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DE233524C - - Google Patents

Info

Publication number
DE233524C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coal
superheater
retort
narrow
horizontal direction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT233524D
Other languages
English (en)
Publication of DE233524C publication Critical patent/DE233524C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B1/00Retorts
    • C10B1/02Stationary retorts
    • C10B1/04Vertical retorts

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Jtk 233524 '-KLASSE 26 a. GRUPPE
ALEXANDER AVERY JOHNSTON in EALING
und FRANK WILLIAM CLARK in GREENWICH, Engl.
Verfahren und Retorte zur kontinuierlichen Herstellung von Leuchtgas.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. März 1910 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Leucht- und anderem Gas bzw. zur Destillation von Kohle o. dgl. und hat den Zweck, ein hochwertiges Gas von ständig gleichmäßiger Zusammensetzung zu erreichen.
Es ist bekannt, daß zur Destillation von Kohle eine sehr große Hitze notwendig ist, daß jedoch andererseits diese Hitze dem bereits entwickelten Gas schädlich ist, da es eine Zersetzung in an Kohlenstoff ärmeren Kohlenwasserstoff bewirkt.
Man hat daher auf verschiedene Weise versucht, die Berührung des entwickelten Gases mit den heißen Kohlen oder den heißen Retortenwandungen möglichst zu verringern; in kontinuierlichen Gasveffahren ist diese bisher jedoch ohne Erfolg gewesen.
Nach vorliegender Erfindung werden Retorten verwendet, durch welche die Kohle kontinuierlich in vertikaler Richtung hindurchgeleitet wird, und welche in horizontaler Richtung länger sind als in vertikaler Höhe, die jedoch verhältnismäßig schmal sind, so daß eine breite, wenig hohe und dünne Kohlenschicht der Destillation ausgesetzt ist. Auf diese Weise muß das in dem oberen Teil erzeugte Gas zusammen mit dem in dem anderen Teil der Retorte erzeugten Gas im wesentlichen in vertikaler Richtung entweichen. Oben verläuft die Retorte in einen über die ganze Kohlenmasse in der Länge hinwegführenden Abzugskanal, so daß die sich hier sammelnden Gase auch sofort kontinuierlich abgeführt werden müssen. Direkt über der Retorte kann sich ein Überhitzer befinden, welcher unabhängig von der Retortenheizung außen erhitzt wird, so daß die abziehenden Gase zwar einer Überhitzung unterworfen werden, diese Überhitzung aber unabhängig und auf keinen Fall so hoch ist wie diejenige, welcher das Kohlenmaterial in der Retorte ausgesetzt ist. Da der Überhitzer direkt über dem schmalen und über die ganze Retortenlänge sich hinziehenden Gasabzug angeordnet ist, müssen auch alle sich in dem Überhitzer etwa abscheidenden festen oder teerigen Bestandteile zurück in die Retorte fallen, so daß eine Verstopfung des Überhitzers und ein Verlust an festen Bestandteilen nicht eintreten kann. Die zu destillierende Kohle wird kontinuierlich oder fast kontinuierlich in den oberen Teil der Retorte eingeführt; vorteilhaft geschieht die Einführung durch den Überhitzer hindurch, so daß die Heizung des Überhitzers auch gleichzeitig eine Vorwärmung der zugeführten Kohlen bedeutet. Man kann jedoch die Zuführung an einer von dem Überhitzer unabhängigen Stelle vornehmen. Die Retorten sind unten offen, so daß die entgasten Kohlen in dem Maße ihrer Zuführung in der bei der kontinuierlichen Kohlendestillation gebräuchlichen Weise entfernt werden können.
Eine zur Durchführung des neuen Verfahrens geeignete Retorte ist auf beifolgender Zeichnung in Fig. ι im Vertikalschnitt und
Fig. 2 im Horizontalschnitt in Richtung der Linie X-X nach Fig.i, von unten gesehen, dargestellt.
Die Retorte a hat gegebenenfalls durch Querstützen versteifte Seitenwandungen b, die größere Länge haben, als die vertikale Höhe
der Retorte beträgt. Sie sind durch schmale j Seitenwandungen so miteinander verbunden, j daß eine über die ganze Länge der Retorte j hinwegziehende Gasauslaßöffnung c entsteht, i Letztere ist vertikal hochgeführt und bildet einen vertikalen Kanal d, der gleichfalls lang in der einen Richtung und schmal in der anderen Richtung ist und den Überhitzer bildet. Unten mündet die Retorte in eine Aufnahmekammer /,
ίο aus der durch den Deckel M der Koks entnommen wird. Die Retorte wird von einem Zug k umgeben, durch den die die kräftige Erhitzung der Retorte, namentlich ihres oberen Teiles, bewirkenden Gase hindurchgeleitet werden.
Die Einführung der Kohle geschieht durch einen Trichter e, welcher unter Vermittlung der dazwischen liegenden Kammer B1 mit dem oberen Teil des Überhitzers verbunden ist. Der Überhitzer selbst ist von einer Kammer f umgeben, welche eventuell von Abgasen oder auch unabhängig beheizt wird. Der Überhitzer besitzt vertikal verstellbare Röhren g, die gewünschtenfalls durch Wasser 0. dgl. gekühlt werden können und durch eine Packung h in dem Auslaß an dem oberen Ende des Überhitzers hindurchgehen. Auf diese Weise ist es möglich, die Tiefe der Einführung nach Belieben zu regeln.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Leuchtgas, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohle in einer verhältnismäßig dünnen Schicht destilliert wird, welche in horizontaler Richtung langer ist als in vertikaler Höhe und mit einer über den ganzen oder größeren Teil der Oberfläche sich hinziehenden Gasableitung versehen ist. .
  2. 2. Ein Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der lange und schmale Abzug direkt' mit einer darüber liegenden, von außen geheizten Überhitzerkammer in Verbindung steht, so daß die sich im Überhitzer bildenden festen Bestandteile direkt in den Vergaser zurückfallen.
  3. 3. Ein Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlenzuführung über dem Überhitzer liegt, so daß die zugeführte Kohle gleichzeitig vorgewärmt wird.
  4. 4. Eine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3 bestimmte Retorte, dadurch gekennzeichnet, daß sie oben und unten offen ist, eine geringere Höhe als horizontale Länge hat, verhältnismäßig schmal ist und in der Nähe ihres oberen ■ Teiles mit einem über die ganze Strecke oder den größten Teil in horizontaler Richtung hinwegführenden Ablaßkanal versehen ist, welcher in einen der Überhitzung und eventuell der Kohlenzuführung dienenden langen schmalen, vertikalen Kanal auslaufen kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT233524D Active DE233524C (de)

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