DE2365116C2 - Verfahren zur Umwandlung von Schwefeldioxid - Google Patents
Verfahren zur Umwandlung von SchwefeldioxidInfo
- Publication number
- DE2365116C2 DE2365116C2 DE19732365116 DE2365116A DE2365116C2 DE 2365116 C2 DE2365116 C2 DE 2365116C2 DE 19732365116 DE19732365116 DE 19732365116 DE 2365116 A DE2365116 A DE 2365116A DE 2365116 C2 DE2365116 C2 DE 2365116C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- gas stream
- hydrogen
- sulfur dioxide
- gas
- sulfur
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/02—Preparation of sulfur; Purification
- C01B17/04—Preparation of sulfur; Purification from gaseous sulfur compounds including gaseous sulfides
- C01B17/0404—Preparation of sulfur; Purification from gaseous sulfur compounds including gaseous sulfides by processes comprising a dry catalytic conversion of hydrogen sulfide-containing gases, e.g. the Claus process
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/02—Preparation of sulfur; Purification
- C01B17/04—Preparation of sulfur; Purification from gaseous sulfur compounds including gaseous sulfides
- C01B17/0473—Preparation of sulfur; Purification from gaseous sulfur compounds including gaseous sulfides by reaction of sulfur dioxide or sulfur trioxide containing gases with reducing agents other than hydrogen sulfide
- C01B17/0478—Preparation of sulfur; Purification from gaseous sulfur compounds including gaseous sulfides by reaction of sulfur dioxide or sulfur trioxide containing gases with reducing agents other than hydrogen sulfide with hydrocarbons or mixtures containing them
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Treating Waste Gases (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reduktion von Schwefeldioxid in einem Regenerationsabgasstrom
aus Verfahren zur Entschwefelung von Abgasen mit Hilfe eines wasserstoffreichen Gases unter Bildung von
Schwefel.
Die Reduktion von Schwefeldioxid in einem Regenerationsabgasstrom,
der aus Verfahren zur Entschwefelung von Abgasen stammt, ist an sich bekannt.
F. M. Dautzenberg et al. beschreiben in »Chemical Engineering Progress« 67,86—91 (1971) ein Verfahren zur
Entschwefelung von Abgasen unter Verwendung eines festen Sorbens von Kupferoxid auf Aluminiumoxid, Regeneration
des Sorbens mit einem reduzierenden Gas wie Wasserstoff und Reduktion des Schwefeldioxidgehalces
im Regenerationsabgas zu elementarem Schwefel. Gegebenenfalls kann das Abgas vor der Reduktion
auf einen Gehalt von bis zu 100% SO2 konzentriert werden. Der schwefeldioxidhaltige Gasstrom oder das
Regenerationsabgas wird in zwei Anteile mit einem Gehalt an zwei Dritteln bzw. einem Drittel der Gesamtmenge
aufgespalten; der größere Anteil wird katalytisch durch Wasserstoff oder ein anderes reduzierendes
Gas zu Schwefelwasserstoff reduziert, und dieser Schwefelwasserstoff wird dann katalytisch mit dem geringeren
Anteil des Schwefeldioxids unter Bildung von elementarem Schwefel umgesetzt Aus der US-PS
34 95 941 ist ein Verfahren zur katalytischen Reduktion
von Schwefeldioxid in Regenerationsabgasen zu Schwefelwasserstoff mit Hilfe von Wasserstoff, einem
wasserstoffhaltigen Gas oder Kohlenwasserstoffen wie Methan bekannt Der Schwefelwasserstoff kann mit
Schwefeldioxid unter Bildung von elementaren Schwefel umgesetzt werden. In der US-PS 36 30 943 ist die
Reduktion von Schwefeldioxid in einem Regenerationsabgasstrom zu Schwefelwasserstoff und Schwefel in einer
Claus-Anlage beschrieben.
Aus der US-PS 21 48 258 ist ein Verfahren zur Gewinnung
von Schwefel aus schwefeldioxidhaltigen Gasen bekannt, bei welchem Wasserstoff als Reduktionsmittel
Verwendung findet. Zunächst wird das Schwefeldioxid mit Wasser bei erhöhter Temperatur zur Reaktion
gebracht, wobei sich Schwefel abscheidet; weiterer Schwefel wird durch eine katalytische Reaktion gewonnen,
wobei das Verhältnis von Schwefelwasserstoff zu Schwefeldioxid etwa 2 :1 beträgt
Die Reduktion von Schwefeldioxid mit Wasserstoff ist stark exotherm. Es ist daher unwirtschaftlich, eine
derartige Reaktion analytisch durchzuführen, und zwar aufgrund des Verlustes an Katalysatoren, der Anforderungen
an die Anlagen und der Wiedergewinnung der Abwärme.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein mehrstufiges katalytisches Verfahren zu entwickeln, das
in jeder Stufe nur einen begrenzten Temperaturanstieg aufweist, so daß sehr hohe Betriebstemperaturen, die
den Katalysator schädigen, vermieden werden.
Zur Lösung der Aufgabe wird ein Verfahren zur Umwandlung von Schwefeldioxid, das in aus der Entschwefeiung
von Abgasen stammenden Regenerationsabgasströmen enthalten ist, in elementaren Schwefel in mehreren
Stufen durch Umsetzung des Schwefeldioxids mit einem wasserstoffreichen Reduktionsgasstrom und anschließende
katalytische Umwandlung der Zwischenprodukte bei einem Molverhältnis von Schwefelwasserstoff
zu Schwefeldioxid von etwa 2:1, vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Schwefeldioxid
mit dem wasserstoffreichen Reduktionsgas in einem thermischen Reaktor bei einer Temperatur von mindestens
6500C umgesetzt wird, wobei ein Gasstrom mit einem Gehalt an elementarem Schwefel, Schwefelwasserstoff
und nicht umgesetzten Schwefeldioxid erhalten wird, aus welchem der elementare Schwefel durch Kühlen
auskondensiert wird, worauf der Gasstrom einem mehrstufigen katalytischen Verfahren unterworfen
wird, wobei nach jeder Stufe gekühlt und der Gasstrom vor Eintritt in die nächste Stufe wieder aufgeheizt wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden ein
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden ein
schwefeldioxidreicher Gasstrom aus Abgasentschwefelungsverfahren und ein wasserstoffreicher Gasstrom in
einen thermischen Reaktor eingespeist, indem eine thermische, unkatalysierte Reaktion zwischen Schwefeldioxid
und Wasserstoff unter Bildung eines Gasstromes mit einem Gehalt an Schwefelwasserstoff eintritt; dieser
Gasstrom wird dann katalytisch in einsr oder mehreren
Stufen zur Bildung von elementaren Schwefel durch Reaktion des Schwefelwasserstoffes mit Schwefeldioxid,
das gegebenenfalls auch als Komponente des Gasstromes vorliegen kann, behandelt Der Gasstrom wird
nach jeder Reaktionsstufe gekühlt um den gebildeten elementaren Schwefel auszukondensieren, und wird vor
Eintritt in die nächste Stufe wieder aufgeheizt
Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders günstig bei der Reduktion von Schwefeldioxid zu Schwefel
in schwefeldioxidreichen Regenerationsabgasströmen anwendbar, die bei der Regeneration eines festen Sorbens
zur Entfernung von Schwefeldioxid mit einem reduzierenden Gas erhalten werden. Abgasentschwefelungsverfahren,
d. h. also Verfahren zur selektiven Entfernung von Schwefeldioxiden aus Abgasen unter Verwendung
fester Sorbentien, die mit einem reduzierenden Gas regeneriert werden, sind z. B. aus der GB-PS
10 89 716, aus der US-PS 34 95 941 und aus »Chemical Engineering Progress« 67, S. 86—91 (1971) bekannt Das
Regenerationsabgas enthält im typischen Fall mindestens etwa Kl Vol% Schwefeldioxid plus geringer Mengen
reduzierender Komponenten. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren können aber auch andere
schwefeldioxidreiche Gasströme behandelt werden. Diese schwefeldioxidreichen Gasströme sind vorzugsweise
im wesentlichen sauerstofffrei.
Das wasserstoffreiche Reduktionsgas kann entweder im wesentlichen reiner Wasserstoff oder eine Gasmischung
mit einem Hauptanteil an Wasserstoff sein. Diese wasserstoffreichen Gasströme enthalten vorzugsweise
nur geringe Mengen Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe. Di". wasserstoffreichen Gasströme enthalten
vorzugsweise keine anderen Kohlenwasserstoffe als Methan. Das Molverhältnis von H2 zu CO in den wasserstoffreichen
Gasströmen sollte mindestens etwa 1 :1 und das Molverhältnis von H2 zu CH4 sollte mindestens
etwa 10:1 betragen. Diese Gasströme können geringe Mengen Wasserdampf enthalten, sie sollten aber im wesentlichen
frei von molekularem Sauerstoff sein. Derartige Gasströme können nach an sich bekannten Verfahren
wie z. B. durch katalytische Reformierung mit Dampf von niedermolekularen Kohlenwasserstoffen,
und zwar von Methan bis zu Naphtha, und nachfolgender Wassergasreaktion hergestellt werden. Andererseits
können wasserstoffreiche Gasströme auch durch Teiloxydation eines Kohlenwasserstoffes oder eines
festen kohlenstoffhaltigen Brennstoffes mit Luft oder Sauerstoff und durch vorzugsweise nachfolgende Wassergasreaktion
dargestellt werden. Wasserstoff wird gegenüber Kohlenmonoxid oder Kohlenwasserstoffen als
Hauptreduktionsmittel bevorzugt da sowohl Kohlenmonoxid als auch Kohlenwasserstoffe zur Rußbildung
und zur Bildung von Kohlenoxydsulfid COS und/oder Schwefelkohlenstoff führen können, die im Vergleich zu
Schwefelwasserstoff weniger leicht in elementaren Schwefel umgewandelt werden. Bei Anwesenheit von
Ruß im Gasstrom ergibt sich ein verfärbtes Schwefelprodukt
Die relativen Fließgeschwindigkeiten des schwefeldioxidreichen Gasstromes und des wasserstoffreichen
Gasstromes werden so eingestellt, daß das molare Verhältnis von Reduktionsmittel zu SG2 in den beiden Gasströmen
einschließlich der im schwefeldioxidreichen Gasstrom gegebenenfalls enthaltenden Reduktionsmittel
etwa 2 :1 beträgt
Der wasserstoffreiche Gasstrom und mindestens ein größerer Anteil des schwefeldioxidreichen Gasstromes
werden in einen thermischen Reaktor eingespeist Bei einer bevorzugten Ausführungsweise werden der gesamte
schwefeldioxidreiche Gasstrom and der wasserstoffreiche Gasstrom in einen thermischen Reaktor eingeführt
in dem das Schwefeldioxid thermisch, d. h. also nicht katalysiert, mit Wasserstoff unter Bildung von
Schwefelwasserstoff und elementarem Schwefel reagiert Um die gewünschte Reaktionstemperatur zur
thermischen Umsetzung zu erreichen, können gegebenenfalls einer oder beide der Gasströme vorgeheizt
werden.
Die Reaktion zwischen Wasserstoff und Schwefeldioxid ist exotherm, so daß die im thermischen Reaktor
stattfindende Reaktion von selbst weiterläuft und somit der Ausdruck autothermaler Reaktor verwendet werden
könnte. Die Reaktionstemperatur in diesem Reaktor beträgt mindestens etwa 650 und vorzugsweise etwa
800 bis 17000C, wobei die Temperatur von der Zusammensetzung
der Gase und den Einspeisungstemperaturen der Gasströme abhängt Die Zusammensetzung und
die Einspeisungstemperaturen der Gasströme können variiert werden, um eine Reaktionstemperatur innerhalb
des angegebenen Bereiches zu erzielen. Die Temperatur im thermischen Reaktor bestimmt sich durch
die Anteile ar. Wasserstoff oder anderen Reduktionsmitteln und dem Gehalt an Schwefeldioxid in den eingespeisten
Gasströmen sowie durch die jeweiligen Einspeisungstemperaturen dieser Gasströme. Die eingespeisten
Gasströme müssen eine ausreichende Konzentration an Wasserstoff oder einem anderen zusammen
mit Wasserstoff und Schwefeldioxid eingesetzten Reduktionsmittel aufweisen, so daß der Reaktor nicht auf
äußere Wärmezufuhr angewiesen ist, indem z. B. zur Aufrechterhaltung der sich mit Ausnahme des Reaktionsbeginnes
selbst erhaltenden Reaktion heiße Verbrennungsgase oder von außen zugeführte Brennstoffe
und Luft verwendet werden. Zur Erzeugung von Wärme in diesem Verfahren ist keine Abhängigkeit von molekularem
Sauerstoff gegeben, da in den meisten Fällen beide eingespeisten Ströme im wesentlichen keinen molekularen
Sauerstoff enthalten.
Die exotherme Reaktion kann bei einem beliebigen Druck, wie z. B. einem geringen überatmosphärischen
Druck von etwa 0,35 bis 0,70 bar durchgeführt werden, vorausgesetzt, daß dieser Druck den Druckabfall während
des Verfahrens aufwiegt. Der im thermischen Reaktor erzeugte Eingangsstrom kann vorzugsweise in einem
Abhitzekessel zur Kondensation des. elementaren Schwefels gekühlt werden.
Wenn verdünnte Gasströme, also entweder ein verdünnter wasserstoffhaltiger Gasstrom und/oder ein verdünnter
schwefeldioxidhaltiger Gasstrom verwendet werden, können bei der Selbsterhaltung der Reaktion
im thermischen Reaktor Schwierigkeiten auftreten. In diesem Fall kann der schwefeldioxidhaltige Gasstrom in
zwei Anteile aufgeteilt werden, von denen ein Teil, und zwar meist der größere Anteil, zusammen mit dem wasserstoffreichen
Gasstrom am Einspeisungsende des thermischen Reaktors eingespeist wird, während der
zweite Teil, und zwar meist der kleinere Anteil, des schwefeldioxidhaltigen Gasstromes abstromig vom Einspeisungsteil
des thermischen Reaktors zugeführt wird.
Dadurch bilden sich zwei Zonen innerhalb des Reaktors, und zwar eine primäre oder aufstromige Zone und eine
sekundäre oder abstromige Zone in der Nähe oder abstromig von der Zusatzstelle des zweiten Anteils des
SCh-haltigen Gases. Das Gesamtverhältnis von Reduktionsmittel
zu Schwefeldioxid liegt im gleichen Bereich, d.h. also bei etwa 2:1, unabhängig davon, ob der
schwefeldioxidhaltige Strom aufgeteilt oder als Gesamtstrom am Kopfende eingespeist wird.
Die thermische Reaktion zwischen dem wasserstoffhaltigen
Gas und dem schwefeldioxidhaltigen Gas nach dem erfindungsgemäßen Verfahren führt zu einem Einsatzgasstrom,
der elementaren Schwefel, Schwefelwasserstoff, unumgewandeltes Schwefeldioxid, Wasserdampf
und geringe Mengen anderer Bestandteile, wie Kohlenoxysulfid und Schwefelkohlenstoff enthalten
kann. Dieser Einsatzgasstrom wird zum Auskondensieren des elementaren Schwefels gekühlt, der dann als
Flüssigkeit aus dem Gasstrom entfernt werden kann. Das Molverhältnis von H2S zu SO? in diesem Gasstrom
soll, wie aus der Technologie der Claus-Umsetzungen bekannt ist, etwa 2 :1 betragen, wobei die Einspeisungsgasströme
für den thermischen Reaktor so eingestellt werden, daß dieses Verhältnis aufrechterhalten bleibt.
Das Verhältnis von H2S zu SO2 im ausströmenden Gas
wird analysiert und die relativen Fließgeschwindigkeiten der wasserstoffreichen und SCVreichen Gasströme
werden einreguliert, falls das Verhältnis von H2S zu SO2
im ausströmenden Gas von dem vorher festgesetzten Verhältnis abweicht.
Nach der Erfindung des elementaren Schwefels wird der Einsatzgasstrom in einen katalytischen Konverter
überführt und katalytisch in einer oder mehreren katalytischen Claus-Umwandlungsstufen behandelt, um
Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxid zu elementerem Schwefel umzusetzen. Jede katalytische Umwandlungsstufe
findet in einem katalytischen Konverter statt, der bekannte Claus-Umwandlungskatalysatoren wie
z. B. Aluminiumoxid oder Bauxit enthält. Daran anschließend folgt ein Kühlturm, in welchem der Gasstrom
gekühlt und der im Gasstrom enthaltene elementare Schwefel zu flüssigem Schwefel kondensiert und
entfernt wird. Außerdem umfaßt jede Umwandlungsstufe eine vor den katalytischen Konverter vorgeschaltete
Wiederaufheizanlage, die die Einlaßtemperatur des in den katalytischen Konverter eintretenden Gasstromes
auf die gewünschte Temperatur aufheizt. Es ist wichtig, daß die Gastemperatur in den katalytischen
Konvertern und in allen weiteren Teilen des Systems mit Ausnahme der Schwefelkühltürme oberhalb des
Kondensationspunktes des Schwefels bleibt
Das aus der letzten Stufe ausströmende Gas wird gekühlt, so daß elementarer Schwefel kondensiert, der
dann entfernt wird. Das verbleibende Gas kann verbrannt werden, um alle enthaltenden Schwefelverbindüngen,
wie Schwefelwasserstoff, elementaren Schwefel, Kohlenoxysulfid und Schwefelkohlenstoff unter Bildung
von Schwefeldioxid zu entfernen. In Anlagen zur Abgasentschwefelung kann das verbrannte Gas vorzugsweise
wieder in den Abgasstrom eingeleitet werden. Gegebenenfalls kann das verbrannte Gas aber
auch in die Atmosphäre abgegeben werden, nachdem, falls notwendig, der Schwefelgehalt auf einen im Hinblick
auf die Luftverschmutzung ausreichenden Gehalt erniedrigt worden ist
In Fi g. 1 kann die Abgasentschwefelungsanlage 1 eine Anlage üblicher Art wie z. B. entsprechend GB-PS
10 89 716 oder US-PS 34 95 941 sein, die aus mindestens zwei parallel geschalteten Reaktoren besteht, wobei jeder
Reaktor ein festes Sorbens zur selektiven SO2-Entfernung wie z. B. Kupferoxid auf Aluminiumoxid enthält.
In einen oder in mehrere Reaktionen der Anlage 1 wird ein Abgasstrom 2 eingeleitet, der aus diesen Reaktoren
durch eine Leitung 3 als entschwefeltes Abgas mit einem verringerten SOj-Gehalt entnommen wird.
Gleichzeitig wird ein reduzierender Gasstrom 4 wie 7. B. eine wasserstoffreiche Gasmischung mit einem hohen
Dampfgehalt (z. B. mindestens etwa 50 Vol% Dampf) mit nur geringen Anteilen an Kohlenstoffverbindungen
in einen oder in mehrere der Reaktoren der Anlage 1 eingeleitet. Aus diesen Reaktoren wird ein
heißer Regenerationsabgasstrom 5 mit einem hohen Gehalt an SO2 und Wasserdampf sowie einem Gehalt
an geringeren Mengen nicht umgesetzten Wasserstoffes
und kleinen Mengen CO und Methan abgezogen. Der heiße Abgasstrom 5 wird durch einen Wärmeaustauscher
6 in einen Kühlturm 7 eingeleitet, in dem ein wesentlicher Anteil des Wasserdampfes kondensiert
und durch eine Leitung 8 zurückgeführt wird. Der gekühlte und entwässerte schwefeldioxidhaltige Gasstrom
10 kann gegebenenfalls durch eine Druckerhöhungsanlage 10a geleitet werden. Der SCh-reiche Strom 10 wird
auf einen Betriebsdruck von etwa 0,35 bis 0,7 atü (ausreichend zur Überwindung des Druckabfalles im System)
gebracht und dann im Vorwärmer 1Oi auf die gewünschte Einlaßtemperatur des thermischen Reaktors
erwärmt. Vorzugsweise wird die überwiegende oder gesamte Vorwärme durch Wärmeaustausch mit
dem heißen Abgasstrom 5 gewonnen; in diesem Fall bilden Wärmeaustauscher 6 und Vorwärmer 106 eine
Einheit Der schwefeldioxidreiche auf die gewünschte Reaktoreinlaßtemperatur vorgeheizte Gasstrom 10 und
ein wasserstoff reicher im Vorwärmer 11a vorgeheizter Gasstrom 11 werden in den thermischen Reaktor 12
eingespeist. Die relativen Fließgeschwindigkeiten der Gasströme 10 und 11 werden so eingestellt, daß die
molaren Fließgeschwindigkeiten von Reduktionsmittel zu SO2, wie z. B. H2 zu SO2, (einschließlich jeglicher im
Strom 10 vorhandenen Reduktionsmittel) etwa 2 :1 betragen. Der Reaktor 12 ist vorzugsweise mit einem
hochschmelzenden Material ausgekleidet und kann entweder offen sein oder kann hochschmelzende Kontaktvorrichtungen,
wie z. B. Kugeln oder Ziegelwerk enthalten. Im Reaktor 12 befindet sich kein Katalysator. Die
zwei Gasströme 11 und 10 werden durch brennerartige Kontaktdüsen eingespeist Ein verstellbares Ventil 13
kontrolliert den Zufluß des wasserstoffreichen Stromes 11, so daß das Molverhältnis von Reduktionsmittel und
SO2 aufrechterhalten werden kann. Der SOrreiche GasstrOin kann in zwei Teilströrne 14 und 15 gcteüt
werden, von denen der letztere durch ein Ventil 16 einstellbar ist Der Teilstrom 14 tritt in den Reaktor 12
zusammen mit dem wasserstoffhaltigen Strom 11 am Einlaßende ein, während der Teilstrom 15 in den Reaktor
12 an einer abstromig vom Einlaßende gelegenen
Stelle eingespeist wird. Das Ventil 16 ist offen, wenn ein
geteilter SOrStrom erwünscht ist; das Ventil ist geschlossen, wenn ein einziger SCVStrom gewünscht ist
Die Zuführung eines einzigen SCVStromes ist meist
vorzuziehen, außer, wenn entweder ein verdünnter SO2-Strom 10 oder ein verdünnter Wasserstoffstrom 11
oder beide Gasströme in verdünnter Form zugeführt werden. Wenn der SC>2-reiche Gasstrom aufgespalten
wird, enthält der thermische Reaktor 12 zwei Zonen 12a und 126, deren Grenzlinie durch eine gestrichelte Linie
angedeutet ist Die aufstromige Zone 12a liegt im Ein-
laßbereich des wasserstoffhaltigen Stromes 11 und des größeren SO2-reichen Stromes 14, während die abstromige
Zone 126 in der Nähe von oder abstromig vom Einlaß des kleineren SC^-Stromes 15 liegt.
Die Umsetzung von Schwefeldioxid mit Wasserstoff im thermischen Reaktor 12 führt zu einer Produktmischung,
die Schwefelwasserstoff und nicht umgesetztes Schwefeldioxid im angenäherten Molverhältnis von
2 :1, elementaren Schwefel, größere Mengen Wasserdampf und Kohlendioxid und geringere Mengen Kohlenmonoxid
und Stickstoff enthält. Gegebenenfalls kann die Mischung der Reaktionsprodukte auch kleinere Anteile
an Kohlenoxysulfid und Schwefelkohlenstoff enthalten, wenn ein wasserstoffreicher Strom 11 mit dem
Gehalt an Kohlenmonoxid und/oder Kohlenwasserstoffen verwendet wurde. Das im Reaktor 12 gebildete Produktgas,
das im folgenden auch als Einsatzgas bezeichnet wird, verläßt den Reaktor durch eine Leitung 17 und
wird in einem Abwärmekessel 18 bis zu einer Temperatur gekühlt, die niedrig genug ist, um die Kondensation
zu flüssigem Schwefel zu veranlassen (der thermische Reaktor 12 und der Abhitzekessel 18 bilden vorzugsweise
eine Einheit). Der flüssige Schwefel wird durch eine Leitung 19 abgezogen. Das vom elementaren
Schwefel befreite Einsatzgas verläßt den Abhitzekessel 18 durch eine Leitung 20. Das in der Leitung 20 befindliche
Einsatzgas wird im Vorheizer 21 auf eine geeignete Einlaßtemperatur zur katalytischen Umwandlung von
Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxid in elementaren Schwefel wieder aufgeheizt. Der wiederhergestellte
Strom wird dann in die erste Stufe eines katalytischen Konverters 22 eingespeist, der übliche Umwandlungskatalysatoren, wie Aluminiumoxid oder Bauxit zur Umsetzung
von Schwefelwasserstoff mit Schwefeldioxid zu elementarem Schwefel enthalten kann. Der elementaren
Schwefel enthaltende Einsatzgasstrom wird aus dem Konverter 22 durch eine Leitung 23 abgezogen und
im Kühlturm 24 gekühlt Flüssiger elementarer Schwefel wird aus dem Kühlturm 24 durch eine Leitung 25
abgezogen. Vorwärmer 21, katalytischer Konverter 22 und Schwefelkühlturm 24 bilden zusammen die erste
katalytische Umwandiungsstufe.
Der Einsatzgasstrom kann durch so viele katalytische Claus-Umwandlungsstufen (eine oder mehrere) geschickt
werden, wie notwendig sind, um die gewünschte Umwandlung zu elementarem Schwefel und die Entfernung
von Schwefelverbindungen aus dem Gasstrom zu erreichen. In der beiliegenden Zeichnung sind drei Stufen
dargestellt
Der Gasstrom 26 verläßt den Kühlturm 24 der ersten katalytischen Stufe und fließt durch einen zweiten Vorwärmer
3i, einen zweiten katalytischer. Konverter 32, eine Leitung 33 und einen zweiten Schwefelwaschturm
34. Die Einlaßtemperaturen des zweiten katalytischen Konverters sind im allgemeinen etwas niedriger als die
Einlaßternperaturen für die erste katalytische Umwandlungsstufe 22; der Temperaturanstieg im Konverter 32
der zweiten Stufe ist ebenfalls im allgemeinen etwas geringer als im Konverter 22 der ersten Stufe. Elementarer Schwefel wird als Flüssigkeit aus dem Kühlturm 34
der zweiten Stufe durch eine Leitung 35 abgezogen.
Der Einsatzgasstrom 36 verläßt den Kühlturm 34 und fließt durch einen dritten Vorwärmer 41, einen dritten
katalytischen Konverter 42, durch eine Leitung 43 und durch einen Kühlturm 44. Der flüssige Schwefel wird
aus dem Kühlturm 44 der dritten Stufe durch eine Leitung 45 abgezogea Das ausströmende Gas aus der letzten katalytischen Stufe, die in der dargestellten Ausfüh
rungsform die dritte Stufe ist, verläßt den Kühlturm 44 nach der Entfernung des elementaren Schwefels als Abgas
durch eine Leitung 46. Dieser Gasstrom hat einen verhältnismäßig niedrigen Schwefelgehalt, meist etwa
0,5 Vol% oder weniger, wobei der Schwefel hauptsächlich als H:S und SO2 vorliegt und gegebenenfalls elementare
Schwefeldämple, COS und CS2 vorhanden sein können. Eine Gasprobe wird aus der Leitung 46 in ein
Analysengerät 47 entnommen, in dem das Verhältnis von H2S zu SO2 in der Leitung 46 bestimmt werden
kann. Dieses Molverhältnis bedingt die Stellung des Ventils 13 in Leitung 11. Wenn das Molverhältnis von
H2S zu SO2 in der Leitung 46 oberhalb des vorher bestimmten
Wertes liegt (der etwa, aber nicht notwendigerweise genau 2 : 1 beträgt), wird die Stellung des Ventils
!3 so geändert, daß der Zufluß von wasserstoffhaUigem
Gas durch die Leitung U verringert wird. Wenn im Gegensatz dazu das Molverhältnis von H2S zu SO2 unterhalb
des vorher bestimmten Wertes ist, wird das Ventil 13 weiter geöffnet. Auf diese Weise kann der Zufluß
von Wasserstoff in den thermischen Reaktor 12 in Übereinstimmung mit dem Molverhältnis von H2S zu SO2 im
ausströmenden Gas aus der letzten katalytischen Umwandlungsstufe, d. h. also im Abgas, festgelegt werden.
Anstelle des letzten Abgases zur Bestimmung des Molverhältnisses von H2S zu SO2 und der dadurch bedingten
Stellung des Ventils 13 kann gegebenenfalls auch das aus einem katalytischen Konverter einer früheren
Stufe ausströmende Gas Verwendung finden.
Der Abgasstrom 46 wird zusammen mit zugesetztem Brennstoff 48 und zugesetzter Luft 49 in die Verbrennungsanlage
50 eingeleitet. Der Brennstoff in Leitung 48 wird zusammen mit Luft aus Leitung 49 im Brenner der
Brennanlage 50 verbrannt, so daß der entstehende heiße Gasstrom den gegebenenfalls vorhandenen elementaren
Schwefel und weitere Schwefelverbindungen außer SO2 im Gasstrom 46 entzündet und zu SO2 verbrennt.
Der aus der Verbrennungsanlage ausströmende Gasstrom 51 kann zu dem Abgasstrom 2 zurückgeführt und
wieder in die Entschwefelungsanlage 1 eingeleitet werden.
Wenn einer der beiden Einsatzströme 11 oder 10 für
den thermischen Reaktor ziemlich verdünnt ist, kann etwa ein Drittel des Gasstromes 10 am thermischen
Reaktor 12 vorbeigeführt und direkt in den katalytischen Konverter 22 der ersten Stufe eingespeist werden.
In diesem Fall enthält das in Leitung 17 aus dem thermischen Reaktor ausströmende Gas Schwefelwasserstoff,
aber keinen elementaren Schwefel und kein Schwefeldioxid; Abhitzekessel 18, Leitung zur Abführung
des Schwefels 19 und Vorwärmer 21 können dann aus der Anlage ausgelassen werden. Stattdessen wird
der ausströmende Gasstrom 17 auf die gewünschte Ein laßtemperatur in den Konverter der ersten katalyti sehen Stufe abgekühlt Wie bereits angegeben, können
beliebig viele katalytische Stufen eingesetzt werden.
Gegebenenfalls können auch, falls notwendig, Umwandlungskatalysatoren zur Umwandlung von COS zusammen mit Katalysatoren zur Umwandlung von H2S
eo eingesetzt werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand des Beispieles näher erläutert
Ein schwefeldioxidreiches Regenerationsabgas 10 wird durch Regeneration eines Sorbens aus Kupferoxid
auf Aluminiumoxid erhalten, wobei letzteres zu etwa
15
20
25
30% durch das durchfließende Abgas sulfatiert ist, d. h. Tabelle
also, daß es etwa 30 Mol% CuSO4 und 70 Mol°/o CuO
enthält. Zur Regeneration wird ein etwa 10%iger Über- Gasstrom
schuß eines reduzierenden Gases mit einem Gehalt an
Wasserstoff und Dampf und geringen Mengen CO2 und
CO verwendet. Das entstehende Abgas wird in einem Kühlturm bis zum Taupunkt von 50°C (Wassergehalt
etwa 13 Mol%) entfeuchtet. Der entfeuchtete Regenerationsabgasstrom 10 weist eine Fließgeschwindigkeit
von 588,6 kg/Mol/Std. auf, enthält 25 Mol% Wasserstoff und wird bei einer Einlaßtemperatur von 340°C in einen
thermischen Reaktor 12 eingespeist, während gleichzeitig ein entfeuchteter wasserstoffreicher Gasstrom 11
mit einem Gehalt an 67 Mol% Wasserstoff bei einer Temperatur von 3700C zugeführt wird. Der Regenerationsgasstrorn
4 und der wasserstoff reiche Gasstrom 1! weisen mit Ausnahme des Wassergehaltes die gleiche
Zusammensetzung auf (alle Prozentangaben über Zusammensetzungen der Gasströme sind in Mol% gegeben).
Der Regenerationsabgasstrom 10 wird in zwei Teilströme 14 und 15 mit 62 bzw. 38% der Gesamtmenge
des Gasstromes 10 aufgespalten. Der Gasstrom 14 tritt im Einlaßende des Reaktors 12 durch eine Brennerdüse
zusammen mit dem wasserstoffhaltigen Gasstrom 11 ein, während der Gasstrom 15 abstromig vom Einlaß
in den Reaktor eingeführt wird. Die Reaktionstemperatur in der Zone 12 beträgt etwa 10800C, während die
Reaktionstemperatur in Zone 126 bei etwa 9100C liegt.
Wie sich aus der Zeichnung ergibt, befindet sich die Zone 12a aufstromig von der Einspeisungsstelle des
zweiten SO2-Stromes 15, während die Zone 12/>
in der Nachbarschaft der Einspeisungsstelle des Stromes 15 liegt. Die Mischung der Reaktionsprodukte wird in einem
Abhitzekessel 18 gekühlt, aus dem ein Strom flüssigen, elementaren Schwefels 19 entnommen wird. Etwa
45% des in den Reaktor 12 eintretenden SO2 werden in elementaren Schwefel umgewandelt, während der Rest
im ausströmenden Gas als H2S und SO2 bei einem Molverhältnis
von etwa 2 :1 vorliegt Etwa 25% (auf das Gewicht bezogen) des im Reaktor 12 gebildeten elementaren
Schwefels werden kondensiert und durch die Leitung 19 abgezogen, während der Rest im Gasstrom
verbleibt Dieser Gasstrom wird durch drei aufeinanderfolgende, in Serie geschaltete katalytische Umwandlungsstufen
geschickt, wobei jede Stufe einen Vorwär- mer (21,31 bzw. 41), einen katalytischen Konverter (22,
32 bzw. 42) und einen Schwefelkühlturm (24,34 bzw. 44) aufweist Die Reaktoreinlaßtemperaturen betragen in
der ersten, zweiten und dritten katalytischen Stufe 246°C,216°Cbzw. 1990C, während die jeweiligen Reaktorausgangstemperaturen
bei 2990C, 239° C bzw. 206° C
liegen. Dss darch die Leitung 46 schließlich ausströmende
Gas enthält etwa 0,22 Mol% SO2 und etwa 0,44
Mol% H2S. Dieser Gasstrom wird durch ein Analysengerät 47 Oberwacht, das zur Kontrolle der Wasserstoff-
zugabe zum Reaktor 12 dient Einsatzgasstrom 46, Brennstoff 48 und Luft 49 werden in die Verbrennungsanlage SO eingeleitet, in der H2S und der restliche
Schwefeldampf sowie gegebenenfalls COS und CS2 im Gasstrom 46 zu SO2 verbrannt werden. Der dabei entstehende Gasstrom 51 wird in den Abgasstrom 2 zurückgeleitet
In der folgenden Tabelle sind die Ausbeuten an flüssigem Schwefel in kg Mol/Std. aus dem aus dem thermischen Reaktor ausfließenden Gasstrom (Strom 19) und
aus jedem der aus den katalytischen Reaktionsstufen ausfließenden Ströme (Ströme 25, 35 und 45) angege-
Schwefelausbeule
in kg Mol/h
in kg Mol/h
19 (thermischer Reaktor)
25 (1. katalytische Stufe)
35 (2. katalytische Stufe)
45 (3. katalytische Stufe)
25 (1. katalytische Stufe)
35 (2. katalytische Stufe)
45 (3. katalytische Stufe)
8,5
44,3
14,5
44,3
14,5
3,2
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine wirksame Umwandlung des Schwefeldioxidgehaltes in
einem SO2-reichen Gasstrom in elementarem Schwefel. Das Verfahren ist beso':·.-.»!» für Anlagen geeignet, in
denen wasserstoffreiche Gasströme in einem Abgasentschwefelungsverfahren eingesetzt werden. Der Einsatz
eines thermischen Reaktors aufstromig von den katalytischen Umwandlungsstufen ist günstig, da in einem
thermischen Reaktor im Vergleich zu einem katalytischen Konverter höhere . Betriebstemperaturen und
größere Temperatursprünge geduldet werden können. Auf diese Weise lassen sich mehrere katalytische Konverterstufen
und die an jede Stufe angeschlossenen Kühltürme durch einen einzigen thermischen Reaktor
ersetzen, wodurch eine deutliche Wärmeeinsparung möglich ist. Die Reduktion von SO2 zu einer Misch::τ\<?
aus elementarem Schwefel, H2S und nicht umgesetzten SO2 statt vollständiger Umwandlung zu H2S im thermischen
Reaktor ist wünschenswert, da hierdurch eine geringere Belastung der katalytischen Claus-Umwandlungsanlagen
erfolgt und somit die Schwefelausbeute verbessert oder die Anzahl der zur Umsetzung von H2S
und SO2 zu Schwefel benötigten Konverterstufen verringert werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Verfahren zur Umwandlung von Schwefeldioxid, das in aus der Entschwefelung von Abgasen
stammenden Regenerationsabgasströmen enthalten ist, in elementaren Schwefel in mehreren Stufen
durch Umsetzung des Schwefeldioxids mit einem wasserstoffreichen Reduktionsgasstrom und anschließende
katalytische Umwandlung der Zwischenprodukte bei einem Molverhältnis von Schwefelwasserstoff
zu Schwefeldioxid von etwa 2:1, d a durch gekennzeichnet, daß das Schwefeldioxid
mit dem wasserstoffreichen Reduktionsgas in einem thermischen Reaktor bei einer Temperatur
von mindestens 6500C umgesetzt wird, wobei ein
Gasstrom mit einem Gehalt an elementarem Schwefel, Schwefelwasserstoff und nicht umgesetzten
Schwefeldioxid erhalten wird, aus welchem der elementare Schwefel durch Kühlen auskondensiert
wird, worauf der Gasstrom einem mehrstufigen katalytischen Verfahren unterworfen wird, wobei nach
jeder Stufe gekühlt und der Gasstrom vor Eintritt in die nächste Stufe wieder aufgeheizt wird
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die thermische Umsetzung von Schwefeldioxid mit Wasserstoff bei Temperaturen von 800
bis 17000C durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionstemperatur im
thermischen Reaktor ohne Anwendung äußerer Wärme aufrechterhalten wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der schwefeldioxidreiche Gasstrom
und/oder der wasserstoffreiche Gasstrom auf eine Einspeisungstemperatur vorgeheizt werden, die
ausreicht, um eine Reaktionstemperatur im thermischen Reaktor von mindestens 6500C zu erzielen.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fließgeschwindigkeit des wasserstoffreichen
Gasstromes entsprechend dem Molverhältnis von Schwefelwasserstoff in dem aus dem
letzten katalytischen Konverter ausströmenden Gas eingestellt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der gekühlte Gasstrom aus der
letzten Stufe nach der Entfernung des elementaren Schwefels oxidiert und das dabei entstehende
Schwefeldioxid enthaltende Gas mit dem zu entschwefelnden Abgas wieder vereinigt wird.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Regenerationsabgasstrom
vor dem Reaktor geteilt wird, wobei ein Teil zusammen mit dem wasserstoffhaltigen Gasstrom in den
Einlaßbereich des Reaktors und der andere Teil in den Ausgangsbereich des Reaktors eingeleitet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US32031673A | 1973-01-02 | 1973-01-02 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2365116A1 DE2365116A1 (de) | 1974-07-04 |
| DE2365116C2 true DE2365116C2 (de) | 1985-09-19 |
Family
ID=23245849
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732365116 Expired DE2365116C2 (de) | 1973-01-02 | 1973-12-29 | Verfahren zur Umwandlung von Schwefeldioxid |
Country Status (8)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS4998395A (de) |
| BE (1) | BE809338A (de) |
| CA (1) | CA1003191A (de) |
| DE (1) | DE2365116C2 (de) |
| FR (1) | FR2212290B1 (de) |
| GB (1) | GB1452970A (de) |
| IT (1) | IT1002468B (de) |
| NL (1) | NL176929C (de) |
Families Citing this family (13)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5163392A (en) * | 1974-09-30 | 1976-06-01 | Dafuii Hoerugasu Gmbh | So2 ganjugasukaraiooeruhoho |
| DE2613343C3 (de) * | 1976-03-29 | 1980-08-28 | Davy International Ag, 6000 Frankfurt | Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus SO2 -haltigen Gasen |
| DE2759049C3 (de) * | 1977-01-05 | 1987-01-22 | Hitachi, Ltd., Tokio/Tokyo | Verfahren zur Entfernung und Gewinnung von H↓2↓S aus Kohlengas |
| US4207304A (en) * | 1977-06-27 | 1980-06-10 | The Ralph M. Parsons Company | Process for sulfur production |
| DE2923704A1 (de) * | 1979-06-12 | 1980-12-18 | Bergwerksverband Gmbh | Verfahren zur reduktion von so tief 2 -reichgasen zu elementarem schwefel |
| DE3036132A1 (de) * | 1980-09-25 | 1982-05-06 | Metallgesellschaft Ag, 6000 Frankfurt | Verfahren zur verminderung des schwefelgehaltes der bei der schwefelgewinnung erhaltenen abgase |
| JPS6265909A (ja) * | 1985-09-13 | 1987-03-25 | Mitsui Miike Kakoki Kk | 二酸化硫黄含有ガスの処理方法および装置 |
| DE3628870A1 (de) * | 1985-12-17 | 1987-06-19 | Linde Ag | Verfahren zum gewinnen von elementarschwefel |
| US4830829A (en) * | 1987-09-04 | 1989-05-16 | Mobil Oil Corporation | Conversion of aluminum-mercury amalgam and incidental mercury in contact with aluminum alloy surfaces to harmless compounds |
| RU2137705C1 (ru) * | 1998-07-06 | 1999-09-20 | АО "Норильский горно-металлургический комбинат" | Способ восстановления кислородсодержащего сернистого технологического газа природным газом |
| RU2474533C1 (ru) * | 2011-07-15 | 2013-02-10 | Открытое акционерное общество "Гипрогазоочистка" | Способ получения элементной серы из отходящего газа, содержащего диоксид серы |
| RU2478567C2 (ru) * | 2011-07-21 | 2013-04-10 | Открытое акционерное общество "Гипрогазоочистка" | Способ получения серы из дымовых газов, содержащих диоксид серы |
| FR3030302B1 (fr) | 2014-12-23 | 2018-08-10 | L'air Liquide, Societe Anonyme Pour L'etude Et L'exploitation Des Procedes Georges Claude | Reduction thermique de soufre |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2148258A (en) * | 1934-11-12 | 1939-02-21 | Gen Chemical Corp | Production of sulphur |
| US3199955A (en) * | 1962-08-20 | 1965-08-10 | Texas Gulf Sulphur Co | Process of reducing sulphur dioxide to elemental sulphur |
| US3615221A (en) * | 1969-04-21 | 1971-10-26 | Du Pont | Process for reduction of sulfur dioxide with hydrocarbon vapor |
| BE759295A (fr) * | 1969-12-09 | 1971-04-30 | Allied Chem | Procede de traitement d'anhydride sulfureux avec un gaz reducteur et nouveaux produits ainsi obtenus |
-
1973
- 1973-12-26 JP JP48144147A patent/JPS4998395A/ja active Pending
- 1973-12-28 FR FR7346867A patent/FR2212290B1/fr not_active Expired
- 1973-12-29 DE DE19732365116 patent/DE2365116C2/de not_active Expired
- 1973-12-31 CA CA189,246A patent/CA1003191A/en not_active Expired
- 1973-12-31 IT IT3244673A patent/IT1002468B/it active
- 1973-12-31 GB GB6028073A patent/GB1452970A/en not_active Expired
-
1974
- 1974-01-02 BE BE139469A patent/BE809338A/xx not_active IP Right Cessation
- 1974-01-02 NL NL7400022A patent/NL176929C/xx not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2365116A1 (de) | 1974-07-04 |
| NL176929B (nl) | 1985-02-01 |
| NL7400022A (de) | 1974-07-04 |
| FR2212290A1 (de) | 1974-07-26 |
| NL176929C (nl) | 1985-07-01 |
| IT1002468B (it) | 1976-05-20 |
| FR2212290B1 (de) | 1980-03-28 |
| BE809338A (fr) | 1974-07-02 |
| GB1452970A (en) | 1976-10-20 |
| CA1003191A (en) | 1977-01-11 |
| JPS4998395A (de) | 1974-09-18 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE68903569T2 (de) | Verfahren zur Konvertierung und Beseitigung von Schwefelverbindungen aus einem CO-enthaltenden Gas. | |
| DE69405179T2 (de) | Verfahren zur entfernung schwefelhaltiger verbindungen, die in einem abgas wie abgas einer claus-schwefelanlage vorhanden sind, mit zurückgewinnung dieser verbindungen als schwefel | |
| EP0672618B1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von elementarem Schwefel aus einem H2S enthaltenden Gasgemisch | |
| DE69910049T2 (de) | Verfahren zur rückgewinung von schwefel aus schwefelwasserstoff enthaltenden gasen | |
| DE2648190C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Schwefel nach dem Claus-Verfahren | |
| DE69615816T2 (de) | Verfahren zur quasitotaler entfernung der schwefelverbindungen h2s, so2, cos und/oder cs2 aus denselben enthaltenden restlichen rauchgasen einer schwefelanlage mit rückgewinnung dieser verbindungen als schwefel | |
| DE2365116C2 (de) | Verfahren zur Umwandlung von Schwefeldioxid | |
| DE3143400A1 (de) | Verfahren zur verringerung des schwefelgehaltes in gasstroemen unter gewinnung von elementarem schwefel | |
| DE69704098T2 (de) | Moderierung der Temperatur einer mit Sauerstoff angereicherten Claus-Schwefelanlage mittels eines Ejektors | |
| DE69401473T2 (de) | Verfahren zur entfernung von schwefelwasserstoff aus einem gas, mit rückgewinnung von schwefel | |
| EP2507166B1 (de) | Verfahren zur aufarbeitung schwefelhaltiger abgase | |
| DE102004022506B4 (de) | Verfahren und Anlage zur Herstellung von Schwefelsäure aus schwefeldioxidreichen Gasen | |
| DE4014018A1 (de) | Verfahren zum reinigen eines h(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)s und co(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts) enthaltenden gases | |
| DE2541066A1 (de) | Verfahren zur herabsetzung des gesamtschwefelgehaltes eines schwefeldioxyd und andere umwandelbare schwefelverbindungen enthaltenden claus-abgases | |
| DE3333933A1 (de) | Verfahren zum reinigen eines gasstromes | |
| DE2930214A1 (de) | Verfahren zur selektiven oxydation von kohlenmonoxyd im rahmen einer katalytischen ammoniakherstellung | |
| DE2615307A1 (de) | Verfahren zur reinigung von schwefeldioxidhaltigem gas | |
| DE2430909A1 (de) | Verfahren zur reinigung von clausofen-abgasen | |
| WO2008119474A2 (de) | Verfahren zur schwefelsäureerzeugung und anlage zur durchführung des verfahrens | |
| DE68910013T2 (de) | Verfahren zur Verbesserung der Schwefelausbeute einer Anlage zur Erzeugung von Schwefel aus Schwefelwasserstoff, enthaltend saures Gas, wobei einer Schwefelerzeugungsanlage eine Reinigungseinheit folgt. | |
| EP0506161B1 (de) | Verfahren zum Erzeugen von Elementarschwefel aus einem Schwefelwasserstoff enthaltenden Gas | |
| DE2429942C2 (de) | Gewinnung von Schwefel aus H&darr;2&darr;S-haltigem Gas mit niedriger Schwefelwasserstoff-Konzentration | |
| DE19510915A1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von elementarem Schwefel aus einem H¶2¶S enthaltenden Gasgemisch | |
| EP0840709B1 (de) | Verfahren und anlage zur erzeugung von schwefel in einem claus-prozess | |
| DE2658208A1 (de) | Vorrichtung und verfahren zur energieerzeugung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OD | Request for examination | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8331 | Complete revocation |