DE2325579A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung von diazotypiekopien - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur herstellung von diazotypiekopienInfo
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Description
ig. RWIRTH · Dr. V. SCHM5ED-KOWARZIK
DIpWn8. G. DANNENBERG · Dr. P. WEINHOLD · Dr. D. GUDEL
281134 β FRANKFURT AM MAIN
TELEF N 0 11) 287{m Q[£ ESCHENHEIMER STBASSE
Sache 328
Wa/Sch
Wa/Sch
QeS-van der Grinten
St«, Urbanusweg 102
Teal ο
Holland
Holland
Yerfahren und Vorrichtung zur Herstellung
Ton Siazotypiekopien.
309850/1 109
Die vorliegende Erfindung /bezieht sich auf ein Verfahren zur
Herstellung von Kopien, bei dem ein Diazotypiematerial, welches aus einem Trägermaterial mit einer Diazosch.icht besteht, nach
der bildweisen Belichtung entwickelt wird, indem eine gepufferte wässrige Lösung einer Azokupplungskomponente gleichmäßig über
die Diazoschicht verteilt wird.
Bei den Diazotypieverfahren, die in J9 Kosars Buch "Light- .
Sensitive Systems"," herausgegeben von John Wiley.· and Sons Inc.,
liew York/London/Sydney (1965), auf den Seiten 194 f. ausführlich
■beschrieben werden, sind zwei verschiedene Systeme gut bekannt.
Bei dem Trocken- oder Ammoniakverfahren wird ein Diazotypiematerial
verwendet, bei dem eine lichtempfindliche Diazoniumverbindung und eine Azokupplungskomponente in einer Schicht
anwesend sind. Diese Schicht enthält außerdem auch einen Säurestabilisator. Nach der bildweisen Belichtung wird dieses
Material durch Einwirkung γοη nassem Amraoniakgas entwickelt,
so daß die auf den unbelichteten Teilen zurückgebliebene Diazoniumverbindung mit der Azokupplungskomponente. kuppelt
und einen Azofarbstoff ergibt.
Der unangenehme und stechende Amraoniakgeruch stellt den Hauptnachteil
dieses Verfahrens dar. Um zu vermeiden, daß zu viel Ammoniakgas in den Arbeitsraum eindringt,sollten die bei diesem
Verfahren verwendeten Kopiergeräte mit einem Abzugssystem ausgestattet
werden. Die Kopien riechen jedoch trotzdem lange Zeit nach Ammoniak.
Bei dem Halbnaßverfahren wird ein Diazotypiematerial verwendet,
dessen lichtempfindliche- Schicht nur die Diazoniuraverbindung,
entweder mit' oder ohne ein Stabilisierungsmittel und andere-Zusatzmittel, umfaßt. Die Kopie wird entwickelt, indem eine
dünne Schicht einer gepufferten, wässrigen Lösung,einer Azokupplungskomponente
gleichmäßig über die Diazdschicht verteilt wird. . . .
— 3 — 309850/1109
In der Praxis beträgt die' verwendete Menge an Azokupplunge-
3 2 komponenten-Lösung oder Entwickler etwa 7=8 em pro m je
Seite. Diese Menge ist notwendig,, um eine gleichmäßiges Auftragen
des Entwicklers sowie eine schnelle und vollständige Entwicklung mit den üblichen Entwicklungsvorrichtungen und Diazotypiematerialien
zu erreichen. Im allgemeinen wird fast die gleiche Menge an Entwickler auch auf die Rückseite des Kopiermaterials
aufgebracht, um ein Einrollen bzw. Welligwerden des Materials zu verhindern.
■Eine auf diese Weise entwickelte Kopie enthält viel Feuchtigkeit.
Ein paar Kopien können an der Luft getrocknet werden, falls man jedoch eine große Anzahl von Kopien nacheinander anfertigen
muß, ist eine Trockenvorrichtung unentbehrlich. Eine solche
Trockenvorrichtung erfordert eine hohe Heizkapazität, besonders in Schnellkopiergeräten. Außerdem dauert es eine beträchtliche
Zeit, bevor die Trockenvorrichtung die erforderliche Trockentemperatur erreicht hat. Dadurch werden unerwünschte Wartezeiten
verursacht, bevor das Kopiergerät benutzt werden kann. Aus diesem Grund wurde bereits seit langem nach einem Entwicklungsverfahren
gesucht, mit dem man trockene oder so gut wie trockene Kopien herstellen kann, das jedoch nicht die Nachteile- des
Ammoniakverfahrens aufweist.
Zu diesem Zweck wird in der U.S.-Patentschrift Nr. 1 841 653
vorgeschlagen, die Entwicklerflüssigkeit mit Hilfe von Preßwalzen aufzutragen. Mittels zweier von Gummi bedeckter Walzen
wird ein Überschuß an Entwickler aufgetragen, und dieser wird dann von denselben Walzen sofort wieder entfernt. Gemäß
dieser Patentschrift scheinen die auf diese Weise hergestellten
Kopien praktisch trocken. In Wirklichkeit ist der1 Entwickler
jedoch vollständig in das Kopiermaterial eingedrungen, so daß es eine beträchtliche Menge an Feuchtigkeit enthält. Deshalb ist
bei Schnellkopiergeräten eine Trockenvorrichtung unentbehrlich.
Eine andere Lösung wurde in der Britischen Patentschrift Nr. 1 143 702 vorgeschlagen. Gemäß dem darin beschriebenen Verfahren
wird.ein Zweikomponenten-Diazotypiematerial verwendet, genau
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wie in dem Ammoniakverfahren. Die Entwicklung erfolgt jedoch
durch Aufbringen einer geregelten Menge von maximal 3 cnr pro m
einer alkalischen Flüssigkeit, die wenigstens etwa 20 % eines
aliphatischen Amins enthält.
Die auf diese Weise erhaltenen Kopien sind sofort trocken, sie fühlen sich jedoch etwas fett an. Ein weiterer Nachteil besteht
in der relativ langsamen Entwicklung, die dadurch verursacht wird, daß im allgemeinen langsam kuppelnde Diazoniumverbindungen
in dein Zweikomponentenmaterial verwendet werden, und vermutlich
auch dadurch, daß der viskose Entwickler ziemlich langsam in das zu entwickelnde Material eindringt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist nun die Schaffung eines Kopierverfahrens , "bei dem man sofort-trockene Kopien erhält
und das die Kachteile der oben genannten Kopierverfahren nicht aufweist. Das erfindungsgemäße Verfahren besteht
darin , daß ein Diazotypiematerial, das aus einem Trägermaterial mit einer Diazoschicht besteht, nach der bildweisen
Belichtung entwickelt wird, indem eine gepufferte, wässrige lösung einer Azokupplungskomponente gleichmäßig über die Diazoschicht
verteilt wird, und ist dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung der Azokupplungskomponente in einer vordosierten Menge
■ζ ρ
von etwa 1,5 - 4,5 cm pro τη verwendet wird.
von etwa 1,5 - 4,5 cm pro τη verwendet wird.
Die auf diese Weise entwickelten Kopien fühlen sich sofort trocken an; die geringe Menge an Feuchtigkeit, die aufgebracht
worden ist, verdunstet sehr schnell von selbst, so daß selbst bei Schnellkopiergeräten keine Trockenvorrichtung notwendig ist*
Für das erfindungsgemäße Verfahren können als Entwickler sowohl
die bekannten-alkalischen Entwickler als auch die schwach sauren "bis schwach alkalischen Entwickler verwendet werden. Vorzugsweise
werden jedoch die schwach sauren bis schwach alkalischen Entwickler verwendet, die einen pHrWert zwischen etwa 5,5 und 8
besitzen, da diese eine bessere Haltbarkeit aufweisen.
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Derartige Entwickler werden zum Beispiel in der Britischen
Patentschrift Hr. 957 836 "beschrieben. Es können natürlich auch andere Puffer als die in dieser Patentschrift genannten verwendet
werden, sofern sie den erwünschten pH-Wert ergehen und eine ausreichende Pufferwirkung "besitzen.
Ein sehr gut geeigneter Puffer wird zum Beispiel in der Französischen
Patentschrift Nr. 1 347 703 beschrieben.
Erfindungsgemäß wird vorzugsweise ein Entwickler verwendet, der
konzentrierter ist als die in den oben genannten Patentschriften
beschriebenen Entwickler. Dadurch ist es möglich, trotz der geringen
aufgebrachten Menge an Entwickler etwa die gleiche Menge
an Azokupplungskomponente v/ie bei der bekannten Halbnaßentwicklung
aufzubringen. Dadurch wird eine schnelle und vollständige Entwicklung gewährleistet.
Gemäß der Britischen Patentschrift 957 836 beträgt die Menge an Phlorogluzin, das in diesem Fall als Azokupplungskomponente
verwendet wurde, höchstens etwa 50 Mi11imöl pro Liter und die
Menge an Puffersalz etwa 150 - 650 Millimol pro Liter. In dem erfindungsgemäß bevorzugt verwendeten Entwickler beträgt die
Menge an Azokupplungskomponente etwa O51 - 0,6 Mol pro Liter
und die Menge an Puffersalz etwa 0,5-3 g-Xquivalente pro Liter«
Außerdem kann der Entwickler übliche Substanzen zur Verhinderung
des Yergilbens, Antioxydationsmittel, Entwicklungsbeschleuniger und Netzmittel enthalten.
Außer Phlorogluzin, das im allgemeinen als Azokupplungskomponente verwendet wird, können natürlich auch andere Azokupplungskomponenten,
wie Resorcin, gegebenenfalls in Verbindung mit Phlorogluzin, verwendet werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden vorzugsitfeise Ein™
komponenten-Diazotypiematerialienj, die schnell kuppelnde Diazoniumverbindungen
enthalten, verwendet»
30
Bei Verwendung derartiger Diazoniumverbindungen findet eine rasche und vollständige Entwicklung statt, ebenso wie bei Verwendung der vorgenannten neutralen bis schwach sauren Entwickler.
Deshalb enthält die Diazoschicht vorzugsweise eine Diazoniumverbindung,
die in vitro eine stärkere Kupplungsaktivität als
p-Diazo-o-chlor-diäthylanilin besitzt. Diese Definition der
Kupplungswirkung wird in der Britischen Patentschrift ITr. 957 836 gegeben. .
Solche schnell kuppelnden Diazoniumverbindungen werden z.B. in
den vorgenannten Patentschriften sowie in der Britischen Patentschrift Hr. 957 838 genannt. Vorzugsweise werden zum Beispiel
die folgenden Verbindungen verwendet:
1 ~Diazo-4-'benzoylamino-2,5-dibutoxy-benzol
1—Diazo-2,5-diäthoxy-4-(4'-methoxy)-phenyl-benzol
1—Diaz 0—2,5-dimethoxy-4-(4'-methyl)-phenylthio—benzol
1-Diazo-2,5-diäthoxy-4-(4'-methyl)-phenylthio-benzol
1-Diazo-4-dimethylamino-3~(4'-chlor)-phenoxy-6-chlor-benzol
i-Diazo-^-dimethylamino^—(4'-chlor)-phenoxy-2-chlor-benzol
i-Diazo-2-(äthoxycarbonyl) (benzyl) amino-4-(methyl) (cyclohexyl)
amino-3-methoxy—benzol
1-Diazo-4-benzoylamino-2-(äthoxycarbonyl) (methyl) amino-5-
methoxy-benzol
1-Diazo-2-(äthoxycarbonyl) (methyl) aniino-5-methoxy-4-(4'-
methyl)-phenylthio-benzol.
Aus dem im folgenden genannten Grund λ'/erden die Diazoniumverbindungen
vorzugsweise in Form eines leicht wasserlöslichen Salzes, z.B. als Hydrogensulfat oder als Chlorid, verwendet.
Die Diazoschicht kann mehrere Diazoniumverbindungen enthalten.
Außerdem können auch die üblichen Hilfsmittel, wie Säuren und Stabilisierungsmittel, z.B. das Natriumsalz der 1,3,6-Haphthalintrisulfonsäure.
Reduktionsmittel , Thioharnstoffe usw., anwesend sein.
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Die in der Britischen Patentschrift Nr. 957 836 "beschriebenen
Filmschichten, in welchen die Diazoniumverbindung in einer hydrophilen Filmschicht von etwa 4 "bis 5 yu-ro anwesend ist, sind
für die Entwicklung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren sehr geeignet.
Bei opaken Materialien , die im Halbnaßverfahren verwendet
werden und deren Trägermaterial aus Papier besteht, das
gegebenenfalls vorbeschiehtet sein kann, befindet sich ein Teil der Diazoniumverbindung viel tiefer im Material. Dies ist darauf
zurückzuführen, daß die Diazoniumverbindung in einer Menge an
■ζ ο
Diazolösung von etwa 10 bis 15 cur pro m aufgetragen wird. Dies kann dazu führen, daß die Diazoniumverbindung tief in das
Material eindringt.
Da die Entwicklung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ledig-
3 lieh mit einer Menge an Entwickler von etwa 1,5 - 4»5 cm pro m
durchgeführt wird, kann die Azokupplungskoraponente nicht so tief in das Material eindringen. Das hat zur Folge, daß die Entwicklung
nicht vollständig stattfindet. Im allgemeinen v/erden nur et\tfa 70 i* der Diazoniumverbindung in Azofarbstoffe umgewandelt.
Dieses Problem kann gelöst werden, indem man das Papier zuvor mit einer hydrophoben Sperrschicht beschichtet und darauf dann
eine hydrophile Schicht in der erwünschten Dicke aufträgt. Die Diazoniumverbindung kann entweder gleichzeitig mit der hydrophilen Schicht oder danach aufgetragen werden. Auf diese Weise
wird ein zu tiefes Eindringen der Diazoniumverbindung verhindert. Die Zusammensetzung des Materials gleicht dann der des in der
Britischen Patentschrift Nr. 957 836 beschriebenen Filmmaterials.
Es wurde nun jedoch gefunden, daß ein zu tiefes Eindringen der
Diazoniumverbindung auch dadurch verhindert werden kann, daß man das Material mit einer kleine ren Menge einer Diazolösung, die
eine Diazoniumverbindung in einer entsprechenden höheren Konzentration
. - 8 30 9 8 50/T 109
enthält, sensibilisiert. Eijie geeignete Menge ist z.B. etwa
■zp 3 2
2-8 crcr pro m , vorzugsweise etwa 3 cnr pro m . Auf diese
Art dringt die Dia ζ oniumver TdI ndung etwa genauso tief und auf
dieselbe Weise ein wie die Az olcupplung skorap onent e. Bei derart
sensibilisierten Materialien findet eine fast vollständige Entwicklung (etwa 95 - 100 ^) statt.
:Um die Yfirkung dieses Sensibilisieru>3gsverfahrens zu zeigen,
wurde eine Reihe von Diazotypiepapicren, die in "bekannter Weise mit
•ζ
ρ
etwa 10-15 cnr pro m sensibilisiert worden waren, und eine
Reihe von Diazotypiepapieren, die erfindungsgetnäß mit etwa
■ζ 2 ■'■■'
3 cm J pro m sensibilisiert worden waren, mit der in Beispiel I
beschriebenen Entwicklerlösung vollständig entwickelt. Dann wurden Teile aus den entwickelten Materialien ausgeschnitten,
so daß man den Querschnitt der Azofarbstoffschichten unter dem
Mikroskop betrachten konnte. Es zeigte sich, daß die Dicke der Farbstoffschicht stellenweise sehr unterschiedlich war. Deshalb
wurde die Schichtdicke an vielen verschiedenen Stellen gemessen und aus den Ergebnissen dieser Messungen der arithmetische Durchschnitt
errechnet. Dieser Durchschnitt wird hier als durchschnittliche maximale Schichtdicke bezeichnet. Die mit etwa
3 2
10-15 cm pro m sensibilisierten Diazotypiepapiere wiesen
eine durchschnittliche maximale Schichtdicke von etwa 9 - 12 um
auf.
Die durchschnittliche maximale Schichtdicke der Diazotypiepapiere,
die erfindungsgemäß mit etwa 3 er worden waren, betrug etwa 5,5 - 7,5 ;Ura. '
3 2
papiere, die erfindungsgemäß mit etwa 3 cm pro m sensibilisiert
Die erfindungsgemäß verv/endet en Diazotypiepapiere haben vorzugsweise
eine durchschnittliche maximale Schichtdicke von höchstens
etwa 8itm, insbesondere höchstens etwa 7Mm.
Palis die Diazoschicht direkt auf das Papier aufgetragen wird,
kann sich die Oberflächenstruktur des Papiers auf der Kopie in Form einer ungleichmäßigen Verteilung des Azofarbstoffe abzeichnen.
Dies kann dadurch verhindert werden, daß man das Papier
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in "bekannter Weise vor "beschichtet. Eine derartige Schicht
"besteht im allgemeinen aus einem anorganischen Pigment, wie Siliziumoxyd, Aluminiumoxyd, einem Metallsilikat,oder einem
organischen Pigment, wie Stärke, Reisstärke,, usw., in einem
Bindemittel,wie Kasein, Polyvinylalkohol, Polyvinylazetat und
dergleichen.
Es wurde überraschenderweise gefunden, daß sich auch "bei Materialien,
in Vielehen die Biazoniumverbindung in einer hydrophilen
Filmschicht anwesend ist, die Sensibilisierung mit einer
■ζ ο Diazoniurasalzlösung in einer Menge von etwa 2-6 cbt pro m
■5 anstelle der für diese Materialien üblichen 8-15 cm pro m'
vorteilhaft auf die Entwicklungsgeschwindigkeit und die vollständige
Entwicklung des Diazotypiematerials auswirkt.
Wie aus Schnittflächen des entwickelten Materials zu ersehen war, befand sich auch in diesem Fall die Diazoniumverbindung
v) näher an der Oberfläche, wenn das Material mit- 2-6 cm pro ra
sensibilisiert worden war. Dadurch kann die Azokupplungskomponente
die Diazoniumverbindung leichter erreichen.
Die Menge an Entwickler, die bei der Entwicklung auf die Diazoschicht
aufgetragen wird, · hängt von der Oberflächenstruktur, dem hydrophilen Verhalten und der Porosität des zu entwickelnden
Diazotypiematerial ab. Eine glattere Schicht absorbiert weniger Entwickler als eine etwas gröbere Schicht.
Auf lackierte Materialien, deren Träger aus einer synthetischen Folie, z.B. einer Polyesterfolie, oder aus einem transparenten
Papier besteht, welcher mit einer hydrophilen Filmschicht und gegebenenfalls mit einer hydrophoben Zwischenschicht, beispielsweise
einer oberflächlich verseiften Zelluloseazetatschicht,
■2 ρ
versehen ist, wird eine Menge von etwa 1,5 - 5s0 cm pro m
aufgetragen. Diese Filmmaterialien enthalten eine größere Menge an Diazoniumverbindung pro Oberflächeneinheit als Diazotypiepapiere.
Zur vollständigen Entwicklung dieser Materialien muß
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eine "bestimmte Mindestmenge an Entwickler aufgetragen werden.
Im Vergleich zu der geeigneten aufzutragenden Menge, auf die die Entwicklungsvorrichtung für solche Filmmaterialien eingestellt
worden ist, wird auf Papier eine größere Menge aufgetragen, was "bedeutet, daß auf Diazotypiepapier ein Überschuß
an Azokupplungskouiponente aufgetragen wird.
Folglich "beträgt die Entwieklermenge, die auf gewöhn- -L
liehe , opake Materialien mit einem Papierträger mit oder
3 ohne Vorbeschichtung aufgetragen wird, etwa 2,5 - 4,5 cm
2 1^ 2
pro m , vorzugsweise etwa 2,5 - 3,5 cnr pro m .
Die erwähnten Mindestrengen ergeben sich aus der ITotwendigkeit,
den Entwickler gleichmäßig über die Diazoschicht zu verteilen und dabei die gesamte Oberfläche zu befeuchten. Die oberen
Grenzen werden davon bestimmt, daß sich das Material trocken anfühlen muß, wenn es die Entwicklungsvorrichtung verläßt.
In der Literatur sind bereits verschiedene Vorrichtungen beschrieben
worden, mit denen es möglich ist, eine derartige geringe Menge an Flüssigkeit gleichmäßig auf einer Oberfläche
zu verteilen. Die besten Ergebnisse v/erden bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren jedoch mit der im folgenden beschriebenen Vorrichtung erzielt, d.h., man kann damit alle oben genannten
Materialien gut bearbeiten und den Entwickler gleichmäßig und fortlaufend auftragen.
Diese Vorrichtung wird auf der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellt. 1 ist eine Dosierungswalze, die mit einer
strukturierten Oberfläche versehen ißt und teilweise in den Entwickler 3 eintaucht. Die Struktur kann man erhalten,
indem man die Walze über die gesamte Länge mit einer spiralenförmigen
Rille versieht. 2 ist die Auftragwalze. Die Oberfläche ist elastisch, nicht porös, und besitzt eine geeignete
Härte, im allgemeinen etwa 10 - 50° Shore-Härte A, vorzugsweise etwa 25 - 35° Shore-Härte A. 4 ist eine Andruckplatte,
"bei der vorzugsweise zumindest der Teil, der mit der Auftragwalze in Berührung kommt, aus einem elastischen
Material, z.B. Teflon, hergestellt ist. Um der
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Bildung eines Plüssigkeitsmeniskus und dem Naßwerden der Rückseite
der Kopie entgegenzuwirken, wird die Kante der Andruckplatte vorzugsweise mit U-förmigen Einkerbungen versehen.
Es kann auch eine Vorrichtung angebracht werden, die die Druckplatte
von der Auftragwalze abhebt, wenn sich keine Kopie zwischen dieser Platte und der Walze befindet.
Anstelle der Andruckplatte kann auch eine Druckwalze verwendet
werden, deren Oberfläche mit Erhebungen versehen ist, um das !Naßwerden der Druckwalze und damit das Naßwerden der Rückseite
des entwickelten Materials zu verhindern.
5 und 6 sind die Einführ- bzw. Ausführschlitze für das Diazotypiematerial.
7 ist das zu entwickelnde Kopiermaterial. 8 ist ein Gehäuse, das dazu dient, um das Verdunsten von Wasser aus
dem Entwickler zu verhindern.
Die zu entwickelnde Kopie wird zwischen der Auftragwalze 2 und der Andruckplatte 4 mit der lichtempfindlichen Seite nach unten
transportiert.
Wenn die Vorrichtung in Betrieb ist, wird durch die Dosierungswalze 1 Entwickler auf die Auftragwalze 2 gebracht. Diese nimmt
einen Teil der Entwicklerflüssigkeit auf und befördert sie zu der zu entwickelnden Kopie. Die Kopie nimmt einen Teil des Entwicklers
von der Walze 2 auf, wobei die aufgenommene Menge u.a. von dem zu entwickelnden Material abhängt. Die Entwieklermenge,
die auf ein bestimmtes Matorial, zum Beispiel Papier, aufgetragen
wird, hängt u.a. von der Oberflächenstruktur der Dosierungswalze 1, der Härte und dem hydrophilen Verhalten der Oberfläche der Auftragwalze 2, dem Druck zwischen der Auftragwalze
und der = Dosierungswalze 1 und dem Druck zwischen der Druckplatte
und der Auftragwalze 2 ab. Alle diese Faktoren müssen deshalb zueinander in Beziehung gesetzt werden, und es sind viele geeignete
Kombinationen möglich. Es wurde zum Beispiel eine Entwicklungsvorrichtung hergestellt, deren Dosierungswalze mit einer
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Rille von 25/xm Tiefe und einem Rillenabstand von 0,3 mm versehen
war. Die Rille hatte einen dreieckigen Querschnitt. Die
obere Breite "betrug 50 um. Die Oberfläche der Auftragwalze be-
/ ο
stand aus einem polierten Gummi mit einer Härte von 25 Shore A.
Der Druck zwischen Dosierungswalze und Auftragwalze betrug 7 g pro laufendem Millimeter, und der Druck zwischen Andruckplatte
und Auftragwalze betrug 4 g pro laufendem Millimeter.
Mit dieser Entwicklungsvorrichtung erhielt man eine Entwicklerauftragung,
die bis zu einer Transportgeschwindigkeit von 20 m/Min, des zu entwickelnden Materials konstant blieb, nämlich
•χ ρ
zwischen 3,5 und 4 cm pro m bei Papier und zwischen 1,5 und
zwischen 3,5 und 4 cm pro m bei Papier und zwischen 1,5 und
"3S 2
2 cnr pro m bei Filmmaterial.
2 cnr pro m bei Filmmaterial.
Allgemein sollte der Druck zwischen Andruckplatte und. Auftragwalze
etwa 2-10 g/mm, vorzugsweise etwa 3-5 g/mm, betragen. Es sollte ein bestimmter Mindestdruck herrschen, um eine gute,
gleichmäßige Befeuchtung zu erhalten. Wenn der Druck zu hoch ist, wird zu wenig Entwickler auf das Filmmaterial aufgetragen.
Die Auftragwalze sollte mit einem Material überzogen sein, das eine Härte von höchstens 50° Shore A, vorzugsweise 25 - 35°
Shore A, besitzt. Dies ist notwendig, um eine gleichmäßige Befeuchtung bei Material mit Dickenunterschieden und bei Toleranzen der Andrückplatte und der verwendeten Walzen zu erhalten.
Der Druck zwischen Auftragwalze 2 und Dosierungswalze 1 beträgt
etwa 3 - 9 g/mm, vorzugsweise etwa 5,5 - 7,5 g/mm. Die Oberflächenstruktur der Dosierungswalze, d.h. der Gesamtquerschnitt
der Vertiefungen pro laufendem Millimeter, sollte schließlich so gewählt v/erden, daß bei dem verwendeten Druck die gewünschte
Menge an Entwickler aufgetragen-wird. Diese Struktur sollte nicht
zu grob sein, da sie sonst auf der endgültigen Kopie mehr oder weniger sichtbar würde, weil sich' der Entwickler dann nicht
selbst ausreichend gleichmäßig über die Auftragwalze verteilen könnte. Bei der oben genannten Vorrichtm^ betrug die Gesamtvertiefung
der Rillen über den Längsschnitt der Walze etwa 2 000 am /mm. ' ·
- 13 309850/1109
Bei dem erfindungsgemäß en Verfahren wird der Entwickler vorzugsweise
nur auf die Diazoschicht aufgetrage.i. Deshalb neigt das
Diazopapier dazu, sich nach hinten zu wellen , d.h. mit der lichtempfindlichen Seite nach außen« Dieses Wellen verschwindet
nach kurzer Zeit. Gegebenenfalls kann es vermindert oder die Dauer dieses Zustands verkürzt werden.
Das Papier kann zum Beispiel mehr wasserabweisend gemacht
werden, indem man es vorher "beschichtet; dadurch "bildet sich
praktisch eine Sperrschicht auf der Papieroberfläche. Auf diese Weise v/ird auch ein zu tiefes Eindringen der Diazoniutaverbindung
verhindert.
Ein Trfigerpapier für das Diazotypieverfahren \\oirde in bekannter
Weise einseitig vorbesohichtet» Diese Schicht bestand aus:
10 g eines kristallinen Siliziumoxyds mit einer !Teilchengröße von 5 ijLTn ^,
6 era einer Emulsion von 50 Gew.-$ Polyvinylacetat» die mit
Wasser auf eine Gesamtmenge von 100 get aufgefüllt wurde.
Die Beschichtung wurde durchgeführt, indem man 15 cm /m dieser Mischung gleichmäßig über das Papier verteilte und dieses dann
trocknete. Danach wurde die vorbeschichtete Seite sensibilisiert, indem man 3 cior/m einer 0,14 molaren DiazolÖsung in Wasser
gleichmäßig auf die Oberfläche auftrug und trocknete. In der DiazolÖsung wurde eine Mischung aus zwei Diazoniumverbindungen
verwendet, nämlich:
4-Dimethylamino-3'- (41 -chlor )Tp henoxy-e-chlor-benzol-diazonium-hydrogensulfat
und
2,5'-Diäthoxy-4-(41-methyl)-phenylthio-ben2ol-diazoniumhydrogensulfat
in einem Gewichtsverhältnis von 2 ; 1, Das auf diese Weise erhaltene
Diazotypiematerial wurde durch ein transparentes
- 14 -
Original belichtet und anschließend entwiekelt, indem man
■Z p
3 cm /m einer Lösung der folgenden Zusammensetzung mit der in
der Zeichnung dargestellten Entwicklungsvorrichtung gleichmäßig auf der Diazoschicht verteilte:
260 g Dikaliumsuccinat (wasserfrei berechnet)
25 g Phloroglucin 2 aq.
6 g Resorcin -
1 g Aerosol AY (netzmittel eier Ab er ic an Cyanaraid Co.)
cur Wasser.
Der pH-Wert dieser Losung wurde durch Zugabe von Bernsteinsäure
auf 6,8 eingestellt. Die L'ösung enthielt 0,9 Mol Succinat und 0,2 Mol Azokupplungskomponente pro Liter.
Sofort nach dem Entwickeln fühlte sich die Kopie trocken an
und zeigte ein starkes schwarzes Bild, das so gut v/ie keine nicht umgesetzte Diazoniumverbindung.enthielt.
Eine Zelluloseacetatfilmschieht von etwa 20 g/m , die auf na-
türliches transparentes Papier von etwa 80 g/m aufgetragen worden war, wurde oberflächlich bis zu einer Tiefe von etwa
3 Lim hydrolysiert, indem man sie mit einer Lösung von KOH in
einer Mischung von Wasser und Methanol behandelte, Nachdem man die für die Hydrolyse verwendeten Chemikalien durch Waschen
mit Wasser entfernt und das Papier getrocknet hatte, wurde es durch Auftragen von 3 cm /m einer 0,35 molaren lösung eines
Diazoniumsalzes auf die hydrolysiert« Seite des Papiers sensi—
hilisiert. Man kann ein ähnliches Ergebnis erzielen, wenn man
einen Überschuß an Diazolösung aufträgt und ihn nach etwa 1 Sekunde wieder entfernt, beispielsweise mit einem Hochdruckluftgebläse.
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Als Diazoniurosalz würfle 4-Benzoylamino-2-(ätboxy-carbonyl)
(methyl) amino-5-tnethoxy-benzoi-diazoniumhydrogensulfat verwendet.
Das erhaltene Diazotypiematerial wurde "bildweise "belichtet
und in der in Beispiel I beschriebenen Weise entwickelt, Es wurden 2,5 ctn /m Entwickler aufgetragen. Die auf diese
Weise erhaltene Kopie fühlte sich sofort trocken an und zeigte ein starkes violettes "bis braunes Bild mit einer sehr guten
UV-Absorption auf einem klaren Hintergrand.
Eine Polyesterfolie wurde mit einer Schicht von 10 g/m aus Zelluloseacetat und einem nicht kristallinen Siliziuraoxyd
in einem Gewichtsverhältnis von 3 : 1 versehen. Diese Schicht
wurde in der in Beispiel II beschriebenen Weise oberflächlich verseift. Der erhaltene Träger wurde dann wie in Beispiel II
sensibilisiert. Das auf diese Weise erhaltene Kopiermaterial wurde bildweise belichtet und mit der in der Zeichnung dargestellten
Vorrichtung entwickelt, indem man 2 cm /m der in Beispiel I beschriebenen Entwicklerlösung auf die Diazoschicht
auftrug. Man erhielt die gleichen Ergebnisse wie in Beispiel II,
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Claims (17)
1. Verfahren zur Herstellung von Kopien, bei dem ein Diazotypiematerial,
das aus einem Trägermaterial mit einer
Diazoschicht "besteht, nach der bilöweisen Belichtung entwickelt wird, indem eine gepufferte, wässrige Lösung
einer Azokupplungskomponente gleichmäßig über die Diazoschicht
verteilt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lösung der . Azokupplungskornponente in einer vordosierten
Menge von etwa 1,5 - 4,5 cm. Vm verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Diazotypiematerial verwendet wird, in dem die Diazonium—
verbindung in einer Oberflächenschicht mit einer durchschnittlichen
maximalen Dicke von höchstens 8μ-m anwesend ist,
3. Verfahren nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Diazotypiematerial verwendet wird, in dem die Diazoniumverbindung
in einer Oberflächenschicht mit einer durchschnittlichen maximalen Dicke von 7 um anwesend ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daS
die gepufferte Lösung der Azokupplungskomponente einen pH-Wert von etwa 5,5-8 hat,
5. Verfahren nach Anspruch1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Pufferwirksarakeit der Lösung der A-z©kupplungskomponente
zumindest größtenteils von wenigstens einem Salz der Gruppe : Alkali-, Magnesium- und Ammoniumsalze der Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, ß-Hethyladipinsäure, Maleinsäure, Malonsäure bzw.Zitronensäure herrührt.
- 17 -
309850/1109
6. Verfahren nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Entwicklerlösüng etwa 0,1 -0,6 Mol an Azokupplungskomponente
pro Liter und etwa 0,5-3 g-Äquivalente an Puffersalz pro Liter enthält.
.7. Verfahren nach Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Diazoschicht eine Diazoniunverbindung enthält, die in
-vitro eine stärkere. Kupplungsaktivität als p-Diazo-o-chlordiäthylanilin
besitzt.
8. Verfahren nach Anspruch 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Entwicklung von Diazotypiematerial, das aus einem Papierträger mit oder ohne Vorbeschichtung, v/elche sich aus einein
Pigment und einem Bindemittel zusammensetzt, und einer Diazo-r schicht besteht, die Azokupplungskomponentenlösung in einer
Menge von etwa 2,5 - 3,5 g/m aufgetragen wird..
9. Verfahren nach Anspruch 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Entwicklung von Diazotypiematerial , das aus einem Träger aus.Polyester oder transparentem Papier besteht, der gegebenenfalls
mit einer hydrophoben Lackschicht überzogen ist und auf dem sich eine hydrophile Filmschicht mit einer Diazoniumverbindung
befindet, die Lösung der Azokupplungskomponente in
einer Menge von etwa 1,5 - 3,0 g/m aufgetragen wird.
10. Verfahren nach. Anspruch 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Diazotypiematerial verwendet wird, welches durch gleich-
τ? ρ
mäßiges Auftragen von etwa 2-8 cnr/m einer wässrigen
Lösung einer Diazoniumverbindung auf die Oberfläche des Materials sensibilisiert worden ist.
- 18 -
3098S0/1109
11. Diazotypiematerial zur Verwendung für das Verfahren gemäß Anspruch 1 -10, dadurch gekennzeichnet, daß die Diazonium-
ver bindung in einer Oberflächenschicht mit einer durchschnittlichen maximalen Dicke von hö ch st en s/a il m anwesend ist.
12. Diazotypiematerial nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Diazoniumverbindung in einer Oberflächenschicht
mit einer durchschnittlichen Dicke von höchstens etwa 7 Um anwesend ist.
13. Diazotypiematerial nach Anspruch 11 - 12, dadurch gekennzeichnet, daß es durch gleichmäßiges Auftragen von etwa
•ζ ρ
2-8 cm /m einer wässrigen Lösung einer Diaζ oniumverbindung
auf die Oberfläche dieses Materials sensibilisiert worden ist.
14. Diazotypiematerial nach Anspruch 11 - 12, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem Papierträger, gegebenenfalls
mit einer Vorbeschichtung mit einem Pigment in einem Bindemittel, und einer Diazoschicht besteht und durch gleicher ρ
mäßiges Auftragen von etwa 2-8 cnr/m einer wässrigen,
etwa 0,05 -0,25 molaren Lösung einer Diazoniutnverbindung
auf die Oberfläche dieses Materials sensibilisiert worden ist.
15. Diazotypiematerial nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß der Papierträger mit einer feuchtigkeitsschützenden Schicht versehen ist.
16. Diazotypiematerial nach Anspruch 11 - 13, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem !Präger aus Kunststoff oder transparentem Papier, gegebenenfalls mit einer hydrophoben Lackschicht, und einer hydrophilen Filmschicht besteht und es
durch gleichmäßiges Auftragen von etwa 2-6 cm /m einer
wässrigen, etwa 0,15 - 0,6 molaren Lösung einer Diazoniumverbindung auf die hydrophile Filmschicht sensibilisiert
worden ist.
- 19 -309850/1109
17. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Dosierungswalze (1), die mit einer strukturierten Oberfläche versehen ist,
hei der der Querschnitt der Vertiefungen über einen Langs-
1 2
schnitt der Walze etwa 1000 - 40QO^m /mm beträgt, eine
Auftragwalze (2) mit einer nicht porösen und flexiblen Oberfläche mit einer Härte von etwa 10 — 50 Shore A, eine
Andruckplatte (4) , einen Behälter für die Ent wi ekler lösung
(3) und Material einfuhr- und Ausvmrfvorri ch tu ng en
für das Kopiermaterial umfaßt, wobei der Druck zwischen der Druckplatte und der Auftragwalze etwa 2-1Og pro laufendem
Millimeter und der Druck zwischen Auftragwalze und Dosierungswalze etwa 3 - 9 g pro laufendem Millimeter beträgt
.
309850/1109
so .
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