektrode 50 fokussiert wird, von der dann ein Signal entsprechend herkömmlichen Leseverfahren
elektrisch ausgelesen werden kann. Die Anodenkappe 42, die Strahlbegrenzungselektrode 43, der
Ablenkschirm 46 und die Gitterelektrode 49 werden im wesentlichen mit der gleichen Spannung V„ betrieben.
Den x- und>-Elektroden des Deflektrons 48 werden in herkömmlicher Weise Abtastspannungen zugeführt. Die
durchschnittliche Spannung der Abtastspannung sollte im wesentlichen die gleiche wie für VB sein. Wenn die
dem Mantel 45 zugeführte Spannung V11 ist, so wirkt der Mantel 45 als ein feldfreier Laufraum, während er anderenfalls
als eine Vorfokussierlinse wirksam ist. Ein geeigneter Strom wird durch die Magnetspule 25 geleitet. Das
die Targetelektrode 50 beaufschlagende Potential hängt von der Beschaffenheit der Targetelektrode ab, beträgt
aber typischerweise etwa 10 V · V0 kann ebenfalls abweichende Werte haben, jedoch beträgt sein Wert typischerweise
etwa 300 V.
Das »verdrehte« Deflektron 48 wird durch Änderung des Elektrodenmusters eines herkömmlichen Deflektrons
in der folgenden Weise erzeugt. Fig. 3 zeigt ein in eine Ebene abgewickeltes herkömmliches Deflektron-Muster.
Der Pfeil zeigt in die Richtung derDeflektron-Achse. Die durch die Spitzen derzickzackförmig ineinan-
dergreifenden Zonen 51,52, die die χ- und^-Ablenkelektroden bilden, verlaufende Linie a-a bildet eine Bezugslinie parallel zur Deflektron-Achse. Fi g. 4 zeigt dasselbe Muster nach einer »Verdrehung«. Die Linie a-a ist zur
Linie a'-a' geworden, die zwar immer noch gradlinig verläuft, jedoch im Verhältnis zur Achse des Deflektrons 48
geneigt ist. Die Änderung wird durch Verschiebung jedes Punktes des Musters in Umfangsrichtung in einer
senkrecht zur Deflektron-Achse verlaufenden Richtung um einen Abstand verursacht, der direkt proportional 5
dem Abstand dieses Punktes in Längsrichtung von dem der Elektronenquelle zugewandten Ende des Deflektrons
ist. Wenn das Muster der Fig. 4 zu einem Zylinder entsprechend Fig. 5 gewickelt wird, beschreibt die
Linie a'-a' auf der Oberfläche des Zylinders eine Spirale, und Punkte am der Targetelektrode benachbarten Ende
des Deflektrons 48 sind gegenüber entsprechenden Punkten am gegenüberliegenden Ende des Deflektrons um
einen Winkel ΘΡ verdreht worden, wobei der Winkel 0f als der elektrische Verdrehungswinkel definiert ist.
Dazwischen liegende Punkte werden um einen Winkel verdreht, der gleich (ZZL)Q c ist, wobei Z die Entfernung
des jeweiligen Punktes von dem der Elektronenquelle benachbarten Ende des Deflektrons in Längsrichtung ist.
Ein ähnliches Ergebnis würde sich einstellen, wenn die beiden Enden eines herkömmlichen Deflektrons entsprechend
F i g. 3 nach Einrollung zu einem Zylinder erfaßt und in entgegengesetzten Richtungen verdreht würden.
Derzeit bekannte verdrehte Deflektrons haben eine Verdrehung, die durch Qe - π/2 rad oder90° bestimmt ist.
Es sind jedoch auch andere Winkel möglich.
Es soll nun gezeigt werden, daß bei Einstellung des Magnetfeldes auf den richtigen Wert, wie er durch das Maß
der Verdrehung gegeben ist, eine bisher unerwartete neue Arbeitsmöglichkeit erhalten werden kann. Um dies
zu verwirklichen, werden die Gleichungen für die Bewegungen der Elektronen in den einander überlagernden
elektrischen und magnetischen Feldern in dem Hohlraum 24 der F i g. 1 bzw. 2 abgeleitet und gelöst. Dabei muß
der Bedingung genügt werden, daß der Schattenfehler Null ist, und aus dieser Bedingung wird eine Beschränkung
hinsichtlich zulässiger Werte der Magnetfeldstärke hergeleitet.
Zunächst ist es notwendig, ein Koordinatensystem aufzustellen. Der Ausgangspunkt der Koordinaten liegt in
F i g. 6a und 6b auf der Achse an der Stelle, wo der Elektronenstrahl in das Deflektron eintritt. Die Achse des
Röhrenkolbens fällt mit der Z-Achse zusammen, wobei der Einheitsvektor ζ zu derTargetelektrode hin gerichtet
ist. Insgesamt bilden die Einheitsvektoren x,y und ζ die Basis des rechtshändigen, orthogonalen Koordinatensystems.
Das elektrische Feld eines herkömmlichen zylindrischen Deflektrons hat den Wert E. = 0, da der elektrische
Vektor E senkrecht zu der Z-Achse verläuft. Die Größe von E und seine Ausrichtung in der x-.y-Ebene werden
durch die Beaufschlagung des Deflektrons in bekannter Weise mit geeigneten Spannungen gesteuert. Ohne die
allgemeinen Gesichtspunkte aus dem Auge zu verlieren, sei angenommen, daß Ex = 0 und Ey = -E0, wobei E0
die Längendes elektrischen Vektors E ist. Somit liegt E längs der negativen j^-Achse und erzeugt eine elektrische
Kraft -eE in der positiven ^-Richtung. Da das Deflektron nicht verdreht ist, hat das elektrische Feld überall
gleiche Größe und Richtung. F i g. 6a veranschaulicht die Beschaffenheit des elektrischen Vektors in einem herkömmlichen
Deflektron. Das Volumen des Deflektrons ist durch Ebenen mit Längsintervallen von AZ = L/4
unterteilt, und die jc-v-Ausrichtung von E ist in jeder Ebene angedeutet.
Das elektrische Feld eines verdrehten Deflektrons läßt sich als jm wesentlichen senkrecht zur Z-Achse nachweisen.
Jedoch bleibt die Ausrichtung des elektrischen Vektors E nicht von einem Ende des Deflektrons zum
anderen Ende fest. Vielmehr erfährt der Vektor E eine Drehung um den elektrischen Verdrehungswinkel 0e,
und zwar um ein mit axialem Abstand vom Ausgangspunkt gleichförmig zunehmendes Maß. Die x- und_y-Komponenten
des elektrischen Feldes sind gegeben durch
Ex = E0 sin (0,ZZL) (I)
E1. = -E0 cos (.0,.ZZL) (2)
E; = 0 (3)
Die Gleichung (3) ist nicht ganz genau. Wenn jedoch der Bedingung Θ,.R0IL <
1 genügt wird, wobei A0 die maximale Ablenkung des Elektronenstrahls sind, so sind die Störwirkungen von E. klein. Hier wird angenommen
- ohne die allgemeinen Gesichtspunkte aus den Augen zu verlieren -, daß die Anfangsrichtung des e'.ektri- so
sehen Vektors längs der negativen .v-Achse ist, um mit dem herkömmlichen Fall entsprechend F i g. 6a übereinzustimmen.
Die »verdrehte« Situation ist mit Fig. 6b wiedergegeben. In beiden Fig. 6a und 6b ist das Magnetfeld
längs der z-Achse ausgerichtet, so daß Bx = By=0 und B- = B0, wobei B0 entweder positiv oder negativ sein
kann. Die Bewegungsgleichungen lassen sich wie folgt schreiben
X = -<y Y-a sin (Q0ZZL) (4)
>' = +<oX + a cos (Q e ZZL) (5)
Z = O, (6)
wobei die Zyklotronfrequenz ω = >tB0 und die elektrische Beschleunigung a = I1E0. Das Verhältnis von Ladung
zu Masse für das Elektron ist I1. Für Gleichung (6) wird angenommen, daß diese genau zutrifft und zum Ausdruck
bringt, daß die z-Komponente der Geschwindigkeit Z sich nicht ändert und ihren Anfangswert
Z11 = V2 I1 Va ist, wie mit F ig. 6a und 6b gezeigt. Ebenso ist vorauszusetzen, daß das Elektron in das Deflektron
ohne x- oder ^-Geschwindigkeit eintritt, so daß X0= Y0 = 0. Da Z = Z0, ist die axiale Lage
Z = Z„T f»
wobei T die Zeit ist, die vergangen ist, nachdem das Elektron bei Z = 0 in das Deflektron eingetreten ist.
Zweckmäßig wird die Zeit in Einheiten der Durchgangszeit 7^fUr die Durchquerung des Deflektrons entsprechend
TL = LzZ0 und der Abstand in Einheiten von R = αΤ?/(2π)2 gemessen. Das ergibt die dimensionsloscn
normierten Veränderlichen χ = X/R, y = Y/R, ζ = Z/R und t = T/TL. Ferner wird entsprechend der Lehre nach
Schlesinger der magnetische Verweilwinkel 0m als 0m =
<oTL definiert.
Mit diesen Definitionen werden die Gleichungen (4) und (5)
x = -Θη y - (2π)2 sin (eet) (4a)
y = +0mx + (2π)2 cos (0et) (5a)
Die Lösungen von (4a) und (5a) fur χ, y, χ und y als Funktionen der Zeit iassen sich wie folgt schreiben
Jrfrt- (2jt)2 Γ Un&mt - Sitl0f/ Ί (8)
() { ] L0m(6>m-6>,) 0f(0m-0,)J (8)
ΙθΑΘη,-Θ,.) 0m(0m-0e) 0m0„J
«■>-*■>■ [Ä- S]
I e ι η Λ.1 / e t η M * I
Es ist nun notwendig, daß der Schattenfehler Null ist. Daher müssen am Ausgang des Deflektrons, wo/ = 1 ist,
die x- und .y-Geschwindigkeitskomponenten verschwinden, so daß das Elektron die Targetelektrode unter rechten
Winkeln dazu trifft. Unter Anwendung dieser Bedingung auf die Gleichungen (10) und (11) wird für t = 1
das folgende Ergebnis erhalten:
0m = 0,.±2nn (12)
wobei η eine beliebige positive oder negative ganze Zahl, mit Ausnahme von Null, ist. Die Gleichung (12), die
als Null-Schatten-Bedingung bezeichnet werden kann, gibt an, daß der magnetische Verweilwinkel aufwerte
beschränkt werden muß, die nur um ganze Vielfache von 2 π rad von dem elektrischen Verdrehungswinkel
abweichen, wenn ein Null-Schatten-Fehler erzielt werden soll. Da 0m dem magnetischen Feld proportional ist,
bedeutet Gleichung (12), daß nur bestimmte Magnetfeldwerte zulässig sind. Es läßt sich zeigen, daß, wenn 0,.
2 π übersteigt oder |n| groß wird, die Ablenkempfindlichkeit klein wird. Daher soll die weitere Untersuchung auf
Fälle beschränkt werden, für die 0 < 0e
< 2 π und η = ±1, da die anderen Möglichkeiten grundsätzlich als
unrealistisch anzusehen sind oder zumindest keine Vorteile bieten. Ebenso sollen die verschiedenen Null-Schatten-Moden
durch die geltenden Werte 0e und η bezeichnet werden, da die Gleichung (12) 0m voll definiert,
wenn 0e und π gegeben sind. Beispielsweise weist der Mode (Betriebsart) [π/2, -1] eine elektrische Verdrehung
von π/2 rad und einen magnetischen Verweilwinkel von -7>π/2 rad auf. Das negative Zeichen zeigt an,
daß das Magnetfeld längs der negativen z-Achse ausgerichtet ist. Der Wert von 0r ist stets positiv, so daß er die
herkömmliche Gegenuhrzeigersinn-Polarität hat. Der Mode [π/2, +1] hat den gleichen elektrischen Verdrehwinkel
π/2, aber den magnetischen Verweilwinkel +5π/2, was anzeigt, daß das entsprechende Magnetfeld positive
z-Polarität hat. Dies veranschaulicht ein allgemeines Ergebnis: Fürjeden Wert von 0e, mü\n\ = 1, existieren
zwei Werte für 0m, die zu Null-Schatten und daher zu zwei Werten des Magnetfeldes führen. F i g. 7 veranschau-
KnM AIn X«*rln«*n» ..«» i£k ;* t\ {ΐί- _ _1_ 1
u\»ui un- n.-iuCiUltg vuil C7m, mil CT e IUl It — _!_ 1.
Wenn eine normierte Geschwindigkeit ν in der jr-/y-Ebene mit
\ 55 ν = Vx 2 + y2/(2n)2
definiert wird, wobei (2π)2 die Geschwindigkeit bei / = 1 für ein Deflektron mit 0e = 6m = 0 ist, führen Gleichungen
(10) und (11) zum Ergebnis
1
π η
sin π nt
(13)
was in F i g. 8 für |n| = 1 aufgetragen ist. Das veranschaulicht die Art und Weise, in der die Geschwindigkeit in der
x-/)>-Ebene bei t = 1 auf Null abfällt, so daß ein normales Auftreffen auf die Targetclektrode gewährleistet ist.
Fig. 8 gilt für alle Werte von 0C für η = ± 1.
Die Projektionen der Elektronenflugbahnen auf die x-/y-Ebene sind mit Fig. 9 und 10 für 0r = 0, π/2, π,
3jt/2, 2π, gezeigt. Fig. 9 zeigt Flugbahnen für η = —1, während Fig. 10 die Flugbahnen für η = +1 zeigt.
Um die Deflektronetnpfindlichkeiten, die sich für die verschiedenen Moden der Erfindung erhalten lassen, zu
vergleichen, wie die Ablenkempfindlichkeit k als das Verhältnis der Ablenkung für den in Rede stehenden
Mode zu der Ablenkung für ein unverdrehtes Deflektron gleichen Durchmessers und gleicher Länge, das ohne
ein Magnetfeld betrieben wird, definiert. An Hand der Gleichungen (8) und (9) - unter Berücksichtigung der
Gleichung (12) - läßt sich zeigen, daß k in der Form
4 sin (0f/2) 0P(0«, + 2 π η)
(14)
ausgedrückt werden kann. Das heißt die Werte für ΘΡ und η sind ausreichend, um k zu bestimmen. Die Gleichung
(14) ist in F ig. 11 für« =± laufgetragen. Aus F ig. 11 ergibt sich, daß allgemein die höchsten Werte für k
sich für η = -1 erzielen lassen. Der höchste mögliche Wert von k tritt bei 0e = π auf, wobei k = AIn1.
Der Schlesinger-Schattenfrei-Mode erscheint hier als die beiden Spezialfälle für Oe = 0: [0, +1] und [0, -I].
Die Ablenkempfindlichkeit beider Moden ist Μπ. Daher ergeben alle Moden der Erfindung für η = -1 eine
Ablenkempfindlichkeit, die größer als der oder gleich dem Schlesinger-Schattenfrei-Mode ist, der in der vorliegenden
Untersuchung praktisch zwei Moden entspricht.
Wenn der Abtast-Rotationswinkel 0r als Winkel zwischen der positiven .y-Achse und der abschließend abgelenkten
Richtung in derjr-/j>-Ebene definiert wird, wobei ΘΓ positiv in der Gegenuhrzeigerrichtung gezählt wird,
dann gilt tan Qr = -x/y. Wird wieder von den Gleichungen (8) und (9) - unter Berücksichtigung der Gleichung
(12) - Gebrauch gemacht, so ist das Ergebnis \n\ = 1:
Qr = (0,/2) + (π/2), η = +1 (15a)
Θ,. = (Θ,/2) - (π/2), η = -1 (15b)
Gleichungen (15a) und (15b) sind in Fig. 12 aufgetragen. Für 6e = π und η = -1 ist Qr = 0, was anzeigt, daß
keine Abtast-Rotation auftritt. Das läßt sich ebenso aus Fig. 9 ersehen.
Fig. 7 bis 12 und ihre entsprechenden Gleichungen beschreiben die Wirkungsweise der Elektronenstrahl-Ablenkeinrichtung
der Erfindung. Bei Betrachtung der Elektronenstrahl-Fokussiereinrichtung nach der Erfindung
wird es offensichtlich, daß die beiden in enger gegenseitiger Beziehung stehen.
Es ist dem einschlägigen Fachmann allgemein geläufig, daß der Laufraum 22 der Länge A (vgl. F · g. 1) und der
Hohlraum 24 der Länge L, der ein im wesentlichen gleichförmiges, axial ausgerichtetes Magnetfeld enthält,
gemeinsam eine Elektronenlinse bilden. Wie oben bemerkt, kann eine zusätzliche Trennung zwischen das
Deflektron und die Targeteinrichtung geschaltet werden. Das liegt im Rahmen der Erfindung. Jedoch wird
dadurch die Auflösung verringert, da die erzielbare Verkleinerung der Elektronenlinse herabgesetzt wird.
Wie mit F i g. 2 gezeigt, weist eine praktische Ausfuhrungsform der Linse die Anodenkappe 42 mit der strahlbegrenzenden
Öffnung 44, den Mantel 45, den Ablenkschirm 46 und die Magnetspule 25 auf. Die Magnetspule
soll dabei eine Länge haben, die im wesentlichen die gleiche wie die Länge L des Deflektrons ist. Ebenso soll der
Mantel mit dem Anodenpotential betrieben werden, so daß der Laufraum 22 ein feldfreier Laufraum ist.
Auf Grund allgemeiner Theorie läßt sich ableiten, daß diese Linse ein Bild der Öffnung 44 auf der Targetelektrode
50 bildet, wenn der magnetische Verweilwinkel 6m, der Abstand A und die Länge L zueinander im Verhältnis
(A/L) = -tan (6Jl)I(QJl) (16)
stehen. Berücksichtigt man die Einschänkung für <t>m entsprechend der Gleichung (12), so erhält man als Ergebnis
A(Q,., n)lL =-tan (6r/2)l(-^ +πn) (17)
Nachdem einmal die Werte für Qc und η festliegen, ist daher der zulässige Wert für A/L streng definiert. F i g.
13 ist ein Diagramm der Gleichung (17) für η = ± 1.
Die Vergrößerung der Linse ist bekannt als
M= |cos(0„,/2)| (18)
Setzt man die Gleichung (12) ein, so erhält man
M= |cos (0,./2)| (19)
Die Gleichung (19) ist in Fig. 14 aufgetragen. Das Ergebnis ist unabhängig vom Wert für n. Der berechnete
Wert für M fällt für Q1. = π auf Null ab. In der Praxis ist M = 0 nicht erzielbar, da hier nicht berücksichtigte Raumladungseffekte
und Linsen-Aberrations-Erscheinungen die minimale Strahlgröße in Höhe der Targetelektrode
beschränken, ebenso wie der Einfluß der erforderlichen Hilfslinse. Jedoch kann eine beträchtliche Verkleinerung
erzielt werden, weil die Bedingung M - < 1 überall zutrifft.
Da der Abstand A unendlich oder negativ werden kann, wie sich das aus F i g. 13 und Gleichung (17) ergibt, ist
es manchmal notwendig, von der elektrostatischen Hilfs- Vorfokussierlinse (23) der F i g. 1 Gebrauch zu machen.
In der praktischen Ausführung der Fig. 2 würden der Linsen-Mantel (25) hier mit einer von der Anodenspannung
Va abweichenden Spannung betrieben.
Ein negativer Wert für A/L zeigt an, daß die scheinbare Elektronenquelle auf der Targetseite des Eintrittsendes
des Deflektrons statt auf der Elektronenstrahl-Quellenseite liegen muß. Ein unendlicher Wert für A/L zeigt
au, daß der Elektronenstrahl einer Kollimation unterworfen werden muß, wenn der Strahl in die Magnetspule
eintritt Diesen Bedingungen kann genügt werden, indem die Vorfokussierlinse so betrieben wird, daß sie eine
virtuelle Elektronenquelle mit dem richtigen Abstand ergibt. Die resultierende Vergrößerung hängt teilweise
ίο von der Brennpunktlänge und der Lage der Vorfokussierlinse ab.
Allgemein wird Qe vorzugsweise auf den Bereich 0
< Qe <-— beschränkt, um eine übermäßige Verdrehung
und die Komplikationen einer starken elektrostatischen Linse zu vermeiden, in diesem Bereich ist A/L kleiner
als etwa 1,23, wenn η = — 1 ist. Dadurch wird die maximale Gesamtlänge von der Strahlöffnung zur Targetelektrode
auf etwa die zweifache Länge L des Deflektrons begrenzt, ohne daß eine starke Hilfs-Vorfokussierlinse verwendet
wird. Jedoch sollte das Linsen-Mantel-Potentia! veränderlich sein, um für eine Feineinstellung des
Brennpunktes ohne Änderung des eingestellten Magnetfeldes sorgen zu können.
Für spezielle Anwendungszwecke können größere Werte für Θ, wünschenswert sein. Beispielsweise tritt, wie
oben angedeutet, für den Mode [π, -1] keine Drehung des Bildes auf. Dieses Ergebnis wird ohne die Verwendung
der Mehrfachwicklung-Magnetspule erzielt, die für den gleichen Zweck entsprechend der Lehre nach der
US-PS 33 19 110 - Schlesinger - erforderlich ist. Die Ablenkempfindlichkeit bei diesem Mode ist die höchstmögliche
nach der Erfindung.
Ferner wird für den Mode [2π, -IJ ohne die Verwendung eines Magnetfeldes Null-Schatten erhalten, weil in
diesem Fall 6m = 0 ist. Dieser Mode stellt ein elektrostatisches Analogen zu dem Null-Schatten-Mode nach
Schlesinger dar, welches der spezielle Fall [0, ± 1] oder der Null-Verdrehungt.-Mode ist. Die Moden [2/r, -1] und
[0, ± 1] haben die gleiche Ablenkempfindlichkeit. Der Mode [2n, -1] erfordert eine elektrostatische Linse zur
Fokussierung.
InjedemFall ist es allgemein wünschenswert, die Moden mit η = -1 anstatt» = +1 zu verwenden, da die erstgenannten
eine höhere Ablenkempfindlichkeit als die letztgenannten haben.
Es ist wesentlich, die Erfindung mit dem richtigen Wert des Magnetfeldes, wie er durch Gleichung (12) gegeben
ist, zu praktizieren, wenn die höchste Leistung gefordert wird. Ein unrichtiges Magnetfeld führt zu einem
Schattenfehler. Wenn β der Winkel für normales Auftreffen auf die Targetelektrode ist, dann kann der Schattenfaktor
s definiert werden durch
tan β =s [-^] (20)
wobei R1, der Abstand des Strahls von der Achse an der Targetelektrode, gemessen in unnormierten Einheiten,
ist. Es läßt sich zeigen, daß
(21)
wobei die rechte Seite für t = 1 ausgewertet wird. Die Größe s ist mit dem Auftreffwinkel gekoppelt und daher
ein Maß für den Schattenfehler.
F i g. 15 zeigt s als eine Funktion von Qm für den Fall [π/2, -I]. Der richtige Wert von Qm ist - —, bei welchem
Wert s verschwindet. Jedoch nimmt s rasch zu, wenn Qn, von - — abweicht. Beispielsweise hat sich in der Praxis
für den Fall [π/2, -1] gezeigt, daß eine Änderung von etwa 0,3% im Magnetspulenstrom und daher von Qn,
einen erfaßbaren Anstieg im Maß der Schattenbildung ergibt. Aus F i g. 15 oder Gleichung (21) läßt sich herleiten,
daß dies einer Änderung des Schattenfaktors von mehr als 0,014 entspricht. Bei der Verwirklichung der
Erfindung ist es daher wesentlich, daß das Magnetfeld auf den richtigen Wert eingestellt wird, wenn das bestmögliche
Schattenverhalten erzielt werden soll.
Es läßt sich zeigen, daß die Verwendung eines konischen anstelle eines zylindrischen Deflektrons den Schattenfaktor
erhöht. Das konische Deflektron erzeugt ein elektrisches Feld, dessen Größe von einem Ende des
Deflektrons zum anderen schwankt. Fig. 16 zeigt die Beziehung zwischen dem Schattenfaktor s und dem Verjüngungsverhältnis
m, d. h. dem Verhältnis zwischen dem großen Durchmesser und dem kleinen Durchmesser
des konischen Deflektrons. Für m = 1 ist das Deflektron daher ein Zylinder. Es sind für verschiedene Werte des
elektrischen Verdrehungswinkels Qe für η = -1 Kurven gezeigt. Für den Fall [/7/2,-1] läßt sich aus F ig. 16 herleiten,
daß eine Zunahme von m = 1 auf etwa m = 1,02 den Wert j von 0 auf 0,014 ansteigen läßt, was als eine
erfaßbare Verschlechterung des Schattenverhaltens bekannt ist. Es ist daher bei der Verwirklichung der Erfindung
wesentlich, eine Einrichtung für ein elektrisches Feld vorzusehen, die in der Lage ist, ein elektrisches Feld
von im wesentlichen konstanter Größe in dem Deflektron zu erzeugen.
Die Kurven der Fig. 16 wurden durch numerische Integration der Gleichungen der Bewegung in dem konischen
Ablenk- und Fokussier-System unter Verwendung eines Computers berechnet, weil keine genaue Lösung
für die konischen Fälle bekannt ist.
Somit wird durch Kombination des Ablenk- und Fokussier-Systems mit einer Erweiterung des um 90° verdrehten
Deflektrons auf einen beliebigen Verdrehungswinkel und durch Betreiben des resultierenden modifizierten
Systems bei einem Wert unter einer Anzahl genau festgelegter Magnetfeldwerte eine Reihe neuer Schattenfreier
Moden des Systems erhalten, für die zugleich eine höhere Ablenkempfindlichkeit, eine bessere Auflösung
sowie ein geringerei Magnetspulen-Leistungsbedarf als in den zuvor bekannten Schattenfreien Moden 5
erhalten werden können.
Das System der Erfindung läßt sich für viele Kathodenstrahl-Anordnungen und für eine Reihe von Anwendungsfallen
einsetzen. Beispielsweise kann das System nach der Erfindung in Mikropunkt-Röhren höher Strahlintensität,
in Monochrom- oder Farb-Fernsehprojektionssystemen, Vidikon- oder Bild-Orthikon-Röhren, Röntgenstrahlröhren
oder Hochleistungsröhren mit fokussiertem Strahl zur elektronischen Oberflächenbearbei- io
tung, zum Schweißen oder Konturenbohren eingesetzt werden.
Für die elektrostatische Linse können verschiedene Ausführungen verwendet werden. Die Länge der Magnetspule
kann über die Targetelektrode hinausreichen, um die Randfelder der Magnetspule zu reduzieren. Das
Deflektron kann schwach konisch gemacht werden, um eine leichtere Fertigung auf Dornen zu gestatten. Der
Wert von 0,. kann negativ angenommen werden, so daß die posititven und negativen Werte von η gegeneinander 15
ausgetauscht werden. Ferner kann die Magnetspule mit einem geringfügig von dem korrekten Wert abweichenden
Strom betrieben werden.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen
20
Claims (1)
1. Elektronenröhre, in deren Kolben sich eine Kathode zur Aussendung eines Elektronenstrahls, im
Abstand von der Kathode eine Anode mit einer strahlbegrenzenden Öffnung für den Durchgang des Elektronenstrahls
sowie im Abstand von der Anode eine Targeielektrode befinden, wobei längs des Kolbens zwischen
der Targetelektrode und der Anode eine Einrichtung zur Erzeugung eines elektrischen Feldes E
angeordnet ist, deren Feldrichtung im wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Kolbens verläuft und sich
längs der Längsachse um einen Winkel dreht, der im wesentlichen proportional zur Längsachsenkoordinate
Z hinsichtlich einer festen, quer zur Längsachse liegenden Koordinate Y ist, um so eine elektrische Kraft auf
den Elektronenstrahl auszuüben, wobei das elektrische Feld zu jedem Zeitpunkt innerhalb des Kolbenteils,
der das elektrische Feld enthält, eine im wesentlichen gleichförmige Stärke hat, wobei ferner längs des KoJ^
bens eine das elektrische Feld einschließende Einrichtung zur Erzeugung eines magnetischen Feldes B
angeordnet ist, dessen Anfang von einer Ebene, die die strahlbegrenzende Öffnung enthält, einen bestimmten
Abstand aufweist und das längs der Längsachse Z eine im wesentlichen gleichförmige vorbestimmte
Stärke B0 hat, um eine mit der elektrischen Kraft zusammenwirkende auf die Elektronen einwirkende
magnetische Kraft zu erzeugen und eine resultierende spiralförmige Bewegung des Elektronenstrahls hervorzurufen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (48) zur Erzeugung des sich in Abhängigkeit
von der Z-Koordinate sich drehenden Feldes und die Einrichtung (25) zur Erzeugung des in Z-Richtung
liegenden gleichförmigen magnetischen Feldes so aufeinander abgestimmt sind, daß die Gleichung
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