DE233124C - - Google Patents
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- DE233124C DE233124C DENDAT233124D DE233124DA DE233124C DE 233124 C DE233124 C DE 233124C DE NDAT233124 D DENDAT233124 D DE NDAT233124D DE 233124D A DE233124D A DE 233124DA DE 233124 C DE233124 C DE 233124C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01K—ELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
- H01K3/00—Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
- H01K3/02—Manufacture of incandescent bodies
- H01K3/04—Machines therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Wire Processing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■— JVl 233124-KLASSE 21/. GRUPPE
Die vorliegende Erfindung bezweckt, das Biegen von Metallglühfäden, wie insbesondere
Wolframfäden und in ähnlicher Weise hergestellte Fäden, von den Mängeln zu befreien,
welche mit den seitherigen Ausführungsweisen dieser Vornahme verknüpft sind. Diese Mängel
sind insbesondere: sehr hoher Bruch, Unausführbarkeit der Umformung dicker Fäden zu
Bügeln, Unmöglichkeit vermittels Handdruckes
ίο auch bei großer Übung Bügel von übereinstimmender
Form zu biegen, Okklusion von Gas aus der den Faden umgebenden indifferenten Atmosphäre infolge der unmittelbaren
Abkühlung des Fadens von der sehr hohen Biegetemperatur auf niedrige Temperatur.
Gemäß der Erfindung werden diese und andere Übelstände dadurch beseitigt, daß der Faden
zwischen einen festliegenden Stützpunkt und einen seitlich verschiebbaren Stützpunkt gegen
den Widerstand einer Gegenkraft (Schwerkraft, Federkraft o. dgl.) eingespannt und dadurch
dem letzteren Stützpunkt das Bestreben erteilt wird, in die Anfangslage zurückzugehen.
Wird der so eingespannte Faden zum Glühen gebracht, so gibt er infolge seiner Erweichung
dem Druck des beweglichen Stützpunktes nach, bis dieser durch Eintritt in die Anfangslage zur
Ruhe kommt. Durch die sich ergebende Einbiegungwird der Faden zum einfachen Bügel
umgeformt.
Um statt eines einfachen Bügels einen aus einem aufsteigenden und einem absteigenden
Bogen zusammengesetzten Doppelbügel zu bilden, läßt man außer dem durch den beweglichen
Stützpunkt ausgeübten Druck noch je in entsprechendem Abstande von den Stützpunkten einen aufwärts gerichteten und einen
abwärts gerichteten Zug gleichzeitig in verschiedenen Punkten des Fadens einwirken,
und zwar in der Art, daß der aufwärts gerichtete
Zug in einem dem verschieblichen Stützpunkt der Bügelform entsprechend genäherten Punkt
des Fadens und der abwärts gerichtete Zug in einem dem festliegenden Stützpunkt entsprechend
genäherten Punkt des Fadens angreift. Soll nur ein Teil der Fadenlänge die Umbildung zum Bügel erfahren, so wird der
Faden zwischen den beiden Stützpunkten an dem Punkt fest eingeklemmt, von welchem
aus er unbeeinflußt bleiben soll. ■ '50
Auf der Zeichnung ist ein Beispiel einer zur Ausübung des gekennzeichneten neuen Verfahrens
geeigneten Vorrichtung in mehreren Ausführungsformen veranschaulicht, in welcher
der bewegliche Stützpunkt auf einem Pendel angeordnet ist.
Fig. ι (Vorderansicht, zum Teil in senkrechtem Schnitt) und Fig. 2 (Oberansicht) zeigen eine
Pendelvorrichtung für die Umformung des Fadens in die einfache Bügelform, wobei die
Vorrichtung zur gleichzeitigen Umformung von zwei Fäden eingerichtet ist.
Auf einer Grundplatte α sind zwei Säulen b angeordnet, die mit ihren unteren Enden durch
jene hindurchragen und hier mit einer Anschlußvorrichtung c für Starkstrom in Verbindung
sind. Am oberen Ende jeder Säule ist ein Pendel in der Art, z. B. in einem Schlitze, aufgehängt, daß es seitlich verstellt
werden kann. Unten ist zwischen den Säulen ein festliegendes Widerlager f angeordnet,
z. B. mittels eines Armes g an einer der beiden Säulen unter geeigneter Isolierung befestigt.
ίο Auf jedem der Pendel befindet sich ein entsprechendes
Gegenlager h. i ist ein durch die Grundplatte hindurchgeführtes Evakuierungsröhrchen.
Fig. ι zeigt die Pendel d in vollen Linien in
der Anfangs- oder Ruhelage. Zur Umformung des Fadens stellt man zunächst die Pendel
durch Verschieben im Schlitze den zu bildenden Bügeln entsprechend ein. Dann spannt
man die Fäden k zwischen das feste Widerlager f und das Gegenlager h auf dem zugekehrten
Pendel d ein, wodurch diese in die mit gestrichelten Linien gezeichnete Lage gedreht
werden. Man überdeckt die Vorrichtung mit der Glasglocke I, entlüftet, füllt bis zu
einem gewissen Druck mit indifferentem oder reduzierendem Gase und schaltet ein. Der
Strom nimmt seinen Weg aus der Eintrittsklemme c durch die entsprechende Säule b,
Pendel d, Gegenlager h, Widerlager f, Gegenlager h des zweiten Pendels, dieses und die
entsprechende Säule b nach der Austrittsklemme c. Jeder Faden gerät ins Glühen, erweicht
und gibt, indem er sich zur Bügelform durchbiegt, dem Druck des Pendels nach, bis
dieses seine Ruhelage wieder zurückgewonnen hat. m (Fig. 1) ist der zum einfachen Bügel
umgeformte Faden.
Ist bei stärkeren Fäden das Pendel selbst nicht imstande den Durchbiegungswiderstand
des Fadens zu überwinden, so beschwert man es am unteren Ende mit einem kleinen Ausgleichsgewicht.
Dadurch, daß man den beiden Pendeln unter sich verschiedene Einstellung erteilt, kann man zu gleicher Zeit gleich lange
Fäden verschieden tief, ungleich lange Fäden je nachdem gleich oder verschieden tief durchbiegen.
Die Vorrichtung kann auch zur gleichzeitigen Umformung von vier Fäden ausgebaut werden.
Wird beabsichtigt, jeweils nur einen Faden umzuformen, so baut man die Vorrichtung
nur mit einem Pendel und verbindet das festliegende Widerlager /"leitend mit der zweiten
Klemme.
Fig. 3 behandelt schematisch den Fall, wo nur ein Teil der Fadenlänge zum Bügel umgeformt
werden soll. Zwischen dem festliegenden Widerlager f und dem am Pendel d angeordneten Gegenlager h ist festliegend eine
Klemme η in einem Abstande vom Widerlager f angeordnet, welcher dem unbeeinflußt
zu lassenden Teil der Fadenlänge entspricht. Der Faden k wird zwischen den Lagern f und h
eingespannt und dann in η festgeklemmt. Durch die Zurückbewegung des Pendels in die Ausgangslage
erfährt dann nur der zwischen h und η befindliche Teil der Fadenlänge eine
Durchbiegung, während der zwischen η und f befindliche Teil seine geradgestreckte Form
beibehält. Fig. 3 veranschaulicht diesen Endzustand. Die Klemme η wird zweckmäßig
verstellbar angeordnet.
Fig. 4 (Vorderansicht, zum Teil in senkrechtem
Schnitt) und Fig. 5 (Oberansicht) zeigen eine Ausbildung, der Vorrichtung für
die Umformung des Fadens in einen doppelt gebogenen Bügel. Sie unterscheidet sieh von
der Vorrichtung Fig. 1 nur dadurch, daß die zweite Säule b statt eines Pendels d eine verstellbare
Vorrichtung zum Ausüben von aufwärts gerichtetem Zug auf den Faden trägt, z. B. bestehend aus einem Häkchen 0, das
an einer über eine Rolle q geführten Schnur ft befestigt ist, an welcher ein Gewicht r zieht.
Fig. 4 zeigt das Häkchen 0 im Eingriff mit dem zwischen das Widerlager / und dem
pendelnd aufgehängten Gegenlager h eingespannten Faden k. Zwischen h und dem
Widerlager f ist an den Faden ein zweites Gewicht s zur Ausübung des abwärts gerichteten
Zuges angehängt. Im erweichten Zustande gibt der Faden k dem Druck des zurückgehenden Widerlagers h sowie gleichzeitig
dem durch die Gewichte r und s ausgeübten, entgegengesetzt gerichteten Zug nach,
erfährt zwischen h und f je eine nach oben
und nach unten gerichtete Durchbiegung. Die Seitenansicht Fig. 6 zeigt den Faden k nach
der Umbildung zu dem sich aus den beschriebenen Vorgängen ergebenden Doppelbügelfaden.
Claims (5)
1. Verfahren zum Biegen von Metallfäden für elektrische Glühlampen unter
Erweichen derselben durch Glühen in indifferenter oder reduzierender Atmosphäre,
dadurch gekennzeichnet, daß man jeden Faden zwischen einen festliegenden und einen beweglichen Stützpunkt in der Art
einspannt, daß letzterem Stützpunkt das Bestreben erteilt wird, in die Anfangslage
zurückzukehren, worauf der Faden vermittels des elektrischen Stromes zum Erweichen
gebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man außerdem auf
den Faden gleichzeitig an verschiedenen Punkten seiner Länge nach entgegengesetzten
Richtungen ziehende oder drückende Kräfte einwirken läßt.
3· Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
daß einem festliegenden Stützpunkt gegenüber ein beweglicher Stütz-'
punkt in Verbindung mit einer Vorkehrung (Pendel, Feder u. dgl.) zur selbsttätigen
Zurückführung in die Anfangslage angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei welcher der bewegliche Stützpunkt verstellbar
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei welcher zwischen den beiden Stützpunkten
eine Klemme.zum Festklemmen des Fadens in einem bestimmten Punkt seiner Länge
angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE233124C true DE233124C (de) |
Family
ID=493087
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT233124D Active DE233124C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE233124C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2683473A (en) * | 1950-03-31 | 1954-07-13 | Gen Electric | Method and apparatus for making filament mounts |
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