DE2366380C2 - Verfahren zur Herstellung von Biphenyltetracarbonsäure-Isomeren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Biphenyltetracarbonsäure-IsomerenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Biphenyltetracarbonsäure-Isomeren gemäß dem
vorstehenden Patentanspruch.
Die in die Dianhydride überführten Isomeren der 3,43',4'- und 2,33'»4'-Biphenyltetracarbonsäuren stellen
20 Verbindungen dar, die beispielsweise als Ausgangsmaterialien zur Herstellung von Polyimiden, Polyamiden,
Polyestern usw. eingesetzt werden, die dann schließlich mit einem aromatischen Diamin als Lackanstrichmittel
oder Decklacke Verwendung finden.
Es wurde gefunden, daß man durch Umsetzung von Dimethyl-o-phthalat in Anwesenheit eines organischen
Palladiumsalzes und gegebenenfalls eines Chelatbildners unter Sauerstoffdruck ein dimerisiertes Produkt der
25 Verbindungen, d. h. eine Mischung der drei Isomeren, das ein oxidatives Kupplungsreaktionsprodukt ist, in
hohen Ausbeuten erhalten kann und, daß diese Dimeren leicht in eine isomere Mischung von Biphenyltetracarbonsäuren
durch Hydrolyse umgewandelt werden kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist durch das nachfolgende Reaktionsschema gekennzeichnet:
Das erfindungsgemäße Verfahren ist durch das nachfolgende Reaktionsschema gekennzeichnet:
65 "i
COOCH3
COOCHj
i Pd-SaIz einer organischen Säure, ggf. ChelatbiMner Q2-DrUCk
COOCH3
H3COOC
COOCH3
COOCH3
COOCH3
COOCH3
H3COOC
COOCH3
15
20
25
30
HOOC
Hydrolyse COOH
COOH COOH
COOH
COOH
COOH
COOH
Isomere Mischung
Erhitzen / \ Abtrennung
35
50
55
60
Das aus Tetraalkylbiphenyltetracarboxylaten bestehende Isomerengemisch wird zu eine? isomeren Mischung
von Biphenyltetracarbonsäuren hydrolysiert, die leicht in Wasser oder einem wäßrigen Lösungsmittel voneinander
abgetrennt werden können, da sich die 23,2'3'-, 233',4'- und 3,43',4'-Biphenyltetracarbonsäuren alle stark in
der Wasserlöslichkeit unterscheiden. Der größere Teil des 3,4,3',4'- Isomeren der Biphenyltetracarbonsäure wird
während der Hydrolyse infolge seiner leichteren Löslichkeit niedergeschlagen. Die so erhaltene Isomerenmischung
der Biphenyltetracarbonsäuren enthält 23^'3'- (0 bis 3%), 233'.4'- (10 bis 80%) und 3.43',4'- (90 bis
17%)-Isomere. Da die Menge an 23,2'3'-Isomeren extrem niedrig ist, kann das 23,2'3'-Isoinere leicht von den
anderen Isomeren durch Destillation oder Umkristallisieren abgetrennt werden.
Die Hydrolyse von Tetramethylbiphenyltetracarboxylaten geschieht am wirksamsten durch Erhitzen derselben in Anwesenheit eines organischen Lösungsmittels, das mit Wasser mischbar ist und die Tetramethylbiphenyltetrjcarboxylate löst, wie z. B. Essigsäure, Propionsäure, Methanol, Äthanol, Aceton, Dioxan, Propylalkohol oder Glykolsäure, und einer kleinen Menge einer Mineralsäure, wie z. B. Schwefelsäure, Chlorwasserstoffsäure·, Salpetersäure oder Phosphorsäure, durchgeführt wird. Zweckmäßig wird die Hydrolyse unter Verwendung eines Mineralsäure (1 ~ 1/100 Teile)-Wasser-(1 -10 Teile)-Essigsäure-(1 ~10Teile)-Systems durchgeführt, wobei alle Teile Gewichtsteile, bezogen auf 1 Gewichtsteil Ester, sind. Da Essigsäure den Ester löst, wird der Kontakt eines Esters mit der starken Säure erhöht Essigsäure beschleunigt ferner die Hyrolyse abweichend von anderen organischen Lösungsmitteln, da Essigsäure dissoziiert. Nach diesem Hydrolyse-Verfahren kann die Menge der Mineralsäure herabgesetzt werden und die Verwendung der Mineralsäure (HCl, H2SO4, HBr, HNO3) in einer Menge von 1 bis 1/100 Gewichtsteilen, bezogen auf die Isomerenmischung der Tetramethylbiphenyltetracarboxylate, ermöglicht in leichte. ■ Weise die Ausführung der Hydrolyse.
Die Hydrolyse von Tetramethylbiphenyltetracarboxylaten geschieht am wirksamsten durch Erhitzen derselben in Anwesenheit eines organischen Lösungsmittels, das mit Wasser mischbar ist und die Tetramethylbiphenyltetrjcarboxylate löst, wie z. B. Essigsäure, Propionsäure, Methanol, Äthanol, Aceton, Dioxan, Propylalkohol oder Glykolsäure, und einer kleinen Menge einer Mineralsäure, wie z. B. Schwefelsäure, Chlorwasserstoffsäure·, Salpetersäure oder Phosphorsäure, durchgeführt wird. Zweckmäßig wird die Hydrolyse unter Verwendung eines Mineralsäure (1 ~ 1/100 Teile)-Wasser-(1 -10 Teile)-Essigsäure-(1 ~10Teile)-Systems durchgeführt, wobei alle Teile Gewichtsteile, bezogen auf 1 Gewichtsteil Ester, sind. Da Essigsäure den Ester löst, wird der Kontakt eines Esters mit der starken Säure erhöht Essigsäure beschleunigt ferner die Hyrolyse abweichend von anderen organischen Lösungsmitteln, da Essigsäure dissoziiert. Nach diesem Hydrolyse-Verfahren kann die Menge der Mineralsäure herabgesetzt werden und die Verwendung der Mineralsäure (HCl, H2SO4, HBr, HNO3) in einer Menge von 1 bis 1/100 Gewichtsteilen, bezogen auf die Isomerenmischung der Tetramethylbiphenyltetracarboxylate, ermöglicht in leichte. ■ Weise die Ausführung der Hydrolyse.
Durch eine derartige Hydrolyse wird die Jsomerenmischung der Tetramethylbiphenylcarboxylate in eine
Isomerenmischung der Biphenyltetracarbonsäuren umgewandelt, die anschließend in die isomeren Bestandteile
in gereinigter Form aufgetrennt wird.
Die Isomeren können nacheinander durch Abkühlen der Reaktionsprodukt-Mischung, die aus der Hydrolyse erhalten wird, abgetrennt werden, und weiter durch Auftrennen der ausgefällten Kristalle von 3,43',4'-isomeren Säure durch Filtration und Einengen des Filtrates zur Ausfällung der Kristalle der 2,3,3',4'-isomeren Säure durch Destillation.
Die Isomeren können nacheinander durch Abkühlen der Reaktionsprodukt-Mischung, die aus der Hydrolyse erhalten wird, abgetrennt werden, und weiter durch Auftrennen der ausgefällten Kristalle von 3,43',4'-isomeren Säure durch Filtration und Einengen des Filtrates zur Ausfällung der Kristalle der 2,3,3',4'-isomeren Säure durch Destillation.
Die Herstellung eines Kupplungsdimeren von Dimethylphthalat wird durch oxidative Kupplung von Dimethylphthalat
in Anwesenheit eines organischen Salzes von Palladium und gegebenenfalls eines Chelatbildners in
einer Sauerstoffatmosphäre unter Druck durchgeführt
Beispiele für das organische Palladiumsalz, das für die Kupplung eingesetzt werden kann, sind Carbonsäuresalze,
wie z. B. Palladiumformiat Palladiumacetat Palladiumpropionat, Palladiumbutyrat, Palladiumvalerat oder
Palladiumoxalat, und Salze aromatischer Carbonsäuren, wie z. B. Palladiumterephthalat oder Palladiumbenzoat.
Es können aber fluch /?-Diketon-Verbindungen von Palladium verwendet werden, wie z. B. Acetylacetonat-palladium
(II) oder Di-(trifluoracetylacetonat)-palladium (II), und ebenso Bis(dibenzylaceton)-palladium (0). Von
diesen Verbindungen wird Palladiumacetat bevorzugt.
Es ist für die Reaktion ausreichend, wenn das organische Palladiumsalz in einer Menge bis herab zum 10-4- bis
10-2-Mol-fachen, vorzugsweise dem 2 χ 10-4 bis 2 χ 10~3fachen der Menge der Mole von Dimethyl-o-phthalat
zugegen ist.
Die Verwendung des Palladiumsalzes der organischen Säure ist für die Kupplungsreaktion wesentlich, und es
sind Palladiumsalze anorganischer Säuren, wie z. B. Palldiumchlorid, eine Mischung von Palladiumchlorid und
Natriumacetat, Palladiumsulfat und Palladiumnitrat ungeeignet.
Es ist zweckmäßig, daß die Kupplungsreaktion von Dimethylphthalat in Gegenwart des Palladiumsalzes der
organischen Säure und eines Chelatbildners in einer Sauerstoffatmosphäre unter Druck durchgeführt wird.
Beispiele für den Chelatbildner sind Äthylendiamintetraessigsäure oder^-Diketon-Verbindungen (Acetylaceton,
Benzoylaceton, Trifluoracetylaceton, Hexafluoracetylaceton oder Benzoyltrifluoraceton). Die Zugabe eines derartigen
Additivs steigert die Ausbeute an Kupplungsprodukt in bemerkenswerter Weise. Wenn jedoch andere
Additive, wie z. B. Natriumacetat, Kaliumacetat, Lithiumchlorid, Essigsäure, Schwefelsäure, Lithiumnitrat, Kaliumnitrat
Kaliumsulfat oder ein polares Lösungsmittel, wie z. B. Dimethylformamid, Acetonitril oder Wasser in
dem Reaktionssystem anwesend sind, erschweren sie den Ablauf der Reaktion und bewirken eine erkennbare
Abnahme in der Menge des erhaltenen Kupplungsproduktes, und manchmal verhindern sie die Reaktion.
Wenn eine Kupplungsreaktion in einem Autoklaven aus rostfreiem Stahl oder Eisen durchgeführt wird,
wirken Metallsalze, wie z. B. Eisen-, Nickel- oder Chromsalze als Verunreinigungen und erschweren bzw.
verhindern die Reaktion. Jedoch bewirkt die Zugabe von Chelatbildner!!, wie z. B. Äthylendiamintetraessigsäure
und/7-Diketonen, daß die Reaktion glatt abläuft, weil die Äthylendiamintetraessigsäure einen stabilen Komplex
mit solchen Metallen bildet.
Die Menge an zuzusetzendem ^-Diketon oder an zuzusetzender Äthylendiamintetraessigsäure beträgt das
0,5 ~5-Mol-fache der Menge des Palladiumsalzes oder organischen Säure, vorzugsweise eine hierzu äquimolare
Menge.
Die Kupplungsreaktion wird daher ohne ein Lösungsmittel oder ein Additiv, das von dem ^-Diketon und
Äthylendiamintetraessigsäure verschieden ist, durchgeführt Die Reaktion wird vorzugsweise unter einem Sauerstoff-Partialdruck
von 5 bis 200 bar, besonders bevorzugt unter einem Druck von 20 bis 100 bar, durchgeführt.
Wenn der Sauerstoff-Partialdruck niedriger als 5 bar liegt, läuft die Reaktion kaum noch ab. Andererseits ist kein
bemerkenswerter Anstieg in der Ausbeute an Kupplungsdimeren bei einem Sauerstoff-Partialdruck von oberhalb
200 bar festzustellen, und daher ist es nicht ökonomisch, die Reaktion bei höheren Sauerstoff-Drücken
durchzuführen. Es kann reiner Sauerstoff als Sauerstoffquelle angewandt werden. Jedoch ist es im allgemeinen
wegen der Explosionsgefahr sicherer, ein Sauerstoff-enthaltendes Gas zu verwenden, in welchem der Sauerstoff
mit einem Inertgas, wie z. B. Stickstoff oder Kohlendioxid, verdünnt ist.
Die Reaktionstemperatur liegt im allgemeinen im Bereich von 50° bis 300° C, vorzugsweise in einem Bereich
vcn 100° bis 200°C, obwohl abweichende Temperaturen je nach dem Sauerstoff-Partialdruck des Reaktionsdruckes angewandt werden können. Die Reaktionszeit beträgt vorzugsweise zumindest etwa 30 Minuten,
üblicherweise von etwa 5 bis etwa 15 Stunden, und die Menge an erzeugtem Dimeren erhöht sich mit steigender
Reaktionsdauer (vorzugsweise 5 ~ 15 Stunden).
Während der Kupplungsreaktion des Dimethylphthalats erfolgt keine Ausfällung von Palladium in dem
Reaktionssystem. Das als Katalysator verwendete Palladiumsalz kann wieder verwendet werden, indem man
nach der Reaktion den Autoklaven mit gasförmigem Stickstoff spült und den Stickstoff durch Wasserstoffgas
verdrängt, den Autoklaven unter Druck zur Reduktion des Palladiumsalzes in der Reaktionsprodukt-Mischung
stehen läßt, das reduzierte Palladiumsalz als Palladiumschwarz abtrennt, filtriert und wäscht, es in Salpetersäure
auflöst und eine organische Carbonsäure, wie z. B. Essigsäure oder Propionsäure zusetzt, wodurch der Katalysator
quantitativ als Palladiumsalz der organischen Carbonsäure zurückgewonnen wird (beschrieben in J. Chem.
Soc, 3632 (1965) von T. A. Stephenson, S. M. Morehouse, A. It Powell, J. P. Heffer & G. Wilkinson).
Gemäß der vorliegenden Erfindung können Biphenyltetracarbonsäuren, die bisher nicht in einem kommerziellen
Großverfahren erhalten werden konnten, leicht und in hohen Ausbeuten aus Dimethylphthalat hergestellt
werden, das billig verfügbar ist. Die so erhaltenen Biphenyltetracarbonsäuren finden nach Umwandlung in
ihre Dianhydride einen großen Bereich von brauchbaren Anwendungen, beispielsweise als Rohmaterialen für
die Bildung von Polyimiden, Epoxyharzen, Härtungsmitteln und Farbstoffen.
Die Erfindung wird an Hand einiger Beispiele erläutert, wobei alle Angaben über Anteile und Prozentsätze
Gewichtsteile und Gewichtsprozente darstellen. Ferner besitzen die in den Beispielen verwendeten Säuren,
wenn nichts anderes angegeben ist, die nachfolgenden Konzentrationen: 98°/oige H2SO4, 35%ige HCl und
62°/oige HNO3.
Ein 5-Liter-Autoklav mit elektromagnetischer Rührung aus rostfreiem Stahl wurde mit 2,5 Liter (2980 g)
Dimethyl-o-phthalat und 3,3,6 g (0,015 Mol) Palladiumacetat beschickt und eine gasförmige Mischung von
Stickstoff und Sauerstoff in einem molaren Verhältnis von 1 :1 aufgepreßt, bis der Innendruck im Autoklaven
50 bar betrug. Die Reaktion des Dimethylphthalates wurde durchgeführt, wobei das Verhältnis zwischen Reaktionszeit
und der Menge an erhaltenem Dimeren durch gelegentliche Entnahme kleiner Proben gemessen
wurde. Wenn der Inhalt des Autoklaven 1 Stunde lang auf 130° bis 134°C gehalten wurde und anschließend die
Reaktion des Dimethylphthalats bei 1500C im Zeitraum von 1 Stunde durchgeführt wurde, betrug die Menge des
erhaltenen Dimeren 3060 Mol-% (bezogen auf das Palladiumacetat). Wenn die Reaktion in einem Zeitraum von
7 Stunden bei 1500C durchgeführt wurde, betrug die Menge des erhaltenen Dimeren 5650 Mol-%, und wenn die
Reaktion schließlich noch weiter bei einer Temperatur von 1500C über einen Gesamtzeitraum von 12 Stunden
ausgedehnt wurde, erreichte die Menge des Dimeren 7800 Mol-%. Es wurde eine gaschromatographische
Analyse durchgeführt und für Meßzwecke eine Gesamtmenge von 225 g der Probe extrahiert
Nach einer Reaktion über insgesamt 12 Stunden bei den beschriebenen Bedingungen wurde der Autoklav auf
Raumtemperatur abgekühlt. Das Sauerstoffgas wurde aus dem System entfernt und Wasserstoffgas in den
Autoklaven eingepreßt, bis der Innendruck 50 bar erreichte. Die Inhalte wurden 1 Stunde lang bei 6O0C erhitzt
und über Nacht stehengelassen. Anschließend wurde die Reaktionsprodukt-Mischung filtriert und 1,5 g Palladiumschwarz,
das durch die Wasserstoffreduktion ausgefällt worden war, zurückgewonnen und entfernt
Die erhaltene Reaktionsprodukt-Mischung (2755 g) wurde unter vermindertem Druck (4 mbar) aus einem
heißen ölbad heraus destilliert und 40 g gebildetes Wasser und 2110 g nicht-umgesetztes Dimethylphthalat
entfernt Methanol (1 Liter) wurde zu dem Destillat hinzugegeben und nach Stehen über Nacht schieden sich
Kristalle aus. Die Kristalle wurden abfiltriert mit Methanol gewaschen und man erhielt rohe Kristalle (1)
(Tetramethylbiphenyl-2^3',4'-tetracarboxylat mit einer Reinheit von höher als 98%).
Das Methanol wurde von dem Methanolrückstand abgedampft und der Rückstand unter vermindertem Druck
aus einem Salzbad heraus destilliert, wobei man 303 g einer Fraktion (2) erhielt, die einen Siedepunkt von 250°
bis 300° C/L 33 mbar aufwies.
Die Fraktion (2) wurde in 200 ml Methanol gelöst, mit Aktivkohle entfärbt und lieferte nach Abkühlen 217 g
weiße Kristalle. Die gaschromatographische Analyse dieser weißen Kristalle zeigte, daß sie eine Zusammensetzung
waren, bestehend aus 1% Tetramethylbiphenyl-^^'^'-tetracarboxylat, 50% Tetramethylbiphenyl-2A3',4'-tetracarboxylat, 49% Tetramethylbiphenyl-3,4,3',4'-tetracarboxylat und Spuren von nichtidentifizierbaren Substanzen. 100 g der weißen Kristalle wurden entnomm en und 250 ml Wasser, 250 ml Essigsäure und 50 ml
Schwefelsäure (98%ig) zugegeben. Die Mischung wurde unter Rückfluß auf einem ölbad 8 Stunden lang bei
1400C gehalten und zur Ausfällung von Kristallen abgekühlt Nach Abfiltrieren dieser Kristalle erhielt man 44 g
weiße Kristalle.
Wenn man diese Kristalle aus Aceton umkristallisierte, wurden Kristalle von Biphenyl-S^ß'^'-tetracarbonsäure mit einer Reinheit von höher als 99% erhaltea Wenn das nach der Filtration der weißen Kristalle (44 g)
erhaltene Ffltrat unter vermindertem Druck eingeengt wurde, erhielt man 40 g weiße Kristalle. Umkristallisation
dieser weißen Kristalle aus Wasser lieferte weiße Kristalle von BiphenyI-233',4'-tetracarbonsäure mit einer
Reinheit von höher als 90%.
Ein 1 -Liter-Schüttelautoklav wurde mit 300 ml Dimethyl-o-phthalat, 0,448 g Palladiumacetat und 0,20 g Acetylaceton
beschick.t. und eine gasförmige Mischung von Stickstoff undSauerstoff in einem molaren Verhältnis von
1 :1 bis zu einem Innendruck von 50 bar aufgepreßt. Die Kupplungsreaktion des Dimethyl-o-phthalats wurde 23
Stunden bei 15O0C durchgeführt. Nach Beendigung der Reaktion wurde der Autoklav entspannt und gasförmiger
Wasserstoff bis zu einem Innendruck von 50 bar aufgepreßt, und der Autoklav über Nacht unter Druck
stehengelassen.
Die Inhalte wurden abgezogen und das ausgefällte Palladiumschwarz (0,202 g) abfiltriert. Das Filtrat wurde
durch Destillation bei 25O0C und 4 mbar auf einem ölbad eingeengt und nicht-umgesetztes Dimethyl-o-phthalat
zurückgewonnen. Das Filtrat wurde dann bei 2500C bis 3500C und 1,33 mbar auf einem Salzbad weiter destilliert
und man erhielt 62,6 g einer Fraktion mit einem Siedepunkt von 250° bis 350°C/l,33 mbar. Das 2,3,2',3'-Isomere
war in einer Fraktion des Rückstands enthalten, d.h. einer Fraktion mit einem Siedepunkt unterhalb 250°C/
1,33 mbar.
Zu 62,6 g dieser Fraktion wurde eine kleine Menge Aktivkohle zugegeben und anschließend in 100 ml
Methanol aufgelöst. Die Lösung wurde filtriert und ergab nach Abkühlen 43 g weiße Kristalle. Die gasehromatographische
Analyse dieser weißen Kristalle zeigte, daß sie aus Tetramethyl-2,3,3',4'- und 3,43',4'-Biphenyltetracarboxylaten
bestanden. Das molare Verhältnis des 2,3,3',4'-Isomeren zum 3,4,3',4'-Isomeren betrug 75 :25.
43 g der erhaltenen Isomerenmischung der Tetramethylbiphenyltetracarboxylate in Form weißter Kristalle
wurden mit 100 ml Wasser, 100 ml Essigsäure und 20 ml 98%iger Schwefelsäure gemischt und durch 4 Stunden
langes Erhitzen unter Rückfluß hydrolysiert. Nach Abkühlen wurden Kristalle ausgefällt.
Diese Kristalle wurden abfiltriert und mit Wasser gewaschen, und man erhielt 7,7 g weiße Kristalle mit einem
Schmelzpunkt von 302° bis 3060C, die als 3,4,3',4'-Biphenyltetracarbonsäure identifiziert wurden, wobei das
Filtrat das 2,3,3',4'-Isomere enthielt.
Zu 150 g einer Isomerenmischung von Tetramethylbiphenyltetracarboxylaten (molares Verhältnis von
23,2',3'- zum 2,3,3',4'- zum 3,4,3',4'-Isomeren wie 1 :56 :43) wurden 250 ml Wasser, 250 ml Essigsäure und 70 ml
35%ige Chlorwasserstoffsäure zugegeben. Die Isomerenmischung wurde durch 10 Stunden langes Erhitzen
unter Rückfluß hydrolysiert. Die Reaktionsprodukt-Mischung wurde mit Eis gekühlt und man erhielt nach
Abfiltrieren 3,4,3',4'-Biphenyltetracarbonsäure in Form weißer Kristalle. Das Einengen des Filtrates lieferte
393 g 2,33'//-Biphenyltetracarbonsäure in Form weißer Kristalle. Das Filtrat enthielt die 2A2',3'- und
233'.4'-Isomeren.
Beispiele 4bis 11
Bei jedem Versuch wurde ein 1-Liter-Autoklav aus rostfreiem Stahl, der mit 300 ml Dimethyl-o-phthalat und
dem in der nachfolgenden Tabelle I angegebenen Palladiumsalz der organischen Säure, mit oder ohne der
weiteren Zugabe des ebenfalls in der Tabelle I angegebenen Additivs mit einer gasförmigen Mischung von
Stickstoff und Sauerstoff in einem molaren Verhältnis von 1 :1 auf einen Innendruck von 50 bar aufgepreßt Die
Kupplungsreaktion des Dimethylphthalats wurde unter Rühren in einem Zeitraum von 23 Stunden bei 1500C
durchgeführt, wobei man ein Dimeres in der in der Tabelle I angegebenen Ausbeute erhielt, das aus drei
Isomeren von Tetramethylbiphenyltetracarboxylat bestand.
Die erhaltene Isomerenmischung wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 hydrolysiert und man erhielt
eine Mischung von 23,2'3'-, 2,33',4'- und 3,43',4'-Biphenyltetracarbonsäuren.
Die Identifizierung und die quantitative Bestimmung der Dimeren wurde mittels Gaschromatographie durchgeführt
Die Biphenyltetracarbonsäuren wurden nach ihrer Umwandlung in ihre Tetramethylester mittels der
Gaschromatographie analysiert, und die erhaltenen Werte wurden auf der Basis der Biphenyltetracarbonsäuren
umgewandelt Die Ausbeuten sind in Mol-%, bezogen auf das angewandte Palladiumsalz, angegeben. Die
Umwandlung wurde durch Herstellen einer Mischung von Ester (1 Gew.-Teil), 98%ige H2SO4 (1 Gew.-Teil) und
CH3OH (i 0 Gew.-Teiie) und anschließendes, 4stündiges Kochen am Rückfluß, durchgeführt
| Ausbeute | Ausbeute an |
| an Dimeren | Biphenyltetra |
| (Mol-%) | carbonsäure |
| (MoI-0Zo) | |
| 9000 | 8600 |
| 1800 | 1600 |
| 5000 | 3900 |
| 6100 | 4700 |
| 1600 | 1200 |
| 170C | 1200 |
| 7400 | 6600 |
| 3300 | 2600 |
Palladiumacetat (2) dito dito
dito Palladiumpropionat (2) Palladiumbenzoat (2) dito Dibenzylidenacetonpalladium(II)
Acetylaceton (2)
keines
Äthylendiamintetra-
essigsäure (2)
Benzoylaceton (2)
keines
keines
Acetylaceton (2)
keines
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Biphenyltetracarbonsäure-Isomeren aus einem Gemisch von Biphenyltetracarbonsäuretetramethylester-Isomeren, das durch Kupplungsreaktion von Dimethyl-o-phthalat in Ge-5 genwart eines Palladiumsalzes einer organischen Säure und molekularem Sauerstoff unter hohem Druck und gegebenenfalls in Gegenwart eines Chelatbildners erhalten worden ist, dadurch gekennzeichnet, daß man das aus dem Isomerengemisch von Biphenyltetracarbonsäuretetramethylester bestehende Kupplungsreaktionsprodukt in einem Gemisch aus Wasser und einem organischen Lösungsmittel in Gegenwart einer geringen Menge einer Mineralsäure in eine Isomerenmischung von Biphenyltetracarbonsäure, die dasio 23,2\3'-, 233',4'- und 3,43',4'-Isomere in Mengen von 0 bis 3 Gew.-%, 10 bis 80 Gew.-% bzw. 90 bis 17 Gew.-% enthält, hydrolysiert und die 3,43',4'-Biphenyltetracarbonsäure ausfällt und abfiltriert und die 233',4'-Biphenyltetracarbonsäure durch Einengen aus dem Ritrat ausfällt
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| JP3255472A JPS522906B2 (de) | 1972-04-03 | 1972-04-03 |
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| DE2366380C2 true DE2366380C2 (de) | 1985-09-12 |
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Family Applications (1)
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Country Status (2)
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Families Citing this family (3)
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| JPS5715098B2 (de) * | 1974-03-01 | 1982-03-29 | ||
| JP4977989B2 (ja) * | 2005-04-28 | 2012-07-18 | 宇部興産株式会社 | 2,3,3’,4’−ビフェニルテトラカルボン酸二無水物の製造方法 |
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1972
- 1972-04-03 JP JP3255472A patent/JPS522906B2/ja not_active Expired
-
1973
- 1973-01-31 DE DE19732366380 patent/DE2366380C2/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2036876A1 (de) * | 1969-07-24 | 1971-02-18 | Teijin Ltd , Osaka (Japan) | Verfahren zur Herstellung von Diphenyl c ar bonsauree stern |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| J. Chem. Soc. V. 105, 1914, S. 2471-2482 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS522906B2 (de) | 1977-01-25 |
| JPS4899150A (de) | 1973-12-15 |
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