DE2300180A1 - Verfahren zur verbesserung der gemischbildung im zylinder einer brennkraftmaschine und nach diesem verfahren betriebene brennkraftmaschine - Google Patents
Verfahren zur verbesserung der gemischbildung im zylinder einer brennkraftmaschine und nach diesem verfahren betriebene brennkraftmaschineInfo
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Description
n .. R.{ :w:i MiV.lar-Börnef
riJ. Hime-t Uunieh Wey /oUU log
München 22
Dipl.Ing,Dr,Dr.h,c.Hans LIST, Graz
(Österreich)
Verfahren zur Verbesserung der Gemischbildung im
Zylinder einer Brennkraftmaschine und nach diesem Verfahren betriebene Brennkraftmaschine
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der Gemischbildung im Zylinder einer Brennkraftmaschine,
insbesondere bei Dieselmotoren mit direkter Einspritzung sowie eine nach diesem Verfahren betriebene
Brennkraftmaschine,
Um bei Motoren mit Gemischbildung im Zylinder und direkter Einspritzung eine gleichmäßigere Verteilung und innigere
Mischung von Kraftstoff und Verbrennungsluft zu erreichen, wurde bisher die Erzeugung einer Luftrotation der
in den Zylinder einströmenden Luft bezüglich der Zylinderachse als wirksamste Maßnahme angesehen, durch welche die
Verbrennungsluft den sternförmig angeordneten Kraftstoffstrahlen seitlich zugeführt wird. Unter den verschiedenen
bekannten Methoden zur Erzeugung dieser Luftdrehung im Zylinder hat sich die Ausbildung der Einlaßkanäle als Spiralkanäle
als wirksam erwiesen.
Andere bekannte Konstruktionen erreichen die beabsichtigte Luftdrehung im Zylinder durch Schrägkanäle, welche die
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über das Einlaßventil eintretende Verbrennungsluft in eine im wesentlichen tangenti.ale Richtung in Bezug auf die
Zylinderbohrung lenken« Weiters sind auch draller^zeugende Schirme an den Ventilen und verschiedene Blendenanordnungen
vor dem Ventilsitz bekanntgeworden, welche Einrichtungen gleichfalls einer verbesserten" Drehströmung im Zylinder
dienen.
Obwohl die bekannten Maßnahmen zur Erzeugung einer Luftrotation im Zylinder zweifellos Vorteile bezüglich einer
be.sseren Semischauf bereitung erbracht haben, ist es dennoch
damit nicht zu vermeiden, daß sich innerhalb des Brennraumes Bereiche mit wesentlich unterschiedlichem Luftüberschuß
ausbilden, wodurch der 7erbrennungsablauf ungleichmäßig wird. An Stellen mit kleinerem Luftüberschuß treten dabei höhere
Ve rbrennungs tempera tür ra auf. Durch hohe Verbrennungstemperaturen
wird aber die Bildung größerer Mengen von FO in unerwünschter Weise gefördert.
Bei der bisher üblichen Entwicklung von Brennkraftmaschinen
mit direkter Einspritzung stand die Absicht, große Leistungen und eine Verbesserung des Wirkungsgrades zu erhalten,
zumeist im Vordergrund, Gegenüber diesen Forderungen -mußten die Bestrebungen, den Anteil schädlicher Komponenten
im Abgas, insbesondere von Ή0 zu senken, zurückgestellt
werden. Die verstärkten Bemühungen des Umweltschutzes haben jedoch dazu geführt, daß dem Problem der Abgasentgiftung eine
ständig wachsende Bedeutung zugemessen wird.
Es ist daher das hauptsächliche Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Verbesserung der Gemischbildung
bei Brennkraftmaschinen mit innerer Verbrennung anzugeben,
durch die in erster Linie verhindert werden soll, daß das sehr giftige HO in größeren Mengen entsteht, und die sich
außerdem mit einfachen Mitteln verwirklichen läßt.
Die erfindungsgemäße Lösung dieses Problems besteht nun darin, daß der Luftstrom vor Eintritt in den Zylinder
mindestens teilweise dadurch in Turbulenz versetzt wird,
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daß er in zwei oder mehr Teilströme aufgeteilt wird und daß diese Teilströme im Winkel zueinander wieder zu einem
Strom zusammengeführt werden. Es hat sich gezeigt, daß durch die Schaffung dieser speziellen Strömungsverhältnisse
im Einlaßkanalsystem einer Brennkraftmaschine ein wesentlicher Einfluß auf die Gemischbildung im Zylinder genommen
werden kann. Die durch das Aufeinanderprallen der Teilluftströme hervorgerufene verstärkte Turbulenz der Strömung erhält
sich im Zylinder bis zur Einspritzung des Kraftstoffes und bewirkt eine intensive und insbesondere gleichmäßigere
Mischung der Luft mit dem eingespritzten Kraftstoff, als bei einer Gemischbildung f bei der keine Maßnahmen zur zusätzlichen
Turbulenzerzeugung in der Luft getroffen werden.
Als unmittelbare Folgeerscheinung der verbesserten Gemischaufbereitung ergeben sich nur relativ geringe lokale
Abweichungen des Luftüberschusses gegenüber dem Mittelwert desselben, sodaß das Entstehen von überdurchschnittlich
heißen Stellen im Brennraum weitgehend vermieden wird und nur verhältnismäßig geringe Temperaturdifferenzen zwischen
diesen Zonen und dem übrigen Brennraum auftreten. Es kommt daher zu rauchärmerer Verbrennung und zu einer wesentlichen
Reduzierung des NO -Anteiles in den Verbrennungsgäsen.
Die Güte der durch die Erfindung erreichbaren Mischung von Verbrennungsluft und Kraftstoff entspricht etwa den
Verhältnissen bei Vorkammermotoren, ohne daß jedoch der Ilachteil des verhältnismäßig größeren Energieverlustes
durch die Vorkammer in Kauf genommen werden muß.
Von besonderem Vorteil ist es, daß die erfindungsgemäß vorgesehenen Maßnahmen zur Erzeugung einer turbulenten
Strömung von den zur Erzeugung einer Luftrotation im Zylinder vorgesehenen Vorkehrungen unabhängig sind. Die Erfindung
kann deshalb für sich allein oder im Zusammenwirken mit bekannten drallerzeugenden Maßnahmen zur Anwendung gelangen.
Die Verbesserung der Gemischbildung wirkt sich außerdem so aus, daß der Voreinspritzwinkel, also der Winkel in
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Kurbelgraden vor dem oberen Totpunkt, bei dem die Einspritzung beginnt, verkleinert werden kann, ohne daß bei
der Verbrennung erhöhte Rußbiidung auftritt.
Eine spezielle Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß durch besondere Gestaltung des Einlaßkanals beim Eintritt der Luft in den
Zylinder über das Ventil im wesentlichen zwei Teilströme gebildet werden, die in verschiedener Drehrichtung um die
Zylinderachse kreisen und von denen der eine stärker ist als der andere, so daß insgesamt eine Rotation in Richtung des
stärkeren Stromes entsteht. Durch den Zusammenprall des stärkeren mit dem schwächeren Luftstrom wird die Turbulenz
im Zylinder verstärkt, ohne daß die als vorteilhaft erkannte Rotation der Luft um die Zylinderachse unterbunden wird.
Es hat sich gezeigt, daß es, im Gegensatz zu den bisher angewendeten
Prinzipien, für die Gemischbildung förderlich ist, wenn nur ein Teil der aus dem Ventil in den Zylinder eintretenden
Luft im Sinne der Kanalspirale rotiert, der übrige Teil aber so austritt, daß er durch die Zylinderwand zu einer
Gegendrehung veranlaßt wird und daher mit dem Hauptluftstrom
zusammenprallt.
In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, daß der durch die Turbulenz verursachte Strömungsverlust
durch Aufladung kompensiert wird, so daß ein Liefergrad entsteht, der nahezu gleich dem Liefergrad des
Motors ohne Turbulenzmaßnahmen' oder größer als dieser ist.
Der Vorteil der verbesserten Gemischaufbereitung bleibt durch diese Maßnahmen unberührt.
Die Erfindung ist weiters auf die bauliche Gestaltung
von Brennkraftmaschinen mit Gemischbildung im Zylinder unter
Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens gerichtet. Eine bevorzugte Ausführungsform einer solchen Brennkraftmaschine
ist dadurch gekennzeichnet, daß jeder Teilstrom durch einen separaten Kanal hindurchgeleitet ist und sich die Einzelkanäle
vor dem Einlaßkanal vereinigen. Diese Ausbildung
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zeichnet sich nicht nur durch ihre "bauliche Einfachheit
aus, sondern sie erlaubt es auch, vorhandene Motoren ohne wesentliche bauliche Änderungen im Sinne der Erfindung
auszurüsten. So kann beispielsweise an die Stelle des üblichen
Ansaugrohres ein gegabelter Rohrstutzen treten, der die beiden im Winkel zusammenlaufenden Kanäle für die beiden
Teilluftströme enthält.
Bei Brennkraftmaschinen mit zwei oder mehreren, an ein gemeinsames Ansaugsammelrohr angeschlossenen Zylindern
ist es in weiterer Ausgestaltung der Erfindung von Vorteil, wenn die Einzelkanäle in das Ansaugsammelrohr vor den Abzweigungen
der Einlaßkanäle einmünden. Dadurch wird die bauliche Gestaltung des Einlaßsystems einschließlich der Einrichtungen
zur Erzeugung der turbulenten Strömung wesentlich vereinfacht.
Eine andere Ausführungsmöglichkeit einer Brennkraftmaschine nach der Erfindung ergibt sich dadurch, daß der
Querschnitt des Einlaßkanals in an sich bekannter t/eise durch Einbauten unterteilt ist, die sich nur über einen Teil
der Einlaßkanallänge erstrecken. Es ist zwar schon eine Vierventil-Brennkraftmaschine bekannt, bei der die beiden
Einlaßventile an einen gemeinsamen Einlaßkanal angeschlossen sind, der durch einen miteingegossenen hohlen Butzen,
durch den auch eine der Zylinderkopf-Befestigungsschrauben hindurchgeht, in zwei Teilkanäle unterteilt ist. Diese Anordnung
bezweckt jedoch nicht die Entstehung einer Wirbelströmung sondern sie- unterstützt vielmehr nur die Aufteilung
des Luftstromes auf die beiden Einlaßventile,
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können bei der
letztgenannten Motorkonstruktion die Einbauten aus einem oder mehreren, quer zur Kanalachse sich erstreckenden Stäben,
Rippen od.dgl. bestehen. Wesentlich für den erfindunggemäßen
Effekt ist dabei eine solche Anordnung und Formgebung der Einbauten, daß die dazwischen hindurchtretenden
Teilströme hinter den Einbauten im Winkel aufeinandertreffen und dadurch Turbulenz erzeugt wird,
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lach einem weiteren Erfindungsmerkmal können aber die Einbauten auch als quer zur Kanalachse angeordnete
Gitter ausgebildet sein. Der zwischen den G-itterstäben
freibleibende Querschnitt ist dann so zu bemessen, daß der--- Strömungswiderstand im Einlaßkanal innerhalb zulässiger
Grenzen bleibt.
Bei Anwendung der Erfindung bei einer Brennkraftmaschine mit als Spiralkanäle ausgebildeten Einlaßkanälen,
die vor dem spiralförmigen Kanalteil eine eine Abreißkante bildende Kanalzunge aufweisen, ist in V/eiterbildung des
Erfindungsgedankens vorgesehen, daß ein Teilstrom über eine Aussparung der Kanalzunge in Richtung zur Achse des Einlaßventiles
geleitet u.iä dort mit dem Hauptluft strom zusammengeführt
ist. In diesem Falle entsteht die erhöhte Turbulenz der Strömung in der Kanal spirale kurz vor Eintritt
in den Zylinder, wobei sich die Drehströmung zufolge des Spiralkanals und die durch das Aufeinanderprallen der
beiden Teilströme oberhalb des Einlaßventiles entstandene
zusätzliche Turbulenz überlagern und in ihrer Wirkung ergänzen.
Schließlich kann bei einer Brennkraftmaschine mit als Spiralkanäle ausgebildeten Einlaßkanälen, die vor dem
spiralförmigen Kanalteil eine Kanalzunge aufweisen, nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung die Kanalzunge
vom Ventilführungsbutzen bis zum Außendurchmesser annähernd gerade und tangential an den Ventilführungsbutzen verlaufen
und mit der Verbindungslinie von Zylindermitte und Ventilmitte einen spitzen Winkel einschließen, der vorzugsweise
weniger als 60° beträgt. Diese Kanalgestaltung führt zur Ausbildung der erwähnten Gegenströmung der beiden in den
Zylinder mit entgegengesetztem Drehsinn bezüglich der Zylinderachse eintretenden Teilströme,
Die Erfindung wird im folgenden anhand in der Zeichnung zum Teil schematisch dargestellter Ausführungsbei-
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spiele näher erläutert. Es zeigen: Pig, 1 einen Vertikalschnitt
eines Zylinderkopfes der erfindungsgemäßen Bauart,
Pig. 2 einen Korizontalsclmitt des Zylinderkopfes nach
Pig, 1, die Pig, 3 Ms 8 je ein Ausführungsbeispiel einer
Einlaiikanalanordnung nach der Erfindung, Fig, 9 die Vorderansicht
und j?ig, 10 einen Horizontal schnitt eines Einlaßkanal es nach der Erfindung, Pig. 11 die Vorderansicht und
Fig. 12 einen Horizontalschnitt einer anderen Ausführungsform
eines EinlaBkanales nach der Erfindung, die Pig, 13 bis 17 Vorderansichten v/eiterer Ausführungsmöglichkeiten
von Einlaßkar?Ιο::, "nach den erfindungsgemaßen Prinzip, Pig,
18 die scheraaticohe Draufsicht einer Mehrzylinder-Brennkraftmaschine
nach der Erfindung, Pig, 19 die schematische
Ansicht eines Spiraikanals nach der Erfindung ,in Richtung
des Pfeiles XIX in Pig. 21 gesehen, Pig, 20 einen Schnitt nach der Linie XX-XX und Pig. 21 einen weiteren Schnitt
nach der Linie XXI-XXI in Pig. 19»
Der Zylinderkopf 1 einer wassergekühlten Brennkraftmaschine nach Pig. 1 und 2 besitzt ein Einlaßventil 2 und
ein Auslaßventil 3, deren Ventilkanäle nach einander gegenüberliegenden Seitenwänden des Zylinderkopfes 1 verlaufen.
Der Sinlaßkanal 4 ist als Spiralkanal mit i«r: den Schaft
des Einlaßventils 2 gewundenem, zum Ventil hin abfallenden spiralförmigen Abschnitt 5 ausgebildet, Der Auslaßkanal
ist mit 6 bezeichnet.
An der saugseitigen Zylinderkopf-Seitenwand 7 ist ein V-förmiger Rohrstutzen 8 angeflanscht, der zwei im
spitzen Winkel zueinander verlaufende Kanäle 9 und 10 enthält, über diese Kanäle 9 und 10 wird der Einlaßkanal 4
mit Verbrennungsluft beaufschlagt. Die Strömung in den
Kanälen 9 und 10 ist durch Pfeile veranschaulicht. An der Übergangsstelle der Kanäle 9 und 10 zürn Einlaßkanal 4
prallen die beiden Teilluftströme in einem Winkel s.ufein-
•UÖJ. ,
sodaß in diesem Bereich des Einlaßsystems starke
il en ζ auftritt. Die turbulent strömende Verbrennung.?·
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luft erhält sodarm im spiralförmigen Abschnitt 5 des
Einlaßkanales 4 eine zusätzliche Drehung. Durch die Überlagerung der Turbulenz und Rotation kommt es zu
einer sehr gleichmäßigen Verteilung der über das Einlaßventil 2 eintretenden Verbrennungsluft im betreffenden
Zylinder der Brennkraftmaschine und zu einer innigen Mischung von Kraftstoff und Verbrennungsluft im Zylinder.
Als besonderer Effekt dieser Strömungsverhältnisse tritt eine Vergleichmäßigung der Verbrennungstemperatur
im Zylinder- ein, durch die der NO -Anteil in den Verbrennungsgasen absinkt.
Die beabsichtigte Turbulenz der Verbrennungsluft kann auch durch Einbauten im Einlaßsystem erreicht werden,
durch die der Luftstrom in zwei im V/i nice I zueinander
verlaufende Teilströme Q^ und Qp unterteilt wird,
die sich hinter den betreffenden Einbauten wieder zu' einem gemeinsamen turbulenten Luftstrom vereinigen.
Solche Anordnungen sind aus den Pig. 3 bis 8 ersichtlich.
Bei der Ausführung nach Fig. 3 ist in der Abzweigung 11 des.Ansaugrohres 12 zum Einlaßkanal 4 ein hohler Einsatz
13 miteingegossen, der den Einlaßquerschnitt in zwei im spitzen Winkel zueinander verlaufende Einzelkanäle 9'
und 10' für die beiden Teilströme unterteilt. Turbulenz tritt hier schon im vordersten Teil des Einlaßkanales
4 ein.
Die Konstruktion nach Fig. 4 unterscheidet sich von der Ausführung nach Fig. 3 im wesentlichen nur dadurch,
daß das Ansaugrohr 12 näher an die saugseitige Zylinderkopf- Seitenwand 7 herangerückt ist und der Einsatz 14
als vollwandige, bis an die Zylinderkopf-Seitenwand 7 vorgezogene Rippe ausgebildet ist.
Fig,' 5- zeigt "die Anwendung des Erfindungsgedankens
bei einem Einlaßkanal 4- mit ausgeprägter Spirale 5. Hier
findet eine Überlagerung von Turbulenz und Rotation der Verbrennungsluft wie im Falle der Ausführung nach Fig. 1
und 2 statt.
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Die Anordnung nach Fig, 6 unterscheidet sich vom vorgenannten Ausführungsbeispiel im wesentlichen dadurch,
daf3 die eine Abreißkante bildende Kanalzunge 15 des Einlaßkanals 4 eine etwa rechteckförmige Aussparung 16 besitzt,
durch die ein Teilluftstrom hindurchtritt, der im wesentlichen gegen den Schaft des Einlaßventiles 2 gerichtet
ist, Dieser Teilluftstrom prallt mit dem über die Kanalzunge 15 in den spiralförmigen Kanalabschnitt 5 geleiteten
Hauptluftstrom noch vor dem Eintritt in den Zylinder zusammen, sodaß es dort zu einer zusätzlichen Turbulenz
kommt, welche dem im spiralförmigen Kanalteil 5 entstehenden Drall überlagert ist.
Wie die Fig. 7 und 8 zeigen, können die zur Aufteilung der Verbrennungsluft in zwei Teil.ströme vorgesehenen
Einbauten erforderlichenfalls auch innerhalb des Einlaßkanals 4 angeordnet werden. In beiden Fällen bestehen die
Einbauten aus einer miteingegossenen Rippe 14 mit etwa tropfenförmigem Querschnitt, dessen Spitze dem Einlaßventil
2 zugewendet ist. Das Ansaugrohr 12 kann bei diesen beiden Ausführungen bis unmittelbar an die Zylinrierkopf-Seitenwand
7 herangerückt werden.
Bei der Ausführung nach Fig. 9 und 10 weist der Einlaßkanal
4 zwecks Ausbildung der beabsichtigten turbulenten Strömung zwei Einbauten in Form von querverlaufenden parallelen
Rippen 17 auf. Es sind dann zwei Bereiche vorhanden, in denen durch den Aufeinanderprall der durch Pfeile veranschaulichten
Teilströme Turbulenz auftritt, sodaß eine
gleichmäßigere Verteilung der turbulent strömenden Luft über den Kanalquerschnitt erreicht wird.
Wie die Fig, 11 und 12 zeigen, können die Einbauten zur Erzeugung einer turbulenten Strömung im Einlaßkanal 4
auch die Form eines Gitters aufweisen, welches im dargestellten Fall aus vier radialen Rippen 18 und konzentrisch
angeordneten ringförmigen Rippen 19 besteht. Die Zone,
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in der die turbulente Strömung entsteht, verteilt sich
daher nahezu über den gesamten Querschnitt des Einlaßkanales
4.
Aus den Fig. 13 bis 17 sind verschiedene Ausführungsmöglichkeiten von turbulenzerzeugenden Einbauten
im Einlaßkanal ersichtlich. Die jeweils ^günstigste Form
und Anordnung der Einbauten läßt sich für die betreffende Motorengattung jeweils durch Versuche bestimmen. In
Fig. 13 ist nur eine seitlich angeordnete Rippe 20 vorhanden, die einen Teil des L^ftstromes seitlich ablenkt,
sodaß dieser mit dem geradlinig strömenden Hauptluftstrom
im Winkel aufeinanderprallt. Es hat sich gezeigt, daß
Turbulenz im Einlaßkanal auch durch eine Rippe 21 erreicht werden kann, welche, 'ie 'Fig, 14 zeigt, nicht über den
gesamten Kanalquerschnitt durchgeht.
Die jeweils günstigste Anordnung und Lage der Rippen im Einlaßkahal 4 hängt sowohl von den Strömungsverhältnissen
im Ansaugrohr als auch vom Verlauf des hinter der Rippe befindlichen Teiles des Einlaßkanals 4 ab. So
kann es sich beispielsweise als günstig erweisen, gemäß Fig. 15 eine in bezug auf die Kanalmitte versetzte, zur
Achse des zugehörigen Zylinders senkrechte Rippe 22 vorzusehen oder gemäß Fig. 16 eine schrägstehende Rippe 23
anzuordnen, hinter der sich der Einlaßkanal 4 verengt. Eine ähnliche Ausführung, jedoch mit zur Achse des zügehörigen
Zylinders paralleler Rippe 24 zeigt Fig. 17, Eine weitere Möglichkeit, um insbesondere-hei einer
mehrzylindrischen Brennkraftmaschine die erwünschte Turbulenz der Verbrennungsluft im Einlaßsystem zu erreichen,
ist aus Fig. 18 ersichtlich. Hier werden die Zylinder 36 des Motors in bekannter V/eise von einem gemeinsamen
Arisaugsammelrohr 37 gespeist. Das Auspuffsammeirohr
ist mit 38 bezeichnet. Die Verbrennungsluft wird dem
AnsaugsammeIrohr 37 über zwei im Winkel zueinander angeordnete
Teilkanäle 9", 10" zugeleitet, sodaß Turbulenz
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schon in dem mit 39 bezeichneten Bereich des Ansaugsammelrohres
37 eintritt. Es hat sich gezeigt, daß die Turbulenz der Strömung auch noch bis zu dem vom Bereich
39 am weitesten entfernten Zylinder 36 aufrechterhalten
bleibt, sodaß im allgemeinen sich weitere turbulenzfördernde Maßnahmen im Bereich der Anschlußstellen der
Einlaßkanäle an die Sammelleitung 37 erübrigen. Die Anordnung nach Fig. 18 zeichnet sich durch ihre besonders
einfache bauliche Gestaltung aus.
Außer den "bereits gezeigten Anordnungen zur Erzeugung
einer turbulenten Strömung im Einlaßkanalsystem ist im Rahmen der Erfindung auch eine Kanalgestaltung möglich,
bei der die zusätzliche Turbulenz im wesentlichen erst im Zylinder selbst entsteht. Dies wird gemäß Pig,19
bis 21 durch eine besondere Formgebung und Stellung des Einlaßkanales 25 in bezug auf die Zylinderwand 26 erreicht.
Die dargestellte Konstruktion beruht auf der Erkenntnis, daß eine beträchtliche Erhöhung der Turbulenz
im Zylinder selbst entsteht, wenn der Luftstrom, welcher aus dem Einlaßventil 27 in den Zylinder eintritt, nur
zum Teil im Sinne der Kanalspirale 28 rotiert, der übrige Teil des Luftstromes aber so austritt, daß er durch die
Zylinderwand 26 zu einer Gegendrehung abgelenkt wird und daher mit dem Hauptluftstrom zusammenprallt.
In Fig. 19 sind scheinatisch Teile der entsprechenden
Stromlinien eingetragen. Die aus dem Ventilspalt austretenden Stromlinien 40, 41 sind aus der radialen
Richtung zum Teil im Uhrzeigersinn, zum Teil entgegen dem Uhrzeigersinn herausgedreht. Die Geschwindigkeitsvektoren
des Stromes nach den im Uhrzeigersinn von der radialen Richtung abweichenden Stromlinien 40 bewirken eine Rechtsdrehung und v/erden bei Annäherung an die Zylinderwand 26
und durch gegenseitige Beeinflussung zu kreis- oder sjjiralförmigen Stromlinien gekrümmt.
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-Ί2 -
Bei der dargestellten Form des Einlaßkanals 25 sind Austrittesfcromlinien 41 vorhanden, deren Richtung
entgegen dein Urhezigersinn von der radialen Richtung
der Ventilöffnung abweicht. Diese ergeben eine Gegendrehung, welche durch den benachbarten Teil der Zylinder
v/an d 26 noch unterstützt wird. Der Hauptstrom 40·,
der rechtsdrehend ist, stößt innerhalb des Zylinders in dem durch gestrichelte Linien angedeuteten Bereich
42 auf den entgegendrehenden kleineren Mengenstrom 41 ', wodurch ein sehr intensives Wirbelgebiet entsteht. JJa
die Masse der Gegenströmung 41' geringer ist als die des
Hauptstromes 40', resultiert insgesamt, eine Rechtsdrehung
der Zylinderladung, mit v/elcher die kleinen »«irbel
des umrandeten Gebietes 42 mitschwimmen..
Es hängt sehr von der Lage der Spiralzunge 29 ab,
ob eine ausreichende Gegenströmung oder nur eine gleichsinnige Rotation der gesamten einströmenden Ladung' im
Zylinder zustandekommt. Um Strömungsverhältnisse mit ausgeprägter Gegenströmung herbeizuführen, verläuft die
Spiralzunge 29 des Einlaßkanals 25 vom VentilfUhrungsbutzen
30 bis zum Außendurchmesser des Kanals annähernd gerade und tangential an den Ventilführungsbutzen 30
und schließt mit der Verbindungslinie 31 von Zylindermitte
32 und Ventilmitte 33 einen spitzen 'Winkel °^>
ein, "welcher kleiner als 60° ist. Dreht man das Ende 29 der Kanalspirale in Fig. 19 nur um etwa 5° im Uhrzeigersinn, dann
ist die Gegenströmung 41' so stark vermindert, daß der gewünschte Effekt, nämlich konstantes Rauchverhalten unabhängig
von der Zündeinstellung, verlorengeht,
-V/as die Quers'chnittsgestaltung des spiralförmigen
Teiles 28 des Einlaßkanals 25 betrifft', so hat sich die Einhaltung der folgenden, aus !«"ig. 20 und 21 ersichtlichen
Winkel der Kanalwände in bezug auf die Ventilachse
33 als besonders günstig erwiesen: Der Winkel β zwischen
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der oberen Kanalwand 34 und der Ventilachse 33 soll etwa 30 bis 60 und der Winkel Jf zwischen der Soitenwand
35 des Kanals und der Ventilachse 33 soll etwa. 20 bis 50° betragen. Durch die richtige Wahl dieser
Winkel erreicht man, daß der Haupt strom und dei* entgegengesetzt drehende Teilstrom, welche sich in Spiralenform
im Zylinder nach unten bev/egen, et v/a mit gleicher Steigung in den Zylinder eintreten, sodaß es zu einem
intensiven Zusammenprall kommt. Bei sehr unterschiedlicher Steigung könnten die beiden Ströme kreuzend aneinander
vorbeilaufen, wodurch die Bildung kleiner Wirbel vermindert würde.
Die günstigsten Winkel- und Querschnittsverhältnisse werden zweckmäßigerweise ebenfalls empirisch ermittelt.
Durch die turbulente Strömung entsteht ein Strömungsverlust, der den Liefergrad, also die in den Zylinder
eintretende verhältnismäßige Luftmenge, vermindert»
Um dies zu kompensieren, kann die Brennkraftmaschine mit einem Abgasturbogebläse in bekannter V/eise aufgeladen
werden, sodaß etv/a derselbe Liefergrad wie bei der Brennkraftmaschine
ohne Aufladung und ohne zusätzliche Turbulenzeinrichtung gewährleistet ist.
309832/085 2
Claims (1)
- -H-a t e n t a n s p r ü ehe.j Verfahren zur Verbesserung der Gemischbildung im Zylinder einer Brennkraftmaschine, insbesondere bei Dieselmotoren mit direkter Einspritzung, dadurch gekennzeichnet , daß der Luftstrom vor Eintritt in den Zylinder mindestens teilweise dadurch in Turbulenz versetzt wird, daß er in zwei oder mehr Teilsbröme aufgeteilt wird, und daß diese Teilströme im Winkel zueinander wieder zu einem Strom zusammengeführt werden.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch besondere Gestaltung des Einlaßkanals beim Eintritt der Luft in den Zylinder über das Ventil im wesentlichen zwei Teilströme gebildet we !/den, die in verschiedener Drehrichtung um die Zylinderachse kreisen und von denen der eine stärker ist als der andere, sodaß insgesamt eine Rotation in Richtung des stärkeren Stromes entsteht.Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die Turbulenz verursachte Strömungsverlust durch Aufladμng kompensiert wird, so daß ein Liefergrad entsteht, der nahezu gleich dem Liefergrad des Motors ohne Turbulenzmaßnahmen oder größer als dieser ist»Brennkraftmaschine mit Gemischbildung im Zylinder nach dem Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß jeder Teilstrom (Q-IJ Qo) durch einen separaten Kanal (9,1O;9f,1O') hindurchgeleitet ist und sich die Einzelkanäle vor dem Einlaßkanal (4) vereinigen (iFig,1 bis 6). Brennkraftmaschine nach Anspruch 4, mit zwei oder mehreren an ein gemeinsames Ansaugsammelx-ohr angeschlossenen Zylindern, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelkanäle (9",1O11) in das Ansaugsaniruelrohr (37)309832/085 2vor den Abzweigungen der Einlaßkanäle einmünden (Fig. 18).6. Brennkraftmaschine mit Gemischbildung im Zylinder nach dem Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der querschnitt des liinlaßkanals (4) in an sich bekannter Weise durch lünbauten (11, 17 bis 24) unterteilt ist, die sich nur über einen Teil der läinlaßkanallänge erstrecken (Fig.7 bis 17)«7. Brennkraftmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einbauten aus einem oder mehreren, quer zur Kanalaohse sich erstreckenden Stäben, Rippen (14, 17 bis 24) od.dgl, bestehen.8# Brennkraftmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einbauten als quer zur Kanalachse angeordnete Gitter (18, 19) ausgebildet sind (Fig. 11, 12).9» Brennkraftmaschine mit Gemischbildung im Zylinder nach dem Verfahren nach Anspruch 1, mi t als Spiralkanäle ausgebildeten Einlaßkanälen, die vor dem spiralförmigen Kanalteil eine eine Abreißkante bildende Kanalzunge aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teilstrom über eine Aussparung (16) der Kanalzunge (15) in Richtung zur Achse des Einlaßventiles (2) geleitet und dort mit dem Hauptluftstrom zusammengeführt ist (Fig. 6).
10. Brennkraftmaschine mit Gemischbildung im Zylinder nach dem Verfahren nach Anspruch 2, mit als Spiralkanäle ausgebildeten Einlaßkanälen, die vor dem spiralförmigen Kanalteil eine Kanalzunge aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanalzunge (29) vom VentilfUhrungsbutzen (27) bis zum Außendurchmesser annähernd gerade und tangential an den Ventilführungsbutzen verläuft und mit der Verbindungslinie (31) von3098 3 2/08S2Zylindermitte (32) und Ventilmitte (33) eirien spitzen Winkel einschließt, der vorzugsweise weniger als 60° beträgt.20.12.1972
Kr/E3098 3 2/0852i?Leerseite
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