DE2330771A1 - Vorrichtung zum waermebehandeln von draht durch elektrisches widerstandserhitzen - Google Patents
Vorrichtung zum waermebehandeln von draht durch elektrisches widerstandserhitzenInfo
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Description
DIPL.-1NG. HANS MEISSNER
DIPL.-ING. ERICH BOLTE
D 28 BREMEN, 5 . Juni 1973
-η SlevogtstraBe 21
Telefon 0421-342019 Telegramme: PATMEIS BREMEN
Cristoffers Maschinenfabrik GmbH, Delmenhorst, Hasberger Straße 89
Vorrichtung zum Wärmebehandeln von Draht durch elektrisches Widerstandserhitzen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Wärmebehandeln
von metallischem Stranggut, insbesondere von Drähten, durch elektrisches Widerstandserhitzen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht im wesentlichen darin, die
während des vorangegangenen Ziehvorganges eingetretene Kaltverfestigung durch Erwärmen und nachträgliches Abschrecken
zu beseitigen und eine Rekristallisierung herbeizuführen.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind bereits verschiedene Verfahren und Vorrichtungen bekannt geworden, die aber alle gewiese
Nachteile aufweisen. So ist in der deutschen Patentschrift 1 212 307 beispielsweise eine Glühvorrichtung beschrieben, in
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der der Draht über 3 Kontairtrollen geführt wird, so daß
Bioh eine Yorglühzone, eine Hauptglühzone und eine Naohwärmzone ergeben. Die Vorwärmzone und die Nachwärmzone entstehen
dadurch, daß die erste und die dritte Rolle miteinander verbunden sind und daß durch den Potentialausgleich in beiden
Zonen ein Strom fließt·
Diese bekannte Anordnung hat den Nachteil, daß eine Veränderung in irgendeiner Zone - sei es durch Änderung der
angelegten Spannung oder eine Veränderung der Glühstreoken durch Verschiebung der einen der Kontaktrollen - die Verhältnisse
im gesamten System verändert.
Is wird angestrebt, daß der Draht bei jeder Geschwindigkeit eine gleichmässige, einstellbare Temperatur erreicht, bevor
er in das als Absohreckmittel dienende Wasser eintaucht. Man ist weiterhin bestrebt, die Temperatur des auslaufenden
Drahtes zu regeln, so daß sich ihr Verhältnis zur üblichen Glühtemperatur verändert. Dies ist z.B. erforderlich, wenn
der Draht aus der Glüheinrichtung direkt in eine Extruderanlage läuft und man sich das Vorwärmen ersparen möchte.
Bei der bekannten Anordnung muß zu diesem Zweok eine der Glührollen verschoben werden, so daß sich die Glühlängen verändern.
Das bringt - wie bereits gesagt - das ganze System zunächst in Unordnung, weil sich mit einer Veränderung der
Hachwärmzone auch daw Potential der Vorwärmzone ändert, so daß
dort eine unterschiedliche Erhitzung stattfindet, die wiederum eine unterschiedliche Erwärmung der Hauptglühzone zur Folge hat.
Diesen Fachteil kann man erfindungsgemäß dadurch beheben,
daß man die Vorglühzone entfallen läßt und nur eine Hauptglühzone
verwendet, die über eine an sioh bekannte, handelsübliche Regeleinrichtung in Abhängigkeit von der Durchlaufgeschwindigkeit
geregelt wird und mit Hilfe der vorgewählten
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Spannung eine bestimmte GHÜhtemperatur ergibt. Die erforderlich·
^!tihleistung ist abhängig von der durchgesetzten Menge in
einer bestimmten Zeiteinheit. Die durchgesetzte Menge ist direkt proportional der Geschwindigkeit} die Spannung steigt jedoch
bei einer Veränderung im Verhältnis Wurzel : Geschwindigkeit. Ein entsprechender Regler, der diese Abhängigkeit erzeugt,
wird von der Firma Siemens hergestellt.
Gegenstand der Erfindung ist daher eine Vorrichtung zum Wärmebehandeln
von metallischem Stranggut, vorzugsweise von Drähten, durch elektrisches Widerstandserhitzen, wobei der Glühstreoke
eine Naohwärmstrecke naohgeordnet ist, welche dadurch gekennzeichnet
ist, daß die Naohwärmstrecke über einen Regelwiderstand
mit der ersten Kontaktrolle verbunden ist und die Glühetrecke
einerseits sowie der Regelwiderstand und die frookensone
andererseits parallel geschaltet Bind.
Bei fixierten Verhältniesen in der Glühzone kann also durch
Veränderung des Regelwiderstandes die Naohwärm- bzw. Trookenzone
beeinflußt werden. Ein Eingriff in die .Trookenzone bewirkt
keine Veränderung in der Hachglühzone. Die im Regelwideretand
in Wärme umgesetzte Energie ist vergleichsweise gering und beeinflußt den Wirkungsgrad der Anlage nur unwesentlich.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung Bollen die beiliegenden Zeichnungen dienen. In diesen Zeichnungen bedeuten:
Figur 1 eine schematisohe Darstellung einer Vorrichtung
gemäß der Erfindung;
Figur 2 eine sohematische Darstellung einer weiteren
möglichen Ausführungsform der Erfindung.
In Figur 1 sind mit I, II und III drei Kontaktrollen bezeichnet, über die der zu behandelnde Draht geführt wird. Zwischen den
Kontaktrollen I und II liegt die Glühzone a; zwischen den
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Kontaktrollen II und III durchläuft der Draht die Trocken-"bzw.
Nachwärmzone b. Diese kann - wie "bereits gesagt - durch
Veränderung des Regelwiderstandes R beeinflußt werden.
TJm konstante Verhältnisse in der Glühzone zu erreichen, wird die Glühspannung einerseits vorgewählt und andererseits durch
ein geeignetes Regelglied in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit auf gleicher Temperatur gehalten. Als Ausgang für die
Regelung kann eine Temperaturmessung am glühenden Draht vorgenommen werden.
An den Einlauf- und Auslaufsteilen sind jeweils Kontakte für
die Stromzuführung angeordnet. Als Kontakte eignen sich sowohl elektrisch leitende Rollen als auch schleifende oder ITüssigkeitskontakte,
z.B. Quecksilber oder andere flüssige Metalle bzw. Elektrolyse.
In Figur 2 der Zeichnungen ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Mit I, II und
III sind wiederum die Kontaktrollen bezeichnet. Die Glühzone aT
befindet sich bei dieser Ausführungsform zwischen den Kontaktrollen I und III, während die Trockenzone b' zwischen den
Kontaktrollen III und II liegt. Ein Regelwiderstand R1 dient
bei dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in der gleichen Weise zur Beeinflussung der Trocken- bzw. Nachwärmzone, wie dies vorstehend im Zusammenhang mit der
Figur 1 erläutert worden ist.
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Claims (1)
- Ansprüche1) Vorrichtung zum Wärmebehandeln von metallischem Stranggut, vorzugsweise von Drähten, durch elektrisches Widerstandeerhitzen, wobei der Glühetrecke eine Naohwärmstrecke nachgeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Naohwärmstrecke (b bzw. b1) über einen Regelwiderstand (R bzw. R') mit der ersten Kontaktrolle (I) verbunden ist und die Glühstreoke (a bzw. a1) einerseits sowie der Regelwiderstand (R bzw. R1) und die Trockenzone (b bzw. b1) andererseits parallel geschaltet sind.2) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch Veränderung des Regelwiderstandes die Spannung und Temperatur der Trockenzone eingestellt werden können.5) Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die .Glühspannung einerseits vorgewählt und andererseits durch ein geeignetes Regelglied in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit auf gleicher Temperatur gehalten wird.4) Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgang für die Regel/ung eine Temperaturmessung am glühenden Draht vorgenommen wird.5) Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Einlauf- und Auslaufstelle Kontakte für die Stromzuführung angeordnet sind.409882/06036) Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Kontakte elektrisch leitende Rollen oder schleifende Kontakte oder Quecksilber oder andere flüssige Metalle oder Elektrolyse verwendet werden.Mir Christoffers Maschinenfabrik GmbH, Delmenhorst, Hasberger Str.Meissner &' Bolte PatentanwälteBremen, den 5.Juni 1973409882/0603
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3642879A1 (de) * | 1986-12-16 | 1988-07-07 | Niehoff Kg Maschf | Vorrichtung zum vorwaermen und/oder gluehen von metallischem stranggut, insbesondere von draehten mit groesserem querschnitt |
| DE3718429A1 (de) * | 1987-06-02 | 1988-12-22 | Werner Henrich | Verfahren und vorrichtung zum gluehen von strangfoermigem gut |
-
1973
- 1973-06-16 DE DE19732330771 patent/DE2330771A1/de active Pending
- 1973-10-22 IT IT5325573A patent/IT996324B/it active
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3718429A1 (de) * | 1987-06-02 | 1988-12-22 | Werner Henrich | Verfahren und vorrichtung zum gluehen von strangfoermigem gut |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| IT996324B (it) | 1975-12-10 |
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