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KREISKOLBENMOTOR Die Erfindung betrifft einen Krd- skolbenmotor mit
einem Gehäuse, mit einem im Gehäuse um eine geometrische Längsachse drehbaren, durch
eine Lagervorrichtung gelagerten Kolbenvorrichtung, die mit im wesentlichen-longs
der Längsachse sich erstreckenden Bereichen und rnit radialen stirnseitigen Bereichen
mit Hilfe von Dichtvorrichtungen druckdicht an gegenüberliegenden Flächen.einer
Gehäuseausnehmung anliegen, mit einer von der Kolbenvorrichtung in ihrem Öffnungszustand
gesteuerten Auspufföffnung in dem Gehäuse, mit einer von der Kolbenvorrichtung in
ihrem Öffnungszustand gesteuerten Ansaugöffnung in dem Gehäuse, wobei die Auspufföffnung
winkelmäßig zur Ansaugöffnung versetzt ist, mit einer Zundvorrichtung im Falle eines
Benzinmotors, und mit einer Antriebswelle, die drehfest mit der Kolbenvorrichtung
verbunden ist, wobei die Gehäuseåusneh- -muhg an ihrem Umfang kreiszylindrisch -und
koaxial zur geometrischen Längsachse ist, wobei um diese längsachse eine erste Kolbenanordnung
drehbar ist die in bezug auf die Längsachse im Hinblick auf die Massenverteilung
und Gestalt im wesentlichen symmetrische, zueinander starre Flügel der Anzahl n
aufweist, wo n mindestens gleich 2 ist, daß die
ersten Flügel etwa
kreissektorförmige Gestalt haben und ihre kreiszylinderabschnittförmigé Umfangsfläche
mindestens in Teilbereichen und druckdicht an der Umfangsfläche der Gehäuseausnehmung
anliegt, daß beide kreissektofförmigen Stirnflächen jedes ersten Flügels mindestens
in Teilbereichen und druckdicht an beiden Böden der Gehäuseausnehmung anliegen,
wobei der Sektorwinkel dieser ersten Flügel wesentlich kleiner als 900 ist, wobei
dieser ersten Flugel im Betrieb gleichförmig umlaufen, wobei um diese Längsachse
eine zweite Kolbenanordnung drehbar ist, die im Hinblick auf Massenverteilung und
Gestalt im wesentlichen symmetrische, zueinander starre zweite Flügel der Anzahl
n aufweist, wo n mindestens gleich 2 ist, daß die zweiten Flügel etwa kreissektorförmige
Gestalt haben, und ihr kreisabschnittförmiger Umfang mindestens in Teilbereichen
und druckdicht am Umfang der Gehäuseausnehmung anliegt, wobei beide kreissektorförmigen
Stirnflächen jedes zweiten Flügels mindestens in Teilberei chen und druckdicht an
beiden Böden der Gehöuseausnehmung anliegen, wobei der Sektorwinkel dieser zweiten
Flügel wesentlich kleiner als 90° ist, wobei sich jeder zweite Flügel jeweils im
Raum zwischen'zwei ersten Flügeln befindet, wobei die erste Kolbenanordnung mit
der zweiten Kolbenanordnung durch eine Steuervorrichtung verbunden ist, die bei
gleichförmiger Drehung der ersten Kolbenanordnung der zweiten Kolbenanordnung eine
ihrer gleichförmigen Drehung überlagerte Bewegung verleiht, dergestalt, daß die
zweite Kolbenanordnung relativ zur gleichförmigen Drehung periodisch einmal voreilt
und einmal nacheilt, wobei bei maximaler Voreilung zwischen einem der ersten und
einem der zweiten Flügel ein Kompressionsvolumen im zeitlichen Bereich des Zündzeitpunkts,zu
einem späteren Zeitbereich zwischen diesem ersten und dem ihm nacheilenden
zweiten
Flügel ein auszupuffendes Volumen, und wobei zu einem dritten Zeitbereich zwischen
dem anderen zweiten und dem ihm nacheilenden ersten Flügel ein mit Frischgas zu
f;ullendes'und später zu komprimierendes Volumen vorhanden ist, nach Patentanmeldung
P 20 23 279.5.
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Gemäß cier Hauptanmeldung besteht zwischen den ersten Flügeln und
den zweiten Flügeln in Drehrichtung gesehen ein toter Raum, der zwar kein Gemisch
aufnehmen kann, ledoch- stets mit Luft gefüllt ist. Dieser tote Raum verändert sich
hinsichtlich seines Volumens ebenso wie die das Gemisch aufnehmenden Räume zwischen
den zweiten und ersten Flügeln, in Drehrichtung gesehen. Es wird also die Luft im
toten Raum ebenfalls komprimiert und wieder expandiert.
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Nachteilig hieran ist, daß zusatzliche verlorene Arbeit aufgewendet
werden muß, um auch diesen toten Raum zu komprimieren.
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Es ist deshalb erfindungsgemäß vorgesehen, daß die ersten Flügel je
eine radiale Durchbrechung aufweisen, in der ein Rückschlagventil angeordnet ist,
dessen Durchlaßrichtung zum das Gemisch aufnehmenden Volumen hin gerichtet ist.
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Dadurch wird gleichzeitig eine Vorkomprimierung des das Gemisch aufnehmenden
Volumens erreicht, da ja die im toten Raum komprimierte Luft in den das Gemisch
aufnehmenden Raum überströmt. Dies bedeutet eine Erhöhung des Wirkungsgrades.
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Weisen die ersten Flügel eine vom toten Raum her offene Ausnehmung
auf, so reicht es auch aus, den Kolbenboden mit einer Bohrung zu versehen. Sind
dagegen, wie es bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung verwirklicht ist,
die ersten Flügel hohl ausgebildet, so weisen die ersten Flüge! ein Röhrchen auf,
das sie in radialer Richtung durchdringt.
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Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Rückschlagventil
federbe-1 tastet. Dies ist jedoch nicht unbedingt notwendig, da ja entweder vom
toten Raumher oder von dem Raum her, der das Gemisch aufnimmt, ein Druck besteht,
der das Ventil in die eine oder andere Lage bewegt. Bei einer anderen Ausführungsform
der Erfindung ist deshalb das Rückschlagventil als einfaches Flatterventil ausgebildet.
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Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung gehen aus der nachfolgenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels hervor. In der Zeichnung zeigen:
Fig. I einen Radialschnitt senkrecht zur geometrischen Längsachse des Motors im
Augenblick der Zündung, Fig. 2 die Lage der Flügel im Augenblick des Auspuffens,
Fig. 3 die Draufsicht auf die Steuerseite, Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der
ersten Kolbenanordnung samt der zugehörigen Teilwelle, Fig. 5 eine perspektivische
Ansicht der zweiten Kolbenanordnung samt der zugehörigen Teilwelle,
Fig.
6 die Seitenansicht des Motors von der Auspuffseite her, und Fig. 7 ein qualifatives
Diagramm.
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Ein Gehäuse 11 hat innen eine kreiszylindrische Ausnehmung 12 und
zwei scheibenförmige Deckel 13, 14. Die Ausnehmung 12 ist koaxial zur geometrischen
Längsachse 16. Die Deckel 13, 14 sind unter Zwischenlegen von Dichtscheiben mit
dem Mantel 17 druckdicht verbunden. Im Mantel 17 ist eine Gewindebohrung 18 vorgesehen,
in die eine Zündkerze 19 eingeschraubt ist, die mit einer bekannten Zündanlage elektrisch
verbunden ist. Ihre Elektroden befinden sich außerhalb der Ausnehmung 12 in einer
Nische des Mantels 17.'Um 940 gegenüber der Zündkerze 19 versetzt befindet sich
eine Auspufföffnung 21 im Mantel 17, die sich fast längs dessen ganzer Länge erstreckt
und 300 breit ist. Die Auspufföffnung 21 ist jedoch nicht einfach ein rechteckiges
Loch, sondern hat Stege 30, die sich in radialen Ebenen erstrecken und deren Innenfläche
mit der Flöche der Ausnehmung 12 fluchtet, so daß diese Stege noch später zu besprechende
Dichtleisten im Betrieb daran hindern, aus der Auspufföffnung 21 hinauszufl iegen.
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Im Deckel 13 ist eine Ansaugöffnung 22 vorgesehen, deren Mitte um
etwa 1950 gegenüber
der Zündkerze 19 versetzt ist und etwa 35 breit
ist. Die AnsaugölFfnung 22 hat kreissektorförmige Gestalt0 Zwei ihrer Ränder 23,
24 verlaufen radial zur geometrischen Längsachse 16, während die beiden anderen
Ränder 26, 27 konzentrisch zur geometrischen Längsachse 16 verlaufen wobei der Rand
26 naturgemäß kurzer als der Rand 27 ist0 Zwei Flügel 28, 29 haben tortenstücköhnliche
Gestalt. ihre Umfänge 20, 25 sind zylindersektorförmig und entsprechen in ihrer
Gestalt der Ausnehmung 12e Ihre Stirnflächen 31, 32, 33, 34 sindkrnissektorförmig.
Im zusammengebauten Zustand liegen die Stirnflächen 31, 33 gegenüber dem Deckel
14, während die Stirnflächen 32, 34 gegenüber dem Deckel 13 liegen0 Der Flügel 28
ist bezüglich der Längsachse 16 das' Spiegelbild des Flügels 29" Auf halber Länge
sind die Flügel 28, 29 einstückig mit einem Bund 36, der im großen und ganzen eine
kreiszylindrische Oberfläche 37 hat, die koaxial zur Längsachse 16 liegt. Mit seinem
gemäß Fig. 4 linken Bereich ragt der nach links über die Flügel 28, 29 hinaus und
ist dort~im Deckel 13 drehbar und druckdicht gelagert. Der Bund 36 ist einstückig
mit den Flügeln 28, 29 Wo die rechte Stirnseite 38 des Bunds 36 aufhört, haben die
Flügel 28, 29 je eine Ausdrehung 205 45 in Fortsetzung der Oberfläche 37, d. h.
ihre Oberfläche folgt einer Zylinderoberf lächeO Nach rechts setzt sich der Bund
36 in einem kreiszylindrischen Zapfen 39 fort, der koaxial zur Längsachse 16 ist
und sich im zusammengebauten Zustand bis über den
Deckel 14 hinaus
erstreckt, Der Sektorwinkel der Flügel 28, 29 beträgt 510, Ihre Wände 41, 42 43,
44 sind eben. Die Wand 41 und 44 liegt in einer gemeinsamen radialen Ebene und die
Wand 43, 42 Biegt in einer anderen gemeinsamen radialen Ebene«, Auf dem Bundl 36
außerhalb des Deckels 13 sitzt-drehfest eine kreisrunde Scheibe 46, deren Durchmesser
etwcls kleiner als der Durchmesser des Gehäuses 11 ist und die zweisektorl'örmige
Fenster 47 hat, die in der Größe der Ansaugöffnung 22 entsprechen, symmetrisch zur
Längsachse 16 angeordnet sind und sich in der Fig. 2 gezeichneten Stellung mit derAnsaugöffnung
22 öffnen, so daß durch diese über eine -Gemischleitung 48 z, B, von einem Vergaser
her Gemisch angesaugt werden kann. Im Falie eines Dieselmotors wird dort lediglich
die Luft angesaugt, Der Deutlichkeit halber wurde in Fig0 6 ein Spalt zwischen der
Scheibe 46 und dem Deckel 13 einerseits und der Scheibe 46 und der Gemischleitung
48 andererseits belassen, Natürlich wird im Betrieb dieser Bereich dicht gehalten,
so daß entweder die Ansnugöffnung und die Gemischleitung 48 verschlossen oder aber
ein Gemisch-verlustioser Durchgang zwischen der Gemischleitung 48 und der AnsaugöFfnung
22 besteht Da die Scheibe 46 außerhalb der Brennräume verläuft, ist sie thermisch
praktisch nicht belastet und an die Abdichtung brauchen auch keine hohe Anforderungen
gestellt werden, da sich das komprimierte Volumen schon'lange Zeit vor der maximalen
Kompression nicht mehr hinter der Ansaugöffnung 22 befindet Zwei weitere Flügel
49, 51 sind gleich den Flügeln 28, 29 aufgebaut, haben jedoch einen wesentlich kleineren
Sektorwinkel von etwa 30°. Ihre Stirnflächen 52, 53
laufen gegenüber
der Innenseite des Deckek 14 und ihre Stirnflächen 54, 56 laufen gegenüber der Innenseite
des Deckels 13, ebenso wie die Stirnflächen 32, 34 der Flügel 28, 29e Die beiden
Flügel 49, 51 sind auf ihrer halben Länge mit ihrer Wurzel 57, 58 mit einer Welle
59 verbunden, deren Durchmesser exakt gleich dem Durchmesser des Bunds 36 ist und
gemäß Fig0 6 nach links aus dem Deckel 14 herausragt und dort druckfest gelagert
ist. Die Oberfläche 61 der Welle 59 läuft exakt koaxial mit zylindrischer Fläche
zur Längsachse 16 und hat eine koaxiale innere Durchgangsbohrung 62, indie der Zapfen
39 drehbar passt" Steckt man die Vorrichtung nach Fig. 4 und 5 zusammen, so laufen
die Wände 40, 41 der Flügel 28, 29 auf der Oberfläche 61 r während die gleich ausgebildeten
Wände 63, 64 auf der Oberfläche 37 des Bunds 36 laufen0 Der Einfachkeit halber wurden
in den Fig. 4 und 5 sämtliche Dichtleisten weggelassen0 In Fig0 1 sind jedoch einige
Nuten 66 für Dichtleisten schematisch angedeutet0 Die Dichtleisten in den Flächen
20, 25, 67, 68 erstrecken sich natürlich über die ganze Länge der Flügel 28, 29,
49,51, während sich die Dichtleisten in den Flächen 40,'41, 63, 64 nur über die
halbe Länge erstrecken0 Ferner sind in den Stirnflächen 31,32, 33, 34, 52, 53, 54,
56 radiale Dichtleisten vorzusehen, die gegenüberden Deckeln 13, 14 abdichten0 Im
Betrieb liegtdie Stirnseite 38 evtl. durch Hilfsmittel abqedichtet, druckdicht,
jedoch um einen Winkel um die geometrische Längsachse 16 schwenkbar, an'der Stirnseite
61 an. Die Ausdrehungen 40, 45 und die Wände 63, 64 sind untereinander gleich lang,
Auf der Außenseite des Deckels 14 sitzt koaxial zur Längsachse 16 ein mit ihm starrer
Zahnkranz 69 mit Außenzähnen 71. Auf der Welle 59 sitzt gemäß Fig. 6 links vom
Zahnkranz
69 ein Arm -72, der sich radial erstreckt und an seinem freien Ende eine drehbar
gelagerte Rolle 73 aufweist, die auf einem Kugellager 74 sitzt, Die geometrische
Längsachse der Rolle 73 ist parallel zur geometrischen Längsachse 16 Auf dem Zapfen
39 sitzt ebenfalls drehstarr ein radialer Arm 76, der in einer Bohrung eine drehbare
Welle 77 lagert, die sich zu beiden Seiten vom Arm 76 erstreckt und deren geometrische
Längsachse parallel zur geometrischen Längsachse 16 ist0 Auf der gemäß Fig0 6 rechten
Seite trägt die Welle 77 ein Zahnrad 78, dessen Zähne 79 mit den Außenzähnen 71
kämmen, Im Falle dervierflügligen Anordnung des Ausführungsbeispiels beträgt das
Übersetzungsverhäitnis 1 : 2 und müßte bei einer sechsflügligen Anordnung 1: 3 betragen
usw, Drehstarr auf der Welle 77 sitzt auch ein' Nocken 81 , wegen dessen genauer
Gestalt auf die Fig 3 verwiesen wird und die am besten mit "eiförrni beschrieben
wird0 Sein Drehzentrum bezüglich der Welle 77 befindet sich entgegengesetzt zu seiner
Spitze 82, in dessen Nähe seine Außenfläche weniger gekrümmt ist und deren Krümmung
zur'Spitze 82 hin symmetrisch zunimmt0 Der Nocken 81 liegt an der Rolle 73 an. In
den Fig. 1 und 3 ist noch ein Pfeil 83 gezeichnet, der die Drehrichtung angibt,
Im Betrieb arbeitet die Vorrichtung wie folgt: Im komprimierten explosionsfähigen
Volumen 84 wird gerade ein Zündfunke erzeugt (Fig0 1)o Wegen der Eigenart der Steuerungsvorrichtung
nach Fig. 3 und 6 bleibt zunächst der Flügel 49 praktisch -stehen und der Flügel
28 bewegt sich in Richtung des Pfeils 83o Alsbald beginnt jedoch
der
Kolben 49 mit erhöhter Geschwindigkeit hinter dem Kolben 28 herzujagen, wodurch
das nunmehr verbrannte Volumen 84 erneut komprimiert und zur Auspufföffnung 2i ausgepufft
wird0 Der Auspuff öffnet bei 850 und schließt bei ungefähr 1500 Die Auspufföffnung
21 bleibt damit sehr lange offen und das verbrannte Gemisch wird gründlich ausgespült0
Wie man aus Fig0 1 sieht, expandiert kurz nach der gezeichneten Situation das Volumen
86 und saugt über die Ansaugöffnung 22 und das Fenster 47 Gemisch aus der Gemischleitung
28 an, Bei der weiteren Bewegung wird das Volumen 86 von der Ansaugöffnung 22 getrennt
und in Fig. 2 ist die Ansaugöffnung 22 durch die Scheibe 46 verschlossen, so daß
das'Volumen 87 kein Gemisch aufnehmen kann. Das gleiche gilt auch später für das
Volumen 88 Das Volumen 86 wird immer mehr komprimiert, weil der Flügel 51 den Flügel
29 immer mehr einholt, bisdann wieder der in Fig. 1 gezeichnete Zustand erreicht
ist Die Kompressionsverhältnisse lassen sich durch die Form des Nockens 81 und die
Form der Flügel leicht beeinflussen0 Ferner kann man durch die Sektorenbreiten,
die Breite der Auspuff- und Ansaugöffnung sowie die Form des Nockens 81 die Ansaugzeit
und Äuspuffzeit leicht bestimmen und günstig beeinflussen. Die Wände 41, 44 sowie
die gegenüberliegenden Wände der anderen Flügel brauchen natürlich.nicht völlig
eben zu sein. Sie können zur Bildung von wünschenswerten Eigenschaften beim Verbrennungsvorgang,
beim Verwirbelungsvorga'ng und beim Kompressionsvorgang sowie beim Eine spritzvorgang
auch ausgehöhlt sein, Die Flügel mUssen nicht massiv sein, sondern können
innen
verrippt sein. Insbesondere könñen sie von denjenigen Seiten her hohl sein, die
nicht durch Explosionsdrücke beaufschlagt werden Fig0 7 zeigt quantitativ die Bewegung
der Flügel 28, 29 über der Zeit durch eine waagerechte Gerade 89 an, während die
oszillierenden Bewegungen der Flügel 49, 51 durch die Kurve 91 angedeutet werden,
Natürlich hat man es durch die Gestalt des Nockens 81 in der Handr den Verlauf der
Kurve 91 zu beeinflussen.
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Die Ansaugöffnung muß nicht unbedingt im Deckel 13 vorgesehen seine
Sie kann ähnlich wie die Auspufföffnung 21 im Mantel 17 vorgesehen sein, jedoch
gegenüber dieser um entsprectzende Winkelgrade versetzte Ist die Ansaugöffnung genügend
lang, so benötigt sie ebenfalls Stege 300 In diesem FaI[ läßt man um den Mantel
17 einen Ring 92 umlaufen, wie er gestrichelt in Fig.-6 eingezeichnet ist0 Dieser
hat die entsprechenden Fenster, analog zur Scheibe 46c Der Ring 92 kann durch Speichen
oder auch eine Vollscheibe mit dem Bund 36 verbunden seine Darüber hinaus besteht
natürlich auch die Möglichkeit, in herkömmlicher Weise die Ansaugöffnung durch Nocken
und Ventile zu steuern.
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Wie-aus Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, haben die Flügel jeweils ein
Kolbenhemd 136, das durch je einen Kolbenboden''47 zum Volumen 84 bzw. 86 hin abgeschlossen
ist.
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Das Kolbenhemd 136 ist so dick, daß die Nuten 66 noch im Kolbenhemd
verlaufen.
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Das Kolbenhemd ist dünner als der Kolbenboden. Letzterer kann, wie
in Fig. 1 im ersten Quadranten eingezeichnet, nach außen hin dünner werden.
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Der Kolbenboden 137 der beiden ersten Kolben 28, 29 , nicht jedoch
der Kolbenbod der zweiten Kolben 49, 51,weist eine gestufte Bohrung 143 auf, die
etwa in der Mitte des Kolbenbodens 137 angeordnet ist. In die gestufte Bohrung 143
ist ein federbelastetes Tellerventil 144eingesetzt. Das Tellerventil, das in geschlossenem
Zustand eine ebene Fläche mit derjenigen Fläche des Kolbenbodens 137 bildet, die
zum das Gemisch aufnehmenden Raum 84, 86 hinweist, öffnet sich in Richtung des das
Gemisch aufnehmenden Raumes 84 bzw. 86. Das Tellerventil 144 ragt also in seinem
geöffneten Zustand in den Raum 84, 86 hinein. Die Wirkung des Tellerventils 144
ist nun folgende: Zu einem Zeitpunkt, in dem der Ansaugvorgang zwar beendet ist,
der Kompressionsvorgang jedoch noch nicht begonnen hat bzw. sogleich beginnt, wird
der Totraum 87 bzw. 88 komprimiert, da die zweiten Kolben 49, 51 relativ zu den
ersten Kolben 28, 29 nacheilen. Dieser Kompressionsdruck öffnet nun das Tellerventil
144, da von der anderen Seite praktisch kein Gegendruck herrscht. Der Raum 84 bzw.
86 wird also auf diese Weise vorkomprimiert, bevor der eigentliche Kompressionsvorgang
erfolgt, der aufgrund der einsetzenden Voreilung von zweiten Kolben 49, 51 gegenüber
den ersten Kolben 28, 29 zustande kommt.
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Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel reicht es also aus, den
Kolbenboden 137 mit einer kurzen Bohrung zu versehen. Sind die Kolben 28, 29, 49,
51 jedoch voll, so müssen sie mit einer die ganze Dicke durchquerenden Bohrung versehen
werden.
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Sind jedoch die Kolben innen hohl ausebildet, so müssen sowohl Kolbenboden
als auch - decke durchbohrt und in den Hohlraum ein die beiden Bohrungen verbindendes
Röhrchen eingesetzt werden, welches dann das Ventil aufnimmt. Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel ist das Ventil 144 als federbelastetes Rückschlagventil dargestellt.
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Es ist jedoch genau so möglich, ein einfaches Flatterventil zu verwenden,
das keinerlei Rückstellkraft aufweist. Eine Rückstellkraft, beispielsweise in Form
einer Feder, ist deshalb nicht unbedingt notwendig, da ja von beiden Seiten des
Kolbenbodens 137 abwechselnd Druck herrscht, so daß das Ventil aufgrund dieser Drücke
abwechselnd in seine geschlossene oder seine offene Stellung gebracht wird.
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Zur Schmierung der Flügel sind Öllängsbohrungen 138 vorgesehen, die
Austrittsöffnungen 139 aufweisen. Die Austrittsöffnungen 139 sind so vorgesehen,
daß sie Öl in das zu komprimierende Volumen 86 spritzen. Je nach Bedarf ist es jedoch
auch möglich, die Öllängsbohrungen 138 samt Austrittsöffnung 139 an einer anderen
Stelle vorzusehen, so daß man auch an anderen Stellen und zu anderen Zeitpunkten
Öl einspritzen kann. Da sich beim Ausführungsbeispiel die Wellen 36, 59 nur über
die Hälfte des Gehäuses erstrecken, sind in beiden Wellen 36, 59 Öllängsbohrungen
138, 139 vorzusehen.
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Indem sich die Öllängsbohrungen 138 drehen, wirkt auf das in ihnen
befindliche Öl eine
Fliehkraft, so daß das Einspritzen von Öl erleichtert
wird.
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Man könnte jedoch auch wenn dies nicht zu Geruchsbelästigungen führt
- dem Benzingemisch Öl zur Schmierung beigeben.
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Die Versorgung der Öllängsbohrungen mit Öl erfolgtdurch Leitungen,
die durch die Böden 13, 14 hindurchgehend und ortsfest sind. Eine solche Leitung
ist mit ihrer Öffnung 141 strichpunktiert in Fig. 2 angedeutet. Wenn also die Öllängsbohrung
138 mit derMündung der Leitung 141 fluchtet, so wird Öl eingespritzt. Indem man
die Mündung der Leitung 141 flach trichterartig auszieht, kann man über längere
Zeitintervalle hinweg schmieren.