DE2326060A1 - Verfahren zur abtrennung radioaktiver edelgase - Google Patents
Verfahren zur abtrennung radioaktiver edelgaseInfo
- Publication number
- DE2326060A1 DE2326060A1 DE19732326060 DE2326060A DE2326060A1 DE 2326060 A1 DE2326060 A1 DE 2326060A1 DE 19732326060 DE19732326060 DE 19732326060 DE 2326060 A DE2326060 A DE 2326060A DE 2326060 A1 DE2326060 A1 DE 2326060A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- gas
- noble gases
- adsorption
- noble
- gases
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 229910052756 noble gas Inorganic materials 0.000 title claims description 32
- 150000002835 noble gases Chemical class 0.000 title claims description 27
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 24
- 230000002285 radioactive effect Effects 0.000 title claims description 14
- 238000000926 separation method Methods 0.000 title claims description 10
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 32
- 238000001179 sorption measurement Methods 0.000 claims description 19
- 239000003463 adsorbent Substances 0.000 claims description 14
- 230000008929 regeneration Effects 0.000 claims description 9
- 238000011069 regeneration method Methods 0.000 claims description 9
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 7
- 239000012159 carrier gas Substances 0.000 claims description 6
- 239000003758 nuclear fuel Substances 0.000 claims description 3
- 238000005194 fractionation Methods 0.000 claims 1
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 22
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 7
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 5
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 4
- 229910052743 krypton Inorganic materials 0.000 description 4
- DNNSSWSSYDEUBZ-UHFFFAOYSA-N krypton atom Chemical compound [Kr] DNNSSWSSYDEUBZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 239000000463 material Substances 0.000 description 4
- 229910052724 xenon Inorganic materials 0.000 description 4
- FHNFHKCVQCLJFQ-UHFFFAOYSA-N xenon atom Chemical compound [Xe] FHNFHKCVQCLJFQ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 238000003795 desorption Methods 0.000 description 3
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 3
- 230000005258 radioactive decay Effects 0.000 description 3
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 2
- 239000012141 concentrate Substances 0.000 description 2
- 238000011109 contamination Methods 0.000 description 2
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 2
- 230000004992 fission Effects 0.000 description 2
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 2
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 2
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N Silicium dioxide Chemical compound O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000006096 absorbing agent Substances 0.000 description 1
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 description 1
- 230000000274 adsorptive effect Effects 0.000 description 1
- 239000006227 byproduct Substances 0.000 description 1
- 238000010924 continuous production Methods 0.000 description 1
- 239000002826 coolant Substances 0.000 description 1
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 238000011010 flushing procedure Methods 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 239000011261 inert gas Substances 0.000 description 1
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 1
- 238000011068 loading method Methods 0.000 description 1
- 230000007257 malfunction Effects 0.000 description 1
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 description 1
- 239000000047 product Substances 0.000 description 1
- 239000000741 silica gel Substances 0.000 description 1
- 229910002027 silica gel Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21F—PROTECTION AGAINST X-RADIATION, GAMMA RADIATION, CORPUSCULAR RADIATION OR PARTICLE BOMBARDMENT; TREATING RADIOACTIVELY CONTAMINATED MATERIAL; DECONTAMINATION ARRANGEMENTS THEREFOR
- G21F9/00—Treating radioactively contaminated material; Decontamination arrangements therefor
- G21F9/02—Treating gases
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- High Energy & Nuclear Physics (AREA)
- Separation Of Gases By Adsorption (AREA)
- Treating Waste Gases (AREA)
- Separation By Low-Temperature Treatments (AREA)
Description
Verfahren zur Abtrennung radioaktiver Edelgase
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abtrennung
radioaktiver Edelgase aus in Kernkraftwerken, bzw „ in Kernbrennstoffe
verarbeitenden Anlagen benutzten und anfallenden Gasen unter Verwendung von körnigen Adsorptionsmedien. Beim Betrieb
von Kernreaktoren, Spaltstoffaufbereitungsanlagen sowie ganz
allgemein auch Kernbrennstoffe vererbeitenden Anlagen entstehen
radioaktive Edelgase, die sieh einem gasförmigen Kühlmittel9
einem Schutzgas oder einem Spülgas zumischen» Diese radioaktiven
Edelgase, es handelt sich normalerweise um radioaktive Isotope
von Xenon und Krypton» müssen solange unter Kontrolle gehalten
werden, bis sie soweit zerfallen sind, daß ihre HestaktiTität
bei ihrer Abgabe aii die Umgebung keine unzulässige Belastung
mehr darstellt. Selbstverständlich ist es dabei notwendig» die kontrolliert festgehaltenen Gasmengen möglichst gering zu halten,
d.h. die Edelgase von dem die Hauptmenge ausmachenden Trägsrgas zu trennen.
Diese Trennung der radioaktiven Edelgase von den inaktiven Gasen
kann beispielsweise durch eine fraktionierte Verflüssigung vorgenommen werden. Dieses Verfahren ist wegen der dafür be- .
nötigten sehr tiefen Temperaturen in der Größenordnung von 80 K apparativ sehr aufwendig und bei nur sehr geringen Anteilen
radioaktiver Gase praktisch nicht durchführbar. Es hat sich daher die Methode der Adsorption der Edelgase an Aktivkohle in sogenannten
Verzögerungsstrecken in der Praxis durchgesetzt, siehe
die Aufsätze "Verfahren zur Gasreinigung in heliumgekühlten Kernreaktoren" in der Zeitschrift "Chemie-Ing.-Technik,
409849/0201
- 2 - VPA 73/9428
44. Jahrgang 1972, Nr. 19" sowie "Die Verzögerung radioaktiver Spaltedelgase in Schutz- oder Abgasen von Reaktoren mit Aktivkohlestrecken"
aus der Zeitschrift "Kerntechnik, 13. Jahrgang 1971» Nr. 5"· Diese Verzögerungsstrecken sind normalerweise
mehrfach vorhanden, damit nach vollständiger Beladung der ersten auf die nächste umgeschaltet werden kann. Die beladene
Verzögerungsstrecke muß dann noch ausreichende Zeit stillstehen bis der gewünschte niedrige Aktivitätsgrad erreicht ist.
Wichtig ist dabei, daß diese Verzögerungsstrecken zur Erhöhung ihrer Aufnahmekapazität möglichst kühl gehalten werden. Außerdem
muß die Kühleinrichtung so ausgelegt werden, daß sie die beim radioaktiven Zerfall entstehende Wärme abführen kann. Die hinsichtlich
ihrer Radioaktivität abgeklungenen Edelgase werden dann durch Regenerierung der Verzögerungsstrecke unter erhöhter
Temperatur desorbiert und kontrolliert ins Freie abgelassen. Nachteilig ist dabei, daß die beim radioaktiven Zerfall der
Edelgase entstehenden Folgeprodukte fester latur sind und
folglich auf diese Weise nicht aus dem Terband der Aktivkohle herausgelöst werden können. Sie beeinträchtigen daher das Adsorptionsvermögen
einer bereits einmal benutzten Verzögerungsstrecke
beim Wiedereinsatz derselben, außerdem bewirken, sie eine dauernde Kontaminierung des Adsorptionsmittels»
Der mit diesen üblichen Verfahren verbundene technische Aufwand ist verhältnismäßig groß und steigt überproportional mit der
Menge der zurückzuhaltenden Aktivität»
Mit größer werdendem Aktivitätsstrom wird es immer schwieriger die Zerfallswärme aus dem Adsorptionsmittel bei tiefen Temperaturen
abzuführen.
Es stellt sich somit die Aufgabe, die radioaktiven Spaltedelgase
so vom Trägergasstrom zu trennen, daß ihre Uachzerfallswärme
in Gasabklingbehältern bei Umgebungstemperatur abgeführt werden kann. Dabei sollen nicht nur die Nachteile der oben geschilderten
Verzögerungsstreckeη vermieden, sondern auch durch größere Einfachheit
das Auftreten von Störungen sowie die Überwachungsarbeit
verringert werden.
409849/0201
- 3 - VPA 73/9428
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß ein etwa
auf 170 K gekühltes und "bewegtes Adsorptionsmedium im Gegenstrom
von dem zu trennenden Gasgemisch unter Adsorption der Edelgase durchströmt wird und anschließend eine Rektisorptionsstrecke
sowie eine etwa auf 420 K aufgeheizte Regenerationsstrecke zur Konzentrierung und fraktionierten Abführung
der Edelgase durchwandert. Als Adsorptionsmedium kann dabei
in an sich bekannter Weise Aktivkohle Verwendung finden, jedoch sind auch andere Stoffe wie z.B.Silicagel in ähnlicher Weise
verwendbar. Wesentlich an dieser Lösung ist, daß sich das Adsorptionsmittel, also z.B. die Aktivkohle, in strömendem
Zustand befindet und dabei zunächst für die Gasadsorption gekühlt und anschließend zum Zwecke der Desorption bzw« der
Regeneration aufgeheizt wird. Zwischen diesen räumlich und zeitlich hintereinander ablaufenden Vorgängen findet eine
fraktionierte Konzentration und Abführung der Edelgase in
einer sogenannten Rektisorptionsstrecke statte Die dabei gewonnenen
Konzentrate von Xenon und Krypton gelangen von dort über Entstaubungseinrichtungen zu Sammelbehältern, in denen
sie in komprimierter Form in abgeschirmten und gekühlten Abklingräumen gelagert werden. Da es sich hier praktisch nur um
die radioaktiven Edelgase handelt, ist der für diese Zwecke benötigte Platzbedarf relativ gering.
Dieses Verfahren kann dabei vorzugsweise so geführt werden, daß das aus der Regenerationszone kommende Adsorbemedium automatisch
in einen Vorratsbehälter geleitet wird und von dort aus wieder zur Gastrennung weiterbefördert wird. Es handelt
sich also dann um ein völlig kontinuierlich ablaufendes Verfahren, das mit Hilfe einer völlig geschlossenen Apparatur
ausgeführt werden kann, so daß eine Kontamination der Umgebung praktisch vollkommen vermieden wird. Ein weiterer besonderer Vorteil
dieses Verfahrens ist darin zu erblicken, daß die Edelgase Xenon und Krypton nur verhältnismäßig kurze Zeit vom Adsorptionsmedium
aufgenommen werden, so daß in der Gastrennanlage
409849/0201
- 4 - VPA 73/9428
kaum radioaktive Zerfallswärme freigesetzt wird, noch feste Zerfallsprodukte dieser Gase entstehen, die die weitere
Adsorptionsfähigkeit des Adsorbens - vorzugsweise der Aktivkohle - spürbar beeinflussen könnten.
Durch mehr oder minder scharfes Kühlen des Adsorbens beim Eintritt in die Trennanlage (7Ok-19OK) können die Reinheit des '
aus der Trennanlage austretenden Trägergases beeinflußt oder bei gleichbleibender Reinheit Änderungen des Edelgasanteiles
im eintretenden Gasstrom aufgefangen werden.
Zur weiteren Erläuterung sei dieses Verfahren anhand des in der Figur dargestellten Schemas, welches eine Einrichtung zur
Durchführung dieses Verfahrens veranschaulicht - nochmals in allen Einzelschritten besprochen.
Über die Leitung 1 wird das zu trennende Gasgemisch zugeführt und gelangt über einen schüttelrost artigen Verteilerboden 24
in das Reaktionsgefäß 22. Dieses wird aus einem Vorratsbehälter 21 mit rieselfähigem Adsorbens gespeist, wie z.B.
Aktivkohle 2, das langsam von oben nach unten durchwandert. Über eine Injektorpumpe 81 und die Leitungen 7 wird dieses
Adsorbermaterial wieder in den Vorratsbehälter 21 zurückbefördert, so daß damit der Kreislauf des Adsorbens 2 geschlossen
ist. Nach seinem Eintritt in den Reaktionsbehälter 22 durchströmt die Aktivkohle zunächst einen Kühler 3, der
von seinem Energieversorgungsteil 31 auf etwa 170 K gehalten wird. Die dadurch bewirkte starke Abkühlung des Adsorbens
erhöht seine Adsorptionsfähigkeit außerordentlich stark. Die
Aktivkohle durchwandert sodann einen Schüttelrost 23 und gelangt in den Adsorptionsraum 28. In diesem strömt ihm das zu
reinigende Gasgemisch, aus dem Schüttelrost 24 kommend, entgegen, die radioaktiven Edelgase werden adsorbiert, das restliche
Trägergas gelangt über den gleichzeitig als Gasentnahmeeinrichtung gebauten Schüttelrost 23 in die Leitung 11 und
über einen Staubabscheider 91 in den Gaskreislauf zurück. Das
409849/0201
- 5 - VPA 75/9428
mit den radioaktiven Edelgasen beladene Adsorbens rieselt weiter durch den Schüttelrost 24 sowie den Schüttelrost 25
hindurch und gelangt zur Regenerationsstrecke 4. Diese stellt einen Wärmetauscher dar, der von seinem Energieversorgungsgerät
41 auf etwa einer Temperatur von 420 K gehalten
wird. Durch die damit erzielte Aufheizung der Aktivkohle werden die Edelgase desorbiert und steigen nach oben
in den Raum zwischen den Schüttelrosten 25 und 24. Dieser Raum, mit 29 bezeichnet, stellt die sogenannte Rektisorptionsstrecke
dar, wo diese Gase nach dem Prinzip der Sorptionsverdrängung durch die fraktionierende Wirkung des Adsorptionsvorganges in der Reihenfolge fallender Adsorbierbarkeit zerlegt
und als getrennte Fraktionen abgezogen werden. Zum Zwecke dieser Abführung ist der Schüttelrost 25 wieder zur Gasentnahme
mit entsprechenden Abzugskanälen versehen, desgleichen der
Schüttelrost 24. Wie dargestellt, ist dieser in seiner oberen Hälfte für die Zuführung des Gasgemisches und in seiner
unteren Hälfte für die Abführung des Edelgases eingerichtet. Das von diesem Schüttelrost 24 aufgenommene Edelgaskonzentrat
aus Xenon gelangt über die Leitung 12 und den Staubabscheider 92 zum Sammelbehälter 96. Das vom Schüttelrost 25 aufgenommene
Krypton gelangt über die Leitung 15 und den Staubabscheider zum Sammelbehälter 95· Durch nichtdargestellte Pumpen können
die Edelgase in diesen Behältern95 und 96 weiterkomprimiert
werden und in Abklingräumen gelagert werden. Der genannte Regenerationsvorgang wird noch durch Spulen mit bereits
gereinigtem Gas über den Schüttelrost 26 unterstützt. Dieses wird am Oberteil des Reaktionsbehälters 22 entnommen und gelangt
über die Leitung 110 zum Rekuparativ-Wärmetauscher 111,
kühlt in diesem das über die Leitung 1 ankommende Gasgemisch vor, erhöht damit die Adsorptionsmöglichkeit im Inneren des
Behälters 22 und gelangt dann zur Pumpe 8 sowie von dort zur Injektorpumpe 81, wo der Gasstrom für die Förderung des Adsorbens
sorgt. Dieses hat dabei eine Korngröße bis zu einem Millimeter. Eine ganz geringe Menge gereinigten. Gases wird
409849/0201
- 6 - VPA 73/9428
kurz nach der Pumpe 8 entnommen und wie bereits erwähnt, dem Schüttelrost 26 zugeführt, tritt aus diesem nach oben aus und
fördert den Desorptionsvorgang in der Regenerationsstrecke 4.
Von Zeit zu Zeit wird es nötig sein, die noch adsorbiert verbliebenen
geringen Edelgasmengen aus der Aktivkohle vollständig zu entfernen. Zu diesem Zweck wird der Strom des rieselfähigen
Adsorbens durch Umstellung des Dreiwegeventiles 71 über das
Dreiwegeventil 72 zum Regenerator 5 geleitet. Dieser enthält
in seinem Inneren einen Wärmetauscher 51, der über das Energieversorgungsgerät
52 auf einer Temperatur von etwa 570 K gehalten wird. Über Schüttelroste 55 und 54 wird wiederum aus
der Leitung 110 eine geringe Menge gereinigten Gases zugeführt bzw. über die Leitung 10 vermischt mit den im Regenerator
5 desorbierten Edelgasen wieder abgezogen und der'Eintrittsleitung 1 zur erneuten Trennung zugeführt. Das nunmehr infolge
der wesentlich erhöhten Temperatur vollständig regenerierte Absorbermaterial wandert über die Leitung "7 weiter in den Vorratsbehälter
21. Dieses Vorgang kann durchgeführt werden, ohne daß der Trennbetrieb im Reaktionsbehälter 22 unterbrochen wird.
Wenn die gesamte Anlage abgeschaltet werden muß, z.B. beim Stillsetzen des zugehörigen Reaktors, kann die gesamte Adsorbermaterialmenge
durch Umstellung des Dreiwegeventiles 72 in den Speicherbehälter 6 überführt werden, so daß dann die Möglichkeit
gegeben ist, den Reaktionsbehälter 22 zu inspizieren und seine Einrichtungen zu warten.
Die verwendeten Wärmeübertrager 3, 4 und 51 für die Kühlung
bzw. die Regenerierung dieses Adsorbens werden vorteilhafterweise
als Röhrenwärmetauscher ausgebildet, da diese verhältnismäßig leicht vom körnigen Adsorbermaterial durchrieselt werden
können. Ea sind jedoch auch andere Bauformen von Wärmeübertragern denkbar. Auch soll darauf hingewiesen werden, daß es
nicht notwendig ist, Adsorption und Desorption der Edelgase
409849/0201
- 7 - VPA 73/9428
in einem einzigen Reaktionsbehälter 22 du rchzuführen, vielmehr wäre es auch möglich, getrennte Apparate hintereinander
anzuordnen.
In jedem Fall ist es zweckmäßig, den oder die Reaktionsbehälter
22 mit einer guten Wärmeisolierung zu versehen und
damit EnergieVerluste herabzusetzen.
Selbstverständlich wird eine derartige Anlage mit entsprechenden Meß- und Regelgeräten versehen sein, deren Anordnung
sich aus dem Verfahrensablauf ergibt, jedoch aus Gründen der Übersichtlichkeit weggelassen wurde.
5 Patentansprüche
1 Figur
1 Figur
409849/0201
Claims (5)
1. Verfahren zur Abtrennung radioaktiver Edelgase aus in Kernkraftwerken
bzw. in Kernbrennstoffe verarbeitenden Anlagen benützten und anfallenden Gasen unter Verwendung von
körnigen Adsorptionsmedien, dadurch gekennzeichnet, daß ein etwa auf 170 K gekühltes'und bewegtes Adsorptionsmedium
im Gegenstrom von dem zu trennenden Gasgemisch unter Adsorption der Edelgase durchströmt wird und anschließend eine
Rektisorptionsstrecke sowie eine etwa auf 420 K aufgeheizte Regenerationsstrecke zur Konzentrierung und fraktionierten
Abführung der Edelgase durchwandert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
durch mechanische und/oder .pneumatische Fördermittel ein
kontinuierlicher Kreislauf des Adsorptionsmediums und damit eine kontinuierliche Abtrennung der Edelgase erzielt wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das zu trennende Gasgemisch vor seinem Eintritt in das bewegte Adsorptionsmedium durch das von dem
Edelgas bereits befreite Gas in einem Rekuparativ-Wärmetauscher vorgekühlt wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch Änderung der Eintrittstemperatur des
Adsorbens die Reinheit des austretenden Trägergasstromes beeinflußt wird.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Änderungen des Edelgasanteiles im eintretenden
Gasstrom durch Änderung der Eintrittstemperatur des Adsorptionsmittels aufgefangen werden, ohne daß sich die Reinheit
des austretenden Trägergasstromes ändert.
409849/0201
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732326060 DE2326060A1 (de) | 1973-05-22 | 1973-05-22 | Verfahren zur abtrennung radioaktiver edelgase |
| FR7416627A FR2330125A1 (fr) | 1973-05-22 | 1974-05-14 | Procede pour separer des gaz rares radioactifs d'un melange de gaz |
| JP49057763A JPS5020199A (de) | 1973-05-22 | 1974-05-22 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732326060 DE2326060A1 (de) | 1973-05-22 | 1973-05-22 | Verfahren zur abtrennung radioaktiver edelgase |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2326060A1 true DE2326060A1 (de) | 1974-12-05 |
Family
ID=5881775
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732326060 Pending DE2326060A1 (de) | 1973-05-22 | 1973-05-22 | Verfahren zur abtrennung radioaktiver edelgase |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5020199A (de) |
| DE (1) | DE2326060A1 (de) |
| FR (1) | FR2330125A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3418972A1 (de) * | 1984-05-22 | 1985-11-28 | Kernforschungsanlage Jülich GmbH, 5170 Jülich | Verfahren und vorrichtung zum adsorptiven abtrennen von krypton aus einem krypton/stickstoff-gasgemisch |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS52145700A (en) * | 1976-05-31 | 1977-12-03 | Hitachi Ltd | Aerosol removing method in discharged gas system of reactor |
-
1973
- 1973-05-22 DE DE19732326060 patent/DE2326060A1/de active Pending
-
1974
- 1974-05-14 FR FR7416627A patent/FR2330125A1/fr not_active Withdrawn
- 1974-05-22 JP JP49057763A patent/JPS5020199A/ja active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3418972A1 (de) * | 1984-05-22 | 1985-11-28 | Kernforschungsanlage Jülich GmbH, 5170 Jülich | Verfahren und vorrichtung zum adsorptiven abtrennen von krypton aus einem krypton/stickstoff-gasgemisch |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2330125A1 (fr) | 1977-05-27 |
| JPS5020199A (de) | 1975-03-03 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2426764C2 (de) | Verfahren zum Abtrennen von Krypton aus einem radioaktiven Abgasgemisch und Gastrennanlage zum Durchführen des Verfahrens | |
| EP0307581B1 (de) | Adsorptionseinrichtung zur Gastrennung | |
| DE102013209191A1 (de) | Druckentlastungs- und Aktivitätsrückhaltesystem für eine kerntechnische Anlage | |
| DE2133250C3 (de) | Vorrichtung zu adsorptiven Verzögerung von radioaktiven Gasen in einem Abgasstrom | |
| DE3127799C2 (de) | Verfahren zur Überwachung eines radioaktiven Abgasstroms einer Nuklearanlage | |
| DE3039604C2 (de) | ||
| EP0113049B1 (de) | Auf dem Prinzip der Gaschromatographie arbeitende Einrichtung zum Trennen von Wasserstoffisotopen | |
| DE3214825C2 (de) | Verfahren zum Abtrennen von Krypton aus einem radioaktiven Abgas und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE2326060A1 (de) | Verfahren zur abtrennung radioaktiver edelgase | |
| EP0045929B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Regenerieren eines Adsorbers | |
| DE1514975B2 (de) | Verfahren zur Reinigung des Kiihlgasstromes von Reaktoren und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE3313943C2 (de) | ||
| DE2611833C2 (de) | Verfahren zur Abtrennung von radioaktivem Krypton und Xenon aus Abgasen aus Kernbrennstoff-Wiederaufbereitungsanlagen oder Kernreaktoren | |
| US3703797A (en) | Adsorption process for the complete and non-dissipative separation of a gas mixture into adsorbable and non-adsorbable, in particular radioactive components | |
| DE1444485A1 (de) | Verfahren zur Gasreinigung | |
| DE3418972C2 (de) | ||
| DE3049761A1 (de) | Method for treating a nuclear process off-gas stream | |
| WO2022261686A1 (de) | Zementklinkeranlage und verfahren zur abscheidung eines flüchtigen bestandteils | |
| DE2205587C3 (de) | Abgassystem für Kernreaktoren | |
| DE10224349A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Abscheiden von Verunreinigungen | |
| DE2602897C3 (de) | Verfahren zum Abtrennen von Spaltedelgasen aus Abgasen einer Wiederaufarbeitungsanlage für Kernbrennmaterial | |
| EP0014827A1 (de) | Verfahren zur Beseitigung von Ammoniak aus Prozessabgasen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens | |
| Tezel et al. | Adsorptive separation of Kr from N2‐Part II. Development of a pilot unit | |
| DE8812817U1 (de) | Vorrichtung zur Reinigung von Gas | |
| Bohnenstingl et al. | Separation of the fission product noble gases krypton and xenon from dissolver off-gas in reprocessing HTGR-fuel |