DE2330462A1 - Aus einem treibladungsanzuender, einer beiladung und einer haupttreibladung bestehender ladungsaufbau einer patrone - Google Patents
Aus einem treibladungsanzuender, einer beiladung und einer haupttreibladung bestehender ladungsaufbau einer patroneInfo
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- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
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Description
Akte R 577 Düsseldorf, den 13.5.19,73
Bi/Rn
Aus einem Treibladungsanzünder, einer Beiladung
und einer Haupttreibladung bestehender Ladungsaufbau einer Patrone
und einer Haupttreibladung bestehender Ladungsaufbau einer Patrone
Die Erfindung bezieht sieh auf eine Patrone, deren Ladungsaufbau aus einem Treibladungsanzünder, einer Beiladung und einer Haupttreibladung
besteht.
Bekanntlich ist die aus einem Bündel von Röhrenpulverstangen bestehende
Haupttreibladung von einem oben zugeschnürten Stoffbeutel umgeben, an den bodenseitig der Beiladungsbeutel angenäht ist.
In letzterem befindet sich ein feinkörniges Pulver, dessen Menge ausreicht, um die Haupttreibladung zünden zu können. Der Beiladungsbeutel
liegt seinerseits auf der aus dem Hülsenboden herausragenden Glocke, die ja bekanntlich die von außen einschraubbare
Zündschraube aufnimmt. Um eine gleichmäßige Zündung der
Haupttreibladung zu erreichen, kommt es vor allem darauf an, daß der Inhalt des Beiladungsbeutels gleichmäßig verteilt hinter der Haupttreibladung liegt. Dies kann erfahrungsgemäß nicht garantiert werden.
Haupttreibladung zu erreichen, kommt es vor allem darauf an, daß der Inhalt des Beiladungsbeutels gleichmäßig verteilt hinter der Haupttreibladung liegt. Dies kann erfahrungsgemäß nicht garantiert werden.
Durch Grobbehandlung der Munition beim Verladen und bei Panzer-
und LKW-Fahrten im Gelände, durch unbeabsichtigtes Fallenlassen
oder beim Luftabsetzen von Munition mit offenen oder gerefften
Fallschirmen kommt es günstigenfalls zu einer einseitigen
und LKW-Fahrten im Gelände, durch unbeabsichtigtes Fallenlassen
oder beim Luftabsetzen von Munition mit offenen oder gerefften
Fallschirmen kommt es günstigenfalls zu einer einseitigen
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- 2 - K 3 RHEINMETALL
Anhäufung des Beiladungspulvers im Beutel, aber auch zu Beschädigungen
der Pulverkörner und des Beutels. Die Folge davon ist wenigstens ein ungleichmäßiger Abbrand der Haupttreibladung,
der jedoch bei Verlust einer bestimmten Menge an Beiladungspulver, die sich nach dem Austritt aus dem Beutel im Innern
der Hülse verteilt hat, zu einem unvollständigen Abbrand der
Haupttreibladung und damit zur Gefährdung der Geschützbedienung durch Gasdrucksprünge führen kann.
Derartige Vorkommnisse sind deshalb unvermeidbar, weil Beschädigungen
an der Beiladung von außen nicht wahrnehmbar sind und solche schadhaften Patronen daher nicht ausgesondert werden
können.
Der Erfindung liegt unter Vermeidung der genannten Mangel die
Aufgabe zugrunde, die Beiladung als das bisher schwächste Glied in der Zündkette einer Patrone so zu verbessern, daß sie unter
schwierigsten Munitionstransportbedingungen eine gleichmäßige Verteilung des Pulvers und die Unversehrtheit der Pulverkörner
wie auch der Hülle gewährleistet.
Eine weitere Aufgabe besteht darin, die Haupttreibladung bodenseitig
besser aus.bisher festzulegen.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Beiladung in einem mechanisch widerstandsfähigen, in der Treibladungshülse
sich selbst zentrierenden Behälter untergebracht ist, der mit einer die gleichmäßige Durchzündung der Beiladung
und Haupttreibladung ermöglichenden Perforation bzw. Querschnittsschwächung versehen ist.
Nach einem anderen Merkmal der Erfindung besteht der Treibladungsbehälter aus einem mit einem Deckel verschließbaren Bodenteil,
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- 3 - K /7 RHEINMETALL
in dem eine zentrale, dem Sitz der aus dem Hiilsenboden hemusragenden
Glocke entsprechende Ausnehmung vorgesehen ist. i
Wieder ein anderes Merkmal der Erfindung besteht darin, daß der Beiladungsbehälter so bemessen ist, daß der Deckel gleichzeitig
die bodeinseitige Begrenzung für die Haupttreibladung bildet.
Gemäß einem anderen Erfindungsmerkmal sind mindestens die dem
Treibladungsanzünder benachbarte Behälterwand und der Deckel mit einer Perforation versehen bzw. so dünn bemessen, daß die
dünne Wand mit den sie verstärkenden Rippen, welche zusammen die Stärke der übrigen Behälterwände erreichen, eine Querschnittsschwächung bilden. Die nicht am Durchzünden beteiligten Behälterwände
weisen eine die Oberfläche vergrößernde Querschnittsfona
unter Beibehaltung der mechanischen Widerstandsfähigkeit auf.
Ferner kann der Beiladungsbehälter aus einem verbrennbaren Material bestehen oder auch Bestandteil einer verbrennbaren
Treibladungshülse sein.
Schließlich kann der Beiladungsbehälter aus einem steifen oder engmaschigen Formkörper aus Drahtgeflecht oder perforiertem
Blech bestehen und am Hülsenboden befestigt sein.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung an einigen AusfUhrungsbeispielen
näher erläutert, und zwar zeigen
Fig. i den Ladungsaufbau in einer Patrone im
Bereich des Hülsenbodens im Längsschnitt und
Fig. 2 einen Beiladungsbehälter im Längsschnitt.
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- 4 -
K A RHIiNIMETALL
In der Patronenhülse i mit dem verstärkten Hülsenboden la und der aus dem Boden herausragenden Glocke Ib ist der Treibladungsanztinder
2 eingesehraubt. Der Raum zwischen dem Hülsenboden la und der aus einem Bündel von Röhrenpulverstangen bestehenden und
von einem oben zugeschnürten Stoffbeutel umgebenenHaupttreibladung
5 ist ganz oder teilweise ausgefüllt von einer aus feinkörnigem Pulver bestehenden Beiladung 3» welche in einem Beiladungsbehälter
4 untergebracht ist. Letzterer besteht aus einem außerordentlich widerstandsfähigen Material mit vergleichsweise
großer Wandstärke.
Die Beiladung 3 kann als loses Schüttgut oder auch von einem Beutel 3a umgeben vom Behälter 4 aufgenommen werden. Der
Behälter 4 besteht ia wesentlichen aus einem Bodenteil 4a, in dem eine zentrale Ausnehmung 4b zur Aufnahme der aus dem Hülsenboden
la herausragenden Glocke Ib vorgesehen ist und aus einem Deckel 4c, der sich über das Bodenteil 4a stülpt. Die Ausnehmung 4b ist
so bemessen, daß der Beiladungsbehälter 4 stramm auf der Glocke Ib sitzt, während die Höhe des Behälters h insgesamt so bemessen
ist, daß der Deekel 4c gegen die Stirnfläche der Haupttreibladung 5 voll aufliegt. Der gegenüber .dem Hülsendurchmesser etwas
kleinere Durchmesser des Beiladungsbehälters 4 erklärt sich daraus, daß die Patronenhülse i am Hülsenmind konisch zuläuft
und der Beiladungsbehälter 4 der lichten Weite des Hülsenmundes angepaßt ist.
Damit einerseits eine gute Durchzündung toi Treibladungsanzünder
zur Beiladung 3 und andererseits von der Beiladung 3 zur Haupttreibladung
5 gewährleistet ist, ist die de« Treibladungsanzünder
2 zugekehrte Wand 4d des Behälters 4 bzw. des Deckels 4c mit . einer Perforation versehen. Die durchgehenden Öffnungen dürfen
selbstverständlich nur so bemessen sein, daß eine einzelne Röhren-
— 5 —
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- 5 - Π RHEENMETALL
pulverstange sich nicht aus dem Bündel lösen und durch die
Öffnung in das Innere des Beiladungsbehalters h eindringen kann. Ebenso selbstverständlich ist die Anordnung von Abdeckfolien
6 gegen die Innenseite der perforierten Behälter- bzw. Deckelwände kc u. 4d bei lose eingeschüttetem Beiladungspulver
Anstelle der Perforation in Verbindung mit Abdeckfolien 6 können die Behälter bzw. Deckelwände dünnwandig ^f ausgebildet sein,
so daß sie mit den darauf befindlichen Rippen 4g die Stärke der
übrigen Behälterwände erreichen. Die nicht am Durchzünden beteiligten Behälterwände he weisen eine die Oberfläche vergrößernde
Querschnittsform unter Beibehaltung der mechanischen Widerstandsfähigkeit auf. Diese von der glatten Bauweise des Beiladungsbehalters
h abweichende Quersehnittsform ist für eine rasche
Verbrennung des Behälters h von großer Bedeutung. Ebenfalls
kann der Treibladungsbehälter h Bestandteil einer verbrennbaren
Treibladungshülse i sein.
Schließlich kann als Werkstoff für den Beiladungsbehälter k
ein mit kleinen Öffnungen versehenes Drahtgeflecht oder ein perforiertes Blech Verwendung finden, das, weil es nicht verbrennbar
ist, am Boden der Treibladungshülse 1 befestigt werden
muß.
409832/0146
Claims (1)
- RHEIMMETALLAkte R 577 Düsseldorf, den 13.6.1973, Bi/RnPatentansprücheAus einem Treibladungsanzünder, einer Beiladung und einer Haupttreibladung bestehender Ladungsaufbau einer Patrone, dadurch gekennzeichnet, daß die Beiladung (3) in einem mechanisch widerstandsfähigen, in der Patronenhülse (l) sich selbst zentrierenden Beiladungsbehälter (4) untergebracht ist, der mit einer die gleichmäßige Durchzündung der Beiladung (3) und Haupttreibladung (5) ermöglichenden Perforation (7) bzw. Querschnittssehwächung versehen ist.2. Beiladungsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem mit einem Deckel (4e) verschließbaren Bodenteil (ha) besteht, in dem eine zentrale, dem Sitz der aus dem Hülsenboden (la) herausragenden Glocke (lb) entsprechende Ausnehmung (4b) vorgesehen ist.3. Beiladungsbehälter nach Anspruch iu. 2, dadurch gekennzei chnet, daß die Höhe des Beiladungsbehälters (k) so bemessen ist, daß der Deckel (4e) gleichzeitig die bodenseitige Begrenzung für die Haupttreibladung (5) bildet.409882/0145- jf- K/rf I»HEIMIAEXALi.k. Beiladungsbehälter nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die dem Treibladungsanzünder (2) benachbarte Behälterwand (4d) und der Deckel (hc) mit einer Perforation (7) versehen oder so dünn bemessen sind, daß die dünne Wand {hf) mit den sie verstärkenden Rippen (4g) zusammen die Stärke der übrigen Wände (4e) erreichen.5. Beiladungsbehälter nach Anspruch i bis k, dadurch gekennzei chnet, daß die nicht an der Durchzündung beteiligten Wände {he) eine die Oberfläche vergrößernde Querschnittsform unter Beibehaltung der Mechanischen Widerstandsfähigkeit aufweisen.6. Beiladungsbehälter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzei chnet, daß er aus einen verbrennbaren Material besteht.7. Beiladungsbehälter nach Anspruch i bis 6, dadurch g ek ennzeich n.e t, daß er Bestandteil einer verbrennbaren Patronenhülse-ist.8. Beiladungsbehälter nach Anspruch i bis 3t dadurch gekennzei chne t, daß er aus eine« steifen und engmaschigen Forakörper aus Drahtgeflecht oder aus perforierte» Blech besteht und an Hülsenboden (la) befestigt wird.409882/0145Leerseite
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732330462 DE2330462C2 (de) | 1973-06-15 | 1973-06-15 | Beiladungsbehälter einer Patrone |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19732330462 DE2330462C2 (de) | 1973-06-15 | 1973-06-15 | Beiladungsbehälter einer Patrone |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2330462A1 true DE2330462A1 (de) | 1975-01-09 |
| DE2330462C2 DE2330462C2 (de) | 1983-01-05 |
Family
ID=5884068
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732330462 Expired DE2330462C2 (de) | 1973-06-15 | 1973-06-15 | Beiladungsbehälter einer Patrone |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2330462C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3501449A1 (de) * | 1985-01-17 | 1986-07-17 | Dynamit Nobel Ag, 5210 Troisdorf | Treibgaskartusche |
| DE3840679A1 (de) * | 1988-12-02 | 1990-06-07 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Abschusssystem |
| DE4330414A1 (de) * | 1993-09-08 | 1995-03-09 | Rheinmetall Gmbh | Mine |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT20016B (de) * | 1904-05-02 | 1905-05-10 | Krupp Ag | Patrone bezw. Kartusche mit Beiladung. |
| DE7000615U (de) * | 1970-01-09 | 1970-06-11 | Wasagchemie Ag | Behaelter fuer treibladungen. |
-
1973
- 1973-06-15 DE DE19732330462 patent/DE2330462C2/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT20016B (de) * | 1904-05-02 | 1905-05-10 | Krupp Ag | Patrone bezw. Kartusche mit Beiladung. |
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| DE3840679A1 (de) * | 1988-12-02 | 1990-06-07 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Abschusssystem |
| DE4330414A1 (de) * | 1993-09-08 | 1995-03-09 | Rheinmetall Gmbh | Mine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2330462C2 (de) | 1983-01-05 |
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