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Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von mit Flüssigkeit getrankten
Stoffen, insbesondere Zuckerrohr.
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Die Erfindung betrifft die Verfahren und Vorrichtungen zur Behandlung
von faserigen oder schwammigen, mit Flüssigkeit vollgesogenen Stoffen zur Gewinnung
dieser Slüssigkeit, insbesondere (wie nachstehend beispielshalber angenommen) zur
Gewinnung des zuckrigen Saftes des Zuckerrohrs.
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Es sind verschiedene Behandlungen des Zuckerrohrs zur Gewinnung des
es trankenden zuckrigen Saftes bekannt.
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Es kann insbesondere ein erster Vorgang zur wässerigen Diffusion und
hierauf eine Gewinnung des restlichen Saftes durch Ausdrükken zwischen gelochten
Zwillingswalsen der insbesondere in der früheren französischen Patentschrift Nr.
69 42223 vom 5. Dezember 1969 (Veröffentlichungsnummer 2.070.393) beschriebenen
Art vorgesehen werden.
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Diese beiden aufeinanderfolgenden Arbeitsgänge, nämlich die Diffusion
und das Ausdrücken, führen zu
lung der besten Bedingungen zur möglichst
vollständigen Erschöpfung der Trester ermöglicht.
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Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielshalber
erläutert.
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Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemässen
Anlage zur Gewinnung des zuckrigen Saftes des Zuckerrohrs gemäss dem erfindungsgemässen
Verfahren.
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Fig. 2 ist eine von der Seite gesehene schematische Teilansicht, welche
die Extraktionswalzen einer Stufe zeigt.
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Fig. 3 zeigt in einer der Darstellung der Fig. 1 entsprechenden schematischen
Seitenansicht eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung.
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Bei der Ausführungsform der Fig. 1 wird zunächst vorzugsweise das
vorher gehackte Zuckerrohr einem Mahlvorgang in einem geeigneten Apparat, z.B. der
üblichen Zuckerrohrmühle 1 (Fig. 1),unterworfen, so dass für die erfindungsgemässe
Behandlung ein Behandlungsgut verfügbar ist, welches sich besser für die Behandlung
eignet.
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Während dieses Vorgangs kann ein Teil des Saftes gewonnen und in einem
Kanal 2 aufgefangen werden.
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Das so vorbereitete Behandlungsgut wird durch Kettenförderer o. dgl.
3 der eigentlichen Extraktionsanlage zugeführt, welche mehrere Stufen von Zwillingsdruckwalzen
4, 5 umfasst, wobei diese Stufen übereinander liegen können, um den Umlauf durch
die Schwerkraft zu erleichtern, wobei die erste Stufe die oberste Stufe und die
letzte Stufe die unterste Stufe ist. Dies stellt jedoch keine Beschränkung dar,
und insbesondere bei sehr schweren Apparaten (z.B. Mühlen) können die verschiedenen
Stufen in der gleichen Ebene vorgesehen werden.
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Jede Stufe besitzt z.B. eine Druckwalze 4 mit kleinerem Durchmesser,
welche seitlich über einer Extraktionswalze 5 grösseren Durchmessers angeordnet
ist, welche gelocht ist (die Lochungen sind bei 6 schematisch dargestellt), wobei
der Druck zwischen den beiden Walzen nach Belieben einstellbar ist.
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Diese beiden Walzen und ihre Zubehörteile können zweckmässig gemäss
der genannten französischen Patentsperrigen
und kostspieligen Anlagen.
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Demgegenüber ist das erfindungsgemässe Verfahren durch eine kombinierte
Diffusions- und Ausdrückbehandlung gekennzeichnet, bei welcher das vorher zu kleinen
Stücken verarbeitete faserige oder andere Behandlungsgut der aufeinanderfolgenden
Wirkung von mehreren in Stufen angeordneten Drucksystemen ausgesetzt wird, wobei
das aus einer Stufe austretende Behandlungsgut vor dem Zugang zu der nächsten Stufe
einer neuerlichen Tränkung und Perkolation durch den aus einer späteren Stufe austretenden
verarmten Saft ausgesetzt wird, und so fort, wobei es wohlverstanden ist, dass diese
Behandlung in aufeinanderfolgenden Stufen sowohl an einem noch nicht behandelten
Behandlungsgut als auch gegebenenfalls an einem Behandlungsgut vorgenommen werden
kann, welches eine erste Teilperkolation durch Mahlen, Perkolation, Einweichen oder
Druck erfahren hat.
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Gemäss einer bevorzugten Ausbildung arbeiten die verschiedenen Stufen
mit miteinander verbundenen Behältern zusammen, welche vorzugsweise einander versorgen,
wobei jeder Behälter Pumpmittel aufweist, welche zwischen diesem Behälter einerseits
und dem Eingang und dem Ausgang der entsprechenden Stufe andererseits einen Strömungskreis
herstellen, welcher die Berieselung des Behandlungsgutes am Eingang der Stufe mit
einer gewünschten Flüssigkeitsmenge gewährleistet.
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In dieser Behälterreihe entspricht der höchste Behälter der untersten
Stufe, während der tiefste Behälter, aus welchem der schliesslich gewonnene Saft
tritt, der höchsten Stufe entspricht.
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Wenn in wenigstens einer Stufe reines Wasser mit einer Strömungsmenge
E zugeführt und gegebenenfalls in den höchsten Behälter ein Restsaft R gefördert
wird, welcher von einem letzten Mahl- und Extraktionsvorgang am Ausgang der Stufen
herrührt, ist die Gesamtmenge des an dem Ausgang aufgefangenen Saftes, welche von
der Strömung der Flüssigkeit von dem einen zu dem anderen Behälter herrührt, höchstens
grössenordnungsmässig gleich E + R, während in dem Berieselungskreis, welcher jeder
Stufe eigen und mit dem entsprechenden Behälter kombiniert ist, durch Pumpen eine
erheblich grössere Berieselungsmenge erzielt werden kann, was schliesslich die Herstelschrift
ausgebildet
sein. Sie sind mit Zähnen 7 o.dgl. versehen, um die Nitnahme zu erleichtern und
das Zusammendrücken des Behandlungsgutes in dem Zwischenraum zwischen den Walzen
zu gewährleisten, wobei dieser Zwischenraum ebenso wie der durch Gegengewichte oder
andere, insbesondere elastische Mittel hergestellte Zusammendrückungsdruck einstellbar
ist. Der Drehantrieb erfolgt mit Hilfe von Elektromotoren o.dgl., welche zweckmässig
zu dem weiter unten angegebenen Zweck regelbar sind.
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In Fig. 1 ist schematisch bei 50 ein Gewicht dargestellt, welches
den gewünschten Druck mit Hilfe eines auf die Achse der Druckwalze 4 wirkenden Kabelsystems
51 ausubt, doch könnten auch beliebige andere Mittel verwendet werden-.
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Die Abfuhr des gewonnenen Saftes erfolgt entweder unterhalb der gelochten
Walze durch aufeinanderfolgende Durchgänge durch die lochungen, oder vorzugsweise
seitlich, d.h.
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am Ende der Walze. Der Saft wird insbesondere durch (an der ersten
obersten Walze der Fig. 1) dargestellte Rinnen 8, Wände 9 (der an der zweiten Walze
dieser Figur dargestellten Art) oder durch beliebige andere Mittel aufgefangen,
worauf der aufgefangene Saft z.B. in eine untere Rinne 10 fliesst, von wo er durch
Pumpen oder auf beliebige andere Weise abgeführt werden kann.
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Zur Verdeutlichung der Ausftihrungen ist in Fig. 2 die Seitenansicht
der Anordnung der Zwillingswalzen 4 und 5 der in der früheren Patentschrift beschriebenen
Art dargestellt. Man sieht die Lochungen der Walze 5 bei 6 und die Rinnen zur Gewinnung
des Saftes bei 8, deren Boden gegenüber der Achse der salze schräg an einem Kegel
53 liegt, so dass der Saft seitlich zu der Aufnahmerinne 10 abgeführt wird, von
welcher er zu einer Bettung 54 gelangt, wo er durch weiter unten unter Bezugnahme
auf Fig. 1 beschriebene Pumpmittel aufgenommen wird. Die Antriebsmotoren der Walzen
4 und 5 sind bei 55, 56 sichtbar,(wobei auch beliebige andere, gegebenenfalls von
ein und demselben Motor angetriebene Antriebsmittel vorgesehen werden können).
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Bei einer derartigen Anordnung erfolgt die Zufuhr des Behandlungsgutes
derart, d.h. die Parameter dieser Zufuhr werden so gewählt, dass das Behandlungsgut
über die Zwillingswalzen einer jeden Stufe in einem Bett bestimmter einstellbarer
Höhe
h gelangt, z.B. in einem Zufuhrkanal oder Trichter 12, und es werden Sinführ- oder
Berieselungsmittel 13 vorgesehen, welche über dieses Bett wenigstens einen Teil
des an der folgenden Stufe aufgefangenen Saftes zurückführen, so dass dieser Saft
in dem Bett des Behandlungegutes rieseln und in diesem die gewünschte Berieselungs-
oder Perkolationswirkung ausüben kann.
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Infolge dieser Ausbildung erfolgt die Geinnung des zuckrigen Saftes
in jeder Stufe auf doppelte Weise, d.h. sie erfolgt in Wichtung auf die nächste
Stufe gleichzeitig durch Perkolation und durch Ausdrücken.
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Die Parameter,mittels welcher eine derartige Arbeitsweise verwirklicht
wird, sind insbesondere die Drehgeschwindigkeiten der Druckwalzen 4, 5, ihr Abstand,
der zwischen den Walzen ausgeübte Druck und die Höhe der Zähne 7.
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Bei der obersten Stufe der Fig. 1 sieht man z.3., dass das durch
den Kettenförderer 3 zugeführte Behandlungsgut ein Bett 11 in dem Trichter 12 geeigneter
Breite bildet, welcher zweckmässig so angeordnet ist, dass seine Basis einen erheblichen
Umfangs abschnitt A-D der gelochten Extraktionswalze 5 ergreift. Unter diesen Bedingungen
erfolgt die Gewinnung des Saftes in Richtung auf die Abfuhrrinne 10 auf zweierlei
Weise a) zunächst wird unter der Wirkung des von der unteren Stufe kommenden, durch
Zerstäubung oder Berieselung bei 13 wieder eingeführten Saftes das Behandlungsgut
teilweise mit diesem Saft getränkt, welcher ausserdem innerhalb des Bettes 11 rieselt,
wobei er sich an Zucker anreichert, und zu dem Abschnitt A-S der gelochten Walze
5 gelangt. Ein beträchtlicher Teil dieses angereicherten Saftes tritt dann durch
die Lochungen 6 der Walze und gelangt hierauf wiederum durch sein Eigengewicht zu
der Rinne 10, von wo er durch eine Leitung 60 abgeführt wird b) ferner wird das
Behandlungsgut zusammengedrückt und am Fuss des Kanals 12 zwischen die beiden Walzen
4 und 5 gezogen, was die Extraktion des das Behandlungsgut tränkenden Saftes bewirkt
und auch zur Abfuhr eines Teils des Berieselungssaftes beiträgt, wobei wiederum
das Ganze durch die Rinne 10 abgeführt wird.
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In der nächsten Stufe erfolgen die gleichen
Vorgange.
Ferner ist zu bemerken, dass das in diese Stufe gelangende Pasergut durch den Durchgang
zwischen den Walzen 4, 5 der ersten Stufe zusammengedrückt wurde, so dass die Dränkungswirkung
durch den bei 13 wieder eingeführten Saft besonders wirksam ist, da das zusammengedrückte
Behandlungsgut sich etwa wie ein Schwamm verhält, welcher seine ursprüngliche Form
wieder anzunehmen sucht, wobei er sich mit Blüssigkeit tränkt.
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In jeder Stufe erfolgen also kombinierte Grankungs-, Perkolations-
und Ausdrückvorgänge, wobei der gesamte in der Aufnahmerinne 10 aufgefangene Saft
gleichzeitig von dem durch die Lochungen in der Zone A-B geflossenen perkolierten
Saft und dem ebenfalls durch diese Lochungen geflossenen ausgedrückten Saft herrührt,
wobei die Gesamtmenge durch die Rinnen 8 oder 9 zu der Aufnahmerinne 10 fliesst.
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Zur Speisung der Verteiler oder Beriesler 13 wird z.B. in der ersten
Stufe eine Pumpe 14 benutzt, welche in einen Strömungskreis 15 eingeschaltet ist,
welcher die Rinne 10 der nächsten Stufe mit diesem Verteiler verbindet. In der zweiten
Stufe ist eine Pumpe 16 in einen mit der Rinne 10 der dritten Stufe verbundenen
Stromungskreis 17 eingeschaltet. Schliesslich kann man sich in der vierten Stufe
(von welcher hier angenommen ist, dass sie die letzte ist) damit begnügen, bei 13
eine Berieselung mit aus einer Leitung 19 kommendem Wasser vor zunehmen, wobei der
aufgefangene Saft in die dritte Stufe durch eine Pumpe 20 und einen Strömungskreis
21, 22 zurückgeschickt wird.
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Natürlich sind zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stufen die gleichen
Trichterelemente 12 wie oben für die erste Stufe vorgesehen, wobei Wände 18 zur
Rührung des Behandlungsgutes am Ausgang der Walzen angeordnet sind. Diese Anordnung
wird dadurch ermöglicht, dass die Abfuhr des Saftes am Ende der Walze erfolgt, so
dass der untere Teil- der Walzen Bur den Übergang des Pasergutes von einer Stufe
zur anderen frei ist.
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Zur Erleichterung der Diffusion werden zweckmässig Vorwärmer 22 für
den wieder zurückgeführten Saft vorgesehen.
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Schliesslich werden die am Ausgang der letzten
Stufe
durch einen Trichter 23 aufgefangenen Trester vorzugsweise nach Förderung bei 24
einem neuen Mahlvorgang in einer bei 25 dargestellten Extraktionsmühle unterworfen.
In diesem Apparat wird der Saft, welchen man noch bei 26 auffangen kann, wieder
in den Strömungskreis zurückgeführt, z.B. in der dritten Stufe, wie durch die Pumpe
27 und die Leitung 28 dargestellt.
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Zur Aufrechterhaltung der zweckmässigen Höhe h in Jeder Stufe werden
beliebige geeignete Mittel benutzt, z.B Pegeldetektoren 29 regelbarer Stellung bekannter
Bauart, wie z.B. aster, Elektroden oder Fotozellen, oder Ultraschallsender, oder
kleine Schrauben, deren Drehung gebremst wird, wobei diese mittel elektrische, pneumatische
oder hydraulische Vorrichtungen bekannter Bauart steuern, welche auf die Parameter
einwirken, von denen die Höhe h abhangt, d.h. insbesondere auf die Drehzahl der
die Walzen antreibenden Motoren, den Abstand dieser Walzen oder die Grosse des von
ihnen ausgeiibten Drucks, um die Menge des zwischen den Walzen durchgehenden Behandlungsgutes
zu vergrössern odr zu verkleinern und so die Höhe h so zu verandern, dass sie ungefähr
auf dem gewählten Wert bleibt.
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Man erhalt jedenfalls so eine Anordnung, in welcher der in den verschiedenen
Rinnen 10 aufgefangene Saft immer weiter verarmt. Der reichste Saft ist also der
in der Rinne 10 der ersten Stufe aufgefangene. Er wird bei 60 zu den Einlagerungsvorrichtungen
abgeführt.
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Für Extraktionswalzen 5 mit einem Durchmesser von grössenordnungsmässig
1,50 m, welche mit Druckwalzen mit halb so grossem Durchmesser zusammenwirken, können
z.B. fur die Höhe h sowie für die Geschwindigkeit V der Walzen etwa folgende Werte
gewählt werden h : 1,50 m , V = 1 Umdrehung/iinute, während die axiale Lange der
Walzen z.B. 3 m beträgt.
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Natürlich stellt dieses Beispiel keine Beschränkung dar.
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Bei der Ausführungsform der Fig. S, welche als eine bevorzugte Ausführungsform
angesehen wird, ist die Anlage folgendermaßen ausgebildet Die allgemeine Anordnung
der Stufen erfolgt in
der oben angegebenen Weise.
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Es ist zu bemerken, dass der Pressdruck zwischen den Oberflächen
der beiden Walzen 4, 5 verhältnismässig mässig ist und z.B. grössenordnungsmässig
15 t/m beträgt, im Gegensatz zu dem im allgemeinen für die Zuckerrohrmühlen 1 gewahlten
Druck, welche die Zellen zersprengen sollen und erheblich höhere Drucke zulassen,
z.B. grössenordnungsmässig von 200 t/m.
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Bei einer Anordnung der unter Bezugnahme auf Fig. 1 beschriebenen
Art werden die verschiedenen Stufen I, II, III, IV mit ebensovielen Gefassen kombiniert,
welche miteinander verbunden sind, indem sie z.B. ineinander überlaufen, und es
werden Pumpmittel vorgesehen, welche einen Strömungskreis zwischen jedem Gefass
einerseits und dem Eingang und dem Ausgang der entsprechenden Stufe andererseits
herstellen.
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Infolgedessen wird für jedes Gefäss B1, B2, B3, B4 ein Strömungskreis
611, 612 k 613, 614 mit einer Pumpe 621, 622, 623, 624 hergestellt, deren jede eine
Entnahme an der Basis des Gefässes mit einer bestimmten Menge D vornimmt, um einen
Berieseler oder Verteiler 13 am Eingang der entsprechenden Stufe zu speisen, worauf
der Rückfluss von dem Behälter dieser Stufe zu dem Gafäss durch das Rückflusselement
des betreffenden Stromungekreises erfolgt. Die verschiedenen Mengen D werden durch
die regelbaren Kenngrössen der Pumpen 621 usw.
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oder durch beliebige andere Mittel (regelbare Ventile usw.) bestimmt.
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In. Fig. 3 sind der klarheit wegen diese Strömungskreise mit verschiedenen
Strichen dargestellt, und zwar mit einem dünnen Strich für den ICreis 61i, strichpunktiert
für den Kreis 612, gestrichelt für den Kreis 613 und mit einem dicken Strich für
den Kreis 614.
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Die Gefässe befinden sich s.B. auf verschiedener Höhe, damit ihr
Überlauf in das Nachbargefäss fliesst, wobei das oberste Gefäss Bb der untersten
Stufe IV und das unterste Gefäss der obersten Stufe I zugeordnet ist.
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Mit dieser Anordnung ist noch wenigstens eine Zufuhr von Waschwasser
19 durch einen Berieseler 63 mit einer bestimmten Menge E kombiniert, wobei ausserdem
zu einem
Gefäss, insbesondere dem obersten Gefäss B4, der Rückstand
der Schlussmühle 25 durch eine Leitung -64 mit der Strömungsmenge R zugeführt wird.
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Vorzugsweise wird jedes Gefäss durch wenigstens eine Zwischenwand
65 in zwei miteinander in Verbindung stehende Abteilungen 66, 67 unterteilt, wobei
die Entnahme der entsprechenden Pumpe 621 usw. in der vorderen Kammer 66 z.B. am
Boden des Gefässes erfolgt, während der Rückfluss des Strömungskreises 611 1 usw.
in die vordere Kammer 67, insbesondere in den oberen Teil derselben geleitet wird.
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In dem Gefäss 34 erfolgt z.B. die Rückführung des Rückstands R in
die vordere Abteilung 66.
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Jedes Gefäss fliesst in das nächste durch einen schematisch bei 68
dargestellten Überlauf über.
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Der schliesslich erhaltene angereicherte Saft fliesst aus den untersten
Gefass 69 ab.
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Die Anordnung arbeitet so, dass man bei Ausgang von einer gewissen
Blüssigkeitsmenge R + E (bei 63 zugeführte Wasser und in eines der Gefässe, insbesondere
in das Gefäss B4, geschütteter Rückstand der Mühle 25) die Möglichkeit hat, Sür
die die obigen vier Strömungskreise durchströmenden Flüssigkeitsmengen D Werte zu
wählen, welche erheblich grosser als R + E sind, wodurch die Rieselwirkung in jeder
Stufe gesteigert werden kann, wobei gleichzeitig am Ausgang ein Extraktionssaft
aufgefangen wird, dessen menge R + E erreichen kann, doch ist diese im allgemeinen
etwas kleiner, wie dies weiter unten erläutert ist.
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Wie bereits oben ausgeführt, erfolgt die Gewinnung d es zuckerigen
Saftes in jeder Stufe gleichzeitig durch Tränkung, da das gerade zusammengedrückte
3ehandlungsgut durch Quellen sein Wasser wieder aufzunehmen sucht, d.h. durch Wiedereinnahme
seines Volumens durch Absorption des Saftes, durch Rieselung, d.h. durch Perkolation,
unter der Wirkung der Berieselungsflüssigkeit, und hierauf von neuem durch Zusammendrückung
zwischen den Walzen 4 und 5, wobei sich die gleichen Vorgange in jeder Stufe wiederholen.
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Durch Vergrösserung der bei 13 durch die betreffenden Berieselungskreise
ankommenden Flüssigkeitsmenge D
kann man die Rieselwirkung erhöhen.
Dies wird erfindungsgemäss durch das Vorhandensein der Gefässe B1, B2, B3, B4 und
ihrer Strömungskreise ermöglicht, deren Stromungsmengen D nach Belieben (durch die
Einstellung der Pumpen oder durch beliebige andere Mittel, z.B. Ventile usw.) verändert
werden können.
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Nachstehend ist beispielshalber ein Ausführungsbeispiel angegeben.
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Es sei z.B. angenommen, dass die Anlage zur Behandlung von 100 t/h
Zuckerrohr eingerichtet ist, welche an der Mühle 1 ankommen, welche nach einer ersten
Saftgewinnung bei 2 zu den Walzen 4, 5 der Stufe I des Scheideapparats eine Menge
von Behandlungsgut von grössenordnungsmässig 40 t/h weiterleitet.
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Wenn durch die Leitung 19 dem Berieseler 63 der untersten Stufe IV
das Waschwasser mit einer enge E von - wiederum nur beispielshalber - 30 t/h zugeführt
wird, kann man es so einrichten, dass in Betrieb die Pumpen 621 622, 623, 624 aus
den verschiedenen Gefässen zur Forderung zu den Berieselern 13 der Stufen Mengen
D von grössenordnungsmässig 60 bis 100 t/h entnehmen, z.B. 100 t/h (wobei es wohlverstanden
ist, dass beliebige Einstellungen möglich sind, wobei die verschiedenen Pumpen so
eingestellt werden können, dass sie verschiedene Strömungsmengen D fördern).
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Unter der Annahme, dass diese Pumpen alle die gleiche Menge D von
100 t/h aus ihren Gefässen fördern, sucht sich z.B. folgender Betriebszustand einzustellen.
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Wenn zunächst das mit der Stufe IV zusaamenwirkende Gefäss D4 betrachtet
wird, sieht man, dass auf der Förderseite der Pumpe 624, d.h. auf der Seite der
Förderung zu dem entsprechenden Berieseler 13 der Stufe IV, diesem eine Menge von
100 t/h zugeführt wird. Andererseits empfängt das Gefass 34 aus der Rinne 10 dieser
Stufe eine Rückflussmenge von 130t/h, d.h. 100 t/h, welche bei 13 eingespritzt sind
und nach Tränkung, Perkolation und Susammendrückung wieder in der Rinne 10 erscheinen,
und die 30t/h Wasser, welche bei 63 eingespritzt sind und noch zu den vorhergehenden
60 t/h hinzutreten.
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Das Gefäss empfängt ausserdem den Rest des in der Schlussmühle 25
ausgedrückten, bei 64 ankommenden
Saftes R.
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Am Ausgang des Gefässes 34 hat man also bei 68 einen Überlauf in
das Gefäss B) mit der Differenz, namlich (E + R) - D, d.h. (130 + 15) - 100 = 45
t/h.
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Es sei nun das Gefäss B3 betrachtet. Aus diesem wird von der Pumpe
623 eine Menge D entnommen, von welcher wiederum angenommen ist, dass sie 100 t/h
beträgt. Diese Menge wird dem Berieseler 13 der Stufe III zugeführt und findet sich
praktisch am Ausgang in der Rinne 10 dieser Stufe wieder. Die gleiche Menge D,oder
praktisch die gleiche Menge, kehrt also zu dem Gefäss 33 durch den Rückflusszweig
des Strömungskreises 61 zuruck. Das Gefäss B) lasst also schliesslich zu den Gefass
praktisch die gleiche Strömungsmenge wie für das Gefäss B4 überfliessen, d.h. 45
t/h.
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Das gleiche gilt für das Gefäss Bei dem Gefäss B1 ist die Lage infolge
der Verschiedenheiten des Extraktionsdrucks in der Eingangsmühle 1 und des Extraktionsdrucks
zwischen den Walzen 4, 5 der Stufe I etwas verschieden.
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Das Zuckerrohr oder die Trester haben nämlich nach der starken Zusammendrückung
in der Mühle 1 60t/h Saft (welche bei 2 abfliessen) verloren, welche sie unter der
Wirkung der 100 t/h Saft, welche bei 13 ankommen, durch Tränkung in der Stufe I
wieder aufzunehmen suehen.
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Von diesen 100 t/h, welche bei 13 ankommen, wird also ein erster
'eil, nämlich 60 t/h, von den Trestern durch Wiedertränkung absorbiert und von neuem
durch den Druck der Walzen 4, 5 der ersten Stufe ausgedrückt. Da jedoch dieser Druck
verhältnismässig klein ist, ist die Extraktion nicht vollständig. Es gelangen z.B.
infolge dieses Drucks 50t/ h zu der Rinne 10.
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Ein zweiter Teil, nämlich 40 t/h, des bei 13 ankommenden Saftes rieselt
durch das Behændlungsgut in dem Kanal 12 und findet sich nach Durchgang durch die
Lochungen der Walze 5 in der Rinne 10 wieder.
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Schliesslich findet man nach Einspritzung von 100 t/h Saft bei 13
in der Rinne 40 nur 90 t/h wieder.
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Zwischen dem Ausgang des Gefässes B1 und -dem Eingang besteht also
eine Abnahme von 100 - 90 = 10 t/h.
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Schliesslich beträgt die bei 69 austretende Saftmenge : E + R - 10
= 45 - 10 = 35 t/h.
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Die obigen Uberlegungen bleiben gültig, wenn die Werte von D noch
erhöht werden. Man stellt jedenfalls fest, dass man dank der Anordnung der Gefässe
und ihrer Berieselungskreise für diese Menge D einen ziemlich hohen Wert oder ziemlich
hohe Werte wählen kann, um in den verschiedenen Stufen eine Verbesserung der Berieselungs-
oder Perkolationswirkung gegenüber der Ausführungsform der Fig. 1 zu erhalten.
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Der Saft reichert sich in jedem Gefäss an, wozu zu bemerken ist,
dass die Drennazände 65 eine Rolle bei dieser Anreicherung spielen, wobei der vor
dieser Wand liegende Teil 66 den von dem vorhergehenden Gefäss kommenden Auslass
empfängt, während der hintere Teil 67 den Rückfluss von der entsprechenden Rinne
10 aufnimmt. Eine Anreicherung erfolgt von dem vorderen Teil 66 in Richtung auf
den hinteren Teil 67, und so fort.
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Die oben angegebenen Werte sind natürlich nur zur Erläuterung der
Arbeitsweise angegeben und stellen keine Beschränkung dar. Der Wert von D, welcher
oben grössenordnungsmässig das Zwei- bis Vierfache des Wertes von E beträgt, kann
noch hoher sein.
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An den verschiedenen Strömungskreisen 611, 612 usw. sind Vorwärmer
22 vorgesehen, wie oben.
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Wie aus den obigen Ausführungen hervorgeht, bieten das erfindungsgemässe
Verfahren und die erfindungsgemässe Vorrichtung zahlreiche Vorteile gegenüber den
bekannten, insbesondere die Ermöglichung einer vollständigeren Erschöpfung der Trester
und eine grosse Einfachheit der Ausfahrung, da die verschiedenen Stufen mit ihren
Gefässen im wesentlichen gleich sind, so dass eine weitgehende Normung erfolgen
kann.