DE2303482A1 - Filterpresse aus thermoplastischen kunststoffen - Google Patents
Filterpresse aus thermoplastischen kunststoffenInfo
- Publication number
- DE2303482A1 DE2303482A1 DE19732303482 DE2303482A DE2303482A1 DE 2303482 A1 DE2303482 A1 DE 2303482A1 DE 19732303482 DE19732303482 DE 19732303482 DE 2303482 A DE2303482 A DE 2303482A DE 2303482 A1 DE2303482 A1 DE 2303482A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- filter press
- plates
- filter
- separating layer
- fluting
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D25/00—Filters formed by clamping together several filtering elements or parts of such elements
- B01D25/12—Filter presses, i.e. of the plate or plate and frame type
- B01D25/21—Plate and frame presses
- B01D25/215—Construction of the filter plates, frames
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Filtration Of Liquid (AREA)
- Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)
Description
Badiscbe Anilin- & Soda-Fabrik AG
Unser Zeichen: 0.Z.29 666 Wr/IG
6700 Ludwigshafen, 24.1.1973 Filterpresse aus thermoplastischen Kunststoffen
Die Erfindung betrifft Filterpressen aus thermoplastischen Kunststoffen, bestehend.aus mehreren mit Bohrungen für den
Zu- bzw. Ablauf der Betriebsmedien versehenen und auf ihren Stirnseiten Kannelierungen aufweisende Platten.
Es ist bekannt, für die Trennung von Stoffgemischen, deren Komponenten unterschiedliche Aggregatzustände haben, Filterpressen
einzusetzen. Man unterscheidet zwischen Rahmenfilterpressen und Kammerfilterpressen. Rahmenfilterpressen bestehen
aus in wechselnder Folge angeordnete Platten und Rahmen, die durch eine senkrecht zur Plattenebene wirkende Schließhydraulik
zusammengepreßt werden. Die Hohlräume der Rahmen werden dabei von Filtertüchern abgedeckt. Demgegenüber sind bei Kammerpressen
die Platten mit verstärkten Tragrahmen versehen, wodurch zwischen zwei benachbarten Platten der Raum für den
sogenannten Filterkuchen gebildet wird. Während die Rahmenfilterpresse im allgemeinen bei der Rückstandsfiltration
eingesetzt wird, findet die Kammerpresse vorwiegend bei der Klärfiltration Anwendung, da hierbei für das Waschen der Filterkuchen
keine besonderen Kanäle erforderlich sind.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift 1 436 274 sind weiterhin
Filterpressen mit einer oder mehreren Filterkammern bekannt, die auf zwei einander gegenüberliegenden Seiten durch je eine "
Preßmembrane mit kammerseitig vorgeschaltetem Filter begrenzt sind. Zwischen je zwei Kammern ist eine Metallplatte angeordnet,
die mit den aus elastischem Material, insbesondere Gummi, bestehenden und mit Kannelierungen versehenen Preßmembranen
belegt sind. Die Kammern können pneumatisch oder hydraulisch unter Druck gesetzt werden. Die notwendige Dichtung
zwischen der Membran und der Metallplatte wird dabei durch Einklemmen der Ränder dieser Teile in Rahmen bewirkt.
100/72 ' - 2 -
409831/0503
- 2 - O.Z. 29 666
Diese Filterpressen befriedigen Jedoch nicht in jeder Hinsicht,
sei es, daß lange Filtrations- und Waschzeiten erforderlich sind oder sei es, daß die einzelnen Platten bzw. Rahmen aufgrund
ihres hohen Eigengewichts schlecht zu handhaben sind. Ein weiterer Nachteil besteht in der geringen Korrosionsbeständigkeit
der einzelnen Elemente, insbesondere gegen saure Medien.
Unter Umgehung dieser Nachteile wurde nun eine einfachere und wirtschaftlichere Filterpresse giunden, erfindungsgemäß dadurch
gekennzeichnet, daß die Platten einstückig als Membranen ausgebildet sind, dergestalt, daß im Bereich der Kannelierung,
in der Plattenmitte, parallel zu den Stirnseiten eine Trennschicht verläuft. In einer besonders vorteilhaften Ausfiihrungsform
besteht die Trennschicht aus mindestens zwei FoHenlagen und wird durch Rundprofile begrenzt.
Unter Filterpressen im Sinne der Erfindung werden sowohl Rahmenfilterpressen als auch Kammerpressen verstanden. Die
Platten und Rahmen bestehen aus thermoplastischen Kunststoffen und werden in an sich bekannter Weise nach dem Preßverfahren
hergestellt. Geeignete thermoplastische Kunststoffe sind die für derartige Elemente üblicherweise verwendeten
Polymeren, wie Homo- und Copolymere des Äthylens, des Propylene, Polyamide oder Polyvinylchlorid.
Die Platten sind einstückig als Membranen ausgebildet und weisen auf ihren Stirnseiten Kannelierungen auf. Die Herstellung
der Membranen erfolgt beispielsweise durch in der Plattenmitte, parallel zu den Stirnseiten angeordnete Trennschichten.
Als Trennschichten kommen insbesondere Duroplastfolien, Zellglasfolien oder Papierfolien mit einem höheren
Schmelzpunkt als das für die Herstellung der Platten verwendete Material in Betracht. Die Folien der Trennscbichten
können aber auch aus gleichen Matalalien wie die Platten bestehen und beim Preßvorgang mit aufschmelzen, wobei zwischen
die Folienlagen Graphitpulver eingebracht wird. Besonders vorteilhaft ist die Anordnung von mit einem gasförmigen oder
flüssigen Medium gefüllten Kissen in den Platten.
409831 /0503 " 3 "
- 3 - O.Z. 29 666
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Trennschicht durch Rundprofile, beispielsweise Vollstäbe, aus
Polyamiden begrenzt sein. Diese Maßnahme führt zu höheren Festigkeiten in den Randzonen der Trennschichten. Um die beim
Spreizen der Membranen am Rande der Hohlräume auftretenden Kerbspannungen herabzusetzen, ist es zweckmäßig, die Trennfolie
bis in den Bereich des Schließdruckes der Filterpresse zu verlegen.
Eine weitere Möglichkeit, Membranfilterplatten herzustellen, ist
durch das Verschweißen getrennt vorgefertigter Einzelmembranen gegeben. Auch hier wird in der Plattenmitte eine Trennfolie
eingelegt, um die Schweißung auf den Randbereich zu begrenzen.
Eine beispielhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Filterpresse
ist in den Figuren 1 bis 3 schematisch dargestellt und im Folgenden näher beschrieben.
Es zeigt
Figur 1 einen Querschnitt durch zwei Plattenelemente mit
dazwischenliegendem Abstandsrahmen, Figur 2 eine Seitenansicht eines Plattenelements und
Figur 3 eine Seitenansicht eines Plattenelemer^-s mit
größerer Trennschicht.
Gemäß Figur 1 besteht die Filterpresse aus in wechselnder Folge angeordneten Platten (1) und Abstandsrahmen (2) mit dazwischen
befestigten Filtertüchern (3). Die Platten (1) sind auf ihren Stirnseiten mit Kannelierungen (4) versehen und können gegebenenfalls
in sogenannten" Tragrahmen (in der Zeichnung nicht dargestellt) eingesetzt sein. Durch eine Schließhydraulik werden bis
zu 80 derartiger Platten und Rahmen zusammengepreßt. Die Platten (1) bzw. Tragrahmen mit Abstandsrahmen (2) haben ebene Ränder
(8), so daß eine völlige Abdichtung des gesamten Systems gewährleistet ist.
Über Kanäle (5) und (6) fließt das Stoffgemisch durch das gesamte Platten-Rahmen-Faket in die Hohlräume (7). Die Filtertücher
(3) bewirken, daß die Feststoffe des Stoffgemisches
409831/0503 _4_
-K- O.Z. 29
in den Hohlräumen (7) zurückgehalten werden, während die flüssige
Komponente über die kannelierten Plattenflächen abfließt. Falls erforderlich wird die Flüssigkeit mehrmals durch das Filtersystem geleitet bis sie in hinreichender Reinheit vorliegt.
Der Feuchtigkeitsgehalt der Feststoffe wird nun durch Aufblähen der ebenen, membranartigen Filterspiegel (Platten) weiter
reduziert. Das Aufblähen erfolgt zweckmäßig hydraulisch oder mittels Druckluft, .die über die Bohrung (9) vom seitlichen
Plattenrand (Fig. 2) in die aus mindestens zwei Folienlagen (15) bestehende Trennschicht (10) eingepreßt wird.Aus Gründen
der Festigkeit und Elastizität der Platten (1) hat es sich insgesamt als zweckmäßig erwiesen, die Trennsehichten (10)
sowohl durch Rundprofile (11) als auch durchhinreichend große Radien (12) in den Plattenecken zu begrenzen, so daß eventuell
erforderliche Bohrungen (13) in diesen Bereichen außerhalb der Trennschicht (10) zu liegen kommen. Zur Verbesserung der
Beweglichkeit der beiden spreizbaren Plattenteile sowie zur Reduzierung der durch diese Bewegung auftretenden Biegespannungen
laufen die Kannelierungen (K) außerdem in halbkreisförmig ausgebildeten Nuten (14) aus.
Die erfindungsgemäße Filterpresse zeichnet sich durch einfachen Aufbau aus und ist dadurch außerordentlich unempfindlich gegen
Störungen. Besonders hervorzuheben sind die geringen Abmessungen und das daraus resultierende, gegenüber bekannten Filterpressen
wesentlich kleinere Eigengewicht. Ferner ist hierdurch eine bessere wirtschaftliche Ausnutzung der Filterpresse möglich.
Schließlich ist aufgrund der besonderen Eigenschaften der verwendeten Materialien hohe Korrosionssicherheit der einzelnen
Elemente gegeben.
409831/0503
Claims (3)
- - 5 - O.Z. 29 666Patentanspruch ef 1.] Filterpresse aus thermoplastischen Kunststoffen, bestehend aus mehreren mit Bohrungen für den Zu- bzw. Ablauf der Betriebsmedien versehenen und auf ihren Stirnseiten Kannelierungen aufweisende Platten, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (1) einstückig als Membranen ausgebildet sind, dergestalt, daß im Bereich der Kannelierung (4), in der Plattenmitte, parallel zu den Stirnseiten eine Trennschicht (10) verläuft.
- 2. Filterpresse gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennschicht (10) aus mindestens zwei Folienlagen (15) besteht.
- 3. Filterpresse gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennschicht (10) durch Rundprofile (11) begrenzt wird.Zeichn. Badisehe Anilin- & Soda-Fabrik AG409831 /0503Leerseite
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732303482 DE2303482A1 (de) | 1973-01-25 | 1973-01-25 | Filterpresse aus thermoplastischen kunststoffen |
| CH77174A CH566800A5 (de) | 1973-01-25 | 1974-01-21 | |
| FR7402274A FR2215258A1 (en) | 1973-01-25 | 1974-01-23 | Filter press with thermoplastic plates - having spaces which can be pressurised to achieve improved dewatering in the cake |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732303482 DE2303482A1 (de) | 1973-01-25 | 1973-01-25 | Filterpresse aus thermoplastischen kunststoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2303482A1 true DE2303482A1 (de) | 1974-08-01 |
Family
ID=5869870
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732303482 Pending DE2303482A1 (de) | 1973-01-25 | 1973-01-25 | Filterpresse aus thermoplastischen kunststoffen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH566800A5 (de) |
| DE (1) | DE2303482A1 (de) |
| FR (1) | FR2215258A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0051683A1 (de) * | 1979-09-10 | 1982-05-19 | CHEMOKOMPLEX Vegyipari Gép-és Berendezés Export-Import Vállalat | Filterplatte für eine Filterpresse |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2585264B1 (fr) * | 1985-06-04 | 1990-03-23 | Parmentier Alfred H | Filtres-presses |
| DE3672961D1 (de) * | 1985-06-04 | 1990-08-30 | Parmentier Alfred H | Verbesserungen und alternativen fuer filterpressen. |
-
1973
- 1973-01-25 DE DE19732303482 patent/DE2303482A1/de active Pending
-
1974
- 1974-01-21 CH CH77174A patent/CH566800A5/xx not_active IP Right Cessation
- 1974-01-23 FR FR7402274A patent/FR2215258A1/fr active Granted
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0051683A1 (de) * | 1979-09-10 | 1982-05-19 | CHEMOKOMPLEX Vegyipari Gép-és Berendezés Export-Import Vállalat | Filterplatte für eine Filterpresse |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2215258A1 (en) | 1974-08-23 |
| FR2215258B3 (de) | 1976-11-19 |
| CH566800A5 (de) | 1975-09-30 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1786571C3 (de) | Filterpresse | |
| DE2753559A1 (de) | Platte mit zusammengesetzter struktur und verfahren zu deren herstellung | |
| DE2358578B2 (de) | Filterplatte für eine Filterpresse | |
| EP0155458A2 (de) | Membranfilterplatte | |
| DE1546657B2 (de) | Mit Selektivpeimeablen Membranen ausgerüstetes Flüssigkeitstrenngerät | |
| EP0407756B1 (de) | Strangpresskopf | |
| DE3701862C2 (de) | ||
| DE3103464C2 (de) | Dichtungsrahmen für Elektrodialyse-Membranstapel | |
| DE3240953A1 (de) | Filterplatten/-membranaufbau fuer eine filterpresse | |
| DE8705679U1 (de) | Ebenes Filterelement mit einer Membran, die eine Filtrationslamellenzelle bildet, und Druckfilter mit Tangentialdurchfluß, das Stapel solcher Elemente umfaßt | |
| DE2415597A1 (de) | Kammerfilterpresse | |
| DE2303482A1 (de) | Filterpresse aus thermoplastischen kunststoffen | |
| DE2444224C3 (de) | Trennvorrichtung | |
| DE102016101638A1 (de) | Presse zum Herstellen eines Bauteils aus einem Faserverbundwerkstoff | |
| EP0143338A2 (de) | Dichtung aus mikroporösem Polytetrafluorethylen und Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE2825789C2 (de) | Verfahren zum Entfernen eines Bestandteiles aus einer Strömungsmittelmischung, Verwendung des Verfahrens und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE7440128U (de) | Filterpresse | |
| DE69707713T3 (de) | Filterkassette | |
| DE2918140C2 (de) | Dialysator | |
| EP0175878A2 (de) | Selbsttragender, formbeständiger Kohlenstoffverbundkörper und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE2931762A1 (de) | Randabgedichtete, mehrschichtige filterplatte | |
| DE4137475A1 (de) | Flachringdichtung | |
| AT237227B (de) | Kanten- oder Eckausbildung bei Formkörpern, wie Möbeln, Gehäusen usw., sowie Verfahren und Vorrichtung zu deren Herstellung | |
| DE2340139A1 (de) | Separator | |
| DE3502228C2 (de) |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OHA | Expiration of time for request for examination |