DE2365760A1 - Foerdereinrichtung zum zufuehren von polierpastenplatten zu polierwalzen - Google Patents
Foerdereinrichtung zum zufuehren von polierpastenplatten zu polierwalzenInfo
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Description
DIPL.CHEM. W. RÜCKER D-.PL..-ING. S. LEINE
PATENTANWÄLTE 2 3 β 5 7 6 Q
3 HANNOVER. BURCKHARDTSTR. 1
Ausscheidung aus P 23 31 338.4-14
Ewald Siekmanti unser zeichen 739/17
Dan™ 28. November 1975
Fördereinrichtung zum Zuführen, von Polierpastenplatten
zu Polierwalzen
Die Erfindung betrifft eine Fördereinrichtung zum Zuführen
von Polierpastenplatten zu Polierwalzen unter Verwendung
endloser die Seitenflächen der Polierpastenplatte erfassende Fördermittel.
Die Oberfläche von Gegenständen, insbesondere von platten- oder tafelförmigen Elementen mit Oberflächen aus
Kunststoffen oder Lacken, werden mit Hilfe solcher Polierwalzen zur Erzeugung einer blanken Oberfläche poliert, wobei
dieser Poliervorgang im Grunde genommen ein Feinstschleifen darstellt und das Polierwachs das Feinstschleifmittel ist.
Den sich über die Breite der zu polierenden Gegenstände
erstreckenden Polierwalzen wird das Polierwachs in Tafelform
von oben derart zugeführt, daß die Polierwalze je nach Art
des zu polierenden Gegenstandes eine kleinere oder größere Menge Polierwachs von der Polierwachstafel abreibt und auf die
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zu polierende Oberfläche überträgt, wobei die Menge des von.
der Polierwalze aufgenommenen Polierwachses dadurch geregelt wird, daß der Andruck des Polierwachses entsprechend eingestellt
wird.
Mr die Erzeugung einer einwandfreien Politur ist es
daher erforderlich, daß die von der Polierwalze aufgenommene
Menge Polierwachs immer gleich bleibt, und sich nicht verändert, Allein schon aus ökonomischen Gründen ist das erforderlich,
denn würde die Polierwalze mehr Polierwachs von der Platte abreiben als für den Poliergang erforderlich, würde ein erhöhter
Verbrauch an Poliermittel stattfinden und andererseits das überschüssige Poliermittel der Erzeugung einer polierten
Oberfläche entgegenwirken.
!Tun ist es jedoch bekannt, daß die Abgabe von Polierwaohs
an die Polierwalze abhängig ist von der Temperatur des Polierwachses. Da das Polierwachs einen verhältnismäßig niedrigen
Erweichungspunkt besitzt, wird bei steigenden Umwelttemperaturen
mehr Polierwachs entnommen, weil die Kohäsion des Polierwachses
abnimmt. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Raumtemperatur, in der eine solche Poliermaschine arbeitet,
in den Sommermonaten stark ansteigt, was beispielsweise ohne
weiteres möglich ist, da aufgrund einer Ausgestaltung der entsprechenden Werkhalle unter Verwendung von Metallen als Dach
oder Dachträger eine besondere und relativ schnelle Erwärmung eintritt. Andererseits kann in Zeiten relativ niedriger Umwelt-
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temperaturen, beispielsweise im Winter, ebensogut zu wenig
Polierwacbs von der Polierwalze aufgenommen werden, was auch
zu einem unbefriedigenden Arbeitsergebnis führen kann. Dieser Umstand, nämlich Abgabe der richtigen Menge Polierwachs an
die Polierwalze, ist nicht nur erforderlich, um einwandfreie Werkstücke zu erhalten, sondern auch, um eine wirtschaftliche
Arbeitsweise zu gewährleisten.
Es ist nun zwar bekannt, durch Polierwalzen Luft hindurchzublasen,
um dadurch die zu polierende Oberfläche kühl zu halten, d.h. auf einer !Temperatur, bei der das zu polierende
Oberflächenmaterial, beispielsweise die Kunststoff-
oder Lackschiebt, nicht erweicht und blind wird, die Temperatur
des Polierwachses wird jedoch dadurch wenig beeinflußt und kann durchaus Werte erreichen, bei denen das Wachs pastig
oder gar oberflächlich flüssig wird.
Trotz dieser Kühlung über die Polierwalze ist es jedoch
erforderlich, daß insbesondere auch das Gewicht, mit welchem die Polierwachsplatte auf der Polierwalze aufsteht, geregelt
wird, insbesondere dann, wenn unter Einfluß höherer Umwelttemperaturen
das Polierwachs weich wird.
lun ist es" zwar bekannt, Poliermittelstangen mit Hilfe
von endlosen Fördermitteln in ÜPorm von Gliederketten, die
gegen die Oberfläche solcher Polierpastenstangen anliegen,
Schleif- oder Polierscheiben zuzuführen. Da jedoch zwischen der Polierwachsstange und dem Fördermittel lediglich Reibungsverbindung
besteht, reiben sich im Laufe der Zeit diese Ketten-
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' glieder des endlosen Fördermittels in die Oberfläche hinein,
so daß der Reibungsschluß verlorengeht und die Zuführung der Polierpastenstangen aufhört.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine
Fördervorrichtung zu schaffen, mit der die Polierpastenplatten einer Poliermaschine geregelt, unabhängig von ümwelttemperaturen
oder sonstigen Einflüssen, so zugeführt werden können, daß eine genau dosierbare Menge Polierpaste der Polierwalze
übertragen wird.
Erfindungsgemäß geschieht das nun. dadurch, daß beidseitig
der Polierwachsplatte mehrere in Förderrichtung der Platte
verlaufende endlose Förderbänder vorgesehen sind, die auf ihrer äußeren Fläche Stollen tragen, welche in entsprechend profilierte
Ausnehmungen der Polierwachsplatte eingreifen.
In Verfolg des Erfindungsgedankens laufen dabei die
endlosen Förderbänder mit ihrem der Polierwachsplatte zugekehrten
Trum in flachen, rechteckigen, kanalartigen Vertiefungen von Kühlkasten, die mit den Seitenflächen der Polierwachsplatten
in G-leitberührung sind und diese stützen.
Diese kanalartigen Vertiefungen stützen das der Polierwachsplatte zugekehrte Förderband und verhindern sein Ausweichen
in Richtung von der Polierwachsplattenoberflache weg.
Die Tiefe dieser kanalartigen Vertiefungen entspricht der Abmessung des Förderbandes und die Tiefe der Vertiefung der
Dicke des Förderbandes minus der Höhe der Stollen.
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Vorteilhaft wirkt es sich dabei aus, daß die Förderbänder auch auf ihrer Innenseite Stollen tragen und mit diesen
Stollen in entsprechenden Buten von Walzen eingreifen, die sich über die gesamte Breite der Polierwachsplatte oberhalb
und unterhalb seitlich derselben erstrecken und die von Getriebemotoren angetrieben sind.
Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels,
welches in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert.
In der Zeichnung stellen dar:
■]fig. 1 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt,
einer Polierwalze einer Poliermaschine mit darüber angeordneter Polierwachszuführvorrichtung
gemäß der Erfindung und
Pig. 2 eine Teilseitenansicht des Gegenstandes der Fig. 1
Bei den Poliermaschinen handelt es sich um langgestreckte Gebilde mit einer vorzugsweise aus einem endlosen Band bestehenden
Fördereinrichtung, vorzugsweise in Tischhöhe, auf der die zu polierenden platten- oder tafelförmigen Gebilde kontinuierlich
unter einer Reihe von quer darüber und im Abstand zueinander angeordneten Polierwalzen hindurchbewegt werden,
wobei die Polierwalzen die Oberfläche der Gegenstände bearbeiten.
In Fig. 1 ist eine Polierwalze 10 dargestellt mit der
darüberliegenden Vorrichtung 12 zur automatischen Zuführung von Polierwachs. Solche Einheiten, bestehend aus Polierwalze
10 und Vorrichtung 12, sind je nach Größe der· Poliermaschine mehrfach hintereinander angeordnet. Unterhalb der Polierwalze
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befindet sich die nicht dargestellte Transportvorrichtung,
auf der die zu polierenden Gegenstände transportiert werden. Die Polierwalze 10 ist in bekannter Weise beiderseits
der Transportvorrichtung gelagert und angetrieben und besitzt Justier- und Verstelleinrichtungen, wie allgemein üblich. Die
Polierwalze selbst setzt sich aus einer Vielzahl auf einer Achse vereinigter Polierringe mit Luftzuführungseinrichtungen
zusammen (Fig. 2). Die oberhalb der Polierwalze angeordnete Vorrichtung 12 zur automatischen Zuführung von Polierwachs
ist in einem Gestell angeordnet, das seitlich stehende, vertikal verlaufende Säulen 14 umfaßt und horizontal verlaufende
Führungen 16. Auf diesen horizontal verlaufenden führungen 16,
die zu einem Gestell gehören, das auf den vertikalen Säulen 14 geführt ist, sind zwei Kästen 18 gelagert, die von einem
Kühlmittel durchflossen werden. Die Kästen 18 sind so zueinander angeordnet und auf ihren einander zugekehrten Flächen
so gestaltet, daß zwischen ihnen eine Polierwachsplatte 20 derart hindurchgeführt werden kann, daß die seitlichen Flächen
der Polierwachsplatte mit den entsprechenden zugekehrten Flächen, der Kühlmittelkästen in Gleitberührung stehen.
Die Kästen sind mit Anschlüssen zur Zuführung 22 und zur Abführung von Kühlmittel ausgestattet. Oberhalb und unterhalb
eines jeden Kastens sind Walzen 24 und 24' angeordnet, von denen die oberen Walzen 24 über einen elektronisch steuerbaren
Getriebemotor 26 derart angetrieben, werden, daß sie
gegensinnig umlaufen. Die unteren Walzen 24' sind in Richtung
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der Zuführung, der Polierwachsplatte 20 über entsprechende Einrichtungen
28 justierbar, und um beide Walzen verlaufen endlose
Bänder 30. Die Walzen sind vorzugsweise auf ihrer Oberfläche
in Längsrichtung genutet, während die Bänder 50 auf
ihrer Innenseite mit Stollen 32 versehen sind, die in die
Hüten eingreifen. Auf der Außenseite der Bände sind weitere
Stollen 34» jedoch vorzugsweise^im größeren Abstand, angeordnet,
die in entsprechende Ausnehmungen 36 der Wachsplatte eingreifen.
Die entsprechenden großen Seitenflächen der Kästen 18
sitaä zumindest auf der der Polierwachsplatte zugekehrten Seite
mit kanalförmigen Vertiefungen ausgestattet, die in ihrer
Breite und ihrer Tiefe der Breite und der Tiefe der endlosen
Bänder 30 entsprechen minus der Höhe der Stollen 34j die ja über die Oberfläche der Küblmitte!behälter hinausstehen müssen,
um in die Ausnehmungen 36 der Polierwachsplatte eingreifen zu können.
Auf diese Weise kann die Polierwachsplatte 20 vermittels der Bänder 30 mit gewünschter Geschwindigkeit zwangsweise der
Polierwalze 10 zugeführt werden, indem die Walzen 24, 24? und
ihre Transportbänder vermittels des Getriebemotors 26 auf eine bestimmte Geschwindigkeit eingeregelt werden, die von betrieblichen
!Faktoren abhängt. Während der Zuführung der Polierwachsplatte gleitet diese an den anliegenden Seitenwagen der
Kühlmittelbebälter entlang und wird durch das durch die Kühlbehälter hindurcbzirkulierende Kühlmittel auf einer gewünschten
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Temperatur gehalten. Vermittels eines Handrades 38 kann die
gesamte Vorrichtung 12 auf den seitlieben vertikalen Säulen
14 in -vertikaler Richtung verstellt werden,was besonders
beim Auswechseln der Polierwalzen 1Ö zweckmäßig ist.
Unterhalb des Austrittsendes der Polierwachsplatte aus
der Vorrichtung 12 zwischen den unteren Walzen 24' ist eine weitere Kühlvorrichtung 40 angeordnet, die im wesentlichen
ebenfalls zwei küblmitteldurchströmte Behälter umfaßt, die
mit wenigstens den großen Seitenflächen der Polierwachsplatten
in Berührung stehen und die die Polierwachsplatte bis dicht an den Umfang der Polierwalze 10 heran kühlt und auf einer bestimmten
gewünschten Temperatur hält. Da dieser Bereich der Polierwacbsplatte besonders kritisch ist, weil er dem mechanischen
Einfluß der daran vorbeilaufenden Polierwalze besonders
ausgesetzt ist, ist hier eine gute Temperatursteuerung besonders vorteilhaft, und deshalb wird diese Kühlvorrichtung 10
vorzugsweise'von einem chemischen Kühlmittel durchströmt, das bei 42 beispielsweise eintritt und die Behälter 44 durchströmt,
um bei 46 wieder auszutreten.
Zur Ergänzung bzw. zum Einsetzen der Polierwachsplatte in die Vorrichtung 12 kann vermittels der horizontalen längenveränderlichen
Führungen 16, die beispielsweise vermittels Druckluft betätigt sind, einer der Kühlmittelkästen 18 seitlich
verfahren werden, so daß der Spalt zwischen den beiden Behältern gut zugänglich ist, so daß eine Polierwachsplatte
eingesetzt werden kann, entweder derart, daß sie mit ihrem
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unteren Rand auf der Polierwalze 10 aufsteht und von den Stollen 34 der unter Bezugnahme auf Pig. 1 rechten Bänder 30 in
ihren zugekehrten Ausnehmungen 36 erfaßt wird, worauf dann
der unter Bezugnahme auf Fig. 1 Linke Kühlmitte!kasten mit
den Fördermitteln wieder gegen die Wachsplatte nach rechts herangefabren wird, so daß die Stollen 54 in die zugekehrten
Ausnehmungen 36 der Wachsplatte eingreifen. Die Antriebsverbindung
zwischen dem Getriebemotor 26 und der linken Walze 24 gemäß Fig. 1 ist entsprechend beweglich ausgestattet.
Schließlich kann oberhalb der Walzen 24 eine Zuführung
angeordnet sein, mit der weitere Polierwachsplatten zu der bereits in der Torrichtung befindlichen Polierwachsplatte derart
ausgerichtet sind, daß praktisch eine kontinuierliche Zuführung von Polierwacbsplatten 20 in die Vorrichtung 12 ermöglicht
wird.
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Claims (5)
- 236576QPatentansprüche1 .J Fördereinrichtung zum Zuführen von Polierpastenplatten zu Polierwalzen unter Verwendung endloser, die Seitenflächen der Polierpastenplatte erfassende Fördermittel, dadurch gekennzeichnet, daß beidseitig der Polierpastenplatte (20) mehrere in Förderricbtung der Platte verlaufende endlose Förderbänder (30) vorgesehen sind, die auf ihren äußeren Flachen Stollen (34) tragen, welche in entsprechend profilierte Ausnehmungen (36) der Polierpastenplatte (20) eingreifen.
- 2. Fördereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die endlosen Förderbänder (30) mit ihrem der Polierpastenplatte zugekehrten Trum in flachen, rechteckigen, kanalartigen Vertiefungen in Kühlkasten (18) laufen, die mit den Seitenflächen der Polierpastenplatte (20) in Gleitberührung sind und die die Polierpastenplatte (20) als auch die ihnen zugekehrten Förderbandtrume stützen.
- 3. Fördereinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderbänder (30) auch auf ihrer Innenseite Stollen (32) tragen und mit diesen Stollen in entsprechende Hüten von Antriebswalzen (24-, 24') greifen, wobei sich die- 11 -60-9 8 29/0011Walzen über die gesamte Breite der Polierpastenplatte oberhalb und unterhalb seitlich derselben erstrecken und von Getriebemotoren angetrieben sind.
- 4. Fördereinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet * daß die Stollen auf der Innenseite (32) der förderbänder einen kleineren Abstand zueinander haben als die Stollen (34) auf der äußeren Seite der Förderbänder.
- 5. Fördereinrichtung nach Anspruch 1 bis 4> dadurch gekennzeichnet, daß eine Hälfte der Fördervorrichtung seitlich verfahrbar ist und die gesamte Fördervorrichtung höhenverstellbar ist.609'8-29700 1 i
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| DE2365760C3 (de) | 1980-02-14 |
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