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DE236982C - - Google Patents

Info

Publication number
DE236982C
DE236982C DENDAT236982D DE236982DA DE236982C DE 236982 C DE236982 C DE 236982C DE NDAT236982 D DENDAT236982 D DE NDAT236982D DE 236982D A DE236982D A DE 236982DA DE 236982 C DE236982 C DE 236982C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
yellow
fuel
dimethylaniline
red
color
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT236982D
Other languages
English (en)
Publication of DE236982C publication Critical patent/DE236982C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/36Dyes with acylated amino groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 236982 KLASSE 22 b. GRUPPE
Behandelt man ß-Aminoanthrachinon längere Zeit mit einem Überschuß von Phosgen in der Kälte bei Gegenwart eines Mittels, wie z. B. Nitrobenzol, so erhält man in glatter Weise ein Produkt, welches wir überraschenderweise als reines ß-Anthrachinonylharnstoffchlorid erkannt haben. Das in dieser Weise erhaltene Einwirkungsprodukt von Phosgen in der Kälte auf ß-Aminoanthrachinon besteht
ίο also nicht, wie nach Analogie zu erwarten war, aus einem Gemisch gleicher Moleküle salz-
NH
C(OH)
saurem ß-Aminoanthrachinon und 6-Anthrachinonylharnstoffchlorid, vielmehr aus dem zuvorgenannten Produkt. Denn bei der Umsetzung mit Aminen, ζ. Β. Anilin, Toluidin, Naphtylamin, erhält man zufolge der Patentschrift 236375 glatt β - Anthrachinonylharnstoffe. Das ß-Aminoanthrachinon verhält sich also in keiner Weise als Amin, und es dürfte diese Art der Anlagerung von Phosgen vielleicht mit dem chinonimidartigen Charakter des β - Aminoanthrachinons zusammenhängen:
CO
+ COCl2 =
NHOC Cl
55
ein hypothetisches Anlagerungsprodukt, welches leicht Salzsäure abspalten und in ß-Anthrachinonylharnstoffchlorid übergehen muß.
Es wurde nun gefunden, daß man beim Behandeln dieses in der Kälte erhaltenen ß-Anthrachinonylharnstoffchlorids mit tertiären Basen, z. B. Pyridin, Dimethylanilin usw., in der Kälte gelbe Farbkörper erhält, welche sich von dem ß-ß-Dianthrachinonylharnstoff der Patentschrift 236375 wesentlich unterscheiden. Behandelt man z. B. das Produkt, welches man aus dem erwähnten Chlorid mit Pyridin erhält, in der Kälte mit Natronlauge, so wird dasselbe, im Gegensatz zum ß-ß-Dianthrachinonylharnstoff, rotviolett. Dieses hierbei erhältliche Produkt oder auch das Anlagerungsprodukt selbst läßt sich verküpen und färbt Baumwolle und Wolle in gelben Tönen. In ähnlicher Weise verhält sich das Produkt aus dem Chlorid und Dimethylanilin.
Beispiel I.
22 kg ß-Aminoanthrachinon werden mit 100 kg einer 10 prozentigen Lösung von Phosgen in Nitrobenzol mehrere Stunden gekugelt. Der so erhaltene Brei oder eine äquivalente Menge isolierten β - Anthrachinonylharnstoffchlorids wird mit einer Lösung von 20 kg

Claims (1)

  1. Pyridin in ioo kg Nitrobenzol verrührt bzw. geknetet, wobei Erwärmung eintritt. Das erhaltene gelbe Reaktionsprodukt färbt sich beim Übergießen mit Alkali von 400 Be., zweek's mäßig unter Zusatz einiger Tropfen Sprit, rotviolett, welche Farbe beim Übergießen mit Wasser wieder nach Gelb umschlägt. Es löst sich in alkalischem Hydrosulfit und färbt Baumwolle und Wolle hieraus in gelben Tönen an. Die Lösung des Farbstoffs in konzentrierter Schwefelsäure ist orangerot.
    Beispiel II.
    Ein nach obigem Beispiel in der Kälte dargestellter Brei oder bereits isoliertes ß-Anthrachinonylharnstoffchlorid wird mit überschüssigem Dimethylanilin gerührt bzw. geknetet. Die warm gewordene Reaktionsmasse wird mit Sprit verdünnt, nach dem Erkalten abgesaugt und mit Sprit und Wasser gewaschen. Der erhaltene gelbe Farbstoff färbt Baumwolle und Wolle in der Küpe in gelben Tönen an. Mit 40 prozentiger Natronlauge, zweckmäßig unter Zusatz einiger Tropfen Sprit, färbt sich das Produkt im Gegensatz zu dem des Beispiels I erst in der Hitze rotviolett, wobei der Geruch des Dimethylanilins wahrnehmbar ist. Beim Verdünnen mit Wasser wird die Farbe wieder gelb. Die Lösung in konzentrierter Schwefelsäure ist ebenfalls orangerot.
    In derselben Weise verhalten sich auch andere β-Aminoanthrachinone, so z.B. die Halogenderivate.
    Ρλ τent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen, darin bestehend, daß man das in der Kälte durch Einwirkung von ß-Aminoanthrachinon auf Phosgen erhaltene Chlorid mit tertiären Basen, wie Pyridin, Dimethylanilin usw., behandelt.
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