DE2315088A1 - Verfahren zur vernichtung von abfallstoffen mit einer brennkammer fuer unvollstaendige verbrennung - Google Patents
Verfahren zur vernichtung von abfallstoffen mit einer brennkammer fuer unvollstaendige verbrennungInfo
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Description
BW 664/EP-515 22. 3. 1973
cl/ko
Anmelder: The Air Preheater Company, Inc. Wellsville, N.Y. U.S.A.
Verfahren zur Vernichtung von Abfallstoffen mit einer Brennkammer für unvollständige
Verbrennung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Vernichtung von Abfallstoffen. Zu diesem Zweck sind zwei
Verfahren bekannt, von dem jedes seine Vorzüge und Nachteile hat.
Ein Verfahren benutzt die unvollständige Verbrennung des brennbaren Teils der Abfälle. Bei diesem Verfahren muss
der gasförmige Teil der Verbrennungsprodukte, d. h. Rauch, Dampf oder Gas anschliessend noch beseitigt werden,
z. B. in einem Nachbrenner mit hoher Temperatur. Schon deshalb ist dieses Verfahren nicht vorteilhaft. Ein Verbrennungsofen
hinterlässt aber auch noch nicht brennbare Reste, die weiter behandelt werden müssen oder zur Auf- ·
füllung von Gruben oder dergl.. benutzt werden. Solch ein Verbrennungsofen ist in dem US-Patent 3 491 707 beschrieben.
Andererseits sind auch Verfahren bekannt, bei denen die
Abfallstoffe einschliesslich Flaschen und Metallbüchsen in einer Schmelzkammer niedergeschmolzen werden (siehe
z. B. US-Patent 3 556 025). Durch solche Verbrennungsund Schmelzkammern werden weitere Sortier- und Be-
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handlungsvorgange vermieden, weil einerseits die geschmolzenen
Rückstände leicht in ihre ursprünglichen
Bestandteile zerlegt und einer Wiederverwendung zugeführt werden können und andererseits die verbleibende
Schlacke zu einem Baustoff verarbeitet werden kann, den man zum Strassenbau oder für andere bauliche Zwecke verwenden
kann.
Obwohl solche Schmelzkammern sich in der Vergangenheit
als technisch ausführbar erwiesen haben, sind sie doch nicht sehr oft angewendet worden, weil die Anwendungsmöglichkeit nur sehr beschränkt ist. Sie können nämlich
nur als grosse zentral angeordnete Anlagen ausgeführt werden, wo eine grosse Menge von Abfallstoffen anfällt
und in einem einzigen vollständigen Vorgang in ihre Bestandteile zerlegt wird. Deshalb sind diese Anordnungen
in grossen Anlagen verkörpert. Sie können nicht für diejenigen Zwecke verwendet werden, für die bisher die
Verbrennungsöfen mit unvollständiger Verbrennung der
eingangs geschilderten Art verwendet wurden, nämlich in Geschäftshäusern, Schulen oder dergl. Auch die US-Patentschrift
3 417 717 stellt eine Schmelzkammer dieser Art dar, jedoch nicht im Zusammenhang mit einer Brennkammer
für unvollständige Verbrennung.
Es ist Aufgabe der Erfindung, beide Verfahren zu verbessern
und dieses wird durch ihre Kombination erreicht, nämlich gemäss der Erfindung durch Zusammenpressen der
festen Anteile, die sich bei der unvollständigen Verbrennung ergeben zu Paketen und ihre anschliessende
Zuführung und ihr Niederschmelzen in einer Hochtemperaturschmelzkammer.
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Auf diese Weise ist es möglich, die Verbrennungsgase,
die sich bei der unvollständigen Verbrennung ergeben, für den Schmelzvorgang der festen Rückstände, z. B.
der Glasflaschen und Metallbüchsen, mit zu verwenden. Falls diese Verbrennungsgase für den Schmelzvorgang
nicht ausreichen, müssen der Schmelzkammerzusätzlich
Luft und Brennstoff zugeführt v/erden. Das System zur Beseitigung der Abfallstoffe, wie nach der Erfindung,
ist sehr flexibel. Man kann - wie oben beschrieben — eine oder mehrere Brennkammern mit einer einzigen
Schmelzkammer durch entsprechende Gasleitungen verbinden. Diese Anordnung oder aber auch eine einzelne
Schmelzkammer kann an einer zentralen Stelle angeordnet sein zu der die Pakete, die in den Brennkammern erzeugt
werden, in üblicherweise hintransportiert werden, so
dass die Brennkammern in wirtschaftlichen Entfernungen von der zentralen Stelle angeordnet werden können.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung werden die festen Teile der Abfallstoffe die aus der Brennkammer
austreten, mit einem brennbaren Bindemittel gemischt bevor sie zu Paketen zusammengepresst werden. Bevorzugt
wird der Schmelzkammer auch Koks und Kalk zugeführt.
Diese und andere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der anschliessenden Beschreibung eines
bevorzugten Ausführungsbeispieles, das in der beigefügten Zeichnung dargestellt ist.
Die Zeichnung zeigt einen Verbrennungsbehälter 10 mit einer Brennkammer 11, die eine Gasausgangsöffnung 12
besitzt} weiterhin ist eine Tür 14 vorgesehen, durch
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• — 4 —
die Abfall in die Brennkammer eingeführt werden kann. Im unteren Teil der Brennkammer wird Luft über eine
Leitung 16 zugeführt, und zwar in einer Menge, die
eine vollständige Verbrennung nicht zulässt,. jedoch eine unvollständige Verbrennung der Abfälle sicherstellt
und;Z-. B. in Abhängigkeit von dem Thermorelais 18 über das Ventil 22 so gesteuert werden kann, dass
die Bedingungen für eine vollständige Verbrennung in der Brennkammer 11 aufrechterhalten bleiben.
Die Leitung 16 kann auch dazu verwendet werden, um in entsprechender Menge ein inertes Gas in die Brennkammer
11 einzuführen, so dass die Oxidation oder Verbrennung in der Brennkammer genau gesteuert oder
sogar unterbrochen werden kann, in dem man eine bestimmte Menge eines nicht brennbaren Gases in die Kammer einführt.
·
Die obere Endplatte der Brennkammer 11· ist mit einem weiteren Fülltrichter 24 versehen, der ein Luftabschlussventil
26 besitzt, so dass durch diesen Trichter eine bestimmte Menge nicht brennbaren Abfalles, z. B.
Flaschen und Büchsen in die Brennkammer eingeführt werden
können und trotzdem nur eine sehr beschränkte Luftmenge zugeführt wird.
Der Boden des Gehäuses 10 ist auch als Trichter 28 ausgebildet an dessen unterem Ende ein Presszylinder 32
mit einem Kolben vorgesehen ist. Dieser Zylinder nimmt die Asche und die anderen Rückstände aus der Brennkammer
auf und sie werden dort zu Ballen oder Blöcken zusammengepresst. Soweit die Rückstände auf dem Boden
der Brennkammer 11 trockene pulverförmige Asche und
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metallische Büchsen und Glasflaschen enthält, kann der Asche ein Bindemittel zugefügt werden, um die
Verbindung zu einer blockähnlichen Masse zwischen der Asche und den anderen festen Teilen zu gewährleisten.
Das Bindemittel.wird der Asche auf dem Boden der
Kammer 11 durch eine Öffnung 34 zugeführt, und zwar von einer geeigneten Quelle aus, die hier nicht dargestellt
ist. Das Bindemittel kann aus irgendeinem brennbaren Stoff bestehen, z. B. aus Teer oder Bitumen. Man
kann aber auch plastische Stoffe oder andere Müllstoffe verwenden, die vernichtet werden sollen.
Die Ballen oder Bündel 35, die nicht brennbare Rückstände enthalten, werden einer zweiten senkrechten Kammer 39
zugeführt, und zwar über ein Drehventil 37 und fallen unter Einwirkung der Schwerkraft in den unteren Teil.
Dort sind ring- oder zylinderförmige Brennvorrichtungen
vorgesehen, denen über die Leitungen 44 und 4,6 Brennstoff und Luft zugeführt wird, um eine Schmelztemperatur
von etwa 1200° - 2000° C (2500 - 3500° P) zu erzeugen.
Der Brennstoff wird von aussen in irgendeiner geeigneten
Weise zugeführt und kann ergänzt werden durch brennbares Gas, das bei der unvollständigen Verbrennung des Mülls
in der Kammer 11 angefallen ist.
Die Ballen 35, die aus den Rückständen bestehen, in die Kammer 36 eingeführt werden, wird gleichzeitig eine bestimmte
Menge ungebrannten Kalks und Koks durch den Einlass 48 zugeführt, wie das üblich ist. Zum Abschöpfen
von Schlacke und anderen Verunreinigungen auf dem geschmolzenen Material 50, ist eine Öffnung 52 vorgesehen,
die mit einem Ventil abgeschlossen ist.
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Das geschmolzene metallische Material wird über die Auslassöffnung 54, die auch ein Ventil enthält, abgezogen. .
Die sauerstoffreiche Luft, Brennstoff u. a. Verbrennungsprodukte, die bei der Verbrennung in der Kammer 56, werden
abwärts über die Oberfläche der geschmolzenen Rückstände 50 und dann über eine Ausgangsöffnung 49, die auch einen
Ventilator 47 enthalten kann, in die Atmosphäre abgeführt. Durch Vergrösserung der Länge der Kammer 56, die oberhalb
des Spiegels des geschmolzenen Materials 50 sich befindet, wird die Zeit für die Verbrennung der Gase erhöht,
so dass vollständige Ausscheidung aller brenn-baren Stoffe in dieser Kammer erfolgt.
Soweit Asche, Flaschen, Büchsen und anderer nicht brennbarer
Müll aus der Brennkammer 1 bei unvollständiger Verbrennung ausgeschieden werden und zu Ballen 35 oder
Blöcken zusammengepresst werden, sind sie leicht transportfähig. Eine einzige Schmelzbrennkammer 39 kann daher
die Rückstände aus einem oder mehreren Verbrennungsofen (Öfen) mit unvollständiger Verbrennung verarbeiten, die
entweder benachbart zur Schmelzkammer oder auch in einer
Entfernung davon sich befinden. Die Frage, wieviele
Brennkammern mit unvollständiger Verbrennung, die je Schmelzkammer benutzt werden und wo sie aufgestellt
werden, ist eine Frage der Zusammensetzung des Mülls,des Anfallortes, der Transportmöglichkeit und der Kapazität
der Schmelzkammer.
Beim Betrieb wird Abfall der sowohl brennbare als nicht brennbare Stoffe enthält, der Brennkammer 11 zugeführt
und die Verbrennung begonnen. Die Luftzufuhr durch die
Leitung 16 wird von dem Ventil 22 gesteuert, dessen Einstellung
wiederum von dem Temperaturfühler 18 abhängig
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ist. Die Steuerung erfolgt so, dass eine unvollständige Verbrennung bei etwa 500 - 550° C (1000° F)
Die bei dieser Verbrennung entstehenden Gase werden durch die Öffnung 12 abgeführt, und die Asche mit den Glasflaschen
und den metallischen Büchsen sammelt sich auf dem Boden der Brennkammer ab. Es wird dann ein Presszylinder
32 betätigt, um diese festen Brandteile in eine Anzahl von Ballen oder Blöcken 35 zu-sammen zu
pressen. Dabei wird durch den Eingang 34 ein brennbares Bindemittel in die pulverförmige Asche eingeführt, so
dass diese unter sich und mit den Glasflaschen und dem Metall der Büchsen sich verbindet und durch den Zylinder
zu einem Block 35 von Rückständen geformt wird, der leicht zu der Eingangsöffnung 37 der Schmelzkammer 39
geführt werden kann.
In dieser Brennkammer werden die Ballen oder Blöcke 35 mit einer vorbestimmten Menge von Koks und ungebranntem
Kalk vermischt, die durch die Öffnung 48 zugeführt werden. In der Nähe des Bodens der Schmelzkammer wird Brennstoff
durch den Eingang 44 und Luft durch den Eingang 46 zugeführt. Der Ventilator 47 in der Abzugsleitung 49 erzeugt einen
Gasstrom, so dass die Verbrennungsprodukte und die Flamme auch nach unten über die Oberfläche der heissen geschmolzenen
Rückstände 50 geführt werden. Sie werden dann in einem völlig unschädlichen Zustand abgeführt in die
Atmosphäre.
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Claims (8)
1.) Verfahren zur Beseitigung von Abfallstoffen in einer Brennkammer mit unvollständiger Verbrennung,
dadurch gekennzeichnet, dass die festen Bestandteile,
die sich aus dieser Verbrennung ergeben, zun,ächst zu Paketen (35) zusammengepresst und dann
einer Schmelzkammer (39) zugeführt und in ihr niedergeschmolzen werden.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die festen Bestandteile der Abfallstoffe vor
dem Zusammenpressen mit einem brennbaren Bindemittel verbunden werden.
3.) Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach, Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
Brennkammer (11) und Schmelzkammer (39) einander %benachbart angeordnet sind.
4.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Brennkammer (11) und die Schmelzkammer (39)
voneinander unabhängig sind und dass die Schmelzkammer an einer zentralen Stelle die Produkte mehrerer
Brennkammern(11) aufnimmt, die entweder benachbart oder entfernt von der Schmelzkammer (39) angeordnet
sind.
5.) Anordnung zur Ausführung des Verfahrens nach den
Ansprüchen 1 oder 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelzkammer (39) eine zusätzliche Einlassöffnung
(48) für die Zuführung von Koks,und/oder Kalk, und/oder Brennstoff (44), und/oder Luft (46)
besitzt.
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6.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Brennkammer ein Temperaturfühler (18)
angebracht ist, der das Einlassventil (22) für die Verbrennungsluft im Sinne der unvollständigen Verbrennung
regelt.
7.) Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das in der Brennkammer (11) entstehende Gas
über eine Verbindungsleitung (20) der Schmelzkammer (39) zugeführt wird.
8.) Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zug
des Brennstoff-Luft-Gemisches (44, 46) durch einen Ventilator (47) abwärts über die Oberfläche (56)
des Schmelzgutes (50) geführt wird.
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