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Vorrichtung zum automatischen Abmessen und Abgeben gleicher Mengen
trockenen Pulvers Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum automatischen
Abmessen und Abgeben gleicher Mengen trockenen Pulvers, mit einem hohlen Zylinder,
einer porösen querliegend und beweglich innerhalb des Zylinders angeordneten Membran
und einer mit der Membran verbundenen Einrichtung zum Zuführen verringerten und
erhöhten Druckes auf die Membran. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine
Verbesserung
einer Vorrichtung, die erstmalig wahrscheinlich in der US-PS 2 540 059 beschrieben
und beansprucht ist.
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Es sind seit langem Einrichtungen zum volumetrischen Abmessen gleicher
Mengen trockenen Pulvers bekannt, bei welchen ein verringerter Druck an der Rückseite
eines Teiles aufgebracht wird, das als poröse Membran beschrieben und in einer vorbestimmten
Entfernung vom offenen Ende eines Hohlraums angebracht ist, wodurch der verringerte
Druck zur Vorderseite dieser Membran übertragen und somit der Hohlraum mit trockenem
Pulver gefüllt wird, wenn das offene Ende in dasselbe eingebracht wird. Das Aufrechterhalten
des verringerten Druckes (Unterdrucks) hält das trockene Pulver im Hohlraum. Die
Beendigung des verringerten Druckes und der unmittelbare Ersatz desselben durch
einen erhöhten Druck stößt die gleiche Menge des trockenen Pulvers aus.
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Durch Synchronisieren des Anordnens eines Behälters, z.B.
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eines Kartons, einer Ampulle, einer harten Kapsel oder dergleichen,
an einer vorbestimmten Stelle gleichzeitig mit dem Aufgeben erhöhten Druckes auf
die Einrichtung zum Abmessen und Abgeben gleicher Mengen trockenen Pulvers, wenn
die Einrichtung an eine solche vorbestimmte Stelle geführt wird, wird die gleiche
Menge trockenen Pulvers in das dafür bereitgestellte Behältnis abgegeben.
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Die US-PS 2 540 059 lehrt, daß ein Filter aus rostfreiem Stahl mit
einer Maschenweite von 0,044 mm (325 mesh) als poröses Material außerordentlich
zufriedenstellend verwendbar ist. Andere vorgeschlagene Materialien sind gesintertes
Glas, gesinterte Metalle, Filz, Porzellan und faserige Hölzer, wie Balsaholz. Es
wird ferner gelehrt, daß sich das poröse Material während des Betriebes nicht verformen
soll.
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Ein Filter aus rostfreiem Stahl mit einer Maschenweite von 0,044 mm
(325 mesh) hat öffnungen von ungefähr 44 Mikron.
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Diese sind viel zu groß, um den Durchgang feinen Pulvers zu verhindern.
Folglich kann solch ein Filter nur für solche körnigen Materialien, wie Schießpulver,
verwendet werden.
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Dies führte dazu, daß Filz das ausgewählte Material zur Verwendung
als poröse Membran beim Abmessen gleicher Mengen sehr feinen Pulvers wurde. Jedoch
hat Filz den Nachteil, daß er ein geschichteter Stoff ist, der von der Entwicklung
einer wesentlichen Dicke der Fasern abhängig ist, die übereinander gestapelt sind,
um die beschränkte erforderliche Porosität zum Unterbrechen des Durchgangs des feinen
Pulvers zu erhalten.
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Diese Eigenschaft des Aufbaus schafft weitgehend Gelegenheit, daß
feine Pulverpartikel in dem Filzpolster eingebettet werden und dem Ausstoßen bei
dem Zyklus widerstehen, wobei der Druck zuerst verringert und dann erhöht wird.
Folglich werden Filzmembranen manchmal schnell verstopft und müssen häufig ersetzt
werden. Je roher das Pulver ist, dem sie ausgesetzt sind, desto kUrzer ist die nutzbare
Lebensdauer der Membran.
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Andere Materialien wurden mit ähnlichen Schwierigkeiten verwendet.
Zum Beispiel wurden verschiedene metallene, keramische und plastische Materialien
mit Poren gesteuerter Größe geformt oder gegossen. Jedoch sind diese Materialien,
ähnlich wie Filz, von dem Aufbau einer Schicht mit einiger Dicke abhängig, um die
gewünschte Porosität zu schaffen und sind folglich im allgemeinen starr und etwas
inflexibel.
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Die Entwicklung von Geweben mit sehr kleinen oeffnungen, welche aus
synthetischen, einfädigen Fasern hergestellt sind, hat zu stark verbesserten porösen
Membranen geführt, welche die Übertragung des verringerten und erhöhten Druckes
von einer Seite zur -anderen ermöglichen, und welche aufgrund der verringerten Dicke
des Gewebes und der Elastizität der Fasern dem Aufbau
einer Einbettung
von Pulverpartikeln während wiederholter Zyklen beim Anwenden eines verringerten
und erhöhten Druckes widerstehen.
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Während die Entwicklung von aus synthetischen, einfädigen Fasern gewebten
Geweben eine bemerkenswerte Verbesserung des porösen Materials ergibt, das bei der
Übertragung sowohl des verringerten als auch des erhöhten Druckes auf den Hohlraum
verwendet wird, in welchem die gleiche Menge des trockenen Pulvers abgemessen wird,
ergaben sich neue Schwierigkeiten bei der Montage oder Befestigung des Gewebes in
der Vorrichtung. Die verwobene, einfädige Faser bildet keinen "Körper", wie irgendeines
der bekannten porösen Materialien. Folglich muß das Gewebe unter Spannung befestigt
werden, und diese Spannung muß gesteuert werden, um gerade den richtigen Betrag
an Durchbiegung des unter wiederholten Zyklen verringerten und erhöhten Druckes
stehenden Gewebes zu ergeben. Darüber hinaus muß die poröse Membran innerhalb der
Grenzen der Wände, -welche die Seiten des Hohlraumes, in dem die gleiche Menge trockenen
Pulvers abgemessen werden soll, beweglich sein.
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Schließlich darf nur ein kleiner Bereich des Endes des durch die poröse
Membran definierten Hohlraumes von der Befestigung des porösen Gewebes eingenommen
werden, weil der Bereich des letzteren so groß wie möglich im Verhältnis zur Querschnittsfläche
des Hohlraums sein muß, um die Übertragung der verringerten und erhöhten Drücke
über eine so große Fläche wie möglich zu verteilen, um tote Punkte zu vermeiden,
wo sich trockenes Pulver sammeln kann. Zusätzlich ermüdet das poröse Material schließlich,
das als Filter dient, um den Durchlaß von Strömungsmittel in beiden Richtungen zu
ermöglichen, weil zuerst verringerter Druck und dann erhöhter Druck aufgebracht
wird und gleichzeitig der Durchgang trockener Pulverpartikel behindert wird, oder
wird durch eingebettete Partikel trockenen Pulvers verstopft und muß ersetzt werden.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine schnell austauschbare
Membrananordnung zu schaffen, welche eine poröse Membran aufweist, die aus einem
aus synthetischen, einfädigen Fasern gewobenen Gewebe als Teil eines Filterteils
besteht, das mit einem Minimum an Arbeit und Zeit ersetzt werden kann.
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Weiter soll mit der Erfindung eine poröse Membran als Teil eines Filters
geschaffen werden, die unter einer entsprechenden Spannung zum Steuern der Durchbiegung
des Gewebes der Membran bei wiederholten Zyklen verringerten und erhöhten Druckes
angebracht ist, um die Einbettung trockener Pulverpartikel in der Membran und so
die Anzahl wiederholter Zyklen zu steigern, welche die Membran vor dem Ermüden und
Verstopfen unbrauchbar machen.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Einrichtung der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, daß eine schnell austauschbare Membrananordnung vorgesehen
ist, die ein an der druck-zuführenden Einrichtung befestigtes Befestigungsteil aufweist,
welches zum Eingriff mit einem Filterteil vorgesehen ist, an dem die poröse Membran
befestigt ist, und das Befestigungsteil und das Filterteil in Eingriff miteinander
innerhalb des Zylinders angeordnet sind.
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Es wurde somit gefunden, daß ein Befestigungsteil mit einem Keil und
einer Keilnut als einstückige Teile desselben, das an einer Einrichtung zum Zuführen
verringerten und erhöhten Druckes befestigt ist, in Eingriff mit einem entsprechenden
Keil und einer Keilnut eines komplementären Filterteils, das beweglich innerhalb
der Grenzen eines hohlen Zylinders angeordnet ist, eine schnell austauschbare Membrananordnung
ergibt, wobei das Filterteil fast augenblicklich ersetzt werden kann. Eine zweckmäßige
Spannung für eine poröse Membran aus gewobenem Stoff, der aus synthetischen, einfädigen
Fasern
besteht, wird durch Warmschweißen solchen Stoffes an einen
thermoplastischen Körper eines Filterteils herbeigeführt, so daß die Verformung
eines Querschnittes mit einem Durchmesser von 6,25 mm (0,25??) bei einem verringerten
Druck von ungefähr 457,2 mm (l8,0") Wassersäule (Unterdruck) 180 Mikron beträgt
und unter einem erhöhten Druck von ungefähr 0,63 kg/cm2 (9 psig.) ungefähr 180 Mikron
beträgt.
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Im folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen vertikalen Schnitt durch die Vorrichtung,
welcher die schnell austauschbare Membrananordnung, welche die Erfindung bildet,
zugeordnet ist, Fig. 2 eine vordere Draufsicht des Filterteils der schnell austauschbaren
Membrananordnung, Fig. 3 einen Ausschnitt der Fig. 1, welcher die erfindungsgemäße,
schnell austauschbare Membrananordnung darstellt, Fig. 4 eine perspektivische Darstellung
des Befestigungsteiles der schnell austauschbaren Membrananordnung, und Fig. 5 eine
perspektivische Darstellung des Filterteils der schnell austauschbaren Membrananordnung.
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In Fig. 1 ist ein Filterteil 1 in Eingriff mit einem Befestigungsteil
6 dargestellt, das innerhalb eines hohlen Zylinders 12 angeordnet ist. Das Befestigungsteil
6 ist an einer Einrichtung 9 zum Zuführen verringerten Druckes oder Zuführen unter
Druck stehenden Strömungsmittels zur schnell austauschbaren Membrananordnung befestigt,
wie sie genauer in Fig. 3 dargestellt ist.
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Die Einrichtung 9 zum Zuführen verringerten Druckes und unter Druck
stehenden Strömungsmittels ist an dem mit Gewinde versehenen Anschlußstück 16 befestigt.
Das Anschlußstück 16 ist innerhalb der Grenzen der mit Gewinde versehenen Kupplung
15 beweglich. Der hohle Zylinder 12 ist an dem einen Ende der Kupplung 15 gegenüber
dem Ende, in welchem das Anschlußstück 16 beweglich angeordnet ist, mit Schraubengewinde
befestigt. Eine umlaufende eingearbeitete Nut 10 im Befestigungsteil 6 hält einen
0-Ring 11, der eine Dichtung zwischen dem Zylinder und dem Befestigungsteil 6 ergibt.
Die Einrichtung 9 zum Aufbringen verringerten Drucks und Zuführen unter Druck stehenden
Strömungsmittels ist hohl und starr und bildet zwischen dem beweglichen Anschlußstück
16 und dem beweglichen Befestigungsteil 6 eine Verbindung.
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Wenn das Anschlußstück 16 in der Kupplung 15 zurück- und vorwärtsbewegt
wird, werden die zusammenwirkenden Teile 9, 6 und 1 in derselben Richtung bewegt.
Das Gewinde 17 der Kupplung 15 erstreckt sich entlang der Längsachse der Kupplung
über eine ausreichende Entfernung, daß das Anschlußstück 16 darin bis zu einem Punkt
bewegt werden kann,an dem die Einrichtungen zum Erfassen. des Befestigungsteils
6 sich über das offene Ende des Zylinders 12 erstrecken.
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Wenn die gesamte Reihe der Teile 16, 9, 6 und 1 in die oben beschriebene
ausgestreckte Lage bewegt wird, kann das Filterteil 1 unmittelbar ersetzt werden.
Wenn das neue Filterteil 1 an seinem Platz ist, wird die gesamte Reihe der Teile
16, 9, 6 und 1 durch Drehen des Anschluß stücks 16 in umgekehrter Richtung in die
Kupplung 15 zurückgezogen. Das Anschlußstück 16 wird zurückgezogen, bis das gesamte
Filterteil 1 in den Zylinder 12 zurUckgezogen ist.
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Der Innendurchmesser des Zylinders 12 liegt fest, so daß das Volumen
des Pulvers, welches in dem Raum 21 am offenen Ende
des Zylinders
12 aufgenommen werden kann, durch die Entfernung von der scharfen Kante des offenen
Endes des Zylinders 12 bis zur Fläche des Filterteils 1 bestimmt wird. Folglich
wird das Anschlußstück 16 in die Kupplung 15 zurückgezogen, bis die bestimmte Entfernung
unmittelbar darüber ein Volumen für den Raum 21 darstellt, das der gleichen Menge
des gewünschten trockenen Pulvers angepaßt ist. Eine nicht dargestellte Kontermutter
fixiert die Lage des Anschlußstücks 16 in der Kupplung 15> wenn der Raum 21 angemessen
definiert ist.
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Die Vorrichtung zum automatischen Abmessen und Abgeben gleicher Mengen
trockenen Pulvers wird folgendermaßen betätigt: a) das offene Ende des Zylinders
12 wird in eine Menge trockenen Pulvers eingebracht, b) ein verringerter Druck (Unterdruck)
wird am offenen Ende des Anschlußstücks 16 aufgebracht und mittels der Einrichtung
9 mit dem Befestigungsteil 6 und schließlich dem Filterteil 1 verbunden, c) eine
gleiche Menge trockenen Pulvers wird in den Raum 21 gezogen, d) der Zylinder 12
wird aus der Menge trockenen Pulvers herausgezogen und über einem Behälter angeordnet,
z.B. einer zweiteiligen harten Kapsel, einer Ampulle oder derg2eichen, und e) die
gleiche Menge trockenen Pulvers wird in den Behälter abgegeben, indem der am Anschlußstück
16 aufgebrachte, verringerte Druck beendet und durch das Aufbringen eines unter
Druck stehenden Strömungsmittels ersetzt wird, das mit dem Filterteil 1 in Berührung
steht und die im Raum 21 gehaltene gleiche Menge aus demselben ausstößt.
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Die schnell austauschbare Membrananordnung, welche die erfindungsgemäße
Verbesserung bildet, ist genauer in Fig. 3 dargestellt, und das Befestigungsteil
6 und das Filterteil 1 sind perspektivisch in den Fig. 4 und 5 gezeigt.
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Das Filterteil 1 besteht aus einem Kunststoffkörper, der aus einem
thermoplastischen Material, wie Polyäthylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid, Polystyren,
Delrin und dergleichen, vorzugsweise Polypropylen, hergestellt sein kann und im
wesentlichen die Form eines hohlen Zylinders aufweist. An einem Ende des Kunststoffkörpers
ist ein Stück dichtgewobenen Gewebes aufgeschweißt, das aus synthetischen, einfädigen
Fasern, z.B. Polyester, Rayon, Azetat, Nylon und dergleichen, vorzugsweise Nylon,
hergestellt ist.
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Das Befestigen des Gewebes am Kunststoffkörper wird am besten durchgeführt,
indem ein Gewebe ausgewählt wird, das aus Fasern besteht, welche einen höheren Schmelzpunkt
als der Kunststoffkörper des Filterteils haben. Das Gewebe kann dann auf den Kunststoffkörper
geschweißt werden, indem ein Teil dieses Kunststoffkörpers in der Gegend des Gewebes,
das daraufgeschweißt werden soll,lokal erwärmt und diese Wärme aufrechterhalten
wird, bis der lokale Bereich ausreichend erweicht ist, um das Einbetten des Gewebes
in den erweichten Kunststoff zu ermöglichen und dann die Wärme weggenommen wird
und man den erweichten Kunststoff abkühlen läßt, wodurch das Gewebe wirksam an dem
Kunststoffkörper festgeschweißt wird.
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Wie zuvor dargelegt wurde, ist Nylon die bevorzugte Faser. Das bevorzugte
Gewebe besteht aus einer einfädigen Nylonfaser, welche dicht zu einem Stoff verwoben
ist, indem die Öffnungen zwischen den Fasersträngen ungefähr 1 Mikron betragen.
Dies ermöglicht, daß der an einer Seite des Gewebes aufgebrachte verringerte Druck
wirksam auf die andere Seite übertragen wird und das trockene Pulver veranlaßt wird,
aufgrund der Druckdifferenz zwischen der Fläche des trockenen Pulvers gegenüber
dem
Atmosphärendruck und dem im Raum 21 in den letzteren zu fließen, welcher durch die
vordere Fläche des Filterteils 1 und die Innenwände des Zylinders 12 begrenzt ist.
Darüber hinaus verhindert die geringe Größe der Öffnungen in dem Gewebe wirksam,
daß sich Partikel des trockenen Pulvers durch das Gewebe bewegen, weil nur ein Minimum
der Partikel des trockenen Pulvers einen Durchmesser von weniger als einem Mikron
hat.
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Wenn das Aufbringen des verringerten Drucks beendet und unter Druck
stehendes Strömungsmittel zum Filterteil zugeführt wird, kann das unter Druck stehende
Strömungsmittel durch die kleinen Öffnungen strömen und die gleiche Menge des trockenen
Pulvers aus dem Raum 21 ausstoßen, wie es oben beschrieben wurde, und dieses trockene
Pulver in einen vorher dort angeordneten Behälter abgeben.
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Es wurde gefunden, daß aus einfädigen, synthetischen Fasern gewebte
Gewebe, wie die oben erwähnten, die Eigenschaft haben, sich nach innen zu biegen,
wenn verringerter Druck am Filterteil 1 aufgebracht wird,und sich nach außen biegen,
wenn unter Druck stehendes Strömungsmittel zum Filterteil geleitet wird.
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Wenn z.B. ein einfädiges Nylongewebe mit einem ungestützten Durchmesser
von 6,25 mm (0,25") und Öffnungen von einem Mikron als Gewebe verwendet wird, das
auf das Ende des Filterteils 1 geschweißt ist, erzeugt das Aufbringen eines verringerten
Druckes von z.B. 457,2 mm (18,0") Wassersäule (Unterdruck) eine Auslenkung von ungefähr
180 Mikron und die Anwendung von Druck-2 luft von 0,63 kg/cm2 (9 psig) eine Ablenkung
von ungefähr 180 Mikron. Die Biegung des einfädigen Nylongewebes erzeugt sowohl
bei verringerten als auch erhöhten Drücken die fördernde Wirkung des mechanischen
Lösens der Partikel aus trockenem Pulver, das an den Fasern anhaftet, oder in die
Öffnungen des Gewebes eingebettet ist. Diese Wirkung dient dazu, das trockene Pulver
davon abzuhalten, sich am Filterteil aufzubauen und die
Wirksamkeit
des Vorganges ungleichförmig zu machen. Es ist wesentlich, daß der am Filterteil
aufgebrachte verringerte Druck mit einer konstanten Höhe auf dessen Vorderseite
übertragen wird, um die Aufnahme einer gleichmäßigen gleichen Menge trockenen Pulvers
im Raum 21 bei wiederholten Zyklen der Aufnahme und Abgabe aufrechtzuerhalten. Das
Abgeben der gleichen Menge muß schnell und vollständig erfolgen, und, um diese Notwendigkeit
sicherzustellen, muß die Zuführung unter Druck stehenden Strömungsmittels zur vorderen
Fläche des Filterteils unmittelbar und gleichmäßig über die Fläche und mit konstanter
Geschwindigkeit erfolgen. Ein Aufbau trockenen Pulvers an dem Gewebe verhindert
die Erfüllung dieser Anforderungen. Die Biegung des Gewebes trägt dazu bei, wenn
die abwechselnden Zyklen verringerten und erhöhten Druckes aufgebracht werden, die
Fläche des Filterteiles frei von trockenem Pulver zu halten, und vergrößert die
Anzahl der Zyklen,während derer ein Filterteil wirksam verwendet werden kann, über
die bei bisher bekannten Materialien und Auslegungen weit hinaus.
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Jedoch tritt nach wiederholten Zyklen aufgrund von Ermüdung oder Ansammlung
trockenen Pulvers, das nicht abgestoßen werden kann, ein Zeitpunkt ein, an dem das
Filterteil ersetzt werden muß. Wenn dieses eintritt, bietet die schnell austauschbare
Membrananordnung ein Mittel für eine fast sofortige Entfernung des alten Filterteiles
und ein Ersetzen desselben durch ein neues Filterteil. Fig. 3 zeigt die schnell
austauschbare Membrananordnung in einem vertikalen Längsschnitt. In Fig. 7 sind
das Filterteil 1 und das Befestigungsteil 6 an ihrem Platz im Zylinder angeordnet,
wobei das Befestigungsteil 6 fest mit einer Silberlötnaht 13 an der Einrichtung
9 zum Aufbringen verringerten und erhöhten Druckes befestigt ist. Die Einrichtung,
mit der die Membrananordnung in eine Lage bewegt wird, in der der schnelle Austausch
des Filterteils 1 stattfinden kann3 wird im folgenden beschrieben.
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Fig. 4 zeigt eine perspektivische Darstellung eines an der zuführenden
Einrichtung 9 mittels der Silberlötnaht 13 befestigten Befestigungsteils.Ein Längsschnitt
des Endes des Befestigungsteils 6 gegenüber dem an der zuführenden Einrichtung 9
befestigten Ende ist bis zu einer Tiefe von ungefähr einem Viertel bis ungefähr
drei Viertel des Durchmessers und über eine Entfernung von ungefähr einem Fünftel
bis ungefähr drei Fünftel der Länge des Befestigungsteils 6 abgesetzt.
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Der verbleibende Abschnitt des Befestigungsteils 6 ist in Fig. 4 mit
8 bezeichnet, und ein weiterer Abschnitt ist vom verbleibenden Abschnitt 8 abgesetzt,
um eine Kerbe 7 zu bilden.
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Ungefähr 1/4 bis 3/4 des Durchmessers des Befestigungsteils 6 bleiben
in der Kerbe 7 intakt. Die Kerbe 7 bildet eine Keilnut, in die ein in Fig. 5 dargestellter
Keil 4 hineinpaßt. Die Kerbe 7 und der verbleibende Abschnitt 8 sind ungefähr gleich
lang.
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Vorzugsweise verbleiben ungefähr 3/5 des Durchmessers des Befestigungsteils
6 im verbleibenden Abschnitt 8 und 2/5 in der Kerbe 7. Das Befestigungsteil 6 hat
einen Außendurchmesser, der ungefähr 0,127 bis 0,254 mm (0,005 bis 0,010") kleiner
als der Innendurchmesser des Zylinders 12 ist. Eine Nut 10 ist am Umfang in das
Befestigungsteil 6 gedreht, und ein O-Ring 11 aus Neopren oder dergleichen ist in
der Nut angeordnet. Der O-Ring hat eine solche Dicke, daß sich die Seiten von ungefähr
0,203 mm bis ungefähr 0,254 mm (0,008 bis 0,010") über die Seiten des Befestigungsteils
6 hinauserstrecken und dient als Dichtung zwischen dem Zylinder 12 und dem Befestigungsteil.
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Mit dem Befestigungsteil 6 wirkt das in Fig. 5 perspektivisch dargestellte
Filterteil 1 zusammen. Ein Abschnitt des Filterteils ist gegenüber dem Ende, an
welchem ein einstückiger, ringförmiger Bund 3 ausgebildet ist, abgesetzt. Weil die
Erfindung eine schnell austauschbare Membrananordnung darstellt, ist der abgesetzte
Abschnitt gleich lang, wie der abgesetzte Abschnitt des Befestigungsteils 6. Jedoch
verbleibt die tiefe
des abgesetzten Abschnittes gleich dem Betrag
des Durchmessers des Befestigungsteils 6 in der Kerbe 7. Eine Kerbe 5 ist in dem
verbleibenden Abschnitt des Filterteils 1 mit einer Tiefe angebracht, die gleich
dem Ubrigt Betrag des verbleibenden Abschnitts 8 des Befestigungsteils 6 ist.
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Die Kerbe 5 bildet eine Keilnut, in die der Keil 8 eingepaßt werden
kann. Sowohl der verbleibende Abschnitt 4 als auch die Kerbe 5 des Filterteils 1
haben im wesentlichen gleiche Länge und entsprechen dem verbleibenden Abschnitt
8 und der Kerbe 7 des Befestigungsteils 6.
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Um einen leichten, doch dichten Sitz sicherzustellen, nehmen die Kerben
5 und 7 ungefähr 50,5 bis 51,5oder Gesamtlänge der abgesetzten Abschnitte, sowohl
beim Befestigungsteil 6 als auch beim Filterteil 1 ein.
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Der am Filterteil 1 angeformte, einstückige, ringförmige Bund bildet
einen Außendurchmesser für das Filterteil 1, der an diesem Punkt ungefähr 0,051
bis 0,076 mm (0,002 bis 0,003") kleiner als der Innendurchmesser des Zylinders 12
ist. Der Hauptabschnitt des Filterteils 1 hat einen Außendurchmesser, der ungefähr
0,127 mm bis 0,254 mm (0,005 bis 0,010") kleiner als der Innendurchmesser des Zylinders
12 ist.
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Fig. 2 zeigt eine Draufsicht des Filterteils 1 mit daraufgeschweißter
Membran 2 aus Gewebe.
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Der Außendurchmesser des Befestigungsteils 6 und des Filterteils 1
ist im wesentlichen derselbe. Wenn die an den Teilen 6 und 1 vorgesehenen Keile
und Keilnuten zusammengepaßt sind, wirken sie zusammen, um eine gute Befestigung
zu bilden, die durch Anordnen beider Teile innerhalb des Zylinders 12 aufrechterhalten
wird. Es ist nur eine minimale seitliche Bewegung
möglich, und
diese reicht nicht aus, die zwei zusammenwirkenden Teile voneinander zu lösen. In
diesem Augenblick ist das Filterteil 1 in eine Lage bewegt, in der es sich vollständig
außerhalb des Zylinders 12 befindet und ein augenblickliches Außereingriffbringen
möglich ist, sowie ein schnelles Ersetzen eines schadhaften Filterteils leicht durchgeführt
werden kann.