DE2335339A1 - Vorrichtung zur beseitigung von staubund dunstteilchen aus einem gas - Google Patents
Vorrichtung zur beseitigung von staubund dunstteilchen aus einem gasInfo
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Description
BLUMBACH -WESER · BERGEN & KRAMER
(
PATENTANWÄLTE in WIESBADEN UNO MÖNCHEN '
8 MÜNCHEN 60 {
R.OSSMANNSTKA3.SE 15 - I
Nihon Jescoal Industry Go., Ltd.
Mitsugu Aoyama
Vorrichtung zur Beseitigung von Staub- und Dunstteilchen aus einem Gas
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beseitigung von Staub- und Dunstteilchen aus einem Gas, insbesondere aus verunreinigter
Luft, mit einem durch zwei Seitenwände abgeschlossenen, als Hohlzylinder ausgebildeten Gehäuse, durch das das
zu reinigende Gas hindurchgeleitet wird. Bei einer Verwendung zur Reinigung von Luft dient die Vorrichtung dazu, die in der
Luft enthaltenen Schwebeteilchen, wie Abgase aus Verbrennungsmaschinen, Gasverbindungen, Molekülverbindungen, insbesondere
Geruchstoffe, Metalldämpfe oder organischen oder anorganischen
Staub abzuscheiden und zu sammeln.
Je nach Anwendung und dem auszusondernden Material sind viele verschiedene Arten von Entstaubungsvorrichtungen bzw. Vorrichtungen
zur Beseitigung von Dunstteilchen bekannt geworden, die sich in der Art der Ausscheidung der leuchen voneinander unter-
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scheiden. So kann ein Zyklonabscheider Staub- und Dunstteilchen im Größenbereich von etwa 0,1 bis ungefähr I5OO μ aussondern
und ein Elektrofilter Verunreinigungen einer Korngröße von 0,01 bis ungefähr 50 μ. Verunreinigungen von Molekülgröße, das heißt
einer Größe von weniger als 0,01 ,u, wie von Schwefeloxiden,
Stickstoffoxiden und anderen schädlichen Komponenten, die in schädlichen organischen und anorganischen Gasen oder Abgasen
enthalten sind, können durch diese Geräte jedoch nicht eliminiert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der
einleitend genannten Art so auszubilden, daß mit ihr Verunreinigungen im Bereich von molekularer Größe von etwa 0,001 μ
bis zu einer Korngröße von etwa I3OO μ beseitigt werden können.
Es soll mit der Erfindung möglich sein, gesättigten Wasserdampf als Medium zum Sammeln bzw. Abscheiden der Verunreinigungen zu
benutzen, indem man Wasserdampfmoleküle, die die Verunreinigung als Kern enthalten, wachsen läßt. Ferner soll es möglich sein,
gekühltes Wasser als Sammelmedium zu verwenden, um Verunreinigungen von Korngröße auszusondern.
Ausgehend von einer Vorrichtung der einleitend genannten Art ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß längs der Innenseite
des Gehäuses mehrere gitterförmige Kammern ortsfest ange-
- 3 309885/1077
ordnet sind, und daß sich unmittelbar an diese Kammern ein polygonal
ausgebildeter Rotor berührungsfrei anschließt.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können Verunreinigungen
sowohl in Korngröße, wie Staub und fiuß, als auch von molekularer
Größe, wie Schwefeloxide, Stickstoffoxide und Kohlenmonoxid,
die im geruchsbehafteten oder schädlichen Gas enthalten sind, eliminiert werden. Die Absonderung erfolgt mit sehr hohem Wirkungsgrad.
Wird als Sammelmedium gesättigter Wasserdampf bei hoher Temperatur oder gekühltes Wasser verwendet, dann wird auf
das Sammelmedium und die verschmutzte Luft durch die Vorrichtung eine Rühr- und Vibrationsbewegung großer Amplitude ausgeübt,
wodurch die Verunreinigung aufgelöst oder gesammelt wird. Sodann wird sie durch Zentrifugalkraft abgesondert. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung ist außerordentlich einfach im Aufbau und hat niedrigere Betriebskosten als bekannte Geräte.
Die Erfindung wird durch ein Ausführungsbeispiel anhand von fünf Figuren näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine schematische Darstellung, die das Prinzip der erfindungsgemäßen
Vorrichtung veranschaulicht
Fig. 2 teilweise im Schnitt einen Aufriß der erfindungsgemäßen Vorrichtung
Fig. 3 teilweise im Schnitt eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße
Vorrichtung und
Fig. 4 und 5 Diagramme, die den Zustand der Luftverschmutzung
durch SO2 bei Verwendung und NichtVerwendung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung darstellen.
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Wie aus den ilg. 1 bis 3 ersichtlich, ist an den Seiten eines
ortsfestes
Gestelles 22 ein als Hohlzylinder ausgebildetes/Gehäuse 9 angebracht,
dessen Seitenwände abgeschlossen sind. Längs des gesamten inneren Umfangs des Gehäuses 9 sind im Abstand 23 von
diesem konzentrisch zwei gitterförmige Zylinder 10 und 11 angeordnet. Die beiden Zylinder sind im geeigneten radialen Abstand
durch Widerstandsplatten 30 miteinander verbunden, die in Eichtung
einer Drehströmung eines weiter unten erläuterten Eotors 2 geneigt sind. Durch die Widerstandsplatten 30 werden zwischen
den beiden Zylindern 10 und 11 mehrere gitterförmige Kammern 29 gebildet.
Auf einer Seite des Gehäuses 9 ist ein mit einem Einlaßrohr 19 verbundener Einlaß 18 für verunreinigte Luft vorgesehen, während
auf der anderen Seite ein mit einem Auslaßrohr 21 verbundener Auslaß 20 für reine Luft vorhanden ist. Dem Einlaß 18 ist ein
Dampfrohr 28 zugeordnet, das mit einem nicht dargestellten Dampfkessel
in Verbindung steht, und dazu dient, dem Gehäuse 9 heißen Wasserdampf zuzuführen. Unterhalb des Gehäuses 9 befindet sich
ein Gefäß 15 zum Speichern von zusammen mit den im Gehäuse gesammelten
Verunreinigungen abgeführtem Wasser.
Das im Gefäß 15 befindliche Wasser wird gefiltert und mittels einer
Wasserpumpe 14 über eine Leitung 13 einer Düse 12 zugeführt. Durch die in der Nähe des Einlasses 18 für die verschmutzte Luft
- 5 309885/1077
in das Gehäuse ragende Düse 12 wird Kühlwasser eingesprüht. Am Boden des Gehäuses ist ein Abfluß 17 vorgesehen, durch den das
Wasser, welches Verunreinigungen angesammelt hat, über ein Abflußrohr 24- in das Gefäß 15 abfließt.
Innerhalb des Gehäuses 9 ist ein aus Plattenmaterial aufgebauter Eotor 2 vorgesehen, der die Form eines polygonalen Hohlzylinders
hat. An beiden Seiten des Botors 2 steht eine Welle 1 vor, die durch die beiden Seitenwände des Gehäuses 9 hindurchgreift und
durch Lager 4 getragen wird, die in dem Gestell 22 befestigt sind. Auf einem Wellenende ist eine !Riemenscheibe 6 angebracht,
die durch einen Kiemen 5 mit einer weiteren !Riemenscheibe 7 in
Verbindung steht.
Wie bereits erwähnt, weist der Rotor 2 eine polygonale Gestalt gewöhnlich mit mehreren Scheiteln (bei der Ausführungsform sind
es vier) auf und der innerhalb des als Zylinder ausgebildeten Gehäuses befindliche innere gitterförmige Zylinder 11 und die
Scheitelbereiche des Eotors 2 kommen sich ohne gegenseitige Berührung so nahe, daß zwischen der Eotoroberfläche und der Zylinderinnenfläche
eine geeignete Anzahl von Kammern mit kreissegmentförmigem Querschnitt gebildet wird.
Jeder Scheitelbereich des Eotors 2 ist mit einer druckaufnehmenden
Platte 26 versehen, die in Drehrichtung längs der Kanten-
- 6 309885/1077
länge vorsteht. Die druckaufnehmende Platte ist nützlich, wenn
gekühltes Wasser als Sammel- bzw. Abscheidungsmedium verwendet
wird. Jede druckaufnehmende Platte 26 ist an mehreren Punkten in Längsrichtung unterteilt, wodurch eine geeignete Anzahl von
druckaufnehmenden .Flächen pro Kantenlinie gebildet wird. Jede druckaufnehmende Fläche bildet einen Flügel 3, der schräg gegen
die Oberfläche des Rotors 2 nach innen gebogen ist. In der druckaufnehmenden Platte 26 ist in der Nähe des hinteren Teils 27 des
Flügels 3 ein Loch 25 für die Freigabe von Wasser vorgesehen.
Es wird mm die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung
erläutert. Der Rotor 2 von polygonaler Gestalt wird durch einen Motor 8 in Pfeilrichtung gedreht. Durch die Drehung innerhalb
des Gehäuses 9 wird ein zentrifugaler Luftdruck erzeugt. Die Luft wird plötzlich in die geweiligen gitterförmigen Kammern
29j die durch die beiden gitterförmigen Zylinder 10 und 11 und
die Widerstandsplatten 30, welche die Zylinder verbinden, gebildet
werden, gestoßen und zusammengedrückt. Infolge des Druckunterschieds des Mediums am vorderen und am hinteren !Teil der
Kantenlinie des Rotors wird das Medium beim Passieren der Kantenlinie des Rotors zusammengedrückt und dann der Druck plötzlich
gelöst· So wird durch wiederholtes Komprimieren und Entspannen des gasförmigen, strömenden Mediums im Gehäuse 9 in dem Medium
eine starke Vibration erzeugt. Da die Vibration des Mediums keine Auswirkung auf das Ansaugen und Ausströmen am Einlaßrohr 19 bzw.
am Auslaßrohr 21 hat, kann die Zuführung eines verunreinigten
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Wassers durch ein Gebläse oder einen Ventilator in einer vorderen
oder hinteren Stufe der Anlage erfolgen.
Die dem Gehäuse 9 aus einer Abgasleitung einer Fabrikanlage über
den Einlaß 18 zugeführte Abluft, welche Verunreinigungen enthält, wird durch den über das Dampfrohr 28 eingeführten Heißwasserdampf
befeuchtet. Der sich in einem gesättigten Zustand befindende Heißwasserdampf füllt das Gehäuse. Infolge Drehung des Hotors 2
werden der gesättigte Wasserdampf und die verunreinigte Luft umgewälzt und gemischt. Wenn in diesem Zustand durch die Düse 12
gekühltes Wasser in das Gehäuse gesprüht wird, nimmt die temperatur
der Heißwasserdampfmoleküle, welche die Verunreinigungen umschließen,
ab und erreicht schließlich den Taupunkt des gesättigten Wasserdampfes. In diesem Augenblick kondensiert der Dampf
und wird zu sichtbarem Dampf,der aus Teilchen gebildet wird, welche die Verunreinigungen als Keim enthalten.
So können die Verunreinigungen durch den sichtbaren Dampf als Sammelmedium gesammelt bzw. abgesondert werden. Hierzu muß das
gesättigte Wasserdampfmolekül bereits im unsichtbaren Zustand
mit einem Molekül der zu entfernenden Verunreinigung gemischt worden sein.
Die vollständig in sichtbarem Dampf eingefangenen Verunreinigungen
können durch Sammeln des Dampfes ausgeschieden werden. Der
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in den sichtbaren Zustand übergeführte Dampf ist jedoch sehr instabil
und wird bereits durch Druck- und !Temperatureinflüsse zersetzt.
Deshalb ist eine schnelle Behandlung erforderlich.
Der so gebildete sichtbare Dampf hat eine so geringe Masse, daß er nicht durch Zentrifugalabscheidung mittels des Rotors 2 gesammelt
werden kann. Um den Dampf dieser kleinen Masse zu sammeln, muß die Teilchenmasse des Dampfes durch Kontaktpolymerisation und
Aggregation vergrößert werden. Dies ist ein ähnlicher Prozeß, wie er stattfindet, wenn sich aus kleinen !Teilchen einer Wolke eine
große Wolke bildet und der Regen zu Boden fällt.
Die die Verunreinigungen enthaltenden Wasserdampfteilchen kleiner
Masse werden einem sich drehenden Luftstrom ausgesetzt, wobei sie bei höherem und niedrigerem Druck,der am vorderen und am
hinteren Teil der Kantenlinie des Rotors 2 in den gitterförmigen Kammern 29 entsteht, vermischt werden. Durch die wiederholte
große Ituftdruckänderung und durch die Vibration der Strömung mit kurzer Periode werden die instabilen sichtbaren Wasserdampfteilchen
in Plüssigkeitsteilchen übergeführt und aus diesen entstehen durch Kontaktaggregation Plussigkeitstropfen. Die die Verunreinigungen
enthaltenden STüssigkeitstropfen werden durch die Zentrifugalkraft
des Rotors durch die gitterförmige Kammer 29 hindurchgeschleudert und kommen mit der Gehäusewand in Berührung. Sodann
fließen sie durch den Spalt 23 und gelangen durch den Abfluß 17
- 9 309885/1077
und das Abflußrohr 24- in das Gefäß
Wie zu der obigen Ausführungsform beschrieben, können unter Verwendung
von Heißwasserdampf als Sammelmedium Verunreinigungen
bis zur Molekülgröße entfernt werden. Palis nicht genug Wasserdampf
erhältlich ist, können Verunreinigungen in Korngröße lediglich durch Verwendung von gekühltem Wasser als Sammelmedium entfernt
werden. In diesem Fall ist es vorteilhaft, wenn an den Kanten des Eotors 2 druckaufnehmende Platten 26 vorgesehen sind.
Im folgenden wird die Arbeitsweise für diesen Fall beschrieben.
Es wird in das Gehäuse 9 wenigstens bis zur Hälfte seines Volumens
gekühltes Wasser gegossen und außerdem verschmutzte Luft in das Gehäuse eingeleitet. Sodann wird der Rotor 2 angetrieben.
Hierdurch wird die angesammelte Flüssigkeit in Bewegung und in Schwingungen versetzt, wodurch sie mit der verschmutzten Luft
vermischt wird. Die die Verunreinigungen enthaltende Luft bildet durch das Zusammenpressen bei der gegenseitigen Einwirkung der
am hinteren Teil 27 der druckaufnehmenden Platte 26 während der
Drehung des Eotors aufgeschöpften Wasserschicht und der durch die Düse 12 eingesprühten Wasserschicht Bläschen und schließlich
wird Luft im Wasser gelöst und hierbei werden Verunreinigungen von Korngröße in das Wasser übertragen. Das Lösen durch Vibration
und Stoßen des Wassers wird auch in den gitterförmigen Kammern
- 10 -
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bewirkt. In diesem Fall wird durch die Anordnung des Loches 25
an einer Seite der druckaufnehmenden Platten 26 und den schräg befestigten Flügel 3 an der anderen Seite Wasser, das sich am
hinteren Teil 27 ansammelt, stets zum Loch 25 befördert.
Wie erwähnt, werden die Verunreinigungen durch Mischen von Wasserdampf
oder Wasser als Sammelmedium mit der Abluft der Fabrikanlage und durch Verwirbeln und Vibration aufgelöst oder gesammelt,
so daß die durch das Auslaßrohr austretende iiuft um etwa 90 bis 100 Prozent gereinigt ist.
In den Pig. M- und 5 sind die Verhältnisse der Ausscheidung von
Verunreinigungen bei Verwendung und Nicht verwendung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung dargestellt.
Pig. 4- veranschaulicht Beispiele, bei denen C-Schweröl, welches
1,4 % Schwefel enthält, verwendet wird. Die Schwefeloxidkonzentration
am Einlass der erfindungsgemäßen Vorrichtung beträgt 620 Gew.-°/oo. Durch Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird
bei Verwendung von gesättigtem Wasserdampf hoher Temperatur und Kühlwasser die Konzentration beträchtlich auf etwa 20 bis 30
Gew.-°/oo verringert. Dieser Wert wird durch den unteren Teil der Kurve veranschaulicht.
Fig. 5 stellt in ähnlicher Weise das Ergebnis bei Abgas dar,
welches durch Verbrennen von C-Schweröl einschließlich 20 %
— 11 — 309885/1077
Kerosin entsteht. Es sind ebenfalls die Verhältnisse bei Verwendung
und NichtVerwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
dargestellt, die mit gesättigtem Wasserdampf hoher Temperatur und Kühlwasser betrieben wird. Der Konzentrationswert liegt "bei
Hichtverwendung der Vorrichtung im Bereich von etwa 560 "bis
4-00 Gew.-°/oo, während der Wert auf etwa 20 Gew.-°/oo bei Verwendung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung abfällt. Dieses Ergebnis läßt deutlich die Eeinigungsfahigkext der erfindungsgemäßen
Vorrichtung erkennen.
Wie ferner Tabelle 1 zeigt, können mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
nicht nur Verunreinigungen in Korngröße, sondern auch Verunreinigungen molekularer Größe, wie Geruch, beseitigt werden,
die durch bekannte Vorrichtungen nicht ausgeschieden werden können. Der .Anwendungsbereich ist gegenüber den bekannten Vorrichtungen
beträchtlich vergrößert.
Der Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist einfach und
kompakt, so daß der Platzbedarf klein ist und die Wartungs- und
Betriebskosten niedrig sind.
Der erfindungsgemäßen Vorrichtung kommt eine große Bedeutung
bei der Verhinderung von Luftverschmutzung zu, welche in den letzten Jahren ein wesentliches Problem darstellt.
Um noch ein besseres Ergebnis zu erhalten, können mehrere Vor-
- 12 -
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richtungen hintereinander angeordnet werden, so daß das Abgas in mehreren Stufen gereinigt werden kann.
Vergleich der Sammel- bzw. der Ausscheidungsfähigkeit verschiedener Arten von Vorrichtungen zur Beseitigung
von Staub- und Dunstteilchen
| Ausscheidungsbereich (u) Verunreinigung ^ ^o 10 10^ 1Cr 10 1 10"Ί 10"^ 10"^ |
»— | μ | ■ ι— | I | • | -I | * | I | I |
| Regen, Nebel | ι- | -* | 1 | ||||||
| Zement | » | ||||||||
| Kohlenstaub | *—— | ||||||||
| Metallstaub | 1 | ||||||||
| Flugasche | I | > | 1 | ||||||
| Schwefelsäuredunst | 1 | ||||||||
| SOj Dunst | |||||||||
| Ölnebel | |||||||||
| Zinkchlorid | |||||||||
| Magnesiumoxid | L | ||||||||
| Rauch (weiß, blau) | Γ | ||||||||
| Ruß | |||||||||
| organische und an | |||||||||
| organische Geruchs teilchen j |
|||||||||
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| 2335339 | Staub- und Dunst- ^ ,. abscheider 10 1<X |
j. | Abscheidungsbereich (p.) 102 10 1 1Ö1 1Ö"2 10"5 |
—I | 1 | 1 |
| erfindurigs g emäß e Vorrichtung |
1 | |||||
| Schwerkraftver | ||||||
| fahren | ||||||
| Eiit t elverf ahr en | ||||||
| Sackfilter | ||||||
| FiIterverfahren | ||||||
| Naßverfahren | ||||||
| Zyklonabscheider | ||||||
| Elektrofilter | ||||||
| Ultraschallfilter | ||||||
| j | ||||||
| I | ||||||
| I | ||||||
| I | ||||||
| 1— | ||||||
Es werden im folgenden drei Beispiele erläutert. Bei den Beispielen
1 und 2 ist als Abscheidungsmedium Wasserdampf und Wasser bei dem Beispiel 3 lediglich Wasser verwendet.
Anlage
Brennstoff Abgasmenge
Ofen·für Abfälle
Schweröl
20 000 5
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Arbeitsbedingungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
| Abscheidungs- medium |
Dampf | Qhemikalienzusatz | verwendet |
| Wasser | Strömungsgeschwindig keit am Meßpunkt |
Umlauf 5-^*8 l/min | |
| Umlauf einer 0,4% NaOH Lösung | |||
| 4-, 6 m/sek |
Ergebnis der Meßanalyse
| gemessener Gegenstand | Einlaß | Auslaß | Abscheidung (%) |
| feuchtigkeit % | 7,2 | 7,0 | |
| Euß (g/Hm5) | 1,527 | 0,033 | 97,8 |
| Chlorwasserstoff (Gew.-°/oo) |
23 | 2,9 | 87,4 |
Keramikbrennofen
Kohlenteer-Gasgenerator
Schweröl 000 Nm5/h
Anlage
Brennstoff Abgasmenge
Arbeitsbedingungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung (Zwei Vorrichtungen im üeihenbetrieb)
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| Abscheidungsmedium | Dampf | Chemikalienzusatζ | verwendet |
| Wasser | Strömungs ge s chwindi g- keit am Meßpunkt |
Wasserumlauf 5~ 8 l/min | |
| Umlauf einer 0,4% NaOH Lösung | |||
| (1) 5m/sek (2) 3,5m/sek |
Ergebnis der Meßanalyse
| Gemessener Gegenstand | Einlass | ι Auslass |
Abscheidung(%) |
| Feuchtigkeit % | (D 6,2 | (D- 5,6 | |
| Ruß (g/Nm5) | (2) 1,9 | (2) 4,1 | |
| Schwefeloxide (Gew.-°/oo) |
1,78 | 0,09 | 94,9 |
| Stickstoffoxide | 329,1 | 8,4 | 97,4 |
| Eohlenteer (mg/Nm*) | 392 | 123 | 68,6 |
| (1) 709,1 | 8,9 | 98,7 | |
| (2) 5,5 | eine Spur | 100 . |
Anlage
Brennstoff Abgasmenge
Dachziegelbrennofen Schweröl 10 000 Nm5/h
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Arbeitsbedingungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
| Abscheidungsmedium | Dampf | nicht verwendet |
| Chemikali enzus atz | Wasser | Wasserumlauf 5^8 l/min |
| Strömungsgeschwindigkeit am Meßpunkt |
(D | Alkali zugesetzt |
| (2) | Il N | |
| (A) | 3m/sek | |
| (B) | 7m/sek |
Ergebnis der Meßanalyse
| Gemessener Gegenstand | Einlaß | Auslaß | 7 | 7 | Abscheidung (%) |
| ßchwefeloxide (Gewo-0/oo) |
152 | (D(A) | 0 | 6 | 95,4 |
| 25,8 | (2) (B) | 14 | 7 | 100 | |
| (2)(B) | ο, | 90,8 | |||
| j?luoroxid (Gew.-°/oo) |
(D(A) | ο, | 97,3 | ||
| (2) (A) | ο, | 97,7 | |||
| (2) (B) | 97,3 | ||||
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Claims (6)
1. Vorrichtung zum Beseitigen bzw. Abscheiden von Staubuna
Dunstteilchen aus einem Gas, insbesondere aus ver = unreinigter Luft mit einem durch zwei Seitenwände abge=
schlossenen, als Hohlzylinder ausgebildeten Gehäuse durch das das zu reinigende Gas hindurchgeleitet wird,
dadurch gekennzeichnet, dass mit Abstand längs der Innenseite des Gehäuses (9) mehrere
gitterförmige Kammern (29) ortsfest angeordnet sind und, dass sich unmittelbar an diese Kammern ein polygonal aus=
gebildeter Rotor (2) berührungsfrei anschliesst.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekenn=
zeichnet, dass auf einer Seite des Gehäuses (9) ein Einlass (18) für verunreinigte Luft und ein Dampf=
rohr (28) für die Zufuhr heissen Dampfes, sowie eine Kühlwasserdüse (12) vorgesehen sind und auf der anderen
Seite ein Auslass (20) für gereinigte Luft.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1.dadurch gekenn»
zeichnet, dass der polygonale Rotor (2) mehrere scharfe Kanten enthält.
- 2 309885/1077
4. Vorrichtung nach. Anspruch 1 dadurch gekenn= zeichnet, dass die längs der Innenseite des Ge=
häuses (9) gebildeten Kammern (29) zwei gitterförmige
Zylinder (10, 11) umfassen, die konzentrisch zum Gehäuse (9) angeordnet sind, sowie Widerstandsplatten (30) die
die beiden Zylinder (10,11) miteinander verbinden und der durch den Rotor erzeugten Strömung einen Widerstand
entgegensetzen.
5· "Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4-, dadurch gekennzeichnet, dass sich
längs jeder Kantenlinie des Rotors (2) eine druckaufnehmende Platte (26) erstreckt, die in Drehrichtung des
Rotors geneigt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5> dadurch gekennzeichnet
, dass sie kein Dampfrohr (28) enthält.
7· Vorrichtung nach Anspruch 5? dadurch gekennzeichnet
, dass die druckaufnehmende Platte (26) in Längsrichtung in mehrere Abschnitte unterteilt
ist und dass an einem Ende eines Abschnittes ein Hügel (3) zum Schöpfen von Wasser und ein Loch (25)
zum Freigeben des durch den Flügel geschöpften Wassers vorgesehen sind.
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP6977572A JPS5511367B2 (de) | 1972-07-11 | 1972-07-11 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2335339A1 true DE2335339A1 (de) | 1974-01-31 |
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| DE2335339C3 DE2335339C3 (de) | 1979-03-22 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| JP (1) | JPS5511367B2 (de) |
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| GB (1) | GB1441036A (de) |
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- 1973-07-11 GB GB3305473A patent/GB1441036A/en not_active Expired
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