DE2328885A1 - Kernreaktor - Google Patents
KernreaktorInfo
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- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21C—NUCLEAR REACTORS
- G21C7/00—Control of nuclear reaction
- G21C7/06—Control of nuclear reaction by application of neutron-absorbing material, i.e. material with absorption cross-section very much in excess of reflection cross-section
- G21C7/08—Control of nuclear reaction by application of neutron-absorbing material, i.e. material with absorption cross-section very much in excess of reflection cross-section by displacement of solid control elements, e.g. control rods
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kernrealetor mit einem Reaktordruckbehälter
mit Rohrstutzen für elektromagnetisch betätigte Steuerstäbe und mit einem äußeren Kühlmittelkreis. Die Rohrstutzen
sind üblicherweise an ihrem freien, dem Reaktordruckbehälter abgekehrten Ende durch Schweißverbindungen dicht
abgeschlossen, denn sie haben den Zweck, daß der Reaktordruckbehälter auch im Bereich der Steuerstäbe keine Durchbrechungen
mit beweglichen Dichtungselementen aufweist, sondern vollständig metallisch geschlossen ist. Die für diese Ausbildung
maßgeblichen Anforderungen lassen sich zum Beispiel daraus ersehen, daß der aufzunehmende Druck bei Druckwasserreaktoren
150 Atmosphären und mehr beträgt. Der gleiche Druck herrscht auch im äußeren, d.h. außerhalb des Reaktordruckbehälters
liegenden Kühlmittelkreis.
Die elektromagnetisch betätigten Steuerstäbe in den geschlossenen Rohrstutzen haben sich in der Praxis durchaus bewährt.
Dennoch hat sich die Erfindung eine weitere Verbesserung zur Aufgabe gestellt und zwar soll die Geschwindigkeit der Einfahrbewegung
der Steuerstäbe vergrößert werden, ohne daß dazu stärkere Antriebe benötigt werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Kernreaktor sind die Rohrstutzen an ihrem freien Ende mit dem äußeren Kühlmittelkreis verbunden.
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Dadurch wird ein Totraum am freien Ende der Rohrstutzen vermieden, der durch Unterdruckbildung das Einfahren der Steuerstäbe, insbesondere das Einfallen unter der Wirkung der Schwerkraft behindert. Man erhält also bei gleichen Antriebskräften
die gewünschte Erhöhung der Einfahrgeschwindigkeit. Die dafür erforderlichen äußeren Rohrleitungen stellen wegen der kleinen
erforderlichen Querschnitt einen durchaus tragbaren Mehraufwand dar.
Die Rohrstutzen können mit Vorteil an die Druckseite der im KUhlmittelkreis liegenden Pumpe angeschlossen sein. In diesem
Fall herrscht auf der dem Reaktor abgekehrten Seite der Steuerstäbe ein höherer Druck als im Reaktorinneren, so daß eine hydraulische Beschleunigungswirkung zu erwarten ist. Vorzugsweise
sind die Rohrstutzen über eine Rückschlagarmatur angeschlossen. Hierdurch kann erreicht werden, daß bei einer Beschädigung der
zur Verbindung dienenden Leitung nur in geringem Umfang Kühlmittel aus dem Reaktordruckbehälter entweicht.
Die Verbindungleitung zwischen Kühlmittelkreis und Rohrstutzen kann vorteilhaft ein Filter enthalten. Mit diesem Filter kann
vermieden werden, daß gegebenenfalls auftretende Verunreinigungen die engen Spalten zwischen dem Steuerstab und dem Rohrstutzen verstopfen und dadurch die Beweglichkeit des Steuerstabes behindern. Die Verbindungsleitung kann ferner vorteilhaft
mit einem Kühler versehen werden, mit dem die Wärmeabfuhr im Bereich der Rohrstutzen wesentlich verbessert werden kann.
Schließlich ist es auch denkbar, in der Verbindungsleitung eine Pumpe anzuordnen, mit der ein gewünschter erhöhter Druck
zum hydraulischen Beschleunigen der Steuerstäbe in Einfahrrichtung aufgebracht wird.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung wird im folgenden anhand der beiliegenden Zeichnung ein AusfUhrungsbeispiel beschrieben. Die Figur zeigt in schematischer Darstellung den
Reaktordruckbehälter 1 eines Bruckwasserleistungpreaktors
vom zum Beispiel 1000 MWe. Der Kern 2 des Reaktoi3 wird von
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Wasser durchströmt, das in einem äußeren Kühlmittelkreis 3 seine Wärme an einen Dampferzeuger 4 abgibt. Der Umlauf durch
den Kühlmittelkreis 3 wird durch eine Pumpe 5 angetrieben.
Zur Steuerung der Leistung des Reaktors sind Steuerstäbe 8 in den Kern hinein verstellbar angeordnet, die im Inneren des
ReaktordruckbehMlters in Führungseinsätzen9 geführt sind. Die
Steuerstäbe 8 können gruppenweise zu einer gemeinsamen Antriebsstange 10 geführt sein (Fingersteuerstäbe), die in Rohrstutzen
12 hineinragt. Die Rohrstutzen 12 sind mit dem Deckel 13 des Reaktordruckbehälters 1 dicht verbunden. Sie tragen einen
elektromagnetischen Steuerstabantrieb 14, der insbesondere in bekannter Weise als Klinkenschrittheber ausgebildet ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Reaktor ist an das freie Ende 16 der Rohrstutzen 12 über ein Rückschlagventil 17 eine Verbindungsleitung
20 angeschlossen, die zum äußeren Kühlmittelkreis 3 führt. Die Leitung 20 mündet bei 21 auf der Druckseite
der Hauptkühlmittelpumpe 5. Dort ist ein Ventil 22 vorgesehen, das eine Absperrung der Leitung 20 ermöglicht.
Die Leitung 20 kann einen Kühler enthalten, wie bei 24 gestrichelt
angedeutet ist. Außerdem kann vorteilhaft ein Filter 25 vorgesehen sein, wie ebenfalls gestrichelt gezeichnet
ist. Eine weitere Ausgestaltungmöglichkeit liegt in einer Pumpe 26, die unabhängig von der Hauptkühlmittelpumpe 5 eine
gewünschte Druckerhöhung ergibt. Mit dem Ventil 27 können Kühler 24, Filter 25 und Pumpe 26 abgesperrt werden, so daß
Reparaturen möglich sind. Bei 28 ist eine Entlüftung der Leitung 20 vorgesehen, die auch für die Rohrstutzen 12 wirksam
wird.
Die Leitung 20 hat einen erhöhten Druck auf der dem Reaktorkern 2 abgekehrten Seite der Antriebsstangen 10 zur Folge.
Daraus ergibt sich eine in Einfahrrichtung wirkende Kraft, die die Einfahrgeschwindigkeit der Steuerstäbe 8 vergrößert
und damit Schnellabschaltungen erleichtert. Der erhöhte Druck
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ist durch die Strömungsverluste gegeben, die die aus der Leitung
20 in die Rohrstutzen eintretende Kühlmittelteilströmung beim Passieren der engenSpalten zwischen Antriebsstab 10
und Rohrstutzen 12 erfährt.
Beim Ausführungsbeispiel sind zwei Steuerstäbe 8 dargestellt. Normale Leistungsreaktoren der genannten Größe besitzen
jedoch weit mehr, zum Beispiel 20 bis 40 Steuerstäbe. Diese können alle an eine gemeinsame Leitung 20 angeschlossen sein.
Man kann aber auch mehrere Leitungen 20 für verschiedene Gruppen von Steuerstäben oder bestimmte Bereiche des Reaktorkerns
vorsehen, um die Gefahr von Folgeschäden bei Unfällen zu verringern. Es ist auch denkbar, jeden Steuerstab 8 einzeln
mit einer eigenen Leitung 20 an den Kühlmittelkreis 3 anzuschließen. Ferner kann es in besonderen Fällen schon ausreichen,
wenn nur einzelne Steuerstäbe, zum Beispiel die in der Mitte des Reaktorkerns, mit der erfindungsgemäßen
Leitung 20 an den äußeren Kühlmittelkreis 3 angeschlossen sind.
6 Patentansprüche
1 Figur
1 Figur
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Claims (6)
- 7328885- 5 - VPA 73/9432 Patentansprüche:( 1.)Kernreaktor, insbesondere Druckwasserreaktor, mit einem Reaktordruckbehälter mit Rohrstutzen für elektromagnetisch betätigte Steuerstäbe und mit einem äußeren Kühlmittelkreis, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrstutzen (12) an ihrem freien Ende (16) mit dem äußeren Kühlmittelkreis (3) verbunden sind.
- 2. Kernreaktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrstutzen (12) an die Druckseite einer im Kühlmittelkreis (3) liegenden Pumpe (5) angeschlossen sind.
- 3. Kernreaktor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrstutzen (12) über eine Rückschlagarmatur (17) angeschlossen sind.
- 4. Kernreaktor nach Anspruch 1, 2 oder 3» dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitung (20) zwischen Kühlmittelkreis (3) und Rohrstutzen (12) ein Filter (25) enthält.
- 5. Kernreaktor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitung (20) zwischen Kühlmittelkreis (3) und Rohrstutzen (12) einen Kühler (24) enthält.
- 6. Kernreaktor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitung (20) zwischen Kühlmittelkreis (3) und Rohrstutzen (12) eine Pumpe (26) enthält.0 9 P H : / 0 10 1Leerseite
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2328885A DE2328885A1 (de) | 1973-06-06 | 1973-06-06 | Kernreaktor |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2328885A DE2328885A1 (de) | 1973-06-06 | 1973-06-06 | Kernreaktor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2328885A1 true DE2328885A1 (de) | 1975-01-02 |
Family
ID=5883249
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2328885A Pending DE2328885A1 (de) | 1973-06-06 | 1973-06-06 | Kernreaktor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2328885A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3130398A1 (de) * | 1980-07-31 | 1982-09-23 | Framatome, 92400 Courbevoie | Vorrichtung zum schuetzen der steuermechanismen fuer kontrollstaebe |
| DE3111246A1 (de) * | 1981-03-21 | 1982-10-07 | Brown, Boveri & Cie Ag, 6800 Mannheim | "schnellerder" |
| FR2576446A1 (fr) * | 1985-01-24 | 1986-07-25 | Framatome Sa | Mecanisme de commande et d'accrochage pour barre de reglage de reacteur nucleaire a caloporteur liquide |
-
1973
- 1973-06-06 DE DE2328885A patent/DE2328885A1/de active Pending
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3130398A1 (de) * | 1980-07-31 | 1982-09-23 | Framatome, 92400 Courbevoie | Vorrichtung zum schuetzen der steuermechanismen fuer kontrollstaebe |
| DE3111246A1 (de) * | 1981-03-21 | 1982-10-07 | Brown, Boveri & Cie Ag, 6800 Mannheim | "schnellerder" |
| FR2576446A1 (fr) * | 1985-01-24 | 1986-07-25 | Framatome Sa | Mecanisme de commande et d'accrochage pour barre de reglage de reacteur nucleaire a caloporteur liquide |
| EP0190967A1 (de) * | 1985-01-24 | 1986-08-13 | Framatome | Regelstabantriebs- und Verriegelungsmechanismus für flüssigkeitgekühlten Kernreaktor |
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