DE2335973A1 - Verfahren zur herstellung, insbesondere von gummiformteilen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents
Verfahren zur herstellung, insbesondere von gummiformteilen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrensInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Patentanwalt DIPL.-ING. BERTHOLD SCHMID
STUTTGART 1 · FALBENHENNENSTRASS E 17 · FERNSPRECHER (0711) 608893
UNSER ZEICHEN
11 017 B/Schü
Alligator Ventilfabril:
7927 G i e η g e η
Verfahren zur Herstellung, insbesondere von Gürieiiformteilen
und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Spritzteilen aus aushärtbaren plastischem Material, insbesondere
von Gummiformteilen mittels einer Spritzform und einer Spritzmaschine oder - vorrichtung sowie eine
Vorrichtung zur Durchführung uieses Verfahrens.
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-m Ί mm
Die bisher bekanntgewordenen Vorrichtungen dieser Art sind
entweder in der Anschaffung sehr teuer oder von so einfachem Aufbau, daß Massenformteile wirklich wirtschaftlich und rationell
nicht zu fertigen sind. Die teuren Vorrichtung belasten hingegen die Herstellungskosten der Massenforrateile recht
ungünstig.
Bei einer bekannten Vorrichtung werden zum Zwecke eines hohen Austoßes pro sogenannter Heizung (Zyklus) entweder Großflächen
formen (d.h. große massive Stahlplatten enthalten viele kleine Einzelformen, in der Fachsprache auch Formenriester
genannt) oder unterschiedlich große Formen in mehreren Etagen, in sogenannte Etagenpressen eingesetzt. Es sind auch
eine große Anzahl Verfahren zur Herstellung von Gummiteilen auch metallgebundener, bekannt. Am gebräuchlichsten sind die
Press-, Spritz- oder Transfer-Verfahren. Diese Verfahren sind allein vom Mischungsverbrauch her beurteilt zu unwirtschaftlich.
Nicht selten x^erden bis zu 50 % und noch mehr Mischungsüberschuß benötigt, um die einzelnen Nester zu erreichen und
voll auszupressen.
Der Mehrbedarf an Mischung, welcher über das Volumen des eigentlichen Formteiles hinaus in den Überschüssen und Spinnen
verloren geht, muß von der Anlage ebenfalls verarbeitet werden. Sie muß demzufolge zur Erzielung eines großen Ausstoßes
entsprechend groß dimensioniert werden. Höhere Drücke, mehr Heizenergie usw. sind die unwirtschaftlichen Folgen.
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Der Mischungsüberschuß schlägt sich nicht nur als erhöhter
Mischungsverbrauch nachteilig nieder, vielmehr erfordert seine Beseitigung oft zusätzlich aufwendige Arbeit, welche
wiederum die Herstellungskosten negativ beeinflußt. Das angeführte Spritzverfahren ist in den meisten Fällen ebenfalls
sehr mischungsverlustreich, über eine große Anzahl von Kanälen
wird die Mischung zu den einzelnen Nestern gespritzt. Die sogenannten
Spinnen müssen in Handarbeit vom Vulkanisat getrennt werden. Spinnen selbst sind wertloser, teurer Abfall. Oft
ist dieser Abfall volumenmäßig gleichzusetzen mit dem wirklichen Gummibedarf für das einzelne Vulkanisat,
Bei allen bekannten Vulkanisierverfahren, insbesondere beim
Einsatz großflächiger Formen ist das Entfernen des Vulkanisats
außerordentlich zeitraubend und somit teuer.
Auch für das Bedienungspersonal sind Be- und Entformungsarbeiten sehr unangenehm. Dämpfe, Hitze und viele.andere Umstände
belästigen das Personal so stark, daß sogar die Leistung
nachteilig beeinflußt wird.
Alle bekannten Verfahren erfordern, um einigermaßen wirtschaftlich
zu arbeiten, schwere, mit hohen Drücken ausgestattete, großflächige Anlagen. In den meisten Fällen führen derartig
große Anlagen schon von der konstruktiven Auslegung her zu Unwirtschaftlichkeit, da verschiedenartig gestaltete Form-'
teile in diesen Anlagen gefertigt werden, d.h. einfache Teile
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belasten diese Großanlagen oft nur an der unteren Grenze.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde ein Verfahren der eingangs genannten Art und eine Vorrichtung
zur Durchführung dieses Verfahrens zu schaffen, mit dem bzw. mit der eine einfache, wirtschaftliche, problemlose und
insbesondere automatische Herstellung von Spritzteilen bzw. Gummiformteilen und dergleichen möglich ist.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe wird ein Verfahren der beschriebenen
Gattung vorgeschlagen, welches erfindungsgemäß
dadurch gekennzeichnet ist, daß, insbesondere jeweils automatisch, die Spritzform und die Spritzdüse der Spritzmaschine in
Spritzstellung gebracht werden, nunmehr gespritzt und dann -die Spritzform zum Aushärteofen transportiert sowie nach Ablauf
der Aushärtezeit daraus wieder entnommen wird, und daß die Form schließlich entleert sowie für den neuen Arbeitszyklus vorbereitet
wird. Vor allen Dingen beim automatischen Betrieb wandert die Spritzform in der lediglich ein einziges Teil gespritzt
wird, von einer Arbeitsstation zur nächsten, um schließlich den Umlauf von Neuem zu beginnen. Sie kann außerordentlich einfach ·
aufgebaut sein, weswegen sowohl ihre Gestehungskosten als auch ihr Transport von einer Station zur nächsten problemlos und
ohne besonderen Aufwand zu bewerkstelligen sind. Zum Spritzen kann man die Spritzdüse gegen die Form oder umgekehrt, die
Form gegen die Spritzdüse bewegen.
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Sobald beide dicht aneinander anliegen, kann gespritzt werden. Anschließend werden Sie wieder voneinander entfernt*
Ein besonders bevorzugtes Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß, insbesondere jeweils automatisch, die Form geöffnet,
das gespritzte Teil herausgeschoben oder - gestoßen und nach entsprechender Präparierung die Form wieder verschlossen sowie
zur Spritzmaschine transportiert wird. Eine weitere Verbesserung
des Verfahrens besteht darin, daß im Taktverfahren gearbeitet wird und eine Vielzahl gleicher Forrnenvon einer
Taktstation zur nächsten befördert werden. Vorzugsweise sind mindestens so viele Formen im Umlauf, wie Stationen entlang
dem Förderweg der Formen angeordnet sind, so daß während eines Taktes alle Formen stets einem Verfahrensschritt unterworfen
sind. Da Jedoch die Verweilzeit im Ofen normalerweise langer ist als ein einzelner Taktschritt, empfiehlt es sich die Zahl
der Formen auch von der notwendigen Taktzahl für den Durchlauf
durch den Aushärteofen abhängig zu machen.
Eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens kennzeichnet sich
dadurch, daß jede Forn in einest oder i^e^reren "Takt ε ehr it ten
von der Spritzmaschine oder - vorrichtung zum Aushärteofen transportiert und durch diesen befördert wird, daß in einemnächsten
Schritt der Deckel geöffnet, in einem weiteren abgenommen sowie ■ in einem anschließenden das Sprit steil entnommen
wird, daß im folgenden Schritt die Form gereinigt, in einem
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v/eioeren ein For.uen-T^enniaiotel e i η._,e sprüht und ±n anschließenden
der Deckel aufgesetzt wird, da£ daraufhin der Deckel befestigt
und schließlich die Form zur Spritzmaschine befördert
wird.
Schließlich ist es auch sehr von Vorteil, daß vor den Aufsetzen des Deckels ein anzuspritzendes oder zu umspritzendes Metallteil,
insbesondere automatisch, in die Form eingesetzt wird. Hierbei ist vor allen Dingen an die Ventilherstellung gedacht,
bei welcher beispielsweise ein rohrförmiges Metallgehäuse
mit Kunststoff oder Gummi mindestens teilweise umspritzt wird.
mit Kunststoff oder Gummi mindestens teilweise umspritzt wird.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist in er findungs gemäß er !/eise dadurch gekennzeichnet, daß entlang einer Endlos-Transportbahn eine Spritzmaschine
oder -vorrichtung, ein Durchlaufhärteofen, eine öffnungsvorrichtung
für die Formen, eine Formdeckelabnahmevorrichtung, eine Spritzteilentnahmevorrichtung, eine Formenreinigungsvorrichtunga
eine Formenbesprüheinrichtung sowie eine Deckelaufsetzvorrichtung und eine Deckelverschließvorrichtung angeordnet
sind, und daß gleichzeitig mehrere Formen hintereinander entlang der Transportbahn bewegbar sind. Bei dieser Vorrichtung laufen in analoger Weise zum erfindungsgemäßen Verfahren die Formen entlang der Transportbahn von einer Station zur nächsten, wobei während eines Arbeitstaktes an jeder Staion eine Vorrichtung einem Arbeitsgang unterworfen ist.
sind, und daß gleichzeitig mehrere Formen hintereinander entlang der Transportbahn bewegbar sind. Bei dieser Vorrichtung laufen in analoger Weise zum erfindungsgemäßen Verfahren die Formen entlang der Transportbahn von einer Station zur nächsten, wobei während eines Arbeitstaktes an jeder Staion eine Vorrichtung einem Arbeitsgang unterworfen ist.
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BAD
Dies bedeutet allerdings nicht, daß sich jede Form bei jedem Arbeitstakt an einer Bearbeitungstation befindet. Außerdem
durchläuft jede Form den Durchlaufharteofen in mehreren Takten.
Die hierfür benötigte Taktzahl hängt von der Vorschubgeschwindigkeit,
der Länge des Durchlaufweges und dem zu verarbeitenden
Material ab. Es können auch noch andere Komponenten mit hereinspielen.
Wenn in weiterer Ausbildung der Erfindung zwischen der Formenbesprüheinrichtung
und der Deckelaufsetzvorrichtung eine Einsetzvorrichtung für mit der Spritzmasse zu verbindende
Metallteile geschaltet ist, so können gummimetallgebundene Gegenstände, insbesondere Luftreifenventile mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ohne Schwierigkeiten hergestellt werden.
Die einzelnen Formen können in vorteilhafter Weise in einem oder mehreren Taktschritten von Station zu Station und in
einer der Aushärtezeit entsprechenden Anzahl von Taktschritten durch den Aushärteofen transportiert werden, wobei die Vorrichtungen
und Einrichtungen in demselben Takt einschaltbar sind. Hierbei richtet sich die Taktzeit nach derjenigen Vorrichtung oder Einrichtung, deren Arbeitsgang am längsten dauert,
Eine besonders gute Ausnutzung der erfindungsgemäßen Vorrichtung erhält man dadurch, daß die Formen gemäß einem weiteren
Merkmal der Erfindung entlang der Transportbahn unmittelbar
aneinander anliegen. In diesem Falle reicht es auch aus, wenn
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lediglich eines oder nur wenige der Formen "angetrieben"
werden. Diese verschieben dann die jeweils vor ihnen liegenden Formen. Andererseits ist es auch denkbar, die Transportbahn
bewegbar auszubilden, beispielsweise eine Gliederkette oder dergleichen zu verwenden, in deren Kettenglieder jeweils
eine oder auch mehrere Formen eingesetzt Xferden. Eine
bevorzugte Variante der Erfindung sieht indessen vor, daß die Transportbahn zwei leistenförmige, im gegenseitigen Abstand
angeordnete und gegeneinander weisende Führungs- und Transportschienen
besitzt, zwischen denen die Formen angeordnet sind, wobei entsprechende Nuten der Formen die Führungs- und
Transportschienen umfassen. In diesem Falle müssen also die Formen entlang der Schienen geschoben oder gezogen werden.
Jede Form ist gemäß einem anderen Erfindungsmerkmal mit einem
Schraubdeckel versehen. Dieser kann ohne besondere Schwierigkeiten automatisch abgeschraubt werden. Die Form besteht demnach
also aus wenigstens zwei Teilen, nämlich dem Unterteil und dem Deckel. Beide bzw. alle Teile sind so miteinander zu
verbinden, daß die Form dem Spritzdruck standhält und während des Spritzens dicht bleibt.
Im Schraubdeckel der Form ist in zweckmäßiger Weise eine Führung für die zustellbare Spritzdüse und eine weiterführende,
mit dem Forminnern verbundene Anspritzbohrung angebracht. Die erwähnte Führung und die Spritzdüse müssen zum
Spritzen dicht aneinander anliegen, damit das Material aus-
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schließlieh über die Anspritzbohrung fließen kann. Nach
dem Spritzvorgang wird eines der beiden Teile oder auch beide relativ voneinander entfernt. Dann beginnt der nächste
Takt, d.h. die gefüllte Form wird zur Decklabnahme-Station gebracht und dort geöffnet.
Eine weitere sehr vorteilhafte Ausgestaltung kennzeichnet .
sich dadurch, daß der Durchlaufharteofen wenigstens zwei
voneinander unabhängige Durchlaufbahnen besitzt und jede
einer gesonderten Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens angehört. Hierdurch kann die Pertigungskapazität
quasi verdoppelt werden. Eine in dieser Hinsicht bevorzugte Ausfuhrungsform kennzeichnet sich dadurch, daß
der Durchlaufhärteofen als Langofen ausgebildet ist7 sich
beidseits je eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens befindet und die Durchlaufbahnen nebeneinander, insbeondere aber übereinander angeordnet sind. Die
Ein- und Auslaufrichtungen der beiden Formengruppen sind also
gegenläufig.
Eine noch höhere Kapazität erhält man dann, wenn der,Durchlauf
hart eof en in Weiterbildung der Erfindung als Rundofen ausgebildet ist und ringsum, insbesondere gleichmäßig verteilt,
mehrere Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens angeordnet sind, deren Durchlaufbahnen insbesondere
in übereinander befindlichen Ebenen gelegen sind.
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Aufgrund der punktsymmetrischen Ausbildung ist diese Variante
der Erfindung ganz besonders platzsparend.
Zweifellos ergeben sich besondere Vorteile, wenn die Temperatur und/oder Durchlaufzeit des bzw. durch den Durchlaufhärteofen
für jede Durchlaufbahn getrennt einstellbar, insbesondere regelbar ist. Somit können also in ein und demselben Ofen verschiedene
Materialien und/oder unterschiedlich große Fertigungsgegenstände ausgehärtet werden.
In der Zeichnung sind zwei Ausfulirungsbeispiele der Erfindung
dargestellt. Es zeigen:
Figur 1 Eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform,
Figur 2 schematisch und in verkleinertem Maßstab eine Draufsicht auf Fig. 1,
Figur 3 einen Längsmittelschnitt durch die bevorzugte
Ausgestaltung einer Form,
Figur 4 eine teilweis abgebrochene Vorderansicht einer zweiten Variante,
Figur 5 schematisch die Draufsicht auf Fig. h.
Die in Figur 1 gezeigte erste Ausführungsform einer Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Vex'fahrens, besitzt
eine Spritzmaschine 1 zum Spritzen von plastischer Rohmasse oder Gummi und dergleichen und einen seitlich an-
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gebauten Durchlaufharteofen 2. Entlang einer ovalen Transportbahn
3 sind unmittelbar aneinander anliegend eine Vielzahl von Formen 4 in Richtung der Pfeile 5 und 6 verschiebbar.
Figur 3 zeigt in einem Vertikal-Längsmittelschnitt eine derartige
Form 4. Die Spritzdüse 7 ist Richtung des Pfeils 8
zustellbar. In der unteren Endlage greift sie in eine als Führung 10 dienende Ausnehmung im Deckel 9 der Form 10 ein,
wobei sie dichtend am kegelförmigen Teil einer sogenannten Anspritzbohrung 11 anliegt. Das über die Spritzdüse 7 austretende Material, beispielsweise Gummimasse, ergießt sich in
den inneren Hohlraum der Form 4 und es entsteht auf diese Weise ein Formteil 12. Bei dem in Figur 3 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist in die Form 4 noch ein Metallteil 13 eingesetzt, beispielsweise ein Teil eines Ventils, an dessen
oberes Ende das Formteil 12 angespritzt werden soll. Dem Einspritz
zylinder 14, einer Einspritzschnecke od. dgl. der Spritzmaschine
1 wird das Rohmaterial beispielsweise ein Granulat oder auch strangförmiges Material über den Einfülltrichter
15 zugeführt. In dem als Durchlaufofen ausgebildeten Härteofen 2 wird das gespritzte Teil ausgehärtet. Im einzelnen
spielen sich folgende Arbeitsgänge ab.
Nach dem Spritzen eines Formteils wandern sämtliche Formen um eine Formbreite weiter. Damit gelangt also die nachfolgende
Form wieder genau unter die Spritzdüse 7 der Spritzmaschine
1. Beim Ausführungsbeispiel der Figur 1 tritt die soeben ge--"
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füllte Spritzform nach et v/a 5 Takten in den üurchlaufhärteofen
2 ein. Diesen durchläuft sie in ca. 20 Taktschritten, wobei diese Zahlen lediglich als Beispiel gedacht sind. Sobald
sie die OfenÖffnung 16 verlassen hat, gelangt sie in den Bereich
einer als Schraubvorrichtung ausgebildeten öffnungseinrichtung 17. Diese schraubt den über ein Gewinde 18
(Figur 3) mit dem Pormunterteil 19 verbundenen Deckel 9 ab.
Sowohl dieser Vorgang als auch alle übrigen erfolgen in nicht näher gezeigter Weise vollautomatisch. Die Form wandert
nun um einen Taktschritt weiter. Eine nicht zu sehende Formdeckelabnahmevorrichtung
ergreift den abgeschraubten Deckel und setzt ihn neben die betreffende Form. Nach einem weiteren
Schritt gelangt diese Form an eine ebenfalls nicht dargestellte Spritzteilentnahmevorrichtung, welche einen schon bekannten
stempelförmigen Austoßer 20 besitzt. Dieser tritt von unten her in die Bohrung 21 der Form 4 ein und schiebt das Formteil
12, welches im Härteofen mittlerweile ausgehärtet ist samt dem daran befindlichen Metallteil 13 in Richtung des Pfeils 22
aus. Nach einem weiteren Taktschritt - selbstverständlich können zvri.scb.en den einzelnen Arbeitsstationen jeweils auch
mehrere Taktschritte liegen - gelangt die entleerte Form zu einer nicht sichtbaren Formenreinigungsvorrichtung. Dort
wird die Form beispielsweise mit einem rotierenden Wischer gesäubert. Wach einem oder wie gesagt auch mehreren weiteren
Schritten gelangt die gereinigte Form unter eine gleichfalls nicht gezeigte Formenbesprüheinrichtung, wo sie mit einem
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Formenn-Trennmittel benetzt wird.
Falls das Formteil 12, wie beim Ausführungsbeispiel an ein
iletallteil 13 angespritzt werden soll, gelangt die Fora nach
einem weiteren Takt zu einer Einsetzvorrichtung für dieses rletallteil 13>
welche ebenfalls in lpigur 1 nicht eingezeichnet ist. Beim nächsten Takt wird der Deckel wieder auf die
Form aufgesetzt, was aus Figur 1 gleichfalls nicht hervorgeht. Beim folgenden Taktschritt tritt eine an sich schon be- ■
kannte und daher nicht dargestellte Deckelverschließ- bzw. - aufschraubvorrichtung in Aktion, :11t einem oder mehreren
weiteren Taktschritten gelangt die Form schließlich wieder unter die Spritzdüse 7S womit ein neues Arbeitspiel für diese
Form beginnt.
Nachdem alle Vorrichtungen und Einrichtungen automatisch arbeiten und auch der Vorschub der Formen automatisiert ist
sowie im gleichen Takt abläuft, können mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung derartige Formteile vollautomatisch
hergestellt v/erden. Die im einzelnen nicht gezeigte Transportbahn besitzt zwei gegeneinander weisende Führungs- und Gleitleisten,
Vielehe in die nach entgegengesetzten Seiten hin randoffenen Nuten 23 und 24 der Formen 4 eingreifen. Der Formenvorschub
kann mechanisch, pneumatisch, hydraulisch oder auch elektrisch erfolgen. Jede Form besitzt außerdem noch nicht
näher gezeigte aber bekannte haardünne Kanäle über welche die
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beim Vulkanisieren bzw. Spritzen verdrängte Luft die Form verlassen kann.
Bei dem in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist beidseits des als Langofen ausgebildeten Durchlaufhärteofens 2
eine der erfindungsgemäßen Vorrichtungen 25 angebracht. Die beiden Transportbahnen 3 verlaufen in verschiedenen Etagen.
Der Übersichtlichkeit wegen ist lediglich die zur linken Vorrichtung gehörende Transportbahn 3 ifiit gestrichelten Linien
eingezeichnet. Die zueite I'ranportbahn besitzt gleiche Form,
jedoch ist sie spiegelbildlich und wie gesagt eine Etage tiefer
angebracht. Damit muß dann auch die rechts liegende Vorrichtung entsprechend der Höhe dieser Etage tiefer gesetzt
werden. Die Höhenunterschiede der beiden Transportbahnen
können aber auch durch schräg verlaufende Teilstücke ausgeglichen v/ er den.
Dei der dritten Ausführungsform (Figuren H und 5) sind drei
der erfindungsgemäßen Vorrichtungen 25 jeweils um 120 Grad
versetzt, um einem runden Durchlaufhärteofen 26 gruppiert.
Der außerhalb dieses Härteofens gelegene Teil der Transportbahnen, die wie Figur 4 zeigt, in drei Ebenen übereinander
verlaufen, gleicht grundsätzlich demjenigen der Figuren 1 und 2, Innerhalb des Ofens selbst besitzt die Transportbahn jedoch
die Form eines nahezu vollständigen Kreises. Zur Unterscheidung sind die drei Transportbahnen des Durchlaufhärteofens
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26 mit 3a, 3b und 3c bezeichnet.
Es ist ohne weiteres einleuchtend, daß die in den Figuren
2 und 4 dargestellten Ausführunssformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach den Baukastenprinzipp erstellt und
innerhalb gewisser Grenzen beliebig erweitert werden können.
Außerdem könnte als weitere Alternative ein hochkantstehender Ofen Verxfendung finden, der nach dem Paternoster-Prinzip
arbeitet. Eine andere Variante der Erfindung könnte darin bestehen, daß die Führungsschienen den Rundofen wendelförmig
durchlaufen.
Wie bereits erläutert wurde, können.in den verschiedenen
Etagen des Ofens unterschiedliche Temperaturen herrsehen. Außerdem ist es denkbar, durch Variation der Taktschrittlänge
die Verweilzeit in den einzelnen Abschnitten des Durchlaufofen verschieden lang zu wählen. Allerdings müßten
dann auch die erfindungsgemäßen Vorrichtungen diesen Taktzeiten
jeweils angepaßt sein. Aus diesem Grunde, wird diese Ausgestaltung nur dann in Frage kommen, wenn in den einzelnen
Vorrichtungen unterschiedlich große Teile gefertigt werden sollen. In ebenfalls nicht dargestellter Weise könnte die
erfindungsgemäße Vorrichtung auch noch dahingehend erweitert
werden, daß man nebeneinander zwei oder mehrere Formen plaziert.
Damit ließe sich dann die Kapazität verdoppeln bzw. vervielfachen.
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Die im Ofen herrschende Temperatur ist dem Vulkanisat bzv/. dessen Mischung angepaßt. Dasselbe gilt natürlich auch
für die Heiz zeit. Die in der erfindungs gemäßen lie is e hergestellten
vulkanisierten Formteile zeichnen sich durch gleichbleibend hohe Qualität aus, was in erster Linie auf die automatische
Arbeitsweise und das Durchlaufverfahren zurückzuführen ist. Demgegenüber haben sogenannte Großflächen-Formen den
ilachteil, daß sie nicht an allen Stellen eine gleichmäßige
1'enperatur aufweinen und daher die a.us ein und derselben
Form stammenden "eile unterschiedliche Bedingungen vorfinden, was zu Qualitätschwankunjen führt. Der Wärmeverlust ist bei
Großflächenformen an den Randzonen weitaus größer als in der
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Claims (16)
1./ Verfahren zur Herstellung von Spritzteilen aus aushärtbarem plastischem Material, insbesondere von Gummiformteilen
mittels einer Spritzform undd Spritzmaschine
oder -vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß, insbesondere jeweils automatisch, die Spritzform (4) und die
Spritzdüse (7) der Spritzmaschine (1) in Spritzsteilung
gebracht werden, nunmehr gespritzt und dann die Spritzform zum Aushärteofen (2,26) transportiert, sowie nach
Ablauf der Aushärtezeit daraus wieder entnommen wird und daß die Form schließlich entleert sowie für den neuen
Arbeitszyklus vorbereitet wird.
Ablauf der Aushärtezeit daraus wieder entnommen wird und daß die Form schließlich entleert sowie für den neuen
Arbeitszyklus vorbereitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß,
insbesondere jeweils automatisch, die Form (4) geöffnet, das gespritzte Teile (12,13) herausgeschoben oder -gestoßen
und nach entsprechender Präparierung die Form
wieder verschlossen sowie zur Spritzmaschine (1) transportiert wird.
wieder verschlossen sowie zur Spritzmaschine (1) transportiert wird.
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3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Taktverfahren gearbeitet wird und eine Vielzahl
gleicher Formen (4) von einer Taktstation zur nächsten befördert wird.
gleicher Formen (4) von einer Taktstation zur nächsten befördert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Form (4) in einem oder mehreren Taktschritten von
der Spritzmaschine (1) oder -vorrichtung zum Aushärteofen (2,26) transportiert und durch diesen befördert wird,
daß in einem nächsten Schritt der Deckel (9) geöffnet, in einem weiteren abgenommen sowie in einem anschließenden
das Spritzteil (12,13) entnommen wird, daß im folgenden Schritt die Form gereinigt, in einem weiteren
ein Formen- Trennmittel eingesprüht und im sich anschließenden der Deckel aufgesetzt wird, daß daraufhin der Deckel befestigt und schließlich die Form zur
Spritzmaschine befördert wird.
ein Formen- Trennmittel eingesprüht und im sich anschließenden der Deckel aufgesetzt wird, daß daraufhin der Deckel befestigt und schließlich die Form zur
Spritzmaschine befördert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Aufsetzen des Deckels (9) ein anzuspritzendes
oder zu umspritzendes Metallteil (13)» insbesondere automatisch, in die Form (4) eingesetzt wird.
oder zu umspritzendes Metallteil (13)» insbesondere automatisch, in die Form (4) eingesetzt wird.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet,
daß entlang einer Endlostransportbahn (3, 3a, b, c) eine Spritzmaschine (1) oder vorrichtung, ein Durchlaufhärteofen
(2,26), eine Öffnungsvorrichtung für die Formen (4), eine
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Formdeckelabnahmevarrichtung, eine Spritzteilentnahmevorrichtung,
eine Forr.ienreinigungsvorrichtun,1:;;, eine
Formenbesprüheinrichtung, eine Deckelaufsetzvorrichtung und eine Deckelversehließvorrichtuns angeordnet sind und daß gleichzeitig mehrere Formen (4) hintereinander entlang der Transportbahn bewegbar sind.
Formenbesprüheinrichtung, eine Deckelaufsetzvorrichtung und eine Deckelversehließvorrichtuns angeordnet sind und daß gleichzeitig mehrere Formen (4) hintereinander entlang der Transportbahn bewegbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Formenbesprüfeinrichtung und Deckelauf
setzvorrichtung eine Einsetzvorrichtung für mit
der Spritzmasse zu verbindende Metallteile (13) geschalt et ist.
der Spritzmasse zu verbindende Metallteile (13) geschalt et ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7» dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Formen (4) in einem oder mehreren Taktschritten von Station zu Station und in
einer der Aushärtezeit entsprechenden Anzahl von Taktschritten durch den Durchlaufhärteofen (2,26) transportierbar
sind und daß die Vorrichtungen und Einrichtungen in demselben Takt einsehaltbar sind.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Formen (4) entlang der Transportbahn (3>
5a, b, c) unmittelbar aneinander anliegen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet^ daß
die Transportbahn (3, 3a, b, c) zwei leistenförmige,
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in gegenseitigen Abstand angeordnete und gegeneinander
weisende Führunjs- und Transportschienen besitzt, zwischen
denen sich die Formen befinden, wobei entsprechende Hüten (23,24) der Formen (4) die Führungs- und Transportschienen
umfassen.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6
bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß jede Form (4) mit einem Schraubdeckel (9) versehen ist
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß im Schraubdeckel (9) eine Führung (10) für die
zustellbare Spritzdüse (7) und eine weiterführende mit dem Forminnern verbundene Anspritzbohrung (11) angebracht
ist.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchlaufhärteofen
(2,26) wenigstens zwei voneinander unabhängige Durchlaufbahnen (3a, b, c) besitzt und jede einer gesonderten
Vorrichtung (25) zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens angehört.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchlaufhärteofen (2) als Langofen ausgebildet
ist, sich beidseits je eine Vorrichtung (25) zur Durchführung des erfxndungsgemäßen Verfahrens befindet und
die Durchlaufbahnen (3, 3a, b, c) nebeneinander oder
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15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchlaufhärteofen (26) als Rundofen ausgebildet
ist und ringsum, insbesondere gleichmäßig verteilt,
mehrere Vorrichtungen (25) zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens angeordnet sind, deren
Durchlaufbahnen (3a ,b,c) vorzugsweise in übereinander befindlichen Ebenen gelegen sind.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur und/oder Durchlauf säeit des- bzw. durch den Dur chlauf härteof
en (2,2b) für jede Durchlaufbahn (3, 3a, b, c) getrennt
einstellbar, insbesondere regelbar ist.
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732335973 DE2335973A1 (de) | 1973-07-14 | 1973-07-14 | Verfahren zur herstellung, insbesondere von gummiformteilen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732335973 DE2335973A1 (de) | 1973-07-14 | 1973-07-14 | Verfahren zur herstellung, insbesondere von gummiformteilen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2335973A1 true DE2335973A1 (de) | 1975-01-30 |
Family
ID=5886975
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732335973 Pending DE2335973A1 (de) | 1973-07-14 | 1973-07-14 | Verfahren zur herstellung, insbesondere von gummiformteilen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2335973A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0488508A3 (en) * | 1990-11-30 | 1992-10-14 | Gencorp Inc. | Method for continuous molding and apparatus therefor |
| US5286186A (en) * | 1990-11-30 | 1994-02-15 | Gencorp Inc. | Apparatus for injection into a self-clamping mold |
| WO2001043943A1 (de) * | 1999-12-15 | 2001-06-21 | Knoll Aktiengesellschaft | Vorrichtung und verfahren zum herstellen von festen wirkstoffhaltigen formen |
| CN107696362A (zh) * | 2017-09-14 | 2018-02-16 | 谢思媛 | 一种塑料模具用注塑装置 |
| CN120134532A (zh) * | 2025-05-15 | 2025-06-13 | 上海艾乐影像材料有限公司 | 一种热熔胶片成型机 |
-
1973
- 1973-07-14 DE DE19732335973 patent/DE2335973A1/de active Pending
Cited By (8)
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