DE2304560A1 - Kratzkettenfoerderer, insbesondere fuer vortriebsmaschinen - Google Patents
Kratzkettenfoerderer, insbesondere fuer vortriebsmaschinenInfo
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Description
7903 Bochum, den 26. Januar 1973
Gebr. Eickhoff, Maschinenfabrik u. Eisengießerei mbH, 463 Bochum
"Kratzkettenförderer,, insbesondere für Vortricbsmaschinen"
Vortriebemaschinen und auch Ladevorrichtungen, die beim Streckenvortrieb
od. dgl. eingesetzt werden, besitzen in der Regel einen das Haufwerk nach hinten austragenden Kratzerförderer, dessen Abwurfende
in waagerechter und senkrechter Ebene verstellbar ist. Die Rinne diasea Förderers besteht aus zwei schwenkbar miteinancer verbundenen
Abschnitten, die sich mittels einer im Rinnenboden befindlichen Schwenkachse in ihrer jeweiligen Förderebene gegeneinander abwinkein
lassen. Eine mit Mitnehmern besetzte, endlose Mittelkette umläuft in
senkrechter Ebene an beiden Rinnenenden je ein um eine waagerechte
Achse drehbar gelagertes Kettenrad, von denen eines angetrieben ist. Diese Kette ist als Laschenkette ausgebildet, deren einzelne Glieder
durch waagerechte Bolzen gelenkig miteinander verbunden sind. Vor und
hinter jedem der Mitnehmer befindet «ich zusätzlich je «in senkrechter
Gelenkbolzen, der der Laschenkette *uch in der waagerechten Ebene
eine hinreichende ßewegungsraöglichkeit zua Verschwenken der Fördererabschnitte
gegeneinander gibt. Damit die Mitnahmer stets auf dem Rinnenboden
aufliegen und auf ihn gleiten, sind die beiden gelenkig miteinander
verbundenen Rinnenabschnitte mit die Mitnehmerertden übergreifenden
Oberführungen versehen, die nur im 3ereich der Schwenketelle
fehlen, da sie hier, je nach Schwenkrichtung des Rinnenabschnittes,
entweder auseinandergezogen oder zusammengedrückt werden. Bei stärkerer
Abwinklung der beiden Rinnenabschnitte drückt der Kettenzug im Kurvenbereich der Förderrinne die Mitnehmer mit erheblicher Kraft
gegen die kurveninnere Rinnenwand. Dabei verhindert die verhältnismäßig
steife und um ihre Längeachse nicht verdrehbare Leschenkette,
daß sich die kurvenäußeren Mitnehmerenden beim Durchlaufen der Schwenkatelle vom Rinnenboden abheben und infolge der hier fehlenden
Oberführung mit ihrem kurvtmäußeren Ende au« der Förderrinne heraus-
— 2. —
laufen. Der Laschenkette fällt somit neben der ZugkraftUbertragung
auf die einzelnen Mitnehmer auoh die Aufgabe zu, die Mitnehmer im Kurvenbereich der Förderrinne zu führen und eie hier an Rinnenboden
zu halten. Diese nur im Kurvenbereich und daher nur auf einem verhältnismäßig kleinen Teil des Förderweges notwendige Mitnehmerführung
durch die Zugkette ist bisher stets alt Hilfe einer Laschenkette bewerkstelligt worden, die, wegen ihrer zusätzlichen senkrechten Gelenkbolzsn vor und hinter jedem Mitnehmer, in der Herstellung aufwendig
und daher teuer ist.
Ziel der Erfindung ist es, eine weniger aufwendige Lösung zur Zugkraftübe rt ragung auf die Mitnehmer und zur Mitnehme rf iihrung im Bereich der Schwenkstelle der Rinnenabschnitte aufzuzeigen.
Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von einem Kratzkettenförderer, insbesondere für Vortriebemaschinen, Ladevorrichtungen od.
dgl. aus, dessen Mitnehmer an einer endlosen, umlaufenden Mittelkette befestigt sind und sich in einer Förderrinne bewegen, die aus
mindestens zwei Abschnitten besteht, die in der Fördererebene gegeneinander verschwenkbar sind. Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe, indem sie die Mittelketto als Rundfliederkette auebildet und in
einer Förderrinne anordnet, deren in Laufrichtung der Kette hinter
der Schwenketeile liegender Förderrinnenabachnitt auf einem Teil seiner Länge gegenüber der Förderebene nach unten abgeknickt ist, wobei der Abstand zwischen der Knickkante und der vor der Schwenketeile
befindlichen Querebene, in der die Überführungen der Förderrinne
enden, so gewählt ist, daß bei maximaler Abwinklung der beiden Förderrinnenabschnitte die Höhe des in der Querebene beginnenden und an
der Knickkante endenden Bogen« der Rundgliederkette kleiner ist als
die halbe Kratzorlänge. Bei einem so ausgebildeten und bemessenen
Kratzkettenförderer kann eine allseitig schwenkbare und um ihre Längsachse verdrehbare, handelsübliche Rundgliederkette neben der Zugkraftübertragung auch die Mitnehmerführung in dem von Oberführungen freien
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Kurvenbereich der Förderrinne übernehmen. Durch die Abwinklung, die
die Rundgliederkette an dem nach unten abgeknickten Bodenblech erfährt,
entsteht nämlich eine senkrechte, auf den Rinnenboden gerichtete Zugkraftkomponente, die die Rundgliederkette gegen den Rinnenboden
preßt. Es werden daher, wie praktische Versuche ergeben haben, auch die außerhalb der OberfUhrangen, in der Rinnenkurve befindlichen
Mitnehmer so stark gegen den Rinnenboden gedrückt, daß sie bei der begrenzten Abwinklung der beiden Förderrinnenabschnitte auch bei
größter Kettenzugkraft stets mit ihrem kurvenäußeren Ende am Rinnenboden und damit in ihrer Förderstellung bleiben.
Zweckmäßigerweise ist der hinter der Schwenkwelle befindliche Förderrinnenabschnitt
um etwa 8 bis 10 gegenüber der Förderrinnenebene abgeknickt. Bei dieser Neigung des Rinnenbodens gegenüber der Ebene,
in der die Schwenkstelle liegt, nimmt die senkrecht auf den Rinnenboden gerichtete Zugkraftkomponente der Rundgliederkette einen Wert
an, der ausreicht, um die Mitnehmer an Rinnenboden zu halten, ohne
die Reibungskräfte zwischen Rinnenboden und Mitnehmer und damit den
Verschleiß in diesem Bereich des Kratzkottenförderera »erklich zu
vergrößern.
Ein Ausführungebeispiel der Erfindung ist im folgenden Beschreibungsteil
anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Vortriebsmaschine mit dem erfindungsgemäßen
Kratzkettenförderer in Seitenansicht;
Fig. 2 die Schwenkstelle zweier benachbarter Rinnenabschnitte
des Kratzkettenförderers in einem teilweise
geschnittenen Grundriß;
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie A - 3 der Fig. 2, Fig. 4 die Förderrinne in einem Querschnitt nach der
Linie C— D der Fig. 2;
Fig. 5 den Grundriß des Kratzkettenförderers mit geschwenkten Rinnenabechnitten.
4 -
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In der Förderrinne 1 der Vortriebsmaschine 14 befinden sich die Mitnehmer 2, die an einer endlosen Rundgliederkette 3 befestigt sind.
Die Rundgliederkette 3 läuft mit den Mitnehmern 2 in einer vertikalen Ebene uai und ist allseitig beweglich und um ihre Längsachse verdrehbar.
Sie kann daher stets dem Verlauf der Förderrinne 1 folgen, die,
wie in dem Ausführungsbeispiel dargestellt, aus zwei Rinnenabschnitten
4> 5 besteht, aber auch mehr als zwei Rinnenabschnitte besitzen
kann. Je zwei Rinnenabschnitte 4>
5 sind an ihren einander zugekehrten Enden um eine senkrecht zur Kettenlaufebene liegende Achse 6
schwenkbar miteinander verbunden und in ihrer Schwenkbewegung durch Anschläge 73 8 begrenzt. Die Schwenkachse selbst wird von zwei Bundboizenhälften
9> 10 gebildet, die miteinander verschraubt oder durch ein anderes, nicht dargestelltes Organ miteinander verbunden sind.
IiH Bereich der Schwenkstelle fehlen den Rinnenabschnitten 4>
5 die Überführungen Ii, die von rechtwinkligen Abbiegungen der beiden Rinneaseitenwände
gebildet werden und die Mitnehmerenden Übergreifen. Diese Oberführungen 11 halten die Mitnehmer 2 und damit die Rundgliederkette
3 in den geraden Rinnenabschnitten am Rinnenboden und verhindern,
daß sie über das zu fördernde Haufwerk hinweggleiten. Im Bereich der Schwenkstelle, also da, wo die Überführungen 11 fehlen
und elastische Bleche 12 die Rinnenseitenwände bilden, muß die Rundgliederkette
3 die Aufgabe der fehlenden Oberführungen 11 übernehmen
und die Mitnehmer 2 am Rinnenboden halten. Aus diesem Grund ist der
Rinnenboden des in Kettenlaufrichtung 13 hinter der Schwenkstelle befindlichen
Rinnenabschnittes 5 dicht hinter der Schwenkstelle nach unten abgeknickt. Diese Abknickung 15, die etwa 8 bis 10° gegenüber
der jeweiligen Förderebene beträgt, erzeugt mit Hilfe der Kettenzugkraft,
in der Rundgliederkette 3 eine nach unten gerichtete, vertikale Zagkraf^komponente, durch die die Rundgliederkette 3 und die Mitnehmer
2 gegen den Rinnenboden gedrückt werden. Der die Schwenkstelle durchlaufende Rundgliederkettenabschnitt und die hier befindlichen
2 werden daher selbst bei stärkerer Abwinklung der Rinnen-
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abschnitte ι>: 5 daran gehindert, sich mit ihrem kurvenäußeren Ende
i>Oiü Ri nneii boden abzuheben. Diese Mitnehmer führung arbeitet aber nur
darm einwandfrei, wenn riüit' Bogen 16 der Rundgliederkette 3 (Fig· 5)>
der in der Quereben© 17 beginnt und an der Knickkante 15 endet, auch
7 -.,? ?rtürksle-v Acwinklu/i-g der Rinnen ,abschnitte 4* 5 nur ao stark ge krümmr
ißi., ii.nis seine Höhe lö immer kleiner bleibt als die halbe
Mionehmerläiagfct Innerhalb dieses Kettenbogens l6 wirkt auf jeden Mitnehraer
2 ein T-;-il der gegen den Rinnenboden gerichteten Zugkraftkompcmentfc
öii» die durch die Knickkante 15 erzeugt wird; außerdem ist
in j ödem di-jöisr Mitnehmer 2 eine auf den nicht dargestellten KrUmauiigsfiiit"te.lpii-ftk"i;
des Kettenbogens 10 gerichtete Radialkomponente der iiT>." wirksam. Sie hat das Bestreben, die kurvenäußeren Mit-
vt--m Riunenboden abzuheben» Begrenzt man die Bogenhöhe l8,
vcrvi"cehea«i angegeben, so bleibt das das äußere Mitnehmerende vom
abhebende Moment stets kleiner als das das äußere Mitnehiaerende
gegen den Rinnenboden drückende Moment und damit der Mitnehmer auch ohne Oberführungen 11 in seiner Fördererposition am Rin-
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Claims (2)
1. Kratzkettenförderer, insbesondere für Vortriebsmaschinen, dessen
Mitnehmer an einer endlosen, umlaufenden Mittelkette befestigt sind
und sich in einer Förderrinne bewegen, die aus mindestens zwei Abschnitten
besteht, die in der Förderebene gegeneinander verschwenkbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelkette als Rundgliederkette
(3) ausgebildet ist und in einer Förderrinne (l) liegt, deren in Laufrichtung der Kette hinter der Schwenketeile liegender Förderrinnenabschnitt
(5) auf einem Teil seiner Länge gegenüber der Förderebene nach unten abgeknickt ist, wobei der Abstand zwischen der Knickkante
(15) und der vor der Schwenkstelle befindlichen Querebene (17), in der die Oberführungen (ll) der Förderrinne (l) enden, so gewählt
ist, daß bei maximaler Abwinklung der beiden Förderrinnenabschnxtte (4, 5) die Höhe (l8) des in der Querebene (17) beginnenden und an der
Knickkante (15) endenden Bogens (l6) der Rundgliederkette (3) kleiner als die halbe Kratzerlänge ist.
2. Kratzkettenförderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abknickung etwa 8 bis 10° beträgt·
409831/02
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