DE2323244A1 - Fluegelstabilisiertes unterkalibergeschoss - Google Patents
Fluegelstabilisiertes unterkalibergeschossInfo
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Description
Akte R 56*j Düsseldorf, den 8.5.1973
Bi/Itn
Flügelstabilisiertes Unterkaiibergesehoß
Die Erfindung bezieht sich auf ein flügel stabilisiert es Unterkalibergesehoß
mit einem im mittleren Bereich de« GesehoßTcörper umschließenden,
aus mehreren Segmenten bestehenden Treibkäfic., an
dem eine die Segmente gemeinsam bedeckende, beim Ablösen des
Käfigs iis Bei'eich der Trennfugen zerreißende Heckscheibe befestigt
ist.
Bei f 1ϋ·τβ1 stabil isierten UnterliaiibergeschoBsen mit einem kvp
Segmenten bestehenden Treibkäfig besteht ein Problem verbrennbare Patronenhülse fest mit dem Geschoß zu
Ein weiteres Problem besteht darin, die Heckscheibe bei»n Ablösen
des Treibkäfigs vom Geschoß an den Trennfujen der Segmente entlang
aufreißen zu lassen, damit sieh die Segmente gleichzeitig
und gleichmäßig vom Geschoß lösen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einen; flügel stabilisierten
Unterkalibergesehoß die Anordnung der verbrennbaren Patronenhülse so zu verbessern, daß sie mit einfachen Mitteln
am Geschoß bzw. an dem Treibkäfig befestigt werden kann. Ferner
soll ein einwandfreier AbI ösevorgang der Treibkäf 1.5Segmente gewährleistet
sein.
409847/0U9
_ 2S232tr
Gemäß üer Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß sowohl
die Heckscheibe als auch mehrere, den Treibkäf iirsegmenten entsprechende Armierungssegiaente und ein den Anschluß an eine verbrennbare
Patronenhülse herstellendes Verbindungsstück am Heck
des Treibkäfigs hintereinander angeordnet und mittels unverbrennbarer Befestigungsmittel "mit dem Treibkäfig verbunden sind.
Einem weiteren Erfindnngsmerkmal zufolge weist, die Heckscheibe
zum definierten Aufreißen entlang der Trennfugen durch Hinterlegung
mehrerer, die Trennfugen ungeschützt lassender Arciiernnfrssegmente
entsprechende Sollbruchzonen auf, wobei die Armierung??- Segmente mit dem sie bedeckenden verbrennbaren Verbindungsstück
am Treibkäfig derart befestigt sind, daß nach dem Abbrand des Verbindungsstücks die Festverbindimg zwischen den Armierungssegmenten und aar Heckscheibe erhalten bleibt. Schließlich sind
gemäß eines anderen Merkmal der Erfindung die Armiernngssegmente
und das Verbindungsstück durch Befestigungsschrauben verbunden>
die ihrerseits mit Distanzbuchsen versehen sind, derart, daß letztere sich mit ihrem Grund gegen das Armiernngsseginent und
mit ihrem Bund gegen das Verbindungsstück abstützen.
Mit dieser Anordnung der hintereinanderliegenden Heckscheibe, den Armierungsbleehen und dem verbrennbaren Verbindungsstück,
die alle durch mit Distanzbuchsen versehenen Befestigungsschraube
mit dem Treibkäfig fest verbunden sind, ist ein ei mv'andfreier
Ablösevorgang der Treibkäfigsegmente gewährleistet.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigt:
- 3 -40 9 847/0U9
- 3 - K rf
_ f\ S*\ rr\ *Ζχ <-ν / _ A
rj2 3 244
Pig. i ein flügelstabilisiertes Unterkalibergeschoß in
Verbindung mit einer angedeuteten Patronenhülse im Längsschnitt,
Fig. 2 einen Schnitt nach der in Fig. 3 gezeigten Linie 2-2 mit der Heckseite des Treibkäfigs in vergrößertem
Maßstab und
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt, durch das Geschoß mit
Ansicht gegen die Heckseite des Treibkäfigs.
Der Treibkäfig 1 ist in bekannter Weise in mindestens zwei, vorzugsweise
drei oder mehr Segmente la, unterteilt. Diese Segmente 'sind, solange sich das mit einen? Leitwerk 3 versehene
Geschoß 2 im Rohr befindet, durch Gewinde oder Rillen h in
axialer Richtung kraftschlüssig mit dem Geschoß 2 verbunden. Von
außen werden die Segmente durch die Bänder 5 u. 6 zusammengehalten.
Die Bänder übernehmen gleichzeitig auch die Führung des Treibkr.fias
1 im Rohr. Am hinteren konischen Ende des Treibkäfigs i ist eine
Heckscheibe 7 durch Kleben, Aufspritzen oder durch andere Mittel befestigt, die als Dichtungsscheibe zwar den Gasdruck aufnimmt,
aber verhindert, daß sich Gasspuren zwischen die Trennfugen der Treibkäfigsegmente hindurehzvängeii.
Gegen die Heckscheibe 7 liegen drei Arinierungssegmente 8 an, die
damit zwar den größten Teil der Heckscheibe 7 bedecken, aber die Trennfugen selbst ungeschützt lassen. Hierdurch entstehen insgesamt
drei Sollbruchzonen 9» die sich beiderseits entlang der Trennfugen erstrecken. Der Konizität der Heckscheibe 7 angepaßt
sitzt das Verbindungsstück 10 mit seinem nach innen eingezogenen
Flansch 10a gegen die ArmierungsSegmente 8 an. Dabei weist der
mit Verstärkungsrippen 10b versehene Flansch 10a solche Bohrungen
auf, die von den beiden Befestigungsschrauben 11 pro Segment Ja,
mit ihren aufgesetzter. Distanzbuchsen 12 durchdrunireu
werden können.
A 0 9 8 U 7 /~0 1 Γ9
_ h
"" te "~
Während also der Grund der Distanzbuehse 12 fest gegen die
AnnierungsSegmente 8 anliegt, hält der Bund der Distanzbuehse 12
den Flansch iOa des Verbindungsstücks 10 fest. Dies geschieht dadurch, daß die Distanzbuchse 12 durch den Kopf der Beieniigimgs—
sehraube 11 beim Eindrehen derselben immer fester gegen die
Bleche 8 und den Flansch 10a angedrückt·wird. Gegen die Innenseite
des trichterförmigen Verbindungsstücks 10 wird die eigentliche
Patronenhülse 13 angeklebt, die ebenso wie das Verbindungsstück
10 aus verbrennbarem Material besteht. Das Innere dieses Hülsen— raumes, der das Leitwerk 3 des Geschosses 2 noch mitumsehließt
und der mit einem Kartuschdeckel 14 abgeschlossen ist, ist miteinein
granulierten Treibladungspulver 15 gefüllt, während in dem
großen zylindrischen Raum der Patronenhülse 13 gebündeltes
Jiöhrenpulver l6 untergebracht ist.
Die Wirkungsweise ist wie folgt:
Nach dem Zünden der im nicht dargestellten Boden der Patronenhülse
13 untergebrachten Zündsehraube und der Übertragungsladung
wird nacheinander das Röhrenpulver 16 und das granulierte Treibladungspulver
15 zui· Entzündung gebracht, wobei gleichzeitig
die Patronenhülse 13 und das Verbindungsstück 10 init dem Flansch
10a rückstandslos verbrennen. Inzwischen hat sieh hinter dem
Treibkäfig i ein Gasdruck aufgebaut, der das Geschoß in Bewegung
setzt. Die Distanzbuchsen 12 halten die Armierungssegmente 8
noch fest gegen die Heckscheibe 7 angepreßt, während für den Bund der Distanzbüehsen 12 eine Haltefunktion infolge des Abbrandes
des Flansches 10a nicht mehr besteht.
Sobald der Treibkäfig 1 die Rohrmündung verlassen hat, eilen Pulvergase bis etwa zur Spitze des Geschosses 2 oder noch
darüber hinaus vor. Das Geschoß 2 samt Treibkäfig 1 wird also von hinten her angeströmt. Aber noch findet kein Ablösen des
Treibkäfigs 1 vom Geschoß statt, das dann erst einsetzt, wenn der vordere Teil des Treibkäi'igs 1 sich wieder in einer gleichmäßigen,
von vorne kommenden Strömung befindet.
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.J
- 5 - K A
Das Ablösen, das durch die große muldenförmige Ausnehmung des
Treibkäfigs 1 begünstigt wird, erfolgt durch das Aufspreizen der Segmente la, von vorne. Durch die Heckscheibe 7
und das rückwärtige Band 5 werden die Segmente la, hinten noch zusammengehalten, während sie sich vorne schon vom
Geschoß 2 entfernt haben. Nach Erreichen einer bestimmten
Winkelstellung reißen das Band 5 und die Heckscheibe 7 genau
an den Sollbruchzonen 9 ein, so daß mit dem exakten Zerreißen der Heckscheibe 7 die Voraussetzung für ein gleichseitiges xind
gleichmäßiges Ablösen der Segmente la, vom Geschoß 2
gewährleistet ist. Unter diesen Bedingungen kann die vorbestiinsite
Flugbahn des Geschosses 2 bis zum Zielpunkt genau eingehalten werden.
Selbstverständlich kann im Rahmen der Erfindung die Anordnung der Heckscheibe 79 der Arrai erungssegiaente S und des Verbindungsstücks
10 auch anders getroffen sein, wenn beispielsweise das Heck des Treibkäfigs 1 senkrecht zur Geschoßlängsachse verläuft.
Alle in den Unterlagen offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere
die offenbarte räumliche Ausbildung und konstruktive
Ausgestaltung, werden - soweit sie gegenüber dem Stand der Technik einzeln oder in Kombination neu sind - als erfindungswesentlieh
beansprucht.
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Claims (2)
- Akte R 564 Düsseldorf, den S.5.1973 : Bi/RnPatentansprücheFlügelstabilisiertes Unterkalibergesclioß mit einem im mittleren Bereich den Gescboßkörper umschließenden, aus mehrerer» Segmenten bestehenden Treibkäfig, an dem eine die Segmente gemeinsam bedeckende, beim Ablösen des Käfigs im Bereich der Trennfugen zerreißende Heckscheibe befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Heckscheibe (7) als auch mehrere, den Trei bkäf i .""seminenten la) entsprechende Armierungssegmente (8) und ein dea Anschluß an eine verbrennbare Patronenhülse (13) herstellendes Verbindungsstück (lO) am Heck des Treibkäfigs (l) hintereinander angeordnet und mittels unverbrennbarer BefeKtigunccsmittol (11, 12) mit dem Treibkäfig (l) verbunden sind.
- 2. Flügelstabilisiertes Unterkalibergeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dir; Heckscheibe (7) zum definierten Aufreißen entlang der Trennf ii? en durch Hinterlegung mehrerer, die Trennungen ungeschiitzi". lassender Armierungssegraente (8) entsprechende .Sollbruohzonen (9) aufweist, wobei die Arroierungsseamente (8) mit dem sin bedeckenden verbrennbaren Verbindungsstück (lO) an Troibkäfig (l) derart befestigt, sind, daß nach dem Abbrand des Yerbindunrrsstüclcs (lO) die Festverbindung zwischen den Arn i erungsse.iiinentcn (8) und der Heckscheibe (7) erhalten llciht.409847/0149C)2373244Flugelstabilisxertes Unterkaiibergesoboß nach Anspruch i u. 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Armierungssegmente (8) und das Verbindungsstück (1O) mit dem Treibkäfig (l) durch Befestigungsschrauben (ll) verbunden sind, die ihrerseits mit Distanzbuchsen (12) ver sehen sind, derart, daß letztere sich mit ihrem Grund .'vecrc das.Armiernnsssegment (8) und mit ihrem Bund gegen dns Yer b j nduncssi ück (.10) abstützen.409847/0149Leerseite
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