DE2322845B2 - Zusatzmischung zur Verwendung in hydraulischen Zementmischungen und Verfahren zur Beschleunigung der Härtung einer hydraulischen Zementmischung - Google Patents
Zusatzmischung zur Verwendung in hydraulischen Zementmischungen und Verfahren zur Beschleunigung der Härtung einer hydraulischen ZementmischungInfo
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Description
2. Zusatzmischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Aldehyd Formaldehyd
umfaßt.
3. Zusatzmischung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zur Beeinflussung
der Geschwindigkeit der Verfestigung aus Lignosulfonat von Calcium oder Ammonium besteht.
4. Zusatzmischung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zur Beein- 2Ή
flussung der Geschwindigkeit der Verfestigung aus einem wasserlöslichen Formiatsalz besteht.
5. Zusatzmischung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das wasserlösliche Formiatsalz
aus Natriumformiat besteht. 1»
6. Verfahren zur Beschleunigung der Härtung einer hydraulischen Portlandzement, Zuschlag und
genügend Wasser enthaltenden Zementmischung, dadurch gekennzeichnet, daß man der hydraulischen
Zementmischung eine Zusatzmischung ge- « maß einem der Ansprüche 1 bis 5 in einer Menge
innerhalb des Bereichs von 0,01 bis 1,0 Gewichtsprozent, bezogen auf den Zement, einverleibt.
7. Verwendung einer Zusatzmischung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 in einer Menge von 0,01
bis 1,0 Gewichtsprozent, bezogen auf den Zement, zur Beschleunigung der Härtung einer hydraulischen
Portlandzement, Zuschlag und genügend Wasser enthaltenden Zementmischung.
Die Erfindung betrifft Zusatzmischungen zur Verwendung in hydraulischen Zementmischungen zur
Beeinflussung der Geschwindigkeit der Verfestigung ■>
<> dieser Gemische und zur Erzielung verbesserter Eigenschaften des gehärteten Betons.
Es ist eine Anzahl von Verfahren zur Beschleunigung der Härtung von hydraulischen Zementmischungen
bekannt. Das Ausmaß der Hydratisierung von v> Portlandzement ist von der Temperatur stark abhängig,
so daß z. B. ein Beton, der diesen enthält, häufig mit langsamerer Geschwindigkeit als erwünscht während
der Winterzeit härtet, wenn nicht Maßnahmen getroffen werden, um die Härtung zu beschleunigen. t>o
Die verschiedenen für diesen Zweck angewandten Maßnahmen umfassen die Erhöhung des Anteils des
Portlandzementes im Gemisch, die Anwendung von Zementen, die sich rasch verfestigen, die Erhitzung
des Wassers oder anderer Bestandteile des Betons br>
und die Anwendung von chemischen Zuschlagen, die die katalytisch oder sonstwie eine Erhöhung der Geschwindigkeit
bewirken, mit der der Beton härtet.
Es sind verschiedene chemische Mittel bekannt, die zur Beschleunigung der Geschwindigkeit der Verfestigung
von hydraulischen Zementmischungen dienen. Insbesondere ist Calciumchlorid als wirksamer und
wirtschaftlicher Beschleuniger bekannt. Beim Gebrauch zeigt jedoch dieser Zusatz bestimmte Nachteile, insbesondere
seine Neigung zur Begünstigung der Korrosion von in calciumchloridhaltigem Beton eingebetteten
oder in Kontakt hiermit stehendem Metall. Andere Mittel wie Alkanolamine, Harnstoff und CaI-ciumformiat
begünstigen die Korrosion von Metall nicht, habenjedoch eine weniger ausgeprägte Wirkung
zur Beschleunigung der Geschwindigkeit der Verfestigung der hydraulischen Zementmischung.
Die Geschwindigkeit der Verfestigung von hydraulischen Zementmischungen, welche Portlandzement
enthalten, wird stark durch die Anwendung von Aldehyden von niedrigem Molekulargewicht und Polymeren
hiervon, beispielsweise Paraformaldehyd beschleunigt. In wäßriger Lösung entwickeln diese Materialien jedoch
umweltfeindliche und toxische Dämpfe. Infolgedessen ist die Menge solcher Materialien, welche in
die hydraulischen Zementmischungen zur Verfestigungsbeschleunigung einverleibt werden können, ohne
daß diese unerwünschten Dämpfe auftreten, sehr begrenzt.
Es besteht deshalb nach wie vor ein Bedarf an verbesserten Verfestigungsbeschleunigungsmitteln, insbesondere
solchen, die zur raschen Erhöhung der Geschwindigkeit der Verfestigung von Portlandzementgemischen
wirksam sind. Ferner besteht ein fortwährender Bedarf an Mitteln, die weitere Vorteile ergeben,
beispielsweise Verringerung des Wassergehaltes des Gemisches und verbesserte Zusammendrückfestigkeit
des gehärteten Betons.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Zusatzmischung zur Verwendung in hydraulischen Zementmischungen,
welche eine Beeinflussung der Geschwindigkeit der Härtung von hydraulischen Zementgemischen
ohne unerwünschte korrodierende oder toxische Effekte, insbesondere eine Beschleunigung
der Härtung einer hydraulischen Portlandzement, Zuschlag und genügend Wasser enthaltenden Zementmischungen
gestattet und auch eine Herabsetzung des Wassergehalts der Zementmischung für eine gegebene
Konsistenz ermöglicht.
Die Zusatzmischung gemäß der Erfindung zur Verwendung in hydraulischen Zementmischungen ist
dadurch gekennzeichnet, daß sie
(a) ein wasserlösliches Addukt, das aus der Kondensationsreaktion von 2,4,6-Triamino-sym-triazin
mit einem Aldehyd unter alkalischen Bedingungen erhalten worden ist, und
(b) ein Mittel umfaßt, das geeignet ist, die Geschwindigkeit der Verfestigung der Zementmischungen
zu beeinflussen.
Der notwendige Wassergehalt der Zementmischung für eine gegebene Konsitenz kann aufgrund der erfindungsgemäß
vorgesehenen Einverleibung der Zusatzmischung mit dem genannten wasserlöslichen Addukt
niedriger als üblich liegen, was einen zusätzlichen Vorteil bei der praktischen Ausführung der Erfindung
darstellt.
Das Addukt kann als konzentrierte Lösung in Wasser verwendet werden oder in Pulverform in Kombination
mit bekannten Verfestigungsbeschleunigungsmitteln
und mit Verfestigungsverzögerungsmitteln angewendet werden, wenn eine Verringerung des Wassergehaltes
ohne merkliche Änderung der Geschwindigkeit der Verfestigung des Zementgemisches erwünscht ist.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann in einer hydraulischen Zementmischung, die Portlandzement,
Zuschlag, ausreichend Wasser zur hydraulischen Verfestigung des Zementes enthält, die Zusatzmischung
gemäß der Erfindung in einer Menge im Bereich von etwa 0,01% bis l,00Gew.-%, bezogen
auf den Zement, verwendet werden, wobei die Geschwindigkeit der Härtung des Zementgemisthes beschleunigt
wird und die Menge des für eine gegebene Konsistenz erforderlichen Wassers ohne unerwünschte
toxische oder korrodierende Effekte begrenzt ist.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die neue Zusatzmischung für hydraulische
Zementgemische aus einem Gemisch von (a) dem wasserlöslichen Addukt und (b) einem Betonverfestigungsverzögerungsmittel
bestehen, wobei nach der Einverleibung des Zusatzes in das hydraulische Zementgemisch
aus Portlandzement, Zuschlag und ausreichend Wasser zur Bewirkung der hydraulischen
Verfestigung des Zementes die Geschwindigkeit der Härtung der Zementmischung niedriger als bei alleiniger
Verwendung des Addukts ist, jedoch der Wassergehalt des Gemisches für eine gegebene Konsistenz
in vorteilhafter Weise erniedrigt werden kann.
Die Erfindung schließt neue Zusatzkombinationen ein, die das wasserlösliche Addukt und Verfestigungsbeschleunigungsmittel,
wie wasserlösliche Formiate, enthalten, und für Anwendungsgebiete, wo eine Wasserverringerung
ohne Verfestigungsbeschleunigung erwünscht ist, Kombinationen aus dem Addukt und Verfestigungsverzögerungsmitteln,
beispielsweise CaI-ciumlignosulfonat.
Die Erfindung ermöglicht die Beschleunigung der Geschwindigkeit der Verfestigung von hydraulischen
Zementmischungen, welche Portlandzement, Zuschlag oder Aggregat und ausreichend Wasser zur hydraulischen
Verfestigung des Zementes umfassen, ohne die bei Anwendung von Calciumchlorid auftretenden
korrodierenden Effekte und ohne die Entwicklung von toxischen Dämpfen, wie sie bei Anwendung der
üblichen Aldehyde als Beschleuniger auftreten. Außerdem ist die durch die Addukte gemäß der Erfindung
erzielte Beschleunigung von einer Begrenzung der im Zementgemisch erforderlichen Wassermenge für
eine gegebene Konsistenz begleitet. Der erforderliche Wassergehalt ist somit niedriger, als er bei den übliehen
Aldehydbeschleunigern erforderlich ist und er ist häufig niedriger, als er für eine gegebene Konsistenz
in den Zementmischungen, die ohne Zusatz derartiger Beschleuniger hergestellt sind, erforderlich
ist.
Die Wasserverringerung ist ein äußerst günstiges Merkmal insofern, als die Druckfestigkeit des gehärteten
Betons erhöht wird, wenn verringerte Mengen an Wasser in hydraulischen Zementmischungen angewandt
werden. Es wurde gefunden, daß Wasserverringerungsmittel, d. h. Zumischungen, welche den Wassereinmischbedarf
für eine gegebene Mischkonsistenz verringern, häufig auch als Verfestigungsverzögerer
wirken, so daß der chemische Prozeß der Hydratisierung verlangsamt wird und die Mischung während
eines längeren Zeitraums plastisch und verarbeitungsfähig bleibt. Aus diesem Grund werden häufig Beschleuniger
zusammen mit Wasserverringerungsmitleln verwendet, um die Verzögerungstendenz des Wasserverringerungsmittels
zu überwinden. Der Beschleuniger erhöht dabei die Geschwindigkeit der Hydratisierung
während der frühen Fesügkeitsentwicklung, während der niedrigere Wassergehalt der Mischung
eine Erhöhung der abschließenden Zusammendrückfestigkeit des gehärteten Betons ergibt. Die Fähigkeit
der Zusatzmischung gemäß der Erfindung, die Geschwindigkeit der Verfestigung von Beton zu beschleu-
H) nigen, während gleichzeitig der Wasserbedarf des Gemisches
verringert oder begrenzt wird, liefert eine wertvolle Flexibilität auf dem Gebiet der Steuerung
der hydraulischen Zementmischungen. Im Vergleich zu üblichen Aldehydzumischungen können die Addukte
r> gemäß der Erfindung mit niedrigeren Gehalten an
Wasser ohne toxischen Effekt oder alternativ in größeren Dosierungen bei der gleichen Höhe des Wassergehaltes
verwendet werden, so daß eine größere Druckfestigkeit, eine größere Beschleunigung der Härtege-
2(i schwindigkeit oder die gewünschte Kombination dieser
Effekte erzielt wird.
Die Addukte gemäß der Erfindung sind wasserlösliche hydroxylierte Addukte von niedrigem Molekulargewicht,
die durch Umsetzung von 2,4,6-Triamino-
2i sym-triazin und einem Aldehyd erhalten werden. Obwohl
Formaldehyd oder Paraformaldehyd allgemein bevorzugt wird, können auch andere Aldehyde, beispielsweise
Acetaldehyd, eingesetzt werden.
Die erhältlichen Reaktionsprodukte, die ausreichend
Die erhältlichen Reaktionsprodukte, die ausreichend
ίο unpolymerisiert sind, um wasserslöslich zu verbleiben,
sind technisch als etwa 80%ige Lösung in Wasser erhältlich. Für die Zwecke der Erfindung können sie
auch in trockener Pulverform oder als wäßrige Lösung mit jeder gewünschten anderen Konzentration ange-
Γ) wandt werden.
Die Addukte gemäß der Erfindung können ohne korrodierende Wirkung auf das in dem gehärteten
Beton eingebettete Metall und ohne Gefahr von nachteiligen und toxischen Dämpfen angewandt werden.
Bei der Anwendung bei Beton ist es deshalb nicht notwendig, die konzentrierte Lösung zur Herstellung
äußerst verdünnter Lösungen zu verdünnen, wie es notwendig ist, wenn die üblichen Aldehyde als Beschleuniger
angewandt werden. Eine gesättigte Lösung
4ri von Paraformaldehyd, die lediglich etwa 22% gelösten
Stoff, bezogen auf das Gewicht der Lösung, hat, entwickelt beispielsweise schädliche toxische Dämpfe.
Eine konzentrierte Lösung der vorliegenden Addukte entwickelt demgegenüber keine nachteiligen Dämpfe
so oder Gerüche.
In der Praxis werden gemäß der Erfindung die vorliegenden Addukte in einer Menge im Bereich von
etwa 0,01% bis etwa 1,00%, vorzugsweise von etwa 0,2 bis 0,8%, bezogen auf das Gewicht des Zementes,
r>r> in der Gesamtmischung eingesetzt. Es liegt auch im
Bereich der Erfindung, andere Zusätze für die Zwecke, wofür sie normalerweise in den üblichen Mischungen
eingesetzt werden, den hydraulischen Zementmischungen, die die Addukte gemäß der Erfindung in den
ho angegebenen Mengen zum Zweck der Beschleunigung
der Geschwindigkeit der Verfestigung des Betons enthalten, einzuverleiben und gewünschtenfalls die für
eine gegebene Konsistenz erforderliche Menge an Wasser zu begrenzen. Beispiele für die Arten von
h1) Zusätzen, die auf diese Weise eingesetzt werden
können, sind z. B. Lufteinschlußmittel, Luftfreigabemittel, Pozzuolanmaterialien, Flugasche, färbende
Materialien und Wasserabweisungsmittel. Andere
bekannte Zusatzmaterialien können gleichfalls verwendet werden und erzielen ihre normale und gewünschte
Funktion.
Zu derartigen anderen Zusätzen, die zusammen mit den Verfestigungsbeschleunigungsadilukten gemäß der
Erfindung eingesetzt werden können, gehören andere bekannte Verfestigungsbeschleuniger. Bei dieser Ausführungsform
der Erfindung wird eine Kombination von Beschleunigern angewandt, um eine Härtungsgeschwindigkeit zu erzielen, welche die Beschleuni-
gung der Härtung überschreitet, die aufgrund des Adduktes gemäß der Erfindung allein erzielbar ist.
Wasserlösliche Formiate, wie Natriumformiat, können günstigerweise für diesen Zweck eingesetzt werden,
wobei die üblichen Mittel in einer ausreichenden Dosierung zur Erzielung einer Beschleunigung der
Verfestigung angewandt werden.
Es kann erwünscht sein, die durch die Addukte gemäß der Erfindung erzielbare Wasserverringerung
zu erreichen, obwohl die Beschleunigung der Ge- 2« schwindigkeit der Härtung für ein spezielles Anwendungsgebiet
unerwünscht ist. In diesem Fall können erfindungsgemäß die einzusetzenden Addukte zusammen
mit einer wirksamen Dosierung eines bekannten Verfestigungsverzögerers angewandt werden.
Die Kombination der Zusätze bringt den erforderlichen Wassergehalt auf ein Minimum, ergibt jedoch einen
weniger ausgeprägten Effekt auf die Geschwindigkeit der Härtung, als sie bei Anwendung der Addukte
allein auftreten würde. Gewünschtenfalls kann der jo
Beschleunigungseffekt der vorliegenden Addukte durch den Verzögerungseffekt des Verzögerers so ausgeglichen
werden, daß die Geschwindigkeit der Härtung
der gesamten hydisulischen Zementmischung praktisch
unverändert bleibt. Die Lignosulfonate, beispielsweise Calcium-, Natrium- und Ammoniumlignosulfonate,
können vorteilhaft als Verfestigungsverzögerer bei dieser Ausführungsform der Erfindung eingesetzt
werden.
Bei der praktischen Ausführung der Erfindung wurde die einzusetzende Zusatzmischung in hydraulischen
Zementmischungen verwendet, die Portlandzement, Zuschlag und ausreichend Wasser zur hydraulischen
Verfestigung des Zementes enthielten. Der gleiche Typ oder die gleiche Qualität von Zement
wurde in jeder Mischung verwendet, und Art und Anteil von groben und feinen Zuschlagen waren in
gleicher Weise praktisch gleich, während die zur Erzielung der hydraulischen Verfestigung zugesetzte
Menge Wasser in jedem Fall so war, daß Betonmischungen von praktisch der gleichen Konsistenz
erhalten wurden. Die Temperatur des Betons, in dem die Addukte untersucht wurden, betrug etwa 100C.
Für VergJeichszwecke wurde die Anwendung des Adduktes mit äquivalenten einfachen Zementmischungen
und mit einer solchen Mischung, welche die gleiche prozentuale Zugabe eines wasserlöslichen monomeren
Adduktes aus Harnstoff und Formaldehyd mit Verfestigungsbeschleunigungseigenschaften
enthielt, verglichen. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefaßt,
die die Durchschnittswerte von Doppelversuchen zeigt. Bei diesen Versuchen wurden die
Addukte in Form von handelsüblichen wäßrigen Lösungen mit einem gelösten Gehalt an 80 Gew.-%, bezogen
auf das Gewicht der Lösung, verwendet.
| Gemisch- Nr. |
Zusatz | Menge an Zusatz |
Wassergehall | Luftvolumen | Härtungsge schwindigkeit |
| (Gew.-% des Zements) |
l/m3 Beton | % des Betons | Index, h*) | ||
| 1 | ohne | _ | 102,5 | 1,2 | 9-3/8 |
| 2 | HarnstofT-Formaldehyd-Addukt | 0,20 | 100,1 | 1,8 | 7-1/4 |
| 3 | 2,4,6-Triamino-sym-triazin-Form- aldehyd-Addukt |
0,20 | 90,2 | 5,5 | 6-3/4 |
*) Die angegebene Zeit ist die Zeit, die seit dem Vermischen des Betons verstrichen ist, bevor ein Zug mit 13,6 kg notwendig
ist, um einen Stahlzapfen von beliebiger Abmessung aus dem Körper des Betons zu ziehen, wobei die Entwicklung der
Stahl-Beton-Bindung proportional zum Ausmaß der Härtung oder Verfestigung des Betons ist.
Aus den Werten in der Tabelle ist ersichtlich, daß die Addukte gemäß der Erfindung einen sehr signifikanten
Effekt bei der Beschleunigung der Geschwindigkeit der Härtung der hydraulischen Zementmischung
gaben, eine merkliche Verringerung der für die Verfestigung erforderlichen Zeit erbringen im Vergleich
zu der für die Verfestigung erforderlichen Zeit, wenn die gleiche Dosierung eines Harnstoff-Adduktes mit t>o
günstigen Verfestigungsbeschleunigungseigenschaften angewandt wurde. Außerdem ergab die Anwendung
des Adduktes eine beträchtliche Verringerung des Wassergehaltes im Vergleich zu dem einfachen Gemisch,
das keinen Verfestigungsbeschleuniger enthielt, br> d. h. 90,2 l/m3 im Vergleich zu 102,5 l/m3. Das Harnstoffaddukt
ergab eine gewisse Verringerung des Wassergehaltes im Vergleich zu dem einfachen Gemisch,
d. h. eine Verringerung des Wassergehaltes auf 100,1 l/m3, jedoch wurde eine beträchtlich stärkere
Verringerung mit dem Addukt gemäß der Erfindung erzielt. Wie vorstehend angegeben, erwies es sich
häufig als notwendig, ein Verfestigungsverzögerungsgemisch zu dem Zementgemisch zwecks Erzielung
einer Wasserverringerung einzuverleiben, wobei ein Beschleuniger zusätzlich erforderlich ist, um die Verzögerungsneigung
des Wasserverringerungsmittels zu überwinden. Beim vorliegenden Addukt sind andererseits
vorteilhafterweise die Verfestigungsbeschleunisungseigenschaften mit einer starken Neigung zur Begrenzung
oder Verringerung des Wasserbedarfes des Gemisches kombiniert.
Die Einverleibung verhältnismäßig geringer Mengen der wasserlöslichen Addukte gemäß der Erfindung
ergibt somit eine vorteilhafte Erhöhung der Geschwindigkeit der Härtung von hydraulischen Zementgemischen
ohne korrodierende Wirkungen und unerwünschte Entwicklung von toxischen Dämpfen, die
bei der Anwendung von Formaldehyd und Polymeren hiervon auftreten, wenn nicht vorsorglich verdünnt
wird. Die die vorliegenden Addukte enthaltenden hydraulischen Zementmischungen zeigen auch einen
begrenzten Bedarf für den Wassergehalt für eine gegebene Konsistenz und liefern weitere Vorteile hinsichtlich
des gehärteten Betons. Aufgrund der Eignung der vorliegenden Addukte, wirksam in Kombination
mit bekannten Verfestigungsverzögerern und bekannten Verfestigungsbeschleunigungsmitteln zu arbeiten,
ergibt sich die gewünschte erfindungsgemäße Kombination der günstigen Effekte. In den Zusatzmischungen
gemäß der Erfindung können die relativen Mengen der vorliegenden Addukte und der Mittel zur Beeinflussung
der Geschwindigkeit der Härtung weitgehend variiert werden, was von dem speziellen Zusatz oder
ι den gewünschten Ausgleichseffekten bei den jeweils
gegebenen Anwendungen abhängig ist. Die Zusatzmischungen können zusammen oder getrennt in
trockener Pulverform oder in Form flüssiger Gemische von jeder gewünschten Konzentration zugesetzt werden.
ίο Die Erfindung stellt in sämtlichen Ausfuhrunsformen
einen signifikanten und technisch wertvollen Fortschritt auf dem Gebiet der Steuerung der Härtung des
Zementes dar. Somit ergibt die Erfindung eine wertvolle Flexibilität zur Erleichterung der Steuerung des
Zementes für spezielle Anwendungen und Arbeitsbedingungen.
Claims (1)
1. Zusatzmischung zur Verwendung in hydraulischen Zementmischungen, dadurch gekenn- ■■>
zeichnet, daß sie
(a) ein wasserlösliches Addukt, das aus der Kondensationsreaktion
von 2,4,6-Triamino-symtriazin mit einem Aldehyd unter alkalischen Bedingungen erhalten worden ist, und
(b) ein Mittel umfaßt, das geeignet ist, die Geschwindigkeit der Verfestigung der Zementmischungen
zu beeinflussen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732322845 DE2322845B2 (de) | 1973-05-07 | 1973-05-07 | Zusatzmischung zur Verwendung in hydraulischen Zementmischungen und Verfahren zur Beschleunigung der Härtung einer hydraulischen Zementmischung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732322845 DE2322845B2 (de) | 1973-05-07 | 1973-05-07 | Zusatzmischung zur Verwendung in hydraulischen Zementmischungen und Verfahren zur Beschleunigung der Härtung einer hydraulischen Zementmischung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2322845A1 DE2322845A1 (de) | 1974-11-28 |
| DE2322845B2 true DE2322845B2 (de) | 1978-10-26 |
Family
ID=5880143
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732322845 Withdrawn DE2322845B2 (de) | 1973-05-07 | 1973-05-07 | Zusatzmischung zur Verwendung in hydraulischen Zementmischungen und Verfahren zur Beschleunigung der Härtung einer hydraulischen Zementmischung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2322845B2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4434010A1 (de) * | 1994-09-23 | 1996-03-28 | Sueddeutsche Kalkstickstoff | Redispergierbare Polymerisatpulver, Verfahren zu deren Herstellung und Verwendung |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2358368A1 (fr) * | 1976-07-13 | 1978-02-10 | Bretagne Ste Metallurg | Perfectionnements aux mortiers d'argile-ciment, a leurs procedes de preparation et de mise en oeuvre et aux produits obtenus a l'aide de ces mortiers |
| DE2916705B2 (de) * | 1978-05-04 | 1981-05-07 | VEB Stickstoffwerk Piesteritz, DDR 4602 Wittenberg-Lutherstadt-Piesteritz | Anorganische Baustoffmischung mit organischen Platifikatorzusätzen und Verfahren zu deren Herstellung |
| DE3107853A1 (de) * | 1981-03-02 | 1982-09-16 | Sika AG, vorm. Kaspar Winkler & Co., 8048 Zürich | Verfahren zur herstellung von hochkonzentrierten, niedrigviskosen, waessrigen loesungen von n-modifizierten melamin/aldehydharzen |
| DE3107852A1 (de) * | 1981-03-02 | 1982-09-16 | Sika AG, vorm. Kaspar Winkler & Co., 8048 Zürich | Verfahren zur herstellung von hochkonzentrierten, niedrigviskosen, waessrigen loesungen von melamin/aldehydharzen |
-
1973
- 1973-05-07 DE DE19732322845 patent/DE2322845B2/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4434010A1 (de) * | 1994-09-23 | 1996-03-28 | Sueddeutsche Kalkstickstoff | Redispergierbare Polymerisatpulver, Verfahren zu deren Herstellung und Verwendung |
| DE4434010C2 (de) * | 1994-09-23 | 2001-09-27 | Sueddeutsche Kalkstickstoff | Redispergierbare Polymerisatpulver, Verfahren zu deren Herstellung und Verwendung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2322845A1 (de) | 1974-11-28 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8230 | Patent withdrawn |