DE2317911B2 - Lager- und transportfaehiger spritzkopf fuer tintenspritzschreibwerke - Google Patents
Lager- und transportfaehiger spritzkopf fuer tintenspritzschreibwerkeInfo
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- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
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Description
15
Die Erfindung betrifft einen Spritzkopf nach dem Gattungsbegriff des Anspruches.
Ein solcher Spritzkopf dient z. B. zum Aufbringen von Tropfen einer SchreibHüssigkeh auf einen Aufzeichnungsträger
oder einer ätzenden Flüssigkeit auf eine teilweise zu entfernende Oberfläche. Bei derartigen
Spritzköpfen ist ein Eindringen von Luft in die kapillarwirksamen Räume, den Zulauf- und den Auslaufkanal
sowie in die Druckkammer zu vermeiden, da das zwangsläufig zum Versagen des Spritzkopfes führen
würde. Besonders kritisch ist das Einfüllen der Spritzflüssigkeit, der Transport im gefüllten Zustand und der
Anschluß an das Versorgungssystem, z. B. an den Tintenbehälter in einem Schreibwerk.
Zum einen besteht das Erfordernis, daß der Spritzkopf
in einer Vakuumanlage getrennt vom Versorgungssystem mit Spritzflüssigkeit aufzufüllen ist, zum
anderen ist der gefüllte Spritzkopf abgetrennt von diesem zu seinem Einsat/ort zu transpor'ieren.
Es sind Schreibvorrichtungen für Registriergeräte bekanntgeworden, bei denen die Schreibfeder über
eine flexible Leitung mit dem beuteiförmigen Tintenbehälter verbunden, von der Schreibfeder her unter Vakuum
gefüllt und daran anschließend versandt werden. In dem DT-Gbm 17 46 782 ist eine solche Vorrichtung
beschrieben, bei der der Tintenvorrat so bemessen ist, daß er für eine längere Betriebszeit des Registriergerätes
ausreicht. Sobald der Tintenvorrat verbraucht ist. wird die Schreibvorrichtung weggeworfen und eine
neue eingesetzt. Die Betriebszeit der eingangs genannten Art von Spritzköpfen ist eine wesentlich höhere als
die der in dem Gebrauchsmuster genannten Einrichtung. Durch die höheren Herstellungskosten, die bedingt
sind durch die an diesen angestellten Anforderungen und demzufolge aufwendigeren Fertigungsverfahren,
ist das Wegwerfsystem nicht anwendbar. Es wird beispielsweise auf die DT-OS 2164 614 verwiesen,
durch die eine Vorrichtung zum Übertragen von Tropfen auf eine Oberfläche bekanntgeworden ist mit einem
Spritzkopf, der mindestens eine Kammer mit einem Auslaufkanal und einem Zulaufkanal für die über eine
Rohrleitung kommende Flüssigkeit und mindestens eine Einrichtung zum Erzeugen kurzzeitiger Druckstöße
in der eingefüllten Flüssigkeit aufweist. Bisher war es erforderlich, alle öffnungen dieser Art von Spritzköpfen
zum Zwecke der Lagerung und des Transportes zu verschließen, da nur beim Hersteller Spritzflüssigkeit
eingefüllt werden kann. Der Füllvorgang bei dieser Art Spritzköpfe mit Spritzflüssigkeit erstreckte sich
bisher über einen Zeitraum von Stunden, wobei der fl5
Spritzkopf, mit einem Versorgungssystem verbunden, einer Vakuumanlage ausgesetzt war. Es wurde aber ein
hohes Maß an Geschicklichkeit von der auszuführenden Person verlangt, um den gefüllten Spritzkopf an
das Versorgungssystem des fern vom Montageplatz stationierten Tintenspritzschreibwerkes abzuschließen,
da dort ohne Vakuumanlage Spritzflüssigkeit aus dem Versorgungssystem über Rohrleitungen in den Spritzkopf
geführt werden mußte, ohne daß Gase durch den Auslaufkanal in die Kapillarräume gelangen durften
oder es beim Anschluß an das Versorgungssystem zu Lufteiiitritt in die Kapillarräume kommen konnte. Um
diese Schwierigkeiten zu vermeiden, wurde der Spritzkopf oft mit dem daran angeschlossenen Versorgungssystem zugleich versand.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Schwierigkeiten, die sich nach der Montage des Spritzkopfes,
durch seine Lagerung, seinen Transport und Anschluß an das Versorgungssystem des fern von seinem
Montageplatz stationierten Tintenspritzschreibwerks ergeben, zu beheben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Kennzeichens des Anspruches. Das
Füllen des Spritzkopfes kann erfolgen, ohne daß dieser an das Versorgungssystem eines Tintenspritzschreibwerkes
angeschlossen ist. Durch den Transport des Sprilzkopfes in der Flüssigkeit wird vermieden, daß
Luft bzw. Gase in diesen einzudringen vermögen. Der Anschluß v\ das Versorgungssystem erfolgt in der
Flüssigkeit ebenfalls unter Luftausschluß. Ein Verschmutzen oder Verätzen durch überlaufende oder auslaufende
Spritzflüssigkeit wird vermieden.
An Hand eines Ausführungsbeispieles soll die Erfindung beschrieben werden. Die bildliche Darstellung
zeigt in
Fig. 1 einen Spritzkopf im Schnitt in starker Vergrößerung und
F i g. 2 den in neutraler, farbloser Flüssigkeit mit dem Transportbehälter zugleich eingebrachten Spritzkopf.
Ein Spritzkopf 1 in F i g. 1 ist über eine flexible Rohrleitung 2 mit dem Versorgungssystem, dem Spritzflüssigkeitsbehälter
3 fließverbunden. Diese Anordnung stellt den Spritzzustand dar. Der Spritzkopf 1 weist im
wesentlichen einen Zulaufkanal 4, eine Vorkammer 5. eine Druckkammer 6, einen Auslaufkanal 7 sowie einen
piezokeramischen Umwandler 8 und eine Membran 9, die die Einrichtung zum Erzeugen kurzzeitiger Druckanstiege
in der Flüssigkeit bilden, auf. Bei Beaufschlagen des Umwandlers 8 über Anschlüsse 10 werden kurze
Druckstöße in der eingefüllten Flüssigkeit und im wesentlichen in der Druckkammer 6 erzeugt, die ein
tropfenweises Austreten der Spritzflüssigkeit aus dem Auslaufkanal 7 bewirken. Diese Art Spritzköpfe wirkt
wie ventillose Pumpen. Die Druckverhältnisse sowie die Kapillarspannungen der Spritzflüssigkeit sind so bemessen,
daß nach jedem Druckstoß Spritzflüssigkeit aus dem Spritzflüssigkeitsbehälter 3 nachfließt, ohne
daß Gase durch den Auslaufkanal 7 in den Spritzkopf einzudringen vermögen. Gasaufnahme in den Hohlräumen
des Spritzkopfes führt zum Versagen dieses, da in den Hohlräumen abgelagerte Gasbläschen wie Polster
wirken. Der Anschlußstutzen 11 des Zulaufkanals 4 sowie
der Auslaufkanal 7 liegen beim Füllen, beim Transport sowie beim Anschluß des Spritzkopfes an das Versorgungssystem
der Spritzeinrichtung frei.
In F i g. 2 ist der Spritzkopf 1 in einen Transportbehälter 12 eingesetzt, der aus einem Unterteil 13 und
einem diesen gasdicht verschließenden Oberteil 14 besteht, mit an den Wandungen angebrachten und in den
Hohlraum 15 greifenden Ansätzen 16, wodurch der Spritzkopf 1 in dem völlig flüssigkeitsgefüllten Hohl-
faum 15 fixiert ist und ein Wirbeln der Flüssigkeit bei
Transport vermieden wird Es ist ein Steigerohr 17 vorgesehen,
das aus der Wandung heraustritt, das durch Abquetschen in der Flüssigkeit nach dem Evakuieren
der Gase in der Vakuumanlage und daran anschließendem
Beaufschlagen mit atmosphärischem Druck durch ϊ. B. Abquetschen oder Verschrauben gasdicht verfchließbar
ist Um das Entziehen der Gase zu verbeslern, ist der in den Hohlraum 15 des Transportbehälters
12 eintretende Auslauf 18 fließgünstig und insbe- «onder? paraboioidisch gestaltet, wodurch das Entziehen
der Gase sowie ein Nachlaufen von Flüssigkeit ohne Wirbelbildung erfolgen kann. Der Transportbehälter
12 ist in einem Napf 19 eingebracht und von neutraler, farbloser und gefilterter Flüssigkeit überspült.
Der Transportbehälter ist, nachdem das Steigerohr verschlossen wurde, versandfenig. Nach dem öffnen
des Transportbehälters im Bereich des Versorgungssystems 3 am Verwendungsort v/ird zum Zwecke des
Anschlusses des Spritzkopfes an dieses die Rohrleitung 2 in die Flüssigkeil im Transpurtbehälter 12 geführt und
mit dem Anschlußstutzen 11 des Spritzkopfes 1 verbunden. Hierbei tropfenweise aus der Rohrleitung auslaufende
Flüssigkeit wird von der neutralen Flüssigkeit im Transportbehälter aufgenommen. Daraufhin kann der
Spritzkopf dem Transportbehälter entnommen und in die Vorrichtung, z. B. das Schreibwerk, eingesetzt werden.
Durch das Beaufschlagen der Einrichtung zur Erzeugung kurzzeitiger Druckanstiege 8, 9 tritt aus dem
Auslaufkanal 7 des Spritzkopfes 1 zunächst neutrale Flüssigkeit aus, die durch Aufsaugen mit einem
Schwamm, weichem Ledertuch od. ä. abgelöscht werden kann. Innerhalb weniger Druckstöße des Druckerzeugers
hat sich die Spritzflüssigkeit so stark mit der neutralen Flüssigkeit vermischt, daß ζ. B. die Lesbarkeit
der Zeichen des Schreibwerkes voll gewährleistet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Lager- und transportfähiger Spritzkopf für Tmtenspritzschreibwerke mit einer Vielzahl von kapillaren öffnungen und Kanälen, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Hohlräume (4, 5, 6, 7, 11) des Spritzkopfes (1) mit einer neutralen farblosen Flüssigkeit gefüllt sind und daß er in einen mit der gleichen neutralen Flüssigkeit gefüllten, gasdicht verschließbaren Behälter (12) eingesetzt ist
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732317911 DE2317911C3 (de) | 1973-04-10 | Lager- und transportfähiger Spritzkopf für Tintenspritzschreibwerke |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732317911 DE2317911C3 (de) | 1973-04-10 | Lager- und transportfähiger Spritzkopf für Tintenspritzschreibwerke |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2317911A1 DE2317911A1 (de) | 1974-10-24 |
| DE2317911B2 true DE2317911B2 (de) | 1976-08-12 |
| DE2317911C3 DE2317911C3 (de) | 1977-03-31 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2725270A1 (de) * | 1976-06-07 | 1977-12-15 | Silonics | Tintenstrahldrucker |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2725270A1 (de) * | 1976-06-07 | 1977-12-15 | Silonics | Tintenstrahldrucker |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2317911A1 (de) | 1974-10-24 |
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