DE2320158A1 - Transporteinrichtung - Google Patents
TransporteinrichtungInfo
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Description
^ATEWTAH WALTE
8 MÜNCHEN SO. MAUERKlRCHEfMTR. 48
ι
1S. April !973
Herbert E. Gladisch Ottawa,-K1S 1P3, Ontario / Kanada
Transporteinrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Transporteinrichtung
und betrifft insbesondere Fördereinrichtungen zum Transportieren
von Gegenständen mit gekrümmten Außenflächen.
In der Papierherstellung werden Bahnen des fertigen Papiers
gewöhnlich in Form von Rollen auf Stützzylinder aufgewickelt, Eine der bekanntesten derartigen Papierrollen stellt die
Rolle Toilettenpapier dar, welche vielfach in den verschie-
Vl/Lp · - 2 -
309844/0501
(0811) 918272 987043 983310 Tt!*granp.m«i BEkGSTAPFPATENT MOnchM TBfX 05 24 560 IEKG d
Sankt Bay*mdt· V«r«!nsbank MOndwn 453100 Poihdiedtj MOndim «5343
~ 2
densten Farben hergestellt wird. Bei der Herstellung dieser
Papierrollen müssen sie anschließend zu Verpackungsstationen, Lagereinrichtungen und Versandstationen transportiert werden.
Gegenwärtig werden die Rollen auf zwischen Führungen verlaufenden ebenen Bändern transportiert, was im Falle von verpackten
Rollen einigermaßen befriedigend ist, insbesondere wenn eine Packung mehrere Rollen enthält, von denen jeweils
wenigstens zwei tandemartig hintereinanderliegen. Bei unverpackten Rollen ergeben sich gewisse Schwierigkeiten, beispielsweise
die Gefahr, daß sich das freie Ende von der Rolle abwickelt. Außerdem befindet sich die Rolle in Berührung mit dem
Förderband, was insbesondere dann, wenn die Rolle aufgehalten wird, zu Beschädigungen oder zum Verschmutzen der Rolle führen
kann. Beim Transport um irgendwelche Ecken werden besondere Förderbänder benötigt oder die Rollen laufen von einem Förderband
ab auf eine Drehscheibe, welche sie anschließend- einem
in der gewünschten Richtung verlaufenden Band wieder aufgibt. In jedem Fall sind für die Übergabe der Rollen feststehende
Leitbleche vorgesehen, und die Rollen müssen durch entlang
den Bändern und über die Drehscheibe verlaufende Führungsleisten in der gewünschten Ausrichtung gehalten werden. In
gewissen Fällen ist für den Transport um Ecken eine Bedienungsperson vorgesehen, welche die Rollen von Hand umleitet, was
äußerst zeitraubend und unwirtschaftlich ist» Die direkte Berührung
der Rollen mit den Förderbändern, Drehscheiben, Leit-
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blechen und Führungen vergrößert die Gefahr einer Beschädigung
der Rollen durch Reibung oder durch den Angriff irgendwelcher Vorsprünge an der weichen, nachgiebigen Außenfläche derselben.
Die gegenwärtig gebräuchlichen Fördereinrichtungen -vermehren darüber hinaus den gesamten Wartungsanfall der Anlagen und
sind wenig anpassungsfähig im Hinblick auf die große Vielfältigkeit von Erzeugnissen, wie sie auf einem in starkem
Wettbewerb stehenden Industriezweig erforderlich ist.
Die Erfindung überwindet die vorstehend angeführten Mangel und schafft dazu eine Luf t förder einrichtung, welche einfach,
wirtschaftlich, leistungsfähig und hinsichtlich des Verwendungszwecks
äußerst anpassungsfähig ist <> Die Fördereinrichtung kann so eingerichtet sein, daß sie die losen oder freien Enden
der Rollen an diesen in Anlage hält und läßt sich vielseitig verwenden, beispielsweise für lagerung, Sortierung, Verladung
und Übergabe sowie für einfachen Transport.
In weiterem Sinn schafft die Erfindung ein System zum Tragen
oder Stützen eines ersten Körpers über einem zweiten Körper, wobei der eine Körper eine im wesentlichen konkave und der
andere Körper eine im wesentlichen konvexe Oberfläche hat, und ist gekennzeichnet durch Einrichtungen zum Ausstoßen eines
Strömungsmittels aus der konkaven Oberfläche in einem dazu
schräg verlaufenden Winkel für die Ausbildung eines Keiles
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aus dem Strömungsmittel", welcher sich in der.Äusstoßrichtung
zwischen den beiden Oberflächen verjüngt und damit den ersten Körper oberhalb des zweiten Körpers stützt. In einer allgemein
für die praktische Verwendung bestimmten Ausführung weist die erfindungsgemäße Luftfördereinrichtung; eine konkave Stützführung
für die Aufnahme der gekrümmten Oberfläche der Unterseite eines zu transportierenden Gegenstandes auf. Der Stützführung
ist eine Druckkammer zugeordnet, welche mit einer Innenfläche der Stützführung über eine Vielzahl von in,gegenseitigen
Abständen angeordneten Düsen strömungsverbunden isto'
Die Düsen sind in bezug auf die Längsachse der Stützführung sowie in bezug auf die Tangente, der Innenfläche derselben
winklig angeordnet, um dem zu transportierenden G-egenstand eine Längsbewegung und falls erforderlich eine Rollbewegung zu erteilen.
Eine solche Fördereinrichtung ermöglicht einen schnellen, leistungsfähigen und gleichmäßigen Transport von Papierrollen
jeglicher Art, insbesondere von Rollen Toilettenpapiere Die
Fördereinrichtung läßt sich auch für den Transport um Ecken herum verwenden. Sie kann aus einem flexiblen, nichtmetallischen
Werkstoff gefertigt sein. Die Rollen sind jederzeit von einem
keilförmigen Luftkissen getragen und bleibeii daher sauber. Dadurch, daß den Rollen eine Rollbewegung erteilt werden kann,
bleibt das freie Ende derselben immer in Anlage an der übrigen Rolle. '
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Im folgenden sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der Zeichnung beschrieben. Darin zeigen:
Pig. 1 eine Schrägansicht zur Darstellung der Wirkungsweise
der luftfordereinrichtung gemäß der Erfindung,
Fig« 2 eine Ansicht im Schnitt entlang der Linie 2-2 in
Pigο 1 zur Darstellung von Einzelheiten des Aufbaus
der Fördereinrichtung,
Pig. 3 eine Draufsicht auf einen Teil der Luftfördereinri
chtung,
Fig«, 4 eine Seitenansicht einer Sortieranordnung mit der
erfindungsgemäßen Fördereinrichtung,
Pig. 5 und 6 Ausführungsformen von Speichereinrichtungen,
Pig. 7 eine Schrägansicht einer erfindungsgemäßen Fördereinrichtung
für den Transport von Gegenständen in zwei Richtungen,
Figo 8 eine Stirnansicht der Fördereinrichtung nach Fig. 7,
Fig. 9 eine Schrägansicht einer übergabestelle zwischen zwei
nebeneinander verlaufenden Luftfördereinrichtungen,
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Pig. 10 eine Schrägansicht einer Ausführung der Luftfördereinrichtung
bei der Verwendung zum Zusammenführen von Papierrollen unter Druck,
Pig. 11 eine Schrägansicht einer Speicher- und Sortieranordnung
mit einer Luftfördereinrichtung gemäß der Erfindung,
Pig. 12 eine Schrägansicht einer im Boden eingelassenen Fördereinrichtung
gemäß der Erfindung' für den Transport von Rollen großen Durchmessers,
Pig. 13 eine Schrägansicht einer weiteren Ausführung einer im Boden eingelassenen Pördereinrichtung für den Transport
von Paletten,
Pig. 14 eine Schrägansicht, eines nach den erfindungsgemäßen
Grundsätzen arbeitenden Walzenförderers,
Pig. 15 eine weitere Schragansicht des Walzenförderers nach
Pig. 14 und
Pig. 16 eine Schragansicht einer weiteren Ausführung einer
Speicher-' und Sortieranordnung.
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Fig. 1 und 2 zeigen eine Grundausführung für eine Luftfördereinrichtung
zum Transportieren von Rollen aus Toilettenpapier,
Papierhandtüchern oder dergleichen. Wie man aus der Querschnitt
ansicht in Fig. 2 erkennt, hat die LuftfÖrdereinrichtung
20 in der bevorzugten Ausführungsform eine aufwärts gekehrte konkave Fläche 22, welche beispielsweise durch die
Innenfläche eines flexiblen Polyäthylenrohrs oder -trogs gebildet ist, und deren Krümmungsradius etwas größer ist als
der eines zu transportierenden Gegenstandes. Bei Blickrichtung in der Transportrichtung ist jeweils eine Anzahl von Düsen 26
und 28 in der Fünfuhr- bzw. Sechsuhrstellung angeordnet, wobei
die Düsen 26 gegenüber den Düsen 28 in Längsrichtung versetzt sind (Fig. 3). Die Sechsuhrstellung entspricht etwa der Mittellinie
bzw. der die tiefsten Punkte der Innenfläche verbindenden Linie. Die Düsen 26 und 28 sind in zwei Richtungen geneigt,
nämlich gegenüber der an die Umfangslinie der Rinne 22 gelegten Tangente und gegenüber der Längsachse der Rinne,,
Zur Bildung einer Luftkammer 30 unterhalb der Rinne 24 ist an
deren Unterseite, ein zweites Rohr- oder Rinnenprofil 32 befestigt, beispielsweise angeschweißt. Der Krümmungsradius
des Rohrprofils 32 braucht dem der Rinne 24 nicht gleich zu
sein. Das Profil 32 ist ebenfalls aus einem flexiblen Werkstoff,
hat jedoch genügend große Abmessungen, um die Rinne zu versteifen und möglichst geringe Luftdruckverluste zu
gewährleisten.
- 8 3098A4/0501
In einer typischen.Verwendung für den Transport von. Toilet tenpapierrollen
hat' die ,Rinne.-2.4 einen Krümmungsradius von etwa
75 mm,.während das Rohrprofil einen.Radius von,.etwa 50 mm
haben mag und sich über einen Winkelbogen.von 240° erstreckt.
Die Düsen 26 und 28 haben jeweils einen Durchmesser von etwa 2,38 mm und sind gegenüber der Tangente am Umfang um etwa
25 bis 60° und gegenüber der Längsachse der Rinne in der Transportrichtung um etwa 25 bis 60 geneigt» Die Neigung
gegenüber der Längsachse der Rinne kann verringert oder auch verstärkt werden, um einen schnelleren Transport bzw„ eine
stärkere Rollbewegung zu erzielen. Die beiden Reihen von. Düsen 26 und 28 verlaufen im gegenseitigen Abstand von etwa
25 mm, wobei die Düsen in einer Reihe um jeweils etwa 38 mm
auseinander liegen und gegenüber.denen der anderen Reihe in Längsrichtung versetzt sind. Bei einer solchen Ausführung
ist ein Luftdruck im Bereich zwischen etwa 762 bis 1270 mm Ws ausreichend, um eine in die Rinne 24 gebrachte Papierrolle
in Vorwärtsbewegung bei gleichzeitiger Drehung zu versetzen.
Wie man in Fig. 2 erkennt, wird atmosphärische Luft A durch die am Punkt B angeordneten Düsen 26 in die Spaltöffnung
mitgerissen« Die mitgerissene atmosphärische Luft wird am Punkt B durch die Wirkung der. Düsen 26 zwischen der Rinne
und der sich in Axialrichtung bewegenden Rolle komprimiert und eingeschlossen, wobei der Rolle ein Drehimpuls erteilt
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wird, während die Luft zum Punkt O gegenüber den Düsen 28
strömt. Die am Punkt G angeordneten Düsen 28 dienen der weiteren Energiezufuhr zur zusätzlichen Beschleunigung der
Primär- und Sekundärluft„ Die an den Punkten B und G austretenden
Düsenströme erteilen der Rolle eine Antriebskomponente in der Transportrichtung. Im Bereich des Punkts D
ist die Luftschicht noch zusammengehalten und bildet so eine seitliche Führung für die RoIIe0 Die am Punkt G eingeführte
Luft verhindert ein Zurückströmen der Luftschicht. Die Primär- und Sekundärluft entweichen schließlich am Punkt E, Die beschriebene
Anordnung bildet somit ein dichtungsloses Luftkissen und eine selbstgespeiste Luftpumpe, bei welcher ein kleines
Volumen Hochdruckluft aus der Druckkammer 30 eine größere Menge von Luft unter geringerem atmosphärischen Druck in ein keilförmiges
Luftkissen mitreißt.
Aufgrund der beschriebenen Wirkungsweise der Luftfördereinrichtung
bildet, sich über der konkaven Oberfläche 22 eine schraubenlinienförmig verlaufende Luftströmung zur Erzeugung
eines keilförmigen Stützluftkissens zwischen der konvexen Oberfläche des transportierten Gegenstandes und der konkaven
Fläche 22, welches die Rolle außer Berührung mit der Fläche hält und sie so vor Beschädigungen bewahrt. Beim Transport
von Papierrollen wird deren unbefestigtes Ende 38 durch die drehende Vorwärtsbewegung in Anlage an der Rolle gehalten.
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Beim Umleiten von derart in der Schwebe gehaltenen Gegenständen um Links- oder Rechtskurven stützen die ·Düsenströme
und das durch diese erzeugte keilförmige Luftkissen die Gegenstände gegenüber den Seiten der Stützfläche 22 ab und leiten
sie auf diese Weise um. Die Längskomponente der Düsenströme
reicht außerdem aus, die Papierrollen eine Steigung von etwa 5° hinaufzutransportieren.
Die vorstehend beschriebenen Grundsätze und Wirkungen der Luftfördereinrichtung können für die verschiedensten nachstehend
beschriebenen Verwendungszwecke in .einem Herstellungs—
betrieb Anwendung finden. Die nachstehend beschriebenen Anwendungen sind lediglich Beispiele für die zahlreichen verschiedenen
Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung und stellen keine Einschränkung derselben dar.
Figo 4, 5 und 6 zeigen drei Ausführungsformen von raum- .
sparenden Einrichtungen zum Speichern und/oder Sortieren von Papierrollen,, In Fig. 4 werden die Papierrollen 34 verschiedener
Farbe mittels einer Luftfördereinrichtung 40 von einer
Wickelmaschine herangeführt. Für die Übernahme der Rollen 34 von der Fördereinrichtung 40 ist ein beweglicher Rahmen 42
mit darin angeordneten Förderrinnen 44 vorgesehen, wobei jede Rinne 44 für die Übernahme von Rollen jeweils einer bestimmten
Farbe bestimmt ist. So dient die Rinne 44a etwa der Übernahme
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von "blauen Rollen 34a und die Rinne 44-f etwa der Übernahme
von Rollen 34f rosa Papiers„ Bei Annäherung der Rollen 34 mit
verschiedenen Farben an den Rahmen 42 wird dieser jeweils
gehoben oder gesenkt, bis sich die richtige Rinne 44 für die Übernahme der Rollen 34 gegenüber der Fördereinrichtung
befindet. Zum Entnehmen der Rollen 34 aus dem Rahmen 42 ist
eine Austragsfordereinrichtung 46 vorgesehen, mittels welcher
das Austragen der Rollen aus dem Rahmen in der gleichen Weise geschieht wie das Eintragen darein.
Fig. 5 und 6 zeigen zwei Ausführungsformen von Umlauf-Zwischenspeichern.
In Fig. 5 werden die Rollen 34 einer spiralig ansteigenden Fördereinrichtung 48 zugeführt, entlang welcher
sie sich dann aufwärts oder auch abwärts bewegen. In dieser Weise läßt sich eine größere Anzahl von Rollen auf einer
kleinen Grundfläche in einem kontinuierlichen Durchlaufsystem
speichern. In der einfachsten Ausführungsform hat ein solcher
Zwischenspeicher lediglich eine einzige Schlaufe. Fig. 6 zeigt eine Kombination einer ansteigenden mit einer absteigenden
spiraligen Speicheranordnung 50 bzw. 52. Bei dieser werden im
aufsteigenden Teil höhere Luftdrücke verwendet als im absteigenden.
Ein Teilstück einer Luftfördereinrichtung 20 mit umsteuerbarer Transportrichtung ist in Fig. 7 und 8 dargestellte In dieser
Ausführung ist die Druckkammer durch eine Mittelwand 54 unter-
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teilt, und es sind zwei Düsenanordnungen vorgesehen. Die ■beschriebene. Düsenanordnung 26, 28 dient dem Transport in
einer Richtung. Pur den Transport in Gegenrichtung ist eine
zweite Düsenanordnung 56, 58 vorhanden. Da die Düsen 28 und
etwa entlang einer gemeinsamen Linie in der Sechs uhrstellung
angeordnet sind, müssen sie in Längsrichtung gegeneinander versetzt sein.
Fig. 9 zeigt eine Anordnung für die Übergabe von Rollen 34
von einer Luftfördereinrichtung auf eine andere. Zwischen zwei nebeneinander verlaufenden Fördereinrichtungen 20 ist
durch Entfernen der aneinanderstoßenden Seitenteile' eine·
glatt durchgehende Überführungsfläche 60 gebildet. In der Wandung der Zubringer-Fördereinrichtung sind gegenüber der
Überführungsfläche 60 zwei Iftisen 62 gebildet. Aus diesen
austretende Luftströme schieben die Rollen über die Überführungsfläche
60 hinweg auf die andere Fördereinrichtung.
I+Lg. TO zeigt eine Schwerkraft- oder Druckbeschickung einer
Verpackungseinrichtung unter Verwendung einer Luftfördereinrichtung«
Beim Transport der Rollen 34 entlang der Fördereinrichtung 20 in Richtung auf die Verpackungseinrichtung 64 '
gelangen sie an eine Gefällestrecke 66, an welcher sie unter
ihrem Eigengewicht und dem dadurch ausgeübten Druck der Verpackungseinrichtung
zugeführt werden» Der durch die Rollen
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selbst ausgeübte Druck kann durch Veränderung der Luftzufuhr zur Gefällestrecke 66 und/oder durch Ausbildung der Gefällestrecke
mit umkehrbarer Transportrichtung nach 'Fig. 7 und 8
variiert werden.
i'ig. 11 zeigt eine gegenüber den Ausführungen nach Fig. 4, 5
und 6 geänderte Ausführungsform einer Speicher- und Sortieranordnung. In dieser Ausführungsform sind mehrere in Längsrichtung
verlaufende Förderrinnen 68 in Umfangsrichtung um
eine drehbare Nabe 72 herum an den Enden von Speichen 70 derselben aufgehängt. Die Nabe 72 enthält eine Hauptluftleitung
sowie Absperr- bzw. Steuereinrichtungen für die Zufuhr der
Druckluft über in den einzelnen Speichen 70 verlaufende Leitungen 71 zur jeweils gewünschten Förderrinne 68 für den Transport
der darin befindlichen Rollen 34. Ein Zubringförderer ist in einer Stellung angeordnet, in welcher sich die einzelnen
Förderrinnen 68 durch Antrieb der Speicheranordnung in Ausrichtung
darauf bringen lassen, um-die Rollen einzuspeichern.
Die Förderrinnen 68 sind zwischen den Speichen 70 kardanisch aufgehängt, so daß ihre Stützflächen immer waagerecht bleiben.
Die über die einzelnen Speichen 70 zugeführte Luft -wird je nach Erfordernis zum Füllen oder Entleeren des Speichers dem
entsprechenden Ende der Druckkammer der Fördereinrichtung
zugeleitet.
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Das Prinzip der Luftfördereinrichtung ist hinsichtlich, der
Abmessungen der zu transportierenden Bollen nicht beschränkt. In der vorstehenden Beschreibung handelt es sich zwar jeweils
um Rollen Toilettenpapier oder dergleichen, es können jedoch auch größere Rollen in der gleichen Weise transportiert werden.
Die folgenden Beispiele beziehen sich auf die Anwendung des Prinzips der Luftfördereinrichtung in einer Papierfabrik
für den mühelosen Transport von größeren Papierrollen.
!ig. 12 zeigt eine Grundausführung einer Einbauanlage für den
Transport von großen Rollen, beispielsweise Rollen 75 von Zeitungspapier. In diesem FaIl ist die Luftfördereinrichtung
fest im !Fußboden eingebaut und für den Transport der Rolle 75 in entgegengesetzten Richtungen eingerichtet. Dabei sind für
die Rollen keinerlei Führungen notwendig, und die Rollen lassen sich mühelos von der Fördereinrichtung abschieben, gegebenenfalls
unter Verwendung von zusätzlichen Schubdüsen, wie in Fig. 9 dargestellt. Da eine Rolle Zeitungspapier einen sehr
großen Durchmesser hat, ist die durch die Luftfördereinrichtung
im Fußboden gebildete Einsenkung ziemlich flach, so daß sie sich'von Sabelstaplern oder dergleichen Fahrzeugen ohne Behinderung
durchfahren läßt.
Eine weitere Anlage für ,den Transport von Gegenständen in
einem Betrieb ist in Fig. 13 gezeigt. Darin dient eine^im
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Fußboden eingelassene Luftfördereinrichtung 76 zum Stützen
und Transportieren einer beladenen Palette 78 mit abgerundeter
Unterseite 80. Eine solche Transporteinrichtung eignet sich zur Verwendung in Warenhäusern, Montagehallen und
anderen Anlagen, in denen größere Lasten innerhalb und außerhalb
von Gebäuden über größere Entfernungen transportiert werden müssen. Es könnte auch eine Ausführung der Transporteinrichtungen
Verwendung finden, bei welcher ein zu transportierender Gegenstand eine konkave Außenfläche hat und in
den vorstehenden Ausführungsformen entsprechender Weise auf einer konvexen Stützeinrichtung oder Schiene gestützt ist.
In diesem Pail wäre es jedoch notwendig, den Gegenstand auf
der Stützeinrichtung oder Schiene zu führen, um sein Herabfallen
zu verhindern.
Pig. 14 zeigt die Anwendung des Luftkissenprinzips an einem Walzenförderer. Darin wird ein Druckmittel von einer Druckkammer
82 aus einer Anzahl von konkaven Stützflächen 84 zugeführt, um darüber angeordnete Förderwalzen 86 zu stützen
und in Drehung zu versetzen. Die frei in der. Schwebe gehaltenen Walzen können- dann eine Last 88 tragen und transportieren.
Mg. 15 zeigt in einer Schrägansicht das Endstück einer typischen Druckkammer mit einer Anordnung von seitlichen
iührungsdüsen 90 zum Zentrieren der Walzen 86.
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Diese Art einer Fördereinrichtung bietet gegenüber bekannten Anlagen ,den Vorteil, daß sie schmierungsfrei und selbstreinigend
arbeitet, da die Luftbewegung- jegliche Ansammlung von - Staub
an den Walzen 86 und um sie herum verhindert. Bei der"
Verwendung im Freien ließe sich die Bildung von Eis verhindern, insbesondere wenn die Druckluft vorher erwärmt wird. In Gießereien
oder Walzwerken unterstützt die Druckluft.die Kühlung der Walzen und verhindert dadurch ein Verziehen der Walzen
oder sonstige nachteilige Auswirkungen beim Transport von sehr heißem Material. Eine solche Fördereinrichtung läßt sich „
sogar auch unter Wasser einsetzen, wobei man dann anstatt Luft Wasser als. Druckmittel verwendet'.
In einer in Mg«. 16 gezeigten geschlossenen Ausführung ,bietet
die erfindungsgemäße Fördereinrichtung den zusätzlichen Vorteil, daß sie die Belüftung und Luftzirkulation unterstützt. .
Wie man in Fig. 16 erkennt, führt eine geschlossene Zubringer-Fördereinrichtung 92 die Rollen 34 wahlweise einem von mehreren
gebündelten Förder- oder Speicherteilen 94 zu. Die Speicherteile 94 sind möglichst raumsparend angeordnet, und der Zubringer
92 läßt sich wahlweise auf die einzelnen Speicherteile
ausrichten. Die geschlossenen Speicherteile bilden oberhalb der Stützflächen jeweils eine Abluftkammer 98, in welcher sich
die Rollen entlang bewegen können,, Die Abluft kann über Auslässe
96 aus den Kammern. 98 entweichen und/oder einer Abluft-
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sammelkammer 100 zugeleitet werden, so daß die Kammern
frei von Staubansanmlungen und Verunreinigungen bleibeno
Die für den Transport benötigte Druckluft kann nicht in die
Sammelkammer 100 strömen, da nur die Kammern 98 in Strömungsverbindung damit stehen,. Eine geschlossene Austrage·-Fördereinrichtung
102 ist für die Übernahme der Sollen aus jedem beliebigen Speicherteil 94 und zum Abtransport derselben
eingerichtet.
Somit schafft die Erfindung eine fördereinrichtung zum Transportieren
von Gegenständen mit einer gekrümmten Außenfläche, mit einer gekrümmten Stützeinrichtung, einer Druckkammer
zunächst der Stützeinrichtung zum Zuführen eines Druckmittels und einer Vielzahl von in gegenseitigen Abständen angeordneten,
gerichteten Druckmitteldüsen für die Strömungsverbindung der Druckkammer mit einem Teil der Innenfläche der
Stützeinrichtungο Ein in einem Winkel aus den Düsen ausströmendes
Druckmittel übt an der Innenfläche eine Pumpwirkung aus, indem es Strömungsmittel aus der freien Umgebung
mitreißt, um einen Stützfilm für die Gegenstände zu bilden und diese in Längsrichtung der Stützeinrichtung in eine stabile
Linearbewegung sowie gegebenenfalls in Umdrehung zu versetzen.
3 09 8k kl 0 50 1
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Fördereinrichtung zum Transportieren von eine gekrümmte Außenfläche aufweisenden Gegenständen, gekennzeichnet durch eine gekrümmte Stützeinrichtung (24) für die Aufnahme der Gegenstände (34), durch eine zunächst der Stutζeinrichtung gebildete Druckkammer (30) und durch eine Anzahl von die Druckkammer mit einem "Flächenteil (22) der Stützeinrichtung Strömungsverbindenden, gerichteten Düsen (26, 28), welche gegenüber der Längsachse und der Tangente des Flächenteils der Stützeinrichtung geneigt angeordnet sind, so daß ein in der Druckkammer unter Druck stehendes Strömungsmittel dem Flächenteil über die Düsen in einer solchen Ausrichtung zuführbär ist, daß sich aus dem Strömungsmittel eine keilförmige Stützschicht zum Abstützen der. Gegenstände über dem Flächenteil und zum Erteilen einer Längs bewegung entlang der Stützeinrichtung bildet.*2. Fördereinrichtung zum Transportieren von Gegenständen mit einer konvexen Außenfläche, gekennzeichnet durch eine konkave Stützeinrichtung (24) für die Aufnahme der Gegenstände (34), durch eine zunächst der Stütz einrichtung gebildete Druckkammer (30) und durch eine Anzahl von die Druckkammer mit einem inneren Fläch enteil (22) der· Stützeinrichtung strömungsverbindenden, gerichteten Düsen (26, 28), welche gegenüber der Längsachse und der Tangente des inneren Fläehenteils3098U/05 0 1 19der Stützeinrichtung geneigt angeordnet sind, so daß ein in der Druckkammer unter Druck stehendes Strömungsmittel dem inneren Flächenteil über die Düsen in einer solchen Ausrichtung zuführbar ist, daß sich eine keilförmige Strömungsmittel-Stützschicht zum Abstützen der Gegenstände über dem inneren Flächenteil und zum Erteilen einer Längsbewegung entlang der Stützeinrichtung bildet.3« !fördereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckkammer (30) zunächst einem äußeren Flächenteil der Stützeinrichtung (24) gebildet ist, und daß die Düsen (26, 28) sich von der Druckkammer durch die Stützeinrichtung hindurch zu deren innerem !Flächenteil erstrecken,,4c !Fördereinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (26, 28) entlang nebeneinander in Längsrichtung verlaufender Linien angeordnet sind, von welchen die eine ungefähr mit der Mittellinie des inneren Flächenteils (22) zusammenfällt, wobei die Düsen der einen Linie gegenüber denen der anderen Linie versetzt sind'.5ο Fördereinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius des inneren Flächenteils (22) größer ist als der der konvexen Außenfläche.- 20 30984W05016. !Fördereinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche1 Ms 5j dadurch gekennzeichnet 9 daß die Stützeinrichtung (24) und die Druckkammer (30) flexibel sinds so daß die •Trans port richtung aufwärts sowie seitlich verstellbar ist* ·7. fördereinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche1 Ms 6, dadurch gekennzeichnet 9 daß die Düsen (26S 28) derart gerichtet sind«, daß dem transportierten Gegenstand (34) eine Drehbewegung erteilbar ist«8. Fördereinrichtung nach Anspruch 4? dadurch gekennzeichnet, daß die Druckkammer durch eine Zwischenwand (54) in zwei Druckkammern unterteilt ists und daß jeder Druckkammer eine Tielzahl von Düsen (26, 28 bzw«, 56, 58) zugeordnet ist, von denen die Düsen der einen Druckkammer dem Gegenstand eine Bewegung in der einen und die Düsen der anderen Druckkammer eine Bewegung in der entgegengesetzten Sichtung erteilen.9. fördereinrichtung·nach Anspruch 8S dadurch gekennzeichnet, daß die.etwa entlang der Mittellinie angeordneten Düsen (28, 58) abwechselnd der einen und der anderen Druckkammer zugeordnet und jeweils in der gewünschten Transportrichtung ausgerichtet sind.- 21 -309844/05Oi .10. ITördereinrieiituHg nacii wenigstens einem öer Ansprüche 1 bis 8j gekennzeichnet durch, eine erste und eine in seitlicher Anlage damit angeordnete aweite Förderstrecke (20)„ durch eine glatte, ebene Überführungsflache (60) "von der einen zur anderen Förderstrecke, und durch an wenigstens einer lörderstrecke gegenüber der ÜberfüSirangsflache angeordnete " Schubdüsen an® Bewegen der Gegenstände (34) über die tiberfuh.ruiigsfla.clie him-reg von d-er einen zur anderen Förderstrecke.«,β I1Ordereinriohtuag zum Speiehera einer Anzahl von jeweils eine konvexe Außenfläche aufweisenden Gegenstand en s mit einem Zubringförderer (74)B einem Austragsförderer (46) und einer Anzahl von nahe "beieinander angeordneten^ mit«= . einander verbundenen Sp ei chert eilen (44. bzw» 68) s v/elehe über den Zubringförderer mit den Gegenständen "besel!iöld3ar£ und von denen die Gegenstände über den Austragsförderer abfuhr bar sind5 dadurch, gekennzeichnet s dal der Ztxbring— förderer, der Austragsförderer und die Speicherteile jeweils eine Konkave Stützeinrichtung (24)9 eine zunächst der Stütseiiirichtung gebildete Druckkammer (30) wa.& eine Vielzahl von in gegenseitigen Abständen angeordneten,, die jeweilige Druckkammer mit einem inneren Hächenteil (22) der Stützeinrichtung strömungsverbindenaen, gerichteten Düsen (26, 28) zum Zuführen eines unter Druck stehenden Strömungsmittels zu dem inneren Häehenteil zum Stützen der Gegenstände und zum Erteilen einer .!längsbewegung an dieselben aufweisen.309844/0501- 22 -12β fördereinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherteile (68) in gegenseitigen Abständen um eine parallel zu den Zubringer- und Austragsförderern (74) verlaufende Mittelachse und parallel zu dieser angeordnet und einzeln wahlweise in eine auf die Zubringer·= und Austragsforderer ausgerichtete Stellung bringbar sind»15= fördereinrichtung nach Anspruch 1.2, gekennzeichnet durch eine entlang der Achse verlaufende Nabe (72), durch die einzelnen Speicherteile (68) mit der Habe verbindende Speichen (7O)9 durch die einzelnen Speichen mit dem jeweiligen Speicherteil verbindende kardanische Aufhängungen und durch in der .Wabe angeordnete Absperr= und Steuereinrichtungen zum wahlweisen Zuführen eines unter Druck stehenden Strömungsmittels über die betreffenden Speic?'°ii zu einem jeweils auf den Zubring- und/oder Austragsförderer ausgerichteten Speicherteil„ .14= Fördereinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnets daß der Zubringförderer (92), der Austragsforderer (102) und die Speicherteile (94) jeweils von einem in Längs= richtung verlaufenden, die Stützfläche und die darauf befindlichen Gegenstände schützenden Rohr oder ähnlichem Gebilde umschlössen sind, welches eine Tielzahl von-Durchlassen (96) zum Abführen von Strömungsmittel aus seinem Innenraum (98) aufweist o— 23 — 309844/05 0 115. Anordnung zum Abstützen eines ersten Körpers über einem zweiten Körper, von welchen der eine eine im wesentlichen konkave und der andere eine im wesentlichen konvexe Außenfläche hat, gekennzeichnet durch Einrichtungen (26, 28) zum Ausstoßen eines Strömungsmittels aus der konkaven fläche (22) in einem Winkel zu dieser zur Bildung eines keilförmigen Strömungsmittelpolsters von in der Ausstoßrichtung zwischen den beiden Plächen abnehmender Dicke zum Abstützen des ersten Körpers über dem zweiten Körper.16. Anordnung nach Anspruch 15» dadurch gekennzeichnet, daß der eine Körper mit einer Druckkammer versehen ist, und daß die Ausstoßeinrichtungen durch eine Vielzahl von in gegenseitigem Abstand angeordneten, die Druckkammer mit der konkaven fläche strömungsverbindenden Düsen (26, 28) gebildet sind.17. Anordnung nach Anspruch 16, wobei wenigstens der eine Körper eine langgestreckte Form mit einer Längsachse hat, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (26, 28) gegenüber der Längsachse sowie gegenüber einer Tangente der konkaven Fläche (22) in' einem Winkel geneigt angeordnet sind, so daß durch das Strömungsmittel eine relative Längsbewegung zwischen dem gestützten ersten und dem zweiten Körper erzeugbar istc30 9 844/050118«, Anordnung nach wenigstens einem der Ansprüche15 "bis 1.7 j· dadurch gekennzeichnet, daß der Krüm-. mungsradius der konkaven Fläche wenigstens ebenso groß ist wie der der konvexen Fläche.984 4/050
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