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DE236881C - - Google Patents

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Publication number
DE236881C
DE236881C DENDAT236881D DE236881DC DE236881C DE 236881 C DE236881 C DE 236881C DE NDAT236881 D DENDAT236881 D DE NDAT236881D DE 236881D C DE236881D C DE 236881DC DE 236881 C DE236881 C DE 236881C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
borax
oxygen
active oxygen
perborax
melting
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT236881D
Other languages
English (en)
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Publication of DE236881C publication Critical patent/DE236881C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/055Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof
    • C01B15/12Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof containing boron

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Oxygen, Ozone, And Oxides In General (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 236881 KLASSE 12«. GRUPPE
Aktiven Sauerstoff enthaltende Borate (Perborat, Perborax usw.) haben in letzter Zeit technische Bedeutung erlangt. Als Ausgangsmaterialien zur Darstellung dieser Produkte ist man auf die bereits seit längerer Zeit in die Großtechnik eingeführten Superoxyde angewiesen. Es sind dies Bariumsuperoxyd (Wasserstoffsuperoxyd) und Natriumsuperoxyd. Das hauptsächlichste aktiven Sauerstoff
ίο enthaltende Borat ist das Natriumperborat Na B O3 -\- 4 aq. Es findet hauptsächlich Verwendung als die Faser nicht angreifendes Bleichmittel. Insofern hat es gegenüber dem allgemein gebräuchlichen Chlorkalk bedeutende Vorzüge. Andererseits verhindert jedoch der teure Preis die allgemeine Anwendung. Ein weiterer Übelstand des Perborats, welches von allen, aktiven Sauerstoff enthaltenden Natriumboraten den höchsten Prozentsatz an aktivem Sauerstoff enthält (10,38 Prozent), besteht darin, daß dieser Sauerstoff, falls das Produkt nicht ganz frei von katalytisch wirkenden Verunreinigungen ist, sehr leicht entbunden wird, wodurch das Produkt in mehr oder weniger kurzer Zeit an Handelswert erheblich einbüßt.
Es wurde nun gefunden, daß es für Bleichzwecke nicht notwendig ist, dieses hochwertige Produkt herzustellen, daß es vielmehr vorteilhafter ist, solche Produkte mit weniger aktivem Sauerstoff und höherem Boraxgehalt darzustellen, die die Eigenschaft besitzen, den aktiven Sauerstoff fester zu binden. Zu diesem Zwecke können zwei Verfahren angewendet werden.
i. Aus Borax und Natriumsuperoxyd.
1 Es wurde beobachtet, daß, wenn man Borax und Natriumsuperoxyd in wechselnden Verhältnissen mischt und diese Mischung erhitzt, schon unter 70 ° eine Verflüssigung eintritt, wobei der aktive Sauerstoff des Natriumsuperoxydes an den Borax abgegeben wird. Man ist auf diese Weise imstande, aktiven Sauerstoff enthaltende Präparate herzustellen. Die so hergestellten, aktiven Sauerstoff enthaltenden Produkte nehmen beim Erkalten eine zähflüssige Konsistenz an. Feste Produkte werden erhalten, wenn der Schmelze Borsäure zugesetzt wird, um das sich bildende Alkalihydroxyd zu binden; z. B. wird eine Mischung von 40 kg Borax, 25 kg Borsäure und 8 kg Natriumsuperoxyd (90 Prozent) erhitzt, bis die Masse gleichmäßig verflüssigt ist. Die Temperatur beträgt hierbei 60 bis 70 °. Zur Schmelze werden 30 kg Wasser zugesetzt und erkalten gelassen. Nach einiger Zeit ist die Masse zu einem Kristallkuchen erstarrt und kann gemahlen werden.
2. Aus Borax und Perboraten.
60
Mischungen von -Borax [Na2 B1 O7 -f· 10 aq.) und Natriumperborat oder eines anderen, aktiven Sauerstoff enthaltenden Borates werden auf etwa 50 bis 60 ° erhitzt. Die Mischungen beginnen sehr bald zu schmelzen, ohne daß

Claims (2)

eine erhebliche Sauerstoffentwicklung eintritt. Beim Erkalten erstarrt die Schmelze und kann auch in üblicher Weise gepulvert werden. Je nach den angewandten Verhältnissen von Borax und Perboraten werden Produkte erzielt, die mehr oder weniger aktiven Sauerstoff enthalten. Auch kann den Schmelzen Wasser zugesetzt werden, welches beim Erkalten als Kristallwasser gebunden wird. ίο Trotz Anwendung dieser höheren Temperatur beim Schmelzen tritt bei keiner dieser Ausführungsformen ein nennenswerter Sauerstoffverlust ein. Das Verfahren gestattet also, aus den Rohmaterialien in einem einfachen Prozeß ohne nennenswerten Verlust an aktivem Sauerstoff brauchbare neue Produkte zu gewinnen. Was die Verschmelzung von Perboraten mit Borax betrifft, so haben diese Schmelzprodukte vor mechanischen Mischungen der Ausgangsmaterialien den wesentlichen Vorteil einer größeren Haltbarkeit; beim Verschmelzen der genannten Substanzen tritt nämlich eine chemische Reaktion ein, indem z. B. aus dem Perborat und Borax neue aktive Borate entstehen nach Analogie des Perborax. Während beim Verschmelzen ein neues fertiges Produkt entsteht, ist eine mechanische Mischung der genannten Stoffe einer ständigen Umwandlung unterworfen und dieser kontinuierliche Prozeß ist es eben, der den allmählichen Sauerstoffverlust der mechanischen Mischungen bedingt. Bisher hat man solche aktive Borate mit niedrigem Sauerstoffgehalt, z. B. den Perborax, so dargestellt, daß man ihn aus wäßriger Reaktionslösung auskristallisieren ließ und durch Filtration mit einer Ausbeute von nur 75 bis 80 Prozent gewann. Dagegen ist die Ausbeute beim Schmelzprozeß an aktivem Sauerstoff so gut wie quantitativ. Außerdem hat der Schmelzprozeß den Vorteil der Billigkeit, da keine Trennungen vorzunehmen sind und man auch keiner Kühlung bedarf. Pate NT-A ν sprüche:
1. Verfahren zur Darstellung von aktiven Sauerstoff enthaltenden Präparaten, darin bestehend, daß eine Mischung von Borax und Natriumsuperoxyd mit oder ohne Zusatz von Borsäure bis zum Schmelzen erhitzt, oder daß Natriumsuperoxyd in geschmolzenem Borax bei An- oder Abwesenheit von Borsäure aufgelöst wird.
2. Das Verfahren gemäß Anspruch 1 dahin abgeändert, daß Borax mit Natriumperborat oder Perborax eventuell unter Zusatz von Wasser zusammengeschmolzen wird.
DENDAT236881D 1909-08-28 Active DE236881C (de)

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GB190919755T 1909-08-28

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DE (1) DE236881C (de)
FR (1) FR406974A (de)
GB (1) GB190919755A (de)

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GB190919755A (en) 1910-02-24
FR406974A (fr) 1910-02-16

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