DE2304377B2 - Binäre oder ternäre thermoplastische Pfropf copolymerisate - Google Patents
Binäre oder ternäre thermoplastische Pfropf copolymerisateInfo
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Description
a) einem Paraffin oder Cycloparaffin mit S bis 10 Kohlenstoffatomen oder einem alkylsubstituierten
Cyclopentan oder Cyclohexan mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in den Alkylresten
und
b) einem Keton, Ester, Äther, chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoff, stickstoffhaltigen »o
Kohlenwasserstoff oder schwefelhaltigen Kohlenwasserstoff bei Temperaturen von 50 bis
12O0C in Gegenwart eines freie Radikale liefernden Polymerisationsinjtiators hergestellt
worden sind.
2. Verfahren zur Herstellung der binären oder ternären thermoplastischen Pfropfpolymerisate aus
einem kautschukartigen Äthylen-Propylen-Copolymerisat und einer aromatischen Vinylverbindung
oder einem kautschukartigen Äthylen-Propylen-Copolymerisat, einer aromatischen Vinylverbindung
und einer Vinylcyanid-Verbindung, gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
die Polymerisation in Lösung in einem Lösungsmittelgemisch aus
a) einem Paraffin oder Cycloparaffin mit 5 bis 10 Kohlenstoffatomen oder einem alkylsubstituierten
Cyclopentan oder Cyclohexan mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in den Alkylresten und
b) einem Keton, Ester, Äther, chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoff, stickstoffhaltigen
Kohlenwasserstoff oder schwefelhaltigen Kohlenwasserstoff bei Temperaturen von 50 bis
1200C in Gegenwart eines freie Radikale liefernden Polymerisationsinitiators durchführt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Lösungsmittelgemisch aus
5 bis 95 Gewichtsprozent des Lösungsmittels a) und 95 bis 5 Gewichtsprozent des Lösungsmittels b)
verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man das Lösungsmittel b) in dem Lösungsmittelgemisch zu Beginn der Polymerisation
in einer Menge von 0 bis 20 Gewichtsprozent verwendet und den Anteil während des Fortschreitens
der Polymerisation durch weitere Zugabe des Lösungsmittels b) bis auf einen Anteil von 30 bis
80 Gewichtsprozent gegen Ende der Polymerisation erhöht.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Äthylen-Propylen-Copolymerisat
ein Dreikomponenten-Polymerisat aus Äthylen, Propylen und einem Dien verwendet.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Äthylen-Propylen-Copolymerisat
mit einem Molverhältais von Äthylen zu Propylen von 5:1 bis 1:2 verwendet.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Dreikomponenten-Polymerisat
mit einem Diengehalt von 4 bis 50, ausgedrückt durch die Jodzahl, verwendet.
8. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Vinylverbindung und das Äthylen-Propylen-Copolymerisat in einem Mengenverhältnis
von 95 bis 80 Gewichtsprozent zu 5 bis 20 Gewichtsprozent verwendet
9. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die aromatische Vinylverbindung
und die Vinylcyanid-Verbindung in einem Gewichtsverhältnis von 2:1 bis 5:1 verwendet.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß man Styrol und Acrylnitril im
Gewichtsverhältnis 70: 30 bis 75: 25 verwendet.
11. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Polymerisation innerhalb 5 bis 25 Stunden bis zu einem Umsatz von 90 Prozent durchführt.
12. Verwendung der Pfropf copolymerisate gemäß Anspruch 1 zur Herstellung von Formkörpern.
Es ist bekannt, Pfropfcopolymerisate mit ausgezeichneter Schlagzähigkeit und Wetterbeständigkeit durch
Pfropf copolymerisation von Styrol oder einem Gemisch aus Styrol und Acrylnitril auf kautschukartige Äthylen-Propylen-Copojymerisate
herzustellen. Von den kautschukartigen Äthylen-Propylen-Copolymerisaten war es bekannt, daß sie eine ausgezeichnete Wetterbeständigkeit
besitzen. Diese bekannten Polymerisate wurden im allgemeinen durch Polymerisation in Masse (US-PS
35 38 192) oder als Emulsionspolymerisation (US-PS 34 35 096) durchgeführt. In einigen Fällen wurde auch
die Polymerisation in Lösung benutzt (US-PS 3538190).
Auf Grund ihres Gehalts an kautschukartigem Äthylen-Propylen-Copolymerisat besitzen die nach den
bekannten Verfahren erhaltenen Pfropfcopolymerisate zwar die gleiche oder eine bessere Wetterbeständigkeit
als z. B. Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisate, doch sind sie hinsichtlich ihrer Schlagzähigkeit im
allgemeinen den Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisaten unterlegen. Selbst wenn in einigen seltenen
Fällen ein Pfropfcopolymerisat mit verbesserter Schlagzähigkeit erhalten wurde, so ist es doch hinsichtlich
der Zerreißfestigkeit unterlegen.
Hier setzt die Erfindung ein. Aufgabe der Erfindung ist es, binäre oder ternäre thermoplastische Pfropfcopolymerisate
der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die sowohl eine ausgezeichnete Schlagzähigkeit
als auch Zugfestigkeit aufweisen. Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst.
Die Erfindung betrifft somit den in den Ansprüchen gekennzeichneten Gegenstand.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden Pfropfcopolymerisate mit gut ausgewogenen Eigenschaften
hinsichtlich Schlagzähigkeit und Zugfestigkeit erhalten, die sich ausgezeichnet extrudieren lassen
und deren Formkörper einen sehr schönen Oberflächenglanz besitzen.
Im Vergleich zu der. herkömmlichen Verfahren ist
die Geschwindjgkeit der Pfropfpolymerisation im Bei der Herstellung der tendon Pfropfcopolymeri-
ernndungsgemaßen Verfahren wesentlich höher, der sate unter Verwendung einer aromatischen Vlnyl-
Gehalt an acetonunloshchen Anteilen (dieser Wert ist verbindung und einer Vinykyanid-Verbmdung wird
proportional der-Umwandlung bei der Pfropfung) ist das Gewichtsverhältnis dieser beiden Verbindungen
höher und das Molekulargewicht des acetonlöslichen 5 auf einen Bereich von vorzugsweise 2:1 bis 5:1 ein-
Anteils (der Hauptbestandteil lst z. B. ein Acrylnitril- ge&teUt Beispjelsweise ist bei ^,n Pfropfcopoly-
Styrol-Copolymensat) ist verhältnismäßig groß. Das merisat unter Verwendung von Styrol und Acrylnitril
erfindungsgemaße Verfahren hat den weiteren Vorteil, ein Gewichtsverhältnis von 70: 30 bis 75: 25 besonders
daß man durch Änderung des Mengenverhältnisses bevorzugt.
des aliphatischen Kohlenwasserstoff lösungsmittel und io Die erfindungsgemäß verwendeten aliphatischen
des polaren Lösungsmittels die Polymerisationsge- oder cycloaliphatischen Kohlenwasserstoff-Lösungs-
schwmdigkeit und das Molekulargewicht der Pfropf- mittei sollen das kautschukartige Äthylen-Propylen-
copolymensat-Anteüe unbeschränkt steuern kann. Polymerisat lösen. Spezielle Beispiele für diese Lp-
_ Die erfindungsgemäß verwendeten kautschukartigen sungsmittel sind Pentan, η-Hexan, 3-Methylpenlan,
Athylen-Propylen-Copolymensate umfassen nicht nur 15 2-Methylpentan, 2,2- und 2,4-Dimethylpentan, Heptan,
die binären Copolymerisate (nachstehend mit EPM- Cyclopeatan, Cydohexan und alkylsubstituierte Cyclo-
Polymerisate bezeichnet), die aus Äthylen und Propy- pentane und Cyclohexane mit 1 bis 4 Kohlenstoff-
len bestehen, sondern auch Athylen-Propylen-Dien- atomen in den Alkylresten.
Terpolymensate (nachstehend als EPDM-Polymerisate Die erfindungsgemäß verwendeten polaren Lösungs-
bezeichnet), die als dritte Komponente ein Diolefin, 20 mittel, nämlich Ketone, Ester, Äther, chlorierte alipha-
Zi, wie Cyclopentadien, Athylidennorbornen, 1,4-Hexa- tische Kohlenwasserstoffe, stickstoffhaltige Kohlen-
»| dien, l^-Cyclooctadien, 1,5-Hexadien, 1,7-Octadien Wasserstoffe oder schwefelhaltige Kohlenwasserstoffe,
oder 1,4-Pentadien,_ enthalten. Vorzugsweise werden können das kautschukartige Äthylen-Propylen-Co-
kautschukartige Äthylen-Propylen-Copolymerisate polymerisat lösen, sie müssen jedoch das Polymerisat
rt eingesetzt, die Äthylen und Propylen im Molverhältnis »5 der aromatischen Vinylverbindung bzw. das Copoly-
«5 5: 1 bis 1: 2 enthalten. Im Falle von EPDM-PoIy- merisat aus der aromatischen Vinylverbindung mit der
£ merisaten beträgt der bevorzugte Anteil der Dien- Vinylcyanidverbindung auflösen. Spezielle Beispiele
Komponente 4 bis 50, ausgedrückt durch die Jodzahl. für die erfindungsgemäß verwendeten polaren Lösungs-
tv Es ist ferner möglich, kautschukartige Äthylen-Propy- mittel sind Aceton, Methyläthylketon, Methyl-n-pro-
len-Copolymerisate zusammen mit einem oder mehreren 30 pylketon, Diäthylketon, 2-Hexanon, 3-Hexanon, Ace-
anderen kautschukartigen Polymerisaten zu verwen- tophenon, Propiophenon, Ameisensäuremethylester,
den. Beispielsweise kann man als Kautschukkompo- Ameisensäureäthylester, Methylacetat, Äthylacetat,
nente ein Gemisch aus EPDM-Polymerisat oder EPM- n-Propylacetat, n-Butylacetat, n-Amylacetat, Methyl-
f* Polymerisat mit Polybutadien, Polyisopren, Styrol- propionat, Methyl-n-butyrat, Tetrahydrofuran, Di-
Butadien-Kautschuk oder deren Gemisch verwenden. 35 oxan, Dichloräthan, Chloroform, Pyridin, Anilin,
r Das Gemisch dieser verschiedenen kautschukartigen Acetonitril.DimethylformamidsowieDimethylsulfoxid.
Polymerisate kann nach dem beabsichtigten Verwen- Die Löslichkeit eines Polymerisats in einem Lösungs-
'■■ dungszweck des Endproduktes ausgewählt werden. mittel wird in folgender Weise qualitativ bestimmt:
Wenn das Endprodukt eine hervorragende Wetter- Das Polymerisat wird bei 25° C mit der zehnfachen
J, beständigkeit aufweisen soll, ist der Anteil des kau- 40 Gewichtsmenge Lösungsmittel versetzt und 24SUin-
£ tschukartigen Äthylen-Propylen-Copolymerisats in der den stehengelassen. Eine Lösung des Polymers wird
j Kautschukkomponente größer, und vorzugsweise be- angenommen, wenn das Gemisch eine homogene
* trägt er 50 bis 100 Gewichtsprozent. Phase bildet oder wenn das Ausmaß der Quellung
Als aromatische Vinylverbindungen kommen Ver- des Polymerisats 200 Prozent übersteigt, selbst wenn
bindungen in Frage, die eine gegebenenfalls n-substi- 45 das Gemisch eine heterogene Phase bildet.
, tuierte Vinylgruppe tragen. Spezielle Beispiele für Eines oder mehrere der vorgenannten Lösungsmittel
, tuierte Vinylgruppe tragen. Spezielle Beispiele für Eines oder mehrere der vorgenannten Lösungsmittel
erfindungsgemäß eingesetzte aromatische Vinylverbin- aus den zwei Gruppen werden als Polymerisationsdüngen
sind Styrol, m-Methylstyrol, a-Chlorstyrol und medium im erfindungsgemäßen Verfahren verwendet.
ί Dimethylstyrol. Besonders bevorzugt ist Styrol. Die Beispielsweise kann ein Lösungsmittelsystem aus einem
erfindungsgemäß verwendeten Vinylcyanide sind Ver- 50 oder mehreren der vorgenannten aliphatischen Koh-
'■ bindungen, die an der Nitrilgruppe eine gegebenenfalls lenwasserstofflösungsmittel und einem oder mehreren
\ i\-substituierte Vinylgruppe tragen. Spezielle Beispiele der vorgenannten polaren Lösungsmittel verwendet
für diese Verbindungen sind Acrylnitril und Methacryl- werden. Gewöhnlich wird ein Lösungsmittelgemisch
nitril. aus 5 bis 95 Gewichtsprozent des aliphatischen Koh-
Das Gewichtsverhältnis dieser Vinylverbindungen 55 lenwasserstoff-Lösungsmittels und 95 bis 5 Gewichtszur
Kautschukkomponente hängt vom beabsichtigten prozent des polaren Lösungsmittels verwendet. Es ist
Verwendungszweck des Endprodukts ab. Gewöhnlich ferner möglich, in der Anfangsstufe der Polymerisation
werden 5 bis 20 Gewichtsprozent der Kautschuk- nur ein aliphatisches Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel
komponente und 95 bis 80 Gewichtsprozent der zu verwenden und während des Fortschritts der PoIymonomeren
Vinylverbindung verwendet. Zur Her- 60 merisation ein polares Lösungsmittel zuzusetzen. Beste
stellung von Pfropfcopolymerisaten mit verbesserter Ergebnisse werden erhalten, wenn zu Beginn der PolyVerträglichkeit
mit anderen kautschukartigen Poly- merisation ein aliphatisches Kohlenwasserstoff-Lömerisaten
wird der Pfropfgrad vorzugsweise erhöht, sungsmittel mit 0 bis 20 Gewichtsprozent eines polaren
um das Gewichtsverhältnis von Kautschukkompo- Lösungsmittels verwendet und das polare Lösungsnente
zur monomeren Vinylverbindung so groß wie 65 mittel mit fortschreitender Polymerisation zugesetzt
möglich zu machen. Vorzugsweise beträgt der Anteil wird, bis das Lösungsmittelsystem in der Endstufe der
der Kautschukkomponente 20 bis 90 Gewichtsprozent, Polymerisation 30 bis 80, vorzugsweise 40 bis 60 Gebezogen
auf die monomeren Vinylverbindungen. wichtsprozent des polaren Lösungsmittels enthält.
5 · findet sich in Obereinstimmung mit ihrer ausgezeich-
Die Polymerisationsgeschwindigkeit, der D>sP?r' Schlagzähigkeit . A. n · ■ , -
siohssrad des kautschukartigen Polymerisats und das neten mnamg wjrd durch die Be.sp,ele erläutert
Molekulargewicht des acetor^slichen Anteds im
PfroDfcoDolvmerisat kann lurch EinsteUung der zeu- B£ispic
üchen Zugabe und der Menge des zugesetzten polaren 5 2 ^ fassenden Kolben, der mit einem
Lösungsmittels während des Fortschreitens der Poly- o^roth.Kühier, einem Thermometer, einem Gasmerisationbeliebiggesteuert
werden. Mii^nehmender J^ eineffl Hopkins-Kühler sow.e emem
MengedespolarenLösungsmittelsimPolymensations- ««^ ^t zwei flügeln vom Turbinen yp ausgerüstet
medium nimmt die Polymerisationsgeschwindigkeit Kunr q EpDM.Po,ymensat nut einer Jodzahl
sowie das Molekulargewicht des acetonlöshchen An- is, ^ Mooney-Viskositat von 40, einem
teils ab. .„ Wnnf Propylengehalt von 34,7 Gewichtsprozent und Athyli-AIs
Initiatoren für das erfindungsgemaße Pfropf- £™^£ααι als Dienkomponente sowie 55Og ncopolymerisationsverfahren
werden die üblichen Poly- je ^ Nach vollständiger Auslosung W1rd
merisationsinitiatoren verwendet, die freie Radikale «ex | ^ ^8 StyroL 100g Acrylnitril und
üefern. Beispiele für derartige Initiatoren sind Per- 15 αϊ lperoxi(L verdünnt mit 50 g n-Hexan,
oxide, wie Benzoylperoxid, Lauroylperoxid, Di-tert- £J* Die polymerisation wird unter Argon als
butylperoxid, Acetylperoxid, ter>,Butylperoxybenzoat, JJJ bei 700C durchgeführt. Die Rührgeschwin-Dicumylperoxid,
Peroxybenzoesäure, tert-Butylper- ».^«t be«8t «» U/m»n· So-bald der Umsaiz etwa
oxypivalat und Peroxyessigsäure, sowie AzoverDin- u*6 ^^^ werden 600 g Athylacetat eingetropft,
düngen, wie Azoisobuttersäuredinitril. unddie Polymerisation wird 15 Stunden durchgeführt
Im erfindungsgemäßen Verfahren kann der Initiator beendeter Umsetzung wird das Polymensationsm
Anteilen zum Polymerisationsgemisch zugegeoen ' · ch in 5 Liter Methanol eingegossen. Das, ausgewerden.
Gegenüber der Zugabe der Gesamtmenge des ge - po, merisat wird unter vermindertem Druck
Initiatora zu Beginn der Polymerisation hat die anteus- ^. 150„c getrocknet. Es wird ein Pfropfweise
Zugabe des Initiators den Vorteil, die Polymen- 25 ^ merisat mit 12,7 Gewichtsprozent Kautschuksationsreaktion
zu beschleunigen, die Polymerisations- _„teil erhalten. Das Produkt wird auf einem Walzenzeit
zu verringern und die physikalischen Eigenschaften ane chmesser der Walze i7>8 cm, Länge 40,6 cm)
des Endprodukts zu verbessern. . 1 η Minuten bei 1700C gewalzt und 10 Minuten bei
Die monomere Vinylverbindung wird vorzugsweise im 1 ßt Man erhäit eine Platte. Hanteiförmige
ebenfalls in Anteilen zugesetzt, da man auf diese Weise 30 f« entsprechend dem JIS-Muster Nr. 3 werden
ein Polymerisat mit höherem Pfropfgrad und besseren rru Ze^eißfestigkeit ^j Raumtemperatur und bei
physikalischen Eigenschaften erhält als bei Z-Ugaoe « StreckReschwindigkeit von 5 mm/min und auf
der Gesamtmenge des Monomers zu Beginn der Poly- JgjjJagÄhigkeit nach Izod gemäß ASTM D 256-56 gemerisation.
rüft Es wurden folgende Ergebnisse erhalten:
Der Polymerisationsinitiator wird in einer Menge 35 pn*"· ^
von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf die Zerreißfestigkeit 520 kg/cm
monomere Vinylverbindung, verwendet. Die Poly- izod-Schlagzähigkeit .... 14 kg-cm/cm5
merisationstemperatur liegt im Bereich von 50 bis
1200C. Die Polymerisationfzeit hängt im wesentlichen Beispiel 2
von den Polymerisationsbedingungen ab. Sie wird 40 . merisation wird gemäß Beispiel 1 während
vorzugsweise so eingestellt, daß der Umsatz innerhalb "",Vj durchgeführt, jedoch besteht das Lösungs-
5 bis 25 Stunden mindestens 90°/ beträgt mittelgemisch aus 360 g n-Hexan und 840 g Äthyl-
Nach beendeter Polymerisaten wird das Reaktions- mitte ge ^ ΗΓορΓα)ρο1νΐηεΓί5&ι mit m%
f^TZ^^uT^Z^A^X « Kautschukgehalt erhalten, das folgende Eigenschaften
gegossen, um das Pfropfcopolymerisat in Form eines besitzt.
Pulvers auszufällen. Das ausgefällte Produkt wird Zerreißfestigkeit 503 kg/cm»
zunächst an der Luft und schließlich unter verminder- Izod-Schlagzähigkeit .... 24,0 kg · cm/cm2
tem Druck mehrere Stunden be> 100 bis 1500C getrocknet
Danach kann es in üblicher Weise zu Pellets 50 B e i s ρ i e 1 3
verformt werden. ni pnivmerisation wird gemäß Beispiel 1 durchge-
Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhal- De P^JJgJ^J EPDM-Polymerisat mit
tene Pfropfcopolymerisat bes-tzt eine^^Jerre^ß- fjhr ,££**& ^J Mooney.viskosität von
festigkeit und ausgezeichnete Schlagfestigkeit De eine^^ ^oaza ^ yon 43)5 Gewichtsprozent
nach dem herkömmlichen Verfahren ™t n-Hexan als 55 98^^emern «op^ ^ mponente sowie 55Og
Polymerisationslösungsmittel erhaltenen «*?*"%£/- ^SSSe^Nach vollständiger Auflösung wird
merisate zeigen eine MikroStruktur, in der eine Mikro- J^S^^ ^1300 g Styrol, 100 g Acrylnitril
Phasentrennung zwischen der Kautschukkomponente Jie d™J^^g^idf ve B rdQnnt in 50 g n-Hexan,
IPS5BSf=TA-^gT=is »5£SSS"3Ä
Pfropfcopolymerisate zu sein. Auch die hohe Zerreiß- gössen. Uas ausgeiauie ™j>
„etrocknet Es
festigkeit der Pfropfcopolymerisate der Erfindung be- unter vermindertem Druck bei 150 C getrocknet. Es
enthält 13,3 Gewichtsprozent Kautschuk, und es hat folgende physikalische Eigenschaften:
Zerreißfestigkeit 536 kg/cma
lzod-Schlagzähigkeit 12,6 kg ■ cm/cm*
Beispiel 1 wird wiederholt, jedoch die Zusammensetzung des Lösungsmittels geändert. Der Kautschukgehalt
der Pfropf copolymerisate wurde so eingestellt,
daß er im Bereich von 12 bis 14 Gewichtsprozent liegt. Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhal-
tene Pfropfcopolymerisat hat eine beträchtlich verbesserte Schlagzähigkeit im Vergleich zu einem Pfropfcopolymerisat,
das nach dem aus der US-PS 35 38 190 mit n-Hexan als einzigem Lösungsmittel oder einem
Gemisch aus n-Hexan und Toluol hergestellt, worden ist. Beispiele für Mischyerhältnisse in Gewichtsprozent
von n-Hexan und Äthylacetat in Lösungsmittel· gemischen und ihr Einfluß auf die Dehnung, die
Schlagzähigkeit und die Zerreißfestigkeit der erhal·
ίο tenen Pfropfpolymerisate sind in der Tabelle zu
sammengeste'llt.
Die Dehnung wird nach der JlS-Prüfnomn K 630'
bestimmt.
Versuch Lösungsmittelgemisch
(Gewichtsprozent)
schlagzähigkeit
(%) (kg-cm/cm») (kg/cm1)
| n-Hexan Äthylacetat |
100 0 |
7,2 | 8,7 | 523 | Vergleichversuch |
| n-Hexan Äthylacetat |
70 30 |
8,0 | 10,6 | 526 | erfindungsgemäßes Verfahren |
| n-Hexan Äthylacetat |
50 50 |
19,8 | 14,3 | 520 | erfindungsgemäßes Verfahren |
| n-Hexan Äthylacetat |
40 60 |
9,6 | 21,2 | 458 | erfindungsgemäßes Verfahren |
| n-Hexan Äthylacetat |
30 70 |
1,2 | 24,0 | 375 | erfindungsgemäßes Verfahren |
| n-Hexan Toluol |
50 50 |
7,0 | 3,2 | 530 | Vergleichsversuch |
*) Verfahren gemäß US-PS 35 38 190.
509535
Claims (1)
1. Binäre oder tertiäre thermoplastische Pfropfcopolymerisate
aus einem kautschukartigen Äthy-Ien-Propylen-Copolymerisat
und einer aromatischen Yinylverbindung oder einem kautschukartigen
Äthylen-Propylen-Copolymerisat, einer aromatischen Vinylverbindung und einer Vinylcyanid-Verbindung,
dadurch gekennzeichnet, daß sie durch Polymerisation in Lösung in einem
Lösungsmittelgemisch aus
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| DE4429320A1 (de) * | 1994-08-18 | 1996-02-22 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von kautschukmodifizierten ABS-Formmassen durch nichtwäßrige Polymerisation in Gegenwart von Lösungsmitteln |
Also Published As
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