DE2330762C3 - Rohrverbindung für Bohrfeldrohre - Google Patents
Rohrverbindung für BohrfeldrohreInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Rohrverbindung für Bohrfeldrohre nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Rohrverbindungen für Bohrfeidrohre sind in den Bohrlöchern sehr stark der sogenannten Wasserstoffversprödung
ausgesetzt Es hat sich gezeigt, daß die sogenannte Wasserstoffversprödung unter der Wirkung
is saurer Medien insbesondere auf der Außenseite der
Kohrkolonnen auftritt, und zwar längs der Außenseite
der Mutter- oder Muffenelemente, während eine solche Versprödung nicht oder in untergeordneten Massen an
den Bolzenelementen auftritt
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß die Wasserstoffversprödung an Stellen eintritt an
denen biaxiale Zugspannungen auftreten. Hervorgerufen werden solche biaxialen Zugspannungen durch die
Aufweitung, welche die Mutterrohrelemente beim Zusammenschrauben mit den Bolzenelementen dadurch
erleiden, daß die konischen Bolzengewinde eine gewisse Durchmesseraufweitung zumindest in gewissen Bereichen
der Mutterelemente bewirken, während die Bolzenelemente durch Kompression eine Durchmesser-Verengung
erfahren. Trotz der geringen Dimensionen dieser Aufwertungen bzw. Kompressionen entstehen im
äußeren Bereich der Mutterelemente hierdurch große tangentiale Zugspannungen, zu denen Zugspannungen
in axialer Richtung hinzutreten, welche in erster Linie durch das Gewicht der Rohrkolonne hervorgerufen
werden. Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, daß die Wasserstoffversprödung an Stellen auftritt, an
denen sich die tangentialen und longitudinalen Zugspannungen überlagern.
«ο Es sind zwar schon Rohrvcrbindungen bekannt, bei
denen die Dichtung dadurch bewirkt wird, daß im Innern des Mutterelements eine Schulter vorgesehen ist,
die einen doppelt konischen Verlauf hat, also die Form einer Keilnut aufweist, deren innerer, flachkonischer
Bereich als Einschraubbegrenzung und deren äußerer, steilkonischer Bereich als Dichtbereich dient, wobei das
Ende des Bolzenrohrelements eine entsprechend ausgebildete Stoßfläche aufweist, die gegen den inneren,
flachkonischen Schulterbereich des Mutterrohrelements
zwecks Einschraubbegrenzung zum Anschlag kommt, während sich das äußere Ende des Bolzenelements
am äußeren, steilkonischen Bereich verformt.
3ei einer solchen Verbindung ist zwar die Aufweitung des Mutterelements durch den Innenanschlag nicht so
ausgeprägt wie bei Verbindungen, die keinen Innenanschlag aufweisen. Es hat sich aber gezeigt, daß auch
bei derartigen Verbindungen zumindest in begrenzten Bereichen des Mutterelements auch biaxiale Spannungszustände
auftreten.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, das Auftreten der Wasserstoffversprödung dadurch zu
vermeiden, daß die Entstehung biaxialer Spannungen verhindert bzw. auf so geringe Werte reduziert wird,
daß diese Spannungen unschädlich sind und nicht mehr Angriffspunkt der Wasserstoffversprödung werden, wie
sie im sauren Medium und größeren Tiefen der Rohrkolonnen besonders stark auftreten.
Die Erfindung löst die vorstehende Aufgabe durch die
Die Erfindung löst die vorstehende Aufgabe durch die
im Anspruch 1 angegebenen Mittel.
Rotary-Gestänge, die zwischen den Gewinden ein durchgehendes Spiel und eine Außenschulter am
Bolzenelement aufweisen, gegen die das Ende des Mutterrohreiementes zum Anschlag kommt, sind zwar
schon bekannt Dabei wird das Mutterelement über den Bereich, über den sich das Gewinde erstreckt,
komprimiert, diese Kompression führt aber zu einer Ausbauchung des Mutterelements im Bereich der
Außenhaut desselben, so daß starke zumindest biaxiale Spannungen infolge der Ausbauchung auftreten, weil
durch die Vergrößerung der Außenhautfläche sehr starke axiale, tangentiale und gegebenenfalls auch
radiale Zugkräfte auftreten. Dabei wird das Spiel zwischen den Gewinden vergrößert Da das bei
Gewinden von Rotary-Gestängen vorgesehene Spiel sich im Zuge des Belastungsvorganges nur vergrößern
kann, steht es in keinem Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Aufgabe. Das bei derartigen Gestängen
vorgesehene Spiel hat lediglich den Zweck, eine genügende Flexibilität der Rotary-Gestänge zu bewirken.
Es sind zwar schon Rohrverbindungen bekannt (US-PS 33 59 013), bei denen die auf der äußeren Seite
der Mittellinie der trapezförmigen Gewinde liegenden Kämme und Böden ein beträchtliches Spiel aufweisen.
Die Kämme und Böden des trapezförmigen Bodens auf der inneren Seite der Mittellinie des Gewindes liegen
jedoch normalerweise ohne Spiel aufeinander, was insbesondere für den vom Ende des Mutterelements
entfernt liegenden inneren Gewindebereich gilt. Bei dieser bekannten Verbindung ist eine Innen- und
Außendichtung vorgesehen, wobei die Außendichtung an den konischen Innenflächen einer Keilnut des
Bolzenelements verläuft deren äußerer relativ flachkonischer Bereich mit einer Leckrille versehen ist Diese
Verbindung arbeitet in gewisser Analogie zu einem Überdruckventil. Übersteigt der Innendruck in der
Rohrverbindung einen bestimmten Mittelwert so wird die Flüssigkeit an der Innendichtung vorbei längs des
schraubenförn.:gen Spiels des Gewindes auf der einen
Gewindeseite bis an die Außendichtung gefördert, wobei infolge der relativ dünnen Ausbildung des Endes
des Mutterelements und der dadurch hervorgerufenen Expansion desselben die Dichtfläche des Mutterelementes
von der zugeordneten Dichtfläche des Bolzenelements abgehoben und damit die Außendichtung
ventilähnlich geöffnet wird, so daß die Flüssigkeit durch die Außendichtung und die Leckrille im äußeren
Einschraubbegrenzungsbereich nach außen gelangen kann. Hierbei entsteht bei diesem Betriebszustand an
den dünnen Enden der Mutterrohrelemente ein durchgehendes Spiel auch an den auf der anderen Seite
der Mittellinie des Gewindes liegenden Kämmen und Böden der zusammenwirkenden Gewinde. Infolgedessen
ergeben sich besonders ausgeprägte biaxiale Zugspannungen im äußeren Endbereich des Mutterelements.
Dies führt zu einer besonders schnellen Zerstörung der Verbindung in sauren Medien.
Andererseits ist es auch schon bekannt, ein durchgehendes Spiel über einen gewissen Gewindebereich
hinweg vorzusehen. Derartige Verbindungen räumen jedoch nicht die Entstehung starker biaxialer Spannungen
auf der Außenseite der Verbindung aus, weil die Bemessungsvorschriften für die Gewinde in der Regel
nicht zu einem über das ganze Gewinde durchgehenden Spiel führen, so daß Überschneidungen in anderen
Gewindebereichen in einem solchen Umfange auftreten, daß eine akute Gefahr der Wasserstoffversprödung
entsteht.
Dadurch, daß die vorliegende Erfindung die Bearbeitungstoleranzen der Gewinde relativ zueinander planmäßig
so wählt, daß keine nennenswerten biaxialen Spannungen erzeugt werden, erreicht sie eine ebenso
planmäßige Beseitigung oder Reduzierung der biaxialen Spannungen auf ein unschädliches Maß. Die Erfindung
ermöglicht es, die Lebensdauer der gesamten Rohrkolonnen wesentlich zu erhöhen, weil sich die
Notwendigkeit, durch Korrosion beschädigte Rohrelemente auszuwechseln, auf ein Mindestmaß beschränkt
Außerdem wird die Betriebssicherheit wesentlich erhöht
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind der sich bei maximaler Sollwertabweichung
ergebende maximale Durchmesser der Gewindeerzeugenden des Außengewindes und der minimale Durchmesser der Gewindeerzeugenden des
Innengewindes im wesentlichen gleich groß. An der Außenfläche des Mutterelements, z. B. eines Muffenelements,
kann eine progressiv zu- und abnehmende Verminderung des Durchmessers entlang einer Zone
gebildet werden, die sich auf der Schulter nach der von dem Bolzenelement abgewandten Seite erstreckt
Bei einer Ausführung, bei der ein Mutterelement als an beiden Enden mit Gewinde und jeweils einer
Innenschulter versehenes Muffenelement ausgebildet ist, weist die Erfindung an der Außenseite der Muffe
eine progressiv zu- und abnehmende Verminderung des Außendurchmessers entlang einer Zone auf, die
zwischen beiden Schultern der Muffe verläuft.
Die Schulter des Muffenelements weist vorzugsweise eine Oberfläche auf, die ungefähr 10 bis 20% größer ist
als die Anschlagfläche des Bolzenelements. Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, bei der das
Mutterelement als an beiden Enden mit Gewinde und jeweils einer Innenschulter versehene Muffe ausgebildet
ist, kann zwischen den beiden Schultern der Muffe ein mittlerer Abstand vorliegen, der wenigstens dem
2,2fachen der Dicke der Muffe zwischen den beiden Schi-'.iern entspricht.
Zwecks besseren Verständnisses der Erfindung ist diese an Hand von Zeichnungen beschrieben, welche
jedoch keine Begrenzung des Erfindungsgedankens darstellen. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Längsschnittdarstellung einer Verbindung gemäß der Erfindung mit durchgehend
konischen Gewinden,
Fig.2 eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Verbindung, bei welcher teils zylindrische, teils konisch verlaufende Gewinde vorgesehen sind,
Fig.3 eine schematische Längsschnittdarstellung, in
welche- das Spiel dargestellt ist, welches bei einer Verbindung gemäß der Erfindung zwischen dem
Gewinde des Bolzer.elements und dem Gewinde des Mutterelements besteht,
Fig.4 und 5 schematische Darstellungen, welche veranschaulichen, wie die Aufteilung der Herstellungstoleranzen auf dt.η Bolzenelement und auf dem
Mutterelement angeordnet werden muß,
Fig.6 eine vergrößerte schematische Darstellung,
welche die Deformationen veranschaulich:, denen das Mutterelement ausgesetzt ist, wenn eine Längszugbeanspruchung
auf die Verbindung ausgeübt wird,
Fig. 7 schematisch eine weitere erfindungsgemäße
Ausführungsform.
Gemäß Fig. 1 ist das Bolzenelement 1 mit einer
Muffe 2 verschraubt. Der rechte Teil der rohrförmigen Muffe ist ohne Bolzenelement dargestellt.
Das Ende des Bolzenelements weist in an sich bekannter Weise eine kegelstumpfförmige Fläche 3 auf,
welche sich an der Schulter 4 der Muffe 2 abstützt, r>
welche ebenfalls eine entsprechende Form aufweist. Auf diese Weise soll das Zusammenschrauben begrenzt
werden. Auf der äußeren Fläche des Endes des Bolzenelements 1 befindet sich eine Fläche 5, die
beispielsweise kegelstumpfförmig ausgebildet ist und |f)
welche sich beim Verspannen an einer Fläche 6 der Muffe 2 abstüt/.t. welche eine entsprechende oder im
wesentlichen entsprechende Form aufweist.
Aus Fig. 1 ist ebenfalls ersichtlich, wie das konische
Gewinde 7 des Bolzenelements in das konische r>
Gewinde 8 des Mutterteils eingreift. Die Flächen 9 und 10. die am Ende der Gewinde vorgesehen sind, verlaufen
so, daß zwischen ihnen ein leichtes Spiel verbleibt.
Die Wirkung der Fläche 3 des Bolzenelements auf den Bereich 4 der Schulter des Mutterelements hat den
Zweck, auf das Ende des Bolzenelements eine nach außen wirkende Kraft auszuüben, wobei die Fläche 5
sich gegen die Fläche 6 des Mutterelements anpreßt, um die Dichtigekeit der Verbindung sicherzustellen.
Der Winkel der Erzeugenden der Fläche 4 bezogen auf eine Senkrechte zur Achse der Verbindung muß
größer sein als der Gleitwinkel. Dieser Winkel der Erzeugenden liegt beispielsweise zwischen 10 und 30°,
vorzugsweise zwischen 15 und 20°.
Die Neigung und die Form der Flächen 5 und 6 kann » innerhalb breiter Grenzen streuen. Es muß lediglich die
Bedingung eingehalten werden, die Dichtigkeit der Verbindung durch eine elastische und/oder plastische
Verformung der Fläche 5 gegen die Fläche 6 gegeneinander zu bewirken.
In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.
Bei dieser Ausführungsform sind die Gewinde 7 bzw. 8 des Bolzen- bzw. des Muffenelementes als zylindrische
Trapezgewinde über den größeren Bereich I des Gewindes und noch zusätzlich entlang einer kleineren
Zone II, die sich am Ende des mutterförmigen Muffenteiles befindet, konisch ausgebildet.
In F i g. 3 ist schematisch ein Schnitt in vergrößertem Maßstab dargestellt, welcher ein Teil des Gewindes des
Bolzenelements 7 und des Mutterelements 8 darstellt.
Um die Notwendigkeit des radialen Spiels zu beachten, welches eines der grundlegenden Merkmale
der vorliegenden Erfindung ist, ist die kegelstumpfförmige Erzeugende 11 des Gewindes 7 des Bolzenelements
unterhalb der kegelstumpfförmigen Erzeugenden 12 des Gewindes 8 des Mutterelements angeordnet, um
zwischen den beiden Gewinden ein Spiel zu haben, welches der Entfernung der Erzeugenden 11 und 12
entspricht.
Man sieht, daß die Kämme 13 der Gewindegänge des Bolzenelementes 7 einen kleineren Durchmesser aufweisen
als die Böden 14 der Gewindegänge des Mutterelements 8. Das ist bei den Böden 15 der
Gewindegänge des Boizenelements 7 sowie den Kämmen 16 der Gewindegänge des Muffenelements 8
entsprechend. Ebenso ist zwischen den hinteren Flanken 17 und 18 ein Spiel. Die Verspannung erfolgt
nur durch das Anliegen der vorderen Flanken 19 und 20 der Bolzen- und Muttergewinde.
um besser zu verstehen, wie das Spiel zwischen den Bolzen- und Muttergewinden beschaffen sein muß, sind
in den F i g. 4 und 5 zwei mögliche Fälle für die
55
65 Aufteilung der Herstellungstoleranzen schematisch dargestellt.
In diesen beiden Figuren ist 11 die kegelstumpfförmige
Erzeugende des Gewindes des Bolzenelements und 12 die kegelstumpfförmige Erzeugende des
Gewindes des Mutterelements. Die Linien 11 und 12 entsprechen theoretischen Lagen der Bolzen- und
Mutlergewinde.
In der Praxis ist es unmöglich, die Gewinde so genau herzustellen wie sie eigentlich sein sollen. Zwischen den
Linien 11 mini und 11 maxi sind daher die Abstände für
die Lage der Erzeugenden 11 unter Berücksichtigung von Herstellungstoleranzen dargestellt. Während theoretisch
das Bolzengewinde durch die Erzeugende 11 bestimmt wird, liegt dies in der Praxis infolge der
Herstellungsungenauigkeit zwischen der Erzeugenden Il mini und der Erzeugenden 11 maxi. Das gleiche gilt
für die Erzeugende 12.
Im Falle der F i g. 4 sind die theoretischen Lagen der
Erzeugenden so gewählt, daß die Maße 12 mini immer größer sind als die Maße 11 maxi. Daraus ergibt sich,
daß man auf diese Weise im gesamten Bereich des Bolzen- und Muttergewindes das übliche Spiel erhält.
Die kleinste Größe dieses Spiels ist durch den Abstand 21 veranschaulicht. Entsprechend der Erfindung sollte
dieses Spiel 21 vorzugsweise kleingehalten werden, wenn möglich in der Nähe von Null.
F i g. 5 -eranschaulicht den Fall, bei dem die Maße der
Erzeugenden 11 maxi größer sind als die Maße der Erzeugenden 12 mini. Daraus resultiert ein gegenseitiges
Eindringen im Bereich der Herstellungstoleranzen, und zwar mit einem kleineren Betrag als diesen, was in
der Fig. 5 mit der Bezugszahl 22 im einzelnen veranschaulicht ist.
Wenn man in der Praxis ein leichtes gegenseitiges Überschneiden im Bereich der Herstellungstoleranzen
zuläßt, erhält man eine Gewindeverbindung ohne wesentliche biaxiale Zugspannungen. Wenn beispielsweise
die Herstellungstoleranzen in der Größenordnung '/io mm liegen (Abstand zwischen 11 mini und
11 maxi oder zwischen 12 mini und 12 maxi) beträgt das
gegenseitige Eindringender Herstellungstoleranzen,die
dem Abstand 22 entsprechen, einige hundertstel Millimeter.
In F i g. 6 sind die Zugbeanspruchungen veranschaulicht,
welche ausgeübt werden, wenn zwei Bolzenelemente 1 durch eine rohrförmige Muffe 2 miteinander
verbunden sind und eine axiale Zugkraft auf die gesamte Verbindung ausgeübt wird, beispielsweise Zugbeanspruchungen
in Längsrichtung. Eine derartige Beanspruchung tritt in der Praxis durch Einhängen des
Rohres in einem Bohrloch auf.
Man sieht, daß beim Zusammenschrauben der Verbindung in der mittleren Zone HI der Muffe
einerseits Kräfte Fl auftreten, die als Druckkräfte, die
am inneren Umfang der Muffe verteilt sind, anzusehen
sind und andererseits Kräfte F2, bei denen es sich um Zugkräfte handelt, die am äußeren Umfang der Muffe
auftreten. Das Gleichgewicht dieser Kräfte gewährleistet das Zusammenhalten der Rohrverbindung. Wenn
diese Verbindung axialen Zugkräften unterworfen wird, die auf das Bolzenelement ausgeübt werden, nehmen die
Kräfte Fl progressiv ab. Entsprechend der Erfindung ist es grundsätzlich vorzuziehen, daß die Kräfte Fl
immer vorhanden sind, um die Dichtigkeit zu gewährleisten. Die Existenz der Kräfte F2, die auf der gesamten
Länge der Muffe und insbesondere an ihrem linken Ende auftreten (siehe F i g. 6), hat zur Folge, daß sich die
Muffe leicht zusammenzieht, d. h., daß eine Verminderung ihres Durchmessers erfolgt, die um so leichter
eintritt, wenn entsprechend der Erfindung zwischen dem Gewinde de; Bolzenelements und dem des
Mutterelements ein Spiel vorhanden ist. Dies wiederum hat zur Folge, daß auf dem Umfang der Muffe leichte
Druckkräfte auftreten, die senkrecht zur Rohrachse verlaufe;- Mit unterbrochenen Strichen ist im äußeren
Bereich der Muffe die Verformung dargestellt, die daraus entsteht. Diese Deformation ist allerdings stark
übertrieben dargestellt, um auf diese Weise eh besseres Verständnis zu erreichen. Es ist festzustellen, daß an den
Enden der Muffe in einer genügend weiten Entfernung eine Verminderung des Durchmessers auftritt, welche,
wie durch die Linie 23 angedeutet, im wesentlichen konstant bleibt. Im Gegensatz dazu ist die Verminderung
des Durchmessers im Bereich der mittleren Zone III der Muffe, die durch die Linie 24 angedeutet ist, von
viel kleinerer Bedeutung, weil dieser Teil der Muffe viel dicker ist und durch das Abstützen des Anschlages
(Kräfte FI) verdichtet ist und daher besonders wirksam
die auftretenden Kräfte aufnehmen kann.
Schließlich ist festzustellen, daß die Linie 23 mit der Linie 24 über eine Linie 25 verbunden ist, die einen
Wendepunkt besitzt. Auf der Höhe dieser Linie 25 könnten sich eventuell im Wendepunkt auf dem Umfang
der Muffe Stellen ergeben, an welchen leichte Zugbeanspruchungen in Richtung senkrecht zur Achse
der Verbindung auftreten können.
Uni die Wahrscheinlichkeit des Auftretens derartiger
Zugbea spruchungen, die für einen guten Widerstand gegen die Versprödung durch Wasserstoff schädlich
sind, zu vermindern, ist es entsprechend einer besonderen Ausführungsform der Erfindung vorzuziehen,
zwischen den Flächen 9 und 10 ein Spiel vorzusehen, so daß eine gute Verteilung der Beanspru-
S chungen zwischen der Zone III der Muffe und der Zone
erfolgt, welche die Gewinde aufweist. Man erleichtert auf diese Weise die Schaffung einer Art Abrundung auf
dem äußeren Umfang der Muffe.
Gemäß Fig. 7 ist auf der äußeren Fläche der Zone III
ίο der Muffe eine kleine Rille 26 angeordnet. Durch diese
Schwächung des mittleren Teils der Muffe gleicht man die Deformation, die auf die Überdicke dieses mittleren
Teils der Muffe zurückzuführen ist, aus.
Aus diesem Grunde kann man Deformationslinien 23, 24 und 25 erhalten, die im wesentlichen fluchtend
verlaufen, wenn auf die Rohre Längszugbeanspruchungen ausgeübt werden. So vermeidet man, daß auf
irgendeinem Punkt der äußeren Fläche der Muffe übermäßige Kräftekonzentrationen durch Wechsel der
ao Form auftreten.
Bevorzugt stellt man die in Fi g. 1 dargestellte Muffe so her, daß der Abstand zwischen den beiden Schultern
4 der Muffe gleich oder kleiner als das 2,2fache der Dicke der Muffe 2 zwischen den Schultern 4 ist. Dies
as ergibt eine besonders vorteilhafte Verteilung der
biaxialen Zugspannungen in der Muffe.
Im Falle einer Verbindung ohne Muffe weist das Mutterelement vorteilhafterweise eine Schulter 4 auf,
die entsprechend einer zylindrischen Flache axial verlängert ist. Dabei ist diese Länge wenigstens dem
1,Ifachen der Gesamtdicke des Mutterelements im Bereich der Schulter.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Rohrverbindung für Bohrfeidrohre mit einem Bolzen- und einem Mutterelement, die mit einem
trapezförmigen Außen- bzw. Innengewinde versehen sind und zumindest abschnittsweise konisch
verlaufen, dadurchgekennzeichnet, daß
a) das Mutterelement (2) eine zweiteilige Innenschulter (4,6) aufweist,
b) deren innerer Teil die Form eines Kegelstumpfes hat, dessen fiktive Spitze auf das Ende
des Mutterelementes (2) gerichtet ist, und
c) deren äußerer Teil die Form eines Kegelstumpfes hat, dessen Konizität umgekehrt
verläuft,
d) daß zwischen den Gewindekämmen (16,13) und den Gewindeböden (14,15) des Innen- bzw. des
Außengewindes (8, 7) unter Berücksichtigung der Fertigungstoleranzen ein solches Spiel
vorhanden ist, daß sich der bei maximaler Toieranzabweichung ergebende maximale
Durchmesser der Gewindeerzeugenden (11) des Außengewindes (7) und der minimale Durchmesser der Gewindeerzeugenden (12)
des Innengewindes (8) höchstens um einen minimalen Betrag (22) überschneiden, und
e) daß das Außengewinde (7) mit der von der Schulter (4, 6) abgewandten Flanke gegen die
zugeordnete Flanke (20) des Innengewindes anlegbar ist und zwischen den beiden anderen
Flanken Ί7, 18) des Gewindes ein Spiel verbleibt
2. Rohrverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der sich bei maximaler
Sollwertabweichung ergebende maximale Durchmesser der Gewindeerzeugenden (11) des Außengewindes
(7) und der minimale Durchmesser der Gewindeerzeugenden (12) des Innengewindes (8) im
wesentlichen gleich groß sind.
3. Rohrverbindung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenfläche
des Muffenelements (2) eine progressiv zu- und abnehmende Verminderung des Durchmessers entlang
einer Zone (III) vorgesehen ist, die sich von der Schulter (4, 6) nach der von dem Bolzenelement (1)
abgewandten Seite erstreckt.
4. Rohrverbindung nach den Ansprüchen 1 und 2, bei der das Muffenelement als an beiden Enden mit
Gewinde und jeweils einer Innenschulter versehene Muffe ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
an der Außenseite der Muffe (2) eine progressiv zu- und abnehmende Verminderung des Muffendurchmessers
entlang einer Zone (III) vorgesehen ist, die zwischen den beiden Schultern der Muffe (2)
verläuft.
5. Rohrverbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schulter (4, 6) des Muffenelements (2) eine Oberfläche aufweist, die ungefähr 10 bis 20% größer
ist als die Anschlagfläche (3,5) des Bolzenelements (0·
6. Rohrverbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Muffenelement als an
beiden Enden mit Gewinde und jeweils einer Innenschulter versehene Muffe ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Schultern (4, 6) der Muffe (2) ein mittlerer Abstand
vorliegt, der wenigstens dem 2,2fachen der Dicke
der Muffe (2) zwischen den beiden Schultern entspricht
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