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DE2307381B2 - überziehen der Hohlräume von Schaumstoffen mit einer zähplastischen Masse - Google Patents

überziehen der Hohlräume von Schaumstoffen mit einer zähplastischen Masse

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DE2307381B2
DE2307381B2 DE19732307381 DE2307381A DE2307381B2 DE 2307381 B2 DE2307381 B2 DE 2307381B2 DE 19732307381 DE19732307381 DE 19732307381 DE 2307381 A DE2307381 A DE 2307381A DE 2307381 B2 DE2307381 B2 DE 2307381B2
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Description

Die Erfindimg betrifft ein Verfahren zum Überziehen der inneren Hohlräume von offenporigen elastischen Schaumstoffen mit einer zähplastischen, am Schaumstoff haftenden Masse durch Tränken mit einer wäßrigen Emulsion dieser Masse und Brechen der Emulsion im Schaumstoff.
Elastische Stoffe werden häufig als Abdichtung gegen Feuchtigkeit, Zugluft, Staub und dergleichen verwendet, wenn Unebenheiten der abzudichtenden Fläche eine flexible Anpassung des Abdichtungsmaterials erfordern. Die offenporigen und saugfähigen Stoffe müssen jedoch zur Erzielung einer Dichtwirkung mit einer Masse imprägniert werden. Diese Masse verklebt bei der Komprimierung die offenen Zellen des Stoffes und bewirkt gleichzeitig eine Versiegelung gegen Alterungs- und Witterungseinflüsse.
Es sind grundsätzlich drei Verfahren zum Imprägnieren von saugfähigen, elastischen Stoffen, insbesondere offenzelligen Schaumstoffen, mit einer plastischen oder elastischen Masse, insbesondere Bitumen, bekannt:
Erstens kann der saugfähige Stoff mit der geschmolzenen Masse getränkt werden. Dieses Verfahren hat jedoch verschiedene Nachteile: Der Schmelzpunkt oder Erweichungspunkt des Imprägnierungsmittels muß deutlich unter dem Zersetzungspunkt des saugfähigen Stoffes liegen, andererseits jedoch hoch genug, daß das Imprägnierungsmittel bei Raumtemperatur nahezu hart ist und keine merklichen Fließeigenschaften mehr aufweist. Weiterhin ist es schwierig, saugfähige Stoffe einer größeren Dicke vollständig in der Schmelze zu imprägnieren, da die geschmolzene Substanz im allgemeinen nicht sehr tief in den saugfähigen Stoff eindringt. Schließlich besteht die Gefahr, daß die getränkten inneren Hohlräume des elastischen Stoffes völlig mit der Masse gefüllt sind und der Stoff damit seine erwünschten mechanischen Eigenschaften, insbesondere seine gute Elastizität, teilweise oder vollständig verliert
Zweitens: Um die Nachteile der Schmelze zu vermeiden, kann man den saugfähigen Stoff mit einer Emulsion der plas«ischen oder elastischen Mass ranken. Dies hat den Vorteil, daß eine gute Imprägn· .ng auch ίο dickerer Stoffe erreicht werden kann, weil die Viskosi tat der Emulsion beliebig eingestellt werden kann. Der Nachteil liegt darin, daß das in der Emulsion enthaltene ^Wasser nur äußerst schwierig aus den Hohlräumen des Stoffes zu entfernen ist Auch mit Hilfe spezieller Trokkenöfen dauert der Trocknungsprozeß mehrere Tage oder mindestens mehrere Stunden, da die Emulsion erst im Verlaufe des Trocknungsprozesses bricht Erst mit dem vollständigen Verdampfen der wäßrigen Phase ist die emulgierte Masse vollständig auf den Wänden der Hohlräume niedergeschlagen.
Als drittes Verfahren zum Imprägnieren sind Verfahren bekannt, bei denen der zu imprägnierende Stoff mit einer Lösung der plastischen oder elastischen Masse getränkt wird. Als Lösungsmittel für Bitumen kommen insbesondere Kohlenwasserstoffe in Frage, die einerseits einen so niedrigen Siedepunkt besitzen müssen, daß sie rasch wieder verdunsten, andererseits jedoch ein höheres Molekulargewicht haben müssen, um das Bitumen gut lösen zu können. Der Nachteil dieses viel angewandten Verfahrens liegt insbesondere darin, daß die Lösungsmittel äußerst feuergefährlich sind. Zur raschen Entfernung des Lösungsmittels, das aus den obengenannten Gründen meist bei Raumtemperatur nicht genügend flüchtig ist. muß der imprägnierte Stoff in einem Trockenofen erhitzt werden. Gerade hierbei ist es schon häufig zu Explosionen und Bränden in den Fertigungsstäiten gekommen.
Die Trocknungszeit gegenüber der Emulsionsimprägnierung ist zwar wesentlich kürzer, dauert jedoch immer noch mehrere Stunden, so daß eine kontinuierliche, fließbandähnliche Fertigung nicht möglich ist. Durch den sehr langen Trocknungsprozeß beider Verfahren hat die lange Zeit im flüssigen Zustand befindliche Imprägniermasse die Möglichkeit, innerhalb der Schaumstoffplatten abzusacken. Hierdurch erhalten die Abdichtungsstreifen sehr ungleichmäßige Imprägnierungen.
Aus der JA-AS 9 914/68 ist eine Asphaltimprägnierung von offenporigen Schaumstoffen bekannt. Die Imprägnierung wird in einer sauren oder alkalischen kolloidalen Asphalt-Suspension durchgeführt. Die saure Suspension enthält einen Kationen-Oberflächenaktivator, die alkalische Suspension einen Anionen-Oberflächenaktivator. Nach dem Tränken des Schaumstoffs mit einer der genannten Suspensionen wird der Schaumstoff zwecks Kohär>on der suspendierten Asphaltteilchen in ein Fällbad gelegt. Dieses ist in Abhängigkeit von der eingesetzten Suspension sauer oder alkalisch, um durch eine Neutralisation die gleichsinnige Aufladung der kolloidalen Asphaltpartikel aufzuheben. Diese können sich dann zu größeren Aggregaten zusammenlagern und auf der Oberfläche der inneren Hohlräume abscheiden. Die ausgefällten Massen haften jedoch nicht fest an dem Schaumstoff, weshalb eine anschließende Trocknung zwingend erforderlich ist. Die Trocknung erfolgt in einem Heißluftstrom von 1000C und dauert zwei Stunden. Nach dem bekannten Verfahren werden nur verhältnismäßig dünne Schaumstoff-
,jacke vollständig imprägniert. So wird nach Beispiel 1 Ü der JA-AS 9 914/68 ein Schaumstoffstück einer Stärke i* D lediglich 2 cm mit einer AsphaJt-Suspension im-
J<tach der FR-PS 134 273 werden offenporige elasti- m sehe Materialien mit Lösungen und/oder Dispersionen Ι« hochmolekularer fadenziehender Verbindungen geJj3nIa und diese durch Wärme und/oder Fällungsmittel ψ in den fadenziehenden Zustand überführt Anschlie-Is JJend wird der Körper unter Druck gesetzt und darauf t entspannt Auf diese Weise werden die hochpolymeren Verbindungen nach Beendigung der Krafteinwirkung * in den Hohlräumen des elastischen Kunststoffs überall dort wo die Einspannlänge bei der Einwirkung der Kraft kleiner ist als bei deren Aufhebung, zu zahlreichen Fasern ausgezogen. Diese elastischen Fasern stehen fast durchweg unter Spannung. Der so imprägnierte Schaumstoff zeigt die angestrebte Elastizität, die durch eine Behandlung mit einer Vibrationsvorrichtung noch verbessert werden kana Nach diesem bekannten Verfahren lassen sich die inneren Hohlräume von offenporigen elastischen Schaumstoffen nicht mit einer zähplastischen am Schaumstoff haftenden Masse überziehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfach zu führendes Verfahren zum Überziehen der inneren Hohlräume von offenporigen elastischen Schaumstoffen mit einer zähplastischen Masse zu schaffen, das auch eine vollständige Imprägnierung dicker Schaumstoffstücke gewährleistet.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Überziehen der inneren Hohlräume von offenporigen elastischen Schaumstoffen mit einer zähplastischen am Schaumstoff haftenden Masse durch Tränken mit einer wäßrigen Emulsion dieser Masse und Brechen der Emulsion im Schaumstoff, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man den mit einer bestimmten Menge der Emulsion getränkten Schaumstoff in einem Bad des Fällungsmittels durch zunehmende Krafteinwirkung mehrfach komprimiert, ohne die in den inneren Schichten des Schaumstoffs noch enthaltene Emulsion herauszupressen, dazwischen jeweils entspannt und nach vollständigem Brechen der Emulsion von überschüssiger Flüssigkeit befreit
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der Stoff durch ein erstes Bad, in dem sich eine Emulsion der plastischen Masse befindet, die von den Hohlräumen des Stoffes aufgenommen wird, hindurchgeleitet, je nach dem gewünschten Tränkungsgrad ein Teil der Emulsion durch mechanische Einwirkung entfernt und der Stoff anschließend durch ein zweites Bad, in dem sich ein Fällungsmittel zur Brechung der Emulsion befindet, hindurchgeleitet.
Insbesondere bei größeren Stärken des elastischen Stoffs hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Stoff im zweiten Bad erfindungsgemäß mehrfach komprimiert und anschließend entspannt wird. Das mehrfache Komprimieren mit zunehmender Krafteinwirkung hat den Vorteil, daß eine völlig gleichmäßige Imprägnierung beliebig dicker saugfähiger, elastischer Stoffe gewährleistet ist. Selbst die Oberflächen der innersten Poren und Hohlräume des elastischen Stoffs werden mit der eingebrachten zähplastischen Masse überzogen.
Eine Vorrichtung zum erfindungsgemäßen Imprägnieren eines saugfähigen, elastischen Stoffes mit einer plastischen oder elastischen Masse ist gekennzeichnet durch ein erstes Bad, in dem sich eine Emulsion einer plastischen Masse befindet, eine Vorrichtung zum mechanischen Entfernen eines Teils der Emulsion aus den Hohlräumen des Stoffes, und ein zweites Bad, in dem sich ein geeignetes Fällungsmiuet, das die in den offenen Räumen des Stoffes befindliche Emulsion bricht, sowie eine Vorrichtung zum Komprimieren des Stoffes befinden. .
Dabei ist es vorteilhaft, wenn sich an das zweite Bad eine zusätzliche Komprimiervorrichtung zur Entfernung überschüssiger Flüssigkeit aus dem imprägnierten Stoff anschließt
Als saugfähige, elastische Stoffe, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren imprägniert werden können, kommen insbesondere offenporige Schaumstoffe in Frage. Diese werden handelsüblich zur Verwendung als Dichtungsmaterial in Stärken von 1 mm bis etwa 20 cm hergestellt Besonders bevorzugt sind solche Schaumstoffe aus Polyurethan, Polyvinylchlorid oder Gummi.
Als plastische Massen finden insbesondere Bitumen, Kunstharze, Paraffine oder dergleichen Verwendung.
Es sind jedoch nur solche Massen für das erfindungsgemäße Verfahren brauchbar, die nach dem Abscheiden aus Emulsionen eine zähplastische und bei Raumtemperatur am elastischen Stoff haftende Masse ergeben. Massen, die sich nach Brechen der Emulsion m Form von festen Flocken abscheiden, die nicht an den Zellwänden de* elastischen Stoffs festkleben, sind unbrauchbar, da diese im Laufe des Verfahrens wieder aus dem elastischen Stoff ausgespült würden.
Diese werden nach bekannten Verfahren in Wasser emulgiert. Zum Emulgieren werden im allgemeinen Emulgatoren bzw. Stabilisatoren zugesetzt die dem Fachmann bekannt sind und von deren spezieller Natur das erfindungsgemäße Verfahren völlig unabhängig ist Die erfindungsgemäß verwendeten Emulsionen werden nur so stabil eingestellt, daß sie bei Berührung mit einem geeigneten Fällungsmittel in sehr kurzer Zeit brechen. Sie sollten jedoch auftretende mechanische Belastungen vertragen.
Beim Emulgieren von Bitumen haben sich solche Emulsionen bewährt, die 70 bis 20 Gewichts-Teile Bitumen und 30 bis 80 Gewichts-Teile Wasser enthielten, vorzugsweise solche, die 50 bis 60 Gewichts-Teile Bitumen und 50 bis 40 Gewichts-Teile Wasser enthielten.
Mit dem Ausdruck »Fällungsmittel« werden solche Mittel bezeichnet, die dem Fachmann als Emulsionen brechende Mittel bekannt sind. Zwar werden weitaus die meisten Emulsionen mit der Zeit ohne Zusatz von Fällungsmitteln gebrochen, jedoch kommt es beim Verfahren der Erfindung ganz entscheidend darauf an. dall die Emulsion in sehr kurzer Zeit d. h. innerhalb von Sekunden oder Bruchteilen von Sekunden, gebrochen wird. Gleichzeitig tritt eine völlige Entmischung der beiden Phasen ein.
Es gibt eine große Anzahl dem Fachmann bekannte Fällungsmittel. So haben sich beispielsweise wäßrige Lösungen von Calciumchlorid oder Aluminiumsulfat fur diesen Zweck hervorragend bewährt
Die vorzugsweise angewandte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie einer Vorrichtung zu seiner Durchführung werden im folgenden naher erläutert. Das gesamte Verfahren kann in zwei Phasen unterteilt werden. In der ersten Phase wird der saugfähige, elastische Stoff durch ein Bad geleitet, in dem sich eine Emulsion der plastischen oder elastischen Masse befindet. Hier wird der Stoff mit der Emulsion sattgetränkt. Anschließend wird durch Zusammendrükken des Stoffes mit Hilfe von Walzen die überschüssige
Emulsion so lange abgequetscht, bis der gewünschte Grad der Tränkung erreicht ist
Unmittelbar nach dem Abquetschen wird der Stoff in ein zweites Bad eingeführt, das aus einer meist wäßrigen Lösung eines FaJlungsmittels besteht In diesem Bad befindet sich außerdem eine Vorrichtung zum Komprimieren und Entspannen des Stoffes. Diese kann beispielsweise aus keilförmig und hintereinander angeordneten Walzenpaaren oder aus entsprechend angeordneten Stampfarmen bestehen, die es gestatten, den Stoff mit genau dosierbarer Stärke und Geschwindigkeit zu komprimieren. Unmittelbar nach dem Eintauchen des Stoffes in das Fällungsmittel wird dieser leicht zusammengedrückt und sofort wieder entspannt Durch seine elastische Rückstellspannung dehnt sich der Stoff wieder bis zu seiner Normalstärke aus. Hierbei tritt ein Pumpeffekt auf, durch den von allen Oberflächen des Stoffes aus Fällungsmittellösung in die freien Räume des Stoffes eingesogen wird Die Lösung des Fällungsmittels reagiert beim Eindringen in die außeren Poren mit der darin befindlichen Emulsion. Aus der Emulsion fällt dadurch die plastische oder elastische Masse aus und schlägt sich an den Zellwänden nieder. Die ausgefällte Menge reicht jedoch nicht aus, um die Poren des elastischen Stoffes ganz auszufüllen, sondern nur zum Bekleiden der Wände. Dadurch bleibt der Stoff offenporig.
Unmittelbar danach wird der elastische Stoff erneut komprimiert diesmal jedoch um einige Prozent stärker. Dabei wird das beim Brechen der Emulsion freigewordene Wasser und die verbrauchte Lösung des Fällungsmittels herausgepreßt und frische Lösung eingesogen. Durch die stärkere Pressung dringt die Lösung in die nächst tieferen Schichten des elastischen Stoffes ein. Hierbei kann sie die erste, bereits ausgefällte Schicht ungehindert passieren, da diese nicht mehr mit dem Fällungsmittel reagiert.
Bei jedem Komprimier- und Entspannungsvorgang, der mit zunehmender Stärke durchgeführt wird, dringt die Lösung des Fällungsmittels tiefer in den elastischen Stoff ein, bis die in den Hohlräumen befindliche Emulsion völlig gebrochen ist und die darin befindliche plastische oder elastische Masse vollständig an den Wänden des porösen Stoffes niedergeschlagen ist.
Das graduell zunehmende Komprimieren des Stoffes soPte sorgfältig abgestimmt werden, weil bei zu schnellem und heftigem Walken die Lösung des Fällungsmittels und das aus der Emulsion freigewordene Wasser die in den inneren Schichten des elastischen Stoffes noch enthaltene flüssige Emulsion herauspressen würde.
Je stärker die Bahnen des elastischen Stoffes sind und je höher der spezifische Tränkungsgrad ist, umso vorsichtiger und langer muß der Walkprozeß durchgeführt werden. Es wird nur bei sehr dünnen Platten des plastischen Stoffes und schwacher Tränkung möglich sein, durch einfaches Eintauchen in die Lösung des Fäliungsmittels und anschließendes Abquetschen ein vollständiges Brechen der Emulsion, mit der die Platte getränkt ist zu erreichen.
Werden Walzen zum Komprimieren des Stoffes im zweiten Bad verwendet, ist darauf zu achten, daß der Abstand der Walzen nicht geringer ist als der Walzenabstand beim Abquetschen der Emulsion nach Verlassen des ersten Bades, da sonst im zweiten Bad weitere Emulsion abgequetscht würde, was unerwünscht ist.
Nach Beendigung des Walkprozesses wird die mit Wasser und Fällungsmittellösung vollgesogene Platte des elastischen Stoffes mechanisch von überschüssiger Flüssigkeit befreit Hierfür eignet sich insbesondere das Durchführen durch zwei Quetschwalzen, jedoch kann die überschüssige Flüssigkeit auch abzentrifugiert werden. Die fertig imprägnierte Platte befindet sich nach dem Trockenquetschen in komprimiertem Zustand, da die plastische oder elastische Masse mit den Hohlräumen des elastischen Stoffs verklebt ist und die elastische Rückstellung des Stoffes verzögert Dieser Zustand, bei dem der elastische Stoff komprimiert und trotz der abschließenden Pressung noch mit einer geringen Restfeuchtigkeit versehen ist ist für die anschließende Weiterverarbeitung auf den Schneideoder Stanzmaschinen hervorragend geeignet Die Feuchtigkeit wirkt wie ein Trennmittel und verhindei das Verkleben an den Schneide- und Stanzmessern.
Will man auf die mechanische Entfernung überschüssiger Feuchtigkeit des Stoffes nach Verlassen des zweiten Bades verzichten, so kann man diese entweder an der Luft oder in Trockenöfen entfernen. Dies geht immer noch wesentlich schneller als bei der Emulsionsimprägnierung nach dem Stand der Technik, da die Emulsion schon gebrochen ist
Das erfindungsgemäSe Verfahren eignet sich insbesondere zum kontinuierlichen Imprägnieren von elastischen Stoffen. Diese werden in Form von Platten oder Bahnen eingesetzt Da der geschwindigkeitsbestimmende Schritt beim erfindungsgemäßen Verfahren das Komprimieren und anschließende Entspannen, d. h. der sogenannte Walkprozeß ist (die Brechung der Emulsion vollzieht sich nahezu augenblicklich, sobald das Fällungsmittel mit der Emulsion in Kontakt gekommen ist) können recht große Laufgeschwindigkeiten erreicht werden. Diese hängen in erster Linie von der Stärke des elastischen Stoffes und damit von der Anzahl der Komprimiervorgänge sowie von der Auslegung der Bäder ab und sind grundsätzlich weder nach unten noch nach oben begrenzt Bei durchgeführten Probeläufen betrugen die Laufgeschwindigkeiten beispielsweise zwischen 2 und 6 m/min.
Bei kontinuierlicher Verfahrensführung wird durch die chemische Reaktion im zweiten Bad ständig Fällungsmittel verbraucht Das Bad wird daher laufend regeneriert, um eine gleichbleibende Konzentration der Lösung zu erhalten.
Die Konzentration der Lösung hängt von dem spezifischen Tränkungsgrad des elastischen Stoffes ab. Bei einem hohen Tränkungsgrad, d. h. bei entsprechend dikker Beschichtung der Hohlräume des elastischen Stoffes, muß die Lösung konzentrierter sein als bei geringem Tränkungsgrad. Die Konzentration sollte so bemessen sein, daß einerseits eine restlose Brechung der Emulsion möglich ist andererseits der Rückstand an Fällungsmittel in dem getrockneten, imprägnierten Stoff nicht störend wirkt und eine zusätzliche Wässerung nicht nötig ist.
So wurde bei einem Versuch mit 3- bis 5%iger wäßriger Calciumchloridlösung gearbeitet mit der hervorragende Ergebnisse erzielt wurden.
Die Vorteile, die das erfindungsgemäße Verfahren gegenüber bekannten Verfahren aufweist, sind beträchtlich. So wurden beispielsweise bisher zur Imprägnierung von Schaumstoffen mit Bitumen mindestens 24 bis 36 h benötigt, während nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hierfür nur einige Minuten oder Bruchteile einer Minute nötig sind. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, jeden technisch gewünschten Grad der Tränkung des elastischen Stoffes
mit plastischer oder elastischer Masse zu erhalten, während dies nach dem bekannten Verfahren nicht möglich war.
Durch die erzielbaren kurzen Trocknungszeiten werden erfindungsgemäß sehr gleichmäßige Imprägnierungen erhalten, was nach dem bekannten Verfahren wegen der langsamen Trocknung und Brechung der Emulsion nicht gelang.
Beim erfindungsgemäßen Imprägnieren wird im allgemeinen mit wäßrigen Suspensionen und Lösungen gearbeitet, so daß keine Brandgefahr herrscht. Andererseits ist es nicht nötig, in einem nachgeschalteten Verfahrensschritt das imprägnierte Produkt in öfen zu trocknen, da überschüssige Feuchtigkeit durch einfaches Abquetschen oder Zentrifugieren entfernt werden kann. Nach dem Stand der Technik war es nötig, das getrocknete Endprodukt erneut mit Wasser zu benetzen, damit es bei der späteren Weiterverarbeitung nicht mit den Schneide— und Stanzmessern verklebt. Dies ist beim Verfahren gemäß der Erfindung überflüssig, da der imprägnierte Stoff noch eine gerade ausreichende Wassermenge enthält, die das Verkleben mit den Werkzeugen verhindert, ohne jedoch beim verarbeiteten Material störend in Erscheinung zu treten.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren imprägnierten elastischen Stoffe lassen sich in der Technik vielfältig verwenden. Insbesondere dienen sie zum
ίο Abdichten und Isolieren von Fugen und Hohlräumen im Baugewerbe, im Automobilbau sowie überall dort, wo Flanschen abgedichtet werden müssen. Zum Beispiel sind nach dem erfindungsgemäßen Verfahren imprägnierte Schaumstoffe stark komprimierbar, in kom-
is primiertem Zustand völlig wasserdicht, sehr flexibel und alterungsbeständig. Sie behalten in hervorragendem Maße ihre Elastizität.
S0950&T94

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Überziehen der inneren Hohlräume von offenporigen elastischen Schaumstoffen mit einer zähplastischen, am Schaumstoff haftenden Masse durch Tränken mit einer wäßrigen Emulsion dieser Masse und Brechen der Emulsion im Schaumstoff, dadurch gekennzeichnet, daß man den mit einer bestimmten Menge der Emulsion getränkten Schaumstoff in einem Bad des Fällungsmittels durch zunehmende Krafteinwirkung mehrfach komprimiert, ohne die in den inneren Schichten des Schaumstoffs noch enthaltene Emulsion herauszupressen, dazwischen jeweils entspannt und nach vollständigem Brechen der Emulsion von überschüssiger Flüssigkeit befreit
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit der zähplastischen Masse imprägnierte Schaumstoff durch Trockenquetschen von der überschüssigen Flüssigkeit befreit wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß der imprägnierte Schaumstoff noch mit einer geringen Restfeuchte geschnitten oder gestanzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die zähplastische Masse Bitumen ist.
5. Verfahren nach Anspruch Ibis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaumstoff ein Polyurethan-Schaumstoff ist.
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