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Farbkorrekturverfahren Die Erfindung betrifft ein Farbkorrekturverfahren
und insbesondere eine Weiterbildung der Farbkorrekturtechnik die bei dem elektrostatischen
Farbdruckverfahren angewandt list, das in der US-Patentanmeldung der Anmelderin
(US-Patent 3 709 594) Serial No. 47 273 vom 18.
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Juni 70 beschrieben ist. Wegen der Fehler in den Materialien, die
zur Herstellung von Farbbildern verwendet werden, muß eine Farbkorrektur vorgenommen
werden.
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Die drei Farbpigmente zur Erzeugung der Grundfarbarten Magenta und
Gelb, die zur Herstellung eines Farbdruckes mittels des subtraktiven Verfahrens
verwendet werden, sind nicht rein. Obwohl das Pigment, das zur Herstellung von Zyan
verwendet wird, theoretisch nur rotes Licht aus dem einfallenden Licht subtrahieren
bzw. absorbieren sollte, absorbiert es in Wirklichkeit auch etwas grünes Licht und
sogar eine Spur blaues Licht. Der Zyan-Farbstoff kann daher als mit diesen Entwicklerpigmenten
oder -farbstoffen nämlich den Magenta- und Gelbfarbstoffen, verunreinigt angesehen
werden, die jeweils grünes und blaues Licht absorbieren. Da die sichtbare Hauptverunreinigung
Magenta ist, kann eine gute Korrektur in der zusammengesetzten Farbe dadurch erreicht
werden, daß die Dichte des Magenta-Farbstbffes in denereichen verringert wird, die
auch mit Zyan-Farbstoff zu entwickeln sind.
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Obwohl der Magenta-Farbstoff nur grünes Licht absorbieren sollte,
absorbiert er in ähnlicher Weise auch etwas blaues Licht und eine Spur rotes Licht.
Die sichtbare Hauptverunreinigung ist in diesem Fall gelb, so daß eine gute Korrektur
dadurch erhalten werden kann, daß die Dichte des Gelb-Farbstoffs in den Bereichen
verringert wird, die mit Magenta- und Gelb-Farbstoff zu entwickeln sind.
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Gelb-Farbstoffe sind im allgemeinen rein. Für den Fall aber, daß ein
nicht relner Gelb-Farbstoff verwendet wurde, kann eine Korrektur analog den-yorbeschriebenen
Verfahren durchgeführt werden.
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Von den normalerweise zur Anwendung kommenden Pigmentfarb stof-fen
ist der Zyan-Farbstoff am wenigsten, der Magenta Farbstoff etwas besser und der
Gelb-Farbstoff am besten in Ordnung. Durch Verwenden eines Pigmentfarbstoffs der
Chinacridonreihe oder eines Magenta-Farblackes, d.h. eines FarbstoffsS der auf der
Oberrläche- einesdurcbsichtigen Salzes wie PhosphormolybdEnwolframsäure auf Aluminiumoxyd
erhalten wird, kann mit nur. einer Korrektur ein sehr gutes Druckergebnis erreicht
werden. Diese Korrektur würde in.
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der Verringerung des Magenta-Pigments oder Farbstoffs bestehen, wenn
sowohl Zyan als auch Magenta gedruckt werden soll. Diese Farblacke weisen aber nur
eine geringe Lichtechtheit auf.
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Bei der Entwicklung eines Blaubereichs, welcher nacheinander das Aufbringen
von Zyan- und Magenta-Entwickler erfordert, muß eine Farbkorrektur vorgenommen werden,
da wegen der geringen Menge Magenta, die offensichtlich in dem Zyan vorhanden ist,
zu viel Magenta-entwickler aufgetragen ist. In ähnlicher Weise muß bei der Entwicklung
eines roten Bereiches, bei dem Gelb- und Magenta-Entwlekler aufffletragen werden
muß, eine Farbkorrektur vorgenommen
werden, da der Magenta-Entwiökler
offensichtlich einen geringen Gelb-Bestandteil enthält.
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Diese Farbkorrekturen sind in der eingangs erwähnten Fatentanmeldung
der Anmelderin beschrieben; mit der Erfin-Ladung werden durch die Art der Steuerung
der Entwicklerbestandteile, die in dem interessierenden Bereich äufgetragen werden,
diese Ergebnisse derart verbessert3 daß die Farbe oder spektrale Empfindlichkeit
der-Verunreinigungen in den Entwicklern genauer kompensiert und ausgeglichen werden
kann. Bei demin der-eingangs erwähnten Patentanmeldung beschriebenen Farbkorrekturverfahren
wird eine momentane Belichtung des Fotoleitermaterials ufer ein Filter derselben
Farbe wie die des zu druckenden Bereichs verwendet, um die Ladungsdichte zu verringern
ünd um ein zu starkes Auftragen des einen Entwicklers zu verhindern, der als schwache
Verunreinigung in dem anderen Entwickler vorhanden ist.
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Beispielsweise wird bei der elektrostatischen, in der vorerwähnten
Anmeldung beschriebenen Farbdruckeinrichtung bei dem normalen Entwicklungsablauf
zur Verminderung eines blauen Bereichs -das Fotoleitermaterial aufgeladen, dann
mit von einem Rotfilter durchgelassenen Licht der ursprj)nglichen Transparenz belichtet
und dann in Zyan-Entwickler entwickelt; hierauf wird es wieder aufgeladen-,
über
ein Grunfilter belichtet und in Magenta-Entwickler entwickelt. Ohne Korrektur würde
diese Farbentwicklung zu einem übermäßigen Auftragen von Magenta auf dem Fotoleitermaterial
führen.
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Zur Kompensierung des Anteils an Magenta-Entwickler in dem Zyan-Entwickler
wird folgende Reihenfolge bei der Entwicklung angewandt. Das Fotoleitermaterial
wird geladen, über ein Rotfilter belichtet, und iz Zyan-Entwickler entwickelt. Hierauf
wird dann nach der erneuten Aufladung und der Belichtung des Fotoleitermaterials
durch ein Grünfilter hindurdi eine kurzzeitige Belichtung über ein Blaufilter zwischengeschaltet;
hierauf folgt dann erst die Entwicklung in dem Magenta-Entwickler. Durch die Ruu-zv
zeitige Belichtung des Fotoleitermaterials über das Blaufilter wird die statische
Ladungsverteilung auf der mit Magenta-Entwickler zu entwickelnden Fläche so verringert,
daß weniger Magenta aufgetragen wird. Hierdurch ist dann das nicht erwünschte Aufbringen
von Magenta wahrend derEntwicklung in Zyan-Entwickler kompensiert.
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In ähnlicher Weise werden die roten Bereiche bezüglich einer zu starken
Aufbringung von Gelb-Entwickler durch eine kurzzeitige Belichtung des Fotoleitermaterials
über ein Rotfilter korrigiert, um dadurch die Ladung in dem zu entwickelnden Bereich
so zu verringern, daß weniger Gelb-Entwickler angezogen wird. Hierdurch ist dann
die
Verunreinigung durch Gelb-Farbstoff in dem Magenta-Entwickler
kompensiert und ausgeglichen.
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In dem vorbeschriebenen Verfahren wird die Ladungsdichte auf dem Fotoleitermaterial
durch Verändern der Zeitdauer gesteuert, während welcher der Farbbereich durch das
korrigierende Filter belichtet wird. Hierbei wird die Ladespannung nicht während
eines bestimmten Farb-Entwicklungsablaufs verändert. Die Spannung, die zum Aufladen
einer bestimmten Art von Foto1eiternaterial vor dessen Belichtung durch ein spezielles
Farbfilter mittels einervLichtquelle angelegt wird, hängt von dem FarbRontra-st
ab, der bei der Entwicklung mittels eines sogenannten Gamma-Faktors erreicht wird.
Für vorgegebene Kenndaten des FotoleiX termaterials, des Filters und der Lichtquelle
ergibt die Aufladung des Fotoleitermaterials bei einer hohen Ganma-Spannung einen
starken Farbkontrast bei der anschließenden Entwicklung, während eine Aufladung
mit einer niedrigen Gamma-Spannung zu einem geringen Farbkontrast bei der anschließenden
Entwicklung führt.
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Durch die mit diesem Verfahren erreichten Farbkorrekturen wird die
Farbwiedergabe gegenüber solchen Verfahren verbessert, bei denen keine Korrektur
vorgenommen wird; diesen Korrekturen sind aber durch die begrenzte, allein durch
Belichtungen mittels einer Lichtquelle durchge -führte
Ladungsveränderung
Grenzen gesetzt, so daß nur eine teilweise Steuerung der Entwickeraufbringung möglich
ist. Darüber hinaus wurde festgestelSt, daß den auf diese Weite bearbeiteten Grünbreichen
eine Farbreinheit fehlt und es den Rotbereichen an Kontrast mangelt, während weiche
Hauttöne und blaue Schatten verlorengehen.
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Wenn eine niedrige Gamma-Spannung während der Entwicklung für die
Aufladung angelegt wird, werden gute Grün-, Blau-und Hauttöne erhalten Dies geschieht
darin aber auf lCosten der Rottöne, die dadurch gefährdet werden. Wenn während der
Entwicklung einehohe Gamma-Spannung angelegt wird, worden gute Grün-, Rot- und Blautöne
erhalten, während die Hauttöne verlorengehen. Wenn bei der Entwicklung eine dazwischenliegenden
Gamma-Spannung angelegt wird, ergeben sich bei einigen Farben ähnliche Verbesserungen
auf Kosten anderer Farben.
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Die Erfindung schafft daher ein Farbkorrekturverfahren für elektrostatisches
Farbdrucken, das die Farbmängel in dem Abzug oder Abdruck aufgrund von Fehlern in
den zur Herstellung von Farbbildern verwendeten Materialien korrigiert und beseitigt.
Hierbei kann der Gegenstand so ausgebildet sein, daß bei dem Farbkarrekturverfahren
während des Farbdruckens bestijnm-te spezielle
Filter verwendet
werden.
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Gemäß der Erfindung ist ein Farbkorrekturverfahren für elektrostatisches
Kopieren geschaffen, bei dem eine Fiäche des in der Farbe zu korrigierenden Abzugs
oder Ab -drucks mit eineriiohenGamma-Spannung aufgeladen, mit dem Bild belichtet,
danach mit einem Entwickler einer bestimmten Farbe entwickelt, hierauf mit einer
niedrigen Gamma-Spannung aufgeladen1 danach erneut mit dem Bild belichtet und schließlich
mit dem Entwickler einer korrigierende Farbe entwickelt wird.
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Die Erfindung schafft also ein Verfahren zur Farbkorrektur für elektrostatisches
Farbdrucken, um die Farbfeiller in den elektrofotografischen Kopien oder Abzügen
2.11-folge von Fehlern in den zur Herstellung von Farbbildern verwendeten Pigmenten
oder Farbstoffen zu korrigieren.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen
näher erläutert, wozu auf die beigefügte Zeichnung bezuggenommen wird. Es zeigen:
Fig.1a bis if die Verfahrensschritte bei einer Ausführungsform des Farbkorreturverfahrens
gemäß der Erfindung für eine Farbkorrektur bei einer wiederziigebenden Farbe;
Fig.2a
bis 2d die Verfahrensschritte bei einer Ausführungsform des Farbkorrekturverfahrens
gemäß der Erfindung zur Durchführung einer Farbkorrektur bei einer anderen wiederzugebenden
Farbe; Fig.3a bis 3f die Verfahrensschritte bei einer weiteren Ausführungsform des
Farbkorrekturverfahrens gemäß der Erfindung für eine Farbkorrektur einer wiederzugebenden
Farbe; und Fig.4a bis 4d die Verfahrensschritte bei einer weiteren Ausführungsform
des Farbkorrekturverfahrens gemäß der Erfindung für eine Farbkorrektur einer anderen
wiederzugebenden Farbe.
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Bei der Erfindung werden verschiedene, die Farbe korrigierende Filter,
veränderliche Gamma-Spannungen und Änderungen in der Form bzw. Reihenfolge der aufeinanderfolgenden
Verfahrensschritte zur Entwicklung und Farbkorrektur angewandt. In den Fig. pa bis
if werden bei einer Art der Farbkorrektur für einen blauen Bereich folgende Verfahrensschritte
angewendet. Des Fotoleitermaterial wird mit einer hohen Gamma-Spannung aufgeladen,
über ein Rotfilter mit dem Bild 12 belichtet, wie in Fig.la wiedergegeben ist, und
in Zyan-Entwickler entwickelt, wie in Fig. ib dargestellt ist.
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Alle nicht roten Bereiche des bildes sind dadurch in dem Zyan-Entwickler
entwickelt. Nach der Entwicklung in Zyan-Entwickler wird das Fotoleitermaterial
mit einer hohen Gamma-Spannung aufgeladen und dann über ein Minus-Rotfilter 16,
das alle Spektralfarben außer Rot durchläßt, mit -dem Bild belichtet. Dieser Verfahrensschritt
ist in Fig.lc dargestellt. Da die Ladung überall dort entfernt ist, wo Licht auf
die fotoleitende Oberfläche auftrifft, ist durch diese Belichtung sichergestellt,
daß eine hohe Ladungsdichte nur in den roten Bereichen übrigbleibt.
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Als nächstes wird, wie in Fig. 1d dargestellt, das Fotoleitermaterial
10 wieder mit einer niedrigen Gamma-Spannung aufgeladen, wodurch eine niedrige Ladungsdichte
in den Bereichen ersetzt wird, wo die hohe Ladungsdichtedurch das kein Rot enthaltende
Licht entfernt worden mt.
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Die hohe Ladungsdichte bleibt in den roten Bereichen erhalten. Das
Fotoleitermaterial 10 wird über ein Grünfilter 18 mit dem Bild belichtet, so daß
sich auf seiner Oberfläche ein Ladungsmuster befindet, wie in Fig.le dargestellt;
hierauf wird es dann in Magenta-Entwickler entwickelt, wie in Fig. if dargestellt.
Die Kombination aus Zyan- und Magenta-Entwickler ergibt ein farbkorrigiertes Blau.
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Die aufgebrachte Menge an Magenta-Farbstoff ist geringer
als
die proportional zu den Gamma-Spannungen vor jeder Entwicklung aufgebrachte Menge
an Zyan Farbstoff.
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Auf diese Weise wird dann aufgrund der niedrigen Ladungsdichte weniger
Magenta-Farbstoff in denselben Bereichen angezogen, in denen aufgrund der höheren
Ladungsdichte Zyan-Farbstoff in größerer Menge angezogen worden ist.
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Durch die auf diese Weine aufgebrachte Menge an Magenta-Farbstoff
wird die Aufbringung von als Verunreinigung in Zyaii-Entwickler enthaltener Magenta-Farbstoff
kompensiert.
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Die geforderte Farbkorrektur wird durch Anlegen von hohen und niedrigen
Gamma-Spannungen sowie durch die daz.rische erfolgte Belichtung über ein Minus-Rotfilt-er
ereicht.
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Selbstverständlich kann die geforderte Farbkorrektur auch bei anderen
Spannungen in Verbindung mit anderen Durchlaßeigenschaften des Filters erreicht
werden.
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Nach der Belichtung des Blaubereichs des Bildes mit Hilfe der Farbkorrektur
kann nunmehr der Rotbereich ebenfalls in Verbindung mit einer Farbkorrektur entwickelt
werden.
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In den Fig. 2a bis 2d wird das Fotoieitermaterial 10 rait einer hohen
Gamma-Spannung aufgeladen und dann über ein Minus-Grünfilter 20 mit dem wiederzugebenden
Bild 12 belichtet, die in Fig.2a dargestellt. Hierdurch bleibt eine höhere Gama-Pufiadung
in den griinen Bereichen zurück.
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Das Fotoleitermaterial 10 wird dann wieder mit einer niedrigen Gamma--Spannung
aufgeladen, wie in Fig.2b dargestellt,
und über ein Blaufilter
22 mit dem Bild 12 belichtet, wie in Fig.2c dargestellt. Zu diesem Zeitpunkt haben
die bereits Magenta-Farbstoff enthaltenden roten Bereiche eine weniger dichte Ladungsverteilung
als die grünen Bers che, die bereits Zyan-Entwickler enthalten.
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Als nächstes wird dann das Fotoleitermaterial in Gelb-Entwickler entwickelt,
wie in Fig.2d dargestellt. Eine bestimmte Menge an Gelb-Entwiclder wird dann in
den Zyan-Farbstoff enthaltenden Bereichen aufgebracht, damit sich die Farbe Grün
ergibt. Eine kleinere Menge an Gelb-Entwickler wird in den Magenta-Farbstoff enthaltenden
Bereichen aufgebracht. Hierdurch wird der aufgebrachte, als Verunreinigung in dem
Magenta-Entwicklr enthaltene Gelb-Farhstoff kompensiert und es ergibt sich ein farbkorrigiertes
Rot.
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Anhand der in den Fig.3a bis 3f dargestellten Verfahrensschritte wird
eine andere Art der Farbkorrektur für einen blauen Bereich beschrieben. Das Fotoleitermaterial
wird geladen und über ein Rotfilter 14 mit dem Bild belichtet, wie in den Fig.3a
und 3b dargestellt ist; hierauf wird es dann in Zyan-Entwickler entwickelt. Alle
nicht roten Bereiche sind dann in dem Zyan-Bestandteil entwickelt.
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Hierauf wird dann das Fotoleitermaterial wieder mit einer hohen Gamma-Spannung
aufgeladen, über ein Minus-Rotfilter
16 mit dem Bild 12 belichtet
und in Magenta-Entwickler entwickelt, wie in den Fig.3c und 3d dargestellt. Da die
Ladung überall außer in den roten Bereichen entfernt worden ist, wird der Nagenta-Entwickler
nur in diesen Bereichen angezogen. Das Fotoleitermaterial 10 wird dann wieder mit
einer niedrigen Gamma-Spannung aufgeladen, über ein Grünfilter 18 mit dem Bild 12
belichtet und dann in Magenta-Entwickler entwickelt, wie in den Fig.3e und 3f dargestellt.
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Die in den blauen Bereichen aufgebrachte Menge an Magenta-Entwickler
gleicht wieder die Aufbringung an als Verunreinigung in Zyan-Entwickler vorhandenem
Magenta-Farbstoff aus. In roten Bereichen, wo Magenta-Farbstoff eine Verunreinigung
des Zyan-Entwicklers ist, gibt es natürlich eine bestimmte, nominale Aufbringung.
Durch die Verwendung des Minus-Rotfilters in Verbindung mit den aufeinanderfolgenden
Aufladungen mit hohen und niedrigen Gamma-Spannungen wird die geforderte Farbkorrektur
erhalten. Die Farbkorrektur in einer der beiden Verfahren ist neu und steuert bis
zu einem gewissen Grad die Magenta-Aufbringung in eiem blauen Bereich, während andere
Bereiche nicht beeinflußt werden, in denen Magenta-Farbstop; ein Verunreinigungsbestandteil
des Zyan-Entwicklers ist.
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Nach der Entwicklung des blauen Bereichs des Bildes nach
der
zweiten Art der Farbkorrektur wird der rote Bereich auf folgende Weise in Verbindung
mit einer Farbkorrektur entwickelt. Hierbei wird das Fotoleitermaterial 10 mit einer
hohen Gamma-Spannung aufgeladen, über ein Minus-Grünfilter 20 mit dem wiederzugebenden
Bild 12 belichtet und dann in Gelb-Entwickler entwickelt, wie in Fig.4a und 4b dargestellt.
Hierbei wird in dem Bereich eine der hohen Gamma-Aufladung proportionale Menge an
Gelb-Entwickler aufgeiragen. Diese Menge an Gelb-Entwickler ergibt zusammen mit
dem Zyan-Farbstoff, der bereits aus der vorhergehenden Entwicklung in dem Bereich
vorhanden ist, die Farbe Grün.
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Als nächstes wird dann das Fotoleitermaterial 10 mit einer niedrigen
Gamma-Spannung aufgeladen und über ein Minus-Rotfilter 22 mit dem wiederzugebendn
Bild 12 belichtet.
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Ein dem roten Bereich des Bildes entsprechend aufgeladener Bereich
bleibt dann auf der Oberfläche des Fotoleitermaterials 10 erhalten, wie in Fig.4c
dargestellt. Das Fotoleitermaterial wird dann nochbinmal in Gelb-Entwickler entwickelt,
wie in tig.4d dargestellt. Die auf diese Weise in dem geladenen Bereich aufgebrachte
Menge an Gelb-Entwickler gleicht den als Verunreinigung in Magenta-Entwickler enthaltenen
und bei einer vorhergehenden Entwicklung aufgebrachte Gelb-Farbstoff aus. Durch
diese Verknnpfung von Gelb- und Magenta-Entwickler ergibt sich ein farbkorrigiertes
Rot.
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Selbstverständlich können die vorbeschriebene Reihenfolge bei der
Farbentwicklung und bei der Farbkorrektur, zu deren Steuerung Filter, die Gamma-Aufladespannung,
die Belichtungsdauer sowie die Farbentwicklerreihenfolge verwendet sind, so gewählt
werden, daß sich verschiedene Farbkorrekturen ergeben. Die vorbeschriebenen Verfahrensschritte
weisen von Natur aus eine gewisse Flexibiliiät und Anpassungsfähigkeit auf, so daß
durch ein neues Ordnen der Reihenfolge beim Farbdrucken die Farbtonqualitäten der
Farbkopie bzw. des Farbabzugs fortlaufend und kontinuierlich geändert werden können,
um den verlangten, farbkorrigierten Abzug bzw. die verlangte Kopie mit der ursprünglichen
Transparenz bzw. Leuchtkraft zu erhalten, wobei Farbverunreinigungen enthaltende
Pigmente oder Farbstoffe verwendet werden.
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Gemäß der Erfindung ist ein Farbkorrekturverfahren für elektrostatisches
Farbdrucken geschaffen, mit dem die Fehler der bekannten Farbkorrektursysteme beseitigt
und überwunden sind. Mit dem Verfahren gemäß der Erfindung sind die Mängel der Entwickler
ausgeglichen, die zur Herstellung von Farbkopien oder Abzügen bei einem elektrostatischen
Farbdrucksystem verwendet werden.
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Selbstverständlich können auch im Rahmen der Erfindung verschiedene
Anderungen und Modifikationen durchgeführt
werden. Auch ist die
Erfindung nicht au£ die im einzelnen beschriebenen und in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Farbkorrekturverfahrens beschränkt.
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Patentansprüche