-
Hinterlüftete Dachkantenblende Die Erfindung bezieht sich auf eine
als Fertigteil ausgebildete hinterlüftete Dachkantenblende, insbesondere für Flachdächer,
mit einer im Abstand von der Gebäudefassade angeordneten Platte und einem in vertikalem
Abstand von der die Dachwanne begrenzenden Brüstung verlaufenden Schenkel, der sich
über die Brüstung bis in den Bereich
der Dachwanne erstreckt, wobei
die Umluft zwischen der Platte und der Gebäudewand und zwischen der Oberfläche der
Brüstung und dem Schenkel hindurch in die Dachwanne geleitet ist.
-
Eine bekannte Dachkantenblende dieser Art der Firma Harzmann weist
eine Platte auf, die durch zwischen der Platte und der Gebäudefassade angeordnete,
vertikal verlaufende Kanthölzer im Abstand von der Fassade gehalten und mit Hilfe
von durch die Platte hindurchtretenden Holzschrauben an diesen befestigt ist. Die
Kanthölzer sind mit versenkten Holzschrauben an der Gebäudewand befestigt. Der die
Brüstung der Dachwanne abdeckende Schenkel ist als in Richtung auf die Dachwanne
geneigte Platte ausgebildet, die mit einem nach unten ragenden Abschnitt in die
Dachwanne hineinragt.
-
Diese bekannte Dachkantenblende hat den Nachteil, daß die Schrauben,
mit denen die Platte an den Kanthölzern befestigt ist, von außen sichtbar sind und
den ästhetischen Eindruck der Blende beeinträchtigen, insbesondere dann, wenn sie
durch Witterungseinflüsse korrodieren. Außerdem ist die Montage der bekannten Blende
dadurch, daß zu ihrer Befestigung zunächst die Kanthölzer an der Fassade und anschließend
die Platte an diesen Kanthölzern befestigt werden müssen, verhältnismäßig zeitraubend
und teuer. Ein weiterer Nachteil der bekannten Dachkante besteht darin, daß das
Fertigteil verhältnismäßig massiv ausgebildet sein muß, damit der Schenkel bei starker
Belastung-im Winter durch eine dicke Schnee- oder Eis schicht nicht abbrechen kann.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden.
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Schenkel
auf quer zu der Brüstung verlaufenden Abstandsstücken abgestützt ist, und daß die
Platte von dem Schenkel ausgehend ohne Abstützung zur Wand nach unten ragt.
-
Die Erfindung hat dadurch1 daß der Schenkel auf der Brüstung über
Abstandsstücke, die beispielsweise als Umluftkanäle begrenzende Kanthölzer ausgebildet
sein können, abgestützt ist, den Vorteil, daß der Schenkel allen in der Praxis auftretenden
Belastungen standhalten kann, und bei Reinigungs- oder Reperaturarbeiten in der
Dachwanne sogar begehbar ist. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Dachkantenblende
liegt darin, daß sie in einfacher Weise von der Dachwanne aus an der Brüstung befestigt
werden kann, so daß sichtbare Schraubenteile, die den ästhetischen Eindruck der
Blende beeinträchtigen könnten, entfallen. Auch ist dadurch, daß die Abstandsstücke
und der Schenkel mit denselben Befestigungselementen, beispielsweise in Dübeln gehaltenen
Schrauben, an der Brüstung befestigt werden können, die Montage der erfindungsgemäßen
Dachkantenblende erleichtert. Zudem ist es möglich, zwischen der Brüstung und den
Abstandsstücken die Abdeckfolie des Daches, die üblicherweise an der Oberfläche
der Brüstung angeklebt ist, zusätzlich festzuklemmen, so daß ein Aufwerfen dieser
Folie im Laufe der Zeit und die Möglichkeit des Eindringens von Wasser zwischen
der Folie und der Brüstung ein für allemal verhindert ist.
-
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Schenkel
des Fertigteils als Hohlkörper ausgebildet.
-
Dies hat den Vorteil, daß Fertigteile mit verhältnismäßig geringem
Gewicht in großen Längen hergestellt und montiert werden können. Besonders zweckmäßig
ist es, wenn gemäß einer Ausgestaltung dieser Ausführungsform der Hohlkörper im
Querschnitt die Form eines rechtwinkligen Trapezes aufweist, an dessen längerer
Grundseite die Blende angeordnet ist. Dies hat den Vorteil, daß die Verbindungsfläche
zwischen Blende und Schenkel, die üblicherweise aneinandergeklebt sind, besonders
groß ist, so daß sich eine stabile Verbindung zwischen diesen beiden Teilen erzielen
läßt. Die obere Begrenzungsfläche des Schenkels verläuft in Richtung auf die Dachwanne
geneigt, so daß Niederschläge leicht in die Dachwanne abfließen können. Die untere
Begrenzungsfläche des Schenkels verläuft horizontal und parallel zur Oberfläche
der Brüstung und kann gegen diese auf Kanthölzern abgestützt sein, die quer zur
Brüstung verlaufende Umluftkanäle begrenzen.
-
Anstelle von Kanthölzern können auch Leisten aus einem Hartschaumstoff
verwendet werden, die sich beim Anziehen der Befestigungsschrauben gut an Unebenheiten
der Oberfläche der Brüstung anpassen können; auch können nicht verformbare Abstandsstücke
mit Schaumstoffstreifen unterlegt sein.
-
Die Abstandsstücke können in weiterer Ausgestaltung der Erfindung
auch einstückig mit dem Schenkel ausgeführt sein und beispielsweise als senkrecht
zur Platte und zur Oberfläche der Brüstung verlaufende Rippen ausgebildet sein.
-
Dadurch ist in vorteilhafter Weise die Montage der erfindungsgemäßen
Dachkantenblende vereinfacht und außerdem die zur haftenden Verbindung zwischen
Schenkel und Platte benutzbare Fläche vergrößert.
-
Der Schenkel und die Platte können ausJverschiedenen Materialien bestehen,
beispielsweise kann die Platte aus einem ästhetisch besonders ansprechenden Holz
und der Schenkel aus einem anderen geeigneten Material, beispielsweise Eternit,
bestehen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Platte'und der Schenkel des Fertigteils
aus demselben Material bestehen, so daß sie in demselben Herstellerwerk hergestellt
und zu einem einzigen Fertigteil verbunden werden können, wobei gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung Platte und Schenkel aus Asbestzement gefertigt sein können.
-
Die Brüstung kann auch aus Fertigteilen aufgebaut sein, wobei es besonders
zweckmäßig ist, wenn auch das Fertigteil für die Brüstung als Hohlkörper ausgebildet
ist, der im Querschnitt die Form eines rechtwinkligen Trapezes aufweist, längs dessen
kürzerer Grundlinie die Abstandsstücke zur Abstützung des Schenkels angeordnet sind,
wobei die schräg geneigte Außenfläche des Hohlkörpers die Dachwanne seitlich begrenzt.
-
Dies hat den Vorteil, daß die Betonierung oder Aufmauerung einer die
Dachwanne begrenzenden Brüstung entfallen kann.
-
Auch können, wenn die Dachbrüstung aus Fertigteilen aufgebaut ist,
die zur Befestigung der Dachblende notwendigen Befestigungseinrichtungen in einfacher
Weise vorgesehen oder vorbereitet sein, so daß durch diese Ausbildung der erfindungsgemäßen
Dachkantenblende die Montage derselben wesentlich erleichtert ist.
-
Weitere Einzelheiten und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich
aus der folgenden Beschreibung spezieller Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung.
Die der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmenden Merkmale können bei anderen
Ausführungsformen der Erfindung einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger
Kombination Anwendung finden, Es zeigen: Fig. 1 eine erfindungsgemäße Dachkantenblende
für ein Flachdach mit aufgemauerter Brüstung und Fig. 2 eine erfindungsgemäße Dachkantenblende
für ein Flachdach mit einer aus Fertigteilen aufgebauten Brüstung.
-
Die Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße hinterlüftete Dachkantenblende
1, die an einer als Verlängerung der Außenwand ausgebildeten Brüstung 2 der Dachwanne
3 eines Gebäudes mit Flachdach befestigt ist. Die Dachkantenblende 1 ist als Fertigteil
ausgebildet und weist eine parallel zur Gebäudeaußenwand im Abstand von dieser verlaufenden
Platte 4 auf, die mit einem in vertikalem Abstand von der Oberfläche 5 der Brüstung
2 angeordneten Schenkel 6 fest verbunden ist, der auf Abstandsstücken 7 abgestützt
an der Oberseite der Brüstung 2 befestigt ist.
-
Der Schenkel 6 ist als Hohlkörper ausgebildet und weist im Querschnitt
die Form eines rechtwinkligen Trapezes auf. Die untere Schenkelwand 8, die parallel
zur Oberfläche 5 der Brüstung 2 verläuft und die obere Schenkelwand 9, die in Richtung
auf die Dachwanne 3 zu geneigt ist, sind durch im Abstand voneinander verlaufende,einander
parallele,
vertikale Stege 10, 11, 12 miteinander verbunden. Die Platte 4 ist an der die breite
Grundfläche des trapezförmigen Schenkels 6 bildenden Wand 10 angeklebt, die zur
Vergrößerung der Anlagefläche zwischen der Platte 4 und dem Schenkel 6 eine Verlängerung
13 aufweist. Der Schenkel 6 liegt mit seiner unteren Schenkelwand 8 auf quer zu
der Brüstung im Abstand voneinander angeordneten,als Abstandsstücke 7 dienenden
Kanthölzern auf und ist mit Hilfe von Schrauben 14, die in Dübeln in der Brüstung
2 gehalten sind und durch die Abstandsstücke 7 hindurchtreten, gegen diese gepreßt
und an der Brüstung 2 befestigt. Die die Innenfläche der Dachwanne 3 auskleidende
Kunststoffolie 16, beispielsweise eine Butylfolie, deren Rand an der Oberfläche
5 der Brüstung 2 angeklebt ist, wird dadurch im Bereich der Abstahdstücke 7 fest
gegen die Oberfläche 5 der Brüstung gepreßt, so daß sich die Folie nicht aufwerfen
kann. Die Schrauben 14 stützen sich auf der unteren Schenkelwand 8 ab und werden
durch eine Öffnung 18 der oberen Schenkelwand 9 hindurch eingeführt, die mit Hilfe
einer Verschlußkappe 17 abgedeckt ist.
-
Die Umluft steigt bei der erfindungsgemäßen Dachkante zwischen der
Außenwand des Gebäudes und der Innenfläche der Platte 4 nach obenuund wird durch
die Oberfläche der Brüstung 2, die Unterfläche des Schenkels und durch die Abstands
stücke 7 begrenzten Luftkanäle hindurch gegen die mit Kies ausgefüllte Dachwanne
3 geleitet. Zur Umlenkung des Luftstromes nach unten kann an dem in den Bereich
der Dachwanne hineinragenden Endabschnitt des Schenkels 6 ein senkrecht nach unten
ragender Steg 19 vorgesehen sein, der an den Hohlkörper angeklebt oder
einstückig
mit diesem ausgebildet ist. Die Platte 4 und der Schenkel 6 sind bei der erfindungsgemäßen
Dachkantenblende aus hsbestzement hergestellt. Es versteht sich, daß sowohl die
Platte als auch der Schenkel aus anderen Materialien bestehen können, beispielsweise
aus Kunststoff oder einem mit Kunststoff beschichteten oder auf andere Weise wetterbestandi6
präparierten Holz.
-
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform der Erf'indung ist
auch die Brüstung, an der die Dachkantenwinde 21 befestigt ist, aus Fertigteilen
22 aufgebaut.
-
mzS Erustungsfertigteil ist ebenfalls als Hohlkörper ausgebildet,
der im Querschnitt die Form eines rechtwinkligen Trapezes aufweist, wobei die Oberfläche
25 der Brüstung 22 durch die schmälere Grundfläche und die seitliche Begrenzungsfläche
36 der Dachwanne 23 durch die geneigt verlaufende Seitenfläche des Brüstungsfertigteils
22 gebildet sind.
-
Die Abstandsstücke 27, mit denen der Schenkel des Dachkantenfertigteils
21 auf der Brüstung abgestützt ist, sind als von der Unterwand 28 des Schenkels
26 senkrecht abstehende Stege 27 ausgebildet, deren Stirnfläche an der Innenseite
der Platte 24 anliegt. Die Stege 27 sind einstückig mit dem Schenkel 26 ausgeführt.
Die Befestigungsschrauben 34, mit denen das Dachkantenfertigteil 21 an der Brüstung
22 befestigt ist, sind in Dübeln 35 gehalten, die bereits bei der Herstellung des
Brüstungsfertigteils 22 vorgesehen werden können.
-
Zur Erhöhung der Stabilität können in dem Fertigteil 22 Zwischenwände
32 vorgesehen sein, in denen Dübel 35 für die Befestigungsschrauben angeordnet sein
können. Das
Brüstungsfertigteil ist ebenso wie das Dachkantenfertigteil
aus Asbestzement gefertigt und kann mit Hilfe von Schrauben, die in Dübeln im Deckenbeton
gehalten sind, an der Decke befestigt sein. Es kann aber auch als Betonfertigteil
in die Decke einbetoniert sein.