DE2313677A1 - Metallisches gefuege, verfahren zu seiner herstellung sowie vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens - Google Patents
Metallisches gefuege, verfahren zu seiner herstellung sowie vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrensInfo
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Description
DipUng" si Aachen, den19. März 1973
BRUNO SCHMETZ Augustastraße 14-16- Telefon 508051
DIPIL-ING.
HENRI V. RIGIOL in Hihittier, Kalifornien, V.St.A.
Beschreibung zu Patentanmeldung
Metallisches Gefüge, Verfahren zu seiner Herstellung sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein metallisches Gefüge mit einer
Metallstruktur hoher Festigkeit, ein Verfahren zur Erzeugung eines derartigen metallischen Gefüges innerhalb eines Metallteils
oder in einer Schweisszone zwischen Metallteilen, sowie eine seriengesteuerte transistorisierte Stromversorgungsvorrichtung
zur Durchführung dieses Verfahrens.
Es ist seit Jahren üblich , beim Verschweissen von Metallen einen elektrischen Lichtbogen zu verwenden, der mittels eines
Stromes gleichbleibender oder zumindest annähernd gleichbleibender Stromstärke erzeugt wird. In der Schweisstechnik ist
ferner seit langem erkannt, dass die Verwendung von Lichtbögen, welche einen konstanten oder zumindest annähernd konstanten
Strompegel benutzen, beschränkt ist. Mit derartigen Lichtbögen ist es häufig schwierig und/oder unmöglich bestimmte Metalle
und Legierungen zufriedenstellend zu verschweissen, und es ist weiter erkannt worden, dass unter Verwendung derartiger
Lichtbögen erzeugte Schweissnähte häufig/nicht die gewünschten physikalischen Eigenschaften haben. Als Ergebnis dieser und
anderer Tatsachen sind verschiedene Schweisstechniken vorgeschlagen
worden, um die unter Verwendung von elektrischen Lichtbögen herstellbaren Schweissnähte zu verbessern. Die vielleicht
erfolgreichste dieser Schweisstechniken betrifft die
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sogenannte Impulslichtbogenschweissung. Impulslichtbogenschweissverfahren
sind in der technischen Literatur an zahlreichen Stellen beschrieben. Es sei hier lediglich bezug genommen
auf die Veröffentlichung "Pülsed-current arc welding
processes", welche auch bezeichnet wird als "DMIC Memorandum 250" vom September 1970, veröffentlicht von "Diffense Metalls
Information Center", Battelle Memorial Institut,Columbus,
Ohio 43201. Hinsichtlich weiterer Einzelheiten über Impulslichtbogenschweissverfahren
wird auf die vorgenannte Veröffentlichung Bezug genommen. Diese Veröffentlichung sowie
andere ähnliche Materialien zeigen, dass beim Impulsliehtbogenschweissen ein kontinuierlicher Schweissbereich oder eine
Schweissnaht entsteht, welche als eine Reihe von sich überlappenden Lichtbogen-Punktschweissungen betrachtet werden kann,
die durch die Verwendung der Impulse eines Schweisstromes erzeugt werden, Bei diesen Techniken bestehen die Impulse aus
einer sich wiederholenden Reihe von Stromimpulsen mit einem relativ niedrigen Strompegel und weiteren Stromimpulsen mit
einem höheren oder relativ höheren Strompegel. Es wird im allgemeinen angestrebt, dass die beim Impulslichtbogenschweissen
verwendete Stromquelle die Stromimpulse so liefert, dass
sie eine im wesentlichen rechteckige Form haben. Aufgrund der Eigenschaften der zur Übertragung der Ströme zu den
Schweisselektroden verwendeten Schweisskabel ergibt sich aber,
dass die tatsächlich durch normale Schweisskabel auf die Schweisselektroden übertragenen Ströme nicht die Form der
Ströme haben, welche an sich von der beim Impulslichtbogenschweissen
verwendeten Quelle hergestellt werden.
Es ist bereits erkannt worden, dass das Impulslichtbogenschweissen
aufgrund der Verbesserung der Sehweissqualität, der Schweissmetallaufbringung und der Steuerung der sogenannten
Schweisshitze Vorteile mit sich bringt. Das Impulslichtbogenschweissen wird auch oft deshalb als vorteilhaft angesehen, da
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es ermöglicht, dass die bereitgestellte Wärme in das zu schweissende Material beträchtlich eindringt und somit die
Herstellung verhältnismässig schmaler Schweissnähte möglich
macht. Es ist ferner bereits erkannt worden, dass beim Impulslichtbogenschweissen eine Einwirkung auf das geschmolzene
Metall in der Schweisszone erfolgt, die dazu führt, dass wenig Einschlüsse in dem geschweissten Metall vorkommen
und die Porosität der Schweisszone gesenkt wird.
Als Ergebnis dieser und anderer Aspekte des Impulslichtbogenschweissens
wird dieses auch als vorteilhaft für das
Schweissen einiger.Werkstoffe angesehen, die eine verhältnismässig
hohe Wärmezufuhr beim Schweissen metallurgisch nicht vertragen. Ferner ist erkannt worden, dass Impulslichtbogenschweissverfahren
auch dadurch Vorteile mit sich bringen, dass sie zur Erzeugung von brauchbaren Schweissnähten bei
solchen Metallen benutzt werden können, welche unter Verwendung von bisher üblichen Schweisströmen und -verfahren nicht
zufriedenstellend verschwelest werden konnten.
Trotz der Vorteile der Impulslichtbogenschweissverfahren besteht jedoch eindeutig das Bedürfnis nach neuen und verbesserten
Schweisstechniken. Dieses Bedürfnis zeigt sich insbesondere in dem Wunsch, Schweisstechniken zu haben, um
zufriedenstellende Schweissungen zwischen Metallen und Legierungen
erzeugen zu können, welche unter Verwendung der vorstehend beschriebenen Verfahren noch nicht zufriedenstellend
verschweisst werden können. Ferner besteht trotz der Vorteile der Impulslichtbogenschweissverfahren noch das Bedürfnis,
Schweissungen von besserer physikalischer Qualität zu erzeugen als dies durch das Impulslichtbogenschweissen
oder durch andere bekannte Verfahren möglich ist. Darüber hinaus besteht das Bedürfnis nach neuen und verbesserten
Schweisstechniken, welche während der Schweissvorgänge in ausreichender Weise gesteuert werden können.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun in der
Schaffung eines neuen und verbesserten Schweissverfahrens,
welches die bestehenden Bedürfnisse der Industrie völlig oder zumindest teilweise befriedigt. Daneben soll mit der
Erfindung ein Verfahren angegeben werden, das leicht und ohne jegliche Schwierigkeiten anwendbar ist. Dieses Verfahren
soll zur Erzielung einer besseren Schweissung und damit eines verbesserten metallischen Gefüges führen als die vorerwähnten
bisherigen Schweissverfahren. Das erfindungsgemässe Verfahren soll es weiterhin ermöglichen, Schweissungen
zufriedenstellender Qualität auch mit Metallen und Legierungen zu erstellen, welche bisher als schwer oder praktisch nicht
schweissbar angesehen wurden. Auch in der Schaffung einer Stromversorgungsvorrichtung zur Durchführung der erfindungsgemässen
Verfahren wird eine Aufgabe der Erfindung gesehen.
Die Erfindung betrifft ferner die Verbesserung von metallischen Gefügen und insbesondere des metallischen Gefüges,
welches sich in der Schweisszone als Ergebnis eines Schweissvorgangs
ergibt. Ein erfindungsgemässes metallisches Gefüge soll aber nicht nur bei Schweissungen erzeugt werden können,
sondern auch getrennt und mit Abstand von Schweissungen in einem fertigen Metallteil selbst, wie z.B. in einer fertigen
Stange, Welle oder dgl.
Das erfindungsgemässe metallische Gefüge zeichnet sich dadurch
aus, dass es eine Vielzahl von dicht gepackten, kristallartig erscheinenden nadeiförmigen Metallgebilden aufweist,
die relativ zueinander festgelegt sind und sich, parallel zueinander in einer amorph erscheinenden Metallmatrix er strecken.
'
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Erzeugung eines metallischen Gefüges, wobei sich dieses Verfahren dadurch
auszeichnet, dass die in das metallische Gefüge umzu-
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wandelnden Abschnitte des Metallteils bzw. der zu verschweissenden
Metallteile geschmolzen sowie anschliessend abgekühlt und verfestigt werden und dass sich wiederholende
Kräfte auf das geschmolzene Metall ausgeübt werden und in diesem Metall sowohl in flüssigem Zustand als auch bei seiner
Verfestigung Eesonanz erzeugen.
Gemäss einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist vorgesehen,
dass der Strom aus einer aufeinanderfolgend sich wiederholenden Reihe von Stromeinheiten besteht, welche jeweils
aus zwei verschiedenen aufeinanderfolgenden Reihen von Impulsen gebildet sind, wobei die erste Stromeinheit aus einer
Reihe von im wesentlichen rechteckförmigen Impulsen besteht,-welche
hinsichtlich ihrer Amplitude zwischen einem ersten und einem zweiten Strompegel variieren, während die zweite
Stromeinheit aus einer Reihe von ebenfalls im wesentlichen rechteckförmigen Impulsen gebildet wird, welche hinsichtlich
ihrer Amplitude zwischen dem zweiten oder einem dritten Strompegel einerseits und einem vierten Strompegel andererseits
variieren. Dabei kommt es zu einem Elektronenfluss, welcher
das in den flüssigen Zustand überführte geschmolzene Metall durch die Wirkung des Lichtbogens in Resonanz bringt. Diese
Resonanz ist eine Art mechanischer Resonanz, die analog der Resonanz einer Saite oder Zunge oder dgl. eines Musikinstruments
ist.
Die erfindungsgemäss vorgeschlagene seriengesteuerte Stromversorgungsvorrichtung
zeichnet sich dadurch aus, dass eine Reihe von jeweils mit dem Transistor verbundenen elektronischen
Schaltern zur Steuerung des Transistors, Rückkoppelung seinrichtungen zur Bestimmung der von den elektronischen
Schaltern durchgelassenen Stromamplitude sowie Zeitgebungseinrichtungen vorgesehen sind, welche aufeinanderfolgend die
elektronischen Schalter steuern, so dass der von diesen zu
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dem Transistor durchgelassene Strom in Stromeinheiten umgewandelt wird, welche aus Stromimpulsen bestehen, wobei
die Stromimpulse der Stromeinheiten für eine bestimmte Zeitdauer zwischen einem Hoch- und einem Niedrigpegel variieren.
Weitere Merkmale der Erfindung, die Gegenstand der Unteransprüche
sind, ergeben sich aus dem folgenden Teil der Beschreibung, in dem die Erfindung beispielsweise erläutert
ist. Es zeigt:
Fig. 1 einen Kurvenverlauf eines zum Schweissen von
zwei Aluminiumwerkstücken verwendeten Schweissstromes,
Fig. 2 eine Mikrophotographie in 100-facher Vergrösserung, welche das Metallgefüge eines Teiles
der unter Verwendung des Stromes gemäss Fig. 1 hergestellten Schweissung darstellt,
Fig. 3 eine Mikrophotographie in 100-facher Vergrösserung,
welche das Metallgefüge eines Teiles der unter Verwendung des Stromes gemäss Fig. 1
hergestellten Schweissung darstellt,
Fig. 4 einen Kurvenverlauf eines zum Verschweissen von
zwei Blechen einer Metallegierung (Inconel 600) verwendeten Stromes,
Fig. 5 eine Mikrophotographie in 25-facher Vergrösserung,
welche eine unter Verwendung des Stromes gemäss Fig. 4 hergestellte Schweissung zeigt,
Fig. 6 eine Mikrophotographie in 100-facher Vergrösserung, welche einen Teil der Schweissung zeigt,
die mit dem Strom gemäss Fig. 4 hergestellt ist, und
Fig. 7 eine schematische Ansicht einer zur Erzeugung eines Stromes gemäss den Fig. 1 und 4 verwendeten
Stromversorgungsvorrichtung. .
Zur Durchführung des erfindungsgemässen Schweissverfahrens
können bekannte oder mechanische Einrichtungen benutzt wer-
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den, welche gegenwärtig für das sogenannte Impulslichtbo'genschweissen
verwendet werden. Für solche Verfahrensschritte, welche nicht das Schweissen betreffen, sondern die
Schaffung einer neuen inneren Gefügestruktur in einem Blech oder einer Stange, können selbstverständlich verschiedenartige
mechanische Vorrichtungen benutzt werden. Derartige Vorrichtungen können in einfacher Weise konstruiert werden,
da sie die wesentlichen mechanischen Elemente umfassen, die beim Impulslichtbogenschweissen angewandt werden.
Wenngleich die mechanischen Vorrichtungen, welche bei Durchführung
des erfindungsgemässen Verfahrens benutzt werden, üblicherweise den bekannten mechanischen Vorrichtungen entsprechen
oder diesen zumindest sehr ähnlich sind, weicht die Stroraversorgungsvorrichtung, welche zur Durchführung des
erfindungsgemässen Verfahrens verwendet wird, normalerweise beträchtlich von der Vorrichtung ab, die zur Durchführung
des Impulslichtbogenschweissens benutzt wird. Vorzugsweise wird die Stromversorgungsvorrichtung so ausgelegt, dass sie
in der Lage ist, einen Strom bereitzustellen, welcher aus sich wiederholenden aufeinanderfolgenden Stromeinheiten, wie
z.B. den Einheiten A in Fig. 1 der Zeichnungen besteht, die mit anderen sich wiederholenden und sich aneinander anschliessenden
Stromeinheiten abwechseln, wie z.B. den Stromeinheiten B in der gleichen Figur der Zeichnungen.
Bei der Betrachtung der Fig. 1 der Zeichnungen erkennt man, dass die Stromeinheiten A und B bis zu einem gewissen Grad
Stromimpulsen entsprechen, die den Impulsen in etwa analog oder ähnlich sind, die beim üblichen Impulslichtbogenschweissen
benutzt werden. Diese Stromeinheiten können auch als Impulse bezeichnet werden, obwohl sie in der Tat aus einer
Anzahl oder Reihe von getrennten Stromimpulsen gebildet werden, wie sich aus dem Nachfolgenden noch ergibt. Vorzugsweise
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werden diese Stromeinheiten in verschiedenen Zeitintervallen
angewandt, welche den Intervallen entsprechen, in denen
beim Impulslichtbogenschweissen Stromimpulse abgegeben werden. Im allgemeinen müssen pro Sekunde etwa 50 bis etwa 500
von diesen Stromeinheiten abgegeben werden, um die mit der Erfindung erreichbaren vorteilhaften Ergebnisse zu erzielen.
Die Anwendung dieser Stromeinheiten mit den angegebenen Frequenzen hängt von bekannten Faktoren ab, welche auch beim
Impulslichtbogenschweissen eine Rolle spielen, so dass bei Anwendung dieser Frequenzen die bekannten Vorteile des Impulslichtbögenschweissens
erhalten bleiben, welche eingangs erwähnt worden sind.
Wenn jedoch diese Stromeinheiten oder Impulse niedrigere oder~
höhere Frequenzen haben als,dies vorstehend angegeben wurde, dann besteht die Gefahr, dass die bekannten Vorteile des
Impulslichtbogenscliweissens nicht erreicht werden können. Es ist klar, dass ebenso wie beim Impulslichtbogenschweissen
die besten Ergebnisse für bestimmte Schweissfälle bei Anwendung eines bestimmten Frequenzbereichs innerhalb des grossen
angegebenen Bereichs erreicht werden. Man erkennt ferner, dass
der angegebene Bereich die Grenzen angibt, in denen es normalerweise möglich ist, die Vorteile des Impulslichtbogenschweissens
zu erzielen, dass aber einige dieser Vorteile auch bis zu einem gewissen Grade ausserhalb dieses Bereichs erreichbar
sind.
Die vorliegende Erfindung unterscheidet sich von dem Impulslichtbogenschweissen
dadurch, dass die sogenannten Stromeinheiten, welche den Impulsen beim Impulslichtbogenschweissen
entsprechen, aufgeteilt sind in getrennte Stromimpulse, welche zwischen zwei Pegeln bei relativ kurzen Zeitdauern variieren.
Auf diese Weise werden also die Stromeinheiten A und B aufgeteilt in getrennte, individuelle Impulse C und D, wobei je-
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der dieser Impulse zwischen zwei unterschiedlichen Strompegeln schwankt. Dabei kann erfindungsgemäss* die Frequenz
dieser Impulse C und D in einem verhältnismässig weiten Bereich variiert werden.
Zufriedenstellende Ergebnisse werden erreicht, wenn die Frequenzen
der Impulse B und D in dem Bereich von 5000 bis 50 000 Hz oder Impulsen pro Sekunde liegen.
Wenn die Frequenz dieser Impulse C oder D niedriger als etwa
5000 Hz oder Impulse pro Sekunde ist, dann werden die angestrebten vorteilhaften Wirkungen nicht mehr erreicht. In ähnlicher
Weise werden auch dann, wenn die Frequenz der Impulse C oder D grosser als 50 000 Hz ist, zufriedenstellende Ergebnisse
im allgemeinen nicht mehr erzielt. Es sei darauf hingewiesen, dass diese Zahlenwerte nicht als genaue Grenzangaben
verstanden werden dürfen, da gelegentlich zumindest teilweise zufriedenstellende Ergebnisse auch mit Frequenzen
erzielbar sind, welche nahe bei dem oberen oder dem unteren Wert des angegebenen Bereiches liegen, aber geringfügig ausserhalb
dieses Bereiches.
Die erreichten Ergebnisse hängen auch von der Wellenform der Impulse C und D ab. In Fig. 1 der Zeichnungen sind diese Impulse
als rechteckförmige Impulse dargestellt. Eine solche Rechteckform des den Schweisselektroden zugeführten Stroms
ist wichtig, um die gewünschten Ergebnisse sicherzustellen. Wenn Strom gemäss Fig. 1 einer Schweisselektrode zugeführt wird,
dann werden kleine "Stösse" von Elektronen der Schweisszone
zugeleitet. Derartige Stösse werden als wesentlich angesehen, um die erstrebte Resonanz in der Schweisszone und damit die
gewünschten Resultate zu erreichen. Diese Stösse können grob mit sich wiederholenden mechanischen Schlägen verglichen werden,
die auf eine Metallplatte in der Weise ausgeübt werden,
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dass eine ständige Verstärkung der in der Platte durch den Schlag erzeugten Resonanz erfolgt.
Wenn eine beachtliche Abweichung von der Rechteckform der Stromimpulse vorliegt, dann bewirken die Elektronenstösse in
der Schweisszone nicht den mechanischen Effekt, der erforderlich ist,, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Aufgrund
der zwangsläufig vorhandenen Einschränkungen der Elektronik
kann es gelegentlich unmöglich sein, eine exakte Rechteckform für die Impulse C und D zu erzielen. Bei einer bedeutsamen
Abweichung von dieser Wellenform erreicht man nicht das gewünschte
Ergebnis. * .
Diese Wellenform des einer Schweisszone zugeführten Stroms hängt ab von der Art und Weise, in welcher der Strom durch
übliche Schweisskabel von der Stromquelle einer Elektrode ,in
der Schweisszone zugeführt wird. Es ist bekannt, dass Kabel, wie sie beim Lichtbogenimpulsschweissen üblicherweise benutzt
werden, normalerweise nicht in der Lage sind, rechteckförmige Impulse der Schweisselektrode zuzuführen. Dies ist insbesondere
dann der Fall, wenn man sich darum bemüht, verhältnismässig
hohe Frequenzen beim Impulslichtbogenschweissen zu benutzen. Es kannverallgemeinert gesagt werden, dass mit steigender Frequenz
die Abweichung von der Rechteckform des der Elektrode
beim Impulslichtbogenschweissen zugeführten Stroms grosser
wird. Die Gründe dafür sind für das Verständnis der vorliegenden Erfindung aber unbeachtlich.
Gemäss der Erfindung werden der Schweisselektrode selbst dann
rechteckförmige Stromimpulse zugeführt, wenn die benutzten
Impulsfrequenzen sehr hoch sind. Dies wird mit einer geeigneten nachstehend noch zu beschreibenden Stromversorgungsvorrichtung
und durch die Einstellungen der Stromeinheiten A und B erreicht, so dass die Impulse C und D innerhalb dieser Stromeinheiten
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zwischen zwei verschiedenen Strompegeln schwanken, wie dies in Pig. 1 der Zeichnungen angegeben ist. Eine PrUfung der Pig. 1
ergibt, daß die Impulse 0 zwischen einem ersten und einem
zweiten Strompegel variieren, während die Impulse D zwischen einem zweiten und dritten Strompegel schwanken. Die ersten
und dritten Strompegel entsprechen der Differenz der Strompegel der Stromimpulse, welche beim üblichen Impulsliohtbogenschweißen
benutzt werden, um auf diese Weise die Beibehaltung der Torteile
des Impulslichtbogenschweißens zu gewährleisten.
Durch die Aufteilung der Stromdnheiten A und B in beschriebener
Weise in Stromimpulse G und D ist es möglich, die elektrischen Übertragungseigensohaften von Schweißkabeln und dgL, welohe zur
Stromzuführung bei üblichen und bekannten Sohweißverfahren angewandt
werden, zu kompensieren, so daß der der Schweißzone zugeführte Strom aus getrennten rechteckförmigen Impulsen besteht,
wie z.B. den Impulsen C und D. Vermutlich können derartige Impulse in einer Sohweißzone auch durch die Verwendung verschiedener
anderer Stromübertragungseinriohtungen erreicht werden, die aber als hoch kompliziert bezeichnet werden müssen,
wobei die Verwendung von Stromeinheiten, welohe aus zwischen verschiedenen Strompegeln in der Amplitude schwankenden Stromimpulsen
bestehen, nicht erforderlich ist. Die Benutzung derartiger hochkomplizierter Übertragungseinrichtungen wird als
unerwünscht betrachtet im Hinblick auf die Schweißindustrie und die dort üblicherweise verwendeten Vorrichtungen.
Die Benutzung von Stromeinheiten, die jeweils aus Stroaimpulsen
unterschiedlicher Amplitude bestehen, wird als bedeutsam für die Herstellung von zufriedenstellenden Metallgefügen angesehen. Die
Gründe für diese Tatsache sind noch nicht vollkommen erforscht, scheinen aber damit im Zusammenhang zu stehen, daß die getrennten
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Impulse innerhalb der Stromeinheiten für eine ausreichende Zeit
wiederholt angewandt werden, um den gewünschten im wesentlichen
mechanischen Effekt auf das geschmolzene Metall in der Schweißzone
auszuüben und die vorteilhaften Wirkungen zu erreichen.
Die Amplituden der getrennten Impulse C und,D müssen nicht
zwischen drei Pegeln schwanken, wie dies in Pig. 1 der Zeichnungen
dargestellt ist. Die Benutzung von drei Pegeln wird jedoch als vorteilhaft aufgrund ihrer Vereinfachung der Stromversorgungsvorrichtung
angesehen. Zufriedenstellende Ergebnisse können in einigen Pällen dadurch erreicht werden, daß erste
zwischen einem ersten und einem zweiten Stromspiegel schwankende Stromimpulse G sowie zweite Stromimpulse D verwendet werden, die
zwischen völlig abweichenden Strompegeln schwanken. Die Amplitudenbereiohe
der Impulse C und D können völlig ungleich sein, und sie können sich überlappen oder nicht.
Bei jedem speziellen Anwendungsfall können die Zeitdauer oder frequenz der getrennten Stromeinheiten A und B, die Zeitdauer
oder Frequenz der Impulse C und D und die Strompegel dieser
Impulse (sowie der Stromeinheiten) in Abhängigkeit von den speziellen Gegebenheiten der Schweißung oder des jeweils
durchgeführten Verfahrensschrittes angepaßt werden, so daß
die sogenannte mechanische Resonanz in der Schweißzone entsteht, und zwar insbesondere in dem geschmolzenen Metall
der Sohweißzone. Die zur Erreichung dieser Resonanz notwendigen
genauen Frequenzen und Strompegel werden in erster Linie von physikalischen oder mechanischen Paktoren bestimmt. In der Tat
müssen derartige Änderungen für jeden speziellen Anwendungsfall eingestellt werden in Abhängigkeit von den zu schweißenden
Metallen, der genauen Geometrie, der benutzten Schweißvorrichtung und der zu ver-schweißenden Teile, so daß eine
mechanische Resonan« in der Schweißzone entsteht. Wenn eine
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derartige Resonanz durch eine Abstimmung oder Einstellung
des Sohweißstromes erreicht ist und wenn dieser Strom dann konstant gehalten wird, um die Resonanz aufrechtzuerhalten,
dann können die Werkstücke nach bekannten Verfahren verschweißt werden. Als eine Hilfe zum Verständnis der Erfindung geben die
Figuren 1 und 4 der Zeichnungen die speziellen Werte von zwei unterschiedlichen Schweißströmen an, welche zur Herstellung
τόη Sohweißungen benutzt worden sind, während die folgenden
Zeichnungen 2, 3, 5 und 6 die Art der sich dabei ergebenden Metallgefüge zeigen.
Aus Fig. 1 folgt weiter, daß beim Verschweißen eines Aluminiumgußstückes
(A-13) »it einer Aluminiumplatte (3004 H 14) der Strom zwischen den Pegeln von 80, 120 und 200 Ampere schwankt,
wobei die Stromeinheiten A und B eine Zeitdauer von 12 bzw. Millisekunden haben, während die Zeitdauer der Stromimpulse C
und D 80 bzw. 40 Microsekunden beträgt. Pig. 4 zeigt, daß der beim Verschweißen von zwei Platten aus einer Metallegierung
(Inconel 600) verwendete Schweißstrom zwischen den Strompegeln von 40, 70 und 130 Ampere schwankt, während die einzelnen
Stromeinheiten A und B eine Zeit von 80 bzw. 40 Millisekunden haben und die einzelnen Impulse 0 und D 62 bzw. 38 Mikrosekunden
andauern.
Sie Schweißungen wurden unter Benutzung dieser Schweißströme
ohne die Verwendung eines Zusatz- oder Füllstoffes erzeugt. Ferner wurde dabei eine beim üblichen Impulslichtbogenschweißen
verwendete Vorrichtung benutzt, die lediglich in der Art der Stromversorgungsvorrichtung, welche zur Zufuhr von Sohweißströmen
zu den Sohweißkabeln benutzt wurde, von der üblichen
Vorrichtung abwich. In beiden Fällen wurde vonübliohen Schweißtechniken, einschließlich von abschirmendem Inertgas, Gebrauch
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gemacht. Aus den Pig. 1 und 4 ergibt sich also, daß erfindungsgemäß
sowohl die Amplituden der verwendeten Stromeinheiten als auch die Zeitdauer dieser Stromeinheiten und der verwendeten
Impulse von Anwendungsfall zu Anwendungsfall verändert werden müssen, um die gewünschte Resonanz in der Schweißzone
zu erreichen, welche das gewünschte metallische Gefüge ergibt.
Bei der Betrachtung der Pig. 2, 3, 5 und 6 der Zeichnungen ergibt sich, daß. das Metall,das beim Erzeugen einer Schweißung zunächst
geschmolzen wird und dann sich wieder verfestigt, sich wesentlich von dem Metall unterscheidet, welches zur Herstellung
dieser Schweißnähte verwendet wird. Aus diesen Figuren ergibt sich, daß das geschmolzene und danach wieder verfestigte Metall
von dem Ausgangsgefüge des verwendeten Metalls dadurch abweicht, daß es dicht gepackte, im wesentlichen parallel verlaufende,
nadel- oder stabförmig erscheinende Kristallgebilde aufweist, welche sich von der Grenzfläche zwischen dem ungeschmolzenen
Material und dem geschmolzenen und danach wieder verfestigten Material in die Schweißzone hinein und längs dieser erstrecken.
Diese stabförmigen oder nadeiförmigen Gebilde werden offenbar
in einer nicht kristallinen Matrix gehalten, die einen amorphen Charakter hat, so daß auf diese Weise die stabförmigen Gebilde
gegen Bewegung stabilisiert und aneinander festgelegt werden.
Diese Art der Definition des erfindungsgemäßen metallischen
Gefüges beruht auf physikalischen Beobachtungen. Aufgrund dessen sowie im Hinblick auf die von dem Schmelzen und dem
Verfestigen des Metalls abhängigen Natur des Metallgefüges ist es sohwierigund nahezu unmöglich, diese Metallgefüge zu beschreiben.
Aus der Beobachtung dieser Gefüge hat sich ergeben, daß diese unmittelbar verglichen wenden können mit Strukturen
auf anderen Gebieten der !Technik, so z.B. mit verstärkten Kunststoffen, bei denen eine Anzähl sogenannter Glasfasern
30 983 9/100 9
dicht aneinandergepackt sind und sich zumindest weitgehend
parallel zueinander erstrecken, wobei die Glasfasern durch ein polymeres Material gehalten werden, welohes sie aneinander
bindet.
Die nadeiförmigen, erfindungsgemäß im Innern des Metallgefüges
entstehenden Metallge"bilde zeichnen sich dadurch aus, daß sie
nahe dem Zentrum der Sohweißzone, wo die maximale Wärme "bei
Benutzung einer Schweißelektrode entsteht, dazu neigen, sich parallel zueinander und im wesentlichen längs der Richtung, in
welcher die Schweißelektrode "beim Schweißen bewegt wird, zu
orientieren. In den Grenzbereichen der Schweißung nahe dem zu
verschweißenden Material, wo die Wärmeeinwirkung von dem verwendeten Lichtbogen geringer ist als im Zentrum der Schweißzone
neigen die nadeiförmigen Gebilde dazu, sioh in Ebenen quer zur Bewegungsrichtung der Schweißelektrode auszurichten. In
diesen Grenzbereiehen sind die nadeiförmigen Gebilde bestrebt, sich innerhalb bestimmter Zonen in Gruppen anzuordnen, wobei
diese Zonen den Zonen oder Bereichen des Basismetalls entsprechen und wohl als Domänen bezeichnet werden können.
Allgemein läßt sioh sagen, daß mit größerem Abstand von der Kante des Materials, das während des Schweißens geschmolzen
werden soll, in Richtung auf das Zentrum der Sohweißzone der Grad größer wird, um den diese parallele nadeiförmige Gebilde
enthaltenden Domänen oder Regionen ineinander übergehen und sich miteinander mischen, sowie dazu neigen, sich in der
gleichen Richtung zu orientieren. In allen Fällen sind die nadeiförmigen Gebilde dicht aneinandergepackt.
3 09839/1009
Die vorstehend beschriebenen Merkmale ergeben sich, aus der ■
Prlifung der Mg. 5 und 6 der Zeichnungen. In Pällen, in denen
das geschweißte Metall keine ausgesprochene Domänenstruktur
hat, scheinen die nadel- oder stabförmigen bei der Anwendung der Erfindung entstehenden Gebilde in ihrer Orientierung nahe
den Grenzflächen der Schweißzone nicht von den Eigenschaften des geschweißten Metalls abhängig zu sein. Jedoch auch in
diesen Grenzbereichen sind in diesen Metallen nahe den Schmelzgrenzen
während des Schweißens die nadel- oder stabförmigen Gebilde bestrebt, sich von dem ungeschmolzenen Material fortzuerstreoken,
so daß sie mehr oder weniger quer zur Bewegungsrichtung der Schweißelektrode verlaufen.
Sie erstrecken sich' also in diesen Grenzbereichen im wesentlichen
in Ebenen, die normal zur Bewegungsrichtung der Elektrode liegen, von den Oberflächen des ungeschmolzenen Metalls fort.
Die nadeiförmigen Gebilde neigen jedoch dazu, sich nahte dem
Zentrum der Schweißzone, in dem die größte Wärmemenge aufgebracht worden ist, zu biegen und sich zu vermischen, so daß
sie sich dort im wesentlichen parallel zu der Richtung der Elektrodenbewegung erstrecken und zwar auch, bei Metallen und
Legierungen, welche vor dem Schmelzen und Verfestigen versohiedene
Typen physikalischer GefUge aufweisen.
Die Gründe, die zur Ausbildung der erfindungsgemäßen Materialstruktur
führen, sind noch nicht völlig geklärt. Sie liegen aber sicherlich darin, daß die Resonanz des geschmolzenen
Metalls in der Schweißzone zur Formung der vorerwähnten nadel- oder stabförmigen Gebilde sowie zur Orientierung dieser Gebilde
mehr oder weniger in der Art von feinem Pulver führt, welches sich auf einem in Resonanz befindlichen Stafc verteilt und
ausrichtet. Die durch diese mechanische Resonanz erzeugte Aus-
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richtung wird offensichtlich, in dem geschmolzenen Metall
auch hei dessen Ahkühlung cUrch fortlaufende weitere Anwendung
des erforderlichen Stromes aufrechterhalten. Es wird als erforderlich erachtet, daß die durch einen Schweißstrom erzeugte
Resonanz beim Verfestigen des Metalls fortgesetzt wird, um die gewünschten Ergehnisse zu erreichen.
Diese Ergehnisse sind sehr bedeutsam. Fachleute auf dem Gebiet der Schweißtechnik erkennen die Bedeutung aus den Materialien,
welche benutzt wurden zur Herstellung der Schweißungen gemäß den Pig. 3» 4, 5 und 6. Mit dem erfindungsgemäßen Vorschlag ist
es möglich geworden, verschiedene Metalle und Legierungen zufriedenstellend zu verschweißen, welche zuvor als schwer zu
schweißen oder als nicht schweißbar eingestuft worden sind. Es soll hier nicht der Versuch unternommen werden, alle
Metalle und Metallegierungen vollständig aufzuzählen, welche zufriedenstellend mit dem neuen Verfahren verschweißt werden
können. Es wird vermutet, daß dieses Verfahren möglicherweise bei einigen Metallen und Metallegierungen nicht anwendbar
ist. Bisher jedoch sind derartige Metalle und Metallegierungen noch nicht festgestellt worden.
Bei verschiedenen voneinander abweichenden Metallen und Metallegierungen werden die in den Schweißzonen erreichten
genauen Metallgefüge in dem Rahmen voneinander abweichen, wie sich dies auch an dem geringen Unterschied in den Metallgefügen
gemäß den Pig. 5t 4, 5 und 6 zeigt. Alle nach dem vorgeschlagenen
Verfahren hergestellten Metallgeflige haben aber im wesentlichen die in dieser Beschreibung angegebenen physikalischen
Eigenschaften.
Es sei hier aber betont, daß die Erfindung nicht allein flir das
Sohweißen von Metallen, die bisher schwierig oder praktisch
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nicht mit dem Lichtbogenschv/eißverfahren zu verschweißen waren,
anwendbar ist. Die Erfindung hat auch eine Bedeutung darin, daß die damit erzeugten Schweißungen normalerweise eine viel
höhere Festigkeit haben als man dies aufgrund der Kenntnisse der bisherigen Schweißtechniken vermuten würde. So ist es
gelegentlich bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
gelungen, Schweißungen von größerer Festigkeit zu erzielen als sie das Metall oder die Legierung der Schweißung ansonsten
aufweist. So sind z.B. Platten miteinander verschweißt worden, wobei die Schweißzonen eine größere Festigkeit hatten als die
Platten selbst. Diese Merkmale sind auf die erzeugten vorteilhaften
Metallgeftige zurückführbar.
Aufgrund der Einmaligkeit des erfindungsgemäß erzielten inneren Metallgefüges kann der Vorschlag der Erfindung offensichtlich
auch zur Verbesserung von Gefügen innerhalb von Metallen und Metallegierungen in Stäben, Blechen oder dgl. benutzt werden.
Dies kann dadurch erreicht werden, daß ein Lichtbogen unter Verwendung eines zuvor beschriebenen Stromes Über die Länge
eines solchen Metallteiles bewegt wird. Eine derartige Verbesserung
kann auch durch sogenannte Vergiitungsvorgänge vorgenommen werden, welche die wesentlichen Schritte des vorbeschriebenen
Schweißvorgangs nachvollziehen und durch eine ..-.. Anzahl von Lichtbögen ein Metallteil schmelzen, so daß dieses
zunächst in die flüssige Form gebracht und dann sich wieder
verfestigt, wobei die beschriebene mechanische Resonanz aufrechterhalten
wird. , . ■
Bei der Erzielung der Ergebnisse der beschriebenen Erfindung
ist eine Stromversorgungsvorrichtung 10 (Fig. 7) zur Erzeugung
der Schweißströme benutzt worden. Diese Stromversorgungsvorrichtung
10 ist insbesondere deshalb vorteilhaft, da sie mit üblichen Schweißkabeln und dgl. verwendet werden
3 0 9 8 3 9/1009
kann, um einer Schweißelektrode einen Schweißstrom mit der angegebenen
Wellenform 25u2sufu.hren.
In Verbindung mit der in 3?ig. 7 gezeigten Stromversorgungsvorrichtung wird ein Netzteil 12 verwendet, um Strom über
Anschlüsse 14 drei elektronischen Sohaltern 16 zuzuführen, von denen jeder von einem elektrischen Signal gesteuert werden kann,
um einen Stromstoß durchzulassen. Die elektronischen Sohalter 16 sind durch geeignete Yerbindungsleiter 18 an Punktionsverstärker
20 und 22 angeschlossen, welche ein Rüokkoppelungsnetzwerk zur Steuerung des Stromes bilden. Jeder Punktionsverstärker
20 ist an »ine Bezugsstromquelle 24 angeschlossen, welche dazu benutzt wird, um einen Strom mit einer der beim
Schweißen in beschriebener Weise benutzten Amplitude den Punktionsverstärkern 20 zuzuführen, so daß die Punktionsverstärker
20 und 22 die Wirkungsweise der elektronischen Schalter 16 so steuern, daß die elektronischen Schalter 16 Ströme mit
von der Bezugsstromquelle 24 angegebenen Amplituden durchlassen.
Wenn diese Ströme von den elektronischen Schaltern 16 durchgelassen
werden, dann werden sie durch übliche Leiter 26 an die Basis eines Transistors 28 angelegt. Der Kollektor dieses
Transistors 28 ist direkt an ein Schweißkabel 30 angeschlossen, das eine Elektrode 32 mit Strom versorgt, welche zur Erzeugung
eines Lichtbogens an einem oder an mehreren Metallteilen 34 benutzt wird. Die Metallteile oder Werkstücke 34 sind zur
Vervollständigung des Steomkreises zusätzlich noch mit dem
Netzteil 12 elektrisch verbunden. In der Stromversorgungsvorrichtung
10 ist der Emitter des Transistors 28 über einen geringen Widerstand 36 durch geeignete Leiter 38 mit der Bezugastromquelle
24 verbunden, um diese Bezugsstromquelle mit Strom su versorgen. Ein geringer Nebenwiderstand 40 ist zwischen
den Widerstand 36 und die Leiter 38 geschaltet.
3098 39/1009
Die einzelnen elektronischen Schalter 16 werden durch eine
sogenannte elektronische Uhr 42 betätigt, welche durch geeignete Leiter 44 ein elektronisches Signal einer Reihe von
elektronischen Zeitgebungseinrichtungen 46 zuleitet, die so eingestellt sind, daß sie die jeweiligen Zeitdauern der
Ströme gemäß Pig. 1 und 4 zählen oder messen. Diese Zeitgebungseinriohtungen
46 sind an ein Logiknetzwerk 48 mittels weiterer Leiter 50 angeschlossen, so daß sie für gewünschte
Zeitdauern Signale dem Logiknetzwerk zuleiten und dann zurückgestellt
werden, um erneut zur Angabe eines Zeitintervalls wirksam zu werden. Das Logiknetzwerk 48 ist durch zusätzliche
Leiter 52 an die einzelnen elektronischen Schalter
16 angeschlossen, um diese in der gewünschten Aufeinanderfolge und in den gewünschten Zeitintervallen zu betätigen, so daß
sie Ströme der verwendeten Amplituden zu dem Transistor 28 und der Elektrode 32 durchlassen. Somit ist aufgrund der beschriebenen
Stromversorgungen rrichtung der Schweißstrom eine Kombination aus einzelnen Stromstößen, welche von den elektronischen
Schaltern 16 durchgelassen werden.
Die Stromversorgungsvorrichtung 10 ist hier nicht in allen Einzelheiten beschrieben worden^ da wohl davon ausgegangen werden
kann, daß Fachleute auf dem Gebiet der elektronischen
Schaltungen der hier betroffenen Art nach den vorstehenden Ausführungen in der Lage sein werden, eine Stromversorgungsvorrichtung 10 auf der Basis der ihnen zugänglichen Bauteile
als Routinearbeit auf dem.Gebiet der Elektronik nachzubauen.
Die in der beschriebenen Versorgungsvorrichtung 10 verwendeten
Bauteile sind bekannt und werden unter Ausnutzung ihrer üblichen
Punktionen angewandt. Es wird jedoch als einmalig und erfinderisch
angesehen, diese Bauteile in der beschriebenen Kombination zu
3098 3 9/1009
verwenden, um damit einer Elektrode, wie z.B. der Elektrode
32, über einen Transistor, wie "beispielsweise den Transistor 38, in der beschriebenen Weise Strom zuzuführen.
Die üblichen Bauteile, welche in die Stromversorgungsvorrichtung
10 eingebaut sind, können eingestellt werden, so daS ein bestimmter zu benutzender Schweißstrom erhalten werden kann,
um die vorbeschriebene mechanische Resonanz zu erzielen. Der
erforderliche genaue Strom zur Erzeugung dieser Resonanz differiert von einem Anwendungsfail zum anderen in Abhängigkeit
von einer Anzahl von Paktoren.
Die zu verschweißenden Metalle sind für die Bestimmung des jeweils erforderlichen Stromes zur Erreichung dieser Resonanz
sehr wichtig. Andere Faktoren, wie z.B. die Geometrie der beim Schweißen verwendeten Teile und Konstruktionen sind auch wesentlich,
um den gewünschten Strom zu bestimmen. All dies wie auch die Abmessungen der verwendeten Schweißelektroden, die Form
und Ausbildung der zu verschweißenden Teile und dgl. beeinflußt das was man als den erforderlichen genauen Sohweißstrora
bezeichnen kann. Da nun aber die geforderten Schweißströme von einem Anwendungsfall zum anderen variieren, ist es
erforderlich, daß die Stromversorgungsvorrichtung 10 einstellbar
ist.
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Claims (10)
1. Metallisches Gefüge mit einer Me tall struktur hoher
Festigkeit, dadurch gekennzeichnet,
daß es eine Vielzahl von dichtgepackten, kristallartig
erscheinenden nadeiförmigen Metallgebilden aufweist, die relativ zueinander festgelegt sind und sich parallel zueinander
in einer amorph erscheinenden Metallmatrix erstrecken.
2. Gefüge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
es sich in einer Schweißzone nahe mindestens einem Metallteil erstreckt.
3. Gefüge nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
sich die nadeiförmigen Metallgebilde im wesentlichen
normal in bezug auf die Grenzbereiche, in denen das metallische Gefiige an das Metallteil angrenzt, erstrecken,
während sie im Zentrum der Schweißzone im wesentlichen
quer zu den in den Grenzbereichen angeordneten Gebilden verlaufen.
4. Gefüge nach Anspruch 2 oder 31 dadurch gekennzeichnet,
daß die nadeiförmigen Metallgebilde in den Grenzbereichen in Gruppen angeordnet sind, deren Abmessung den im inneren
Gefüge des Metallteils vorkommenden Grenzlinien entspricht.
5. Verfahren zur Erzeugung eines metallischen Gefüges nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, innerhalb eines Metallteils oder in einer Schweißzone zwischen Metallteilen,
dadurch gekennzeichnet, daß
3 0 9 8 3 9/10-09
die in das metallische Gefüge umzuwandelnden Abschnitte des Metallteils bzw. der zu verschweißenden Metallteile
geschmolzen sowie anschließend abgekühlt und verfestigt werden und daß sioh wiederholende Kräfte auf das geschmolzene
Metall ausgeübt werden und in diesem etall sowohl im flüssigen Zustand als auch bei seiner Verfestigung
Resonanz erzeugen.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum Schmelzen des Metalls und zur Erzeugung der sich
wiederholenden Kräfte mindestens ein Lichtbogen mit dem Metallteil bzw. den Metallteilen gezündet und der zu seiner
Aufrechterhaltung erforderliche Strom variiert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadureh gekennzeichnet, daß
der Strom aus einer sich wiederholenden Reihe von rechteckförmigen
Impulsen besteht.
8. Verfahren nach Anspruch 7» dadureh gekennzeichnet, daß
der Strom aus einer aufeinanderfolgend sich wiederholenden Reihe von Stromeinheiten besteht, welche jeweils aus zwei
verschiedenen aufeinanderfolgenden Reihen von Impulsen gebildet sind, wobei die erste Stromeinheit aus einer
Reihe von im wesentlichen rechteckförmigen Impulsen besteht,
welche hinsichtlich ihrer Amplitude zwischen einem ersten und einem zweiten Strompegel variieren,
während die zweite Stromeinheit aus einer Reihe von ebenfalls im wesentlichen rechteckförraigen Impulsen gebildet
wird, welche hinsichtlich ihrer Amplitude zwischen dem zweiten oder einem dritten .Strompegel einerseits und
einem vierten Strompegel andererseits variieren.
303833/1009
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom pro Sekunde etwa 50 bis 500 Stromeinheiten aufweist
und die Frequenz der Impulse zwischen etwa 5000 bis 50-000' Hz liegt.
10. Seriengesteuerte transistorisierte Stromversorgungsvorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens gemäß den Ansprüchen
5 bis 9, bei der ein Transistor, eine Stromquelle und ein Lastwiderstand in Reihe geschältet sind
und zur Steuerung des Siromflusses durch den Lastwiderstand ein Steuersignal auf den Transistor gegeben wird, d adurch
gekennzeichnet, daß eine Reihe von jeweils mit dem Transistor verbundenen elektronischen
Schaltern (26) zur Steuerung des Transistors (28), Rückkoppelungseinrichtungen zur Bestimmung der von den
elektro nischen Schaltern (26) durchgelassenen Stromamplitude sowie Zeitgebungseinrichtungen (46) vorgesehen
sind, welche aufeinanderfolgend die elektronischen Schalter (26) steuern, so daß der von diesen zu dem
Transistor (28) durchgelassene Strom in Stromeinheiten (A,B) umgewandelt wird, welche aus Stromimpulsen (C,D)
bestehen, wobei die Stromimpulse (C,D) der Stromeinheiten
(A,B) für eine bestimmte Zeitdauer zwischen einem Hoch- und einem Kledrigpegel varrieren.
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