-
Spritzwasserfänger.
-
Gegenstand der Neuerung ist ein Spritzwasserfänger für Eraftfahrzeuge
aller Art, der das Vernebeln vom Regenwasser und das Aufspritzen vom Schmutz und
Matsch sowohl nach hinten als auch seitlich auf einen Minimum reduziert oder gar
verhindert auch bei erhöhten Geshwindigkeiten, Einer Rad eines Kfz wirkt auf die
Fahrbahn liegende Wasserdecke wie eine Pumpe. Das Wasser wird von der Profilierung
eines Reifens mitgeschleppt, verdichtet und mit einer hohen Zentrifugalkraft in
die Luft geschleudert0 Die Profilierung der Reifen trägt erheblich dazu, daß das
Wasser durch die Verdichtung in den Profilkanälen laufend verteilt wird und diese
Tatsache verursacht das "Vernebeln" d.h. Feinstverteilen der Wasserpartikelchen.
So entsteht ein Sprühwassernebel um das fahrende Fahrzeug herum0 Das Wasser wird
seitlich und nach hinten geschleudert.
-
Je höher die Umdrehungszahl des Rades umso höher liegt die "Förderleistung"
der "Reifenpumpe". Das bedeutet eine lineare Erhöhung des vernebelten Wassers bei
steigender Geschwindigkeit. Die Wassermenge ist haupsächlich vom Volumen eines Reifens
und von der Fahrgeschwindigkeit abhängig. Bei einem Gürtelreifen von der Mittelklassen
liegt dies Volumen um etwa 100 com. Hat das Reifen einen Umfang von etwa 1,88 m,
so ist die vernebelte Wassermenge: bei 60 km/Std 50 Liter/MinutexRad 200 Liter/Pkw
80 km/Std 70 Liter/MinutexRad 280 Lqter/Pkw 100km/Std 90Liter/MinutexRad 360Liter/Pkw
Diese annähere Werte ändern sich laufend, je nach Fahrbaimbeschaffenheit, Profilvolumen,
Rad(Reifen)umfang, 1?eifenqualität und Reifendruck.
-
Das Spritzwasser nimmt Schutz und Matsch mit, womit die Sichtbehinderung
von vorbeifahrenden Fahrzeugen weiter verstärkt wird Um die geförderliche Vernebelung
vom Wasser, ScIEtz und Matsch zu mildern, verwendet man plattenförmigen Schmutfänger,
Sie werden hinten den Rädern auf die Kotflügel befestigt. Sie sind aus elastischen
Materialien gefertigt. Sie sollen ein leil des Spritzwassers und Schmutzes abfangen,
Die Aufgabe des Schutzfängers herkömlicher Art wird nur ungenügend erfüllt0 Schumtzfänger
die heute verwendet werden beseitigen kein Wasserschleudern. Ihre Wirkungsweise
wird an Hand von Figur 1. näher erleutert.
-
Ein Schmutzfänger (3) mit seiner Länge von etwa 200 mm nimmt etwa
1/3 der Wassermenge auf; die nach hinten geschleudert wird. Der Rad (1) pumpt bei
60 km/Std etwa 50 Liter Wasser und zerstreut in einem annährernd 45°Winkel stehenden
Strahl (2,4) Der Schmutzfänger (3) nimmt das Wasser (2) auf seine Oberfläche, also
etwa 33 Liter. Diese Wassermenge (2) wird jedoch nicht aus der Sreuzone entfernt,
sondern sie fließt in vollem Unfange in den nach hinten gerichteten Strahl (4) zu.
Somit wird die gesamte Wassermenge zwar etwas geflächt jodoch ungehindert in die
Rückzone des Fahrzeuges genebelt.
-
Nicht besser ist die Situation seitlich. Der Schmutzfänger (3) nimmt
nur etwa die Hälfte der seitlich gespritzten Wassermenge(2) auf0 Die zum wagenmitte
gepumpte Wassermenge (6) wird ungefahr lich, nicht so jedoch die Menge, die auf
die Oberfläche des Schmutzfänger geschleudert wird (2), denn die letztere fließt
wieder in den nach hinten gerichteten Strahl zu.
-
Diese Vörgänge ändern sich laufend in der Funktion der Geschwindigkeit
des Fahrzeuges. Die auf der Fahrbahn liegende Wassermenge (@) (7) hat wenig Einfluß.
Bei erhöhten Geschlfindigkeiten koma noch dazu, daß die Schmutzfänger herkömlicher
Art nicht steif genug ausgeführt werden können.
-
Nach den geschilderten Vorgängen ist es offensichtlich, daß die Schmutzfänger
herkömlicher Art nur das eigene Fahrzeug und Anhänger schlitzen geben jedoch keine
Möglichkeit zur Verhinderung des gefährlichen Wasserspritzens nach hinten und seitlich0
Der
erfindung liegt die Aufgabe zugrunde das gefährliche Spritzwasser auf ein Minimum
zu reduzieren oder gar verhindern sowohl nach hinten als auch zur Seite und zwar
auch bei höheren Geschwindigkeiten.
-
Es wurde nur gefunden, daß der Spritzwasserfänger gemäß der vorliegenden
Erfindung das Verschleudern und Vernebelh vom Wasser, welches von der Fahrbahn mit
den Hädern nach hinten und zur Seite einss fahrenden Fahrzeuges gepumpt und zestreut
wird, erheblich reduziert oder gar verhindert wird dadurch, daß die Breite des vorgeschlagenen
Spritzwasserfängers mindestens 1,5-fache der Breite des Reifens aufweist, und sein
Abstand zum Boden weiter verringert wird, eine ecke oder rund herumgezogezogene
Seitenkante zwecks Abfang des Seitenspritzes hat und mit einer auf dem zum Boden
stehende Ende mit einer konisch ausgebildeten Hinne versehen ist, welche das Abführen
mindestens die Hälfte des Spritzwassers zum Wageninllere also ausserhalb des Spritzstrahles
ohne Verstopfen ermöglicht, und aus zelligen elastischen Materialien mit Verstärkungsainlagen,
wie z.B. Feder oder Faser sein können gefertigt ist.
-
Es ist ferner möglich den erfindungsgemäßen Spritzwasser fänger teilweise
oder ganz auf die Form eines Kotflügels entweder durch nachträgliches Montieren
oder durch in-situ Aufbringen anzupassen. Eine automatisch gesteuerte Beheizung
des Spritzwasserfängers kann die Eisbildung und die dadurch zustande kommende Verstopfung
der Rinne vermeiden. Die Steueortung der Ifeizeinrichtung kann auch manuell durchgeführt
werden Es ist ebenfalls ermöglicht den Abstand zum Bodennregulieren oder gar stufenlos
euern um stets die günstigste Entfernung zu errecihen. Ist man bereit die Radaussparung
teilweise der ganz vor allen Dingen bei den Hinterrädern eines Kfz.
-
zu schließen, so bedeutet dies keine Schwertigkeiten.
-
Es ist besonders zu beachten, daß die untere Sinne eines erfindungsgemäßen
Spritzwasserfängers so ausgebildet ist, daß das gesamelte Spritzwasser ohne Hindernisse
zum Ivragenmitte abgeleitet wird um damit das Verhebolungs-Effekt zu neutralisieren.
Aus diesem Grunde muß das zur Seite stehende Ende der Rinne mittels der herumgezogenen
Kante kompakt verschlossen sein und eine entsprechenden Neigungswinkel zum Boden
aufweisen, ferner das innere Ende vollkommen offen sein. Dies letztere mit einem
Abfiihrbolzen zu versehen wurde zum baldigen Verstopfen führen und die Verhinderung
von Vernebeln beeinträchtigen.
-
Die Kfz-technische Vorteile der vorliegenden Erfindung werden an
Hand der Figur 2. erleutert.
-
Zwisctlen Karisserienraum (1) und Antriebsrad (2) wird der Spritzwasserfänger
(3,4) an der Stelle (6) befestigt und zwar so, daß Der Abstand zum Boden (5) optimal
ausgelegt wird. Ist der Spritzwasserfänger mit automatischer Reguliereinheit versehen,
so wird der optimale Abstand zum Boden (5) stets während der Faser variiert. Das
Spritzwasser wird von der Fangplatte der Einrichtung (7) sowohl nach hinten als
auch seitlich abgefangen, durch Führungsnuten zur Abführrinne (3) abgeleitet und
mit Hilfe der Rinnengefälle zum Wagenmitte gelenkt und dadurch neutralisiert, Die
Abführrinne (3) sammelt auch die Wassertropfen die zur herumgezogenen Kante (4)
geschleudert werden und führt sie zum Wagenmitte. Somit verringert der Spritzwasserfänger
die Vernebelung vom gepumpten Wasser mindestens auf die Hälfte. Für die einwandfreie
Dauerfunktion des Spritzwasserfängers gemäß der vorliegenden Erfindung sorgt die
Abführrinne dadurch, daß ihr Ende zum Wagenmitte (8) einen absolute freien Auslauf
des gesamelten Wassers gewährleistet.
-
Die Verringerung oder gar Vermeidung vom Spritzwasser auch bei erhöhten
Geschwindigkeiten erhöht die Fahrtsichrheit und mindert die Unfallgefahr. ei der
Anwendung von Spritzwasser fänger gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Sichtweitebehinderung
im liegen, nach dem Regen und bei Sprühregen beseitigtO Besondere Bedeutung hat
die Anwendung der Einrichtung bei Kolonnenfahrt und beim Überholen von Kolonnen,
denn die bsther so geringe Sichtweiten, bei denen keine Scheinwerfer halfen, werden
erheblich verlängert.
-
Die Formgebung des Spritzwasserfängers kann sich ganz auf die gegebene
Karosserie anpassen. Die weit herumgezogene Kante und die Abführrinne, die stets
Bestandsteile der Einrichtung gemäß der Erfindung sein müssen, bringen eine wesentlich
steifere Haltung mit0 Dies vermeidet das Abbiegen bei größeren Geschwindigkeiten.
-
Man verwendet für den Spritzwasserfänger vorzugsweise Polyurethan-Schaumstoffe
mit integrierter Haut. Dieser Werkstoff kann steif ausgeführt werden, die Verarbeitung
zur komplizierten Form des Spritzwasserfängers bedeutet keine Schwerigkeiten und
durch die inneren Zellen wird ein niedriges Gewicht erreichte sicht unwesentlich
ist dabei die Wirtschaftlichkeit der Fertigung. Eingeschäumte Verstärkungselementes
wie etwa Feder oder Faser oaa. sein können, werden mit dem Werkstoff in einem Arbeitsgang
gefertigt. Die hohe Abriebfestigkeit dieses Werkstoffes, sowie Unempfindlichkeit
gegen Temperatureinflüsse garantiert eine lange Lebensdauer0 Die Elastitität des
Schaumstoffes auf PU-3asis vermindert Schaden durch Fahrbahn beschaffen Seite