DE2329461C3 - Verfahren und Einrichtung zum Messen von Parametern der Bauelemente eines komplexen Stromkreises - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Messen von Parametern der Bauelemente eines komplexen StromkreisesInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und
auf eiae Einrichtung zur Durchführung *3es Verfahrens
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 2. V
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Messen von Parametern der Bauelemente eines kompjexen Stroiiikreises
und die Einrichtung für seine Durchführung werden hauptsächlich zürn Messen von Parametern der
Bauelemente der komplexen elektrischen RC- und RL-Kreise verschiedener nachrichten- bzw. funktechnischer
Anlagen angewandt und können auch zum Messender Parameter von ÄC-FoUen-bzw. Schichtgliedern
sowie zum Messen von Signalen der RCL-Geber und RCL-Mikrogeber eingesetzt werden.
Bexannt ist ein Verfahren zum Messen von Parametern der Bauelemente eines komplexen Stromkreises,
bei welchem der elektrische Meßkreis, der auch
den komplexen Stromkreis einschließt, mit Gleichspannung versorgt wird und die Pars neter der elektrischen
Signale, die am Ausgang des elektrischen Meßkreises abgegriffen werden, in Zeitintervalle umgewandelt
werden, aus deren Größen man die Parameter der Bauelemente des komplexen Stromkreises bestimmt
(vgl. zum Beispiel SU-Erfinderschein Nr. 2 19 013).
Im genannten Verfahren zum Messen von Parametern der Bauelemente eines komplexen Stromkreises
wird an den Eingang des elektrischen Meßkreises, vier die Reihenschaltung eines Normalwiderstands und eines
parallelen RC- Kreises darstellt, die Gleichspannung und an die freie Herausführung des parallelen RC-Kreises
ein Nullpotential angelegt Im elektrischen Meßkreis entsteht dabei ein Übergangsprozeß, welcher eine
Spannungsänderung an seinem Ausgang — einer Herausführung des parallelen RC-Kreises bedingt —
mit dem Normalwiderstand verbunden ist. Nach praktischer Beendigung des Übergangsprozesses wird
beim stabilen Betrieb am Ausgang des elektrischen Meßkreises die Gleichspannung abgegriffen, gespeichert
und in ein Zeitintervall umgewandelt, welches dann gemessen wird. Dann wird dem Eingang des
elektrischen Meßkreises ein Nullpotential zugeführt und das Zeitintervall von diesem Zeitpunkt bis zu dem
Zeitpunkt, in dem die Spannung des wiederholt hervorgerufenen Übergangsprozesses, die am Ausgang
des elektrischen Meßkreises abgegriffen wird, einem bestimmten Teil der früher gespeicherten Gleichspannung
gleich ist, gemessen.
Das genannte Verfahren zum Messen von Parametern der Bauelemente eines komplexen Stromkreises
gestattet nicht das Messen von Parametern der Bauelemente eines parallelen RL-Stromkreises, da in
diesem Fall der elektrische Meßkreis die Reihenschaltung einer Normalinduktivitätsspule und eines parallelen
RL-Kreises darstellen soll und bei stabilem Betrieb die am Ausgang des elektrischen Meßkreises abgegriffene
Spannung nicht durch die Größe der Induktivität L der Induktivitätsspule des parallelen RL-Kreises,
sondern durch den Verlustwiderstand der Induktivitätsspule des parallelen RL-Kreises bestimmt wird.
Theoretisch aber braucht man bei fehlenden Verlusten an der Normalinduktivitätsspule und der Induktivitätsspule
für die Durchführung des genannten Verfahrens zum Messen von Parametern der Bauelemente
eines komplexen Stromkreises eine Gleichspannungsquelle unendlicher Leistung. Die Größe der zu
erhaltenden Zeitintervalle ist darüber hinaus mit den Größen der Bauelemente eines parallelen RC-Kreises
nicht durch lineare Abhängigkeiten verbunden, und zuhj
Gewinnen getrennter Information über die Größen der Bauelemente eines parallelen ÄC-Kreises ist die
mathematische Auswertung der numerischen Äquivalente erforderlich, die bei der Messung der genannten
Zeitintervalle erhalten werden.
Alles das schrankt m bedeutendem Maße den
Anwendungsbereich des genannten Verfahrens zum Messen von Parametern der Bauelemente eines
komplexen Stromkreises infolge der Unmöglichkeit der
ίο Messung von Parametern der Bauelemente eines
parallelen RL-Kreises und einer niedrigen (wegen des riichtlineären Charakters der Transformatiönsfunktiön)
Meßgenauigkeit von Parametern der Bauelemente eines parallelen RC-Kreises ein.
Bekannt ist eine Einrichtung für die Durchführung des Verfahrens zum Messen von Parametern eines komplexen
Stromkreises, in welcher eine Schaheinheit, deren erster Eingang an den Ausgang einer Gleichspannungsquelle angeschlossen und deren zweiter Eingang
geerdet ist. auf ein Signal eines Steuerblocks, das zeitlich mit einem äußeren Signal zusammenfällt, an ihren
Ausgang ihren ersten Eingang anschließt. Der Ausgang der Schalteinheit ist über ein Normalbauelement mit der
Herausführung des komplexen Stromkreises verbunden, die elektrisch auch mit dem Eingang eines
Vergleichsblocks in Verbindung steht, dessen Ausgang an den Eingang des Steuerblocks angeschlossen ist, der
seinerseits an einen Block zum Messen von Zeitintervallen angeschlossen ist. Die andere Herausführung des
komplexen Stromkreises ist dabei mit der Schalteinheit direkt verbunden (vgl. zum Beispiel SU-Erfinderschein
Nr. 2 43 732).
Nach dem Eintreffen des äußeren Signals sendet der Steuerblock ein Steuersignal zur Schalteinheit, unter
dessen Einwirkung diese Schalteinheit den Ausgang einer Gleichspannungsquelle an den Eingang des
elektrischen Meßkreises anschließt, der die Reihenschaltung eines Normalwiderstands und eines parallelen
RC-Kreises darstellt, wobei die freie Herausführung des RC-Kreises mit dem geerdeten Eingang der Schalteinheit
direkt verbunden ist. Nach einer Zeit, die für die praktische Beendigung des Übergangsprozesses in dem
elektrischen Meßkreis erforderlich ist, gibt der Steuerblock ein Signal auf den Spannungs-Zeitintervall-Umwandler
und auf eine Speichereinheit, deren Eingang mit dem Ausgang des Meßkreises — mit der
Herausführung des Normalwiderstandes — und einer Kerausführung des parallelen RC-Kreises und deren
Ausgang über einen Spannungsteiler mit einem Teilungsverhältnis e~' mit einem Eingang des Vergleichsblocks
verbunden ist. Auf dieses Signal speichert die Speichereinheit die Ausgangsspannung des elektrischen
Meßkreises, und der Spannungs-Zeitintervall-Umwandler, dessen Eingang mit dem Ausgang des
elektrischen Meßkreises und dessen Ausgang mit dem Eingang des Blocks 7um Messen der Zeitintervalle
verbunden ist, wandelt die Spannung in ein proportionales Zeitintervall um, welches von dem Block zum
Messen der Zeitintervalle gemessen wird. Dann sendet der Steuerblock ein Signal, auf welches die Schalteinheit
den Eingang des elektrischen Meßkreises an ihren geerdeten Eingang anschließt, während der Block zum
Messen der Zeitintervalle mit der Messung des nächsten Zeitintervalls beginnt, wobei das Signal von der
Beendigung seiner Messung an den Block zum Messen der Zeitintervalle vom Vergleichsblock in dem Zeitpunkt
gelangt, wenn die Spannung des wiederholt hervorgerufenen Übergangsprozesses, die am Ausgang
des elektrischen Meßkreises abgegriffen wird, gleich der am Ausgang des Spannungsteilers abgegriffenen Spannung
ist
Beim Messen von Parametern der Bauelemente eines parallelen ÄC-Kreises mit Hilfe der genannten Einrichtung
für die Durchführung des Verfahrens zum Messen von Parametern der Bauelemente eines komplexen
Stromkreises ist es nicht möglich, eine hohe Meßgenauigkeit zu erzielen, da die bei der Messung erhaltenen
numerischen Äquivalente der Zeitintervalle nicht durch lineare Abhängigkeiten mit den Parametern der
Bauelemente des parallelen ÄC-Kreises verbunden sind.
Mehr noch, das numerische Äquivalent eines Zeitintervalls, dessen Ablauf der Vergleichsblock fixiert, hängt
zur gleichen Zeit sowohl von der Größe der Kapazität C als auch von der Größe des Widerstandes R des
parallelen ÄC-Kreises ab. Zu einer zusätzlichen Beeinträchtigung der Genauigkeit kommt es infolge der
Überbrückung des parallelen ÄC-Kreises durch den Eingangswiderstand des Vergleichsblocks. Einen wesentlichen
Nachteil stellt auch die Unmöglichkeit dar, die Parameter der Bauelemente eines parallelen
RL- Kreises zu messen, da nach der Beendigung des ursprünglich hervorgerufenen Übergangsprozesses der
Strom (und somit auch die Spannung am Ausgang) im elektrischen Meßkreis, den in diesem Fall die Reihenschaltung
einer Normalinduktivitätsspule und eines parallelen ÄL-Stromkreises darstellen, dessen freie
Herausführung an den geerdeten Eingang der Schalteinheit angeschlossen ist, nicht durch die Größe der
Induktivität L der Induktivitätsspule des parallelen RL- Kreises, sondern durch das Verhältnis der Größen
des Verlustwiderstandes der Normalinduktivitätsspule und des der Induktivitätsspule im parallelen ÄL-Kreis
bestimmt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Beseitigung der aufgezählten Nachteile ein Verfahren
zum Messen von Parametern der Bauelemente eines komplexen Stromkreises und eine Einrichtung für die
Durchführung dieses Verfahrens zu schaffen, in denen die Änderung der Art der elektrischen Einwirkungen
auf den elektrischen Meßkreis die Meßgenauigkeit zu erhöhen und diesen Prozeß zu beschleunigen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird gemäß dem Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst
Eine zweckmäßige Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist im Anspruch 2
gekennzeichnet
Falls der komplexe Stromkreis parallel geschaltete ÄL-Bauelemente darstellt »st es nützlich, daß eine
Induktivitätsspule das Normalbauelement ist und daß die Gegenkopplung des Gleichstromverstärkers eine
Widerstandsgegenkopplung ist
Falls der komplexe Stromkreis paralleigeschaltete
ÄC-Bauelemente darstellt ist es zweckmäßig, daß ein
Widerstand das Normalbauelement ist und daß die Gegenkopplung des Gleichstromverstärkers eine Kapazitätsgegenkopplung
ist
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Messen von Parametern der Bauelemente eines komplexen Stromkreises
und die Einrichtung für seine Durchführung erhöben die Meßgenauigkeit verkürzen die Meßdauer
und erweitern den Bereich der zu messenden Parameter. Die Einrichtung zeichnet sich darübei hinaus durch
ihre einfache Konstruktion und geringen Abmessungen aus.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der
Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert Es zeigt
F i g. 1 ein Blockschaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Einrichtung für die
Durchführung des Verfahrens zum Messen von Parametern der Bauelemente eines komplexen Stromkreises,
Fig.2 ein Blockschaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Einrichtung, und
ίο F i g. 3 Zeitdiagramme a. bund eder Spannung U\, Ui
und L/3 am zweiten Ausgang der Schalteinheit an deren
ersten Ausgang bzw. am Ausgang des Gleichstromverstärkers.
Die erfindungsgemäße Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum Messen von Parametern der
Bauelemente eines komplexen Stromkreises enthält eine Schalteinheit 1 (Fig. 1), der aus elektronischen
Schaltern 2,3,4,5 und 6 besteht, deren jeder mit einem
Transistor bestückt ist Einen ersten Eingang 7 der Schalteinheit 1 stellt dabei der Eingang des Schalters 5
dar, einen zweiten Eingang 8 der Schalteinheit 1 stellen die miteinander gekoppelten Eingänge der Schalter 3
und 6 und einen dritten Eingang 9 der Schalteinheit 1 die miteinander gekoppelten Eingänge der Schaher 2 und 4
dar. Einen ersten Ausgang 10 der Schalteinheit stellen die miteinander gekoppelten Ausgänge der Schalter 4,5
und 6 und einen zweiten Ausgang 11 der Schalteinheit 1
die miteinander gekoppelten Ausgänge der Schalter 2 und 3 dar. Der zweite Eingang 8 der Schalteinheit 1 ist
geerdet und der erste Eingang 7 an den Ausgang einer Gleichspannungsquelle 12 angeschlossen, die als an sich
bekannte Halbleiterschaltung ausgeführt ist
Die Einrichtung ist auch mit einem Steuerblock 13 ausgestattet, der aus Triggern bzw. Flipflops 14,15,16,
17 und 18 einen Geber 19 eines kalibrierten Zeitintervalls — als solcher ist in diesem Ausführungsbeispiel der
Einrichtung ein nach an sich bekannter Schaltung ausgeführter monostabiler Multivibrator angewandt —
und einem Impulsverteiler 20 besteht, der nach einer an sich bekannten Schaltung aus zwei Triggern mit
Recheneingängen ausgeführt ist. deren Ausgänge mit einer Diodenmatrix verbunden sind, die den Zustand
dieser Trigger decodiert.
Ein erster Ausgang 21 des Impulsverteilers 20 ist mit dem Einheits- oder Einseingang des Triggers 18 und
dem Eingang des Gebers 19 des kalibrierten Zeitintervalls verbunden, dessen Ausgang mit dem Nulleingang
des Triggers 16 und dem Einheitseingang des Trigger; 17 in Verbindung steht Ein zweiter Ausgang 22 de«
so Impulsverteilers 20 ist mit den Nulleingängen dei
Trigger 17, 14 und 18 und dem Einheitseingang de« Triggers 15 verbunden. Ein dritter Ausgang 23 de«
Impulsverteilers 20 ist mit dem NuDeingang de« Triggers 15 und dem Einheitseingang des Triggers Ii
verbunden. Auf die Einheitseingänge der Trigger 14 unc 16 wird ein äußeres Signal von einer Quelle (nichi
gezeigt) gegeben. Der Einheits- und der Nullausgang des Triggers 14 sind mit den Steuereingängen de:
Schalters 2 bzw. 3 und die Ausgänge der Trigger 15,11
und 17 mit den Steuereingängen der jeweiligen Schäkel
4,5 und € verbunden.
Der erste Ausgang 10 der Schalteinheit 1 ist über eir Normalbauelement — als solches wird in der vorliegen
den Ausfuhrung der Einrichtung eine Normalmduktivi tätsspule 24 verwendet — mit dem Eingang eine
Gleichstromverstärkers 25 mit Gegenkopplung (etn< derartige Kopplung wird durch die Schaltung eine
Widerstandes 26 in den Gegenkopplungskreis erreicht
verbunden. Der zweite Ausgang 11 der Schalteinheit 1 ist über den komplexen Stromkreis — als solcher wird
im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Einrichtung die Parallelschaltung einer Induktionsspule 27 und eines
Widerstands 28 verwendet — auch mit dem Eingang des Gleichstromverstärker 25 verbunden, dessen Ausgang
mit dem Eingang eines Vergleichsblocks 29 in Verbindung steht. Ein zweiter Eingang des Vergleichsblocks 29 ist geerdet, und sein Ausgang ist mit dem
Eingang des Impulsverteilers 20 verbunden. Der ,0
Gleichstromverstärker 25 und der Vergleichsblock 29 sind als eine einheitliche integrierte Schaltung ausgeführt.
Die Einrichtung ist auch mit einem Block 30 zur Messung von Zeitintervallen versehen, der einen
Impulsquarzgenerator 31, der als eine bekannte Schaltung mit Halbleiterbauelementen ausgeführt ist,
und elektronische Schalter 32 und 33 enthält, die den Schaltern 2, 3, 4, 5 und 6 ähnlich sind. Der Block 30
enthält auch Zähler 34 und 35 mit digitaler Anzeige. Als solche sind nach einer an sich bekannten Schaltung
ausgeführte dekadische Hochfrequenz-Impulszähler verwendet. Der Ausgang des Im pulsgenerator 31 ist
mit den Eingängen der Schalter 32 und 33 verbunden, deren Ausgänge mit den Eingängen des jeweiligen
digitalen Zählers 34 bzw. 35 in Verbindung stehen. Der Steuereingang des Schalters 32 ist mit dem Ausgang des
Triggers IS und der Steuereingang des Schalters 33 mit dem Ausgang des Triggers 15 verbunden.
Der dritte Eingang 9 der Schalteinheit 1 ist mit dem Ausgang einer Gleichspannungsquelle 36 verbunden,
die der Gleichspannungsquelle 12 ähnlich ist, jedoch eine andere Polarität aufweist.
Möglich ist auch ein anderes Ausführungsbeispiel der Einrichtung für die Durchführung des Verfahrens zurr.
Messen von Parametern der Bauelemente eines komplexen Stromkreises, das dem oben beschriebenen
Ausführungsbeispiel ähnlich ist.
Ihr Unterschied besteht darin, daß als ein komplexer
Stromkreis die Parallelschaltung eines Widerstands 37 (F i g. 2) und eines Kondensators 38 angewendet sind.
Dabei ist als Normalbauelement ein Normalwiderstand 39 verwendet, der auf die gleiche Weise wie die
Normalinduktivitätsspule 24 (Fig. 1) geschaltet ist und der Verstärker 25 (Fig.2) ist kapazitiv parallel
gegengekoppelt, nämlich durch die Einschaltung eines Kondensators 40 in den Gegenkopplungskreis des
Verstärkers 25.
Die erfindungsgemäße Einrichtung für die Durchführung des Verfahrens zum Messen von Parametern der
Bauelemente eines komplexen Stromkreises arbeitet folgenderweise:
Das äußere Signal gelangt von der Quelle an die Einheitseingänge der Trigger 14 (Fig. 1) und 16 des
Steuerblocks 13 und führt sie in den Einheitszustand über. Dabei öffnet das Potential welches von dem
Einheitsausgang des Triggers 14 abgegriffen wird, den Schalter 2 der Schalteinheit 1; das Potential, welches
von seinem Nullausgang abgegriffen wird, schließt den Schalter 3 und das am Ausgang des Triggers 16
abgegriffene Potential öffnet den Schalter 5. Dies führt
dazu, daß Ober den geöffneten Schalter 2 auf die Parallelschaltung der Induktivitätsspule 27 und des
Widerstands 28 des komplexen Stromkreises eine negative Gleichspannung -E0 von der Gleichspannimgsquelle
36 und auf die Normalinduktivitätsspule 24 eine positive Gleichspannung + Eo von dem Ausgang
der Gleichspannungsquelle 12 gegeben wird
Zum besseren Verständnis des Verfahrens zum Messen von Parametern der Bauelemente eines
komplexen Stromkreises sind in F i g. 3 die Zeitdiagramme a, b und cder Spannungen U\, Lfe und t/3 am zweiten
Ausgang der Schalteinheit, an seinem ersten Ausgang bzw. am Ausgang des Gleichstromverstärkers dargestellt.
Die Spannungen - E0 und + E0 sind ebenfalls auf
den Diagrammen a und b dargestellt.
Der Strom in der Normalinduktivitätsspule 24, der einen Bezugsstrom darstellt, fängt an, linear anzusteigen.
Das Summleren dieses Stroms mit dem Strom, der durch die Bauelemente des komplexen Stromkreises
fließt, erfolgt am Eingang des Gleichstromverstärkers 25. Unter der Voraussetzung, daß die Größe der
Induktivität Lo der Normalinduktivitätsspule 24 kleiner
als die Größe der Induktivität L der Induktivitätsspule 27 des komplexen Stromkreises ist, fällt die Änderungsrichtung des Summenstroms mit der des Stroms in der
Normalinduktivitätsspule 24 zusammen. Der Zeitpunkt, da der Summenstrom eine vorgegebene Größe erreicht
hat. wird von dem Vergleichsblock 29 ermittelt, der die Spannung am Ausgang des Gleichstromverstärkers 25,
die der Größe des Summenstroms und der Größe Ro des
Widerstandes 26 direkt proportional ist, der in den Stromkreis der parallelen Gegenkopplung des Verstärkers
25 geschaltet ist, mit dem Spannungspegel Null vergleicht.
In dem Zeitpunkt, wenn die Ausgangsspannung des Gleichstromverstärkers 25 den Nullpegel erreicht, gibt
der Vergleichsblock 29 ein erstes Signal auf den Impulsverteiler 20, an dessen erstem Ausgang 21 dabei
ein Impuls erscheint, der den Geber 19 des kalibrierten Zeitintervalls auslöst und den Trigger 18 in den
Einheitszustand überführt. Der Geber 19 beginnt mit dem Abzählen eines kalibrierten Zeitintervalls T0
(F i g. 3. Diagramm c), und das am Ausgang des Triggers 18 abgegriffene Poiential öffnet den Schalter 32 des
Blocks 30 zur Messung der Zeitintervalle. Die vom Quarzgenerator 31 ankommenden Impulse gelangen
über den geöffneten Schalter 32 an den Eingang des digitalen Zählers 34, der mit der Messung des ersten
Zeitintervalls fi (F i g. 3, Diagramm c)beginnt.
Nach dem Ablauf des kalibrierten Zeitintervalls Ta führt der von dem Ausgang des Gebers 19 des
kalibrierten Zeitintervalls ankommende Impuls den Trigger 16 in den Nullzustand zurück und den Trigger 17
in den Einheitszustand über. Der Schalter 5 schließt sich,
und der Schalter 6 wird geöffnet. Die Normalinduktivitätsspule 24 wird nun über den geöffneten Schalter 6 an
den geerdeten zweiten Eingang 8 der Schalteinheit 1 angeschlossen. Die Stromänderung in der Normalinduktivitätsspule
24 hört auf.
Wenn die Ausgangsspannung des Gleichstromverstärkers 25 wieder den Nullpegel erreicht, wird am
Ausgang des Vergleichsblocks 29 das zweite Signal abgegriffea Am zweiten Ausgang 22 des Impulsverteilers
20 erscheint dabei ein Impuls, der die Trigger 14,17
und 18 in den Nullzustand zurück und den Trigger 15 in den Einheitszustand überführt. Die Schalter 2,6 und 32
schließen sich, und die Schalter 3, 4 und 33 werden geöffnet Der digitale Zähler 34 beendet die Messung
des Zeitintervalls Λ, und der digitale Zähler 35, an dessen Eingang über den geöffneten Schalter 33
Impulse vom Quarzgenerator 31 zu gelangen beginnen, beginnt mit der Messung des zweiten Zeitintervalls h
(F i g. 3, Diagramm c). Die Herausführung des komplexen
Stromkreises wird über den geöffneten Schalter 3 an den geerdeten zweiten Eingang 8 der Schalteinheit 1
6Ö9 082/286
angeschlossen, und die negative Gleichspannung — E0,
die vorher dem komplexen Stromkreis zugeführt wurde, wird nun von dem Ausgang der Gleichspannungsquelle
36 über den geöffneten Schalter 4 auf die Normalinduktivitätsspule 24 gegeben. In dieser entsteht dabei ein sich
linear ändernder Strom, der einen anderen Bezugsstrom darstellt, dessen Änderungsrichtung zur Änderungsrichtung
des Stroms, der durch die Normalinduktivitätsspule 24 früher floß, gegenläufig ist.
In dem Zeilpunkt, wenn die Ausgangsspannung des
Gleichstromverstärkers 25 den Nullpegel erreicht hat, wird am Ausgang des Vergleichsblocks 29 ein drittes
Signal abgegriffen, bei welchem am dritten Ausgang 23 des Impulsverteilers 20 ein Impuls erscheint, welcher die
Trigger 17 und 15 in den Einheitszustand zurückführt. Die Schalter 33 und 4 schließen sich, und der Schalter 6
wird geöffnet.
Der digitale Zähler 35 beendet die Messung des Zeitintervalls t2, und die Normalinduktivitätsspule 24
wird nun über den geöffneten Schalter 6 an den geerdeten zweiten Eingang 8 der Schalteinheit 1
angeschlossen. Die Schaltung ist dabei in den Ausgangszustand zurückgekehrt
Aus den erhaltenen und gemessenen Zeitintervallen ii
und f2kann man eindeutig auf die Größe der Induktivität
Lder Induktivitätsspule 27 des komplexen Stromkreises
und auf die Größe des Wirkleitwerts
Y =
1
R
R
des Widerstandes 28 dieses Stromkreises schließen:
L.
h = L0-
Die Arbeitsweise des anderen Ausführungsbeispiels der Einrichtung für die Durchführung des Verfahrens
zum Messen von Parametern der Bauelemente eines komplexen Stromkreises ist der oben beschriebenen
ähnlich.
10
Ihr Unterschied besteht nur darin, daß infolge der Einschaltung des Kondensators 40 in den Stromkreis
der parallelen Gegenkopplung des Gleichstromverstärkers 25 (Fig.2) dessen Aüsgarigsspannung der Größe
der Kapazität Cb des Kondensators 40 umgekehrt und dem Integral des Summenstroms direkt proportional ist.
Infolge der Anwendung des Normal Widerstandes 39 als Normalbauelement ist der durch das Normalbauelement
fließende Strom ein Gleichstrom.
Aus den erhaltenen und gemessenen Zeitintervallen ii
und f2 kann man eindeutig auf die Größe des Wirkwiderstandes R des Widerstandes 37 und auf die
Größe der Kapazität C des Kondensators 38 des komplexen Stromkreises schließen:
U =
h =
R.
C.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Messen von Parametern der Bauelemente eines komplexen Stromkreises
und die Einrichtung für seine Durchführung weisen eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit, weiten
Anwendungsbereich und eine hohe Meßgenauigkeit auf.
Bei der Messung von Parametern einzelner RCL-Bauelemente und von Parametern eines komplexen
Stromkreises gestatten es das erfindungsgemäße Verfahren und die Einrichtung, durch die Beseitigung
von Transformationsfehlern, die durch Verluste in Kondensatoren und Induktivitätsspulen, NichtStabilität
der Ansprechschwellen des Vergleichsblocks sowie durch NichtStabilität der Spannungsquellen hineingetragen
werden, die Meßgenauigkeit zu erhöhen.
Das Verfahren und die Einrichtung bieten eine Möglichkeit, die in dem elektrischen Meßkreis verlorengehende
Leistung herbabzusetzen, was die Parameter der RC- Folienbauelemente zu messen und die Signale
der RCL- Mikrogeber in Zeitintervalle umzuwandeln gestattet.
Die Einrichtung für die Durchführung des Verfahrens zum Messen von Parametern eines komplexen Stromkreises
zeichnet sich durch einfache Konstruktion und geringe Abmessungen aus.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- "ν ΛPatentansprüche:ffi^^i^.^r|ali|^mirö^4e5$eö vow "Parametern- der ^r ®i^pS^|temeiit#^^Qpmptexen sWöinkrelses, näm- s i^^ppll^usSaner^ti^^ni ohmschenWiderstand und ^^^dererseäec einer^^ü^vltatsspule bzw- eines -■3?§|^dens|^^^sol^erseits de^Widerstandswerts -^Ifldes^flr^nds: !^andererseits der induktivität *t^ äer JndyJ^vitätssjjiule bzw. der Kapazität C des ιοί &.Ä0^^denSaö^ ^obÄ der elektrische NfSßkrels, der ii^i^üeJi^en ^i^leleiK^trxHnkreis e«nsäiBel|tf init ," ^^^ieiehspannu^'vefSorgt wird lind die Tarameter ?| ^ler elektriselie>i Signale, die am Ausgang des ..·.;■ :SvK^gktrisdien Meßkreises abgegriffen werden, in tff.ä^ßnte^jg Umgewandelt werden, aus'deren c Größe die Parameter der Bauelemente des komplexen Stromkreises bestimmt werden, dadurch gekennzeichnet, daß man die Gleichspannung (-Eo) direkt an den Eingang des komplexen Stromkreises bei Parallelschaltung seiner Bauelemente anlegt; daß man zur Umwandlung der elektrischen Signale, die am Ausgang des elektrischen Meßkreises abgegriffen werden, in die Zeitintervalle fi, h durch die Bauelemente des komplexen Stromkreises fließenden Strom mit einem linear veränderbaren Bezugsstrom oder konstanten Bezugsstrom ( + £t>) entgegengesetzter Richtung durch ein Normalbauelement nämlich ein Normalinduktivitätselement mit einer Normalinduk tivität L0 bzw. einen Normalwiderstand mit einem Normalwiderstandswert Ro summiert wobei dessen Änderungsgeschwindigkeit bzw. dessen Stärke so gewählt wird, daß die Richtung der Änderung bzw. die Richtung des Summenstroms mit der Richtung der Änderung bzw. mit der Richtung des Bezugsstroms zusammenfällt; daß man ab dem Zeitpunkt, in dem das Integral des Summenstroms oder der Summenstrom selbst einen vorgegebenen Wert erreicht hat, ein kalibriertes Zeitintervall 7J abzählt, nach dessen Ablauf man die Änderung des linear veränderbaren Bezugsstroms unterbricht bzw. den konstanten Bezugsstrom (+ E0) abschaltet; daß man dann, wenn das Integral des Stroms durch die Bauelemente des komplexen Stromkreises bzw. der Summenstrom den vorgegebenen Wert erreicht hat, die Gleichspannung (-E0) abschaltet und das Zeitintervall fi vom Anfang der Abzählung des kalibrierten Zeitintervalls 7Ό bis zum Zeitpunkt der Abschaltung der Gleichspannung (— £0) mißt; daß man ferner den nach Abschaltung der Gleichspannung (- Eo) vom komplexen Stromkreis erhaltenen Strom mit einem anderen linear veränderbaren Bezugsstrom, dessen Änderungsrichtung zur Änderungsrichtung des ersten linear veränderbaren Bezugsstroms entgegengesetzt ist, oder mit einem anderen konstanten Bezugsstrom (-Ea), dessen Richtung der Richtung des ersten konstanten Bezugsstroms entgegengesetzt ist, jeweils durch das Normalbauelement, summiert; daß man das Zeitintervail t2 vom Zeitpunkt der Abschaltung der Gleichspannung (- E0) bis zum Zeitpunkt, wenn das Integral des Summenstroms bzw. der Summenstrom den vorgegebenen Wert erreicht hat, mißt, worauf die gesuchten Parameter folgendermaßen ermittelt werden:ΐ; T- —— · t,*■£· ■ - - - . '■ 1O ■■bzw. . :-I ir=* 4-C=^- (Fig. 3).f 2. Eirfiehtung zur Durchführung des Verfahrenst nachiAnspruch ti Jo der eine Schalteinheit, derenie^tef^ätrngäng an den Ausgang; einer GleichspanrCTum^ulifer angeschlossen' und »deren zweite/ Eingang geerdetist auf ein von einem Steuerblock |ijkommfende5Sjg)i|l,.das ältlich mit/einem äußeren;'Meßaj^^e|igiia|:tu?amtr^n!fält, an feinen ersten^ Ausgang seinen ersten Eingang anschließt, wobei der Ausgang der Schalteinheit über ein Normalbauelement nämlich eine Normalinduktivitätsspule bzw. einen Normalwiderstand, mit einem Anschluß des komplexen Stromkreises aus einerseits einem Widerstand und andererseits einer Induktivitätsspule bzw. einem Kondensator verbunden ist der auch mit dem Eingang eines Vergleichsblocks elektrisch gekoppelt ist, dessen Ausgang an den Eingang des Steuerblocks angeschlossen ist, der seinerseits an einen Block zur Messung von Zeitintervallen angeschlossen ist, wobei ein anderer Anschluß des komplexen Stromkreises mit der Schalteinheit direkt gekoppelt ist, gekennzeichnet durch einen Gleichstromverstärker (25) mit Gegenkopplung, nämlich mittels eines Widerstands (26) bzw. mittels einer Kapazität (40), der die elektrische Kopplung des Anschlusses des komplexen Stromkreises (27, 28; 37, 38) mit dem Vergleichsblock (29) vornimmt, der in den Zeitpunkten, in denen die Ausgangsspannung (Uj) des Gleichstromverstärkers (25) gleich Null ist Signale an den Steuerblock (13) abgibt, der den Zustand der Schalteinheit (1) ändert, wobei nach einem kalibrierten Zeitintervall To von einem Geber (19) nach dem Eintreffen des ersten Signals vom Vergleichsblock (29) der erste Ausgang (10) der Schalteinheit (1) an deren zweiten Eingang, (8) im Zeitpunkt des Eintreffens des zweiten Signals vom Vergleichsblock (29) der erste Ausgang (10) der Schalteinheit (1) an deren dritten Eingang (9), der an den Ausgang der Gleichspannungsquelle (36) anderer Polarität angeschlossen ist, und ein zweiter Ausgang (11) der Schalteinheit (1) an deren zweiten Eingang (8) und im Zeitpunkt des Eintreffens des dritten Signals vom Vergleichsblock (29) der erste Ausgang (10) der Schalteinheit (1) an deren zweiten Eingang (8) angeschlossen ist, während die unmittelbare Kopplung der Schalteinheit (1) mit dem anderen Anschluß des komplexen Stromkreises durch die Verbindung dieses Anschlusses mit dem zweiten Ausgang (11) der Schalteinheit (1) erfolgt, der nach dem Eintreffen eines Signals vom Steuerblock (13), das zeitlich mit dem äußeren Meßauslösesignal zusammenfällt, durch die Schalteinheit (1) an deren dritten Eingang (9) angeschlossen wird, und wobei zum Messen der Zeitintervalle i( und f2 der Vergleichsblock (29) über den Steuerblock (13) den Block (30) zur Messung von Zeitintervallen betätigt (F i g. 1 bis 3).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732329461 DE2329461C3 (de) | 1973-06-08 | Verfahren und Einrichtung zum Messen von Parametern der Bauelemente eines komplexen Stromkreises |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732329461 DE2329461C3 (de) | 1973-06-08 | Verfahren und Einrichtung zum Messen von Parametern der Bauelemente eines komplexen Stromkreises |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2329461A1 DE2329461A1 (de) | 1974-12-19 |
| DE2329461B2 DE2329461B2 (de) | 1976-05-20 |
| DE2329461C3 true DE2329461C3 (de) | 1977-01-13 |
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