DE2311601B2 - Tintenstrahlschreiber - Google Patents
TintenstrahlschreiberInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Tintenstrahl- »chreiber, mit einem gegenüber einem Aufzeichnungsträger
durch eine Antriebsvorrichtung in horizontaler Richtung bewegbaren Schreibkopf, der eine Düse zum
Ausstoßen von Tintentröpfcheri aufweist, Horizontal-
und Vertikalablenkelektroden zum Ablenken der Tintentröpfchen auf ihrem Weg zum Aufzeichnungsträger,
einem ersten Signalgenerator zum Erzeugen der den aufzuzeichnenden Zeichen entsprechenden Horizontal-
und Vertikalzeichensignale und einem zweiten Signalgenerator zum Erzeugen von den Horizontalzeichensignalen
zu überlagernden Signalen, um eine durch die Bewegung des Schreibkopfes während des Aufzeichnunsgvorgangs
anderenfalls entstehende Zeichenver
zerrung zu kompensieren.
Es sind Tintenstrahlschreiber bekannt, bei denen die
einzelnen in einer Zeile anzuordnenden Zeichen jeweils bei ruhendem Schreibkopf dargestellt werden. Die mit
derartigen Tintenstrahlschreibern mögliche Schreibgeschwindigkeit ist jedoch relativ gering. Man ist creshalb
weitgehend dazu übergegangen, den Schreibkopf während des Schreibvorgangs nicht mehr anzuhalten, sondern
ihn kontinuierlich über die Zeilenbreite zu bewegen. Um eine dadurch entstehende Zeichenverzerrung
zu vermeiden, ist es bekannt, den Horizontalzeichensignalen entsprechende Entzerrungssignale zu überlagern.
Ein derartiger Tintenstrahlschreiber ist aus der DT-OS 14 24 827 bekannt Bei diesem Tintenstrahlschreiber
wird ein der Geschwindigkeit des Schreibkopfes in horizontaler Richtung entsprechendes Korrektursignal
erzeugt und den Horizontalzeichensignalen überlagert Die Schwierigkeit bei diesen Tintenstrahlschreibern
besteht darin, ein Korrektursignal zu erhalten, das vollständig synchron mit der Bewegung
des Schreibkopfes ist. Häufig wird der einmal hergestellte Synchronismus durch Temperatureinflüsse oder
Alterungserscheinungen des Geräts beträchtlich gestört, so daß trotzdem wieder verzerrte Zeichen auf
j>S dem Aufzeichnunsgträger entstehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Tintenstrahlschreiber
der eingangs genannten Art anzugeben, mit dem auf wesentlich einfachere Art eine Zeichenentzerrung
durchführbar ist.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst daß die Antriebsvorrichtung für den Schreibkopf
als Schrittantrieb ausgeführt ist daß ein diesen Schrittantrieb steuernder Taktimpulsgenerator vorgesehen
ist, daß der erste Signalgenerator digitale ausgev/ählte Koordinatenpunkte angebende Zeichensignale
abgibt die zeitlich nacheinander durch den Taktimpulsgenerator abrufbar sind, daß der zweite Signalgenerator
ebenfalls durch den Taktimpulsgenerator gesteuert ist und der Bewegung des Schreibkopfes entsprechende
synchrone, digitale Signale abgibt, und daß den Horizontal- und Vertikalablenkelektroden die Signale ius
dem ersten und zweiten Signalgenerator über Digital-Analog-Wandler
zugeführt werden.
Bei diesem Tintenstrahlschreiber wird der Schreibkopf über die Zeilenbreite nicht in einer vollständig
kontinuierlichen Bewegung bewegt, sondern schrittweise angetrieben, wobei die Schrittbreite kleiner als
die Breite eines auf dem Aufzeichnungsträger darzustellenden Zeichens ist. Bei dieser quasi kontinuierlichen
Bewegung wird der Schreibkopf also während der Darstellung eines einzelnen Zeichens mehrmals bewegt.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß es bei einem solchen Antrieb mittels eines zentralen
Taktimpulsgenerators auf einfache Weise möglich ist, eine einwandfreie Zeichenentzerrung zu erhalten, die
praktisch störunanfällig ist. Mit diesem zentralen Taktimpulsgenerator wird sowohl die Bewegung des
Schreibkopfes als auch der die Kompensationssignale zur Entzerrung der Zeichen liefernde Signalgenerator
gesteuert. Damit entfallen beim Stand der Technik übliche Meßeinrichtungen, mit denen die Geschwindigkeit
des Schreibkopfes festgestellt werden mußte und ein entsprechendes Kompensationssignal zu erzeugen war.
Durch die Digitalisierung der gesamten Steueranordnung ist ein solcher Tintenstrahlschreiber außerdem
mit geringem elektronischem Aufwand herzustellen.
Aus der DT-OS 19 62 202 ist bereits ein Tintenstrahlschreiber
mit einem zentralen Taktimpulsgenerator be-
23 II
kannt, bei dem jedoch keine derartige Zeichenentzerrung
vorgesehen ist Der dort vorhandene Taktimpulsgenerator dient dazu, die Horizontal- und Vertikalzeidiensignale
impulsweise aus einem Zeichenspeicher auszulesen, wobei diese Signale für jede Ablenkrichlung
je einem Vor- und Rückwärtszähler zugeführt werden, der seine Fortschaltsignale gleichfalls aus dem
Taktimpulsgenerator erhält An die Ausgänge dieser Zähler sind Digital-Analog-Wandler zur Crzeugi-ng der
analogen Ablenkspannungen für die Tintentröpfchen angeschlossen.
Weiterhin ist aus der DT-OS 20 25 064 ein einen Taktimpulsgeber aufweisendes Aufzeichnungsgerät bekannt
dessen Schrdbkopf von Hand bewegbar ist. Der dort vorhandene Taktimpulsgeber dient lediglich dazu,
die Bewegung des Schreibkopfes zu erfassen und jedesmal dann einen Impuls abzugeben, wenn der Schreibkopf
um eine Zeichenbreite und den zugehörigen Zeichenzwischenraum bewegt worden ist um die einzelnen
Zeichen mit konstanten Abständen darzustellen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert. Es zeigen
F i g. 1 bis 3 schematische Darstellungen von Schreibköpfen und ASlenkeinrichtungen bekannter
Tintenstrahlschreiber zur Erläuterung des Schreibvorgangs,
F i g. 4A bis 4C Darstellungen aufgezeichneter Zeichen,
Fig.5 ein Bockschaltbild eines erfindungsgemäßen
Tintenstrahlschreibers,
F i g. 6 eine graphische Darstellung eines mit einem
erfindungsgemäßen Tintenstrahlschreiber aufgezeichneten Schriftzeichens und
F i g. 7A bis 7D Signalverläufe zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Tintenstrahlschreibers.
Wie in F i g. 1 dargestellt, besteht ein herkömmlicher Schreibkopf 11 aus einer Düse 12, einer Beschleunigungselektrode
13 und vertikalen und horizontalen Ablenkeinrichtungen 15, mit denen aus der Düse 12 ausgestoßene
und mit Hilfe der Beschleunigungselektrode 13 beschleunigte Tintentröpfchen 14 in der jeweils gewünschten
Weise abgelenkt werden können.
Wie in F i g. 2 gezeigt, wird ein solcher Schreibkopf U längs Führungsschienen 17 an einem Aufzeichnungsmaterial
16 vorbeibewegt, so daß auf diesem in horizontaler Richtung fortschreitend nacheinander verschiedene
Zeichen aufgezeichnet werden können.
Aus den F i g. 4A bis 4C sind die bei den bisher benutzten Tintenstrahlschreibem auftretenden Verzerrangen
zu erkennen, die immer dann emrtehen, wenn während zweier aufeinanderfolgender Zeitintervalle L\
und U zwei benachbarte Zeichen aufgezeichnet werden sollen, wobei der Schreibkopf auch dann noch kontinuierlich
weiterbewegt wird, wenn die entsprechenden Zeichensignale gerade erst erzeugt werden.
An Hand der F i g. 5 wird ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Tintenstrahlschreibers erläutert.
Von einer Zeichenauswahlschaltung 21 wird ein Signal an einen Speicher 22 gegeben. An den Speicher
22 gelangt ein Zählsignal, z. B. von einem von 0 bis 24 zählenden Zähler 24, der durch das von einem Taktimpulsgenerator
23 abgegebene Taktsigna! weitergezählt wird. Durch die Zuführung der Zählsignalc an den Speicher
22 werden Zeichensignale ausgelesen und als Koordinatensignale in vertikaler und horizontaler
Richtung aus dem Speicher 22 ausgegeben. Wird z. B. die Ziffer.»2« durch eine Vielzahl von Punkten ώ, di...
bestimmt wie dieses in F i g. 6 gezeigt ist so wird zuerst die X- und V-Koordinate des Punktes ώ in
Form von digitalen Werten aus dem Speicher 22 durch ein Zählsignal ausgelesen, das dem Zählerstand 1 des
Zählers 24 entsprichtDas heißt Signale von V = 20, X=O werden durch den Zählerstand 1 des Zählers 24
erhalten. Diese Signale werden an Vorwärts-Rückwärts-Zähler
25 und 26, die jeweils der V- und λ'-Richtung zugeordnet sind, gegeben, wodurch ein bestimmter
Zählerstand erreicht wird. Danach wird eine Ausgangssignalabweichung von dem jeweils vorhergehenden
Punkt vom Speicher 22 erhalten. Hat der Zähler 24 einen Zählerstand 2, so werden die Signale Y - 4,
X = 4 erhalten. Ist der Zählerstand des Zählers 24 gleich 3, so werden Signale Y = 0, X = 4 erhalten. Die
Vorwärts- Rückwärts-Zühler 25 und 26 werden durch diese Signale eingestellt Das heißt, der Zählerstand der
Vorwärts-Rückwärts-Zähler 25 und 26 wird, wie in den
F i g. 7 B und 7C gezeigt geändert Digitale Ausgangssignale von den Vorwärts-Rückwärts-Zählern 25 und
26 werden an Digital-Analog-Wandler 27 und 28 gegeben, die der V- und X- Richtung zugeordnet sind. Mit
anderen Worten, es wird eine schrittweise Änderung von Analogsignalen der Digital-Analog-Wandler 27
und 28 erhalten, wie dies in den F i g. 7B und 7C gezeigt ist. Diese Analogsignale werden an Differenzverstärker
29 und 30 gegeben, von denen für die V- und /(-Richtung differenzielle Ablenkspannungen an ein Paar von
V-Ablenkplatten 31Λ 31 Bund an ein Paar von X-Ablenkplatten
32.4,32ß gegeben werden.
Ein Taktimpuls vom Taktimpulsgenerator 23 wird außerdem an einen z. B. ternären oder von 0 bis J zählenden
Zähler 33 gegeben. Ein in Fig. 7A gezeigtes
Trägersignal vom ternären Zähler 33 wird als Steuersignal an einen Schrittmotor 34 gegeben. Der Schrittmotor
34 wird so gesteuert, daß er in seiner Drehstellung alle drei Taktimpulse um einen Schritt weiterdreht. Von
diesem Schrittmotor 34 wird ein Schreibkopf in horizontaler Richtung über ein Aufzeichnungspapier bewegt.
Wurde der Schrittmotor 34 um acht Schritte weitergedreht, so wurde der Schreibkopf um eine
einem Zeichen einschließlich des Zwischenraumes entsprechende Größe weiterbewegt. Das heißt, daß die
ausgestoßenen Tintentröpfchen des Schreibkopfes von den V- und X-Ablenkplatten 31A, 31 Bund 32Λ, 32ßso
abgelenkt werden, daß Zeichen auf dem Aufzeichnungspapier aufgezeichnet werden. In diesem Fall wird
jedoch der Schreibkopf kontinuierlich bewegt, während die Zeichensignale nacheinander ausgelesen werden.
Als Folge ergibt sich ein in F i g. 4B dargestelltes verzerrtes Zeichen.
Um dieses zu vermeiden wird ein Zählsignal außerdem an den Vorwärts-Rückwärts-Zähler 26 gegeben.
Dadurch wird ein sich schrittweise änderndes digitales
Signal, wie in F i g. 7D gezeigt, vom Zähler 24 erhalten und der Zählerstand des Vorwärts-Rückwärts-Zählers
26 wird gesteuert. Der Zählerstand des Vorwärts-Rückwärts-Zählers 26 wird mit jedem Taktimpuls so vermindert,
daß die Bewegungsgrcße des Schreibkopfes aufgehoben wird und die von den Differenzverstärkern 29
und 30 abgegebenen Ablenkspannungen ein in F i g. 4A gezeigtes Zeichen bewirken. Auf dem Aufzeichnungspapier werden daher unverzerrte Zeichen aufgezeichnet.
Mit dem erfindungsgemäßen Tintenstrahlschreiber werden die Zeichensignale durch Bezugs-Taktimpulse
ausgelesen und anschließend Ablenksignale für die Aufzeichnung hergestellt, die Bewegung des Schreibkopfes
wird ebenfalls durch Taktimpulse bewirkt, das Zeichensignal
ist daher vollständig synchron mit der Bewegung des Schreibkopfes, so daß ein Zeichen in einem vorbestimmten
Bereich eines Schreibkopfes aufgezeichnet werden kann, das wichtigste dabei ist, daß das der
F i g. 4A entsprechende Zeichensignal in der in F i g. 4C gezeigten Weise durch den Taktimpuls als Bezug zum
Auslesen des Zeichensignals und als Bezug zur Bewegung des Schreibkopfes verzerrt wird und synchron ein
unverzerrtes und sauberes Zeichen auf dem Aufzeichnungspapier aufgezeichnet werden kann.
Das Auslesen des Zeichensignals ist synchron der Bewegung des Schreibkopfes zugeordnet. Demzufolge
kann eine durch die Bewegung des Schreibkopfes bedingte Zeichenverformung leicht und sehr genau ausgeglichen
werden. Da die Korrektur eines Zeichens selbst erfolgt, ist kein Sägezahnoszillator und ähnliche Einrichtungen
erforderlich, so daß sich eine sehr einfache Konstruktion ergibt. Außerdem ist die Umgebungstemperatur
und ähnliche Parameter ohne Einfluß, so daß eine sehr stabile Funktionsweise erreicht wird.
S Ein in Fig.7D gezeigtes Signal, das an den Vorwärts-Rückwärts-Zähler
26 gegeben wird, braucht nur während des Zeitintervalls vorhanden zu sein, zu dem
ein Zeichensignal vorliegt, d. h., im Falle der Aufzeichnung des Zeichens 2 nur so lange vorzuliegen, bis ein
ίο Zählerstand 16 erreicht ist. Dieses Signal ist daher tatsächlich
nur über den Bereich wirksam, der dem in F i g. 7D schraffierten Bereich entspricht. Während der
signaifreien Zeiten, die aus F i g. 7 B und 7C zu erkennen sind, können nicht benötigte Tintentröpfchen ir
einem Tintensammler gesammelt werden, woher die Zuführung eines Signals vom Zähler 24 an den Vor
wärts-Rückwärts-Zähler 26 unterbunden wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Tintenstrahlschreiber, mit einem gegenüber einem Aufzeichnungsträger durch eine Antriebsvorrichtung
in horizontaler Richtung bewegbaren Schreibkopf, der eine Düse zum Ausstoßen von Tintentröpfchen
aufweist. Horizontal- und Vertikalablenkelektroden zum Ablenken der Tintentröpfchen
auf ihrem Weg zum Aufzeichnungsträger, einem ersten Signalgenerator zum Erzeugen der den aufzuzeichnenden
Zeichen entsprechenden Horizontai- und Vertikalzeichensignale und einem zweiten Signalgenerator
zum Erzeugen von den Horizontalzeichensignalen zu überlagernden Signalen, um eine
durch die Bewegung des Schreibkopfes während des Aufzeichnungsvorgangs andernfalls entstehende
Zeichenverzerrung zu kompensieren, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung
(34) für den Schreibkopf als Schrittantrieb ausgeführt ist, daß ein diesen Schrittantrieb (34) steuernder
Taktimpulsgenerator (23) vorgesehen ist, daß der erste Signalgenerator (21, 22) digitale ausgewählte
Koordinatenpunkte angebende Zeichensignale abgibt, die zeitlich nacheinander durch den
Taktimpulsgenerator (23) abrufbar sind, daß der zweite Signalgenerator (24) ebenfalls durch den
Taktimpulsgenerator (23) gesteuert ist und der Bewegung des Schreibkopfes entsprechende synchrone,
digitale Signale abgibt, und daß den Horizontal- und Vertikalablenkelektroden (32A 32B; 3iA, 31ß)
die Signale aus dem ersten und zweiten Signalgencrator über Digital-Analog-Wandler (27, 28) zugeführt
werden.
2. Tintenstrahlschreiber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrittantrieb (34)
an den Taktimpulsgenerator (23) über einen Frequenzteiler (33) angeschlossen ist.
3. Tintenstrahlschreiber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Signalgenerator
einen durch einen Zeichenwähler (21) ansteuerbaren Speicher (22) enthält, an den ausgangsseitig
für die Horizontal- und Vertikalablenkung je ein Vorwärts-Rückwärtszähler (25, 26) angeschlossen
ist, und daß der Speicher (22) und der den Horizontalablenkelektroden
(32/4, 32Ö) zugeordnete Vorwärts-Rückwärtszähler (26) über zusätzliche
Steuereingänge mit einem Zähler (24) verbunden sind, der durch den Taktimpulsgenerator (23) gesteuert
ist.
Applications Claiming Priority (1)
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