DE2314025C2 - Gerät zum Heben gleitender Formen an Stahlstangen zur Herstellung von Betonbauwerken nach dem Gleitschalungssystem - Google Patents
Gerät zum Heben gleitender Formen an Stahlstangen zur Herstellung von Betonbauwerken nach dem GleitschalungssystemInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Heben gleitender Formen an Stahlstangen zur Herstellung von
Betonbauwerken nach dem Gleitschalungssyslem. bei dem übereinanderliegende Greiferköpfe durch mittels
eines Druckmediums beaufschlagte Hubzylinder bewegt werden und an der Stahlstange angreifende, unter
Federwirkung stehende, paarweise gegenüberliegende Klemmbacken aufweisen, wobei der obere und untere
Greiferkopf durch zwei längs zur Stahlstangc verlaufende Hubzylinder-Einheiten verbunden sind.
Eine solche Hubvorrichtung ist aus der DE-OS 18 036 bekannt. Bei den Klemmorganen bzw.
Klemmbacken dieser Hubvorrichtung handelt es sich um scheibenartige Teile in Form von I laibringen oder
Halbscheiben, die sich mit ihrem Außcnumfang an der Gehäusewand in Anlage befinden und mit ihrer Innenfläche in Klemmverbindung mit der zentralen Stützstangc gebracht werden können. Die Halbringe oder
■ Halbscheiben weisen größere Abmessungen auf ais der Querschnitt ihres Gehäuses, so daß sie eine geneigte
Stellung annehmen müssen. Die Klemmorgane sind jeweils an ihrer Innenfläche mit Kerben oder Zähnen versehen und liegen an der Stützstange so an, daß sie mit
diesen Kerben oder Zähnen cine G reif verbindung mit der zentralen Stützstange herstellen können. Bei einer
solchen Ausbildung und Anordnung der Kiemmorgane läßt es sich nicht umgehen, die Flächen der Klertimorga
nc zum Angreifen an der Stahlstange in besonderer
Weise zur Erhöhung der Griffigkeit auszubilden, um Schlupfbewegungen zu verhindern. So weist der zentrale Bereich der Halbkreisringstücke u. dgl. Zähne oder
Vorsprünge auf, die an der Stützstange angreifen. Es hat
sich gezeigt, daß infolge Rost und Verschmutzung an
den stählernen Stützstangen sowie durch Abnutzung und Deformierung durch die Greifer sich doppelseitige
Abnutzungserscheinungen ergeben, nämlich einerseits an den Griffflächen der Klemmorgane und andererseits
an den Stahlstangen. Je größer die Abnutzung durch Verschleiß o. dgl. wird, um so größer ist die Gefahr eines
Rutschens des Hubgerätes. Die nach Beendigung der Gleitarbeiten wiedergewonnenen Stahlstangen lassen
sich je nach dem Grad der Abnutzung nur wenige Male
wiederverwenden. Man kann die Verschleißerscheinungen an den Kerben oder Zähnen der Klemmorgane zum
Teil dadurch beheben, daß gehärtete Spezialgreiferelemente benutzt werden, was sich sehr auf den Preis auswirkt. Hinzu kommt, daß. je härter die Kerben oder
Zähne sind, diese sich um so mehr in die Oberfläche der Stahlslangen eingraben und diese im Bereich der Oberfläche deformieren. Dies wirkt sich sehr nachteilig bei
der Wiederverwendung der Stahlstangen o. dgl. aus. Weiterhin ergibt sich, daß die Halbkreisringstücke keine
Gewähr dafür geben, daß sie immer eine Parallellage zueinander einnehmen. Sie verkanten sich auch mehr
oder weniger zueinander. Dies beeinträchtigt die Greifsicherheit an den .Stützstangen.
Aufgabe der Erfindung is', es, dk Geräte zum Heben
gleitender Formen an Stahlstangen nach der anfangs genannten Art hinsichtlich des Anpreßdruckes der
Klemmbacken an der Stahistange zu verbessern. Die Erfindung zeichnet sich hierzu dadurch aus, daß die
Klemmbacken über ein ein Parallelogrammgestänge
bildendes Hcbelpaar verbunden sind, deren Hebel mit
ihren freien Enden an dem .Greiferkopf mittels Bolzen
schwenkbar gelagert sind, und daß eine Klemmbacke in
Richtung zur Längsachse der Stahlsiange unter der Wirkung einer Federung steht.
Durch eine solche Ausbildung der Halterung der Klemmbacken wird eine gleichmäßige und gemeinsame
Bewegung derselben zwangsweise gewährleistet. Das Eintreten von Verkantungen der Klemmbacken und
von einseitigen Beanspruchungen der Stahlstange ist
vermieden. Es ist eine exakte Parallelführung der
Klemmbacken in der Bewegung zu und von der Stahlstangc verwirklicht. Dadurch wird das Entstehen von
Deformierungen und Beschädigungen an den Stahlstangen verhindert. Weder die Klemmbacken noch die
W) Stiihlstungcn unterliegen einer beachtenswerten Abnutzung. Die exakte Parallelführung der beiden gegenüberstehenden, an der Stahlstangc angreifenden Klemmbakken führt zu einem verbesserten Anpreßdruck der parallel zur Stiihlstnngc sich erstreckenden Klemmbncken
b5 und zu einem sicheren Cireifcn und HnIl zwischen
Klemmbacken und Stahlslange, so daß eine Rutsch- und Schlupfbewcgung der Klcmmköpfe und der damit verbundenen Schulungen nahezu ausgeschlossen ist. Zu-
gleich entfällt ein Verschleiß und Auswechseln der
Klemmbacken. Einseitige Beanspruchungen sind vermieden. Das Entstehen von Schrägneigungen der Schalungen
und der damit verbundenen Abrisse der Belonkonstruktion
und ein Aus-dem-Lot-Ziehen der Wände ist beseitigt.
Vorteilhaft sind mehrere Hebelpaare vorgesehen, die untereinander angeordnet und mit denen die Klemmbacken
gelenkig verbunden sind. Beispielsweise können bei einer Stahlstange gegenüberstehende Klemmbakken
durch zwei, drei oder mehr als drei untereinander befind'iche Hebel verbunden sein. Dadurch ist die Parallelführung
der gegenüberstehenden Klemmbacken und ihre Parailelverstellung noch verbessert. Dabei ergeben
sich längliche Klemmbacken, die Deformierungen oder Beschädigungen an den Stahlstangen nicht aufkommen
lassen. Die Klemmbacken sind weiterhin vorteilhaft so ausgebildet, daß die den Stahlstangen zugekehrten Flächen
der Klemmbacken — im Querschnitt gesehen — der Umfangskontur der Stahistangen entsprechen. Auf
jjjese Weise erhält man große Flächen der Klemmbakken,
die an den Stahlstangen stumpf angreifer. Eine solche Halterung und Lagerung der Klemmbacken führt
zu einem schonenden, aber doch äußerst sicheren Sitz der Klemmbacken an der Stahlstange. Dies hat zur Folge,
daß die Stahlstangen um ein Vielfaches gegenüber bisher, bis zu hundertmal und mehr, für die einzelnen, im
Gleitschalungsverfahren auszuführenden Bauwerke verwendet werden können.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung können die Klemmbacken durch ein Verstellmittel entgegen
der Federwirkung von der Stahlstange abgedrückt bzw. entfernt werden. Hierdurch kann man die Feder
und somit die Klemmbacken entlasten. Dadurch ist es möglich, die Schalung bei Unterbrechungen auf dem
Stand zu bewegen, ohne daß die Schalung freigezogen werden muß und bei Wiederbeginn des Betoniervorganges
Absätze an den Betonwänden entstehen. Als Verstellmittel kann eine Kurbel bzw. ein Exzenter verwendet
weiJen, welche Teile mit einer Betätigungshandhabe versehen sein können.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbcispiels nachstehend erläutert.
Fig. 1 und 2 zeigen ein Ausführungsbeispiel des crfindungsgemaßen
Gerätes zur Herstellung von Betonbauten nach dem Gleitschalungssystem in Ansicht und
in Seitenansicht schematisch und zum Teil im Schnitt.
F i g. 3 stellt den oberen Greiferkopf im Schnitt nach der Linie III-Ill der Fig. idar.
Fig.4 zeigt einen Längsschnitt nach der Linie IV-IV
der F i g. 3.
F i g. 5 veranschaulicht den unteren Greiferkopf nach
der Linie V-V der F i g. 2 im Schema, und
Fig. 6 ist ein Längsschnitt nach der Linie Vl-Vl der
Fig. 5.
F i g. 7 veranschaulicht einen Querschnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 5.
Das Gerät 1, das mit der Stahlstange 2 zusammenarbeitet,
weist einen oberen Greiferkopf 3 und einen unteren Greiferkopf 4 auf, wobei zwischen den beiden
Greiferköpfen 3 und 4 die Hubvorrichtung 5 vorgesehen ist. Diese besteht aus den beiden Hubzylinder-Einheiten
6 und 7, bei denen je ein Kolben 8 mit einer Kolbenstange 9 vorgesehen ist, der in einem Zylinder 10
gleitet. Zu beiden Seiten des Zylinderraumes befinden sich die öffnungen 11 i/iid 12 für das Zuführen bzw.
Abfuhren des hydraulischen Druckmittels, z. B. öl. Die Hubzylinder-Einheiten 5 und 6 sind mittels der Bolzen
13 und 14 am oberen Greiferkopf 3 und der Bolzen 15 und ίδ am unteren Greiferkopf 4 befestigt. Der obere
Greiferkopf 3 ist mittels der Träger 17 und 18 fest mit den Schalungskonstruktionen verbunden.
Die Greiferköpfe 3 und 4 weisen je ein Gehäuse 19 und 20 auf, in welchem die Klemmbacken 21 und 22 bzw.
23 und 24 untergebracht sind. Die an der Stahlstange 2
gegenüberstehenden Klemmbacken 21, 22 bzw. 23, 24
jo sind je mit Hebelpaaren 25 und 26 bzw. 27 und 28 gelenkig
verbunden, und zwar durch die Bolzen 29,30 bzw. 31 und 32, die durch die Klemmbacken hindurchgeführt
sind. Die Hebel 25 und 26 sind in den Seitenwänden des Gehäuses 19 durch die Bolzen 33 und 34 schwenkbar
gelagert, während bei dem Gehäuse 20 die Lagerung der Hebelpaare 27 und 28 durch die Bolzen 35 und 36
geschieht. Die Gehäuse 19 und 20 weisen öffnungen 37 bzw. 38 auf, durch die die Stahlstange 2 hindurchführt
und die einen größeren Durchmesser als derjenige der Stahlstange 2 besitzen. Die Klemmbacken 21,22,23 und
24 greifen an der Stahlstange 2 stumpf an. wobei die der
Stakstange zugekehrten Flächen der Klemmbacken — im Querschnitt gesehen — der Umfangskontur der
Stahlstange entsprechen.
Eine der Klemmbacken, beispielsweise die Klemmbacken 2\ und 23, sind mit Ansätzen 39 und 40 versehen,
an denen eine Feder 41,42 als Druckfeder angreift. Bei diesen Federn sind Verstellmittel 43 und 44 angeordnet
durch die die Klemmbacken entgegen der Federwirkung von der Stahlstange gelüftet werden können. Die
Verstellmittel 43,44 weisen eine Kurbel 45,46 auf, die in
Lageraugen 47 bzw. 48 der Gehäuse 19 bzw. 20 gelagert sind und mit einer Handhabe 49 bzw. 50 ausgerüstet
sind. Statt einer Kurbel kann auch ein Exzenter vorgese-J5
hen sein. Mittels der Verstellmittel 43 und 44 kann auf die Ansätze 39 bzw. 40 und damit auf die Federn 41 bzw.
42 eingewirkt werden. Durch entsprechende Drehung der Verstellmittel kann gegen die Wirkung der Federn
eine Lüftung der Klemmbacken von der Stahlstange vorgenommen werden.
V-'enn das hydraulische Druckmedium durch die Zuführungen 11 unterhalb des Kolbens 8 eingeführt wird,
wird der Greiferkopf 3 über die Verbindungsbolzen 13 und 14 und damit die an den Traversen 17 und 18 befestigte
Schalungsform für die zu betonierende Betonkonstruktion
auf eine vorher eingestellte genau bestimmte Höhe gehoben. Die in dem Greiferkopf 3 bzw. in dessen
Gehäuse 19 gelagerten Klemmbacken 21 und 22 werden mitgeführt und durch die Feder 41 an die Stahlstange 2
unter Druck angelegt. Die in dem unteren Greiferkopf 4 eingebauten Klemmbacken 23 und 24 werden durch die
Feder 42 und durch den ausgeübten Gegendruck der Hubzvünder 6 und 7 an die Stahlstange 2 geklemmt und
an dieser gehalten, wodurch sich der Gegendruck für das Heben der Sch^'ungsform ergibt. Bei Abstellen der
Zuführung des hydraulischen Druckmediums verhindern die durch die Hebel verbundenen Klemmbacken,
die sich fest an die Stahlstange anklammern, ein Herunterziehen des Greii'erkopfes 3 durch die Last der an
bo diesem hängenden Schalungsformen.
Wenn das Druckmedium durch die öffnungen 12 eingeführt
wird, werden die Hubzylinder 6 u:id 7 mit dem daranhängenden unteren Greiferkopf 4 um die vorher
erfolgte Hubhöhe gehoben, wobei der Greiferkopf 4 b5 mitgezogen wird. Durch die abwechselnde Zuführung
des Druckmediums durch die öffnungen 11 und 12 erzielt
man ein stetiges Heben des Gerätes und der damit befestigten Form bzw. Gleitschalung.
Wenn der Betonierungsvorgang eingestellt oder unterbrochen werden soll, muß die Form bzw. Gleitschalung
so lange bewegt oder gehoben werden, bis der Beton erhärtet und ein Haften des Betons an der Form
nicht mehr gegeben ist. Durch Drehen des Verstellmit- ·>
tels 43 an dem oberen Greiferkopf 3 wird der Ansatz 39 mit der Feder 41 heruntergedrückt, wodurch die
Klemmbacken 21, 22 von der Stahlstangc 2 gelüftet werden. Wenn das Druckmedium abwechselnd durch
die Öffnungen 11 und 12 der Hubzylinder-Einheiten 6
und 7 eingeführt wird, erfolgt ein ständiges Hoch- und Abgleiten des oberen Greiferkopfes 3 und der daranhängenden
Form bzw. Gleitschalung, ohne daß die Schalung aus dem betonierten Beton hochgezogen wird.
Eine solche Auf- und Abwärtsbewegung der Form bzw. Schalung, ohne daß ein Steigen des Gerätes erfolgt,
wird so lange durchgeführt, bis der Beton hart ist und nicht mehr haftet.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen 2η
25
30
40
50
55
60
Claims (6)
1. Gerät zum Heben gleitender Formen an Stahlstangen zur Hersteüung von Betonbauwerken
nach dem Gleitschalungssystem, bei dem übereinanderliegende Greiferköpfe durch mittels eines Druckmediums beaufschlagte Hubzylinder bewegt werden
und an der Stahistange angreifende, unter Federwirkung stehende, paarweise, gegenüberliegende
Klemmbacken aufweisen, wobei der obere und untere Greiferkopf durch zwei längs zur Stahlstange
verlaufende Hubzylinder-Einheiten verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmbacken (21, 22; 23, 24) über ein Parallelogrammgestänge bildendes Hebelpaar (25,26; 27,28) mit ihren
freien Enden an dem Greiferkopf (3,4) mittels Bolzen (33, 34; 35, 36) schwenkbar gelagert sind, und
daß eine Klemmbacke (21, 23) in Richtung zur Längsadft* der Stahlstange (2) unter Wirkung einer
Federung (4 ί, 42) steht.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die unter der Federwirkung (41,42) stehende Klemmbacke (21,23) durch ein Verstellmittel (43,
44) entgegen der Federwirkung von der Stahlstange abdrückbar ist
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Federung zusammenwirkende Klemmbacke (21, 23) mit einem Ansatz (39,
40) versehen ist, an dem die Feder (41,42) einerseits
und das Vtniellmittel (43,44) andererseits angreift.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstellmittel (43,44)
eine Kurbel (45, 46) bz*. einen Exzenter aufweist, die bzw. der mit dem Ansatz (3J, 40) zusammenwirkt
und eine Betätigungshandhabe (49,50) aufweist.
5. Gerät nach einem der Ansprüche I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die der Stahlstangc (2)
zugekehrten Flächen der Klemmbacken (21, 22; 23, 24) — im Querschnitt gesehen — der Umfangskontur der Stahlstange entsprechen.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Hebelpaarc
vorgesehen sind, die untereinander angeordnet an denselben Klemmbacken (21, 22; 23, 24) gelenkig
angreifen.
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| BE812631A (fr) | 1974-09-23 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OD | Request for examination | ||
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| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: INDUSTRIE-GLEITBAUGESELLSCHAFT AHL & CO MBH, 5000 |
|
| 8381 | Inventor (new situation) |
Free format text: AHL, BERNHARD, 5000 KOELN, DE |