DE2323590C3 - Vorrichtung zum Umbiegen der Enden von thermoplastischen Nutisolierungen bei Statoren elektrischer Maschinen - Google Patents
Vorrichtung zum Umbiegen der Enden von thermoplastischen Nutisolierungen bei Statoren elektrischer MaschinenInfo
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Description
zwischen Kühlluftdüsen hindurchzuziehen, um den erzeugten Querschnitt bleibend zu erhalten (US-PS
29 85 780).
Weitere Schwierigkeiten ergeben sich, wenn die Isolierung nach ihrem Einbringen in die Statornuten
verformt werden muß, um sich eng an das Statorblechpaket anzulegen. In diesem Zusammenhang ist es
bekannt, eine einteilige isolierende Folie in die Statornuten einzulegen und auf den Stirnflächen des Siatorblechpakets
auszubreiten, die Folie durch in die Statornuten eingeschobene passende Bolzen und stirnseitig
angelegte Stempel gegen das Statorblechpaket zu drücken und dann zusammen mit diesem in einem Ofen
zu erwärmen (US-PS 31 50 280). Dabei wird von der bekannten allgemeinen Lehre Gebrauch gemacht, daß
man Formstücke aus thermoplastischem Kunststoff unter Spannung abkühlen muß, damit diese nach der
Warmverformung standfest werden (siehe hierzu »«.leine Kunststoffkunde«, Verlag F. Schleicher KG,
Hamburg, 1962, Seiten 42,47,49). Da man jedoch bisher
davon ausging, daß die Preßform mit abgekühlt werden, müsse, fand die Warmverformung der Nutisolie-. ungen
nach dem Einführen in das Statorblechpaket keinen Eingang in die Serienfertigung, weil in diesem Fall die
Erwärmung und Abkühlung eine zu lange Fertigungszeit bedingt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art zu schaffen, mit
deren Hilfe die bleibende Verformung der Enden von Nutisolierstreifen in wesentlich kürzerer Zeit als bisher
erreicht wird, und zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die beheizbaren
Stempel in erwärmtem Zustand kurzzeitig gegen die Enden von Nutisolierstreifen bewegbar sind und daß
kalte Stempel vorgesehen sind, die nach Zurückziehen der beheizbaren Stempel die umgebogenen Enden der
Nutisolierstreifen niederhalten.
Die vorgeschlagene Vorrichtung bietet den Vorteil, daß die beheizbaren Stempel im wesentlichen nur die zu
verformenden Endbereiche der Nutisolierstreifen erwärmen, also weder die gewünschte Elastizität der
Nutisolierstreifen im mittleren Bereich beeinträchtigt wird, noch Zeit für die Erwärmung des Statorblechpakets
verlorengeht. Die Masse des Statorblechpakets trägt zusammen mit den kalten Stempeln sogar noch zu
einer schnelleren Abkühlung bei. Da die beheizbaren Stempel nach der Erwärmung der Enden der Nutisolierstreifen
zurückgezogen werden, brauchen sie nicht mit abgekühlt zu werden und stehen vorgewärmt
für den nächsten Arbeitszyklus zur Verfügung.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der
Zeichnung durgestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
Fig. I einen mittleren Querschnitt durch eine Vorrichtung gemäß der Erfindung mit einem Drehtisch
mit drei Arbeitsstationen,
Fig.2 eine vereinfachte Seitenansicht der Vorrichtung
nach Fig. 1, wobei auf jeder Seite der eingetragenen
Mittellinie eine andere Arbeitsstellung gezeichnet ist,
Fig.3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach F i g. 1 und 2,
Fig.4 einen Längsschnitt durch einen kalten und heißen Stempel der Vorrichtung nach F i g. 1 bis 3,
wobei ebenfalls wieder rechts und links der Mittellinie die Teile in verschiedenen Stellungen gezeichnet sind,
Fig. 5 einen Axialschni/ durch einen beheizbaren
Slrmni»!
F i g. 6 eine Ansicht auf den Stempel nach F i g. 5 von
unten.
Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung hat einen in Fig. I gezeigten Grundrahmen 10,an dem ein
Schaltpult 12 mit z. B, Drehknöpfen 14 für die
verschiedenen Maschinenfunktionen angebracht ist. Mit dem Grundrahmen 10 fest verbunden sind eine untere
Maschinenplatte 16 und eine obere Maschinenplatte 18
( Fig.2). Die Befestigung erfolgt durch Verschraubung
ίο über starke Bolzen 20. Ein weiteres Befestigungselement
ist bei 22 angedeutet. In Fig.2 ist der Grundrahmen 10 zur Vereinfachung der Zeichnung
weggelassen worden.
In der unteren und oberen Maschinenplatte 16, 18
In der unteren und oberen Maschinenplatte 16, 18
is sind zwei Gewindespindeln 24, zweckmäßigerweise Kugelumlaufspindeln, sowie eine zentrale Welle 26
drehbar gelagert. Die letztere wird durch einen Antriebsmotor 28 über ein Maltesergetriebe 30
schrittweise jeweils um 120° weilergedreht. Mit der
ίο Welle 26 ist ein Drehtisch 32 fest verbup-J.:n, der mit drei
ring- 'oder scheibenförmigen Fassungen 34 ausgebildet ist, in die jeweils ein Statorblechpaket 36 eingesetzt
werden kann. Zum Halten und Zentrieren der Statorblechpakete 36 dienen jeweils vier in passende
Ausnehmungen des Statorblechpakets eingreifende Kugeln 38 (Fig. 1). Durch schrittweise Drehung der
Welle 26 und des Drehtischs 32 wird ein bei der mit A bezeichneten Arbeitsstation in die Fassung 34 eingesetztes
Statorblechpaket erst zur Arbeitsstntion ß, dann zur Station C und schließlich wieder zur Station A
gefördert, wo es fertig bearbeitet entnommen und gegen ein neues Statorblechpaket ausgewechselt
werden kann.
In Fig. 1 sind die die .Statornuten auskleidenden
Isolierstreifen mit 40 bezeichnet. In der Arbeitsstation A befindet sich gerade ein Statorblechpaket, dessen
Isolierstreifen an den Enden noch nicht umgebogen sind. In der Arbeilsstation B wird jeder zweite Isolinrsircifcn
an seinen beiden Enden um 90° umgebogen, so daß die Enden flach an den Stirnflächen des Siatorblechpakcts
anliegm. Das umgebogene Ende eines Isolierstreifens ist in Fig. 1 mit 42 bezeichnet. In der Arbeilsstation C
werden dann die Enden der übrigen Isolierslreifen umgebogen.
Die Kugelspindeln 24 können durch eini_n MoUv 44
über eine Kette oder einen Zahnriemen in beiden Drehrichtungen angetrieben werden. Die Steigungsrichtung des Gewindes der Spindeln 24 ist oben und
unten entgegengesetzt. Auf diese Weise wird erreicht.
daß sich bei Drehung der Spindeln zwei mit den beiden Gewindeabschnitten zusammenwirkende Muttern 48
und 50 stets gegenläufig in axialer Richtung verschieben. Mit den Muttern 48 der beiden Gewindespindeln 24 ist
eine obere Traverse 52 verbunden. In gleicher Weise erstreckt sich zwischen den beiden Muttern 50 eine
untere Traverse 54. Beide Traversen sind m Fig. 2 in
unterschiedlichen Stellungen gezeigt. Jede Traverse 52. 54 trägt zwei elektrisch zu beheizende Stempel 56,
wobei die Stempel 56 der oberen Traverse 52 mit denen der unteren Traverse 54 sowie mit den Statorblechpaketen
36 in der Stellung der Ärbeitsstationen B und C
fluchten.
Die genaue Form der zu beheizenden Stempel 56 ergibt sich aus Fig.4 bis 6. Sie bestehen grundsätzlich
aus einem Ring 58, der .on einem Heizring 60 umgeben ■st. Die Befestigung der Stempel 56 an einer der
Traversen 52 oder 54 geschieht im Beispielsfall über einen Zwischenflansch 62 (Fig. 4) der in geeigneter
Weise so ausgebildet ist. daß daran verschiedenartige Stempel 56 leicht lösbar angebracht werden können.
Zwischen dem Ring 58 und dem Flansch 62 sowie /wischen dem letzteren und der Traverse 52 bzw. 54
sind Wärmeisolierungen 64 und 66 vorgesehen, die gleich/eilig die Aufgabe haben, die Stöße beim
Auftrcffcn des Stempels 56 auf das Slatorblechpaket abzufedern und zu dämpfen.
Am freien Ende des Ringes 58 sind über dem Umfang verleih Vorsprünge 68 ausgebildet, deren Knpfkunlc bei
70 angefast ist. Die Zahl der Vorspriinge 68 einspricht im Beispiclsfall der halben Anzahl der Statorntiten.
ledcn Vorsprung 68 umgibt eine stufenförmige Stcmpelflächc
72. Mit dieser wird das Ende 42 der Isolierstreifen 40 während des Warmformvorgangs '5
gegen die Stirnfläche des Stalorblcchpnkcts 36 gedrückt.
.,.„„„I St. .. .rL,.„
■'■("
mit einem koaxial durch den Ring 58 bewegbaren, insgcsaml mit 74 bezeichneten kalten Stempel /usammen.
Auch diese Stempel sind paarweise an einer oberen Traverse 76 und einer unteren Traverse 78
befestigt. Als Bewegungsantncb dieser Traversen dienen ein oberer und unterer Pneumatik/>
linder 80. deren Kolbenstangen 82 an den Traversen 76 bzw. 78 angreifen.
Inder Draufsicht befinden sich die Pneumatik/) linder
80 im wesentlichen auf einer gedachten Verbindungslinie der Crewindespindeln 24 und der Mittelachsen der
Arbeitsstiitionen Bund C also nicht, wie es nach I 1 g. 2
den Anschein haben konnie. in flucht mit der zentralen Welle 26
An den Traversen 76 und 78 sii/en paarweise .111 den
den Arbcitsstationen B und ( entsprechenden Stellen
weitere Pneumatik/\ linder 84. die sich durch Höh runge η
86 in den flanschen 62 und jeweils durch den Ring 58
erstrecken (vgl rechte Srne fig. 4). Mit dem als
(icwinde/apfen 88 ausgebildeten unteren Ende der
Zündergehäuse der Pncumatik/vlindcr 84 ist eine
} iihrungvbüchse 90 \erschraubt, die an ihrem freien
Ende mi" einer Vielzahl über den Umfang verteilter
Eühmngsbahnen 92 fur radial verschieblichc Laschen 94
ausgebildet ist. Diese Laschen 94. die nach Λη/ahl und
Lage ,1111 I !mfang den Vorsprüngen 68 am heißen
Stempel entsprechen, sind als kalte f.in/elslempcl
an/tisehen. welche die Enden 42 der Isolierstrcifen 40.
vMc 111 I i g. 4 rechts gezeigt, nach dem Zurückziehen
des heißen Stempels noch eine Weile niederhalten sollen, damit die Enden 42 nach dem Erkalten nicht
mehr auffedern.
Die L.ischcr 94 führen sich weiterhin in Längsschlit-/en
in der Umfangswand einer mit der Büchse 90 fest verbundenen, aber dünnwandigeren, topfförmigen
Büchse 96. Diese setzt mit einer vorderer Schulterfläche 98 auf dem inneren Rand der Statorbohrung auf. wobei
sie mit einem abgeschrägten vorderen Ende etwas in die .Statorbohrung hineinreicht. Dadurch wird eine Zentrierung
und Arretierung erzielt.
Mit der Kolbenstange 100 der Pneumatikzylinder 84
ist ein Kegelstumpf 102 verbunden, der über eine
Schrägfläche 104 an den Laschen 94 diese entgegen der Wirkung einer Ringfeder 106 radial nach außen drückt,
wenn er mit Bezug auf F i g. 4 durch den Pneumatikzylinder 84 hochgezogen wird. Zur Führung der Traversen
76 und 78 mit den kalten Stempein 74 dienen in Lagern
108 an der unteren und oberen Maschinenplatte 16, 18 gleitende Führungsstangen 110.
Fig 5 zeigt einen Regler 112. der über eine
geeignete Leitungsverbindung 114 mit einem Meßfühler
116 am Ring 58 in Verbindung steht. An dem Regler 112
kann die gewünschte Temperatur, z. B. 2J0" C. des heißen Stempels 56 eingestellt werden. Weiterhin ist in
Fig. 5 der elektrische Anschluß des Heizrings 60 über
Stecker 118 und 120 und eine elektrische Leitung 122
gezeigt.
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Wahrend sich die Traversen 52 und 54 sowie die
Traversen 76 und 78 in ihren zurückgezogenen Stellungen befinden, wird ein Stalorblechpakct 36 an
der Arbeisstation A des Drchtischs 32 in die Aufnahmefassung 34 eingesetzt. In den Stalornuicn
befinden sich bereits IsolierMreifcn 40. deren Enden nach oben und unten aus dem Statorblcchpakct
herausragen. Da die Isolierstreifen zu einem im wesentlichen U-förrn!ocn ^uerschnit t elastisch /usiirnmengebogcn
sind und das Bestreben haben, sich in der Statornut wieder auf/uspreizen, klemmen sie in der Nut
fest genug, um nicht herauszufallen. Nunmehr wird der Drehtisch 32 um 120 mit Bezug auf fig. I entgegen
dem Uhrzeigersinn gedreht. Dadurch gelangt das Statorblechpakct zur Arbeilsstation B. Durch den
Eingriff der Kugeln 38 in das Slatorblechpaket wird sichergestellt, daß bei der Arbeitsstation Wund ebenso
später aur!> bei der Arbeitsstation C jeweils ein
Vorsprung 68 des heißen Stempels und eine Lasche 94 mit einer zugeordneten Statornut fluchten. Aus
Platzgründen werden im Beispielsfal1 an der Arbeitsstation
B zunächst nur die Hälfte der Isolierstreifen ν erformt, die andere Hälfte dann bei der Arbcitsstation
C. je nach Stator können aber auch im Einzelfall alle Isoliersireifcn auf einmal umgebogen werden. Dann
brauchte der Drehtisch 32 nur zwei Arbeitsstationen /u haben.
Während des laufenden Betriebs der Vorrichtung ist davon auszugehen, daß sich in einer bestimmten
Zwischenphase bei allen drei Arbeitsstationen A. B. C
ein Statorblcchpaket befindet. Bei A ist es soeben eingelegt worden. Bei B und C wird synchron im
gleichen Takt icweils eine Hälfte der Isolierstrcifen ν erformt. Dabei w erden zunächst die beheizten Stempel
56 zur Anwendung gebracht, indem durch den Antriebsmotor 44 über die Gewindespindeln 24 die
beiden Traversen 52 und 54 aufeinander zu bewegt werden. Der Antrieb über Schrauben oder Kugelumlaufspindel
statt z. B. mittels Kraftzylinder ist deshalb gewählt worden, damit sich die oberen und unteren
heißen Stempel genau gleichmäßig auf das Slalorblc "<paket
/11 hcwegen. Würde z. B. der untere dem oberen
Stempel vorauseilen, so träfe er eher auf die Isolierstreifen und würde diese vor sich her schieben,
statt sie umzubiegen. Wegen der gleichmäßigen Annäherung der heißen Stempel 56 spielt es auch keine
Rolle, ob zu Beginn des Arbeitsvorganges alle Isolierstreifen mit exakt gleichem Überstand ihrer
Enden in den Statornuten sitzen. Wenn ein Isolierstreifen aus irgendwelchen Gründen weiter zu einer Seite
hin verschoben ist. so wird er durch den von dieser Seite herannahenden Stempel 56 erst wieder in die Mittellage
geschoben, bevor durch beide Stempel oben und unten gleichzeitig die Enden umgebogen werden.
Die Vorsprünge 68 am beheizten Ringstempel fahren
rnii verhälinisüiäßig großer Geschwindigkeit in die mit
den Isolierstreifen ausgekleideten Statornuten ein. Es kann angenommen werden, daß die Enden der
Isolierstreifen noch nicht durchgehend erwärmt sind.
wenn sic durch die .Stempelflachen 72 gegen die
Stirnfläche des Statorbleehpakeis umgelegt werden. Obgleich bei diesen Biegevorgang der U-förmige
Querschnitt der Isolierstreifen als erschwerende Bedingung anzusehen ist, hat sich überraschend gezeigt, daß
das Material doch nicht bricht, Es ist also offensichtlich möglich, "her nicht erforderlich, die Enden der
Isolierstrcilrn vor dem Biegevorgang längere /eil zu
erwärmen, sondern es genügt, wenn mit einem heilten
Stempel gearbeitet wird, so daß die beiden Verfahrens
schritte Erwärmen und Verformen im wesentlichen gleichzeitig stattfinden.
Die Vorsprünge 68 sollten so lang sein, daß sie für die
Streifen innerhalb der Slatornuten beim gleichzeitigen
Andruck der Stempel von beiden Seiten eine führung '5
bilden, um ein Ausknicken oder Ausbeulen der Streifen /u vermeiden.
Die heißen Stempel 56 bleiben ein paar Sekunden in der in Fig. 4 links gezeigten Stellung, dünn werden
durch den Antriebsmotor 44 die Traversen 52 und 54 wieder üuseinandergefahren. letzt kommt es entscheidend
darauf an, daß in möglichst kurzer /eil kalte Stempel die warm umgelegten Enden der Isolierstreifen
niederhalten, bis diese erkaltet sind, denn sonst richten
sie sich wieder auf. Es wurde gefunden, daß die /eil zwischen dem Zurückziehen des heißen Stempels und
dem Andrücken des kalten Stempels nicht mehr als etwa 2 Sekunden betragen darf. Mit der beschriebenen
Konstruktion kann diese kurze Zeitspanne eingehallen werden.
Während die heißen Stempel 56 zurückgezogen werden, schieben die l'neumalikzN linder 80 die kalten
Stempel bis zur Anlage der SchulleiMache 98 am
Slalorblechpakel vor. Da beide Stempel 5h und 74 koaxial ineinander ungeordnet sind, wäre es grundsätz- -'5
lieh möglich, die kalte Stempel 74 von Anfang an
zusammen mit ilen heißen Stempeln 56 gegen die Slatorblechpakete zu fahren. Ks ist jedoch zueckmäßiger.
die kalten Stempel 74 während des Warmfornivorganges
noch in der zurückgezogenen Stellung zu hallen. damil sie möglichst kühl bleiben und somit auch die
linden der Isolierslreifen nach dem Aufsetzen des kalten
Stempels schneller abkühlen. Auf diese Weise wird ohne
zusätzliche Kühlvorrichtung, die natürlich ebenfalls möglich wäre, eine kurzeTaktzen erreicht.
Durch eine geeignete Folgesteuerung werden die Laschen 44 radial ausgefahren, nachdem der heiße
Stempel 56 dazu gerade genügend weit zurückgezogen worden ist, sich also erst in der in I'ig. 4 rechts
gezeigten Stellung befindet. Um flach über die umgebogenen linden 42 der Isolierstreifen gleiten zu
können ohne anzustoßen, sind die Vorderkanten der Laschen 94 ähnlich wie bei einem Schiffsbug ausgebildet,
wie dies in F i g. 4 bei 124 angedeutet ist. /wischen den laschen 94 und den Stirnwänden der Stalorblceh
pakeie kühlen die umgebogenen Enden 42 der Isolierstreifen ab, und wenn dann nach etwa 2 bis
3 Sekunden die Laschen 94 durch die Kingfeder 106 zurückgezogen und die kalten Stempel 74 durch die
Traversen 76 und 78 wieder axial auseinandergefahren werden, behalten die umgebogenen Enden 42 der
Isolierstreifen ihre an den Stirnseilen des Statorblech
pakets flach anliegende Form bei. ohne zurückzufedern. Der Drehtisch 32 kann nunmehr um 120' weitergedreht
werden und ein neuer Arbeitszyklus beginnen.
Aus F i g. 5 ist ersichtlich, daß zwischen den
Vorsprüngen 68 Lücken oder Ausnehmungen 126 vorgesehen sind, die sich bis über die Slempelflacheii 72
hinaus in den Ring 58 erstrecken. Diese besonders liefen Ausnehmungen sind nur dann erforderlich, wenn, wie
bei der Arbeitsstation S, sich neben jedem am linde umzubiegenden Isolierslreifen ein benachbarler Isolierstreifen
befindet, dessen Enden noch aufrecht stehen bleiben und erst in einem späteren Arbeitsgang, also
z. B. bei der Arbeitsstation C', umgebogen werden. Hei
den heißen .Stempeln der Arbeitssiation ('können die
Ausnehmungen 126 also fehlen.
Der ebenfalls in Fig. 5 gezeigte Regler 112 ist im
Beispielsfall auf eine Temperatur von 230 ( eingestellt. Mit dieser Temperatur arbeitet eine praktische
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Es versieht sich jedoch, daß je nach Material der
Isolierstreifen und der gewählten Maschinenkonstruktion auch von dieser genannten Temperatur und den
oben angegebenen Zeilen im Einzelfall abgewichen werden kann, wenn sich bei Versuchen im Rahmen
praktischer Erprobungen bei anderen Werten günstige re Arbeitsergebnisse einstellen.
Abweichend vom delailli.-rt beschriebenen Atisfiihrungsbeispicl
könnte die Erwärmung der linden der Isolierstreifen statt durch beheizte Stempel auch in
anderer geeigneter Weise, z. 13. durch Heizstrahler
Induktion oder Heißluft erfolgen.
Hierzu 5 13IaIl Zeichnungen
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Umbiegen der Enden von 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungsthermoplastischen
Nutisolierungen, insbesondere 5 antrieb der heißen Stempel (56) über Kugelumlaufaus
Polyethylenterephthalat, bei Statoren elektri- spindeln (24) mit entgegengesetzter Steigungsscher
Maschinen, mit gegen die Stirnseite der mit den richtung des Schraubenganges erfolgt.
Nutisolierungen versehenen Statoren anlegbaren,
Nutisolierungen versehenen Statoren anlegbaren,
beheizbaren Stempeln, dadurch gekennzeichnet,
daß die beheizbaren Stempel (56, 68, «°
72) in erwärmtem Zustand kurzzeitig gegen die
Enden (42) von Nutisolierstreifen (40) bewegbar sind
und daß kalte Stempel (74,94) vorgesehen sind, die Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Um-
nach Zurückziehen der beheizbaren Stempel (56,68, biegen der Enden von thermoplastischen Nutisolierun-
72) die umgebogenen Enden (42) der Nutisolier- i5 gen. insbesondere aus Polyäthylenterephthalat, bei
streifen (40) niederhalten. Statoren elektrischer Maschinen, mit gegen die
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- Stirnseite der mit den Nutisolierungen versehenen Stazeichnet,
daß jeder heiße und kalte Stempel (56, 74) toren anlegbaren, beheizbaren Stempeln.
aus einer Vielzahl ringförmig angeordneter Einzd- Bei Statoren elektrischer Maschinen muß der Spulenstempel
(68, 72 bzw. 94) besteht, deren Zahl der *>
draht gegenüber dem Statorblechpaket isoliert sein. Anzahl in einem Arbeitsgang umzubiegender Nut- Diesem Zweck dient ein isolierender Drahtüberzug, ζ. Β
isolierstreifen (40) entspricht aus Lack, und eine isolierende Auskleidung der Sta-
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn- tornuten, weiche die Spulen aufnehmen. Diese Auszeichnet,
daß die Einzelstempel (68, 72) des heißen kleidung besteht üblicherweise aus Isolierstreifen, die
Stempels (56) stirnseitig an einem axial bewegbaren, *5 vor dem Einbringen der Spulen in die Nuten eingeschobeheizten
Ring (58) ausgebildet sind und jeweils aus ben werden und, da sie entsprechend dem Nuteneinem
im Querschnitt zum Querschnitt einer mit querschnitt im wesentlichen U-förmig elastisch vorgeeinem
Nutisolierstreifen ausgekleideten Nut des formt sind, sich durch Eigenelastizität an die Nuten-Statorbleichpakets
(36) passenden Vorsprung (68) wand anlegen.
und einer diesen umgebenden, stufenförmigen Stern- 3° Aus Sicherheitsgründen werden die Isolierstreifen so
pelfläche (72) bssiehen. lang gewählt, daß sie auf beiden Seiten aus dem Stator-
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn- blechpaket herausragen. Damit sie gegen Verschieben
zeichnet, daß der Ring (M) elektrisch beheizt ist. in axialer Richtung gesichert sind, werden die aus dem
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn- Statorblechpaket herausragenden Enden, ähnlich wie
zeichnet, daß die Einzelstempe! (94) des kalten 35 bei einem Hemdkragen, um 180° umgeschlagen. Dieses
Stempels (74) laschenförmig ausgebildet und an beidseitige Zurückschlagen der Streifenenden erfolgt
einem axial bewegbaren Führungsteil (84, 90, 96) vor der elastischen Verformung der Streifen in Längsradial
verfahr- oder verschiebbar befestigt sind. richtung entsprechend dem Nutquerschnitt. Durch diese
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn- letztere, zum U-förmigen Querschnitt führende elastizeichnet,
daß das Führungsteil (94, 90, 96) und die 4<J sehe Verformung und die Beibehaltung dieser Form
laschenförmigen kalter- Einzelstempel (94) durch die durch die Einspannung der Isolierstreifen in den Statorzentrale
Bohrung des ringförmigen heißen Stempels nuten wird trotz Elastizität des Materials verhindert,
(56) bewegbar sind. daß sich die vorher um 180° zurückgebogenen Enden
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch wieder strecken.
gekennzeichnet, daß das Führungsteil (84,90,96) ein 45 In vielen Fällen, z.B. bei Drehstromlichtmaschinen,
Kraftzylinder oder ein mit ihm verbundenes Teil ist, stören die über die Stirnflächen des Ständerblechpakets
welcher als Antrieb für die radiale Verfahr- oder herausragenden Kragen der Isolierstreifen, da man be-Schwenkbewegung
der laschenförmigen kalten strebt ist, die Generatoren oder Motoren so flach wie
Einzelstempel (94) dient. möglich zu halten. Es ist deshalb schon der Ausweg ge-
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn- 5° wählt worden, auf die Isolierstreifen zu verzichten und
zeichnet, daß laschenförmige Einzelstempel (94) in stattdessen das gesamte Statorblechpaket mit einem
radialen Führungen (92) am Führungsteil (84,90,96) isolierenden Überzug zu versehen. Das ist jedoch ein
gieitän, durch einen mit dem Kolben des Kraft- sehr teures Verfahren.
Zylinders (84) verbundenen zentralen Kegel (102) Der Überstand der Isolierstreifen auf beiden Seiten
radial nach außen schiebbar und durch eine Feder 55 des Statorblechpakets könnte auch auf die Weise be-
(10G) zurückziehbar sind. seitigt werden, daß die Enden, nicht wie bisher, kragen-
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, förmig um 180° umgeschlagen werden, sondern nach
dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (34) mit dem Einführen der Isolierstreifen in die Nuten nur um
den Statorblechpaketen (36) zwischen wenigstens 90° bis zur Anlage an den Stirnflächen des Stators umzwei
gleichartigen Arbeitsstationen (B, C) mit am *° gebogen werden. Dabei bereiten jedoch die Eigen-Umfang
der heißen und kalten Stempel (56, 74) schäften des für die Nutisolierstreifen verwendeten
derart versetzten Einzelstempeln (68, 94) bewegbar Materials Schwierigkeiten, weil dieses das Bestreben
ist, daß an einer Station jeweils nur ein Teil der hat, nach der Verformung im erwärmten Zustand
insgesamt in das Statorblechpaket eingesetzten Nut- zurückzufedern. Es ist deshalb z. B. zur kontinuierlichen
isolierstreifen verformbar ist. 6$ Verformung der seitlichen Randkanten eines zur Her-
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekenn- stellung von Nutisolierstreifen bestimmten Materialzeichnet,
daß einerseits die heißen und andererseits Streifens bekannt, den vorgewärmten und durch eine
die kalten Stempel (56, 74) der Arbeitsstationen (B, heiße Form gezogenen Materialstreifen dahinter
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|---|---|---|---|
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