DE2333037C3 - Befestigung für Fluggast- oder Fahrgastsitze - Google Patents
Befestigung für Fluggast- oder FahrgastsitzeInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Befestigung für Fluggast- oder Fahrgastsitze, die an ihrer Unterseite
einen Holm aufweisen, an dem die Sitze tragenden Beine verschiebbar und festsiellbar angeordnet sind.
Die Fluggastsitze werden üblicherweise mit ihren Beinen an auf dem Kabinenbode,' des Flugzeuges
befindlichen Sitzschienen befestigt. Je nach der Sitzanordnung, beispielsweise der Anzahl der auf einem Holm
angebrachten Fluggastsitze und/oder Breite der einzelnen Sitze, sind in den Flugzeugen die Sitzschienen in
unterschiedlichen Abständen in den Kabinenboden eingelassen. Damit die Fluggastsitze bzw. die Sitzanordnungen
in Flugzeugen mit unterschiedlichen Sitzschienenabständen verwendet werden können, ist es bekannt,
die Beine an einem Holm der Sitzanordnung bzw. Fluggastsitze verschiebbar und feststellbar zu lagern.
Die Holme haben einen etwa kreisförmigen Querschnitt. Das Befestigen der Beine an den Holmen
geschieht mittels an den Beinen vorgesehener, etwa halbschalenförmiger Anlage- und Klemmbacken, die
den Holm umfassen und mit von außen zu betätigenden Klemmschrauben festgeklemmt werden. Dazu werden
Werkzeuge benötigt. Außerdem sind die Beine nicht in beliebigen Stellungen an den Holmen festklemmbar,
weil die Anlage- und Klemmbacken nur an von Verbindungsteilen zwischen den Sitzen und den Holmen
freien Stellen festgeklemmt werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Befestigung für Fluggast- oder Fahrgastsitze zu
schaffen, deren verstellbare Beine ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen den jeweiligen Sitzschienenabständen
angepaßt und an dem Holm festgeklemmt werden können. Das wird mit der Erfindung bei einer eingangs
beschriebenen Befestigung für Fluggast- oder Fahrgastsitze dadurch erreicht, daß die Beine einen mittels
Federkraft in eine Bohrung des Holmes einrastenden an
sich bekannten Raststift aufweisen und daß zwischen der Holmunterseite und dieser gegenüberliegenden
Gleitflächen der Beine Keile mittels einer gekrümmten
Blattfeder und einer Rändelschraube einpreßbar sind, die Vorsprünge des Holmes fest gegen Führungen der
Beine drücken.
Auf diese Weise braucht zum Verstellen der Beine nur von Hand die Rändelschraube gelöst und sodann der
Raststift aus der Bohrung gezogen zu werden. Nach dem Verschieben der Beine in die gewünschte neue
Lage am HnIm wird der Raststift zum Einrasten in die entsprechende Bohrung losgelassen und die Fiändelschraube
wieder von Hand angezogen. Es werden weder aus Schrauben und Muttern bestehende Klemmmittel
noch zu deren Betätigung erforderliche Werkzeuge gebracht, so daß das Anpassen der Beine an die
jeweiligen Sitzschienenabslände recht schnell vonstatten
geht und kein Werkzeug in die Flugzeugkabine mitgenommen zu werden braucht. Das hat den weiteren
Vorzug, daß weder Werkzeuge noch Schrauben, Muttern oder Unterlegscheiben versehentlich in der
Flugzeugkabine zurückbleiben können, was aus Sicherheitsgründen unbedingt zu vermeiden ist. Die Erfindung
fördert somit beim Umrüsten von Flugzeugen mit anderen Sitzanordnungen während des Arbeitsablaufes
die Übersichtlichkeit und trägt zur Einsparung an Arbeitsaufwand bei. Die Beine liegen mit einer
Gleitfläche an einer ebenen Holmunterseite an, so daß sich Klemmittel zum Befestigen der Beine gegen ein
Verdrehen am Holm erübrigen.
Die Erfindung sieht ferner vor, daß der Raststift innerhalb der Rändelschraube angeordnet ist und daß
das Ende der Rändelschraube in einer Bohrung der Keilfeder drehbeweglich gelagert ist. Das ergibt eine
zusammenfassende Bauweise, die lediglich eine Bohrung in dem Bein zur Aufnahme der Rändelschraube
benötigt.
Die Rändelschraube und die Keilfeder werden nach einem anderen Erfindungsmerkmal in einer muldenförmigen
Vertiefung des Beines angeordnet. Sie sind somit geschützt untergebracht.
Als Keilfeder kann eine Blattfeder mit an beiden Enden befindlichen Keilflächen dienen. Durch Strecken
oder Wölben der Blattfeder mittels der Rändelschraube wird die Klemmverbindung hergestellt bzw. gelöst.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht. Es zeigt:
Fig. 1 eine Vorderansicht einer Sitzanordnung von drei nebeneinander befindlichen Fluggastsitzen,
F i g. 2 eine Seitenansicht der Sitzanordnung nach der Fig. 1.
Fig.3 einen senkrechten Querschnitt durch einen Teil eines Beines der Sitzanordnung nach den Fig. 1
und 2.
Die in der Fig. 1 gezeigten Fluggastsitze 1, 2, 3
weisen an ihrer Unterseite einen Holm auf. An diesem Holm 4 sind die Spitze 1,2,3 tragenden Beine 5,6 in den
Pfeilrichtungen a und b verschiebbar und feststellbar angeordnet. Die Beine 5, 6 ruhen auf in den
Kabinenboden 7 eines nicht dargestellten Flugzeuges eingelassenen Sitzschienen 8 und werden an diesen
festgeklemmt.
Wie die Fig. 2 und 3 erkennen lassen, weisen die
Beine S, 6 an ihrer Unterseite einen mittels Federkraft in eine Bohrung 9 des Holmes 4 einrastenden Raststift 10
auf, Zwischen einer ebenen Holmunterseite 11 Und einer
Gleitfläche 12 der Beine 5, 6 ist eine mittels einer Rändelschraube 13 festklemmbare Blattfeder 14 vorgesehen.
Der Holm 4 ist hohl und weist einen viereckigen Querschnitt auf= Die Beine 5, 6 liegen mittels oberer
Führungen 15,16 an den Oberseiten von flanschartigen
Vorsprüngen 57,18 des Holmes 4 verschiebbar an.
Aus der Fig.3 ist ersichtlich, UaQ der Raststift 10
innerhalb der Rändelschraube 13 angeordnet ist. Das Ende der Rändelschraube 13 ist in einer Bohrung der
Keilfeder 14 drehbeweglich gelagert. Die Rändelschraube 13 und die Blattfeder 14 sind in einer muldenförmigen
Vertiefung 19 der Beine 5, 6 angeordnet. Beim Ausführungsbeispiel ist die Blattfeder 14 mit an beiden
Enden befindlichen Keilen 20,21 versehen. Die Keile 20, 21 sind mittels im Bein 5, 6 gelagerter Zentrierstifte 22,
23, die in länglichen Ausnehmungen 24, 25 der Keile 20, 21 ragen, gegen ein Verschieben oder Mitdrehen der
Blattfeder 14 beim Drehen der Rändelschraube 13 gesichert.
Soll die beispielsweise aus den drei nebeneinander angeordneten Fluggastsitzen 1, 2, 3 bestehende
Sitzanordnung in ein Flugzeug eingebaut werden, dessen Sitzschienen 8 in dem Abstand A (Fig. 1) in den
Kabinenboden 7 eingelassen sind, so werden die Rändelschrauben 13 der Beine 5, 6 durch Drehen von
Hand gelöst, so daß die Blattfedern 14 entlastet, werden. Dadurch werden die Klemmverbindungen zwischen den
Beinen 5,6 und dem Holm 4 aufgehoben. Die Beine 5, 6
werden nun nach einem Herausziehen der Raslstifte 10 aus den Bohrungen 9 je nach ihrer bisherigen Stellung in
den Pfeilrichtungen a oder b auf dem Holm 4 so verschoben, daß sie in die Sitzschienen 8 eingesetzt und
in diesen mittels nicht dargestellter Klemmittel festgeklemmt werden können. Dabei rasten die Raststifte 10
(Fig.3), der Kraft einer diesen zugeordneten Druckfeder
26 folgend, in eine dem jeweiligen Sitzschienenatstand zugeordnete Bohrung 9 des Holmes 4 ein und
arretieren auf diese Weise die Beine 5, 6 in der dem jetzigen Sitzschienenabstand entsprechenden Lage am
Holm 4. Anschließend werden die Rändelschrauben 13 angezogen, so daß die Keilfedern 14 sich strecken und
mit ihren Keilflächen 20, 21 zwischen den Beinen 5, 6 und dem Holm 4 wieder eine Klemmverbindung
herstellen.
Das Anpassen der Lage der Beine 5, 6 der Fluggastsitze 1, 2, 3 an die jeweiligen Sitzschicnenabstände
erfolgt somit ohne jegliche Werkzeuge mit wenigen Handgriffen. Die Beine 5,6 sind auf dem Holm
4 ungehindert in beliebige Stellungen verschiebbar, da der Holm 4 im Bereich seiner flanschartigen Vorsprünge
17, 18 keine behindernden Verbindungsteile zu den Sitzen 1, 2, 3 aufweist. Die Befestigung ist in gleicher
Weise für Fahrgastsitze verwendbar, die in Fahrzeugen mit unterschiedliche Abstände aufwehenden Sitzschienen
8 einzubauen sind. Die Sitzanordnungen für Fluggast- oder Fahrgastsitze können sowohl in der
Anzahl der nebeneinander angeordneten Sitze 1, 2, 3 wie auch in der Breite der einzelnen Sitze unterschiedlieh
sein. Es können folglich Einzelsitze wie auch Sitzanordnungen mit zwei, drei oder vier nebeneinander
befindlichen Sitzen mit den in der vorbeschriebenen Weise beliebig verstellbaren Beinen 5, 6 ausgestattet
werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Befestigung für Fluggast- oder Fahrgastsitze, die an ihrer Unterseite einen Holm aufweisen, an
dem die Sitze tragenden Beine verschiebbar und festklemmbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Beine (5,6) einen mittels Federkraft in eine Bohrung (9) des Holmes (4)
einrastenden an sich bekannten Raststift (10) aufweisen und daß zwischen der Holmunterseite (11)
und dieser gegenüberliegenden Gleitflächen (12) der Beine (5, 6) Keile (20, 21) mittels einer gekrümmten
Blattfeder (14) und einer Rändelschraube (13) einpreßbar sind, die Vorsprünge (17,18) des Holmes
(4} fest gegen Führungen (15, 16) der Beine (5, 6) drücken.
2. Befestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Raststift (10) innerhalb der
Rändelschrauhe (13) angeordnet ist und daß das Ende der Rändelschraube in einer Bohrung der
Keilfeder(14) drehbeweglich gelagert ist.
3. Befestigung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rändelschraube
(13) und die Keilfeder (14) in einer muldenartigen Vertiefung (19) der Beine (5,6) angeordnet sind.
15
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
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