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BETRIFFT: Verfahren zur optischen Auslese oder zum optischen Prüfen
von Objekten, wie z.B. Behältern od.dgl.
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Als optisches Prüfen soll hier die Prüfung eines Gegenstandes auf
optisch erkennbare Eigenschaften, z.B. Größe, korrekte Positionierung, Sauberkeit
der Oberfläche, Farbe, Anwesenheit von Beschädigungen usw. verstanden werden. Ein
typisches Beispiel ist die Prüfung von durchsichtigen Glasbehältern, z.B. Flaschen,
auf Fremdkörper, Waschrückstände, Beschädigungen usw. Optische Auslese ist das Herausfinden
von Objekten bestimmter Form aus einer Vielzahl verschiedener Objekte, beispielsweise
das Auswerten von Chromosomenbildern durch Auszählen von Chromosomen bestimmter
Form aus einer Vielzahl verschiedener möglicher- Formen.
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Derartige Prüfungen werden bisher in der Regel mit dem menschlichen
Auge durchgeführt, welches entweder direkt oder mittels Beobachtungseinrichtungen
den Gegenstand
selbst oder eine Abbildung des Gegenstandes, z.B.
auch auf einem Fernsehschirm, beobachtet. Die Arbeitsgeschwindigkeit des menschlichen
Auges und seine Fähigkeit, Unterschiede in den optisch wahrenhmbaren Eigenschaften
zuverlässig festzustellen, sind aber begrenzet. Die Erfindung zielt darauf ab, ein
mit optischer Abtastung des Objektes arbeitendes Prüfverfahren zu schaffen, bei
dem die Arbeitsgeschwindigkeit, Genauigkeit und Zuverlässigkeit gegenüber den Fähigkeiten
des menschlichen Auges wesentlich gesteigert werden können und bei dem das Prüfergebnis
selbsttätig ohne menschlichen Eingriff ein Betätigungssignal, z.B. für eine Alarmvorrichtung,
eine Registriervorrichtung oder eine Steuervorrichtung für den selbsttätigen Ausschluß
des Objektes aus einen Arbeitsprozeß, dienen kann.
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Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß man eine Abbildung
des Objektes auf dem Schirm einer elektronischen Bildabtastvorrichtung (Vidicon-Röhre)
erzeugt und das Ausgangssignal der Bildabtastvorrichtung einer elektrischen Signalauswerte
vorrichtung zuführt.
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Sei den bisher bekannten Verfahren wird selbst dann, wenn z.B. wegen
schlechter Zugänglichkeit des Prüfobjektes nicht dieses selbst beobachtet, sondern
ein; Fernsehbild des Objektes erzeugt wird, dieses Fernsehbild nur optisch beobachtet.
Beim erfindungsge.läßen Verfahren dagegen dient die
Bildabtastung
des Objektes als Hilfsmittel für eine elektronische Signalauswertung-, die selbsttätig
ein Prüfergebnis liefert, welches registriert oder z.B. für Steuerzwecke verwendet
werden kann. Z.B. können bei der Bildabtastung von durchsichtigen Flaschen plötzliche
Spitzen des Helligkeitssignales die Anwesenheit voil remdkörpern, Schmutz oder Sorungen
im Glas andeuten und z.D. den Ausschluß der Flasche von einem nachfolgenden Füllvorgang
steuern.
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Vorteilhafterweise kann man bei der Signalauswertung das Ausgangs
signal mit einem vorgegebenen Vergleichssignal vergleichen. Dieses Vergleichs signal
kann auf beliebige Weise erzeugt werden und stellt einen Sollwert für eine bestimmte,
zu prüfende Eigenschaft des Objektes dar. Stellt die Signalauswertevorrichtung eine
Abweichung zwischen dem Vergleichssignal und dem Ausgangssignal der Bildabtastvorrichtung
fest, so kann sie dies als Meßergebnis z.B. für eine Größen-, Form- oder Positionsabweichung
des Prüfobjektes vom Sollwert anzeigen.
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In vorteilhafter.Weise kann man das Vergleichssignal in der Weise
erzeugen, daß man der Signalauswertevorrichtung das Ausgangs signal einer mit der
Bildabtastvorrichtung schronisierten zweiten Bildabtastvorrichtung als Vergleichs
signal zuführt und ein der Differenz der beiden Ausgangssignale entsprechendes Signal
erzeugt. Die zweite
Bildabtastvorrichtung kann ein Vergleichsobjekt
abtasten.
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Der optische Vergleich eines Prüfobjektes mit einem Vergleichsobjekt
ist an sich in der Meß- und Prüftechmnil alltäglich; wesentlich ist hier, daß das
Vergleichen auf dem Wege einer elektronischen Signalauswertung der Bildabtastsignale
erfolgt, wobei man z.B. ein Ausgangssignal der Si¢;-nalauswertevorrichtung erzeugen
kann, wenn Amplitude, lbreite, Frequenz, Anzahl, steilheit od.dgl. der Ausgangsimpulse
der Bildabtastvorrichtung einen Sollwert über- bzw. unterschreiten.
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Unter "Abbildung" im hier gebrauchten Sinne muß nicht eine reelle
Abbildung, die das Objekt erkennbar wiedergibt, verstanden werden. Abbildung im
Sinne der Erfindung kann jede auf dem Schirm der Bildabtastvorrichtung erzeugte
Licht verteilung sein, die eine vollständige Information über die jeweils zu prüfende
optische Eigenschaft des Objektes enthält. Insbesondere kann der Abbildungsstrahlengang
durch Filter, Blenden oder andere optische Mittel so beeinflußt werden, daß die
"Abbildung" nicht den Gegenstand selbst erkennbar wiedergibt, sondern im wesentlichen
nur das Vorhandensein und die Lage von Fehlern, Verunreinigungen od.dgl.
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anzeigt.
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Dies kann erfindungsgemäß insbesondere dadurch erreicht werden, daf3
man das Objekt mit kohärentern Licht (Laserliciit) beleuchtet und das vom Objekt
zur Bildabtastvorrichtung :tegestreute
bzw. reflektierte kohärente
Licht durch ein holographisches Filter treten läßt.
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Als holographisches Filter kann insbesondere ein Hologramm verwendet
werden, d.h. eine photographische Platte, auf der durch berlagerung und Interferenz
von zwei kohärenten Strahlen, von denen der eine am Objekt gestreut bzw. reflektiert
wurde, ein Schwärzungsmuster erzeugt wurde, welches iii verschlaselter Form eine
vollstUndige Information über das Aussehen des Cbjektes enthält. Ublicherweise dient
ein solches Hologramm dazu, uril eine das Objekt dreidimensional reproduziernde
Abbildung zu erzeugen, und es wird zu diesem Zweck mit Laserlicht durchstrahlt.
Erfindungsgemäß erfolgt die Verwendung eines solchen Hologramms jedoch anders. Das
Hologramm wird unter Verwenaung eines ersten Objektes, insbesondere eines fehlerfreien
Musterobjektes, hergestellt und dann als Filter im Weg des von einem zweiten Objekt,
insbesondere dem jeweiligen Prüfobjekt, kommenden kohären--ten Lichtes angeordnet.
Es wirkt dann als Filter, indem es einerseits diejenigen Anteile des kohärenten
Lichtes, die die Information über gemeinsame Merkmale der beiden Objek--te enthalten,
und andererseits die Anteile, die hbweichungen des Prüfobjekts vom Standardobjekt
entsprechen, in verschiedene räumliche Richtungen lenkt bzw. an verschiedenen ellen
der Bildabtastvorrichtung konzentriert, so daß man durch geeignete Blenden od.dgl.
erreichen kann, daß die Abtastvorrichtung hur Lichtinformationen der einen oder
anderen Art abtastet.
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Eine andere Möglichkeit besteht in der Verwendung eines sogenannten
"Zeichenerkennunshologramms", welches in der Brennebene einer das vom Prüfobjekt
kommende Licht parallelrichtenden Linse (Fourierebene) angeordnet wird. Bekannt
ist die Verwendung von Zeichenerkennungshologrammen beim automatisierten Erkennen
von Schriftzeichen od.dgl. Das Hologramm wird unter Verwendung eines bestimmten
Schriftzeichens als Vorlage hergestellt. Von einem Prüfobjekt, z.b. einer Schriftseite,
welches ein oder mehrere derartige Zeichen enthält, kann dann mittels kohärentem
Licht unter Verwendung des Zeichenerkennungshologramms eine "Abbildung" erzeugt
werden, auf der an den Orten, an denen eichen der jeweils gesuchLen Art vorhanden
sind, helle Lichtpunkte erscheinen. In Anpassung an die vorliegende Erfindung wird
diese Methode so angewendet, daß erstens das Hologramm nicht von einem Schriftzeichen,
sondern von einer typischen zu erkennenden Struktur, z.B. der scharkantigen Abspiltterung
einer Glasflasche, hergestellt wird, und zweitens die durch das Hologramm gefilterte
"Abbildung", auf der die Orte entsprechender Fehlstellen als helle Punkte erscheinen,
durch die Bildabtasvorrich Lunr: angetastet wird. Hierdurch erhält man sehr große,
für die elektronische Auswertung gut geeignete Ausschläge des Abtastsignals.
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Mathematisch betrach-tet bewirkt man durch die Verwendung eines Hologramms
eine räumliche Korrelation der vom Objekt kommenden Lichtverteilung mit einer durch
das Hologramm vorgegebenen
Lichtverteilung, die einem Standarvergleichsobjekt
entspricht. Durch diese Korrelation kann das Verhältnis des Nutzsignals zum Untergrund
wesentlich verbessert werden.
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Gemäß einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens
kann man aber auch mit elektronischen llitteln eine zeitliche Korrelation des Ausgangssignal
der Bildabtastvorrichtung mit einem vorgegebenen Signalverlauf durchfünen und dadurch
ebenfalls den Einfluß des Untergrundes, z.B. des an den fehlerfreien Bereichen des
Objektes gestreuten Lichtes, ausschalten. Man kann z.B. jede Abtastzeile mit einer
oder mehreren zeitlich vorhergehenden Zeilen korrelieren (Autokorrelation) oder
man kann die Korrelation zwischen dem Abtastsignal und einem durch die Abtastung
eines Vergleichsobjektes gewonnnen Abtastsignal durchfürhen (Kreuzkorrelation).
Dies kann jeweils durch einen an die Bildabtastvorrichtung angeschlossenen elektronischen
Korrelator erfolgen.
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Die Erfindung betrifft auch eine Einrichtung zur Durchführung des
Verfahrens mit einer elektronischen, zeilenweise arbeitenden Bildabtastvorrichtung
(Vidicon-Röhre) und einer Optik zum Abbilden eines Prüfobjektes auf dem Schirm der
Bildabtastvorrichtung. Eine solche Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß an
die Bildabtastvorrichtung eine meßsignalverarbeitende Logikschaltung angeschlossen
ist, die bei Über- oder Unterschreiten einer vorgegebenen Impulsform, Impulshäufigkeit
od.dgl. ein Warn- und/oder Steuersignal auslöst. Insbesondere weist die Einrichtung
Mittel zum Erzeugen eines der signalverarbeitenden Logikschaltung zuzuführenden
Vergleichssignal auf.
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Die das Vergleichssignal erzeugende Einrichtung ist vorzugsweise
eine zweite, zeilenweise arbeitende elektronische Bildabtastvorrichtung, die mit
der ersten Bildabtastvorrichtung
synchronisiert ist.
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Art und Form des Prüfobjektes und die Art seiner Beleuchtung und
Abbildung können im Prinzip beliebig sein, jedoch ist es vorteilhaft, wenn diejenigen
Ausgangssignale der Bildabtastvorrichtung, die vom Normalwert abweichenden Prüfeigenschaften
des Objektes entsprechen, einen möglichst großen Kontrast zum Untergrund haben.
Deshalb weist die Einrichtung vorzugsweise eine Beleuchtungseinrichtung für das
Prüfobjekt auf, die so ausgebildet ist, daß nur am Objekt gestreutes Licht zur Bildabtastvorrichtung
gelangt. Dadurch kann z.B. bei der Prüfung durchsichtiger Flaschen erreicht werden,
daß von der sauberen und fehlerfreien Glaswand kein Licht zur Bildabtastvorrichtung
gelangt, sondern nur von Verunreinigungen, Fremdkörpern oder Beschädigungen an der
Glaswand. Man erhält hierdurch große, kontrastreiche Ausschläge des Helligkeitssignals
der Bildabtastvorrichtung, die sich besonders gut für die anschließende elektronische
Signalauswertung eignen.
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Ferner kann die Signalgüte durch die Verwendung von Impulslicht bei
der Beleuchtung des Objektes verbessert werden, wobei die Bildabtastvorrichtung
vorzugsweise synchron mit dem Impulslicht betrieben wird.
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Eine Ausführungsform der Erfindung wird im foigenden anhand der Zeichnungen
näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt eine Prinzipskizze einer Meßanordnung für die Durchführung
des Verfahrens.
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Fig. 2 zeigt eine Prinzipskizze der Meßanordnung von oben gesehen
mit einem Blockschaltbild der Impul sauswerteeinri chtung.
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Fig. 3 zeigt eine andere Anordnung zur Durchführung des Verfahrens.
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Gemäß Fig. 1 wird eine auf einer Stützfläche 1 abgestellte Flasche
2 mittels eines Lichtbündels ausgeleuchtet, welches von einer als Lampe angedeuteten
Lichtquelle 3 ausgeht, durch eine als Linse 4 angedeutete Optik in einem Fokalpunkt
5 konzentriert wird, und von diesem Punkt aus divergierend in die Flaschenöffnung
eintritt. Der Fokalpunkt 5 ist ein Kreuzungspunkt für alle Strahlen des Lichtbündels
und ein Zwischenbild der Lichtquelle 3. Er liegt in der Höhe des Halses 7 der Flasche
2 oder etwas darüber, so daß die äußeren Begrenzungsstrahlen 6, 6t des Lichtbtfndels
etwa tangential zu den abgeschrägten Schultern 8 der Flasche verlaufen. Auf diese
Weise wird erreicht, daß vor allem die Innenfläche der Schultern 8, wo sich erfahrungsgemäß
Schaumablagerungen bilden, gut ausgeleuchtet werden und nicht im Beleuchtungsschatten
liegen. Befinden sich an den ausgeleuchteten Innenflächen der Flasche 2 keine Fremdkörper
oder Verunreinigungen, so wird kein Licht aus dem durch die Strahlen 6, 6' begrenzten
Lichtbündel herausgestreut. Befindet sich dagegen an der Innenfläche ein Fremdkörper,
so kann dieser das Licht streuen, so daß es durch die transparente
Wand
der Flasche 2 nach außen tritt und dort nachgewiesen werden kann. Man erhält hierdurch
eine die nachzuweisenden Verunreinigungen besonders kontrastreich wiedergebende
Beleuchtungsanordnung, die für das erfindungsgemäße' Verfahren besonders vorteilhaft
ist. Jedoch ist das Verfahren prinzipiell auch mit anderen Beleuchtungsanordnungen
und an anderen Prüfobjekten durchführbar.
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ie das Objekt abtastende und die Ausgangssignale erzeugende Vorrichtung
ist im linken Teil von Fig. 1 dargestellt. Sie besteht aus einer durch eine Linse
13 angedeutexten Optik und einer Bildabtaströhre (Vidicon-Röhre) 14, bei der eine
Anode 15, auf die das Objekt abgebildet wird und deren örtliche Leitfähigkeit von
der Belichtungsintensität abhängig ist, durch einen Elektronenstrahl 16 zeilen-.
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weise abgetastet wird. Optik 13 und Vidicon-Röhre 14 bilden zusammen
eine im Prinzip einer Fernsehkamera entsprechende Anordnung. Streulicht, das von
Verunreinigungen 17 an der Innenfläche der Flasche 2 herrührt, wird durch die Optik
13 auf eine, bestimmte Stelle der Fotoanode 15 fokussiert, und beim Abtasten dieser
Stelle durch den Blektronenstrahl 16 ergibt sich am Ausgang der Vidicon-Röhre ein
Signalimpuls.
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Man kann das Objekt auch von mehreren Seiten abtasten wie bei der
in Fig. 2 von oben dargestellten Anordnung Hier
ist mit 18 ein
Förderband oder eine sonstige Fördereinrichtung bezeichnet, die Flaschen 2 nacheinander
der Meßstelle 19 zuführt, in der die Flaschen mittels der Lichtquelle in der aus
Fig. 1 ersichtlichen Weise ausgeleuchtet werden.
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Das von Verunreinigungen bzw. Fremdkörpern ausgehende Streulicht wird
von vier um die Meßstelle 19 verteilten, zeilenabtastenden Empfängern 20, 20' aufgefangen,
die jeweils sus einer Optik und einer Vidicon-Röhre bestehen.
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Diese Empfänger 20, 20' oder der Empfänger 14 in Fig. 1-sind an eine
Signalimpulse auswertende Logikschaltung angeschlossen, was in der Zeichllull; der
Einfachheit halber nur in Fig. 2 für den Empfänger 20' schematisch dargestellt ist.
An einem Eingang 21 werden Impulse zur Synchronisierung der Zeilenabtastung mit
dem Takt des Förderers 18 zugeführt.
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Ein Ausgang 22 des zeilenabtastenden Empfängers 20' ist mit einem
zur Kontrolle und Justierung dienenden Monitor 23 mit Bildwiedergaberöhre angeschlossen,
um dessen Zeilenlauf mit dem des Empfängers 20' zu synchronisieren. Am-Äusgang 23
des Empfängers 20' werden die eigentlichen Signalimpulse abgegriffen, die beim Abtasten
einer Verunreinigung oder eines Fremdkörpers auftreten. Auch diese werden als~Hell/
dunkel-Signale dem Monitor 23 zugeführt. Außerdem ist der Ausgang 23 mit einer impulsauswertenden
Logikschaltung verbunden, die insgesamt durch den gestrichelten Kasten 24 angedeutet
ist. In ihrer einfachsten Form enthält die Logik
einen Verstärker
25 und einen impulshöhendiskriminator 26, so daß nur Impulse, die eine vorgegebene,
vorzugsweise einstellbare Schwellenamplitude überschreiten, am Ausgang 27 als Steuersignale
erscheinen. Stattdessen oder zusätzlich können in der Logikschaltung 24 noch weitere
impuls- bzw.
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signalverarbeitende Glieder angeordnet sein, wie z.B. Impulsbreitendiskriminatoren,
Differenzierglieder, Integratoren, Frequenzfilter und Frequenzwandler.
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In der dargestellten L-5usführungsform erfaßt die Logikschaltung
24 nur solche Schmutzpartikel bzw. Fremdkörper, die Streulicht von einer bestimmten
Mindestintensität verursachen. Bei Verwendung eines Impulsbreitendiskriminators
kann außerdem auch die Ausdehnung des streuenden Objekts erfaßt werden. Eine andere
Ausführungsform kann zusätzlich einen Integrator enthalten. Dieser summiert die
gesamte Zahl der von der Vidicon-Röhre abgegebenen Impulse, d.h. es erfolgt eine
Integration über Menge und Größe der streuenden Objekte. Ein anschließendes Schwellenglied
bzw. ein Diskriminator erzeugt ein Ausgangssignal dann, wenn das integrierte Signal
einen bestimmten Wert überschreitet. Damit kann erreicht werden, daß Flaschen mit
einer Trübung ausgesondert werden können. Eine Trübung hat möglicherweise keine
Streuzentren, deren Größe bzw. Helligkeit für sich schon zum Ansprechen der Vorrichtung
ausreichen würde.
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Durch weiteren Ausbau der Logikschaltung 24 läßt sich erreichen,
daß noch weitere kriterien, z.-B. die Flankensteilheit der Signalimpulse (erste
Differenzia-tion) oder die Krümmung des Impulsverlaufs (zweite Differenziation)
zur Diskriminierung herangezogen werden. Damit läßt sich nach besonderen Merkmalen
das Streulicht aussondern, welches z.B.von der Flaschenbegr.enzung oder von äußeren
Merkmalen der Flasche, z.B. eingeprägten Buchstaben, Kratzern od.dgl. herrührt.
Insbesondere lassen sich damit spezifische Verschmutzungen, wie z.B. Zigarettenstummel,
Asche, Eiweiß oder Laugenreste, ausmachen.
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Ein weiterer Ausbau der Logikschaltung ist bei Verwendung einer Farbvidicon-Röhre
durch die Diskriminierung nach Farbwerten möglich. Beispielsweise kann man die Flasche
bzw.
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den zu prüfenden Behälter vor einem Hintergrund mit einer bestimmten
Grundfarbe laufen lassen. Damit kann man erreichen, daß die Vorrichtung so lange
aussgeschaltet bleibt, als die Vidicon-Röhre den Hintergrund- abtastet. Ferner kann
durch ein Verzögerungsglied der durch den Eintritt des Flaschenrandes in das Gesichtsfeld
erzeugte -Impulssprung unterdrückt werden.
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Das am Ausgang 27 der Logikschaltung 24 auftretende Ausgangssignal
kann zur Auslösung eines Alarmsignals und/ oder zur automatischen Aussonderung der
fehlerhaften Flasche
verwendet werden. - Beispielsweise kann das
Ausgangssignal das Einschwenken einer Weiche 28 in die Bahn der Flaschen auf dem
Förderer 18 bewirken, so daß die auszusondernden Flaschen auf ein Abzweiggleis 29
od.dgl. abgelenkt werden. Derartige steuerbare Weichen zum Auslenken fehlerhafter
Behälter aus dem Förderstrom sind an sich, auch in anderer- Ausführung, z.B. als
rotierende Trommeln od.dgl., bekannt.
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Als Lichtquelle 3 zum Ausleuchten des Behälters kann insbesondere
ein Laser verwendet werden. Die Wellenlänge des zur Messung verwendeten Lichtes
kann im sichtbaren oder m1sichtbaren Bereich liegen, muß aber aus offensichtlichen
Gründen im Durchlässigkeitsbereich d-es Materials des Behälters 2 liegen. Der Laser
bzw. die Lichtquelle wird vorzugsweise impulsweise betrieben, wobei der Impulstäkt
vorzugsweise mit dem Impulstakt bzw. der Bildfrequenz der Abtastvorrichtung 20,
20' gekoppelt ist. Beide können durch den Durchlauf der Behälter taktweise gesteuert
sein. Man kann die Impulsdauer so kurz wählen, daß praktisch eine "Momentaufnahme"
des bewegten Meßobjektes erzeugt wird-bzw. der Signalauswertung zugrundeliegt.
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Man kann - was nicht dargestellt ist - an die signalverarbeitende
Logikschaltung 24 auch ein weiteres Bildabtastgerät anschließen, welches ein Vergleichs
objekt abtastet, z.B. eine saubere, im übrigen aber in gleicher Weise
ausgeleuchtete
Flasche. Durch Überlagern der von den beiden Blldabtastvorrichtungen gelieferten
Signale in der Logikschaltung kann erreicht werden, daß nur Abweichungen des Prüfobjektes
vom Vergleichs objekt erfaßt werden, nicht aber solche Ausschläge des Helligkeitssignals,
die von gemeinsamen Merkmalen der beiden Objekte, z.B. ihren Rändern, Einprägungen
od.dgl., herrühren. Positionsunterschiede des Prüfobjektes und Vergleichsobjektes
im jeweiligen Gesichtsfeld kann man in der Logikschaltung mit Hilfe von Verzögerungsgliedern
berücksichtigen, welche bewirken, daß in den einzelnen Zeilen ungleichzeitig auftretende
Signalausschläge, die z.B. von den Konturen der unterschiedlich positionierten Objekte
herrühren, trotzdem korrekt überlagert werden.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 gelangt von einem Laser 30 mit
vorge.schalteter Optik paralleles, kohärentes Licht über z.B. eine Strahlteilerplatte
30a zu einem Prüfobjekt, z.B. der Mündung 31 einer Flasche 32, die auf einem Förderband
33 an der Meßstelle vorbeibewegt wird. Das von der Flaschenmündung nach oben gestreute
bzw. reflektierte Licht gelangt, gegebenenfalls über eine als Linse angedeutete
Optik 34, auf eine Filterplatte 35, die als Schwärzungsmuster ein Hologramm aufweist.
Insbesondere handelt es sich um ein Hologramm, welches von einem fehlerfreien Standardobjekt
hergestellt wurde. Eine weitere als Linse angedeutete Optik 36 fokussiert das durch
die Filterplatte 35 durchgetretene Licht auf dem Schirm 37 einer Bildabtastvorrichtung
38
(Video-Kamera). Das Zusammenwirken des von der Flaschenmündung gestreuten Lichts
mit dem Hologramm ist derart, daß sämtliches Licht in einem Fokuspunkt 39 vereinigt
wird, die Vorrichtung 38 also nur einen einzigen Lichtpunkt abtastet, falls die
Flaschenmündung 31 derjenigen, von der das Hologramm erstellt wurde, genau entspricht,
d.h. fehlerfrei ist. Enthältadie zu prüfende Flaschenmündung 31 aber Abweichungen
vom Standardobjekt, z.B. eine scharfkantige Absplitterung 40, dann ist dies Ursache
dafür, daß Licht auch an andere Stellen als den Fokuspunkt 39 gelangt und z.B. je
nach Art des verwendeten Strahlungsgangs und Hologramms eine diskrete Lichtfigur
41 außerhalb des Punktes 39 oder auch einen diffusen Lichthof erzeugt. Man kann
den Punkt 39 mit einer Blende abdecken oder durch elektronische Steuerung der Abtastvorrichtung
38 ausfiltern und erhält dann ein Abtastsignal der Abtastvorrichtung 38, das nur
auf Licht ausserhalb des Punktes 39 anspricht, also auf Licht, welches von Fehlern
des Prüfobjektes herrührt. Bewegt sich die Flasche 32 während der Messung mit dem
Band 33 in Pfeilrichtung 42, so bewegt sich auch der Punkt 39 auf einer Bahn, z.B.
43, über den Abtastschirm, so daß man bei der Auswertung das Licht außerhalb dieser
Bahn erfassen muß.
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Zahlreiche Abänderungen dieser Anordnung unter Verwendung der üblichen
holographischen Techniken sind möglich. So kann man das Hologramm 35 anstatt von
einem fehlerfreien Musterobjekt auch von einer typischen Fehlerstruktur erstellen,
wobei
man dann ebenfalls auf dem Schirm 37 eine charakteristische und gut der Abtastung
zugängliche Lichtverteilung erhält. Insgesamt eignen sich die genannten holographischen
Methoden zur Erzeugung einer für die Abtastung besonders geeigneten Lichtverteilung
hauptsächlich für im wesentlichen ebene Prüfobjekte wie z.B. die ringförmige Flaschenmündung.
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Sollen Objekte mit größerer räumlicherTiefe erfaßt werden, so sind
zusätzliche Einrichtungen wie z.B. Bildwandler erforderlich.