DE2307325C3 - Schichtschaltung mit mindestens einem Lotpodest zum Anlöten von Halbleiterbausteinen - Google Patents
Schichtschaltung mit mindestens einem Lotpodest zum Anlöten von HalbleiterbausteinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schichtschaltung mit mindestens einem Lotpodest zum Anlöten von Halbleiter-Bausteinen
in Flip-Chip-Technik nach dem Wiederauflchmelzverfahren, dessen Grundfläche am Ende einer
Leiterbahn durch eine quer auf der Leiterbahn liegende Schicht aus nicht verzinnbarem Material abgegrenzt ist.
Das Anlöten von Halbleiterbausteinen in Schichtfcchaltungen nach dem Wiederaufschmelzverfahren erfordert
an den Stellen der Verdrahtung, an denen die Anschlußpunkte der Halbleiterbausteine zu liegen
kommen, gleichmäßig geformte Lotpodeste von bestimmter Fläche und Höhe. Werden diese Lotpodeste
durch Verzinnen im Schwall- oder Tauchbad hergeittellt,
so wird ihre Höhe und ihre Form durch die Abmessungen ihrer Grundflächen und durch die Oberflächenspannung
des flüssigen Lotes bestimmt. Zur Herstellung gleichmäßig geformter Lotpodeste müssen daher
ihre Grundflächen genau definiert werden, wobei die Form der Grundflächen nach Möglichkeit rund
oder quadratisch sein sollte. Da die Breite der Lotpodeste durch die Breite der darunterliegenden Leiterbahnen
bestimmt wird, besteht das wesentliche Problem darin, die am Ende der Leiterbahnen liegenden Lotpo- so
deste zur Leiterbahn hin abzugrenzen.
Es sind bereits Schichtschaltungen bekanntgeworden, in denen die Grundflächen der Lotpodeste genau
definiert sind.
So werden in der US-PS 34 29 040 Schichtschaltungen beschrieben, in denen die Leiterbahnen mit einer
nicht verzinnbaren Schicht derart überdeckt werden, daß an den Leiterbahnenden quadratische Flächen abgegrenzt
werden, auf denen sich beim Verzinnen gleichmäßig geformte Lotpodeste bilden. Aus der
DT-OS 21 65 246 sind Schichtschaltungen bekannt, bei welchen die gesamten Anschlußbereiche der Halbleiterbausteine
durch fest aufgebrachte Schablonen aus einem nicht verzinnbaren Material abgedeckt werden.
Die Grundflächen der Lotpodeste werden durch ent- 6S
sprechende Löcher in den Schablonen definiert.
In der Literaturstelle »IBM Technical Disclosure Bulletin«.
Dezember 1968, Vol. 11, Nr. 7, S. 850, wird andererseits
angegeben, wie die Grundfläche eines Lotpodests am Ende einer Leiterbahn durch eine Einschnürung
der Leiterbahn abgegrenzt wird. Ähnliche Einschnürungen der Leiterbahnen sind auch aus der
DT-OS 21 57 956 bekannt, wobei die Halspartien der Einschnürungen zusätzlich noch durch querliegende
Dämme aus nicht verzinnbarem Material abgedeckt sein können.
Ferner werden in das DT-AS 20 44 494 Anschlußflächen zum Anlöten von Halbleiterbausteinen angegeben,
die in zwei etwa quadratische über einen schmalen Steg miteinander verbundene Teilflächen aufgeteilt
sind Auf den quadratischen Teilflächen bilden sich beim Verzinnen zwei gleichmäßig geformte Lotkuppen,
wobei die innenliegende Kuppe als Anschlußfläche und die äußere als Lotreserve und zugleich als Meßpunkt
dient
Das Überdecken der Leiterbahnen hat den Vorteil, daß die Leiterbahnen in ihrer vollen Breite unter der
Überdeckung geführt werden. Als Nachteil ist jedoch der beschränkte Lotvorrat der Anschlußstellen anzusehen.
Da bei jedem Austausch fehlerhafter Halbleiterbausteine zwangläufig Lot weggeschleppt wird und
eine definierte Zufuhr neuen Lotes wegen der Kleinheit deT nebeneinanderliegenden Anschlußflächen nur unter
äußerstem Aufwand möglich wäre, nimmt die Lotmenge der Lotpodeste mit jedem Austausch ab, wodurch
das Anlöten neuer Halbleiterbausteine erschwert oder verhindert wird.
Die Einschnürung der Leiterbahnen hat den Vorteil, daß bei jedem Austausch eines Halbleiterbausteins Lot
von der Leiterbahn über die Einschnürungsstelle zum Podest nachfließen kann und die Höhe der Lotpodeste
auch nach mehrmaligem Austausch der Halbleiterbausteine gleich bleibt. Andererseits werden durch die Einschnürung
der Leiterbahnen Engstellen geschaffen, die insbesondere bei Anwendung der Siebdrucktechnik zur
Strukturherstellung Leiterbahnunterbrechungen begünstigen.
Aufgabe der Erfindung ist es, Schichtschaltungen mit Lotpodesten anzugeben, die unter Vermeidung der
vorstehend beschriebenen Nachteile ein einwandfreies Anlöten der Halbleiterbausteine ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in einer Schichtschaltung der eingangs erwähnten
Art, die nicht verzinnbare Schicht die Leiterbahn nicht in ihrer vollen Breite überdeckt, so daß das
Lot auf der Grundfläche des Lotpodests über einen schmalen Steg mit dem Lot auf der Leiterbahn verbunden
ist.
Vorzugsweise wird durch die nicht verzinnbare Schicht eine quadratische Grundfläche abgegrenzt, deren
Seitenlänge der Leiterbahnbreite entspricht.
Eine weitere bevorzugte Lösung ist dadurch gekennzeichnet, daß die nicht verzinnbare Schicht aus mit Methoden
der Dickschichttechnik aufgedruckter Glaspaste besteht.
Mit der angegebenen Lösung ergeben sich die Vorteile, daß man mit einfachen Mitteln ohne Minderung
des Querschnitts der Leiterbahnen genau definierte Grundflächen und gleichmäßig geformte Lotpodeste
erhält und daß bei einem Austausch der Halbleiterbausteine Lot von der Leiterbahn über den schmalen nicht
überdeckten Steg zum Lotpodest nachfließen kann.
An Hand der Zeichnungen soll die Erfindung näher erläutert werden.
F i g. 1 zeigt eine Draufsicht auf eine bekannte Schichtschaltung, in der auf einem Substrat 1 die
Grundflächen 3 der Lotpodeste durch eine quer auf den Leiterbahnen 2 liegende Schicht 4 aus nicht verzinnbarem
Material abgegrenzt werden.
F i g. 2 zeigt eine Draufsicht auf eine ebenfalls bekannte Schichtschaltung, in der auf einem Substrat 1
die Grundflächen 3 der Lotpodeste durch eine Einschnürung 5 der Leiterbahnen 2 abgegrenzt werden.
F i g. 3 zeigt eine Draufsicht auf eine Schichtschaltung nach der Erfindung. Man erkennt auf einem nichtleitenden
Substrat 1 die Leiterbahnen 2, an deren Enden die quadratischen Grundflächen 3 der Lotpodeste
durch eine aufgedruckte Glasschicht 6 abgegrenzt sind.
wobei jede Leiterbahn 2 über einen schmalen Steg 7 mit der entsprechenden Grundfläche 3 verbunden ist.
F i g. 4 zeigt eine Seitenansicht der gleichen Schichtschaltung mit einem aufgesetzten Halbleiterbaustein,
jedoch vor dem Erhitzen auf Löuemperatur. Man erkennt die auf dem Substrat 1 liegende Leiterbahn 2,
deren Ende die quadratische Grundfläche 3 des Lotpodestes 8 bildet Die aufgedruckte Glasschicht 6 schnürt
die auf der Leiterbahn 2 liegende Lotschicht 9 ein. Auf dem Lotpodest 8 ist die Anschlußfläche tu eines Halbleiterbausteins
11 angeordnet.
Hierzu 1 Blau Zeichnungen
Claims (3)
1. Schichtschaltung mit mindestens einem Loipodest zum Anlöten von Halbleiterbausteinen in Hip-Chip-Technik
nach dem Wiederaufschmelzverfahren, dessen Grundfläche am Ende einer Leiterbahn
durch eine quer auf der Leiterbahn liegende Schicht aus nicht verzinnbarem Material abgegrenzt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die nicht vei^innbare Schicht (6) die Leiterbahn (2) nicht in
ihrer vollen Breite überdeckt, so daß das Lot auf der Grundfläche (3) des Lotpodestes (8) über einen
schmalen Steg (7) mit dem Lot (9) auf der Leiterbahn (2) verbunden ist "5
2. Schichtschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die nicht verzinnbare Schicht (6) eine quadratische Grundfläche abgrenzt, deren Seitenlänge
der Leiterbahnbreite entspricht.
3. Schichtschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die nicht verzinnbare Schicht (6) aus mit Methoden der Dickschichttechnik aufgedruckter
Glaspaste besteht.
Priority Applications (9)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732307325 DE2307325C3 (de) | 1973-02-14 | Schichtschaltung mit mindestens einem Lotpodest zum Anlöten von Halbleiterbausteinen | |
| GB150374A GB1416671A (en) | 1973-02-14 | 1974-01-11 | Layer circuits |
| US439116A US3887760A (en) | 1973-02-14 | 1974-02-04 | Layer circuit with at least one solder platform for the soldering on of semiconductor modules |
| NL7401644A NL7401644A (de) | 1973-02-14 | 1974-02-06 | |
| IT20285/74A IT1007283B (it) | 1973-02-14 | 1974-02-08 | Circuiti elettrici a strati con almeno un palco di saldatura ser vente per l applicazione mediante saldatura con materiale di appor to di componenti a semiconduttori |
| LU69375A LU69375A1 (de) | 1973-02-14 | 1974-02-12 | |
| FR7404648A FR2217803B1 (de) | 1973-02-14 | 1974-02-12 | |
| JP49018114A JPS49113163A (de) | 1973-02-14 | 1974-02-14 | |
| BE140900A BE811023A (fr) | 1973-02-14 | 1974-02-14 | Circuits stratifies comportant au moins une plate-forme de soudure pour le soudage de composants semi-conducteurs |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732307325 DE2307325C3 (de) | 1973-02-14 | Schichtschaltung mit mindestens einem Lotpodest zum Anlöten von Halbleiterbausteinen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2307325A1 DE2307325A1 (de) | 1974-09-05 |
| DE2307325B2 DE2307325B2 (de) | 1975-09-04 |
| DE2307325C3 true DE2307325C3 (de) | 1976-04-08 |
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