DE2331653A1 - Transport- und abtrenneinrichtung fuer bahnfoermiges kopiermaterial in insbesondere einer lichtpausmaschine - Google Patents
Transport- und abtrenneinrichtung fuer bahnfoermiges kopiermaterial in insbesondere einer lichtpausmaschineInfo
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Description
EISENF Π HR XL cncicrn 2-3 O 1 6 5
tlOElNrUHK&bPEISER . f-ATENTANWÄLTE
DiPL -Inq GÜNTHER EISENFÜHR
BREMEN Dipl-inq dieter k. speiser
» Dh REB Nat HORST ZINNGREBE
UNS. ZEICHEN : M 256
Aktenzeichen Neuanmel dung
datum: 21. Juni 1973
Firma METEOR-SJEGEN Apparatebau Paul Schmeck GmbH.,
59 Siegen, Frankfurter Strasse 27
Transport- und Abtrenneinrichtung für bahnförmiges Kopiermaterial in insbesondere einer Lichtpausmaschine
Die Erfindung betrifft eine Transport- und Abtrenneinrichtung für bahnförmiges, von einer Vorratsrolle
abgezogenes Kopiermaterial in insbesondere einer Lichtpausmaschine, mit zwei in Vorschubrichtung des
Kopiermaterials hintereinander angeordneten Transportwalzenpaaren und einer zwischen diesen befindlichen,
im Sinne einer Längenänderung des Transportweges zwischen den beiden Transportwalzenpaaren beweglichen
Umlenkwalze, sowie mit einer nahe dem in Vorschubrichtung ersten Transportwalzenpaar angeordneten Schneidvorrichtung.
Wird in modernen Lichtpausautomaten das Kopierpapier während des Kopiervorganges von einer Vorratsrolle abgezogen
und in benötigter, durch die Vorlage bestimmter Länge abgetrennt, so muß in der Regel das Abschneiden
GE/ei
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erfolgen, während das abzutrennende Kopierblatt kontinuierlich weiter durch die Belichtungsstation läuft.
Um dennoch einen geraden Trennschnitt und eine exakte Kopierblattlänge zu erhalten, ist es bekannt, einen
Teil des benötigten Kopierblattes zwischen der Schneidvorrichtung und der Belichtungsstation durch Umlenkung,
also künstliche Vergrößerung des Vorschubweges zwischen Schneidvorrichtung und Belichtungsstation zwischenzuspeichern
und bei Erreichen der benötigten Kopierblattlänge das der Schneidvorrichtung benachbarte, das Kopierpapier
vorschiebende Transportwalzenpaar stillzusetzen, um das Kopiermaterial im Ruhezustand sauber und exakt
trennen zu können, während sich das zwischengespeicherte Kopierpapier "aufbraucht" und sein Durchlauf durch
die Belichtungsstation durch das vorübergehende Anhalten des Kopierblattendes also nicht beeinträchtigt wird;
Für die umlenkende Zwischenspeicherung von Kopiermaterial sind verschiedene Vorschläge gemacht worden.
So ist es beispielsweise aus dem DT-Gbm 1 984 436 bekannt, das erste,der Schneidvorrichtung benachbarte
Transportwalzenpaar etwas schneller laufen zu lassen
als das zweite Transportwalzenpaar, welches den Transport des Pausgutes durch die Belichtungsstation bestimmt.
Auf diese Weise wird zwischen den Transportwalzenpaaren eine Kopierpapierschleife aufgebaut, deren
Länge jedoch von der Gesamtlänge der Vorlage abhängig ist, was im Hinblick auf die Notwendigkeit ausreichend
großer Schleifen bei kurzen Vorlagen eine umständliche Schleifenkorrektur bei langen Vorlagen erfordert und
überdies nicht die Erzielung von Kopierblättern mit genau der gleichen Länge wie die jeweilige Vorlage ermöglicht.
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Diese wesentliche Forderung wird demgegenüber von der
aus der DT-PS 1 802 744 bekannten Vorrichtung erfüllt, welche in Abhängigkeit vom Vorlagenende durch ein wegmäßig
genau definiertes Beschleunigen und anschließendes Stillsetzen des ersten Transportwalzenpaares eine Kopierpapierschleife
von stets gleicher, genau bestimmter Länge aufbaut. Naturgemäß erfordert diese Vorrichtung aber einen
nicht unbeträchtlichen Aufwand.
Den grundsätzlich gleichen Gedanken genutzt die aus der DT-OS 2 212 957 bekannte Einrichtung, bei der zu Beginn
jedes Kopiervorganges dadurch eine Kopierpapierschleife
von bestimmter Länge gebildet wird, daß das zweite Transportwalzenpaar
nicht sogleich in Aktion tritt, wenn das erste Transportwalzenpaar das Kopierpapier bis zu diesem
vorgeschoben hat. Der Nachteil dieser Einrichtung liegt nicht nur in dem auch hier erforderlichen apparativen
Aufwand, sondern darüber hinaus auch darin, daß das Kopierpapier stets gänzlich die Schleife durchlaufen
muß, und daß selbst geringfügige Unregelmäßigkeiten während des weiteren Vorschubs (Schlupfunterschiede
zwischen erstem und zweitem Transportwalzenpaar) zu Längenänderungen der Schleife führen, welche sich in
einer ungenauen Länae des schließlich abgeschnittenen Kopierblattes niederschlagen.
Andere Vorschläge für die Zwischenspeicherung von Kopiermaterial durch Umlenkung bedienen sich der aus
der Verarbeitung von Bahnenware auf verschiedenen Gebieten bekannten "Tensorwalze"; hiervon geht die Erfindung
aus: Eine Umlenkwalze führt das bahnförmige Material zwischen zwei Transportwalzenpaaren entlang einem Umweg,
dessen Länge die Speicherlänge darstellt. Die Umlenkwalze ist im Umlenksinne votgespannt (Feder- oder Gewichtsbe-
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lastung) und läßt entgegen dieser Spannung eine Verkürzung des Umwegs zu, wenn - aus was für Gründen auch immer —
das in Vorschubrichtung hinter der Tensorwalze liegende Transportwalzenpaar die Bahnenware schneller transportiert
als das vor ihr liegende Transportwalzenpaar.
Diese Anordnung hat zwar gegenüber der Bildung einer
freien Schleife den Vorteil, daß sie einen geringeren apparativen Aufwand erfordert und dennoch eine Kopiermaterialspeicherung
von genau bestimmbarer Länge ermöglicht, leidet aber an dem Nachteil, daß der Transport
des zwischengespeicherten Kopiermaterials während des Schneidvorganges· (also während des Stillstandes des ersten
Transportwalzenpaares) gegen die Vorspannung der Tensorwalze erfolgen muß, wodurch Schlupf im zweiten Transportwalzenpaar,
Vorschubverzögerungen in der Belichtungsstation und ungleichmäßige Belichtungen hervorgerufen werden
können. Eine Variation dieser Anordnung ist dem DBGM 7 107 020 zu entnehmen, bei dem die Umlenkwalze durch
ein Umlenkblech ersetzt ist; die Reibung des Kopiermaterials auf dem Umlenkblech vergrößert jedoch nur
noch den Vorstehend beschriebenen Nachteil.
Jenen Nachteil will die Erfindung vermeiden, sich aber den geringen apparativen Aufwand der Umlenkwalzen-Anordnung
zunutze machen.
Bei der eingangs geschilderten Einrichtung besteht die Erfindung darin, daß eine Zwangsführung die Umlenkwalze
in eine dem Kopiermaterial den kürzesten Weg zwischen den Transportwalzenpaaren freigebende Stellung
bewegt, wenn in bekannter Weise das erste Transportwalzenpaar bei Betätigung der Schneidvorrichtung stillsteht.
Auf diese Weise vereinigt die Erfindung die Vor-
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teile einer freien Schleife hinsichtlich ihres Verhaltens beim Aufbrauch während des Schneidvorganges mit den
apparativen Vorteilen der Kopiermaterialspeicherung durch geführte Umlenkung.
Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die Umlenkwalze in
ihrer Arbeitsstellung mit einer angetriebenen, weiteren Transportwalze zusammenwirkt, mit dieser also ein drittes
Transportwalzenpaar bildet. Dadurch wird die spannungsarme Bildung der Umlenk-"Schleife" erleichtert.
Es hat sich ferner als zweckmäßig erwiesen, die Umlenkwalze in einer Kulissenführunq linear zu führen. Besonders
vorteilhaft ist ferner eine unmittelbare Vereinigung der (Linear-)Bewegung der Umlenkwalze mit dem beweglichen
Messer der Schneidvorrichtung dadurch, daß letzteres an einem Ende und die Umlenkwalze am anderen Ende eines
Kipphebels angelenkt ist.
Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung an einem
Ausführungsbeispiel, und zwar zeigt:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch die Transport- und Abtrenneinrichtung einer Lichtpausmaschine
mit einer Draufsicht auf das Lagerschild an der einen Seite der Lichtpausmaschine;
und
Fig. 2 einen der Fig. 1 entsprechenden Schnitt, jedoch
in der entgegengesetzten Blickrichtung mit einer Draufsicht auf das Lagerschild an
der anderen Seite der Lichtpausmaschine.
Die Lagerschilde 1, 2 in der im übrigen nicht dargestellten Lichtpausmaschine haben einen solchen Querabstand voneinander, daß die sich zwischen ihnen erstreckenden
Transportwalzenpaare den Durchtritt von Kopiermaterial
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der größten zu verarbeitenden Breite gestatten. Von den im vorliegenden Zusammenhang interessierenden Transportwalzenpaaren
stellt das aus der Antriebswalze 3 und der Gegenwalze 4 bestehende das erste Transportwalzenpaar
und das aus der Antriebswalze 5 und der Gegenwalze 6 bestehende das zweite Transportwalzenpaar dar.
In Vorschubrichtung des mit einer durchgezogenen Linie angedeuteten Kopiermaterials 7 befindet sich vor dem ersten
Transportwalzenpaar 3, 4 die Schneidvorrichtung 8, welche
aus einem vertikal beweglichen Messer 9 und einem ortsfesten Gegenmesser 10 besteht an seinen äußeren Enden
ist das (in der Länge gegebenenfalls unterteilte) Messer 9 gegen Anschläge 11 - nach links in Fig. 1 - federnd
vorgespannt und erhält dadurch seine notwendige Führung gegenüber dem Gegenmesser 10. Durch die Anordnung der
Schneidvorrichtung 8 vor dem ersten Transportwalzenpaar
3, 4 ist sichergestellt, daß während des Schneidvorganges das Kopiermaterial 7 im Bereich der Messer nicht nur in
Vorschubrichtung, sondern auch senkrecht dazu stillsteht.
Zwischen den Transportwalzenpaaren 3, 4 und 5, 6 ist
ein drittes Transportwalzenpaar angeordnet, welches aus einer Antriebswalze 12 und einer Umlenkwalze 13 besteht.
Wie Fig. 1 zeigt, wird durch die Umlenkwalze 13 das Kopiermaterial 7 von seinem kürzesten, strichpunktiert
angedeuteten Weg zwischen den Transportwalzenpaaren 3, 4 und 5, 6 ab- und unter Umlenkung auf einem längeren
Weg geführt. Da alle Antriebswalzen 3, 12 und 5 synchron
antreiben, wird auf das Kopiermaterial 7 keine über den Transportwiderstand hinausgehende Spannung
ausgeübt.
Die Umlenkwalze 13 ist an ihren Enden in Lagerklötzen 14
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gelagert, welche mit Hilfe von Schubstangen 15 an einem
Ende eines Kipphebels 16 angelenkt sind, an dessen anderem Ende das bewegliche Messer 9 der Schneidvorrichtung
8 angelenkt ist, und der um die Achse 17 schwenkbar ist. Die Lagerklötze 14 der Umlenkwalze 13 sind
überdies mit Hilfe nicht dargestellter Steine in Kulissen 18 linear geführt.
Wenn die Hinterkante einer die Lichtpausmaschine durchlaufenden Vorlage einen Fühler passiert und dabei ein
die Schneidvorrichtung 8 betätigendes Signal auslöst, dann schwenken die Kipphebel 16 (in Fig. 1 im Gegenzeigersinn,
in Fig. 2 im Uhrzeigersinn) um die Achse 17. Noch ehe dabei das bewegliche Messer 9 den Schneidvorgang
beginnt, hat sich die Umlenkwalze 13 von der Antriebswalze 12 gelöst und den Vorschub an dieser Stelle beendet.
Mit dem erwähnten Schneidimpuls wurde auch das Transportwalzenpaar 3, 4 stillgesetzt, so daß der Abtrennvorgang
in der Schneidvorrichtung 8 bei stillstehendem Kopiermaterial 7 erfolgt. Entsprechend dem rasch niedergehenden
Messer 9 bewegt sich die Umlenkwalze 13 senkrecht nach oben und gibt dem Kopiermaterial 7 den kürzesten
Weg zwischen dem stillstehenden Transportwalzenpaar 3, 4 und dem weiterlaufenden Transportwalzenpaar
5, 6 frei· Durch diese Zwangsführung der Umlenkwalze wird das zuvor durch geführte Umlenkung gespeicherte
Kopiermaterial, welches daher eine definierte Länge besitzt, in eine freie Schleife umgewandelt, so daß beim
Stillsetzen des Transportwalzenpaares 3, 4 kein Ruck auf das Kopiermaterial 7 ausgeübt wird.
Die Steuerung der Kipphebel 16 und damit sowohl des Messers 9 als auch der Umlenkwalze 13 erfolgt mit Hilfe
einer Nockenscheibe 19 (Fig. 2). Sie besitzt eine einge-
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fräste Nockenbahn 20, in der eine Rolle 21 abläuft, die am Ende eines mit dem einen Kipphebel 16 wirkungsmäßig
verbundenen, ebenfalls um die Achse 17 schwenkbaren Betätigungshebels 22 sitzt. Durch geeignete Ausbildung
der Bahn 20 können die Massenbeschleunigungen und -Verzögerungen so gewählt werden, daß sie nicht übermäßig
groß werden, andererseits aber eine ausreichend rasche Betätigung des Messers 9 und der Umlenkwalze 13 stattfindet.
Bei jedem Abtrennvorgang führt die Nockenscheibe 19 eine volle Umdrehung aus; am Ende rastet eine unter
der Spannung einer Feder 23 stehende Rolle 24 in eine Einbuchtung 25 am äußeren Umfang der Nockenscheibe 19
ein; diese Anordnung erlaubt ein geringfügiges Überschwingen der Nockenscheibe 19 und der von ihr gesteuerten
Schwungmassen, so daß kein schlagartiges Abbremsen erfolgt, aber dennoch eine definierte Ausgangslage für
den nächsten Schneidzyklus gewährleistet ist.
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Claims (5)
- Ansprüche/'1. Transport- und Abtrenneinrichtung für bahnförmiges, von einer Vorratsrolle abgezogenes Kopiermaterial in insbesondere einer Lichtpausmaschine , mit zwei in Vorschubrichtung des Kopiermaterials hintereinander angeordneten Transportwalzenpaaren und einer zwischen diesen befindlichen, im Sinne einer Längenänderung des Transportweges zwischen den beiden Transportwalzenpaaren beweglichen Umlenkwalze, sowie mit einer nahe dem in Vorschubrichtung ersten Transportwalzenpaar angeordneten Schneidvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zwangsführung (15 - 18 ) die Umlenkwalze (13) in eine dem Kopiermaterial (7) den kürzesten Weg zwischen den Transportwalzenpaaren (3, 4 und 5, 6) freigebende Stellung bewegt, wenn in bekannter Weise das erste Transportwälzenpaar (3, 4) bei Betätigung der Schneidvorrichtung (8) stillsteht.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkwalze (13) in ihrer Arbeitsstellung mit einer angetriebenen, weiteren Transportwalze (12) zusammenwirkt.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein bewegliches Messer (9 ) der Schneidvorrichtung (8) an einem Ende und die Umlenkwalze (13) am anderen Ende eines Kipphebels (16) angelenkt ist.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine am Kipphebel (16) gelagerte Rolle (21) auf einer Nockenscheibe (19) abrollt, welche bei Erreichen der ge-409883/0574wünschten Kopiermaterlallänge eine Umdrehung ausführt.
- 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkwalze (13) in einer Kulissen-Führung (18) linear geführt ist.409883/0574Leerseite
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