DE2338961A1 - Verfahren und schaltungen zum ueberwachen und umschalten von betriebs- und ersatz-nachrichtenleitungen - Google Patents
Verfahren und schaltungen zum ueberwachen und umschalten von betriebs- und ersatz-nachrichtenleitungenInfo
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Description
Licentia Patent-Verwaltungβ-GmbH PT-BK/Vgr/jo
BK 73/35
Verfahren und Schaltungen zum Überwachen und Umschalten von Betriebs- und Ersatz-Nachrichtenleitungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Schaltungen zum Durchführen
des Verfahrens zum Überwachen einer Betriebs- und einer Ersatzleitung zur Nachrichtenübertragung und zum selbsttätigen
Umschalten von der gestörten Betriebs- auf die Ersatzleitung.
Bei erhöhten Anforderungen an die Betriebssicherheit von Nachrichtenleitungen,
insbesondere solchen für Vielkanalverbindungen,
ist es üblich, für die in die Leitung eingefügten Verstärker Ersatzverstärker vorzusehen, auf die im Falle eines
gestörten Verstärkers selbsttätig umgeschaltet wird. Das Überwachen aller Verstärker einschliesslich der Ersatzverstärker
erfordert dabei einen erheblichen Aufwand an zusätzlichen Geräten und in allgemeinen auch Leitungen.
Di· grössere Betriebssicherheit neuzeitlicher Verstärker lässt
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den bisher üblichen Aufwand für Überwachungseinrichtungen nicht mehr gerechtfertigt erscheinen. Im Vergleich zu den
Verstärkerausfällen ist der Anteil der Leitungsausfälle, meist
durch äussere Einwirkungen· angestiegen.
Hit Rücksicht auf die geforderte Übertragungssicherheit muss
daher damit gerechnet werden, dass in Zukunft anstelle von Ersatzverstärkern in einer Übertragungsleitung zwei Übertragungsleitungen
und diese mit getrennter Linienführung vorgesehen werden. Damit bestand die Aufgabe für diese Betriebsart
ein geeignetes und einfaches Überwachungs- und Umschalteverfahren und Schaltungen hierfür anzugeben.
Das erfindungsgemässe Verfahren zum Überwachen einer Betriebsund einer Ersatzleitung zur Nachrichtenübertragung und zum
selbsttätigen Umschalten von der gestörten Betriebsleitung auf die Ersatzleitung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein
von der Sendeeinrichtung jeder der zwei Endstellen der Übertragungseinrichtung unabhängig von den zu übertragenden Informationen
ausgesandtea zusätzliches Signal parallel sowohl in die Betriebs- als auch in die Ersatzleitung eingespeist
wird, dass auf der Empfangsseite über eine Umschalteeinrichtung der Ausgang der jeweils als Betriebsleitung dienenden
Leitung mit der Empfangseinrichtung und der Ausgang der jeweils als Ersatzleitung dienenden Leitung mit dem Eingang
einer Überwachungseinrichtung verbunden sind, dass sowohl
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die Empfangs- als auch die Überwachungseinrichtung das Empfangen
bzw. Nichtempfangen des zusätzlichen Signals erkennen
und Kennzeichen hierfür abgeben, dass das Kennzeichen für das Nichtempfangen des zusätzlichen Signals durch die Empfangseinrichtung
das Umschalten der Empfangseinrichtung von der bisherigen Betriebs- auf die Ersatzleitung durch die Umschalteeinrichtung
steuert, und dass durch eine durch die von der Empfangseinrichtung und von der Überwachungseinrichtung gelieferten
Kennzeichen gesteuerte Meldeeinrichtung die jeweils als Betriebsleitung dienende Leitung und gestörte Leitungen
kennzeichnet und bei Störungen einen Alarm bewirkt.
Die zwei zur Verfügung stehenden Leitungen einschliesslich der
in diese eingefügten Verstärker sind gleichberechtigt und es kann, solange beide Leitungen betriebsfähig sind, dem Zufall
überlassen bleiben, welche Leitung als Betriebsleitung dient und welche als Ersatzleitung bereit steht.
Als zusätzliches Signal kann jedes Signal dienen, das unabhängig von den zu übertragenden Informationen dauernd oder
regelmässig über die Leitung übertragen wird, z.B. bei Frequenzvielfachanlagen
eine der Pilotfrequenzen, bei Zeitvielfachanlagen eines der Synchronisierzeichen. Diese zusätzlichen
Signal· werden in den Empfangseinrichtungen der Übertragungsanlagen erkannt und ausgewertet. Dabei wird ein Kennzeichen
dafür gewonnen, ob das zusätzliche Signal empfangen wird oder nicht.
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Die für das Verfahren ausserdem erforderliche Überwachungseinrichtung
zum Überwachen der jeweils als Ersatzleitung bereitstehenden Leitung kann, unabhängig von der Art der Übertregungsanlage,
im Zeitvielfach arbeiten und mehrere Ersatzleitungen für verschiedene Übertragungssysteme periodisch
nacheinander abfragen und damit überwachen. Dies jedoch im allgemeinen mit der Einschränkung, dass die zu überwachenden
zusätzlichen Signale gleichartig sein müssen.
Verfahren und Schaltungen zum Erkennen der zusätzlichen Signale und Umschalteeinrichtungen sind an sich bekannt.
Zwei Übersichtsschaltpläne zeigen beispielhafte Schaltungen
zum Auswerten der von der Empfangseinrichtung und der Überwachungseinrichtung gelieferten Kennzeichen und zum Gewinnen
eines Steuersignale für die Umschalteeinrichtung und zwar die
Fig. l eine Schaltung für den Fall einer getrennten, nur einer
Verbindung mit zwei Leitungen zugeordneten Überwachungseinrichtung
und die
Fig. 2 eine Schaltung für den Fall einer für mehrere Verbindungen gemeinsamen Überwachungseinrichtung.
In beiden Schaltungen steuert das von der Empfangseinrichtung gelieferte Kennzeichen E eine erste bistabile Kippschaltung
KSl, die derart aufgebaut ist, dass sie beisi übergang von dem
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Kennzeichen "zusätzliches Signal empfangen" auf das Kennzeichen "zusätzliches Signal nicht empfangen" in einen anderen
der zwei möglichen Schaltzustände umschaltet. In der Darstellung entspricht die gezeigte Beschaltung der Kippschaltung
KSl der der handelsüblichen, unter der Bezeichnung "JK-Flipflop"
bekannten Anordnung. In die von der Empfangseinrichtung
kommende ι das Kennzeichen E führende Leitung kann eine Speichereinrichtung
S eingefügt sein, die ein unnötiges Umschalten der Leitungen bei kurzzeitigem Fehlen des zusätzlichen
Signals verhindert. Einer der zwei Ausgänge der bistabilen Kippschaltung liefert die Steuerspannung Us für die Umschalteeinrichtung,
wobei angenommen ist, dass diese je nach Vorhandensein oder Fehlen der Steuerspannung Us die eine oder
andere Stellung einnimmt. Jeder der zwei Ausgänge der bistabilen Kippschaltung KSl ist verbunden mit je einer Meldeeinrichtung
Ml bzw. M2, in der Figur als Glühlampe dargestellt. Stellung oder Zustand der Meldeeinrichtungen kennzeichnen
die Betriebs- bz'f. Ersatzleitung.
In Fig. 1 führt das von der überwachungseinrichtung gelieferte
Kennzeichen Ue erstens über einen Inverter I auf zwei Sperreingänge der bistabilen Kippschaltung KSl und zweitens zu einem
ersten Eingang einer UND-Schaltung U. Dem zweiten Eingang der UND-Schaltung U wird eine Taktfolge T zugeführt. Der Ausgang
der UND-Schaltung ist verbunden mit den zweiten Eingängen je einer mit ihrem ersten Eingang und ihrem Ausgang in die Ver-
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bindungen zwischen den Ausgängen der bistabilen Kippschaltung KSl und den MeI de einrichtungen Mi bzw. M2 eingefügten
ODER-Schaltung Ol bzw. 02. Das vom Inverter I bei dem dem Zustand "zusätzliches Signal nicht empfangen" entsprechenden
Kennzeichen Ue an die bistabile Kippschaltung KSl gelieferte Signal verhindert bei gestörter Ersatzleitung das Umschalten
der Kippschaltung und damit ein erfolgloses Umschalten der Leitungen durch die Umschalteeinrichtung- Das von
der UND-Schaltung U beim Zustand "zusätzliches Signal nicht empfangen" gelieferte getaktete Ausgangssignal bewirkt ein
Flattern oder Flackern der die Ersatzleitung kennzeichnenden MeIdeeinrichtung und zeigt damit die Störung der Ersatzleitung
an·
Die Verwendung nur einer Überwachungseinrichtung für mehrere Ersatzleitungen erfordert, wie in Fig. 2 dargestellt, eine
zweite bistabile Kippschaltung KS2 zwischen dem Eingang für
das von der Überwachungseinrichtung gelieferte Kennzeichen Ue und den Sperreingängen der ersten bistabilen Kippschaltung
KSl bzw. dem ersten Eingang der UND-Schaltung U. Die zweite Kippschaltung KS2 ist derart aufgebaut, dass sie je nach dem
Kennzeichen für das Empfangen bzw. Nichtempfangen des zusätzlichen
Signals einen bestimmten Schaltzustand einnimmt. Auch hierbei entspricht die in der Figur dargestellte Beschaltung
der Kippschaltung KS2 der der handelsüblichen, unter der Bezeichnung
"JK-Flipflop" bekannten Anordnung für die gewünschte
Wirkungsweise· Das Kennzeichen Ue wird den zwei Steuerein-
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gangen der zweiten bistabilen Kippschaltung KS2 einmal unmittelbar
und einmal über einen Inverter I zugeführt. Für das gezeigte Beispiel ist angenommen, dass die von der Überwachungseinrichtung
kommende, das Kennzeichen Ue führende Leitung periodisch nacheinander die Kennzeichen aller überwachten Ersatzleitungen
führt. Durch einen ebenfalls von der Überwachungs- · einrichtung gelieferten Adresstakt A wird die zweite bistabile
Kippschaltung aktiviert und schaltet gegebenenfalls um, wenn
das für sie bestimmte Kennzeichen Ue an den Steuerleitungen liegt. Die zwei Ausgänge der zweiten bistabilen Kippschaltung
KS2 führen zu den Sperreingängen der ersten bistabilen Kippschaltung KSl bzw. zum ersten Eingang der UND-Schaltung U,
die wie auch die ODER-Schaltungen Ol und 02 in Verbindung mit der Schaltung nach Fig. 1 beschrieben wurden.
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Claims (1)
- Patentansprüche!•/Verfahren zum Überwachen einer Betriebs- und einer Ersatzleitung zur Nachrichtenübertragung und zum selbsttätigen Umschalten von der gestörten Betriebsleitung auf die Eraatzleitung, dadurch gekennzeichnet, dass ein von der Sendeeinrichtung jeder der zwei Endstellen der Übertragungseinrichtung unabhängig von den zu übertragenden Informationen ausgesandtes zusätzliches Signal parallel sowohl in die Betriebs- als auch in die Ersatzleitung eingespeist wird, dass auf der Empfangsseite über eine Umschalteeinrichtung der Ausgang der jeweils als Betriebsleitung dienenden Leitung mit dem Eingang der Empfangseinrichtung und der Ausgang der jeweils als Ersatzleitung dienenden Leitung mit dem Eingang einer Überwachungseinrichtung verbunden sind, dass sowohl die Empfangs- als auch die Überwachungseinrichtung das Empfangen bzw. Nichtempfangen des zusätzlichen Signals erkennen und Kennzeichen hierfür abgeben, dass das Kennzeichen für das Nichtempfangen des zusätzlichen Signals durch di· Empfangseinrichtung das Umschalten der Empfangseinrichtung von der bisherigen Betriebs- auf die Ersatzleitung durch die Umschalteeinrichtung steuert, und dass durch eine durch die von der Empfangseinrichtung und von der Überwachungseinrichtung gelieferten Kennzeichen gesteuert« Meldeeinrichtung di· jeweils als Betriebsleitung dienend· Leitung und gestört· Leitungen kennzeich73/35 - 9 -509807/0973net und bei Störungen einen Alarm bewirkt.2. Verfahren nach Anspruch 1 für analog arbeitende Übertragungsverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass das zusätzliche Signal eine Pilotfrequenz ist.3« Verfahren nach Anspruch 1 für digital arbeitende Übertragungsverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass als zusätzliches Signal die Synchronisierζeichen verwendet werden.k» Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für mehrere Übertragungeeinrichtungen an einem Ort nur eine, die jeweiligen Ersatzleitungen periodisch nacheinander abfragende Überwachungseinrichtung vorgesehen ist.5· Schaltung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine die von der Empfangseinrichtung gelieferten Kennzeichen (E) auswertende erste bistabile Kippschaltung (KSl) vorgesehen ist, die beim Übergang von Kennzeichen "zusätzliches Signal empfangen** auf das Kennzeichen "zusätzliches Signal nicht empfangen" in einen anderen Zustand umschaltet, und die zumindest über einen ihrer Ausgänge ein die Umschalteeinrichtung steuerndes Signal (Us) liefert. (Fig. 1 und 2)6. Schaltung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 4, BK 73/35 - 10 -509807/0973dadurch gekennzeichnet, dasa eine die von der Überwachungseinrichtung gelieferten Kennzeichen (Ue) auswertende zweite bistabile Kippschaltung (KS2) vorgesehen 1st, die je nach dem Kennzeichen "zusätzliches Signal empfangen1* cder "zusätzliches Signal nicht empfangen" jeweils einen bestimm- ·» ten der zwei möglichen Zustände einnimmt, und die in dem dem Fall "zusätzliches Signal nicht empfangen1* entsprechenden Zustand einen Alarm bewirkt. (Fig. 2)7· Schaltung nach Anspruch 5« dadurch gekennzeichnet, dass in die von der Empfangseinrichtung kommende, das Kennzeichen (B) führende Leitung eine das Umschalten der Umschalteeinrichtung bei kurzzeitigem Fehlen de« zusätzlichen Sign&les verhindernde Speicherschaltung (S) eingefügt ist. (Fig. 1 und 2).0· Schaltung nach Anspruch 5« dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangssignal (Ue) der Überwachungseinrichtung im Fall "zusätzliches Signal nicht empfangen*1 das Umschalten der ersten bistabilen Kippschaltung (KSl) verhindert. (Fig. l)9· Schaltung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangssignal der zweiten bistabilen Kippschaltung (KS2) in dem dem Fall "zusätzliches Signal nicht empfangen1* entsprechenden Zustand das Umschalten der ersten bi-BK 73/35 - 11 -509807/0973stabilen Kippschaltung (KSl) verhindert. (Fig. 2)}0, Schaltung nach Anspruch 51 dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Ausgänge der ersten bistabilen Kippschaltung (KSl) mit je einer die jeweilige Betriebs- bzw. Ersatzleitung kennzeichnenden MeIdeeinrichtung (Ml1 M2) verbunden ist. (Fig. 1 und 2)11. Schaltung nach Anspruch lO, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen zwischen den Ausgängen der ersten bistabilen Kippschaltung (KSl) und den Meldeeinrichtungen (Ml, M2) über den ersten Eingang je einer ODER-Schaltung (Öl, 02) führen, dass der Ausgang der Überwachungseinrichtung oder der in Fall "zusätzliches Signal nicht empfänger" ein Ausgangssignal liefernde Ausgang der der Überwachungseinrichtung nachgeschalteten zweiten bistabilen "Kippschaltung (KS2) verbunden ist mit dem ersten Eingang einer UND-Schaltung (U), dass dem zweiten Eingang der UND-Schaltung ein· Taktfolge (T) zugeführt wird, und dass der Ausgang der UND-Schaltung verbunden ist mit den zweiten Eingängen der ODER-Schaltungen. (Fig. 1 und 2)73/35509807/0973Leerseite
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