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DE238938C - - Google Patents

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Publication number
DE238938C
DE238938C DENDAT238938D DE238938DA DE238938C DE 238938 C DE238938 C DE 238938C DE NDAT238938 D DENDAT238938 D DE NDAT238938D DE 238938D A DE238938D A DE 238938DA DE 238938 C DE238938 C DE 238938C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
branches
twigs
leaves
branch
sheet
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Active
Application number
DENDAT238938D
Other languages
English (en)
Publication of DE238938C publication Critical patent/DE238938C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41GARTIFICIAL FLOWERS; WIGS; MASKS; FEATHERS
    • A41G1/00Artificial flowers, fruit, leaves, or trees; Garlands
    • A41G1/04Garlands; Assembly of garlands

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Decoration Of Textiles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Auf den Theaterbühnen werden zur Ausschmückung der Szenerie künstliche und natürliche Pflanzen, Blumenbüsche, Sträucher und Bäume verwendet, im Gegensatz zur früheren, veralteten Art der Ausgestaltung der Szene, wo diese Dekorationsstücke nur auf Leinewand gemalt und auf Holzrahmen ausgesteift waren.
Diese Pflanzen, Büsche usw. und deren Laub,
ίο wie sie bisher angefertigt oder von Gärtnern präpariert werden, sind beim Gebrauch sehr empfindlich und oft schon in kurzer Zeit zerzaust und verbogen oder unbrauchbar, weil das Laub auf weichen Draht befestigt ist, sich sehr leicht verbiegt und diese Gestaltsänderungen beibehält.
Ferner nehmen diese Büsche, Bäume usw. in den Magazinen sehr viel Platz in Anspruch und müssen wegen Platzmangel nahe zusammengerückt und gedrückt werden, was ebenfalls zu ihrem Unbrauchbar werden beiträgt. Daher müssen viele Bühnen die Verwendung dieser plastischen Dekorationsstücke auf das Allerwichtigste einschränken und namentlich deren Dimensionen in bescheidenen Grenzen halten.
Vorliegende Erfindung bezweckt und ermöglicht die Herstellung von Sträuchern, Bäumen, Blumenbüschen, Palmen, Schilf, Lauben usw.
und deren Gruppierungen zu Theaterzwecken und von Festdekorationen, deren Erfindungsmerkmal darin besteht, daß künstliche Blätter zu Zweigen und Ästen auf Rohr oder Stahldraht vereinigt werden und diese Zweige und Äste auf ein beliebiges, verstellbares, gleich- oder ungleichschenkliges Scherensystem aus Holz, Rohr oder Metall mit Schnur, Draht oder elastischem Material gelenkig befestigt und künstlerisch geordnet werden, wodurch Dekorationen entstehen, die den Eindruck von natürlichen Büschen, Bäumen, Sträuchern machen, welche durch Zusammenschieben verkleinert oder durch Auseinanderziehen vergrößert werden können. Im ersteren Falle beanspruchen sie einen sehr bescheidenen Platz, und im letzteren Falle können sie in verschiedenen Größen gebraucht werden, was bei den bis jetzt im Gebrauch befindlichen Dekorationsstücken vollkommen ausgeschlossen ist.
Auf Blatt I stellt Fig. τ, ia und ib z. B. ein solches Dekorationsstück auseinandergezogen in seinem breitesten Stand dar, während in Fig. 3 und 3 a dasselbe zusammengeschoben in seinem schmälsten, aber höchsten Stand und in Fig. 2 und 2 a in einer Zwischenstufe dargestellt ist.
Auch kann man auf ähnliche Weise Lauben und Durchgangspforten nachbilden (vgl. z. B. Blatt III, Fig. 5 und 6) oder Festdekorationen (vgl. Blatt IV; wo in Fig. 7, 8, 9, 10 z. B. zwei Dekorationselemente dargestellt sind, welche sich auf verschiedene Größen und Formen zusammen- oder auseinanderschieben lassen und mit denen durch Zusammenstellung Innenräume oder Fassaden usw. ausgeschmückt werden können).
Die auf Blatt II, Fig. 4 bis 4g (Äste ι, 4, 9, 15, 23) dargestellten Befestigungsarten der
Zweige und Äste, deren Auswahl je nach ' Zweckmäßigkeit erfolgt, sichern den richtigen gewünschten Stand der Äste beim Zusammenschieben oder Auseinanderziehen des Dekorationsstückes, und zwar derart, daß die einen Äste beim Verstellen des Scherensystems zurückbleiben, während die anderen hervortreten, wodurch eine Verschränkung in den Aststellungen eintritt, welche dem Schütze der Blätter
ίο dient.
Die verschiedenen Befestigungsarten der Zweige und Äste (ζ. B. ι, 4, g, 15 und 23, Blatt II) sind folgende:
Ast ι ist durch die in den Knotenpunkten des Scherensystems befestigten ösen 2 und 3 hindurchgesteckt und bei 2 fest, dagegen in 3 lose, oder umgekehrt (Blatt II, Fig. 4 und 4 a). Der Ast 4 ist auf der Schere bei 5 beweglich bzw. gelenkig befestigt. Der Draht, Schnur u. dgl. 6 ist am Ast bei 7 festgebunden, geht durch die Öse 8 hindurch und ist wieder bei 5 an der Schere festgebunden (Fig. 4 b und 4 c).
Der Ast 9 (Fig. 4 d) ist bei 10 an der Schere gelenkig befestigt. Die Schnur oder elastisches Material 11 ist bei 13 an der Schere und bei 14 am Ast — bzw. höher — angebunden, wobei die Länge der Schnur usw. sich nach der gewünschten Stellung des Astes richtet.
Der Ast 15 (Fig. 4g und 4a) ist bei 16 an der Schere gelenkig befestigt, die Schnur 17 ist am Ast bei 18 oder nach Bedarf höher angebunden, geht durch die öse ig und 20 und ist bei 21 und 22 an der Schere festgebunden.
Nach Bedarf sind die Äste nicht zwischen zwei Knotenpunkten des Scherensystems, sondern an beliebigen senkrecht übereinanderliegenden Punkten der vorderen Stäbe befestigt, wie Ast 23 (Fig. 4ε) veranschaulicht..
An den vorderen Stäben sind am unteren Ende kleine Knaggen 24 aus beliebigem Material befestigt, deren äußere Enden durch eine Gummischnur 25 verbunden sind. Die Knaggen bilden den Fuß des Busches und sind durch einen Leinewandstreifen 26, welcher als Erdreich bemalt ist, verkleidet. Zur Verkleidung des Scherensystems dienen die gefärbten Leinewandstreifen 27, 28, 29. Diese sind am unteren Ende laubartig ausgezackt und so befestigt, daß die Scheren auseinander- und zusammengezogen werden können. Auf diese Leinewandstreifen sind Blätter teils aufgemalt, teils befestigt.
Die zur Herstellung dieser Dekorationen nötigen Blätter müssen in bezug auf Elastizität und Festigkeit hohen Anforderungen genügen, was ganz besonders für das gute Haften der Blätter an den Stielen gilt, weil sonst beim vollständigen Zusammenschieben der Dekorationen die Blätter bleibende Gestaltsänderungen erleiden oder sich von den Stielen loslösen, wodurch das Dekorationsstück nach kurzem Gebrauch unansehnlich und unbrauchbar würde.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung liegt daher in der Herstellung der künstlichen Blätter aus Stoff, Papier o. dgl., und besteht darin, daß die Rippen (Stiele) aus Stahldraht, rundem oder gespaltenem Rohr, Fischbein u. dgl. in auf der Oberfläche des Blattes angebrachter Rinne vollständig im Klebestoff eingebettet und auf 3/4 ihres Umfanges von der Rinne umfaßt werden.
Blätter mit elastischen Stielen oder auf der Oberfläche des Blattes aufgeklebten Rippen sind schon bekannt, aber nach den Erfahrungen des Erfinders für den in Frage kommenden Zweck nicht geeignet. Als Klebemittel eignet sich z. B. Leim mit Glyzerinzusatz.
Die Befestigungsweise des Blattes auf den elastischen Rippen bzw. Blattstielen ist aus Blatt IV, Fig. 11 und 11 a, ersichtlich. Die Rinne 2 bietet mit ihren Wandungen eine große Klebefläche, die den Stiel (Rippe) 1, welcher vollständig im Klebstoff 3 eingebettet ist, auf drei Seiten umgibt, wodurch ein hervorragendes Haften des Blattes an dem Stiel (Rippe) bewirkt wird, was bei der Widerspenstigkeit des Stahldrahtes mit den bekannten Befestigungsarten nicht so einfach zu erreichen ist.
Einzelne Pflanzen und kleine Büsche, Bäumchen usw., bei welchen die Platzfrage keine Rolle spielt, sind ohne Scherensysteme aus dem beschriebenen Laube und dem elastischen Material hergestellt.
Für billigere Ausführungen oder zu Gelegenheitszwecken können natürliche (präparierte) Äste und Zweige auf Scherensystemen zu Büschen usw. oder zu Festdekorationen vereinigt werden.
Will man Blüten an den Zweigen der Büsche usw. haben, so steckt man sie in dünne Röhrchen aus Metall o. a., welche in die Doldenenden der Zweige eingebunden sind. Der Stiel wird ein wenig gekrümmt und erzeugt im Röhrchen eine Spännung, die das Herausfallen der Blume verhindert.
Die Befestigungsweise der Büsche auf den Scherensystemen ermöglicht es, ein allmäliches Wachsen den Augen des Publikums vorzutäuschen, indem diese Dekorationsstücke, die diesem Zweck entsprechend konstruiert werden, von ihrem breitesten, tiefsten Stand durch Schnurzüge oder von Hand in ihren höchsten Stand gezogen werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von Theater- und Festdekorationen mit zu Zweigen und Ästen vereinten Laubblättern, dadurch ge-
    kennzeichnet, daß die Zweige und Äste auf einem verstellbaren Scherensystem aus Holz, Rohr oder Metall so befestigt werden, daß das Scherensystem sich auseinanderziehen und zusammenschieben läßt.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von künstlichen Laubblättern aus Stoff und Papier zur Verwendung bei Ausführung des Verfahrens nach Anspruch τ, dadurch gekennzeichnet , daß man als Stiel und Rippe Stahldraht oder Rohr in einer Rinne auf der Oberfläche des Blattes vollständig in Klebstoff einbettet und durch die Rinne auf 3/4 des Umfanges umfassen läßt.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
DENDAT238938D Active DE238938C (de)

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